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#remember – #Kalavryta – The Unforgettable Nazi Massacre (video) #neverforget

December 13, 1943 marks the date of the bloodiest atrocity committed in Greece by the Nazi occupying forces, as more than 500 innocent civilians were executed, and the whole town of Kalavryta was burned to the ground. The Massacre of Kalavryta; or the Holocaust of Kalavryta, was carried out by the German Army’s 117th Jäger Division. The extermination of the male population of Kalavryta was in retaliation of the execution of 68 German soldiers who were captured by the Greek Resistance. Kalavryta Resistance fighters “Operation Kalavryta”, or “Unternehmen Kalavryta”, was a typical German retaliation act in areas where there was heavy guerrilla war activity, and it was directed against the civilian population of the region. This particular operation has been one of the toughest carried out by Wermacht, not only in Greece, but in Europe in general. The Kalavryta and Aegialian regions had developed strong resistance forces from the beginning of 1943. The German army began to worry about the growing revolutionary activities, and wanted to limit them with an organized operation that included bombing, burning and executions.

via greekreporter: Kalavryta: The Unforgettable Nazi Massacre (video)

Dubiose Wintergrüße von der #AfD – #faschistischer #kackscheiß

Der Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion postet das Bild eines Julfest-Kerzenleuchters auf Facebook. Er ist einem Vorbild aus dem Nationalsozialismus nachempfunden. Die Originale hatten KZ-Häftlinge für die SS töpfern müssen: Der Pressesprecher der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag, Andreas Harlaß, hat auf seinem privaten Facebook-Profil das Foto eines sogenannten Julleuchters veröffentlicht – und zeitweilig sogar zu seinem Titelbild gemacht. Der Leuchter, der für das Foto mit Blumen und einer brennenden Kerze geschmückt wurde, ist einem Vorbild aus dem Nationalsozialismus nachempfunden. „Das ist eindeutig ein Replikat eines SS-Julleuchters“, sagt die Historikerin Kirsten John-Stucke. „So etwas wird von einschlägigen rechten Online-Versandhäusern angeboten.“ John-Stucke ist Expertin für die Geschichte der SS: Sie leitet das Museum auf der Wewelsburg bei Paderborn, die im Nationalsozialismus zur Kult- und Terrorstätte der SS umgebaut wurde und heute eine Gedenkstätte beherbergt. (…) Hergestellt worden seien die Leuchter von Häftlingen der Konzentrationslager Dachau und Neuengamme. „In den Julleuchtern verbindet sich Ideologie und Terror“, meint die Museumsleiterin.
AfD „Der Leuchter“, erklärt Andreas Harlaß auf Anfrage der FR, „ist ein Erbstück meiner Eltern und mir daher sehr wichtig.“ Und er sei nicht verboten. Seine Antworten verbindet der AfD-Sprecher mit einer Drohung: „Sollten Sie in irgendeiner Form zu konstruieren versuchen, dass ich eine besondere Nähe zur als verbrecherische Organisation eingestuften SS hege, werde ich juristische Schritte gegen Sie und Ihr Blatt einreichen – Schadenersatz-Klage inklusive.“ Harlaß war fast 20 Jahre lang Redakteur der „Bild“-Zeitung in Dresden, schrieb dann für die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ – und stellte unter anderem die Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg infrage. Seit 2014 ist er Pressesprecher der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen.

