Former Nazi SS guard, 93, goes on trial over 5,230 murders – #remember

‘Where does responsibility end? That is the question this trial must answer,’ says Bruno Dey’s lawyer. A former Nazi concentration camp guard has gone on trial on 5,230 counts of being an accessory to murder. Bruno Dey, 93, was a guard at the Stutthof camp east of Danzig – Gdansk – in Poland from August 1944 to April 1945. There is no evidence he directly participated in any killings, but prosecutors argue he effectively helped them to take place in his role as a guard. “The accused was no ardent worshipper of Nazi ideology,” an indictment said. “But there is also no doubt that he never actively challenged the persecutions of the Nazi regime.” Wheelchair-bound Mr Dey has not denied being a camp guard. He has given investigators details statements about his service, and how after being ruled unfit for combat at age 17, he was drafted into an SS detachment and sent to Stutthof, which was near his home town.

via independent: Former Nazi SS guard, 93, goes on trial over 5,230 murders

#NS und Naher Osten – Exportierter #Antisemitismus

Der Antisemitismus der arabischen Welt kam aus Berlin, meint der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel. In seinem neuen Buch zeigt er, wie die Nationalsozialisten auch auf Radio-Propaganda setzten, um im Nahen Osten Judenhass zu verbreiten. Das wirkt bis heute nach. Die Nazis und der Nahe Osten – dieses Zweckbündnis lässt sich personalisieren – und auf den Führer und Großmufti von Jerusalem reduzieren (…) In der arabischen Welt gab es traditionell immer einen latenten Antijudaismus. Es war die Überlegenheit der Muslime über die Dhimmis, die Schutzbefohlenen, also Christen und Juden, die bestenfalls geduldet wurden. Die Nazis verstanden es, diese Haltung gegenüber Juden mit Hilfe ihrer Propaganda in einen politischen Antisemitismus umzuwandeln, so die These von Matthias Küntzel. Allerdings mussten sich die Nazis zu dieser Linie erst durchringen. Denn schon im Ersten Weltkrieg war der Plan der deutschen Heeresführung gescheitert, einen arabischen Dschihad gegen die Entente auszurufen. Erst der Plan der so genannten Peel-Kommission brachte Hitler 1937 zum Umdenken

via deutschlandfunk: NS und Naher Osten Exportierter Antisemitismus

#Rome commemorates Nazi raid on #ghetto on October 16, 1943 – #remember

The Nazi raid targeting the ancient Jewish neighborhood of the Italian capital, as well as Jews living in the rest of the city, started at 5:15 a.m on Shabbat. On October 16, 1943, the Jews of Rome were jolted awake by Nazi soldiers pounding at their doors. The Nazi raid targeting the ancient Jewish neighborhood of the Italian capital, as well as Jews living in the rest of the city, started at 5:15 a.m. It was Shabbat, and as was the case this year, it was the third day of Sukkot (dates on the Hebrew and Gregorian calendars cycle once every 19 years). Over 1,000 Jews were arrested that day. Two days later, they were all deported to Auschwitz. Only 16 survived. October 16 has become a day of mourning for the Italian Jewish community. Every year, the anniversary is marked by solemn commemorations, which in the past few years have consistently been attended by major representatives of the local and national authorities. “We must respond to what happened with life,” Chief Rabbi of Rome Riccardo Di Segni said during a march on Saturday night, as reported by the Italian Jewish newspaper Pagine Ebraiche. “This is the testimony we must bear.” The event was organized by the Jewish community and by the lay Catholic association Sant’Egidio right before the beginning of Sukkot, a time when one is obligated to be happy and rejoice. Several hundred participants walked through the very same streets where Jews were gathered to be sent to their death 76 years ago, and which today buzzes with Jewish life thanks to the Jewish school, kosher restaurants and synagogues. Among those speaking at the event were Ruth Dureghello, president of the Jewish Community of Rome; Marco Impagliazzo, president of Sant’Egidio; Virginia Raggi, mayor of Rome; Nicola Zingaretti, president of the Lazio Region of Italy, where Rome is located; Dror Eydar, Israeli ambassador to Italy; and Bishop Ambrogio Spreafico.

