Stiftung Gurutest – Wie die #Identitären, "Die Österreicher" und ein #Medizinguru zusammengehören – #noIB #eingesellnert

Jakob Gunacker leitet den Identitären-Ableger. Davor engagierte er sich bei einer pseudomedizinischen Sekte des Gurus Leonard Coldwell. Martin Sellner steht diesmal nur in der zweiten Reihe. Der Leiter der rechtsextremen “Identitären Bewegung Österreichs” ist nur stellvertretender Bundesleiter von “Die Österreicher – DO5”. Inhalt, Auftreten und Ziele der nach eigenen Angaben patriotischen Sammelbewegung ähneln dem Auftritt der Identitären frappant. Diese Gruppe mit Hang zur Selbstüberschätzung hat im letzten Jahr etwas an Schwung verloren, das Odeur der Lambda-Boys ist mittlerweile selbst FPÖ-Hardlinern zu streng. Jakob Gunacker, der Bundesleiter des IB-Ablegers “Die Österreicher”, ist ein politisch bislang kaum in Erscheinung getretener Aktivist: Das “Über uns” auf der Webseite verrät, dass Gunacker nicht nur bei der grundlegenden Erneuerung Österreichs Hand anlegen will, sondern sich auch “im alternativmedizinischen Bereich weitergebildet hat (…) um schwerkranken Menschen zu helfen.” Das macht neugierig. Die Spur des Heimatschützers Gunackers führt allerdings nicht zu den Siechen, sondern zu dem mit einer eher illustren und schillernden Tonaliät versehenen “Instinktbasierenden medizinischen System” (IBMS). Gunnacker scheint als “zertifizierter Coach” dieser nicht nur auf den ersten Blick bizarr erscheinenden “Medizin” und als “IBSM Champions Line”-Berater auf. Auf Webseiten, in denen Gunacker als Berater gelistet ist, werden auch “Harmonizer” beworben und verkauft. Die Stiftung Gurutest hat bereits vor einem Jahr die Zaubergeräte unter die Lupe genommen, die Bezeichnung Feinstoff-Gelsenstecker ist eine durchaus höfliche Beschreibung dieser Scharlatanerie-Produkte. Dass Lehrer von Schulen in Mittersill, Seekirchen und Aschach/Steyr darauf hineingefallen sind, sei als tragikomische Fußnote am Rande vermerkt. Die IBMS-Champions-Line bietet das branchenübliche Potpourri an Nahrungsergänzungs- und Wundermitteln feil. Für das Fläschchen “Curcuma Direkt” im Warenkorb sind 55 Euro fällig, allerdings hemmt das nach “Dr. Coldwell gefertigte liposomale Curcumin nachweislich das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen.”

via standard: Stiftung Gurutest – Wie die Identitären, “Die Österreicher” und ein Medizinguru zusammengehören

Ex-#AfD-Mann #Arppe beschäftigt hochrangigen #Identitären #Fiß – #noIB

Nächster Skandal um einen Ex-AfD-Vorsitzenden in MV: Der Ex-Vizechef der Identitären Bewegung, Daniel Fiß, arbeitet im Landtagsbüro von Holger Arppe. Besonders pikant: Fiß kommt aus der Neonazi-Szene. Der ehemalige AfD-Landeschef Holger Arppe hat den Ex-Vizechef der Identitären Bewegung, Daniel Fiß, in seinem Landtagsbüro angestellt. Entsprechende Informationen des Nordkurier bestätigten Arppe und Fiß unabhängig voneinander am Dienstag. Auf die Frage, ob er bestätigen könne, bei Holger Arppe zu arbeiten oder gearbeitet zu haben, antwortete Daniel Fiß mit einem schlichten „Ja”. Zu Umfang, Dauer und Inhalt seiner Arbeit wolle er keine Angaben machen, sagte aber, dass er in Rostock eine Grafikdesignagentur führe und verschiedene Auftraggeber habe. In diesem Zusammenhang sei er auch für Arppe tätig. (…) Daniel Fiß war bis 2016 Landeschef der Identitären in Mecklenburg-Vorpommern und bis Ende 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Organisation. Dem Nordkurier sagte er, dass er derzeit keine Funktionärsrolle übernehme, aber immer noch aktives Mitglied sei. Die Gruppe wird in Bund und Ländern als rechtsextremer Verdachtsfall beobachtet, Fiß selbst wird namentlich im Verfassungsschutzbericht des Schweriner Innenministerium genannt. In seiner Vergangenheit war Fiß in der Neonaziszene in MV aktiv, unter anderem beim NPD-Parteinachwuchs „Junge Nationalisten” (JN). Auch bei Demonstrationen der „Nationalen Sozialisten Rostock” wirkte Fiß mehrfach mit. Nach eigenen Angaben hat er sich von der Szene losgesagt.

