Neonazi organisiert Impfgegner-Demonstrationen in Lünen

Ein Neonazi hat in den vergangenen Wochen die Demonstrationen von Impfgegnern in Lünen organisiert. Die Teilnehmer stört das nicht. Protest kommt aus der Lüner Zivilgesellschaft. In vielen Städten laufen Rechtsextreme bei den Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen mit. In Dortmund distanziert sich die Anmelderin immer wieder von den Rechten. Anders ist es in Lünen: Hier werden die Demonstrationen sogar von einem Neonazi organisiert. Der Anmelder heißt André Machill. Er selbst leugnet seine Zugehörigkeit zur rechten Szene und bezeichnet die Vorwürfe als Kampagne der Medien. Dennoch hat er an einem “Trauermarsch” für den Neonazi-Führer Siegfried Borchardt teilgenommen. (…) Machill ist seit Jahren Teil der rechten Szene und hat mehrfach an Demonstrationen der militanten Dortmunder Neonazi-Partei “Die Rechte” teilgenommen. Demonstranten wollen sich von Neonazi nicht distanzieren Die Teilnehmer wollen vom politischen Hintergrund ihres Organisators nichts wissen. Eine Instrumentalisierung durch rechte Kräfte sehen sie nicht.

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#Versammlungslage in #Rostock – #Polizei zieht Bilanz

Erneut hat es in der Hansestadt Rostock mehrere Versammlungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gegeben. Erneuter Startpunkt eines Versammlungszuges war die August-Bebel-Straße in der Rostocker Innenstadt. Immer wieder wurde seitens der Polizei auf die Auflage einer vorgeschriebenen Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen. Noch bevor sich der Zug in Bewegung setzen konnte, wurde die Versammlung von der Versammlungsleiterin für beendet erklärt. “Ich bedaure, dass es der Versammlungsleitung wieder nicht gelungen ist, einen auflagenkonformen Aufzug zu bilden”, so Achim Segebarth. Als ein Teil des Aufzuges versuchte, sich in entgegengesetzter Richtung zu bewegen, konnte dies durch ein Aufstoppen durch die Polizeikräfte verhindert werden. Währenddessen kam es zu Flaschen- und Böllerwürfen auf Einsatzkräfte. Pfefferspray musste eingesetzt werden. Durch die polizeilichen Maßnahmen konnten mehrere Personen festgestellt werden, die im dringenden Verdacht stehen, Polizeikräfte angegriffen zu haben. Es wurden Anzeigen wegen schweren Landfriedensbruchs aufgenommen und 11 Personen in Gewahrsam genommen. Mehrere Hundert Personen wurden zum Zweck der Identitätsfeststellung wegen der Auflagenverstöße in der August-Bebel-Straße angehalten. Diese Maßnahmen zog sich über einige Stunden hin. Dabei wurden auch gefährliche Gegenstände wie selbstgebaute Pyrotechnik und ein sogenannter Schießkugelschreiber und Munition aufgefunden. “Erneut mussten wir feststellen, dass sich gewaltbereite Personen unter die Demonstrationsteilnehmer gemischt und die direkte Konfrontation mit der Polizei gesucht haben. Auch das Vorhandensein einer schussbereiten Waffe sowie Munition ist eine äußerst gefährliche und besorgniserregende Entwicklung.”, so Achim Segebarth, Polizeiführer und Leiter der Polizeiinspektion Rostock. Wie auch in der Vorwoche konnten um die 50 Personen der gewaltbereiten Fußballszene zugeordnet werden. (…) Es wurden weitere Anzeigen u.a. wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffengesetz aufgenommen. Zudem konnten 257 Verstöße gegen die Corona-Landesverordnung festgestellt werden.

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#Pandemie – Tschechische Musikerin stirbt nach absichtlicher #Corona-#Infektion – #covidioten

Weil Sie sich nicht mit einer Impfung vor einer schweren Covid-19-Erkrankung schützen wollte, ist eine tschechische Sängerin gestorben. Eine tschechische Folk-Musikerin ist nach einer absichtlichen Coronavirus-Infektion an Covid-19 gestorben. Hana Horka, Sängerin der Band Asonance, starb am Sonntag im Alter von 57 Jahren, wie ihr Sohn Jan Rek dem Radiosender iRozhlas.cz sagte. Rek zufolge hatte sie sich bewusst dem Virus ausgesetzt, weil sie eine Impfung umgehen wollte. Dazu habe sie sich entschlossen, nachdem ihr geimpfter Mann und ihr ebenfalls geimpfter Sohn erkrankt waren. „Sie beschloss, einfach normal mit uns zu leben und sich zu infizieren, anstatt sich impfen zu lassen“, schilderte Rek. Er machte örtliche Vertreter der Impfgegner-Bewegung für Horkas Tod verantwortlich. Diese hätten „Blut an ihren Händen“, weil sie seine Mutter gegen die Corona-Impfung aufgebracht hätten. „Ich weiß genau, wer sie beeinflusst hat. Es macht mich traurig, dass sie Fremden mehr geglaubt hat als ihrer eigenen Familie“, sagte der Sohn.

