200 Solinger gedachten der Opfer des feigen Anschlages Rechtsradikaler vor 14 Jahren

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Mahnmal als Symbol für das Zusammenleben der nächsten Generationen

Sonnenblumen und Rosen legte die Familie Genç gestern am Mahnmal vor dem Mildred-Scheel-Kolleg nieder – bunte Farbtupfer an einem ansonsten trüben Maitag. Der Brandanschlag jährte sich zum 14. Mal. In der Nacht vom 29. Mai 1993 verloren Mevlüde und Durmus Genç an der Unteren Wernerstraße zwei Töchter, zwei Enkel und eine Nichte. Zusammen mit gut 200 weiteren Solingern gedachte die Familie der Opfer Gürsün, Hatice, Gülüstan, Hülya und Saime.

Neonazi Rieger in Magdeburg vor Gericht

Neonazi Rieger in Magdeburg vor Gericht | MDR.DE
Vor dem Landgericht Magdeburg muss sich ab heute der Neonazi Jürgen Rieger verantworten. In dem Berufungsprozess soll geklärt werden, ob der Anwalt vor mehr als zwei Jahren im Madeburg einen PDS-Politiker niedergeschlagen hat.

siehe auch: Berufungsprozess gegen Neonazi-Anwalt in Magdeburg begonnen. Gegen den bundesweit bekannten Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger hat am Donnerstag vor dem Landgericht Magdeburg ein Berufungsprozess wegen Körperverletzung begonnen [anm. dokmz: mit Bild Rieger und sein RA Fischer]

Früh übt sich

Jungle World ··· 22/2007 Sport ··· Früh übt sich
Im sächsischen Wurzen verwandelten 30 Jugendliche am »Vatertag« ein Juniorenfußballspiel in eine Nazidemonstration. Dass das bekannt wurde, lag vor allem an der Schiedsrichterin

Eigentlich hätte es ein ganz normales Spiel werden sollen, das die zwölf- bis 14jährigen Jungfußballer des ATSV Frisch Auf Wurzen da kürzlich gegen ihre Altersgenossen des VfB Fortuna Chemnitz auszutragen hatten. Zwar kämpfen beide Mannschaften in der Platzierungsrunde der C-Jugend-Landesliga Sachsen gegen den Abstieg, was der Partie einiges an Bedeutung verlieh. Aber in dieser Altersklasse geht es normalerweise doch eher ruhig zu. Wie gesagt: eigentlich. Denn das Spiel fand an Christi Himmelfahrt statt, am so genannten Vatertag also. Der geht regelmäßig bereits zur Mittagszeit mit dem Genuss von reichlich Alkohol einher, und wie es mit den Bräuchen so ist: Man pflegt sie oft schon in jungen Jahren, bisweilen auch in Kombination mit der Jagd auf vermeintliche oder tatsächliche Nichtdeutsche. Die Gruppe von knapp 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen jedenfalls, die sich am Nachmittag zu dem Jugendspiel im nahe Leipzig gelegenen Wurzen einfand, war stark angeheitert. Das mag die letzten Hemmungen beseitigt haben, wie aus dem mehrseitigen Zusatzbericht von Christine Weigelt (22) hervorgeht, die bereits seit zehn Jahren Schiedsrichterin und in der Frauen-Bundesliga als Assistentin tätig ist. Demnach wurden kurz nach dem Anpfiff die ersten Feuerwerkskörper gezündet und die Gäste aus Chemnitz sowie das Schiedsrichtergespann mit Parolen bedacht wie: »Du Judenschwein«, »Fick deine Mutter, du Judensau« und »Wir ziehen dir die Vorhaut runter, du Jude«. Auch das so genannte U-Bahn-Lied (»Wir bauen eine U-Bahn von Chemnitz bis nach Auschwitz«) fehlte nicht, gefolgt von der Aufforderung eines Zuschauers: »Los, wir formieren uns jetzt zu einem Hakenkreuz!«

siehe auch: Judenhass in der Kinderliga. “Fidschi”, “Ausländerschwein”, “fick dich, du Jude” – Zitate aus dem Spielbericht des Schiedsrichters eines Fußball-Jugendspiels im sächsischen Wurzen. Der Rassismus in Ostdeutschland hat die Kinderligen erreicht – und Verantwortliche finden alles gar nicht so schlimm

