Neonazis: “Dortmund ist unsere Stadt”

taz.de – Digitaz-Artikel – Neonazis: “Dortmund ist unsere Stadt”
Neonazi-Attacken werden gerne als Ost-Problem wahrgenommen. Doch in letzter Zeit häufen sich die Überfälle im Ruhrgebiet. Die Polizei möchte sich über eine mögliche politische Motivation nicht äußern. Die Linkspartei spricht von Verharmlosung. Standesgemäß beging die rechte Szene in Dortmund das neue Jahr. Mit bengalischen Fackeln zog ein rund 30-köpfiger schwarz gekleideter Schlägertrupp durch die Silvesternacht, grölte Naziparolen und machte in der Innenstadt Jagd auf diejenigen, die Pech hatten, ihm in die Quere zu kommen. Nur zwei Tage später griffen vier Neonazis mit “Sieg-Heil”-Rufen drei Jugendliche an – “ohne erkennbaren Grund”, wie es im Polizeibericht heißt. Dort ist auch zu lesen, dass dem Staatsschutz “bereits Erkenntnisse” über das rechte Prügelquartett vorlägen, das kurze Zeit später festgenommen werden konnte. Trotzdem will sich die Polizei bislang nicht festlegen: “Ob die Tat einen rechtsextremen Hintergrund hat, ist derzeit nicht bekannt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.” Auch in der Neujahrsnacht hatten die Beamten zumindest einen Tatverdächtigen ausgemacht, “der dem rechten Spektrum zuzuordnen ist”. Trotzdem gilt auch hier: “Ob es sich bei dem vorliegenden Sachverhalt jedoch um eine politisch motivierte Tat handelte, ist zurzeit noch unklar und wird ermittelt.” Business as usual in Dortmund.

Berlin: Anton-Saefkow oder Waldemar Pabst?

de.indymedia.org | Berlin: Anton-Saefkow oder Waldemar Pabst?
Berlin: Anton-Saefkow oder Waldemar Pabst?
kortschagin 06.01.2008 13:16 Themen: Antifa
Im letzten Jahr hatte die NPD in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (Berlin) beantragt, den Anton-Saefkow-Platz in Waldemar-Pabst-Platz umzubenennen. Anton Saefkow war ein Kommunist und Antifaschist, der wegen seines Engagements von den Nazis brutal umgebracht wurde. Waldemar Pabst ist hingegen ein gestandener Nazi, der die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht organisierte und von der deutschen Bundesregierung für diese Tat fast ein Bundesverdienstkreuz bekommen hätte. Die kürzlich verstorbene Historikerin Doris Kachulle hat einiges zur Biographie von Waldemar Pabst zusammengetragen. Erstmal kann dieser Beitrag im Internet veröffentlicht werden.
WALDEMAR PABST – BRÜCKENBAUER ZWISCHEN KONSERVATISMUS UND FASCHISMUS IN DREI LÄNDERN