via jpost: Rome commemorates Nazi raid on ghetto on October 16, 1943

Ekelhaft! Neonazis schänden Mahnmal für NS-Opfer

Rechte Parolen an Obelisk im Heinrich-Zille-Park in Radeburg geschmiert. Mit roter Farbe haben Schmierer “Heil Hitler” auf den Gedenkstein für die Opfer des Faschismus 1933-1945 im Heinrich-Zille-Park in Radeburg gesprüht. “Das ist eine furchtbare Schändung. Ich verurteile das aufs Schärfste”, sagt Bürgermeisterin Michaela Ritter (47), die sich wundert, dass das niemand beobachtet hat. Hin und wieder gab es Schmierereien an Gebäudewänden, aber laut der Bürgermeisterin noch nicht an Gedenkstätten. Ein Steinmetz hat sich den Schaden angesehen. Aufgrund des Sandsteinkörpers ist die Entfernung der Farbe jedoch nur mit speziellen Hilfsmitteln und unter bestimmten Witterungsverhältnissen möglich.

via tag24: Ekelhaft! Neonazis schänden Mahnmal für NS-Opfer

#Volksverhetzung und #Störung der #Totenruhe – #Strafbefehl gegen #AfD-Anhänger nach #Sachsenhausen-Besuch

Bei einem Besuch im KZ Sachsenhausen leugnete ein Gast von Alice Weidel die Existenz von Gaskammern. Jetzt hat das Gericht eine Geldstrafe verhängt. Ein AfD-Anhänger aus dem Bodensee-Wahlkreis von Fraktionschefin Alice Weidel hat den Strafbefehl über 4000 Euro für Volksverhetzung und Störung der Totenruhe akzeptiert. Als Weidels Gast hat der 69-Jährige 2018 in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen die Gaskammern geleugnet. Zum Prozess in Oranienburg kam Ludwig Günter K.-B. vor einer Woche aus gesundheitlichen Gründen nicht. Kurz danach zog er den Widerspruch gegen den Strafbefehl zurück, teilte das Amtsgericht Oranienburg am Dienstag mit. Die Geldstrafe sei damit rechtskräftig, eine Hauptverhandlung werde es nicht geben. Der Mann war im Juli 2018 mit einer AfD-Besuchergruppe in Sachsenhausen und hatte dabei die Existenz von Gaskammern unter dem NS-Regime angezweifelt. Die Gruppe war auf Einladung von AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel in der Region und wurde wegen massiver Störungen der Gedenkstätte verwiesen. Der Vorgang war Ende August 2018 durch Tagesspiegel-Recherchen bekannt geworden – weshalb Ermittlungen eingeleitet wurden

via tagesspiegel: Volksverhetzung und Störung der Totenruhe Strafbefehl gegen AfD-Anhänger nach Sachsenhausen-Besuch

Westchester Holocaust memorial vandalized on Erev Yom Kippur

“It was meant to shock, it wasn’t something subtle,” said Westchester County Executive George Latimer. The Garden of Remembrance, a Holocaust memorial in the White Plains neighborhood in Westchester county, New York was vandalized on Erev Yom Kippur with antisemitic stickers and posters. Speaking to CBS2, Westchester County Executive George Latimer said the desecration of the memorial – built in 1990 by the Holocaust and Human Rights Education Center – was “very clear, very graphic and very insulting. It was meant to shock, it wasn’t something subtle. “For this to be the site of an act of hatred is particularly heinous, and for it to happen on the day which is the most solemn day on the Jewish calendar is really a statement being made by the person who did this,” he added. Latimer said that police are increasing patrols and reviewing the area’s surveillance cameras. “Antisemitism is rising in Westchester County, New York State, the county and in the world, and I am very upset to be here today about this,” said Millie Jasper, executive director of the Holocaust and Human Rights Education Center.