Thüringen: NPD im Aufwind

de.indymedia.org | Thüringen: NPD im Aufwind
NPD im Aufwind – Mitgliederkampagne und „Deutschlandpakt“ in Thüringen

Zum so genannten „Thüringentag der nationalen Jugend“ am 19. Mai in Eisenach startete die Thüringer NPD eine umfangreiche Mitgliederkampagne. Flächendeckend sollen Infostände und Kundgebungen stattfinden, tausende Euro werden in Nazipropaganda gesteckt. Die NPD ist in Thüringen auf dem besten Weg in den 3. deutschen Landtag einzuziehen. (…) Schlüsselfigur für den Aufstieg der NPD ist der 26 jährige Neonazi Patrick Wieschke. Als Landesgeschäftsführer der NPD zieht er in Thüringen die Fäden. Wieschke saß wegen Anstiftung zu einem Sprengstoffanschlag auf einen türkischen Imbiss und wegen Körperverletzung zwei Mal im Gefängnis. Wieschke ist Gründungsmitglied der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) und war dort bis 2002 stellvertretender Landesvorsitzender, Landespressesprecher und JN-Stützpunktleiter in Eisenach. Im Januar 2002 trat Wieschke von allen Ämtern zurück und verließ die Partei, begründete dies mit „reaktionären und rückwärts gewandten Tendenzen im NPD-Kreisverband Wartburgkreis sowie dem derzeitigen Verhalten des NPD-Bundesvorstands gegenüber kritischen Parteimitgliedern und “Freien Nationalisten“.
Im März kehrte Wieschke als stellvertretender Kreisvorsitzender im Wartburgkreis in die NPD zurück. Seit Mai 2006 arbeitet Patrick Wieschke als hauptamtlicher Mitarbeiter für den NPD-Landesverband Thüringen als Landesgeschäftsführer. Bezieht Bahncard 50 und Spesen aus Parteimitteln, arbeitet Konzepte aus, koordiniert die Arbeit der Landesverbände, schlichtet Streits zwischen Partei und rechten Parteigegnern (z. B. „Autonomen“ Nationalisten).

Neonazi-Rädelsführer aus Sächsischer Schweiz muss ins Gefängnis

Neonazi-Rädelsführer aus Sächsischer Schweiz muss ins Gefängnis – Yahoo! Nachrichten
Der als Rädelsführer der 2001 verbotenen Neonazi-Gruppe «Skinheads Sächsische Schweiz» verurteilte Thomas S. muss hinter Gitter. Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe hat die Revision des mittlerweile 33-Jährigen gegen eine im August 2006 gegen ihn verhängte achtmonatige Gefängnisstrafe verworfen, wie am Dienstag in Dresden bekannt wurde. Anders als die Verteidigung bewerteten die Richter mit Beschluss vom 11. April die mehrjährige Verfahrensdauer nicht als Verstoß gegen das Beschleunigungsgebot. (…) Die Gruppierung soll zeitweise bis zu 80 Anhänger gehabt haben. Angelastet wurden der Vereinigung unter anderem Überfälle auf politisch Andersdenkende und ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus. Dass sie auch nach ihrem Verbot und der ersten SSS-Prozesswelle weiter aktiv war, wurde im Zuge einer groß angelegten Razzia am 1. Dezember 2004 bekannt. Thomas S. saß anschließend für einen Monat in Untersuchungshaft, bevor der Haftbefehl gegen eine Kaution von 5000 Euro außer Vollzug gesetzt wurde.

siehe auch: Sächsischer SSS-Führer muss ins Gefängnis – BGH verwirft Revision. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des sächsischen Neonazis Thomas Sattelberg gegen ein Urteil des Landgerichtes Dresden verworfen. Damit ist dessen Verurteilung vom August 2006 zu acht Monaten Freiheitsstrafe rechtskräftig. (…) Der nun rechtskräftig wegen Fortführung der SSS Verurteilte ist derzeit innerhalb des Vorstands der sächsischen “Jungen Nationaldemokraten” (JN) für “Politische Strategien” zuständig.

