Prozessbeginn gegen Neonazis in Berlin

Berlin: Erster Verhandlungstag im Prozess um den Friedrichshainer „Bordsteinkick“ im Juli 2009. Gehört wurden erst einmal nur die vier Angeklagten, die ihre Versionen von der Auseinandersetzung am S-Bahnhof Frankfurter Allee verbreiten konnten. Demzufolge wären sie lediglich Opfer und handelten in Notwehr – und traten den Studenten Jonas fast tot. Gestern fand am Berliner Amtsgericht Tiergarten der erste Verhandlungstag im Verfahren gegen die vier Neonazis Oliver Kaplan (15.06.1983) aus Heidesee, Marcel Ingo Bittner (11.01.1989) aus Ragow, Michael Lekzycki (11.12.1986) aus Storkow und Michael Gast (06.05.1985) aus Königs Wusterhausen (alle Orte befinden sich in Brandenburg) statt, in dem den Angeklagten unter anderem versuchter Mord vorgeworfen wird. Die Vier, die bis heute in Untersuchungshaft sitzen, sollen am Morgen des 12. Juli 2009 nachdem sie aus der Diskothek „Jeton“ kamen und vor dieser mehrfach den Hitlergruß zeigten (und sich dabei sogar fotografierten) auf dem Weg zum S-Bahnhof Frankfurter Allee an eine Gruppe Antifas geraten sein und nach verbalen Auseinandersetzungen sich mit diesen geprügelt haben. Nach der Schlägerei, bei der die Nazis selbst verletzt wurden und die Gruppen auseinander gegangen waren, rächten sich die Angeklagten an dem Studenten Jonas, weil dieser eine „Zecke“ sei. Sie prügelten ihn in die Bewusstlosigkeit und zogen ihn dann zum Fahrradweg, wo sie ihn mit Stampfkicken auf den Kopf umbringen wollten. Den Gewaltexzess beendete erst die mittlerweile alarmierte Polizei.

via de.indymedia.org | Prozessbeginn gegen Neonazis in Berlin.

siehe auch: „Du Zecke wirst nicht mehr aufstehen“. Mordversuch “aus Gründen der Machdemonstration” Prellungen, Platzwunden, Schädelhirntrauma. Mit diesen Verletzungen blieb ein junger Student am S-Bahnhof Frankfurter Allee zurück, als vier mutmaßliche Neonazis mit ihm fertig waren – inklusive Stampfkicks auf den Kopf. Wegen versuchten Mordes stehen die Männer nun vor dem Berliner Landgericht; Neonazis aus Brandenburg vor Gericht. Zusammengeschlagen lag der blutende Student am Boden. Mit voller Wucht sollen zwei Neonazis auf den Kopf ihres Opfers eingetreten haben. Knapp ein halbes Jahr nach dem “Bordsteinkick” müssen sich vier Männer aus der rechtsextremen Szene Brandenburgs wegen Mordversuchs vor dem Berliner Landgericht verantworten. Zusammengeschlagen lag der blutende Student am Boden. Mit voller Wucht sollen zwei Neonazis dann auf den Kopf ihres Opfers aus der linken Szene eingetreten haben. Knapp ein halbes Jahr nach dem brutalen “Bordsteinkick” müssen sich vier Männer aus der rechtsextremen Szene Brandenburgs von diesem Donnerstag an wegen Mordversuchs vor dem Berliner Landgericht verantworten. In der Anklage heißt es, die Männer im Alter von 20 bis 26 Jahren hätten ihr Opfer aus Wut und “Gründen der Machtdemonstration” töten wollen.

Prozessauftakt gegen rechtsradikale Schläger in Wuppertal

Vor dem Landgericht Wuppertal beginnt heute (6. Januar, 9.15 Uhr) der Prozess gegen zwei rechtsradikale Schläger. Die beiden Angeklagten im Alter von 27 und 34 Jahren sollen nach Gerichtsangaben im November 2008 einen 20-Jährigen, der aus einer S-Bahn gestiegen war, mit dem Kopf auf den Bahnsteig geschlagen haben. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. Vor der Tat sollen die Beschuldigten in einer Gruppe Neonazi-Lieder gesungen und gerufen haben: «Deutschland wird geführt von rechter Hand.»

via Prozessauftakt gegen rechtsradikale Schläger in Wuppertal – Yahoo! Nachrichten Deutschland.