via nordkurier: Ex-AfD-Mann Arppe beschäftigt hochrangigen Identitären Fiß

Hakenkreuz und Symbole der Identitären geschmiert

Symbole der Identitären Bewegung, ein Hakenkreuz und die Parole »Nationaler Widerstand«: In Tettnang tauchen erneut rechtsradikale Sprühereien auf. Ein unbekannter Täter hat im Zeitraum von Freitag bis Mittwoch ein Gebäude in der Montfortstraße und die Steinmauer der Katholischen Kirchengemeinde St. Gallus in der Kirchstraße mit schwarzer Farbe besprüht. Das berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung unter dem Titel »Farbschmierereien im Stadtgebiet Tettnang«. Hakenkreuz und Identitären-Symbole geschmiert Zusammen mit Werbung für Neonazis und eine rechtsradikale Miliz sind erneut Symbole der Identitären Bewegung aufgetaucht. Nicht immer gelingt die proklamierte Abgrenzung zwischen Neonazis und der Identitären Bewegung: Zusammen mit Werbung für Neonazis und eine rechtsradikale Miliz sind in Kaufbeuren mehrfach Symbole der Identitären Bewegung aufgetaucht.
Das Wohn- und Geschäftshaus wurde demnach mit den Worten »FCK Merkel«, »FCK AfA«, einem Hakenkreuz und dem griechischen Buchstaben Lambda im Kreis besprüht. Auch an der Steinmauer der katholischen Kirchengemeinde brachten die Unbekannten unter anderem das Lambda auf. Letzteres ist das Zeichen der sogenannten Identitären Bewegung, die als Teil der Neuen Rechten eigentlich bemüht ist, sich nach Außen von Neonazis abzugrenzen und eine aufgepeppte Variante der radikalen Rechten darzustellen. Doch das gelingt oft nicht. Immer wieder wird etwa in Kaufbeuren Propaganda der rechtsradikalen Identitären Bewegung zusammen mit Symbolen von Neonazi-Organisationen gesichtet. Im November 2016 besuchte der identitäre Aktivist Robin Mengele eine Veranstaltung im Clubhaus der Neonazikameradschaft Voice of Anger in Memmingen, wie Allgäu ⇏ rechtsaußen aufgedeckt hatte.

via allgäu rechtsaußen: Hakenkreuz und Symbole der Identitären geschmiert

Don #Trump jr. provoziert mit rechtsextremen Symbolen – #hate #breivik #tarrant #terror