via jpost: Westchester Holocaust memorial vandalized on Erev Yom Kippur

#AfD-Sympathisant erscheint nicht vor Gericht

Beim Besuch des #KZ #Sachsenhausen hat ein Gast von Alice Weidel die Existenz von Gaskammern in Deutschland geleugnet. Zum Prozess ist er nicht erschienen. Der Prozess gegen einen AfD-Sympathisanten aus dem Wahlkreis von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel wegen Holocaust-Leugnung ist vorerst geplatzt. Der 69-jährige Ludwig Günter K.-B. ist am Dienstag nicht zu seiner Verhandlung vor dem Amtsgericht im brandenburgischen Oranienburg erschienen. Richterin Barbara Speidel-Mierke fand in ihren Prozessakten keinen Nachweis, dass die im August verschickte Ladung zum Prozess zugestellt wurde. Diese sogenannte Zustellungsurkunde gibt es allerdings für den Verteidiger von K.-B., einem bekannten Friedrichshafener Anwalt. K.-B. hätte also durchaus vom Prozesstermin wissen können. Doch relevant ist, ob die Ladung ihm auch zugestellt wurde. Das Interesse an der Verhandlung war groß, zahlreiche Pressevertreter waren im Amtsgericht erschienen – vorerst umsonst. Jetzt soll der Angeklagte erneut geladen werden. Wie Richterin Speidel-Mierke sagte, soll der Prozess noch in diesem Jahr stattfinden. Die Anklage lautet auf Volksverhetzung in Tateinheit mit Störung der Totenruhe. Sollte er bei ordnungsgemäßer Zustellung wieder nicht erscheinen, würde der Strafbefehl in Höhe von 4000 Euro rechtskräftig werden. K. war Teilnehmer einer Besuchergruppe von AfD-Fraktionschefin Weidel, die aus dem Wahlkreis am Bodensee in Berlin zu Gast war. Bei dem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen soll K.-B. am 10. Juli 2018 die Existenz von Gaskammern geleugnet haben. „Im Rahmen der durchgeführten Führung soll der Angeklagte bei einer Diskussion geäußert haben, dass es im Zweiten Weltkrieg Gaskammern nur in den USA gegeben haben soll“, teilte das Amtsgericht mit. Und er behauptete, dass die Gaskammer damals 100.000 Dollar gekostet hätten.

via tagesspiegel: AfD-Sympathisant erscheint nicht vor Gericht

#Prozess: #AfD-Anhänger zweifelt Existenz von #Gaskammern an – #schauhin #weidel

Ein Mitglied einer Besuchergruppe von Alice Weidel (AfD) verharmloste in Sachsenhausen die Verbrechen der Nationalsozialisten. Die Herrschaften waren eigens vom Bodensee angereist, um die Hauptstadt und die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen zu besuchen. Dort fühlte sich ein 69 Jahre altes Mitglied der Reisegruppe veranlasst, mittels lautstarker Bemerkungen die Existenz von Gaskammern in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches anzuzweifeln. Augenzeugen des Geschehens reagierten fassungslos, die Führung wurde abgebrochen, die Gruppe des Geländes verwiesen. Für den 69-Jährigen hatte sein Auftritt zudem ein juristisches Nachspiel. Am Dienstag muss er sich vor dem Amtsgericht Oranienburg (Oberhavel) verantworten. (…) Nach Medienberichten über den Vorfall erstattete die Brandenburger Polizei von Amts wegen Anzeige gegen den 69-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin nahm Ermittlungen auf und erhob schließlich Anklage wegen Volksverhetzung und Störung der Totenruhe. Ursprünglich hatte die Anklagebehörde beim Amtsgericht Oranienburg den Erlass eines Strafbefehls beantragt. Dagegen legte der wie alle Teilnehmer aus Baden-Württemberg stammende Beschuldigte Widerspruch ein, sodass es jetzt zum Prozess kommt. (…) Von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hieß es, mehrere Angehörige der Besuchergruppe hätten während der gesamten Führung immer wieder durch Zwischenrufe gestört, zudem seien Äußerungen gefallen, in denen NS-Verbrechen verharmlost wurde. Mitarbeitern der Gedenkstätte sei zudem vorgeworfen worden sein, Besucher durch geschichtlich unwahre Behauptungen zu manipulieren. (…) Rätselhaft erscheint bislang, warum der 69-Jährige es unbedingt auf einen Prozess ankommen lassen will. An seiner Schuld bestehen kaum Zweifel, zu eindeutig ist die Beweislage insbesondere durch Zeugenaussagen unbeteiligter Dritter. Eindeutig ist in Deutschland auch die Rechtslage bei Straftaten im Zusammenhang mit NS-Verbrechen