via fr: Dubiose Wintergrüße von der AfD

screenshot fb – archive is ExlGg

„Karls-Preis“: Holocaust-Leugner Gilad Atzmon musiziert für Ken Jebsen

Bei der Verleihung des „Karls-Preises“ für Ken Jebsen wird ein Holocaust-Leugner als Musiker auftreten. Die Veranstalter kündigen den in Israel geborenen Antisemiten Gilad Atzmon an. Der ist so radikal, dass ihn sogar ausgemachte Israel-Gegner ablehnen. Im Oktober wurde die unverbesserliche Rechtsextremistin Ursula Haverbeck-Wetzel wegen Holocaust-Leugnung zu einer Haftstrafe verurteilt. Vor Gericht berief sich die 88-jährige unter anderem auf einen jüdischen Musiker und Autor, um ihre giftigen Behauptungen zu untermauern: Gilad Atzmon stammt selbst aus Jerusalem, verbreitet jedoch seit Jahren wüste Verschwörungstheorien und Mythen über Israel und die Juden. [1] Die „Neue Rheinische Zeitung Online“ gab nun bekannt, dass Gilad Atzmon im Rahmenprogramm der Preisverleihung für Ken Jebsen am 14. Dezember im Berliner Kino Babylon auftreten wird. [2] Jebsens YouTube-Kanal „KenFM“ zeigt bereits seit September einen Vortrag Atzmons. [3]  Gilad Atzmon: „Alibi-Jude“ der Holocaust-Leugner Die anderen Musiker der Veranstaltung sind nur in der Verschwörungsszene bekannt: „Prinz Chaos II.“ und „Die Bandbreite“. Im Gegensatz dazu gilt Gilad Atzmon durchaus als angesehener Jazz-Musiker. Allerdings äußert sich der Israeli auch immer wieder mit kruden Botschaften zu politischen Themen. Atzmon möchte sich nach eigenen Angaben für die Sache der Palästinenser stark machen. Dabei schießt er aber weit über das Ziel hinaus. So weit, dass sich sogar bekannte Anti-Israel-Aktivisten aus dem Umfeld der Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) von seinen Aussagen distanzieren. [3] BDS steht selbst in der Kritik wegen antisemitischer Tendenzen, denn die Gruppe agitiert aggressiv und pauschalisierend gegen den Staat Israel. Atzmon genügen Boykottaufrufe und „Kritik“ am jüdischen Staat nicht. Er behauptet gleich, Israelis würden Organhandel mit den Körpern getöteter Palästinenser betreiben. [4] Dabei verzichtet Atzmon sogar auf szeneübliche Codes wie „Zionisten“ und unterstellt den Juden insgesamt eine Weltverschwörung. In einem Buch bezeichnet er das Judentum ganz direkt als „schädlich“. Die Juden seien außerdem selbst Schuld am Hass, der sie trifft. Auf seinen Social-Media-Profilen steht der Hetzer offen in Kontakt mit Holocaust-Leugnern rund um die Welt. Deren Recht auf „Meinungsfreiheit“ verteidigt er in seinen Texten.

via kentrails: „Karls-Preis“: Holocaust-Leugner Gilad Atzmon musiziert für Ken Jebsen

Generalstaatsanwaltschaft bestätigt – Wunsch nach “kleinem Holocaust” keine strafbare Hetze

Wer anderen einen “kleinen Holocaust” wünscht, begeht nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt noch keine Straftat. Die Anzeige gegen einen Limburger Geschäftsmann wegen dieser Äußerung bleibt damit ohne Folgen. Was ist es, wenn ein etablierter Limburger Geschäftsmann in seinem Blog erst warnt, nun werde es bewusst provokativ, und dann einen “kleinen Holocaust” für ein “Krebsgeschwür” wie den Schwarzen Block fordert? Eine sprachliche Entgleisung? “Durchaus”, findet die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft in ihrer Bewertung, die hessenschau.de vorliegt. Dann aber fügt die zuständige Leitende Oberstaatsanwältin hinzu: Eine strafbare Hetze oder die Billigung von NS-Verbrechen sei das nicht – auch weil ausdrücklich von einer Provokation und einem Wortspiel die Rede war. “Schwelle nicht überschritten” Die Frankfurter Behörde stellt sich damit hinter die Limburger Staatsanwaltschaft, die zum gleichen Ergebnis gekommen war: Die Schwelle zur Strafbarkeit werde nicht überschritten, Ermittlungen sind nicht nötig. Der Geschäftsmann hofft nun auf ein Ende der Sache, die rechtlich entschieden zu sein scheint. Es gebe halt Dinge auf der Welt, “wo es mir dann ‘in den Fingern juckt'”, erklärt er hessenschau.de, warum er nach den G20-Krawallen durch den Schwarzen Block den Blog-Beitrag verfasste. Jucken tut es ihn öfter. Als kürzlich gemeldet wurde, ein psychisch Kranker habe ein Jahr den Wasserhahn laufen lassen, kommentierte der Unternehmer auf Facebook: “Jetzt wird dieser Vollidiot in der Psychiatrie verhätschelt… Normal gehört der mit dem Fahrrad in der Sahara abgesetzt – dann merkt der ganz schnell, dass auch Wasser eine wertvolle Ressource ist, mit der man haushalten sollte”. Und würde er noch einmal vom “kleinen Holocaust” schreiben? Heute würde er “das böse ‘H-Wort’ weglassen – diesen ganzen Zirkus, dass Leute einen wegen eines Wortbeitrags bei der Staatsanwaltschaft anzeigen, braucht kein Mensch”, sagt der gut vernetzte Geschäftsmann, der CDU-Mitglied ist. Er habe in seinem Beitrag ebenso die Nazizeit verurteilt, um Missverständnissen vorzubeugen. Auch das hält ihm die Generalstaatsanwaltschaft zugute. (…) Für die Benders sei das deprimierend, sagt Anwalt Frömel. “Und wie schrecklich muss das erst für Überlebende und Angehörige der Opfer sein.” Ein falsches Signal sei die Entscheidung der Justiz, eine Billigung des Ungeheuren, sagt Reiner Bender. “Da stellt sich ein Mensch hin, der viel Einfluss in der Region hat, und fordert einen kleinen Holocaust – unfassbar.” Justiz hat entschieden Der Geschäftsmann sieht sich von der Justiz bestätigt. Er habe immer darauf vertraut, dass dort gründlich gearbeitet und recherchiert wird, erklärt er erleichtert. Eigentlich sei darum kein anderes Ergebnis möglich gewesen. Die Brüder Bender hat die Justiz weniger nachsichtig behandelt. Als sie in Limburg Hakenkreuz-Schmierereien übersprühten, verurteilte sie das örtliche Landgericht zur Zahlung von knapp 1.000 Euro.

