Volksverhetzer

Bnr.de – Volksverhetzer
Manfred Roeder (Jg. 1929), Kopf der rechtsextremen Deutschen Bürgerinitiative (DBI; Schwarzenborn/Knüll, Hessen), wünscht sich einen „offenen Krieg mit den Türken“. Dann, so fabuliert der frühere Rechtsterrorist Roeder im DBI-Rundbrief, könnten wir sie „zerschlagen“, „anstatt sie im Namen der Toleranz bei der Landnahme zu ermutigen und ihre Kinder und Moscheen mit dem Geld unserer Arbeiter zu belohnen“. (…)  Die industriell betriebene Massenvernichtung von Juden durch die Deutschen wertet Roeder als „erfundene Behauptung“ und warnt gleichzeitig: „Kann es nicht auch sein, dass man uns in endlose Debatten über den Holocaust verwickelt, damit wir nicht merken, wie unser Land inzwischen von Türken übernommen wird, den Todfeinden des Reiches seit 500 Jahren?“

Neonazis attackieren dunkelhäutigen US-Studenten

BusinessNews | Nachrichten- Neonazis attackieren dunkelhäutigen US-Studenten
Ein indischstämmiger Student aus den USA und sein deutscher Dozent sind in Dresden Opfer eines ausländerfeindlichen Angriffs geworden. Sie wurden von zwei deutschen Tätern verletzt, wie die Polizei berichtete. Der Vorfall passierte demnach bereits am Samstagabend.

Der 21-Jährige aus dem US-Staat Virginia war zusammen mit dem 35-jährigen Dozenten und drei Kommilitonen aus den USA in einen Bus eingestiegen. Dabei beschimpften ihn die Angreifer den Angaben zufolge. Während der Fahrt trat einer von ihnen den 21-Jährigen mit dem Fuß in die Brust. Er schlug auch den Dozenten, der eingreifen wollte, zu Boden und trat ihn, auch als er schon am Boden lag.

siehe auch: Ausländerfeindliche Attacke gegen US-Studenten. In Sachsen ist es erneut zu einem fremdenfeindlichen Übergriff gekommen: Ein dunkelhäutiger Student und sein Dozent wurden in einem Bus brutal angegriffen. (…) Dem Dozenten gelang es schließlich, die Polizei über Notruf zu alarmieren. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den beiden 20 bis 30 Jahre alten Tatverdächtigen blieb jedoch ergebnislos.

net-tribune: O2 und Deutsche Post warben versehentlich auf Neonazi-Websites

net-tribune: O2 und Deutsche Post warben versehentlich auf Neonazi-Websites
(…) Auf den «.tk»-Seiten werden im zeitlichen Wechsel Banner verschiedener Firmen vor die eigentliche Seite geschaltet, unter ihnen bis Mittwochvormittag das Telefonunternehmen O2, eine Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns, und die Deutsche Post AG. Das führte zu dem bizarren Zusammentreffen eines Konterfeis von Thomas Gottschalk, der neben einem Foto vom Hermannsdenkmal und der Überschrift «Aktionsbüro Westdeutschland – national und sozialistisch» für die DHL-Packstation warb. (…) Dazwischen bietet eine mit dem «Aktionsbüro Westdeutschland – national und sozialistisch» verlinkte Seite namens «Nationaler Widerstand Bielefeld» auf den ersten Blick nicht das Erwartete, sondern Angebote für schnelle Kredite. Am rechten Ende des «.tk»-Spektrums tauchen über weitere Nachrichten über einen «hinterhältigen Angriff auf NPD-Funktionär», Bestellmöglichkeiten für Sprühschablonen (»Nur zur Verschönerung des eigenen Zimmers») und ein Kommentar zu «Scheinheiligendamm» auf.

Kopfnuss aus Eifersucht

Kopfnuss aus Eifersucht – Märkische Allgemeine – Zeitung für das Land Brandenburg
Strafe für Körperverletzung: Ein Jahr, neun Monate
Alle guten Dinge sind drei. Nur von der Justiz sollte man das nicht erwarten. Das gab Richter Thomas Passerini gestern dem 20-jährigen Oranienburger Holger F. mit auf den Weg, als er ihn zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilte – die auf Bewährung ausgesetzt ist. Denn nach bereits zwei Vorstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung mit Bewährungsstrafe dürfe er sicher sein, beim nächsten Mal nicht bloß “mit blauem Auge” davonzukommen. (…) F.s hohe Bewährungsstrafe und das zusätzliche Strafgeld in Höhe von 400 Euro an das Opfer begründete der Richter mit dem umfangreichen Vorstrafenregister von F. und dessen “schädlichen Neigungen”. Damit meinte er nicht allein Körperverletzungen: F., der in Oranienburg einen Army-Shop betreibt, war bereits mehrfach wegen Verwendens von Neonazi-Symboliken aufgefallen.

