Pressemitteilung: Tod eines Demonstrationsteilnehmers der verbotenen „#Querdenker“-#Demonstration nach vorläufiger #Festnahme durch die #Polizei – #b0108

Am Sonntagabend ist ein 48-jähriger Mann in der Charité verstorben, nachdem er zuvor nach seiner vorläufigen Festnahme durch die Polizei im Verlauf des Verfahrens zur Identitätsfeststellung einen Herzinfarkt erlitten hatte. Das zur Aufklärung der Todesumstände bei der Staatsanwaltschaft eingeleitete Todesermittlungsverfahren hat folgenden vorläufigen Sachverhalt ergeben: Der 48-Jährige traf am Sonntagnachmittag als Teilnehmer eines Spontanaufzugs im Rahmen der verbotenen „Querdenker“-Demonstration auf eine Sperrkette der Polizei. Gegen 16.20 Uhr hat er die Sperre den Ermittlungsergebnissen zufolge durchbrochen und dabei einen Polizeibeamten umgerissen und verletzt, bevor dieser den später Verstorbenen verfolgen, zu Boden bringen und wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte vorläufig festnehmen konnte. Unmittelbar nach seiner Festnahme klagte der Mann über Schulterschmerzen, verzichtete aber zunächst auf die Hinzuziehung eines Arztes. Nach seinem Transport zur Identitätsfeststellung und weiteren Vorgangsbearbeitung in die Hiroschimastraße klagte der 48-Jährige erneut über Schmerzen, woraufhin die Polizeikräfte einen Rettungswagen anforderten, der wenige Minuten später eintraf. Gegenüber den Rettungskräften und dem hinzukommenden Notarzt wies er auf Brustschmerzen und ein Kribbeln in den Händen hin, bevor er in Gegenwart der Polizeibeamten und der Rettungskräfte kollabierte. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos, er verstarb am Abend auf der Intensivstation der Charité.

via generalstaatsanwaltschaft berlin: Pressemitteilung: Tod eines Demonstrationsteilnehmers der verbotenen „Querdenker“-Demonstration nach vorläufiger Festnahme durch die Polizei

Mit ihrer “Herz”-Geste wurde Polizistin zur Querdenker-Ikone – jetzt kommt Wahrheit ans Licht

Eine junge Polizistin aus Hessen, die bei einer “Querdenker”-Demo im März 2021 offen eine “Herz-Geste” zeigte, hat sich klar von Kritikern der Corona-Schutzmaßnahmen distanziert. Ihre Aktion hätte “keine politischen Motive” gehabt, versicherte die Beamtin in dem Disziplinarverfahren gegen sie. Fazit der Untersuchung: Die Polizistin verstieß gegen ihre Neutralitätspflicht. Corona-Leugner und Kritiker der staatlichen Pandemie-Bekämpfung feierten die Szene wie einen Sieg: Auf einer „Querdenker“-Demonstration in Kassel am 20. März 2021 formte eine Polizistin mit ihren Händen eine Herz-Geste und schien sich auf diese Weise mit den Gegnern des Regierungs-Kurses zu solidarisieren. Denn neben der Beamtin stand eine Frau mit einem Plakat: „Schützt unsere Kinder vor diesem WAHNSINN!“. Gemeint waren die Corona-Schutzmaßnahmen. (…) Ihre „Herz“-Geste hatte weder einen politischen Hintergrund noch war sie als Zustimmung für die „Querdenker“-Szene gedacht. Das ergaben die Ermittlungen gegen die Polizistin, wie FOCUS Online exklusiv erfuhr. „Die Beamtin ist einsichtig über die Wirkung der Abbildung, schließt jedoch glaubhaft politische Motive oder Sympathiebekundungen aus“, sagte Dominik Möller, Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, zu FOCUS Online. Der Kriminalhauptkommissar weiter: „Im Rahmen eines bereits abgeschlossenen Disziplinarverfahrens wurde nach Würdigung des Sachverhalts ein Verstoß gegen die Neutralitätspflicht festgestellt und eine dienstrechtliche Maßnahme verhängt.“ Warum die Polizistin ihre Finger zu einem Herz formte, teilte die Polizei nicht mit. Fake News von Corona-Leugnern: Polizistin nicht entlassen. Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung hätten sich nicht ergeben, so Möller. „Die Beamtin versieht weiterhin ihren Dienst auf einer Dienststelle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Osthessen.“ Damit entlarvt der Sprecher Meldungen über eine angebliche Suspendierung der Frau, die kurz nach der Demonstration von „Querdenkern“ in den sozialen Netzwerken gestreut wurden, endgültig als Fake-News. Disziplinarverfahren, Feststellung eines Verstoßes gegen die Neutralitätspflicht, dienstrechtliche Konsequenzen – all das zeigt, dass die Polizeibehörden den Vorfall mit ihrer Kollegin am Rande er „Querdenker“-Demo in Kassel sehr ernst nahmen. Mit der nunmehr abgeschlossenen Aufklärung steht fest, dass sich die Beamtin falsch verhalten hat, weil sie während des Einsatzes nicht neutral agierte.

