Operetta Written in Nazi Death Camp Premieres in Paris

Operetta Written in Nazi Death Camp Premieres in Paris | Culture & Lifestyle | Deutsche Welle | 02.06.2007
An operetta composed in hiding by a French prisoner in the Ravensbrück concentration camp towards the end of World War II will premier on Saturday in Paris’ Theatre du Chatelet. Germaine Tillion, a leader in the French resistance movement, wrote the operetta “Le Verfügbar aux enfers” (The Available One in Hell) as a prisoner of the Nazis in the concentration camp in Ravensbrück in north-eastern Germany. (…) “Le Verfügbar aux enfers” deals with the humiliation of daily life in a concentration camp, where Tillion was brought in 1943. Its title, which incorporates the German word “Verfügbar” into the French, refers to the group of prisoners Tillion was placed in by the Nazis. She and her fellow prisoners weren’t given set jobs, rather they were dubbed “available” and assigned to any task their captives needed.

siehe auch: Operette aus dem KZ Ravensbrück. Uraufführung in Paris. In Paris wird am Samstag eine im Konzentrationslager Ravensbrück geschriebene Operette uraufgeführt. Das Stück “Le Verfügbar aux enfers” (“Der Verfügbare in der Hölle”) der französischen Widerstandskämpferin Germaine Tillion ist im Théatre du Chatelet zu sehen.

Holocaust-Aussagen: Nazi-Jägerin verteidigt Sarkozy

Holocaust-Aussagen: Nazi-Jägerin verteidigt Sarkozy – Aktuelle Nachrichten von Tagesspiegel Online
Nazi-Jägerin verteidigt Sarkozy
In Frankreich hat die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld den konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy gegen Kritik an seinen Äußerungen zur deutschen Veranwortung für den Holocaust in Schutz genommen. “Es ist klar, dass Nicolas Sarkozy Recht hat”, sagte sie. “Frankreich hat die Endlösung nicht erfunden und wünschte nicht den Tod seiner jüdischen Bevölkerung.” Klarsfeld erwartet demnach von Sarkozy bei einer Wahl zum Staatsoberhaupt keine Abkehr von der Politik von Amtsinhaber Jacques Chirac, der als erster Präsident Frankreichs eine Mitschuld seines Landes an der Deportation von Juden eingeräumt hatte. (…) “Wenn er zum Präsidenten gewählt worden ist, wird Sarkozy sich sicher mit der feierlichen Erklärung von Präsident Chirac vom 16. Juli 1995 solidarisch erklären”, sagte die in Deutschland geborene Klarsfeld. “Diese Erklärung hat mit denen seiner Vorgänger gebrochen und die anti-jüdischen Handlungen der Vichy-Regierung anerkannt, die im Namen Frankreichs begangen wurden.” Chirac habe dabei aber auch darauf verwiesen, dass “ein anderes Frankreich existierte”, betonte Klarsfeld. So habe er auf den während der deutschen Besatzung aus dem Exil gegen das Vichy-Regime kämpfenden General Charles de Gaulle, den inneren Widerstand der Résistance-Bewegung und die Franzosen verwiesen, die Juden versteckt und in Sicherheit gebracht hätten.

Silbermond treffen Holocaust-Überlebende

Silbermond treffen Holocaust-Überlebende
Als Lucille Eichengreen im Alter von Silbermond- Sängerin Stefanie Kloß 22 war, hatte sie bereits ihre ganze Familie verloren. Der Vater ermordet in Dachau, die Mutter verhungert im Ghetto Lodz, die Schwester vergast im Vernichtungslager Chelmo. In Hamburg wuchs die Jüdin auf, es fällt ihr sichtbar schwer zurückzukommen.