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat auf Instagram mit einem Gewehr posiert, auf dem Hillary Clinton hinter Gittern zu sehen ist. Wer genau hinsieht, erkennt noch mehr Symbole der extremen Rechten. Ein Instagram-Foto mit kaum kaschierter politischer Aussage sorgt derzeit in den USA für Aufsehen: Don Trump jr, der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump, hat auf seinem Instagram-Account mit einem modifizierten AR-15 Sturmgewehr posiert. “Schöner Tag auf dem Schießstand”, lautet die Bildunterschrift. “Rare Breed Firearms und Spikes Tactical haben mein AR und das Magazin extra super gemacht.” Der 42-jährige präsentiert Detailaufnahmen seines Gewehrs, auf denen zu erkennen ist, wofür er den beiden Waffenshops dankt: Auf dem Magazin sieht man eine Karikatur von Hillary Clinton hinter Gittern – eine klare Referenz auf den Slogan “Lock her up – Sperrt sie ein”, den Trumps Vater im Wahlkampf 2016 populär machte. Über dem Magazin, am sogenannten “lower receiver”, ist zudem eine Modifizierung angebracht, die einem mittelalterlichen Kreuzfahrerhelm nachempfunden ist. Darauf ist ein Jerusalem-Kreuz ausgestanzt, das Wappen des “Königreichs Jerusalem”, das nach der Eroberung der “heiligen Stadt” im ersten Kreuzzug 1099 von Kreuzrittern gegründet wurde. Die fünf Kreuze werden symbolisch als die “fünf Wunden Christi gedeutet”. Das Wappen geht auf den Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon, Herzog von Niederlothringen zurück, der es als Symbol des Königreichs Jerusalem einführte. In der Moderne dient es seit 1868 dem päpstlichen “Orden der Ritter vom heiligen Grab zu Jerusalem” als Wappen.
Kreuzritter und Rechtsterroristen – Trump jr. begibt sich mit seiner Waffenmodifikation auf unappetitliches Terrain: Mit der Kreuzritter-Metaphorik hatten unter anderem die Rechtsterroristen Anders Breivik und Brenton Tarrant ihre Taten begründet. Breivik tötete 2011 in Norwegen 77 Menschen durch Schusswaffen und Sprengstoff. Tarrant erschoss 2019 im neuseeländischen Christchurch 51 Menschen in zwei Moscheen. Beide Täter stellten vor ihren Terroranschlägen Pamphlete ins Netz. Breiviks Dokument umfasste über 1500 Seiten und trug auf der Titelseite das Kreuz des Templerordens, der von 1118 bis 1312 bestand. Tarrant wiederum verkündet in seinem über 70-seitigen Manifest, er habe Kontakt zu einer Gruppe namens “Wiedergeborene Tempelritter” und auch zu Breivik gehabt. (…) Neben dem Kreuzritterhelm ist auch eine Variante mit einem Helmmotiv erhältlich, das dem Helm aus dem Hollywood-Film “300” nachempfunden ist. Auch hier ist die Aussage klar: Das eigene Land soll gegen Eindringlinge verteidigt werden, wie es im Film die 300 gnadenlosen Spartaner gegen die persischen Invasoren in der Schlacht bei den Thermopylen tun. Dieses Skript ist ein beliebtes Leitmotiv für die rechte Szene weltweit – die rechtsextreme “Identitäre Bewegung” verwendet beispielsweise als Logo den griechischen Buchstaben Lambda, den die Spartiaten im Film auf ihren Schilden tragen.