Opferfonds veröffentlicht neue Liste von Todesopfern

Es ist eine traurige Liste, die der Opferfond CURA der Amadeu Antonio Stiftung nun neu überarbeitet veröffentlicht. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 bis heute wurden 149 Menschen aus rechtsextremen oder rassistischen Gründen ermordet. Diese Dokumentation fällt schwer, weil immer wieder neue Namen von Mordopfern aufgrund von Hinweisen und Gerichtsurteilen auf die Liste aufgenommen werden müssen. Wie beispielsweise die dreiköpfige Familie des Rechtsanwalts Hartmut Nickel, die am 7. Oktober 2003 von dem 45-jährigen Neonazi Thomas Adolf ermordet wurde, dessen erklärtes Ziel die “Vernichtung aller Juristen” war. Während das Bundeskriminalamt in einer Mitte Dezember 2009 veröffentlichten Stellungnahme von lediglich 47 Todesopfern ausgeht, berücksichtigt die Zählung des Opferfonds auch solche Mordtaten, die nicht von offensichtlich bekennenden Neonazis verübt wurden. Aufgenommen wurden auch Fälle, die aus rechtsextremen und rassistischen Motiven (dazu zählt auch der Hass auf ‘Andersartige’, ‘Fremde’ oder ‘Minderwertige’) begangen wurden oder wenn dafür plausible Anhaltspunkte bestehen.

via NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Opferfonds veröffentlicht neue Liste von Todesopfern.

Liste online unter: 149 Todesopfer rechtsextremer Gewalt – 28 Menschen in Brandenburg ermordet! 149 Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt nach der Deutschen Wiedervereinigung (03.10.1990) bis heute (Stand: 16.12.2009)

Brit hired Swedish Nazis for Auschwitz raid: report

A Swedish right-wing extremist group agreed to help a wealthy UK-based collector and Nazi sympathizer acquire the “Arbeit Macht Frei” sign from the Auschwitz concentration camp in exchange for “huge money”, according to a British newspaper. “The collector wanted it as a trophy – and used his neo-Nazi contacts to put word out he was prepared to pay huge money for it,” a source based in Sweden told the Sunday Mirror newspaper. Last week, Polish justice officials sought assistance in the investigation from their Swedish counterparts in order to follow up on suspicions that the heist was masterminded by someone outside of Poland.

via Brit hired Swedish Nazis for Auschwitz raid: report – The Local.

siehe auch: Auschwitz sign was stolen for wealthy British Nazi. A wealthy British Nazi ­sympathiser was behind the theft of the ­infamous sign above the Auschwitz death camp; Swedish Nazi – I would have got millions for Auschwitz sign. A former Swedish neo-Nazi group leader has claimed that he intended to sell the stolen Auschwitz “Arbeit macht frei” sign for several million crowns, but changed his mind and helped catch the five Polish thieves instead. The Swedish newspaper Aftonbladet says the man belonged to an illegal fascist group which planned violent attacks against politicians.  (…) “Money for the plate would go to Nazi activities,” the man tells Aftonbladet. “We had someone who was prepared to pay several million crowns for the sign, that person has no political agenda. These kinds of objects have a great value to collectors.”; Auschwitz theft Swedish connection named. The Krakow Prosecutor’s Office is issuing arrest warrants for a Swede and a citizen from former Yugoslavia in connection with theft of the “work makes you free” sign from the Auschwitz museum last month. One of the suspects is 35-year-old Swede, Anders H, a neo-Nazi group leader who admitted yesterday that his group had arranged to sell the sign on to a dealer in another country for “millions of crowns”. The other suspect is a 40-year-old immigrant to Sweden from former Yugoslavia. The Krakow Prosecutor’s Office is to issue a European arrest warrant for the two men. The document, recently forwarded to the Stockholm police, included a request for a cross-examination of the suspects; Poland seeks Swedish help in Auschwitz theft probe. Sweden said Tuesday it had got a request from Poland for help in probing the theft of the infamous Nazi German “Arbeit Macht Frei” sign from the former Auschwitz death camp; Neo-Nazis trying to finance assassination plot are behind theft of Auschwitz sign. The alleged instigator of the theft of the “Arbeit macht frei” (“Work will set you free”) sign from the former concentration camp at Auschwitz, a man living in Sweden, is said to have intended to use the proceeds of the sale of the sign to finance an assassination plot at the Swedish Parliament and at the prime minister’s headquarters in Stockholm. The news was reported in the Swedish media on 2 January with reference to that country’s intelligence services; Brite steckt hinter Diebstahl von Auschwitz-Schild. Die Spuren führen in die Neonazi-Szene in Schweden und Großbritannien.Der Diebstahl des Schriftzuges „Arbeit macht frei“ aus dem KZ Auschwitz nimmt internationale Dimensionen an. Wie das britische Boulevard-Blatt „Sunday Mirror“ berichtet, soll hinter dem Coup ein englischer Nazi-Sympathisant stecken. Das Schild war kurz vor Weihnachten wahrscheinlich von fünf Polen vom Eingang des Konzentrationslagers geraubt worden und sollte an schwedische Mittelsmänner aus der rechtsradikalen Szene übergeben werden.