Die Silbermond-Sängerin hat für die Kampagne “Laut gegen Nazis” ein Hörbuch mit Auszügen aus Eichengreens Biografie aufgenommen. Bandkollege Andreas Nowak 24 las für die CD zudem Gedichte der jüdischen Schriftstellerin Ruth Rosenfeld. Nun treffen die Musiker die Holocaust-Überlebende Eichengreen, die seit 60 Jahren in den USA lebt, erstmals persönlich. (…) Während die als Cecilie Landau geborene Eichengreen von der NS-Zeit, Auswanderung und über die USA spricht, erzählen die beiden Silbermond-Mitglieder von ihrem musikalischen Kampf gegen Rechts. 2006 beteiligte sich die Band vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an einem Konzert, das unter dem Motto “Laut gegen Rechts – Wählen gehen” stand. Nowak berichtet Eichengreen auch von einer beklemmenden Begegnung mit 60 Neonazis in einem Lokalzug bei Berlin.

Holocaust Denier Expelled From Warsaw Book Fair

Javno – World: Holocaust Denier Expelled From Warsaw Book Fair
British historian David Irving, a convicted holocaust denier, was escorted out of an international book fair in Warsaw where he was planning to display his books, Polish organisers said on Saturday. Irving, who was arrested in Austria after his arrival on a visit in November 2005, spent more than a year in an Austrian jail for denying the Nazis organised mass murder of six million Jews during World War Two. (…) He said Irving’s publishers did not send materials detailing his work to the fair until a few hours before the deadline, giving organisers too little time to prevent the self-taught historian from setting up a table at the exhibition. (…) Irving plans to remain in the country for a few more days to visit Auschwitz and other Nazi concentration camps in Poland.

siehe auch: Holocaust denier expelled from Warsaw book fair. Historian David Irving, a convicted holocaust denier, was escorted out of an international book fair in Warsaw where he was planning to display his books, Polish organisers said on Saturday; Holocaust denier, David Irving, is thrown out of a Polish book convention for breaking anti-nazi laws. British “historian” and convicted Holocaust denier, David Irving, has been thrown out of a Polish book fair due to the Nazi apologist nature of his writings (…) Irving had been scheduled to present his books at an event organised by British publisher Focal Point, said Grzegorz Guzowski, head of the Ars Polonia company, which organised the Warsaw International Book Fair. He said Irving’s publishers did not send materials detailing his work to the fair until a few hours before the deadline, giving organisers too little time to prevent the self-taught historian from setting up a table at the exhibition; Irving von Warschauer Buchmesse ausgeladen. Die Warschauer Buchmesse hat am Freitag den Holocaust-Leugner David Irving daran gehindert, auf Einladung eines britischen Verlags seine Bücher vorzustellen (…) Der Messeveranstalter teilte später mit, dass ein Verlag und ein Autor wegen Förderung von Büchern mit antisemitischen Inhalten von der Messe ausgeschlossen worden seien

Anm. dokmz: Bei Focal Point handelt es sich um einen rechtsextremen Verlag, der von Irving gegründet wurde, um revisionistische Schriften zu verlegen. Selbstbeschreibung: “AFTER BRITISH historian David Irving founded Focal Point Publications as a means of keeping his more important works in print, and more recently of publishing original works of history and biography by other authors, the traditional enemies of free speech resorted increasingly to violent methods in their attempt to destroy this important bridgehead into their own stronghold”

„Ein unerträglich rechter Schleimer“([ 1 ]) – Ein nötiger Nachruf auf Hans „Johnny“ Klein

hans klein ist tot, und der kritischen würdigung seiner person wäre mit verweis auf die januar-ausgabe der titanic genüge getan. daß dem nicht so ist, kann sich das institut für publizistik (der uni mainz; dok) zurechnen – bzw. der dort ausliegenden, „rechtsextrem durchsetzte[n] ‘tm´(transparenz der medien)„([ 2 ]) , Kampforgan des Vereins Kritische Bürger fragen Journalisten (BfJ), der vom leitenden Redakteur der Wochenzeitung: „Das Parlament“ bescheinigt wurde, daß in ihr „‘auf Teufel komm raus´ manipuliert werde„. Bei Verein wie Publikation „tummelt sich eine illustre Schar von einschlägig bekannten Rechtsaußen„. Die Dezember-Ausgabe der TM lockte auf der Titelseite mit der Schlagzeile: „Sudeleien über ‘Johnny´ Klein“ und behauptete – mit Bezug auf den SPD-nahen antifaschistischen Informationsdienst blick nach rechts – eine Verleumdungskampagne gegen Klein, nachdem in einem Artikel im blick nach rechts nachzulesen war, daß er „eine Art Ehrenerklärung für Hitlers Waffen-SS abgegeben“ habe. Da die TM einiges verschweigt bzw. die Realität bestreitet, hier diverse Informationen zum verblichenen Saubermann, die unter den Tisch gekehrt werden, weil sie nicht in das propagierte Bild des Politikers paßen, der lt. TM „Achtung quer durch alle politische Lager“ genoß.