via focus: Mit ihrer “Herz”-Geste wurde Polizistin zur Querdenker-Ikone – jetzt kommt Wahrheit ans Licht

siehe auch: Anti-#Corona-Proteste in #Kassel – “Ein Herz für #Querdenker”: #Polizistin wird für Geste auf #Demonstration massiv angegiftet . #polizeiproblem #covidioten #ks2003. Bei Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Kassel hat eine hessische Polizistin eine Herz-Geste gemacht und sich so offenbar mit den Gegnern des Regierungs-Kurses solidarisiert. In den sozialen Medien wird sie dafür angegriffen, aber auch gefeiert. Die Polizei nennt den Fall “ärgerlich”, warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen. Eine kleine Geste am Rande einer großen Demonstration: Eine junge Polizistin formt ihre Finger zu einem Herz. Neben ihr steht eine Frau in gelber Jacke, die vom Alter her die Mutter der Beamtin sein könnte. Um ihren Hals baumelt ein Plakat mit der Aufschrift: „Schützt unsere Kinder vor diesem WAHNSINN!“

screenshot twitter

Camp auf dem #Hallmarkt – #Klimaschützer in #Halle beklagen Provokationen durch Rechtsextreme

Das Klimacamp in Halle ist am Samstag gestartet. Und bereits in der ersten Nacht gab es unangenehmen Besuch. Mutmaßlich Rechtsextreme bepöbelten die Gruppe auf dem Hallmarkt. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Seit Samstag campieren junge Klimaschützerinnen und Klimaschützer aus ganz Deutschland in Halle auf dem Hallmarkt. Gleich in der ersten Nacht soll es zu Provokationen gekommen sein. Darüber informierte ein Sprecher des Klimacamps am Sonntag. Wie das Organisationsteam mitteilte, soll an den Provokationen unter anderem der regional bekannte Rechtsextreme Sven Liebich beteiligt gewesen sein. Die Polizei hat die Vorfälle geprüft, sieht aber keinen Anfangsverdacht für eine Straftat. Eine Anzeige liegt ebenfalls nicht vor, sagte eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN-ANHALT. Trotzdem sei man mit den Veranstaltenden regelmäßig im Austausch, um sicherzustellen, dass nichts passiert, hieß es weiter.

via mdr: Camp auf dem Hallmarkt – Klimaschützer in Halle beklagen Provokationen durch Rechtsextreme

Querdenken – BRUTAL UND HEMMUNGSLOS DURCH BERLIN – #terror

Insgesamt 17 Demos der „Querdenken“-Szene wurden für den 1. August 2021 in Berlin verboten. Noch am Samstagabend hatte das Oberverwaltungsgericht das Verbot des größten Aufzugs, mit 22.500 Teilnehmenden bestätigt. „Querdenken“-Chef Michael Ballweg hatte schon im Vorfeld angekündigt, das Verbot zu ignorieren. Den „Querdenker:innen“ gelang es in mehreren zum Teil großen Gruppen aus Richtung des Olympiastadiums im äußersten Berliner Westen in die Innenstadt zu ziehen. Dabei kam es immer wieder zu Übergriffen gegenüber Journalist:innen und der Polizei. 600 Personen wurden festgenommen. Es hat sich gezeigt, dass die Verschwörungsgläubigen zwar weniger, aber dafür immer radikaler und hemmungsloser werden. (…) Am Sonntag hatten es die „Querdenker:innen“ offenbar besonders auf Journalist:innen abgesehen. Jörg Reichel, der Berliner Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalisten- und Journalistinnen-Union Verdi, hatte tagsüber immer wieder über Flaschenwürfe, Pöbeleien und Angriffe auf Kolleg:innen berichtete. Als am Abend einer der unangemeldeten Demozüge durch Kreuzberg zog, wurde er von mehreren „Querdenker“-Aktivist:innen von seinem Fahrrad gezerrt, geschlagen und zusammengetreten. Nur das Eingreifen von Passant:innen konnte Schlimmeres verhindern. Reichel erlitt Verletzungen an der Schulter und an den Beinen und musste im Krankenhaus behandelt werden. An unterschiedlichen Stellen in der ganzen Stadt wurden immer wieder Polizist:innen angepöbelt, bespuckt und angegriffen. Videos belegen, wie hemmungslos die „Querdenker:innen“ dabei vorgehen. Auch auf Beamt:innen, die bereits auf dem Boden liegen, wird weiter eingeprügelt. In einem Video ist zu sehen, wie ein Journalist versucht, einen am Boden liegenden Polizisten vor dem wütenden Mob zu schützen.

via belltower: Querdenken – BRUTAL UND HEMMUNGSLOS DURCH BERLIN

Polizei-Bilanz – 950 Festnahmen bei “Querdenker”-Protesten – die meisten nicht aus Berlin

Bei den illegalen Protesten der “Querdenker”-Szene am Wochenende in Berlin sind fast 1.000 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Laut Polizei kamen die meisten von auswärts. Ein Demonstrant starb an einem Herzinfarkt. Die Polizei hat bei den nicht genehmigten Protesten gegen die Corona-Politik am Wochenende in Berlin 950 Menschen festgenommen. Diese Zahl nannte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Montag dem rbb. Die meisten davon wurden nur vorübergehend wegen Missachtung des Versammlungsverbotes festgenommen, aber auch wegen Gewalt oder Widerstands gegen Einsatzkräfte. Mehr als 60 Prozent der Festgenommenen kamen demnach nicht aus Berlin. Die Polizei leitete nach eigenen Angaben 503 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen tätlichen Angriffen, besonders schweren Landfriedensbruchs und Gefangenenbefreiung, Teilnahme an einer verbotenen Versammlung sowie Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. 75 verletzte Einsatzkräfte. Die Strategie, größere Versammlungen möglichst schnell zu stoppen, sei grundsätzlich richtig gewesen, so der Polizeisprecher. Die wechselnde Dynamik habe die Polizei aber vor eine schwierige Aufgabe gestellt. “Berlin ist eine große Stadt und wir können tatsächlich nicht jeden Straßenzug absperren”, sagte Cablitz. 75 Einsatzkräfte der Polizei wurden verletzt, die meisten davon nur leicht. Die Polizei hätte sich “grundsätzlich mehr” als die 2.000 eingesetzten Kräfte gewünscht, so Cablitz. Allerdings seien viele Einsatzkräfte der anderen Bundesländer derzeit in den Überschwemmungsgebieten gebunden. (…) Die Zahl der Festnahmen gab Geisel mit 967 an. Praktisch jeder fünfte Demonstrant sei einer Identitätsfeststellung unterzogen worden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wies auf die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr hin, die gezeigt hätten, dass es aus den Versammlungen heraus immer wieder zu schweren Straftaten komme. “Angesichts der enormen Gewaltbereitschaft und zahlreicher verletzter Kolleginnen und Kollegen war es richtig, entsprechende Demos vorab zu untersagen, so dass sich gar nicht erst Zehntausende versammeln konnten”, teilte der Sprecher der Berliner GdP, Benjamin Jendro, am Montag mit.
Am Montagmorgen wurde bekannt, dass ein 49-jähriger Teilnehmer der Proteste am Sonntag im Krankenhaus gestorben ist. Nach Angaben der Partei “Die Basis” handelt es sich um einen Mitgründer des Landesverbands NRW. Wie die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, erlitt der Mann einen Herzinfarkt. Das habe die Obduktion ergeben. Hinweise auf “todesursächliche äußere Gewalteinwirkung” im Rahmen der Festnahme lägen nicht vor. Die Todesermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Den Angaben zufolge hatte er eine Sperrkette der Polizei durchbrochen, dabei einen Polizeibeamten umgerissen und verletzt. Der Polizist habe ihn daraufhin verfolgt, zu Boden gebracht und vorläufig festgenommen. Unmittelbar danach habe der Mann über Schulterschmerzen geklagt, aber zunächst auf einen Arzt verzichtet. Später habe er erneut über Schmerzen geklagt, so dass die Polizei einen Rettungswagen angefordert habe, der nach wenigen Minuten eingetroffen sei. Nachdem er gegenüber den Rettungskräften und einem Notarzt auf Brustschmerzen und Kribbeln in den Händen hingewiesen habe, sei er kollabiert. “Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos, er verstarb am Abend auf der Intensivstation der Charité”, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Bei den Protesten wurde am Sonntag auch der Gewerkschaftsvertreter Jörg Reichel angegriffen und verletzt. Reichel ist der Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in Berlin-Brandenburg. Er wurde von Teilnehmern der eigentlich verbotenen “Querdenken”-Demonstration vom Fahrrad gezerrt, geschlagen und getreten. Zuerst hatte der “Tagesspiegel” berichtet. Die Polizei leitete wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchtem Diebstahl ein Ermittlungsverfahren ein, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte. Die Bundesregierung verurteilte die Gewalttat gegen Reichel scharf. Der Angriff sei absolut unverständlich und zu verurteilen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer und sprach von einem “Missbrauch des Demonstrationsrechts”. Dem Tagesspiegel zufolge ließen die Täter erst durch das Eingreifen von Passanten von Reichel ab. Der Gewerkschaftler soll Verletzungen an Schulter und Beinen erlitten haben

via rbb: Polizei-Bilanz – 950 Festnahmen bei “Querdenker”-Protesten – die meisten nicht aus Berlin

dju in ver.di bestürzt über brutalen Angriff auf Kollegen bei Querdenken-Aufmarsch in Berlin

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di verurteilt die brutale Attacke auf ihren Landesgeschäftsführer in Berlin-Brandenburg, Jörg Reichel, durch Teilnehmer einer nicht genehmigten „Querdenken“-Demonstration in Berlin. „Wir sind zutiefst bestürzt und stehen solidarisch an der Seite unseres Kollegen, der seit dem vergangenen Jahr unter großem persönlichen Einsatz die Kundgebungen der sogenannten Querdenker beobachtet und dort für die Medienschaffenden und die Pressefreiheit eintritt“, erklärte die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di, Monique Hofmann.
Laut einem Bericht des Tagesspiegels sei Reichel in Berlin Kreuzberg von mehreren Personen, die den Aufzug offenbar zuvor koordinierten, vom Fahrrad gezerrt und dann geschlagen und getreten worden. Erst durch das Eingreifen von Passanten hätten sie von ihm abgelassen. Der Gewerkschafter habe Verletzungen an Schulter und Beinen erlitten und befinde sich derzeit im Krankenhaus. „Wir konnten unseren Kollegen bisher noch nicht erreichen, werden ihm aber jede erdenkliche Unterstützung zukommen lassen. Wir werden alles daran setzen, dass die Täter schnell ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden“, kündigte Hofmann an. Reichel sei bereits seit Monaten von Personen aus der Querdenken-Szene diffamiert und bedroht worden, sagte die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di. Sein Name und Foto kursierten in einschlägigen Telegram-Kanälen. „Jörg hat sich davon nicht einschüchtern lassen und weitergemacht. Er hat zahllose Journalistinnen und Journalisten, die von diesen Demos berichten, unterstützt und sich dafür eingesetzt, dass sie sicher arbeiten können. Für dieses Engagement als Gewerkschafter ist er nun selbst offenbar gezielt angegriffen worden. Wir hoffen, unser Kollege kommt schnell wieder auf die Beine und wünschen ihm gute Besserung“, so Hofmann.

via dju in ver.di: dju in ver.di bestürzt über brutalen Angriff auf Kollegen bei Querdenken-Aufmarsch in Berlin

Nach #Verbot von #Corona-Protesten – Tausende #Querdenker irren durch #Berlin – fast 600 #Festnahmen, #Gewerkschafter attackiert – #terror #pack #superspreader #polizeiversagen

Blockaden, durchbrochene Polizeiketten, wiederholt Rangeleien + Straße des 17. Juni und Alexanderplatz geräumt + Demo vor SPD-Zentrale abgedrängt. Alle großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen hat die Berliner Polizei für dieses Wochenende verboten. Die Querdenker mobilisieren trotzdem. Tausende ziehen durch Berlin, die Polizei ist im Großeinsatz. Zwischenbilanz: Querdenker wirken orientierungslos – 500 Festnahmen. Die Proteste in Kreuzberg haben sich inzwischen zerstreut, dafür nimmt die Menge am Alexanderplatz zu. Eine szenebekannte Aktivistin verkündet auf Youtube, es sei ein Fehler gewesen, die Menschen morgens “acht Kilometer weit in die Pampa zu schicken”, so weit vom Regierungsviertel entfernt. Sie stört sich auch daran, dass Teilnehmer neben ihr zum Lied “Looking For Freedom” tanzen. Der Autokorso, der am Olympiastadion starten und dann ins Zentrum ziehen sollte, wurde offenbar bereits nach einem Kilometer Wegstrecke gestoppt. Bis zum späten Nachmittag hat die Polizei heute laut Sprecher “rund 500 Festnahmen und vorübergehende Festnahmen” durchgeführt. Alle Brennpunkte zusammengerechnet, hält die Polizei eine Teilnehmerzahl von 5000 Personen für realistisch. Mehrfach wurden Polizeiketten durchbrochen. Der  Verschwörungsideologe Markus Haintz regt sich am Alexanderplatz darüber auf, dass die Polizei Hunde mitgebracht hat. Die Masken- und Abstandgebote werden, wie schon den ganzen Tag über, auch hier systematisch missachtet. Auf Youtube, Dlive und Telegram beklagen sich Verschwörungsgläubige über das Verhalten der Polizei. Der rechte Youtuber Ignaz Bearth  beschimpft Polizisten als “feige, kleine Ratten” und “brutale Psychopaten”, die jedoch schon bald, nach dem Umsturz, vom Volk gerichtet würden.  Bearth verspricht: “Wir werden keinen vergessen.” (…) Der Berliner Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalisten – und Journalistinnenunion in Verdi, Jörg Reichel, ist nach Tagesspiegel-Informationen Opfer einer brutalen Attacke aus Reihen einer der illegalen „Querdenken“-Demonstrationen geworden. An der Köthener Straße, Ecke Bernburger Straße in Kreuzberg wurde Reichel übereinstimmenden Berichten zufolge an der Spitze einer nicht genehmigten Demonstration von mehreren Personen, die den Aufzug zuvor offenbar koordinierten, vom Fahrrad gezerrt.  Anschließend wurde er geschlagen und getreten, gleichzeitig wurde versucht, ihm das Handy abzunehmen. Nur durch das Eingreifen von Passanten ließen die Täter von Reichel ab. Der Verdi-Gewerkschaftler erlitt Verletzungen an der Schulter und den Beinen und befindet sich aktuell im Krankenhaus. 

via tagesspiegel: Nach Verbot von Corona-Protesten – Tausende Querdenker irren durch Berlin – fast 600 Festnahmen, Gewerkschafter attackiert

siehe auch: »Querdenker«-Demonstranten attackieren Polizisten. Trotz mehrerer Demo-Verbote haben sich Tausende Menschen in Berlin versammelt, um gegen Coronamaßnahmen zu demonstrieren. Es komme zu Angriffen auf Einsatzkräfte, teilte die Polizei mit. Nach dem Verbot mehrerer Demonstrationen auch aus der »Querdenker«-Szene kontrolliert die Berliner Polizei großflächig in der Stadt. Laut Angaben einer Polizeisprecherin versammelten sich am späten Vormittag zunächst mehr als tausend Menschen im Umfeld des Olympischen Platzes. Teilweise hätten Leute versucht, Absperrungen zu durchbrechen. »Hierbei musste in einzelnen Fällen körperliche Gewalt angewendet werden«, sagte die Polizeisprecherin am Sonntagvormittag. Querdenker in Berlin: Keine Masken, kein Abstand – dafür viel Aggression Eigentlich waren alle Demonstrationen von Coronaleugnern und Maßnahmengegnern in der Hauptstadt verboten worden. Trotzdem kamenden Tausende – und sorgten für Ausschreitungen. (…) Laut Tagesspiegel herrsche »Ausnahmezustand« in Charlottenburg. Auf Twitter verbreiten sich Videos, die zeigen sollen, wie Polizeiketten durchbrochen werden oder wie Demo-Züge nahezu ohne polizeiliche Begleitung durch die Stadt marschieren. Die Polizei hatte zuvor angekündigt, dass sie in der Stadt mit bis zu 2250 Kräften im Einsatz sein werde. Inzwischen fahren auch Wasserwerfer auf. Die Polizei bestätigt, dass Absperrungen überrannt und Einsatzkräfte angegriffen werden; Querdenker ziehen quer durch Berlin – Verkehrschaos und rund 500 Festnahmen! Die Berliner Polizei ist trotz des Verbots von 13 Demonstrationen zur Corona-Pandemie das gesamte Wochenende mit einem großen Aufgebot im Stadtgebiet unterwegs. Am Sonntag zeigte sich, dass die Beamten gefordert sind! Denn trotz Verbots versammelten sich sogenannte „Querdenker“, vor allem im Berliner Westen. Trotz Verbots versammelten sich sogenannte „Querdenker“ – bisher an zwei Hotspots: im Berliner Westen um den Bahnhof Zoo und an der Siegessäule. (…) Nachdem die Demonstranten an der Siegessäule von der Polizei gestoppt wurden, verteilten sie sich in der Stadt. Dabei zogen sie über den Tiergarten nach Charlottenburg, nach Schöneberg und ein Teil von ihnen später auch nach Kreuzberg. Die Polizei war dabei zu großen Teilen kaum oder gar nicht zu sehen, die Straßen waren nicht abgesperrt. So konnten die Corona-Regel-Gegner weitestgehend ungestört über die Straßen ziehen, es kam stellenweise zu einem massiven Verkehrschaos.  Ecke Zoologischer Garten am Mittag: Demonstranten ziehen vom Zoo in Richtung Tauentzien nahe Kurfürstendamm. Aufnahmen von dort zeigen, dass die Demonstranten unkontrolliert über die Straße gehen, von den wenigen Polizisten nicht aufgehalten werden können; Tausende “Querdenker” ziehen teils ungehindert durch Berlin. Die Verbote haben viele “Querdenker” nicht abgeschreckt – in Berlin zogen am Sonntag tausende Demonstranten durch die Stadt. Die Polizei drohte einerseits mit Wasserwerfern, war an anderer Stelle aber kaum präsent. Trotz des Verbots mehrerer Demonstrationen auch aus der “Querdenker”-Szene sind am Sonntag in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Nach Angaben von Polizeisprecher Thilo Cablitz handelte es sich insgesamt um etwa 5.000 Menschen; “Querdenken” in Berlin – Chronisch unterschätzt. Trotz Demonstrationsverbot bringt die Bewegung erneut Tausende Anhänger auf die Straße, unter ihnen auch Rechtsextreme. Die Polizei kann über weite Strecken nur zusehen. (…) Zunächst scheint es, als würde an diesem Tag, der aus Sicht von “Querdenken” den Auftakt eines “Sommer des Friedens” bilden sollte, nicht viel mehr stattfinden als ein weiterer Autokorso. Auf dem Parkplatz des Olympiastadion versammeln sich Wohnwagen, Kombis und Kleinbusse aus Starnberg, Ludwigslust und Meißen. Demonstranten, die den Aufzug zu Fuß begleiten wollen, schickt die Polizei wieder weg. Zu spät erkennen die Beamten, dass in den Telegram-Gruppen bereits ein weiterer Treffpunkt nicht weit vom Olympiastadion kursiert, sie unterschätzen, wie viele Menschen sich spontan auf den Weg machen. Kurz vor elf Uhr sperrt die Polizei die Brücke ab, die Richtung U-Bahn-Station Neu-Westend führt. Da steht ihr schon eine große brüllende Gruppe von Demonstranten gegenüber. Einzelne Beamten werden als “feige Sau” beschimpft, immer wieder kommt es zu Rangeleien. Sie freuen sich über durchbrochene Polizeiketten und singen “Bella Ciao”
Es dauert nur wenige Minuten, bis die Demonstranten durch die Kette brechen. Zwei Beamte stehen Rücken an Rücken, eine ältere Frauen versucht, sie zu schubsen, woraufhin ein Polizist sein Pfefferspray zückt. Am Ende können die Beamten nur noch dabei zusehen, wie die Menschen jubelnd die Straße entlanglaufen. “Guck dir das an”, sagt einer. Es klingt hilflos.
Von diesem Moment an liefert sich die Polizei, die nach eigenen Angaben mit 2 250 Beamten im Einsatz ist, ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel in den Straßenzügen Berlins. Tausende versuchen vom Westend Richtung Stadtzentrum zu laufen. Mit Straßensperren lenkt die Polizei die Demonstranten zunächst Richtung Messegelände, versucht, sie in kleinere Gruppen aufzuteilen, muss von Beamten gebildete Ketten jedoch wieder auflösen. Als es dann schließlich doch nicht mehr weitergeht, drehen die Demonstranten wieder um. “Querdenken” veröffentlicht in den Telegram-Gruppen immer wieder neue Treffpunkte. Ein weiterer Demonstrationszug, angeführt vom Verschwörungsideologen Samuel Eckert und “Querdenken”-Anwalt Ralf Ludwig, zieht weiter durchs Westend. An verschiedenen Plätzen und Straßen kommt es immer wieder zu spontanen Ansammlungen. Die Strategie, so die Polizeikräfte auseinanderzuziehen, geht schließlich auf. Am Abend wird die Polizei von insgesamt etwa 5000 Teilnehmern sprechen und von rund 500 Festnahmen.