via hessenschau: Generalstaatsanwaltschaft bestätigt Wunsch nach “kleinem Holocaust” keine strafbare Hetze

Längst nicht fertig – In Münster werden zwei ehemalige SS-Männer angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat gegen zwei ehemalige Angehörige der SS Anklage wegen Beihilfe zum Mord in mehreren Hundert Fällen erhoben. Die Männer sollen für die Bewachung des KZs Stutthof sowie für die Begleitung und Beaufsichtigung der Arbeitskommandos außerhalb des Lagers zuständig gewesen sein. Sie haben zugegeben, als Wachmänner in Stutthof gewesen zu sein, bestreiten aber eine Beteiligung an Tötungshandlungen. Die heute 92 und 93 Jahre alten Männer waren während ihrer Dienstzeit keine 21 Jahre alt. Kommt es zu einem Prozess, werden sie sich daher vor einer Jugendkammer des Landgerichts Münster verantworten müssen. Nach Angaben der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem kamen in Stutthoff mindestens 65.000 Menschen ums Leben. Sie wurden erschlagen, zu Tode gequält, erschossen, erhängt, durch Benzin- und Phenolinjektionen getötet, in Gaskammern und abgedichteten Zugwaggons mittels Zyklon B ermordet. Viele starben auch infolge elender Zustände: Im Lager herrschten mangelhafte hygienische Verhältnisse, unzureichende Nahrung, schwerste körperliche Zwangsarbeit, ungenügende Unterbringung und keine den Witterungsverhältnissen halbwegs angemessene Kleidung. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese Zustände auf Betreiben von Lagerleitung und SS-Führung gezielt so schlecht waren, dass mehrere Hundert Gefangene durch die hierdurch verursachten Krankheiten, beispielsweise Typhus und Fleckfieber, und die fehlende medizinische Versorgung ums Leben kamen. Im Winter 1943/44 wurde eine unbekannte Anzahl von Gefangenen getötet, indem man sie bewusst erfrieren ließ. Die angeklagten SS-Männer behaupten, von den Morden nichts gewusst und erst nach dem Krieg davon erfahren zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Laut der Anklage sollen die Männer »Kenntnis von sämtlichen Tötungsmethoden« gehabt haben. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass den Angeschuldigten bewusst war, dass diese Tötungsmethoden bei einer Vielzahl von Menschen angewandt wurden und dass auf diese Weise und mit dieser Regelmäßigkeit nur getötet werden konnte, wenn die Opfer durch Gehilfen wie sie bewacht wurden. Nun muss das Landgericht Münster über die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen die zwei Männer entscheiden. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) aus dem vergangenen Jahr stehen die Chancen für eine Verurteilung heute besser als bisher.

via jüdische allgemiene:Längst nicht fertig – In Münster werden zwei ehemalige SS-Männer angeklagt

Urteil gegen Betreiber von rechtsextremen Internetforum

Ein ehemaliger Betreiber der rechtsextremen Internetplattform Thiazi muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe die Revision des Mannes abgewiesen, wie das Landgericht Rostock am Montag mitteilte. Der damals 34-Jährige war im Oktober 2015 wegen Rädelsführerschaft einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung vom Landgericht Rostock zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das deutschsprachige Thiazi-Forum hatte bis 2012 laut Ermittlungen mehr als 30 000 Nutzer und damit eine breite Öffentlichkeitswirkung. Früheren Angaben zufolge sollen mehr als 1,5 Millionen Beiträge abrufbar gewesen sein. Es war damit das größte deutschsprachige Neonazi-Forum im Internet. Im Musikbereich seien mehr als 1300 Musikdateien weltweit zum Download bereitgestellt gewesen, ein erheblicher Anteil davon mit volksverhetzendem Charakter.