Für die Sinti gab es kein Israel

Seit 600 Jahren leben Sinti in Deutschland. Dass sie als nationale Minderheit zumindest offiziell respektiert werden, ist jedoch eine ganz neue Errungenschaft. Nach dem versuchten Völkermord unter Hitler hatten sie es in Deutschland zunächst extra schwer. (…) Als in den 1940er Jahren die Sinti in Mainz deportiert wurden, standen in der Innenstadt mit einem Mal 40 Wohnungen leer. Das hat der Verband Deutscher Sinti und Roma in Rheinland Pfalz durch Zeitungsrecherche herausgefunden. Ein Beweis dafür, dass sie keineswegs in Wohnwagen durchs Land zogen und sich im Tanzen, Betteln, Scherenschleifen und Klauen verdingten. Sie gingen ganz normal einer Arbeit nach, nur eine Minderheit lebte in Wagen. Doch das wissen, auch mehr als 60 Jahre, nachdem Hitler versuchte, die «Zigeuner» auszurotten, die wenigsten Deutschen. Dass Sinti und Roma nach dem Krieg jahrzehntelang auf ein unstetes Leben ausweichen mussten, ist vor allem eine Folge des Holocaust, das ist dem Verband Deutscher Sinti und Roma wichtig. Doch das ist 30 Jahre her. Heute fallen die mehr als 70.000 Sinti in Deutschland kaum mehr auf. Eigentlich. Denn wenn die alte Frau am Kiosk ihre Zeitung kauft, in der über ein Verbrechen berichtet wird, heißt es, «das war wieder einer von euch». Und der Jugendliche, der eine Lehre im Einzelhandel macht, darf sich von den Kollegen anhören, dass er doch «mal was drehen» könnte. Und der Chef sagt: «Der kommt nicht an die Kasse.» Seit 600 Jahren leben Sinti im deutschsprachigen Mitteleuropa. Sie sind die deutsche Teilgruppe der Roma und kamen damals aus Vorderasien. Die deutschen Roma, etwa 20.000, sind im 19. Jahrhundert aus Osteuropa eingewandert. Dazu komme eine unbekannte Zahl, die entweder in den 1970er Jahren als Gastarbeiter aus Jugoslawien und während der Balkankriege als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, erklärt Herbert Heuß vom Zentralrat der Sinti und Roma in Heidelberg.

via Für die Sinti gab es kein Israel | Minderheiten | Gesellschaft-Nachrichten | news.de.

Rechtes Kinder-Camp vom “Sturmvogel” in MV

Erneut hat in mecklenburg-Vorpommern ein rechtsextremes Lager für Kinder stattgefunden. Ungestört konnte der völkisch-bündische „Sturmvogel“ ein Neujahrs-Camp in Neuhof veranstalten. Zum wiederholten Mal hat in Mecklenburg-Vorpommern ein einwöchiges Camp einer rechtsextremen Gruppierung ungestört stattfinden können. Vom 27. Dezember bis zum 01. Januar nahmen in der Jugend- und Freizeitstätte Recknitzberg bis zu 40 Kinder und Betreuer an der Veranstaltung des „Sturmvogels“ teil, einer rechtsextremen Gruppierung, die sich der ideologischen Erziehung von Kindern verschrieben hat. Weithin sichtbar wehte die „Sturmvogel“-Fahne über das Camp, zu dem sich in Uniformen gehüllte Kinder und minderjährige Jugendliche aus ganz Norddeutschland, viele aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg, in Neuhof (Gemeinde Grammow, Landkreis Bad Doberan) eingefunden hatten. (…) Wie auch die mittlerweile verbotene „Heimattreue Deutsche Jugend“ mit ihren intensiven Überschneidungen zur Neonazi-Szene und zur NPD stammt der „Sturmvogel“ aus der Anfang der 1990er Jahre gleichfalls verbotenen „Wiking-Jugend“. Die verschiedensten Gruppierungen dienen der in sich geschlossenen rechten Szene als Ort, um ihre Kinder mit Gleichgesinnten zusammenzubringen und ihnen frühzeitig ein rassistisches, nationalistisches und anti-demokratisches Weltbild zu vermitteln. Mit Wanderungen, Sportaktivitäten und Kraftmärschen nehmen die Camps zuweilen den Charakter von Wehrsportlagern an. Um der Beobachtung durch die Öffentlichkeit und Verfassungsschutzbehörden zu entgehen, ist der „Sturmvogel“ streng klandestin organisiert und lässt Veranstaltungshinweise und Publikationen nur Mitgliedern zukommen. Aus diesen geht hervor, dass er sich eng an die Blut-und-Boden-Tradition von Bünden der Vorkriegszeit anlehnt, die eine Rückkehr zu vermeintlichen „germanischen“ Traditionen predigten und die ideelle und personelle Basis des Nationalsozialismus bildeten. Seit der Gründung des „Sturmvogels“ aus der „Wiking-Jugend“ heraus gab es vielfältige Verbindungen zur NPD und anderen rechtsextremen Organisationen.

via de.indymedia.org | Rechtes Kinder-Camp vom “Sturmvogel” in MV.