Demo gegen Neo-Nazistrukturen in Mainz

de.indymedia.org | Demo gegen Neo-Nazistrukturen in Mainz
Am Sonntagnachmittag (27.5.) fand in Mainz eine Spontandemo gegen regionale Neo-Nazistrukturen statt. Etwa 50 AntifaschistInnen zogen vom Mainzer Südbahnhof aus durch das Stadtzentrum. Das die Demonstration am Mainzer Südbahnhof begann war kein Zufall, am 1.Mai war dort eine 18 jährige Frau brutal von Neo-Nazis zusammengeschlagen worden. Nachdem die Demonstration lautstark durch die Innenstadt gezogen war, fand eine Kundgebung vor einer auch von Neo-Nazis gerne besuchten Kneipe – dem Sixties – statt. In einem Redebeitrag wurden sowohl die wachsenden Neo-Nazistrukturen in der Region Mainz/Wiesbaden als auch der Überfall am Südbahnhof thematisiert.

siehe dazu auch: Neonazi-Überfall in Mainz – Bruch wirft Polizei Fehler vor sowie 19.5. Wi. Bilder von NPD Kundgebung

Junger Russe gesteht Morde aus Rassenhass

derStandard.at: Junger Russe gesteht Morde aus Rassenhass
18-Jähriger soll 37 Menschen getötet haben
Zuerst glaubten die Ermittler aus Moskaus südwestlichem Verwaltungskreis den Erzählungen von Artur Ryno nicht. Überprüfungen lieferten erste Bestätigungen, dass vielleicht stimmen könnte, was der 18-jährige Student einer Moskauer Ikonenmalschule behauptet: Teilweise gemeinsam mit seinem Freund, dem 18-jährigen Physikstudenten Pavel Skatschevski, habe er seit Sommer 2006 aus Rassenhass 37 Menschen ermordet. (…) Erst in der Vorwoche hat Amnesty International (ai) in seinem Menschenrechtsbericht Fremdenfeindlichkeit als eines von Russlands Hauptproblemen genannt. Bemängelt werden die milden Urteile für rassistische Verbrechen. 2004 verzeichnete das Moskauer Büro für Menschenrechte 44 Morde mit rassistischem Hintergrund. 2005 waren es 28. Heuer sind bisher 25 Menschen getötet und 154 verletzt worden. Die Dunkelziffer könnte laut ai höher liegen, da viele Opfer nicht wagten, die Übergriffe anzuzeigen.

Homosexuelle in Moskau bei Kundgebung festgenommen | Reuters.de

Homosexuelle in Moskau bei Kundgebung festgenommen | Reuters.de
Die russische Polizei hat am Sonntag zahlreiche Homosexuelle bei einer Kundgebung festgenommen. Die Demonstranten wollten dem Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow eine Petition überreichen, in der internationale Politiker eine Genehmigung der geplanten Homosexuellen-Parade forderten. Etwa 20 Menschen wurden nach übereinstimmenden Angaben von Organisatoren und Polizei vorübergehend auf Polizeiwachen gebracht.
Vor dem Amtssitz Luschkows griffen Nationalisten und militante Orthodoxe die Homosexuellen an, schmissen Eier auf sie und riefen “Tod den Schwulen”. (…) Zur Unterstützung der Schwulen und Lesben waren Politiker und Künstler aus dem Ausland eingereist. Neben dem Sänger Richard Fairbrass von der Gruppe “Right Said Fred” war etwa der Grünen-Politiker Volker Beck in Moskau. Er wurde ebenfalls vorübergehend festgenommen.