Niedersächsischer Städtetag fordert kommunales Netzwerk gegen Rechts

Niedersächsischer Städtetag fordert kommunales Netzwerk gegen Rechts – Yahoo! Nachrichten
Der niedersächsische Städtetag macht sich für ein «kommunales Netzwerk gegen Rechts» stark. «Angesichts der aktuellen Vorfälle in Lüneburg müssen wir die Initiative ergreifen und ein Netzwerk aufbauen, um Erfahrungen auszutauschen und Strategien zu entwickeln», forderte Hauptgeschäftsführer Heiger Scholz am Mittwoch in Hannover.

Am vergangenen Samstag waren 350 NPD-Anhänger spontan und unangemeldet durch die Lüneburger Innenstadt gezogen, um gegen den G8-Gipfel zu demonstrieren. Dabei waren mehrere Polizeibeamte mit Fußtritten und Schlägen angegriffen worden.

Initiator der „14 Words“ abgetreten

Bnr.de – Initiator der „14 Words“ abgetreten
Der US-amerikanische Rechtsterrorist David Lane ist im Alter von 68 Jahren im Staatsgefängnis von Terra Haute im Bundesstaat Indiana verstorben. Lane war Mitglied der rassistischen und antisemitischen Organisation „The Order“ (auch bekannt unter den Namen „Bruder Schweigen“ oder „Silent Brotherhood), die in den 1980er Jahren Morde und Raubüberfälle verübte, mit deren Beute „White Supremacy“-Gruppen im ganzen Land unterstützt wurden.

Was bestellt war, wurde geliefert

ND – Was bestellt war, wurde geliefert – 04.06.07
Vermummte auf beiden Seiten störten eine friedliche Demonstration der Vernunft. »Eine andere Welt ist möglich«, hofften am Sonnabend Zehntausende Globalisierungskritiker bei ihrer Anti-G8-Demonstration in Rostock. Die war kraftvoll, endete aber nicht friedlich (…) Am Rande der Demonstration entwickelten sich derweil erneut Scharmützel. Was planlos aussah, hatte System. Das zumindest schwören zwei Damen aus Essen, die am Abend vor der Demonstration im »Alten Fritz« gespeist hatten, wo auch mehrere Polizeiführer den kommenden Tag planten. Unter ihnen war eine Hand voll junger Zivilisten und genau die wollen die Damen als jene wiedererkannt haben, die den sprichwörtlichen ersten Stein warfen. Berliner Demonstranten trafen »alte«, doch nicht liebe Bekannte wieder. Die 21. Einsatzhundertschaft tat sich so sehr hervor, dass andere Polizeiführer entsetzt intervenierten.
Während ein paar Dutzend Autonome – Angaben der mit 13 000 Beamten angerückten Polizei über Tausende Randaleprofis stammen aus dem Reich der Fantasie – das Pflaster aufrissen, wurde Reizgas eingesetzt. Plötzlich ging ein alter Opel in Flammen auf, der auf den seit Tagen schon gesperrten Parkflächen »übrig geblieben« schien. Ein Wasserwerfer fuhr auf. Doch nicht etwa um das am rechten Platzrand qualmende Fahrzeug zu löschen oder die Steinewerfer zu vertreiben, damit die Feuerwehr ihren Job erledigen konnte. Nein, das Polizeifahrzeug drehte nach links und nahm friedliche Kundgebungsteilnehmer unter Beschuss. Der Rest entwickelte sich im Selbstlauf.

siehe auch: Agent Provocateur – Welche Glatze passt unter welche Kaputze? Bereits bei den simultan erfolgten Ausschreitungen in Rostock hat Journalismus – Nachrichten von Heute, link„geheime Staatsbedienstete“ im schwarzen Block ausgemacht. Wir haben Hunderte von Fotos und Filmbeiträge analysiert und dieselben Personen, die sich auf den Dokumenten deutlich von den Demonstranten unterscheiden, obwohl auch sie zivil gekleidet waren, immer wieder an verschiedenen Orten entdeckt. Am Mittwoch gegen 19:00 Uhr wurde vor der Kontrollestelle Galoppenrennbahn in der Nähe von Heiligendamm ein Agent Provocateur linkenttarnt. In seinem Team war jener, den wir seit den „Bränden“ von Rostock beobachteten.