via berliner kurier: Pandemie – Tschechische Musikerin stirbt nach absichtlicher Corona-Infektion

Auf #Corona-Demo ausgetickt – In #Berlin verurteilt: Der Sachse, der den #Reichstag stürmte – #terror #LockHimUp #Vigilantismus 

Er reiste aus einem 300 Kilometer entfernten Ort an und wurde nach einer Corona-Demo als Randalierer und Flaschen-Werfer abgeführt. Nun wurde Heiko M. (50) aus Sachsen verurteilt. Ein Hausmeister – „mit Nebengewerbe Veranstaltungstechnik“. Keine Vorstrafen. Seine Frau hat ein Kosmetikstudio. Heiko M.: „Wir haben das ganze Geld in das Studio meiner Frau gesteckt, dann die Pandemie – wir mussten komplett schließen, uns hat es den Boden unter den Füßen weggezogen.“ Am 18. November 2020 fuhren sie nach Berlin, um im Regierungsviertel zu demonstrieren. (…) Rund 7000 Gegner der Corona-Maßnahmen, Corona-Leugner, auch Rechtsextremisten hatten sich vor dem Brandenburger Tor versammelt. Masken wurden kaum getragen, Abstände nicht eingehalten. Wegen der massenhaften Verstöße gegen Hygieneregeln löste die Polizei die Demo auf. Hartnäckig zeigten sich viele Teilnehmer. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein – erstmals seit Jahren in Berlin. Für die Demonstranten sollte es ungemütlich werden – man wollte sie aber nur nass machen. Deshalb wurde kein harter Strahl eingesetzt, sondern „Sprühnebel“.
Ein Beamter: „Der Druck wurde immer größer, sie wollten zum Reichstag.“ Steine, Glasflaschen, Böller flogen in Richtung Polizei. Heiko M. soll sich nach Beendigung der Demo in einer Menge von 100 bis 150 teils vermummten Menschen befunden haben, aus deren Mitte zur Stürmung des Bundestags aufgerufen wurde. Wie es Chaoten zweieinhalb Monate zuvor versucht hatten – sie durchbrachen eine Absperrung, stürmten auf die Reichstagstreppe. Doch Polizisten konnten sie zurückdrängen. Zwei Beamte bestätigten: M. habe erst eine, dann noch einmal vier bis fünf Flaschen geworfen. Ein Polizist: „Er nahm Flaschen, die auf einer Grünfläche standen.“ Er habe ihn im Blick gehabt. (…) Heiko M. wurde des besonders schweren Landfriedensbruchs sowie der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig gesprochen. Die Strafe: Ein Jahr und acht Monate Haft auf Bewährung.

via berliner kurier: Auf Corona-Demo ausgetickt – In Berlin verurteilt: Der Sachse, der den Reichstag stürmte

#MZWNews – DAS PORTAL HINTER DER „#OFFLINEVERNETZUNG” – #terror

Eine Frontal-Recherche enthüllt Verbindungen der Gruppe „Dresden Offlinevernetzung“ zu MZW News und dem amerikanischen Neonazi-Betreiber der Seite. Was steckt hinter der Seite und wer ist der Betreiber? Anfang Dezember enthüllt das ZDF-Magazin Frontal, dass einige Mitglieder einer Telegram-Gruppe Mordpläne gegenüber dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmar und weiteren Landespolitiker:innen geschmiedet haben sollen. Dabei soll die Gruppe „Dresden Offlinevernetzung“ mit den MZW News des amerikanischen Neonazis John de Nugent kooperiert haben. Die Zusammenarbeit habe „das Ganze noch mal befeuert“, sagte in einem der Audio-Chats Teilnehmer Daniel, der mutmaßliche Gruppengründer. Bei ihm handelt es sich um Daniel G. aus Dresden. Auf Telegram ist G. ist überzeugt, ohne MZW News wäre die Gruppe „nicht größer als 60 Leute“. So waren es rund 100. Die Berichterstattung des ZDF machte weltweite Schlagzeichen, es kam infolge des Berichts zu sechs Hausdurchsuchungen bei fünf Beschuldigten. Im Mittelpunkt der Razzia stand dabei Daniel G., der Vorwurf: Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Die Ermittler:innen stießen auf Armbrüste, Schwarzpulver und Waffenteile.  Im August 2021 wird die Gruppe „Dresden Offlinevernetzung“ gegründet, als Gründungsmitglied ist Daniel G. von Anfang an mit dabei. Wenig später nimmt das Neonazi-Netzwerk MZW News Kontakt zur Dresdner Gruppe auf. Dabei teilen sie zunächst Inhalte vom jeweils anderen Kanal bei sich. Im Herbst startet MZW News dann eine eigene übergeordnete Gruppe: „Offlinevernetzung“ heißt sie. Daraus entstehen dann wiederrum eigene Untergruppen. Laut Frontal gab es darin Aufrufe zur Bildung von Terrorzellen: „Bildet kleine Gruppen von max. 15 Leuten und fangt an, effektiv aufzuräumen!“ heißt es dort. Angefügt wird ein Kriegshandbuch mit Anleitungen zu Terroranschlägen. (…) Zu MZW News gehört aber mehr als nur die Website. Neben einer Video-Streaming-Platform betreiben sie auch eine alternative Social-Media-Plattform „YouProfil“. Die 2014 gegründete Seite verzeichnet laut eigenen Angaben über 850.000 weltweite Web-Abonennt:innen. Im Impressum wird eine Adresse in Michigan angegeben. Als Ansprechpartner wird John de Nugent aufgeführt, ein amerikanischer Neonazi. Er ist der Betreiber der Seite. Wer ist John de Nugent? John de Nugent ist ein US-amerikanischer rechtsextremer Vielschreiber, der seit vielen Jahren aktiv verschiedene Internetseiten betreibt. Selbst beschreibt er sich als „Ami mit deutschem Herzen! Ein reinkarnierter Deutscher im Außendienst fürs Reich“ und betreibt die neben MZW News noch weitere antisemitische Websites. Daneben verfasste er auch eine Vielzahl an Artikeln für The Barnes Review, eine antisemitische Zeitschrift, für die er auch als Mitherausgeber fungiert.