Die Vita des 1931 geborenen Kleins beschreib Kurt Hirsch wie folgt: „Es gibt rechts von der Union kaum eine wichtige Gruppierung, die sich nicht bereits in der Vergangenheit der aktiven Unterstützung Kleins erfreut hätte.“([ 3 ]) Dazu zählten die (lt. Horst Ehmke) demokratiefeindliche Deutschland-Stiftung, der Klein 1972 ebenso wie der CSU beitrat und für deren Deutschland-Magazin (vgl. Publizissimus 4/96) er zahlreiche Artikel verfaßte, die von der rechten Gesinnung zeugen. 1977 wurde er in den Verwaltungsrat des deutschtümelnden Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA) gewählt, der bis heute wenig Berührungsängste mit dem Rechtsextremismus hat ([ 4 ]). Der VDA wurde durch das Gesetz Nr.2 des Alliierten Kontrollrates als Nazi-Organisation verboten und 1955 wiedergegründet, drei Jahre später hatte die alte Klientel ihn wieder unter seiner Kontrolle… Im folgenden Jahr wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Afrika-Stiftung gewählt, die in der rechten Grauzone anzusiedeln ist und zahlreiche Verbindungen zur Pro-Apartheid-Riege hat. Ebenfalls 1978 traf er bei einer von der nicht unumstrittenen Hanns-Seidel-Stiftung finanzierten Reise in Namibia mit Vertretern antidemokratischer Gruppen zusammen. 1979 folgt die Wahl ins Kuratorium des „rechtsradikalen Brüsewitz-Zentrum“, dessen Träger das auf Initiative des Antidemokraten Otto Habsburg von der revanchisitischen Paneuropa-Jugend initiierte Christlich-Paneuropäische Studienwerk ist. Das Brüsewitz-Zentrum, das gegen den ausdrücklichen Willen der Witwe Pfarrer Brüsewitz´ dessen Name mißbraucht, pflegt „beste Beziehungen zu all denen Organisationen, die unter dem Deckmantel des Kampfes für Mrenschenrechte klerikal verbrämten militanten Antikommunismus predigen“. Zu Kleins Kuratoriumskollegen gehörten z.B. Claus Jäger (CDU, später Mitinitiator des Christlich-Konservativen Adenauer-Forums, das Sammelbecken der Rechtesten der Rechten der Union), Hans Gray Huyn (CSU; Hans Dampf in allen rechten Gassen und darüber hinaus) oder Otto Habsburg (Reaktionär, Antidemokrat und CSU-Mitglied) – einschlägige Beziehungen von Unionspolitikern…

1981 war er – ebenso wie sein Gesinnungsgenosse Huyn – im Hotel Dreesen in Bonn Ehrengast bei der Gründung des deutschen Ablegers der Western Goals, einer internationalen reaktionären und militant antikommunistischen Stiftung mit guten Verbindungen zu Rüstungsfirmen und der CIA, stets auf der Suche nach Mitteln und Wegen zur Überwindung des Kommunismus – von der Überwachung von DemokratInnen bis hin zu jeglicher Unterstützung der Contras oder der Todesschwadrone in El Salvador. Neben den Geheimdienstkontakte bestehen Verbindungen zu rechten Söldnern und zur antidemokratischen Moon-Sekte. Daß sich Klein im Hinterhof Amerikas treu blieb, zeigte sein Respekt gegenüber der chilenischen Junta, der er nach der Ermordung Allendes und der Niederschlagung der Demokratie die „Rückkehr zur Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ bescheinigte. Daß er auch lobende Worte für das Apartheidssystem in Südafrika fand, kann aufgrund der gezeigten Zusammenhänge ebensowenig überraschen wie die Tatsache, daß er 1987 in seinem Haushaltsentwurf als Entwicklungshilfeminister das südafrikanische Homeland Bohuptswana als eigenständiges Land aufführt. Weiterhin war Klein Mitglied der revanchsitischen Sudetendeutschen Landsmannschaft und in ihrem Sudetendeutschen Rat, was einen eigenen Artikel abgeben würde und aus Platzgründen hier nicht weiter ausgeführt werden kann. Zurück zur angeblichen Verleumdungskampagne und dem „völlig aus der Luft gegriffenen Vorwurf“: In der TM wird die fehlende Quelle der Aussage Kleins moniert, nicht ohne anzufügen, daß auch Kurt Schumacher eine Ehrenerklärung für die SS abgegeben habe (um die Transparenz der Medien besorgt, war in der TM für diese Behauptung selbstverständlich keinerlei Quellenangabe nötig…). Überflüssig auch zu erwähnen, daß von Konrad Adenauer eine Ehrenerklärung für die Waffen-SS existiert, schriftlich festgehalten gegenüber dem ex-SS-Generaloberst Hausser, verantwortlich für die Zerstörung des Warschauer Ghettos und später Funktionär der neofaschistischen HIAG([ 5 ])(soviel zur Ehre…).

1989 wurde Klein Pressesprecher der Bundesregierung, und aus diesem Jahr stammen jene Zitate, die ihn bis zu seinem Lebensende begleiteten. Denn zwei Wochen nach seinem Amtsantritt sagte er gegenüber der Quick: „Die SS war doch eine kämpfende Truppe, keine Verbrecher“ (nachzulesen am 2.05.1989), und in dem darauf folgenden Pressewirbel bestätigte er dies mehrmals – es wäre mithin eine Verleumdung, etwas anderes zu behaupten. In diesem Zusammenhang wurde erneut bekannt und sollte nicht unerwähnt bleiben, daß er sich schon drei Jahre zuvor für die Totenkopfverbände der SS stark gemacht hatte: Für ein Treffen der Mörder in Nesselwang forderte er damals „Versammlungsfreiheit„. Ebenfalls 1989, anläßlich des Besuchs von Helmut Kohl in Polen, schwadronierte er in der Sprache der Nationalsozialisten über „die besondere Sensibilität des internationalen Judentums“ – fünf Tage brauchte er, um diese Äußerung zurückzunehmen. Im Nachhinein sah er sich als Opfer von Nestbeschmutzern in der Presse, die das schrieben, was er gesagt hatte…

Angesichts seiner Vita und vor allem seiner Äußerungen bleibt die Frage, was denn eigentlich die Sudeleien sind – das Erinnern an Aussprüche von Klein oder diese selbst? Der Journalistentag der IG Medien drückte es 1989 so aus: „Ein Regierungssprecher, der auf der einen Seite die SS als kämpfende Truppe verharmlost und auf der anderen, in der Sprache es Unmenschen, vom internationalen Judentum redet, hat jedes Recht verspielt, für ein demokratisches Gemeinwesen zu sprechen, zu dessen Grundvoraussetzungen die konsequente Absage an den Nationalsozialismus gehört.“

stefan peter; 4-1997

Fußnoten
[ 1 ] taz, 15.12.1989
[ 2 ] Bürokollektiv Ulla Jelpke: Verbindungen der Deutschland-Stiftung (DS) zu rechtsextremisten, rechtsextremen Zeitungen und Verlagen; S.12
[ 3 ] Hirsch, Kurt: Rechts REP Rechts. Aktuelles Handbuch zur rechtsextremen Szene; Berlin 1990; S.84
[ 4 ] Vgl.LUPE ev (Hg): Verein für das Deutschtum im Ausland. Ein Organisationsprofil; Berlin 1993
[ 5 ] Nachzulesen in Publikationen des DVU-Führers Gerhard Frey; z.B. im „Ehrenbuch des deutschen Soldaten“ (FZ-Verlag)