Neue AntiAntifa-Bestrebungen in Pankow

de.indymedia.org | Neue AntiAntifa-Bestrebungen in Pankow
Vor kurzem tauchte im Netz eine Webseite mit dem Namen “Gegen Antifa Pankow” auf. Auf ihr waren Fotos und Namen von vermeintlichen Antifaschist_innen, Journalist_innen und Anwält_innen zu finden. Die Neonaziszene in Pankow ist seit jeher dafür bekannt, dass sie Namen und Adressen von vermeintlich Linken ausspäht, sammelt und diese auch nutzt, um gewaltsam gegen die Zielpersonen vorzugehen. Seit Jahren vorne mit dabei sind die Neonazis Andy Fischer, Martin Stelter und ihr politisches Umfeld. (…) Der neueste Fall der AntiAntifa-Bestrebungen war auch der seit langem plumpeste. Der Neonazi Thomas Gläser hatte im Internet dazu aufgerufen, dass ihm »Namen, Adressen oder Bilder von Zecken« zugeschickt werden sollten, die er auf seine Seite www.gegenantifapankow.de.tl veröffentlichen wollte. Sicherheitshalber hatte er auch die Internetpräsenz www.gegenantifapankow.com angemeldet und dabei seinen Namen und seine Adresse offenbart. Es fanden sich tatsächlich Neonazis die ihm einige Fotos zukommen ließen, ingesamt mehr als 100, die er in regelmäßigen Abständen von seiner Wohnung in der Elsa-Brändström Strasse 28 aus auf die Seite lud. Tatkräftig wurde er dabei von der Pankower Kameradschaft “Vereinte Nationalisten Nordost” unterstützt, aber auch vom dem Prenzlauer Berger Naziladen “Harakiri”, dessen Besitzer Henry Harm, Gläser Bilder seiner beiden Überwachungskameras zur Verfügung stellte.
Brisant dabei: Die Außenüberwachungskamera filmt nicht den Laden an sich, sondern das davor liegende Straßenland. Der Laden überwacht also nicht nur seine Kund_innen, sondern auch alle Passant_innen, die sich 10 Meter vor dem Laden befinden.

Täter in die Flucht geschlagen

Täter in die Flucht geschlagen – Märkische Allgemeine – Zeitung für das Land Brandenburg
Spaziergänger vereitelte Brandanschlag auf PDS-Geschäftsstelle
Ein Spaziergänger, der gestern um 3.40 Uhr noch mit seinem Hund unterwegs war, hat einen Brandanschlag auf die Kreis-Geschäftsstelle der Linkspartei-PDS in Oranienburg (Oberhavel) verhindert. Als der Mann vier verdächtige Jugendliche an der Baracke entdeckte, sprang er über den Zaun und schlug die Brandstifter in die Flucht. Die Polizei stellte gestern am Tatort eine Kiste mit Brandbeschleunigern sicher. Der Staatsschutz im Polizeipräsidium Potsdam ermittelt.

“Allein schon wegen des Objektes können wir einen politischen Hintergrund nicht ausschließen”, sagte eine Sprecherin der Neuruppiner Staatsanwaltschaft.

siehe auch: Anschlag auf Linkspartei-Büro geklärt. Der Brandanschlag auf das Gebäude des Kreisvorstandes der Linkspartei.PDS in Oranienburg ist aufgeklärt. Wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Mittwoch mitteilte, wurden fünf Männer im Alter von 18 bis 23 Jahren aus Oranienburg festgenommen. Sie gestanden den Angaben zufolge die Tat. Als Motiv gaben sie Abneigung gegen die Linkspartei an. Gegen den mutmaßlichen Initiator der Tat, der wegen Verwendens von nationalsozialistischen Symbolen vorbestraft sei und gegen Bewährungsauflagen verstoßen habe, sei Haftbefehl beantragt worden, hieß es weiter. Die anderen vier Verdächtigen müssen sich in einem beschleunigten Verfahren wegen versuchter Brandstiftung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten; Kurzer Prozess in Oranienburg. Schon einen Tag nach einem versuchten Brandanschlag auf ein Parteibüro der PDS sind vier der fünf Täter in einem beschleunigten Verfahren zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Den fünften Täter erwartet ein eigenes Verfahren.