via morgenpost: Prozess: AfD-Anhänger zweifelt Existenz von Gaskammern an

Holocaustleugnung ist in Europa kein Menschenrecht

Die Leugnung des Holocausts ist nicht von der Europäischen Menschenrechtskonvention gedeckt. Das entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am Donnerstag in Straßburg. Das Gericht des Europarats wies damit eine Beschwerde des NPD-Politikers Udo Pastörs gegen einen Schuldspruch in Deutschland ab. Der frühere NPD-Fraktionschef im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern war 2012 zu acht Monaten Haft auf Bewährung und 6000 Euro Geldbuße verurteilt worden. Pastörs hatte in einer Landtagsrede im Januar 2010 vom “sogenannten Holocaust” und einer “Auschwitzprojektion” durch demokratische Parteien gesprochen. Eine Gedenkveranstaltung für die Opfer kritisierte er als “Betroffenheitstheater” und das Andenken an die Toten als “einseitigen Schuldkult”. Die Straßburger Richter urteilten nun, Pastörs habe “absichtlich die Unwahrheit gesagt, um Juden zu diffamieren”. Seine Äußerungen fielen nicht unter den Schutz der Meinungsfreiheit, weil sie “den Werten der Konvention selbst entgegenstehen”. Deshalb sei seine Verurteilung kein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention.

via welt: Holocaustleugnung ist in Europa kein Menschenrecht

siehe auch: CASE OF PASTÖRS v. GERMANY (Application no. 55225/14). JUDGMENT.

#Volksverhetzung in #KZ-#Gedenkstätte #Sachsenhausen – Gast von #AfD-Fraktionschefin Alice #Weidel muss vor #Gericht – #schauhin

Ein Teilnehmer einer Besuchergruppe von Alice Weidel leugnet bei einem Besuch in Sachsenhausen die Existenz von Gaskammern. Jetzt kommt es zum Prozess. Er war Teilnehmer einer Besuchergruppe von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel. Jetzt muss sich ein 69-Jähriger vor dem Amtsgericht Oranienburg wegen Volksverhetzung verantworten – weil er in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen in Brandenburg die Existenz von Gaskammern geleugnet haben soll. Der Angeklagte hatte am 10. Juli 2018 die Gedenkstätte besucht, er war Teilnehmer einer Reisegruppe aus dem Wahlkreis der Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion aus der Bodenseeregion. „Im Rahmen der durchgeführten Führung soll der Angeklagte bei einer Diskussion geäußert haben, dass es im Zweiten Weltkrieg Gaskammern nur in den USA gegeben haben soll“, teilte das Amtsgericht jetzt mit. (…) Nach Darstellung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hatten mehrere Teilnehmer der von Weidel eingeladenen Gruppe die Existenz von Gaskammern in Zweifel gezogen. Mehrere AfD-Besucher hätten die KZ-Verbrechen verharmlost und relativiert und dem Referenten der Gedenkstätte mangelnde Kompetenz und Manipulation unterstellt. Dieser hatte den Besuch daraufhin abgebrochen. Die Berlin-Fahrt, in deren Rahmen der Besuch der Gedenkstätte stattfand, war – wie prinzipiell für alle Bundestagsabgeordneten möglich – vom Bundespresseamt finanziert worden.

via tagesspiegel: Volksverhetzung in KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen Gast von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel muss vor Gericht