siehe auch: Grünen-Politiker Beck in Moskau zeitweise festgenommen. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck ist nach Angaben eines Fraktionssprechers am Sonntag in Moskau vorübergehend festgenommen worden. Beck habe zusammen mit Kollegen aus dem europäischen und dem italienischen Parlament versucht, im Bürgermeisteramt eine Petition für Versammlungsfreiheit zu übergeben. Die Behörden hatten zuvor eine Homosexuellen-Parade verboten. Die Grünen-Parteivorsitzende Claudia Roth sprach von einem erneuten Beweis für die systematische Verletzung der Menschen- und Grundrechte. Sie forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, dies zum Thema des bevorstehenden G-8-Gipfels zu machen und deutlich die Einhaltung elementarer Grund- und Menschenrechte in Russland einzufordern; Schläge für Schwule. In Russland ist es lebensgefährlich, homosexuell zu sein. Während einer Kundgebung für die Rechte von Schwulen und Lesben kam es zu Angriffen von Orthodoxen, Neonazis und Polizisten. Einige Demonstranten wurden festgenommen – darunter der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck; Police ‘allowed’ gay bashing. AN Australian-born gay rights activist has alleged Moscow police stood by and watched while he was beaten by neo-Nazis at a march in Moscow. Peter Tatchell, 55, was in the Russian capital for the city’s second Gay Pride march. But he said that before the event even started, the 30 to 40 protesters were set upon by up to 200 people who beat them while hundreds of Moscow police stood by and watched. “Russian orthodox fundamentalists together with right-wing nationalists and neo-Nazis attacked the Gay Pride marchers as we assembled outside City Hall,” Mr Tatchell said yesterday; Tatchell and Right Said Fred star battered by anti-gay thugs in Moscow. Police stood and watched as two British gay rights campaigners were kicked and punched by neo-Nazis at a demonstration in Moscow. Former politician Peter Tatchell and pop singer Richard Fairbrass had travelled to the city to join a protest demanding the right to hold a Gay Pride parade there. Mr Fairbrass, 53, the Right Said Fred singer, was being interviewed on TV during the Moscow march when an anti-gay activist, dressed all in black, surged forward and began raining blows on his head and punched him full in the face. The attack left him with blood dripping from cuts around his eyes and nose. Mr Tatchell, 55, was repeatedly beaten and kicked before being taken away by two riot policemen.

Regionalliga: Krawalle nach St.-Pauli-Aufstieg

ZEIT online – News : Regionalliga: Krawalle nach St.-Pauli-Aufstieg
Nach dem Zweitliga-Aufstieg des FC St. Pauli sind bei Krawallen zwischen Fußballfans, Linksautonomen und der Polizei 20 Menschen festgenommen worden. Fans von St. Pauli und Dynamo Dresden hatten sich mit Bierflaschen und Steinen beworfen. (…) Etwa 600 Fans hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers nach Abpfiff des Fußballspiels an einem U-Bahnhof versammelt, darunter 200 Randalierer aus dem linksextremen Spektrum. Mehrere hundert Polizisten versuchten zunächst, die Fanlager voneinander zu trennen. Die Anhänger von Dynamo Dresden wurden aufgefordert, zu bereitgestellten U-Bahn-Zügen zu gehen. Die Hamburger Fans reizten die Anhänger des früheren DDR-Meisters mit “Nazis raus”-Rufen.

Neonazis rüsten sich für den G-8-Gipfel

Neonazis rüsten sich für den G-8-Gipfel – Politik – AOL.DE
Die Rechtsextremen wollen sich an die Proteste gegen die Globalisierung hängen – und gerieren sich dabei als Bewahrer nationaler Identität. Die Organisatoren der linken Demonstrationen fordern die Polizei nun auf, dies zu verhindern. Von Rostock nach Schwerin sind es zwar nicht einmal 100 Kilometer, doch während der G-8-Proteste am 2. Juni werden Welten zwischen beiden Städten liegen. Während in Rostock bis zu 100.000 überwiegend linke Globalisierungskritiker zur großen Anti-Gipfel-Demo erwartet werden, wollen in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin rund 1500 Rechtsextreme gegen das Gipfeltreffen in Heiligendamm aufmarschieren. Im Schlepptau der G-8-Kampagnen linker Gruppen macht seit Monaten auch das rechtsextreme Lager mobil gegen Globalisierung und ungezügelten Kapitalismus – und führt sich dabei mit populistischen Parolen als vermeintlicher Bewahrer nationaler Identität auf. (…) Laut Bundesinnenministerium diskutieren Neonazis in Internetforen darüber, sich statt an dem NPD-Aufmarsch in Schwerin an Aktionen der linken Globalisierungskritiker zu beteiligen. Dabei würden sowohl ein „verdecktes Einsickern“ in Veranstaltungen der Linken als auch beiderseitige Absprachen thematisiert. Unter der Parole „G-8 2007 rocken“ arbeiteten zudem Rechtsextremisten aus dem Umfeld der gewaltbereiten und neonazistischen „Freien Kameradschaften“ im Internet an Strategien, wie sie den Gipfel zerschlagen oder wenigstens behindern könnten.