via svz: Urteil gegen Betreiber von rechtsextremen Internetforum

Er passt besser in die NPD – Die AfD streitet über Rauswurf von Björn Höcke – #bernd #noafd

Die bisherige AfD-Spitze hält Björn Höcke für rassistisch und NPD-nah. So steht es im Antrag des AfD-Bundesvorstandes, Höcke aus der Partei auszuschließen. CORRECTIV veröffentlicht die Vorwürfe. Jetzt wollen Delegierte das Verfahren gegen Höcke auf dem Parteitag in Hannover kippen. Das würde die rechtsradikale Ausrichtung der AfD stärken. Die Vorwürfe wiegen schwer. Björn Höcke weise „eine übergroße Nähe zum Nationalsozialismus“ auf und habe nachweislich die NPD unterstützt. Das schreibt kein AfD-Kritiker, sondern der Bundesvorstand der AfD in seinem Antrag, Höcke aus der Partei auszuschließen. Der Antrag liegt dem Recherchezentrum CORRECTIV vor. In dem 62-seitigen Schreiben listet die AfD-Spitze, vertreten durch eine Anwaltskanzlei, fein säuberlich Nachweise für Höckes rechtsradikale Gesinnung auf. Höcke zeige eine „grundlegende Ablehnung des Parteiensystems“. Er benutze Begriffe, die Adolf Hitler in seinen Reden verwendet habe. Und er habe die NPD in Texten für rechte Zeitschriften unterstützt. So formulierten es Vorstandsmitglieder der AfD in den Antrag, den die damalige Parteichefin Frauke Petry und die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel unterstützt hatten. Jetzt wollen einzelne Parteimitglieder das Parteiausschlussverfahren beenden. Dazu ist ein Vorschlag für den Parteitag in Hannover eingereicht worden. Sowohl Parteichef Jörg Meuthen als auch Fraktionschef Alexander Gauland waren von Beginn an gegen den Ausschluss.
Das Parteiausschlussverfahren gegen Höcke hat der Bundesvorstand nach dessen Dresdener Rede begonnen. Höcke hatte damals vom Holocaustmahnmal als „Denkmal der Schande“ gesprochen. Über den Ausschluss hat das zuständige Partei-Schiedsgericht in Thüringen noch nicht entschieden. Höcke ist derzeit Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag in Thüringen und gilt als Wortführer des völkischen Flügels der Partei. Die Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hatte im Wahlkampf gesagt, sie und Höcke seien „zwei Teile einer Partei“. Höcke hatte im Streit um seine Rede erklärt, dass er nicht für den Bundestag kandidiere. In seiner Heimat Thüringen erreichte die AfD im September mit 23 Prozent ein Spitzenergebnis im bundesweiten Vergleich.  Nähe zu Hitler In dem Antrag, aus dem andere Medien schon zitiert haben, gehen die Anwälte des Bundesvorstandes vor allem auf die Dresdner Rede von Höcke ein.

via correctiv: Er passt besser in die NPD – Die AfD streitet über Rauswurf von Björn Höcke

Zweiter Prozess um Thiazi-Forum verschoben

Vor dem Landgericht Rostock müssen sich in einem zweiten Prozess drei weitere mutmaßliche Betreiber der Plattform verantworten. Der für heute geplante Prozessauftakt gegen drei weitere Betreiber des rechtsextremen Internetportals “Thiazi-Forum” vor dem Landgericht Rostock ist verschoben. Einer der drei Angeklagten erschien nicht vor Gericht. Er wird nun per Haftbefehl gesucht. Wann der Prozess beginnen kann, ist noch unklar. Zwischen 2009 und 2012 sollen die Angeklagten auf der Plattform verfassungsfeindliche Texte und Lieder verbreitet haben. Es ist bereits der zweite Prozess um die verfassungsfeindliche Plattform.