via wort.lu: Don Trump jr. provoziert mit rechtsextremen Symbolen

Neurechtes Sterben

Die Identitären müssen Rückschläge hinnehmen, die Vernetzungsinitiative Ein Prozent ist eine One-Man-Show. Neurechte Kräfte sind in der Krise. Denn es gibt ja die AfD. Für die Neurechten der Identitären Bewegung und der Initiative Ein Prozent ist es 2019 schwerer geworden. Die deutschen Identitären fielen kaum noch durch die teils provokanten, aus ihrer Anfangszeit bekannten Inszenierungen auf. Auch um vollmundig angekündigte Kernprojekte der als Vernetzungsinitiative angetretenen Gruppe Ein Prozent ist es still geworden. Die neurechten Bewegungen sind in Deutschland im Abstieg begriffen – jene jung, dynamisch und hip anmutenden Netzwerke also, die sich in den vergangenen Jahren als rechte Gegenbewegung zum vermeintlich linken und linksliberalen Mainstream der Großstädte bildeten. Nach dem Höhepunkt des Flüchtlingsherbstes 2015 war es besonders leicht, im Kielwasser von Pegida die Angst vor gesellschaftlichem Wandel zu schüren und Menschen gegen Migranten, den Islam und die Regierung zu mobilisieren. Das ist vorbei. Denn es kostet heute auch den überzeugtesten Neurechten Kraft, sich an Guerilla-Aktionen der Identitären zu beteiligen. Und es ist weit aufwendiger, sich bei Ein Prozent als völkische Siedler zu organisieren, als einmal in vier Jahren zur Landtagswahl sein Kreuz bei der AfD zu setzen und damit den politischen Arm der Bewegungen zu stärken. (…) Beschäftigt ist man vor allem in eigener Sache: mit Online-Solidaritätserklärungen mit Aktivisten, die aus ihrem Sportverein rausgeworfen wurden, mit Reaktionen auf die Forderungen nach einem Verbot durch das Bundesinnenministerium. Für 2020 wolle man eine neue Facebook-Präsenz starten, sagt Identitären-Vereinschef Daniel Fiß. Als Test – um im Fall eines erneuten Rauswurfs dann vor Gericht zu ziehen. In Schwaben mündete die Selbstbeschäftigung im Oktober ins Paramilitärische: Die Identitären, die bisher Gewaltverzicht predigten, trafen sich zum Kampfsporttraining, abgerundet durch einen Fackelmarsch. Während die Identitäre Bewegung immerhin gesamtdeutsch agierte, ist Ein Prozent seit dem Rauswurf durch Facebook nur noch regional wahrnehmbar: Ausweislich der stets von Vereinschef Philip Stein unterzeichneten Newsletter-Mitteilungen reicht der Radius kaum noch über die ostdeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinaus. Dort, wo die AfD so stark ist wie nirgends sonst, agiert sie zwar noch oberhalb der Wahrnehmungsschwelle, muss sich aber zugleich mächtiger Konkurrenz erwehren: Rechtsradikale docken hier bei Pegida an, bei Pro Chemnitz und der brandenburgischen Initiative Zukunft Heimat, die von Abstiegsangst und Fremdenfeindlichkeit geplagte Mittelschichtsangehörige weit stärker anziehen als die Projekte von Ein Prozent. Zwar finanzierte Pegida auch Projekte von Ein Prozent und der Identitären mit, doch im Ringen um Anhänger und Akteure herrscht harter Wettbewerb. Auch professionelles Design kann bei Ein Prozent die Schwächen nicht verdecken. Von dem “Projekt Landraum”, das mit dem Bild eines beschaulichen Oberlausitzer Umgebindehauses beworben wurde, ist seit einem Jahr nichts mehr zu hören. In “Bauernhöfen, Rittergütern oder leer stehenden Fabriken” sollten sich junge Familien, Landwirte und Handwerker als “Investoren für Begegnungsstätten und Kulturzentren” finden, um auch auf dem Land der angeblichen “kulturellen Hegemonie” linker Kräfte entgegenzuwirken. Wie sich die angekündigten “bisher fünf Zielgebiete” entwickelt haben, ist nicht zu erfahren: Darauf angesprochen, will sich einer der Ein-Prozent-Verantwortlichen nicht äußern. Ebenso nicht zu der vor einem Jahr gegründeten Nähmanufaktur. Laut ihrer 2018 angemeldeten Website fertigt sie Kleidung auf Bestellung – auch aus “Opas altem Hemd”, das Kunden zum Umarbeiten für das Enkelkind einsenden können. Von wirtschaftlichem Erfolg kann offenkundig keine Rede sein: Die Betreiberinnen bitten um Spenden.

via zeit: Neurechtes Sterben

„Chris Ares“ und seine (exklusive) Heimatliebe

Am 16. November 2019 veranstaltete das verschwörungsideologische »Compact«-Magazin seine 8. »Konferenz für Souveränität« in Magdeburg. Der neurechte Rapper »Chris Ares« (aka Christoph Zloch) wurde im Rahmen der Veranstaltung mit dem Preis »Held des Widerstandes« ausgezeichnet. Seine Musik sieht er als Teil der „Metapolitik“ der selbsternannten „Neuen Rechten“. Die Laudatio hielt der österreichische Identitäre Martin Sellner. Zugleich prangt das Gesicht des Rappers auf dem Cover der aktuellen Ausgabe des Magazins, ausführlich schreibt Chefredakteur Jürgen Elsässer im Leitartikel über Rechtsrap, »Chris Ares« und »Bloody32«. Zloch äußerte im Gespräch mit Elsässer, er sehe seine Aufgabe darin, eine »positive Verbindung zu Heimat, Volk und Identität zu schaffen – in den Köpfen von Jugendlichen, die oftmals gar nicht mehr wissen, wer sie sind und woher sie kommen«. In der Musik sieht Zloch eine Form der »Metapolitik«. Man ist in neurechten Kreisen überzeugt, die kulturelle Hegemonie im vorpolitischen Raum erringen zu müssen, ehe die Herrschaft des politischen Systems ergriffen werden könne. Entsprechend betonte der Rapper in einer kürzlich veröffentlichten Folge des sogenannten »Metaraum«-Projekts von AfD-Funktionärs Dubravko Mandic, er wolle »metapolitisch wirken« und seine Musik nutzen, »um die Köpfe der Jugend zurück zu ergattern«. Das stets wiederkehrende Narrativ des Rappers beruht auf einer Gut/Böse-Dichotomie: Auf der einen Seite die bösen Gangster-Rapper, die alle und ausschließlich über Drogenkonsum, Prostitution und Gewalt rappen und die Sinne der Jugend »vergiften« würden, auf der anderen Seite der gute Rapper »Chris Ares«, der Jugendliche motivieren möchte, keine Drogen zu konsumieren und sich stattdessen weiterzubilden und Sport zu treiben. Das Feindbild Nr. 1 ist derzeit der Berliner Rapper »Capital Bra«.Wenn Zloch im gemeinsam mit »Prototyp« (aka Kai Naggert) veröffentlichten Track »Neuer Deutscher Standard« über »deutsches Blut« und die »Autotune-Migranten-Bande« rappt, spielt er die ehrbaren Deutschen gegen die ehrlosen, schmuddeligen Migrant*innen aus. Im Track »Heimat« (2016) zählt er die angeblich »deutschen« Tugenden auf: Disziplin und Willenskraft, Stärke und Tapferkeit, Ehre und Stolz. Das Heimatverständnis des Rappers fußt auf der Gut/Böse- bzw. Wir/die Fremden-Dichotomie: Die Heimat – das Eigene: das deutsche Volk bzw. Deutschland – werde durch das Fremde – wahlweise: »Islamisierung«, »Großer Austausch« etc. – in seiner Existenz bedroht. Die deutschen Tugenden sollen demnach verweichlicht, die Deutschen letztendlich vernichtet werden. Das Heimatverständnis ist ein ideologisches, es ist ein exklusives und völkisches. Heimat ist stets eine nationale Kategorie, die die einen ein- und die anderen ausschließt. Wer nach Überzeugung der Rapper eine Heimat in Deutschland haben darf, hängt vom »deutschen Blut« ab. Die ideologische Grundlage ist der »Ethnopluralismus«, d.h. die Überzeugung, dass die europäischen Völker einzig in ethnischer Homogenität in Frieden leben können. Die Durchsetzung einer ethnischen Heterogenität in einer interkulturellen Gesellschaft bedeutet demzufolge zwangsläufig Krieg. Indem scheinbar harmlose Begriffe wie »Heimat« mit neurechten Stichworten wie »Reconquista« vermengt werden, werden sie ideologisch aufgeladen (»Reconquista der Heimat«) und selbst zum Kampfbegriff der Neuen Rechten.

via belltower: „Chris Ares“ und seine (exklusive) Heimatliebe

Identitäre Bewegung räumt Hausprojekt – Identitäre ohne Zentrum – #noIB #eingesellnert

In Halle kündigt die Identitäre Bewegung ihre Räume. Das rechtsextreme „Leuchtturmprojekt“ scheiterte auch dank Druck aus der Gesellschaft. Aus und vorbei. In Halle an der Saale ist die Identitäre Bewegung (IB) mit ihrem Hausprojekt „Flamberg“ gescheitert. Die Rechtsextremen um Mario Müller betreiben in dem vierstöckigen Haus in der Adam-Kuckhoff-Straße keine Bar mehr. Die Büroräume in dem Gebäude hat die IB ebenfalls schon geräumt. Auf dem neurechten Webportal sezession.net bestätigt der Portalbetreiber Götz Kubitschek am Donnerstag das Ende des Wohnprojekts. Mehr noch: Er spekuliert über das Aus der IB. Im April 2016 hatte der Leiter des Instituts für Staatspolitik (IfS) und hessische AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Lichert das Haus mit einer Grundfläche von 338 Quadratmetern für 330.000 Euro erworben. Knapp ein Jahr später, im Frühjahr 2017, zog die regionale Gruppe der IB in das Gebäude gleich gegenüber der Universität ein. (…) In diesem Jahr waren die Aktivitäten der IB in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 auch schon zurückgegangen. „Die Idee eines Zentrums hier in Halle ist gescheitert“, sagt Torsten Hahnel, Rechtsextremismusexperte von „Miteinander e.V.“. Den anhaltenden Protest gegen die Nutzer des Hauses nennt auch Hahnel als wichtigen Grund dafür, dass „das Leuchtturmprojekt nicht mehr leuchtet“. Gegen diesen Druck von Anwohner*innen, der Universität und der Stadt Halle hätte die IB kein Konzept gehabt. Mit ihrem Versuch, am 20. Juli einen Aufmarsch auszurichten, scheiterte sie zuletzt an breitem Protest. Hahnel denkt aber auch, dass „die Lebenslüge der IB, gewaltfrei zu sein“, längst entlarvt sei. IB-Anhänger*innen griffen aus dem Haus heraus unter anderem zwei Zivilbeamte an. Erst am Abend des 29. November durchsuchte die Polizei das Gebäude. Der Grund: Identitäre hatten Gäste einer Geburtstagsfeier in der Nähe angegriffen. Vier Menschen mussten medizinisch versorgt werden.

via tagesspiegel: Identitäre Bewegung räumt Hausprojekt – Identitäre ohne Zentrum

TuS/WE Hirschau wirft Rechtsradikalen aus dem Verein – #noIB #ausgründen

Weil er als Mitglied der rechtsextremen “Identitären Bewegung” aufgefallen war, zieht der TuS/WE Hirschau die Notbremse und schließt einen aktiven Fußballer aus. Ein Bericht unserer Redaktion hatte die Vereinsführung aufmerksam gemacht. Nach dem Amberger Kampfsportverein “MMA Fight Team” geht auch der TuS/WE Hirschau gegen Rechtsradikale in seinen Reihen vor. Der Vereinsbeirat habe einstimmig beschlossen, einen aktiven Fußballer auszuschließen, weil dieser sich bei der “Identitären Bewegung” (IB) in Amberg engagiert. Der Verein habe den Mann per Einschreiben über den Ausschluss informiert, teilte ein Vereinssprecher am Sonntag mit. Aufmerksam geworden sei der TuS durch einen Bericht der “Amberger Zeitung” über die Entscheidung des”MMA Fight Teams”, zwei Mitglieder auszuschließen. Beide waren zuvor als Teil der IB-Gruppe in Amberg aufgefallen. Der Zeitungsbericht hatte auf einen Beitrag bei aida-archiv.de zu dem Thema verwiesen. Dort fanden die TuS-Verantwortlichen dann Bilder, auf denen der Fußballer klar zu erkennen war.

via onetz: TuS/WE Hirschau wirft Rechtsradikalen aus dem Verein

Young Patriots’: Serbia’s Role in the European Far-right

An attempt to create a Serbian branch of the far-right Generation Identity failed, but the country remains central to the movement’s ‘great replacement’ narrative. Alexandar Vorkapic, a 29-year-old graphic designer from Serbia, first met members of the far-right Identitarian movement in 2014 in Lyon, while he was studying in France. They told Vorkapic that some like-minded activists in Serbia wanted to open a local branch of Generation Identity, the global far-right youth movement born in France and now a driving force behind the populist, far-right resurgence in Europe. However, he said, “The French were afraid the Serbs were neo-Nazis or fascists,” so they asked Vorkapic to check them out. On completing his studies the following year, in 2015, Vorkapic headed home. “I met these guys,” he told BIRN. “They were students, not Nazis or fascists. Just young patriots who wanted to get involved on the European political stage.” Within two years, the Serbian branch of Generation Identity was born, its core made up of disaffected young members of a party led by a firebrand ultranationalist called Vojislav Seselj, a rotund, 65-year-old convicted war criminal reviled across the Balkans for his blood-soaked rhetoric during the collapse of Yugoslavia in the 1990s. For some in the Serbian far-right, the Identitarians represented a chance to rebrand themselves in the image of a movement fronted by well-groomed millennials selling repackaged racism, a ‘blood and soil lite’ concept of “ethnopluralism” that has roots in the European New Right of the 1960s and stresses culture and identity rather than race and genetics. Serbia, after all, holds a special place in the far-right narrative in Europe, its loss of majority-Albanian Kosovo in a 1998-99 war held up as a case study of the ‘Islamic colonisation’ of ‘Christian land’, threatened anew, they say, since 2015 with the flow of mainly Muslim migrants and refugees from the Middle East, Africa and Asia to Europe’s shores.

via balkan insight: Young Patriots’: Serbia’s Role in the European Far-right

Vermummte prügeln #Partygäste – #Ermittlungen nach #Schlägerei in Emil-Abderhalden-Straße – #noIB #braune #schlägertruppe

Am Freitagabend gegen 23.40 Uhr wurde die Polizei in die Emil-Abderhalden-Straße gerufen. Nachdem, was bisher bekannt ist, feierten dort mehrere Personen auf der Straße einen Geburtstag. Zwei bis dato Unbekannte kamen hinzu und wollten mitfeiern, so die Meldung der Polizei. Dies wurde ihn verwehrt. Man geriet in Streit. Die beiden Unbekannten entfernten sich zunächst. Wenige Minuten später kam eine größere Personengruppe zurück. Einige dieser Personen waren vermummt. Aus dieser Personengruppe heraus soll dann jemand eine Bierflasche geworfen haben, welche aber niemanden traf. Daraufhin wurde aus dieser Gruppe heraus auf einen 19-Jährigen eingeschlagen. Vier männliche Personen (18 und 21 Jahre) kamen dem Geschädigten zu Hilfe und wurden ebenfalls geschlagen. Anschließend verschwanden die Angreifer in einem nahe gelegenen Haus. Nach unbestätigten Informationen soll es sich dabei um das Haus der Identitären Bewegung handeln. Das Gebäude wurde anschließend von der Polizei geöffnet und betreten. Im Haus befanden sich über 20 Personen. Die Polizei stellte deren Identitäten fest. Im Haus selbst fand die Polizei zwei sogenannte Sturmhauben auf, welche sichergestellt wurden

via mz web: Vermummte prügeln Partygäste Ermittlungen nach Schlägerei in Emil-Abderhalden-Straße