via belltower: MZWNews – DAS PORTAL HINTER DER „OFFLINEVERNETZUNG”

Für Fans von Trump und der AfD: Der rechte Hype um das soziale Netzwerk Gettr

Der Twitter-Klon Gettr wird auch bei deutschen Rechten zunehmend beliebter. Hinter dem sozialen Netzwerk steckt der frühere Pressesprecher von Ex-US-Präsident Donald Trump, Jason Miller. Um in der rechten Szene in Deutschland zu punkten, promotet das Netzwerk auch rechtsextreme Medien, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Der frühere Verfassungsschutzchef hat einen Account, die AfD seit Kurzem auch, eine ganze Reihe rechter Journalisten, Aktivistinnen und prominenter „Querdenker“ ohnehin: Der Twitter-Klon Gettr wird auch in Deutschland in einigen Kreisen zunehmend populär. Wer ist dort aktiv und wer steckt hinter dem neuen Netzwerk? Auf den ersten Blick unterscheidet sich Gettr kaum von seinem Vorbild Twitter. Vor allem die Farbgebung springt ins Auge: Statt dem einprägsamen Twitter-Hellblau setzt der rechte Klon auf ein tiefes Rot. Eine Fackel ziert das Logo des Netzwerks. Der wichtigste technische Unterschied: Im Gegensatz zu den knappen 280 Zeichen, die für eine Kurznachricht auf Twitter zur Verfügung stehen, sind es bei Gettr bis zu 777 Zeichen. Gettr wurde im vergangenen Sommer von Jason Miller gegründet, der zuvor als Pressesprecher und Kommunikationsstratege für Donald Trump gearbeitet hatte (…) Mit ihrem Versprechen der „Zensurfreiheit“ richtet sich die Plattform weltweit vor allem an breites Spektrum rechter Nutzerinnen und Nutzer – von Rechtskonservativen bis hin zu Rechtsextremen – die fürchten, auf den etablierten sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und Youtube gesperrt zu werden. Seit Jahren gehen diese Plattformen stärker gegen Hassrede, aber auch gegen medizinische Falschinformationen in der Corona-Krise und gegen die Verbreitung mancher Verschwörungserzählungen vor. Rechtsextreme Inhalte und auch die Accounts einiger rechter und rechtsextremer Gruppen und Einzelpersonen wurden gerade in Deutschland zunehmend gesperrt und gelöscht.

via rnd: Für Fans von Trump und der AfD: Der rechte Hype um das soziale Netzwerk Gettr

Radikale Proteste – “Telegram ist der Brandbeschleuniger”

Politik und Bundeskriminalamt gehen den Messengerdienst wegen rechtswidriger Inhalte hart an. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hält aber auch eine härtere Gangart des Verfassungsschutzes gegen die AfD für “unumgänglich”. In Deutschland wächst der Druck auf den umstrittenen Messengerdienst Telegram. “Telegram ist der Brandbeschleuniger der Verschwörungsschwurbler, Coronaleugner und Staatsverdrossenen”, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) der Süddeutschen Zeitung. “Hier werden unverblümt auch in offen einsehbaren Gruppen Mordpläne artikuliert und vermeintliche Spaziergänge geplant, um den Staat unter versuchter Umgehung des Versammlungsrechts vorzuführen”, warnte Pistorius und kündigte an: “Das kann so nicht weitergehen. Wir müssen maximalen Druck auf das Unternehmen ausüben (…) Das BKA übte am Montag erstmals auch öffentlich scharfe Kritik an dem Unternehmen. Der zunehmend auch als soziales Netzwerk genutzte Dienst komme “erfahrungsgemäß Anregungen zur Löschung von rechtsextremistischen Inhalten größtenteils nicht nach”, erklärte das Bundeskriminalamt. “Es ist nicht erkennbar, dass Telegram regulierend eingreift und derartige Gruppen oder Kanäle eigenständig sperrt.”

via sz: Radikale Proteste – “Telegram ist der Brandbeschleuniger”