cia ndr: Zweiter Prozess um Thiazi-Forum verschoben

siehe auch: Braune Pionierprojekte des Hasses. Das Landgericht verwechselt Tätergruppe bei den „Thiazi“-Prozessen – gegen den „Thiazi“-Angeklagten Priem wird Haftbefehl erlassen. Versehentlich verschickte die Pressestelle des Landgerichts Rostock falsche Namen der Beschuldigten im am heutigen Mittwoch beginnenden neuen „Thiazi“-Verfahren.* Die Angeklagten Mario-Aldo E., Ronny H. und Nicolai Wolfgang B. müssen sich demnach erst ab Februar 2018 vor Gericht verantworten. Zur Zeit geht es dagegen um eine andere Tätergruppe im Zusammenhang mit dem neonazistischen „Thiazi“-Portal, dazu gehören der Berliner Neonazi-Rocker Arnulf-Winfried Priem sowie der 42-jährige Alexander Reiner A. aus Ostvorpommern und der 41-jährige Arno W. Da Priem nicht vor Gericht erschienen war, wurde Haftbefehl gegen den Neonazi erlassen. Nächste Woche soll die Anklageschrift verlesen werden. Breite Öffentlichkeitswirkung von „Thiazi“ Der 1968 freigekaufte DDR-Häftling Priem war wegen „Hetze und Unzucht“, wie auch „staatsgefährdender Hetze und Propaganda“ verurteilt worden. 1969 trat er der NPD bei und gründete 1974 die „Kampfgruppe Priem“. Seit 1983 führte Priem auch die Kameradschaft „Wotans Volk“ an. 1994 wurde er mit 26 weiteren Neonazis in seiner Wohnung in West-Berlin verhaftet. Die Polizei fand Sprengstoff, Waffen und Molotow-Cocktails. Daraufhin musste der Neonazi-Rocker 1995 eine über dreijährige Freiheitsstrafe wegen Bildung eines bewaffneten Haufens und Verunglimpfung des Staates antreten. Einen Teil seiner Haft verbüßte er als Freigänger. Zwischen 2009 und 2012 sollen die Angeklagten das mit bis zu 30.000 Nutzern größte deutsche Forum mitbetreut haben. Nach Ansicht des Gerichts hatte „Thiazi“ eine breite Öffentlichkeitswirkung, die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten zudem Volksverhetzung vor. Der Hauptbetreiber von „Thiazi“, der Erzieher Klaus R. aus Barth in Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits Ende 2015 zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt, seine Revision soll vor dem Bundesgerichtshof verhandelt werden. Weitere Beschuldigte kamen glimpflicher davon. Die Verantwortlichen für das „Thiazi“-Forum kamen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Gericht: Auschwitz-Buchhalter Gröning muss vierjährige Gefängnisstrafe antreten – #zurecht

Der ehemalige SS-Buchhalter Oskar Gröning muss nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Celle seine vierjährige Gefängnisstrafe wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen antreten. Das Gericht wies eine dagegen gerichtete Beschwerde des 96-Jährigen zurück, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte. Gröning hatte zuvor am Landgericht Lüneburg Vollstreckungsaufschub wegen Haftuntauglichkeit begehrt und war dort ebenso gescheitert wie nun vor dem OLG. Das OLG geht den Angaben zufolge auf Grundlage von Sachverständigengutachten davon aus, dass Gröning trotz seines hohen Alters hafttauglich ist. Es verstoße zudem nicht gegen Grundrechte des Verurteilten, ihn die Strafe antreten zu lassen. Es sei die Pflicht des Staates, das Vertrauen der Bürger in die Funktionsfähigkeit staatlicher Institutionen zu schützen und die Gleichbehandlung aller in Strafverfahren rechtskräftig Verurteilten zu gewährleisten. Gröning war Mitglied der Waffen-SS und gehörte von 1942 bis 1944 zum Verwaltungspersonal des Vernichtungslagers Auschwitz, wo er in der sogenannten Häftlingsgeldverwaltung tätig war. Die Anklage beschränkte sich auf die Zeit der sogenannten Ungarn-Aktion. Dabei waren im Frühsommer 1944 innerhalb von knapp zwei Monaten weit mehr als 400.000 Juden aus Ungarn nach Auschwitz verschleppt und meist sofort ermordet worden.

via welt: Gericht: Auschwitz-Buchhalter Gröning muss vierjährige Gefängnisstrafe antreten

Gefängnisstrafe für Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

Erneut hat ein Gericht die 89-jährige Haverbeck zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie den Holocaust leugnet. Sie will das Urteil anfechten. Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck soll für 14 Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Detmold bestätigte in einem Urteil, dass die 89-Jährige sich der Volksverhetzung schuldig gemacht habe. Haverbeck hatte 2016 rund um den Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Reinhold Hanning in Briefen und Schriften den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet. Mehrere Amtsgerichte hatten sie daraufhin zu Haftstrafen bis zu elf Monaten verurteilt. Dagegen war die Frau aus Vlotho bei Bielefeld in Berufung gegangen. Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Die Anwälte kündigten an, das Oberlandesgericht Hamm als letzte Instanz für eine Überprüfung einzuschalten.

via zeit: Gefängnisstrafe für Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck