Aspiring Lithuanian politician smashes plaque honoring Nazi collaborator – #schauhin #antifaisthandarbeit

Stanislovas Tomas, a human rights attorney running in European Parliament elections, livestreams himself bashing plaque with sledgehammer before reporting himself to police. A Lithuanian lawyer smashed a controversial plaque honoring a Nazi collaborator in Vilnius, which a local court recently ruled may stay. Stanislovas Tomas, a human rights lawyer running for election to the European Parliament, was filmed smashing the plaque honoring Jonas Noreika on Sunday and streamed it on Facebook. He reported his actions to police and waited to be arrested next to the plaque with a sledgehammer. Last month, a Vilnius court dismissed an American Jew’s lawsuit against a state museum’s glorification of Noreika, citing the complainant’s “ill-based” intentions. (…) Efraim Zuroff, the Simon Wiesenthal Center’s Eastern Europe director, for years has argued that Noreika became a mass murderer after his appointment in 1941 as head of Siauliai County under the German Nazi occupation.

via times of israel: Aspiring Lithuanian politician smashes plaque honoring Nazi collaborator

“Rechte Hetze” zur Geisterstunde: Historiker und Auschwitz-Komitee entsetzt über #AfD-Rede – #revisionist #holocaustverharmloser

Eine Rede des AfD-Abgeordneten Thomas Ehrhorn im Bundestag bleibt einige Tage nahezu unbemerkt. Über den Inhalt sind Historiker, Politiker und das Internationale Auschwitz-Komitee entsetzt. Gegenüber dem stern sagen sie, warum. Auch Erhorn ist empört – über die Kritik an seinen Aussagen. In der Nacht zu Freitag tritt Thomas Ehrhorn ans Rednerpult im Bundestag. Vier Tage später wird Ralph Stegner, Fraktionsvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein, über die Aussagen des AfD-Politikers sagen: “Unerträgliche rechte Hetze. Solche Beiträge sind eine Schande für das Parlament.” Diskutiert wurde ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Anerkennung der NS-Opfergruppen, AfD-Mann Ehrhorn trat um 0.14 Uhr vor das Plenum. Zur Geisterstunde; die Stuhlreihen im Bundestag lichteten sich – und die “unerträgliche rechte Hetze”, wie Stegner sagt, blieb von vielen unbemerkt. Zunächst berichtete das ARD-Magazin “Kontraste” am Montagabend über Ehrhorns Rede. Darum geht’s: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in ihrem Antrag die offizielle “Anerkennung der NS-Opfergruppen der damals sogenannten ‘Asozialen’ und ‘Berufsverbrecher'”. Das ist 74 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz nicht der Fall und soll sich in den Augen der Fraktion ändern (…) Thomas Ehrhorn von der AfD erkennt in den Forderungen ein “undifferenziertes Bedürfnis nach Einfachheit”. In seiner fünf Minuten andauernden Rede (die Sie hier in voller Länge sehen oder im Plenarprotokoll im Wortlaut lesen können) führt er aus, dass es “eben leider nicht” so einfach sei, eindeutig zwischen Tätern und Opfern zu unterscheiden. “Wir sind uns einig, dass wirklich niemand in ein Konzentrationslager gehört. Wenn es aber darum geht, über welche Personengruppen wir hier heute eigentlich sprechen, dann müssen wir schon einmal etwas genauer hinschauen”, sagt er.
Seine anschließende Argumentation im Wortlaut:
“Dafür, wer nach den Maßstäben dieser Zeit zu den ‘Asozialen’ gehörte, gibt es kaum konkrete Definitionen. Man zählte dazu Landstreicher, Bettler, Sinti und Roma, Alkoholiker, Kleinkriminelle, Zuhälter und solche, die man als arbeitsscheu einstufte. Und ja: Später wurde das Instrument der kriminalpolizeilichen Vorbeugehaft ohne rechtliche Grundlage immer weiter ausgedehnt; das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass für die Einstufung als Gewohnheitsverbrecher zunächst mindestens drei Straftaten mit mindestens sechs Monaten Haft vorliegen mussten, und dazu gehörten eben auch Totschläger, Betrüger und Vergewaltiger. (…) Ehrhorn sagt, dass “Berufsverbrecher” bereits Vorstrafen auf dem Kerbholz hätten. “Was Ehrhorn nicht sagt”, so Hoffmann: “Diese Menschen hatten ihre Gefängnisstrafe abgesessen, sie waren dem Prinzip eines Rechtsstaates nach rehabilitiert. Dass er rehabilitierte Straftäter, die danach zeitlich unbefristet in ein Konzentrationslager gesteckt werden, nicht als Opfer von NS-Verfolgung anerkennen möchte, sagt auch sehr viel über sein heutiges Rechtsverständnis aus.” Auch bei den “Kapos” offenbare der AfD-Politiker ein “merkwürdiges Verständnis” vom KZ-System: “Diese von der SS aus den Lagerhäftlingen rekrutierten Aufseher haben oft Schuld auf sich geladen – sie haben Mithäftlinge misshandelt, denunziert und das Lagersystem mit am Laufen gehalten. Aber das taten sie natürlich als Häftlinge, als vollkommen Entrechtete, die jeden Tag um Ihr Leben fürchten mussten.” Ehrhorns Aussage, die “Kapos” hätten im Lager “nicht selten die Spitze der Hierarchie der Schinder und Peiniger” gebildet, weist der Historiker entschieden zurück: “An der Spitze stand selbstverständlich immer die deutsche, nationalsozialistische Lagerführung, die die Häftlinge erst perfide in diese Zwangssituationen brachte.” Ehrhorn sehe die Konzentrationslager offenbar als “eine Art Justizvollzugsanstalt mit anderen Mitteln”.

via stern: “Rechte Hetze” zur Geisterstunde: Historiker und Auschwitz-Komitee entsetzt über AfD-Rede

Ämtersperre vor #Vorstandswahl – #AfD stoppt Lokalpolitiker nach Rechtsextremismus-Vorwürfen – #schauhin #vergassungsfeind

Der Verfassungsschutz sieht bei ihm ein rechtsextremistisches Weltbild, ein Prozess wegen Volksverhetzung steht ihm bevor: Trotzdem hatte Carsten Härle gute Chancen, am Samstag Chef des AfD-Kreisverbands Offenbach zu werden. In letzter Minute stoppte ihn die eigene Partei. Der Landesvorstand der hessischen Alternative für Deutschland (AfD) hat den Kommunalpolitiker Carsten Härle aus Heusenstamm (Kreis Offenbach) mit einer Ämtersperre belegt. Das bestätigte Härle am Dienstag auf Anfrage des hr. Das Verbot, ein politisches Amt in der AfD zu übernehmen, gilt demnach mit sofortiger Wirkung für zwei Jahre. Hintergrund sind offenbar umstrittene Äußerungen des 50-Jährigen in den sozialen Netzwerken. Der Landessprecher der hessischen AfD, Klaus Herrmann, wollte die Entscheidung auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Zu laufenden Parteiordnungsverfahren mache man grundsätzlich keine Angaben, sagte er. Besonders brisant: Härle wollte am Samstag für den Vorsitz des AfD-Kreisverbandes Offenbach-Land kandidieren. Mit der Ämtersperre hat der Landesvorstand den Ambitionen Härles in letzter Minute einen Riegel vorgeschoben. In der Begründung attestiert der Landesvorstand Härles geplanter Kandidatur “gute Aussichten”. (…) Der 50-Jährige hatte sich in der Vergangenheit schon mehrfach den Vorwurf zugezogen, geschichtsrevisionistische Äußerungen zu verbreiten. So hatte er bei Facebook bestritten, dass der Zweite Weltkrieg “irgendetwas mit Hitler oder dem Nationalsozialismus zu tun gehabt” habe.Härle sinnierte auch schon einmal über die “Plausibilität und Effektivität” des Massenmordes mit Zyklon B.

via hessenschau: Ämtersperre vor Vorstandswahl AfD stoppt Lokalpolitiker nach Rechtsextremismus-Vorwürfen

Es riecht nach Rechtsbeugung aus politischen Gründen – #zps

Der Staatsanwalt, der gegen den Leiter des “Zentrums für politische Schönheit” ermittelt, steht der AfD nahe. Eine Spende an die Partei und eine Einstellungsverfügung werfen Fragen auf. Üblicherweise steht in diesem Newsletter, was in der nächsten Woche passieren wird. Heute steht an dieser Stelle, was in der nächsten Woche passieren sollte: In der nächsten Woche sollte in Gera der Staatsanwalt abgezogen werden, der seit 16 Monaten gegen den Leiter der Künstlerinitiative “Zentrum für politische Schönheit” wegen “Bildung krimineller Vereinigungen” ermittelt. Man kann von der Aktionskunst dieser Gruppe halten was man mag; sie macht, unter anderem, spektakuläre Aktionen gegen den Neonazi Björn Höcke, der in Thüringen Chef der AfD-Landtagsfraktion ist; sie macht Kunst mit aktivistischen Mitteln. Die Aktionen und ihre Mittel müssen einem nicht gefallen. Die Künstlergruppe aber als Vereinigung zur Begehung von Straftaten zu betrachten – dazu gehört entweder ein geringes Maß an Rechtskenntnis oder aber ein großes Maß an Sympathie für die AfD
Beim ermittelnden Staatsanwalt ist offenbar letzteres der Fall. Ihm sollte schleunigst ein anderes Aufgabengebiet zugeteilt werden. Und die Staatanwaltschaft Gera sollte das Ermittlungsverfahren und die damit verbundenen Observationen gegen die Künstlergruppe umgehend einstellen. Man fragt sich, warum die Behördenleitung und der Generalstaatsanwalt dem merkwürdigen Ermittlungstreiben des Staatsanwalts Martin Zschächner so lange billigend zugeschaut hat. Der Mann ist befangen; er steht der AfD nahe; er hat, wie die Kollegen von Zeit-Online recherchiert haben, dieser Partei Geld gespendet; einen kleinen Betrag von 30 Euro zwar nur; aber Befangenheit beginnt nicht erst bei einem Monatsgehalt. Die Spende ist es freilich nicht allein, die misstrauisch macht. Der Süddeutschen Zeitung liegt eine Einstellungsverfügung vor, mit der Staatsanwalt Zschächner eine Anzeige gegen einen AfD-Politiker wegen Volksverhetzung abgewimmelt hat. Das Verfahren wurde am 28.8.2017 eingestellt – Aktenzeichen 171 Js 30399/17. Zschächner schreibt in dieser Einstellungsverfügung, die Äußerung, “Afros” seien nicht “wie wir”, sondern “Urmenschen (, die) in die Zivilisation hineingezwungen worden” seien, sei “weder beschimpfend noch böswillig verächtlich machend”, sondern eine wertende Äußerung zur menschlichen Kultur- und Zivilisationsgeschichte, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Ebenso verhalte es sich mit der Äußerung des Beschuldigten, dass deutsche Frauen, die mit Arabern schlafen, “Selbstmörder” seien. Und wenn der Beschuldigte das “Großdeutsche Reich hochleben” lasse, sei nicht erkennbar, “was er damit meint”. Schließlich sei der Satz “Es beginnt die Übernahme durch den Islam. Deutschland stirbt” eine “harmlose Äußerung, die auf die unbestreitbar vorhandene Bevölkerungsentwicklung in Deutschland Bezug nimmt”. Das zeigt, wes Geistes Staatsanwalt hier am Werke ist.

via sz: Es riecht nach Rechtsbeugung aus politischen Gründen

siehe auch Holocaust memorial replica stunt shines light on rightwing radicalism in Germany. Art collective likened to ‘terrorist organisation’ by far-right politician Björn Hocke. When a group of performance artists erected a replica of Berlin’s Holocaust memorial next to the home of a far-right politician, they were hoping to draw attention to the revisionist views of a rising figure on Germany’s nationalist right. But as the collective finds itself targeted by the first criminal investigation of its kind against a group of artists in modern German history, their stunt is instead putting the spotlight on the proximity between far-right politics and the public servants in formerly Communist east German states. In November 2017, art collective Centre for Political Beauty had erected a replica of Berlin’s Holocaust memorial next to the home of Björn Höcke, a leading far-right politician from the Alternative für Deutschland party who has called on Germans to stop atoning for the crimes of the Nazi era. Höcke, who has dismissed architect Peter Eisenman’s original Memorial to the Murdered Jews of Europe as “a monument of shame”, unsuccessfully tried to launch criminal proceedings against the artists’ replica, which remains in situ next to his home in Bornhagen, Thuringia.
However, a route parliamentary question by leftwing party Die Linke revealed last week that the state prosecutor in the east German state has for the last 16 months been investigating the art collective’s artistic director, on suspicion of “forming a criminal association”. The investigation was launched just four days after Höcke likened the Centre for Political Beauty to a “terrorist organisation” in a speech at a gathering of far-right figures, and rests on a legal provision known as paragraph 129, which lends the state far-reaching surveillance powers such as wiretapping. Other groups investigated under paragraph 129 in Thuringia include members of Isis and the Al-Nusra Front, Holocaust deniers and football hooligans.

Bericht: Identitären-Chef klebte Hakenkreuze auf Synagoge – #noIB #schauhin #eingesellnert #sellner #antisemit

Dafür, dass der Chef der rechtsextremen Identitären, Martin Sellner, als Jugendlicher in Neonazi-Aktivitäten verstrickt war, gibt es nun neue Belege. Die „Kleine Zeitung“ berichtete heute unter Berufung auf ein Polizeiprotokoll, dass der damals 17-Jährige im Jahr 2006 Hakenkreuzkleber an der Synagoge in Baden bei Wien angebracht hatte.
Sellner habe sich damals reuig gegeben, so die Zeitung, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. Sellner verpflichtete sich, 100 Stunden Hilfsarbeiten auf dem jüdischen Friedhof in Baden zu verrichten. Sellner ortet Kampagne In einem über zehnminütigen Onlinevideomonolog rechtfertigte sich Sellner heute für die Aktion. Er habe provozieren wollen und sei damals „tatsächlich rassistisch, xenophob und antisemitisch“ unterwegs gewesen. Mit dieser Ideologie habe er gebrochen, nicht aber mit seinem Patriotismus. Er ortete eine Kampagne gegen sich. Dieses „mediale Nazi-Trommelfeuer“ werde weitergehen, „bis die FPÖ Wachs geworden ist in den Händen von Sebastian Kurz“. Für Bundeskanzler Kurz „widerlich“ Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der die Identitären schon am Mittwoch als „widerlich“ bezeichnet und sich gegen Verflechtungen der FPÖ mit den Rechtsextremen ausgesprochen hatte, reagierte umgehend in einem Tweet.

via orf: Bericht: Identitären-Chef klebte Hakenkreuze auf Synagoge

siehe auch: Martin Sellners Schwank aus der Jugend. Vor 13 Jahren klebte Martin Sellner von der „Identitären Bewegung“ Hakenkreuze an eine Synagoge. Warum das kleine Detail aus seiner Jugend auch heute noch interessant ist. Ein Kommentar. Martin Sellner, Chefideologe der rechtsextremen „Identitären Bewegung“, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass er eine vierstellige Spende vom Christchurch-Attentäter erhalten hatte, weshalb seine Wohnräume einer Hausdurchsuchung unterzogen wurden und ein Ermittlungsverfahren gegen ihn läuft. Nun wurde ein Detail aus Sellners politischer Vergangenheit bekannt. Wie die österreichische „Kleine Zeitung“ berichtet, hat der „Identitäre“ vor 13 Jahren Hakenkreuze auf eine Synagogenmauer in Baden, Nähe Wien geklebt. Dies geht aus einem Polizeiprotokoll hervor, dass der Zeitung vorliegt. Der „Identitäre“ war damals 17 Jahre alt, die Aktion sei eine Reaktion auf die Verurteilung des britischen Holocaustleugners David Irving gewesen, wie ein Tatbeteiligter gegenüber der Polizei aussagte. Auch Aufkleber mit den Buchstaben „AJ“, ein von Sellner entworfenes Wappen, das für „Aktive Jugend“ (laut M.S.) steht, wurden geklebt. (…) Doch auch wenn dieses kleine, aber feine Detail aus seiner Jugend lange zurück liegt, lässt sich daraus doch die Basis eines rechtsextremen Denkens ableiten, das offenbar Hakenkreuze kleben als jugendlich provokante Grenzüberschreitung versteht. Es ist verständlich, dass er die „Identitären“ als Abgrenzungsverein mit gegründet hat, schließlich ist das Bild des grölenden Skinheads, das man mit Hakenkreuzen assoziiert, nun mal unsexy und nicht tauglich, jugendliche Massen zu bewegen. Inhaltlich lehnt sich die Bewegung mit ihrer Umvolkung, die sie auch gerne mit dem „großen Austausch“ umschreibt, jedoch durchaus an die nationalsozialistische Volkstumspolitik an, die ohne den Rassegedanken gar nicht funktioniert. Behauptet wird, dass die europäischen Völker durch eine „Multiethnische Bevölkerung“ ersetzt werden sollen, wie es auf der IB-Seite heißt, womit heruntergebrochen die Reinhaltung der eigenen Rasse gemeint sein muss. Das Volk sei vom Aussterben bedroht, suggeriert diese Erzählung, die über eine behauptete akute Bedrohung sich selbst zum Opfer stilisiert und potentielle Aktionen damit legitimiert. Insofern kann Sellner auf Twitter behaupten, mit dem Rassismus gebrochen zu haben, seine Ideologie spricht eine andere Sprache. Und genau das ist der Grund, warum die Sache mit dem Hakenkreuz gar keine Marginalie ist, sondern vielmehr verdammt gut passt.

Diesel-Anhänger provoziert in Stuttgart mit „Judenstern“ – #schauhin #kaltland #pack

Israelitische Religionsgemeinschaft ist empört. Bei einer Demo gegen das Dieselfahrverbot in Stuttgart ist ein Teilnehmer mit „Judenstern“-Aufkleber gewesen. Die Israelitische Religionsgemeinschaft kritisiert, dass niemand dagegen eingeschritten ist. Die Weste ist gelb, der Stern auch. Das verwendete Symbol, der nachempfundene Davidstern, ist angelehnt an das diskriminierende Symbol, das zu tragen die Nationalsozialisten Juden gezwungen hatten. Dort, wo unter der Nazidiktatur „Jude“ stand, steht bei dem Demonstranten „Dieselfahrer“. Das Foto entstand auf einer Demonstration gegen das Dieselfahrverbot ab der Schadstoffklasse Euro vier am 9. März am Neckartor.

via StZ: Diesel-Anhänger provoziert in Stuttgart mit „Judenstern“

Eklat im Abgeordnetenhaus AfD-Politiker: SPD hat Hitler an die Macht gebracht

Eine Debatte über Antisemitismus im Berliner Abgeordnetenhaus lief vollkommen aus dem Ruder. Nun droht ein juristisches Nachspiel. Mit einem Zwischenruf zur Rolle der SPD in der Zeit des Nationalsozialismus hat der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann am Donnerstag für einen Eklat im Berliner Abgeordnetenhaus gesorgt. Lindemann hatte den Satzbeginn des SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh „Es waren die Sozialdemokraten…“ um die Aussage „…die Hitler ins Amt gebracht haben!“ ergänzt. So haben es zahlreiche Augen- und Ohrenzeugen vernommen – und so stand es anschließend im Wortprotokoll der Sitzung. Während die Linke-Abgeordnete Anne Helm ihre Empörung via Twitter äußerte, beantragte Torsten Schneider, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, eine außerordentliche Sitzung des Ältestenrates im Parlament. Zu der sollte – mit Zustimmung der übrigen Fraktionen – auch Lindemann geladen werden, um sich dort zu dem Vorfall zu äußern. Schneider kündigte darüber hinaus an, rechtlich prüfen zu lassen, ob es sich bei der Aussage „jenseits der politischen Auseinandersetzung“ um eine Straftat handelt. „Das ist nicht nur eine historische Lüge, es ist Nazipropaganda in Reinform“, erklärte Schneider

via tagesspiegel: Eklat im Abgeordnetenhaus AfD-Politiker: SPD hat Hitler an die Macht gebracht

CSU-Mitglied offenbar an Fackelmarsch von Neonazis beteiligt

Die Zeppelintribüne auf dem früheren Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Mit Fackeln posierte eine Gruppe von etwa 20 Neonazis Ende Februar an der Tribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Ende Februar marschierten auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände mehrere Neonazis auf. Zuvor hatten sie sich vor einem Flüchtlingsheim versammelt. Offenbar hat auch ein CSU-Mitglied an der Aktion teilgenommen und diese öffentlich verteidigt. CSU-Generalsekretär Markus Blume will ihn nun aus der Partei ausschließen lassen. An einem Fackelmarsch von etwa zwei Dutzend Neonazis, der auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände endete, war offenbar auch ein CSU-Mitglied beteiligt. Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtete am Montagmorgen, der 22-jährige Mann habe dies bestätigt und gesagt: “Weil sonst würde es dann heißen, alle sind bei der NPD oder der BIA, so wie es die Nürnberger Nachrichten immer versucht haben hinzustellen, deswegen wird darauf immer hingewiesen, der eine ist bei der CSU.” Bei der Aktion hatten sich die Rechtsextremisten Ende Februar zuerst vor einem Flüchtlingsheim versammelt, wo sie von der Polizei kontrolliert wurden. Anschließend zogen sie mit Fackeln zum früheren Reichsparteitagsgelände.
Die CSU kündigte am Montag an, den Mann ausschließen zu wollen: “Eine solche Aktion ist mit unseren Grundwerten nicht vereinbar; wir verurteilen sie aufs Schärfste”, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume. “Wer sich daran beteiligt, hat in unserer Partei jegliche Mitwirkungsmöglichkeit verwirkt.” Darum werde man in Abstimmung mit dem Nürnberger CSU-Bezirksverband ein Parteiausschlussverfahren in die Wege leiten.

via sz: CSU-Mitglied offenbar an Fackelmarsch von Neonazis beteiligt

siehe auch:CSU will Mitglied wegen Beteiligung an Neonazi-Aktion ausschließen. An einer Aktion von Rechtsextremisten in Nürnberg mit anschließendem Fackelmarsch soll auch ein CSU-Mitglied beteiligt gewesen sein – die CSU will den Mann nun aus der Partei ausschließen.
Nürnberg/München – „Eine solche Aktion ist mit unseren Grundwerten nicht vereinbar, wir verurteilen sie aufs Schärfste“, erklärte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Montag. „Wer sich daran beteiligt, hat in unserer Partei jegliche Mitwirkungsmöglichkeit verwirkt.“ Der Parteiausschluss solle „schnellstmöglich“ erfolgen. Die Rechtsextremisten hatten sich Ende Februar zunächst mit Fackeln vor einer Flüchtlingsunterkunft versammelt. Später zogen sie mit den dann angezündeten Fackeln zum einstigen NS-Reichsparteitagsgelände. Dort posierten sie auch auf der Zeppelintribüne, von der einst Adolf Hitler gesprochen hatte. Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet nun, dass an der Aktion ein 22-jähriges CSU-Mitglied beteiligt gewesen sei. Der Mann sei zwar eigenen Angaben zufolge nach einer Polizeikontrolle vor der Flüchtlingsunterkunft gegangen, verteidige den Fackelzug aber. Andere Lichter hätten „nicht so viel Aufmerksamkeit“ gebracht, „deswegen waren es halt dann die Fackeln“, zitierte ihn der BR.

JAB Holdings’ Reimann family admits Nazi past

Company behind Pret A Manger and Dr Pepper says patriarch and son were committed anti-Semites. The Reimann family, whose investment firm JAB Holdings owns consumer brands including Pret A Manger and Krispy Kreme Doughnuts, has admitted its businesses abused slave labour during the second world war and that the family patriarch was a committed Nazi and anti-Semite. Details of the Reimann family’s Nazi past published in the tabloid Bild am Sonntag were confirmed by Peter Harf, a spokesman for the family who is also managing partner and chairman of JAB. Mr Harf said family patriarch Albert Reimann and his son Albert Reimann Jr “were guilty”. “The two businessmen committed crimes — actually they belonged in prison,” he told Bild. The Reimann family is one of Germany’s richest dynasties with an estimated fortune of €18bn, according to Forbes.
The family’s wealth can be traced back to 1823, when Johann A Benckiser founded Benckiser, a chemicals business. In 1828 he was joined by chemist Ludwig Reimann, who married into the Benckiser family and then inherited the company. It later formed the basis of consumer goods group Reckitt Benckiser. It has been reported previously that the family were Nazi party members and employed slave labour but Bild revealed that Reimann and his son were both enthusiastic supporters of the Nazi party, which they joined in 1931, before it scored its big electoral successes. They donated money to Hitler’s SS the same year, and erected Nazi swastika flags at their factory gates in 1933, shortly after Hitler came to power. (…) It also revealed that female slave labourers from Nazi-occupied eastern Europe who were forced to work at the Reimann family firm during the war were beaten and sexually abused.

via ft: JAB Holdings’ Reimann family admits Nazi past

siehe auch: Die Reimann-Familie hat eine Nazi-Vergangenheit. In den Werken und der Privatvilla der Firmen-Patriarchen ist es laut einem Bericht in der NS-Zeit zu Gewalt und Missbrauch gekommen. Der Sprecher der JAB Holding bestätigt dies. Historische Aufarbeitung in der Familie Reimann: Die zweitreichste Familie Deutschlands hat eine düstere Nazi-Vergangenheit. Das berichtete die „Bild am Sonntag“. In den Werken und der Privatvilla der Firmen-Patriarchen Albert Reimann senior und Albert Reimann junior in Ludwigshafen sei es während der NS-Zeit zu Gewalt und Missbrauch an Zwangsarbeitern gekommen, heißt es. Die Zeitung beruft sich auf bisher unveröffentlichte Akten und Dokumente. Die Familie Reimann und deren JAB Holding stehen hinter Konsumgütermarken wie Calgon, Kukident, Clerasil und Sagrotan. Ihr Vermögen beläuft sich auf 33 Milliarden Euro.
Die Dokumente haben es in sich. Demnach wurden osteuropäische Arbeiterinnen von Firmenmitarbeitern gezwungen, nackt in ihrer Baracke anzutreten. Frauen, die sich weigerten, wurden unsittlich berührt. Zwangsarbeiter wurden getreten und geschlagen, darunter auch eine Russin, die im Haus der Reimanns putzte. Albert Reimann junior wurde daraufhin von der „Deutschen Arbeiterfront“, die als Einheitsgewerkschaft auch für die Verteilung der Zwangsarbeiter zuständig war, gerügt. Die Zeitung zitierte Peter Harf, Familiensprecher und Chef der JAB Holding: „Unsere heutigen Erkenntnisse decken sich vollständig mit Ihren Recherchen. Da gibt es nichts zu korrigieren. Das ist alles korrekt. Reimann senior und Reimann junior waren schuldig. Die beiden Unternehmer haben sich vergangen, sie gehörten eigentlich ins Gefängnis.“; German billionaire family that owns Einstein Bros. Bagels admits Nazi past. The German family whose holding company owns controlling stakes in companies such as Krispy Kreme Doughnuts, Panera Bread, Pret a Manger and Einstein Bros. Bagels profited from the horrors of the Nazi regime, according to a bombshell report in a German newspaper. The tabloid Bild, one of Germany’s most popular papers, reported that Albert Reimann Sr. and Albert Reimann Jr., whose family backs JAB Holdings, had significant links to the Third Reich. JAB Holdings is a privately held conglomerate that has investments in a wide portfolio of global companies, among them Peet’s Coffee, Keurig Green Mountain and Dr Pepper-Snapple. It acquired Einstein Noah Restaurant Group, which owns three national bagel chains — Einstein Bros., Noah’s New York Bagels and Manhattan Bagel — in 2014. The report found that Russian civilians and French prisoners of war were used as forced laborers in the family’s factories and private villas around World War II, when it was involved in chemicals-related manufacturing mostly for the food industry, according to Deutsche Welle. “It is all correct,” family spokesman Peter Harf, who is one of two managing partners of JAB Holdings, told Bild. “Reimann Senior and Reimann Junior were guilty. The two men have passed away, but they actually belonged in prison.” The two men died in 1954 and 1984, respectively.

Candidate for far-right Vox plays down Nazi genocide in Holocaust in Twitter exchange

A CANDIDATE standing for a far-right party in Castilla-La Mancha in upcoming elections has made statements playing down genocide in the Holocaust. Fernando Paz said this month that deaths in Nazi extermination camps were caused by overcrowding, disease and a lack of organisation when pressed by a Twitter user on the subject. Paz, who is top of Vox’s electoral list in Albacete, added he did not see what that had to do with killings in the camps. Footage of the Vox politician speaking at a Falange event in 2016 showed him playing down the role of Nazi soldiers in the deaths of Jews on the Eastern Front in the Second World War. He said killings were carried out first by locals who had been anti-Semitic for “many centuries”. Paz said he had never denied the racist aspect of the Holocaust when Spanish media questioned him on the remarks. The Federation of Jewish Communities of Spain said Paz’s revisionism and denial of the Holocaust was “unacceptable”.

via euroweekly: Candidate for far-right Vox plays down Nazi genocide in Holocaust in Twitter exchange