»Affen und Schweine«

Jungle World ··· 01/2008 Dossier ··· »Affen und Schweine«
Der islamische Antisemitismus und die deutsche Politik. Nein!« antwortet das dreijährige Mädchen auf die Frage des saudischen Satellitenkanals Iqraa, ob sie Juden möge. »Warum nicht?« Weil Juden »Affen und Schweine« seien. Wer dies sage, fragt die Moderatorin. »Unser Gott.« »Und wo sagt er das?« »Im Koran.« Am Ende fasst die Moderatorin zusammen: »Niemand kann sich von Allah ein gläubigeres Mädchen als dieses wünschen. Möge Allah sie und ihre Eltern segnen.« Der Sender Iqraa wird auch in Berlin empfangen, wo auch schon mal Kinder und Jugendliche aus islamischen Familien eine »feste antisemitische Haltung« einnehmen, wie eine Studie der Alice-Salomon-Fachhochschule zeigt. Zunehmend hat sich in bestimmten Milieus der Antisemitismus als Bestandteil muslimischer Identität etabliert. Hier ist »Jude« ein Schimpfwort, hier bewundert man Rap-Musiker, die Angriffe auf Juden propagieren, hier gilt es als Kompliment, als »Nazi« bezeichnet zu werden. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf forderte ein mus­limischer Schüler: »Juden müssen alle vergast werden.« In Friedrichshain-Kreuzberg sperrte eine Schülergang einen Mitschüler ins Chemielabor mit den Worten: »Jetzt drehen wir den Gashahn auf.« Im Deutschen Historischen Museum sammelte sich während einer Exkursion eine Gruppe muslimischer Jugendlicher vor der Nachbildung einer Gaskammer des Kon­zentrationslagers Auschwitz, um zu applaudieren. Zunehmend wird Jagd auf jüdische Mitschüler gemacht. Wenn auch die antisemitischen Attacken deutscher Nazis überwiegen, stieg doch die Zahl der registrierten antisemitischen Straftaten mit muslimischem Hintergrund im Jahr 2006 auf 88 an – eine Steigerung um mehr als hundert Prozent. Mehr und mehr sehen sich Juden dazu gezwungen, auf die Jüdische Oberschule in Berlin zu wechseln und Zeichen ihres Judentums, wie die Kippa oder den Davidstern, in der Öffentlichkeit zu verbergen. Die antisemitische Aufhetzung muslimischer Jugendlicher, die sich in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien noch radikaler als in Deutschland vollzieht, stellt nur die sichtbare Spitze eines Eisbergs dar. Das darunter liegende Massiv entzieht sich unserem Blick: Der Antisemitismus in der islamischen Welt.

Slovak police accuse further two Czechs of extremism

Romano Vodi – Slovak police accuse further two Czechs of extremism – News
The Slovak police on Wednesday accused further two Czechs of extremism in relation to an attack on a group of Romanies during New Year’s Eve celebrations in Krupina, central Slovakia, regional police spokeswoman Maria Faltaniova told CTK today. The two men, aged 23 and 26, were not accused of taking part in the attack, but of promotion of groups tending to suppress fundamental rights and freedoms because they wore rings with Nazi symbols. They face up to three years in prison if found guilty, Faltaniova said.

Randale und “Sieg-Heil-Rufe”

[inforiot] alternative termine & news für brandenburg – Randale und “Sieg-Heil-Rufe”
Am Sonntagabend besuchten acht Personen, darunter eine Frau, ein Restaurant in der Wriezener Straße. Im Laufe des Abends wurden die Gäste immer lauter, warfen Tischdekoration in einen Kamin und entkleideten sich teilweise komplett, so dass die Polizei verständigt wurde. Bei deren Eintreffen hatten sich vier Personen bereits entfernt. Die noch anwesenden vier Personen im Alter von 29 bis 40 Jahre waren erheblich alkoholisiert. Es erfolgte deren vorläufige Festnahme und ihre Verbringung in die Wache Strausberg, wo bei den vier polizeibekannten Tatverdächtigen jeweils eine Blutprobe entnommen wurde. Nach derzeitigem Ermittlungsstand haben die Personen mehrfach “Sieg Heil” gerufen und angeblich von einem Handy rechtsgerichtete Musik abgespielt.

Jewish group denounces Ukrainian pamphlets threatening to kill Jews

EJP | News | Western Europe | Jewish group denounces Ukrainian pamphlets threatening to kill Jews
A Jewish organization has called on Ukrainian President Viktor Yushchenko to “speak out forcefully against anti-Semitism” after pamphlets threatening to kill Jews were reportedly distributed in some Russian Orthodox churches in Odessa. According to the New York-based Anti-Defamation League (ADL), the pamphlets, which called for pogroms and the murder of Jews, were reportedly signed by the ‘Orthodox public organization of Odessa’ and distributed in Russian Orthodox churches by representatives of United Fatherland and the Union of Orthodox Citizens of Ukraine.

Swastika painted on New York synagogue

Swastika painted on New York synagogue – UPI.com
New York police said a Brooklyn senior center and synagogue was vandalized with a spray-painted swastika and an anti-Semitic message. Rabbi Aron Heineman, executive director of the Brookdale Senior Citizen Center, said he discovered the 3-foot-tall Nazi symbol and anti-Semitic message early Tuesday morning, the New York Daily News reported Thursday.

siehe auch: SWASTIKAS IN BROOKLYN. A Brooklyn community with the Big Apple’s largest concentration of Holocaust survivors was rocked yesterday for a second straight day by neo-Nazi vandalism. The latest incident was at Agudath Israel of America Brookdale Senior Center in Midwood, where a large swastika and the words “F – – – Jews” were spray painted.

A Better Class of Fascists

Transitions Online: A Better Class of Fascists
Extremist violence is on the rise in Russia, but don’t look for the culprits among the downtrodden. The lessons of World War II, in which the Soviet Union lost more than 20 million people while battling the forces of fascism and Nazism, seem lost on Roman, a 30-year-old shaven-headed ultranationalist from Moscow. “All non-Russians should be ousted from Russian territories. Minorities should live in their own zones. Yakuts should stay in the Sakha Republic. Chechens in Chechnya, Russians in Russia,” he said. Armed with brass knuckles and metal rods, sporting clean black boots and swastika armbands, Russia’s extreme nationalists and neo-Nazis have typically been disaffected young men in the big cities, fueled by alcohol or drugs.But Roman, deputy director of a manufacturing firm in Moscow, is a good example of how those patterns are changing. “In the past two or three years, the social structure of active neo-Nazi groups has changed significantly. Before they were coming from troubled families, while now they’re students at prestigious universities and sons of engineers, service members, police officers,” said Galina Kozhevnikova, an analyst at the SOVA Center think tank, which tracks extremist activity.  (…) “There are a number of instances of strong ties between ultranationalists and law enforcement agencies, including studying at police schools, working for the police, being related to someone in the police force,” Kozhevnikova said. She noted that the founder of the notorious neo-Nazi gang Mad Crowd 13, Dmitry Borovikov, was the son of a “a high-profile police official.” Mad Crowd 13 members have been charged with murdering an African student in 2006, killing a Chinese citizen, and attacking an Armenian citizen in 2003. Most of the gang members were detained shortly after Borovikov was fatally wounded while being arrested last year.

“Politisch motivierte Schändung”

derStandard.at – “Politisch motivierte Schändung”
Villacher NS-Mahnmal bereits zum fünften Mal zerstört – Neukonzeption geplant. Es brauchte Jahrzehnte, bis die Villacher Opfer des Nationalsozialismus in ihrer Heimatstadt ein Denkmal erhielten. 1999 vom Verein Erinnern errichtet, wurde dieses wenige Tage vor Weihnachten bereits zum fünften Mal geschändet. Von insgesamt 134 Glastafeln mit den Namen der Opfer waren diesmal elf, so viele wie nie, zerschlagen worden. Der Schaden beträgt rund 3000 Euro. Der Obmann des Vereins Erinnern, Hans Haider, zeigt sich im Gespräch mit dem Standard bestürzt: “Ich gehe davon aus, dass diese Schändungen politisch motiviert sind.” Das Denkmal erinnere nicht nur an die Namen von ermordeten Juden, Sinti, Slowenen, Zwangsarbeitern und Behinderten des Bezirks Villach, sondern führe deren Sterbeorte an, so etwa die KZs Mauthausen, Auschwitz, Hartheim und andere: “Die Täter müssen also wissen, was sie tun”, ist Haider überzeugt

Neo-Nazis Put on Trial in Yekaterinburg

Union of Councils for Soviet Jews: Neo-Nazis Put on Trial in Yekaterinburg
Neo-Nazi gang members face a trial in Yekaterinburg, Russia in connection with a January 2007 murder, according to a December 29, 2007 report by the Sova Information-Analytical Center. On the evening of January 13, 2007 members of the “Sieg-88” gang (88 is neo-Nazi code for “Heil Hitler”) attacked a man they took for a non-Russian. They beat him to the ground with fists and broken bottles before stabbing him to death.