Globalisierung: Die Angst der NPD vor dem “Volkstod”

Globalisierung: Die Angst der NPD vor dem “Volkstod” | tagesschau.de
Etwa 1500 Rechtsextremisten wollen am 2. Juni in Schwerin gegen den G8-Gipfel demonstrieren. Die Globalisierung lehnen NPD und Neonazis strikt ab, da sie diese als eine substanzielle Bedrohung sehen. In ihrer Globalisierungskritik finden sich aber auch Parolen, die bisweilen von links zu hören sind. (…) Für die rechtsextreme NPD und weitere Neonazi-Organisationen kommt die Globalisierung offenbar wie der Leibhaftige daher: Es drohe die Gefahr des “Volkstodes”, die “politkriminelle Klasse der BRD” handele “aus nationalem Selbsthass und Selbstzerstörungstrieb”, Deutschland werde als bestandsfähige Wirtschaftseinheit gefährdet. Urheber dieser apokalyptischen Visionen im völkischen Duktus: Jürgen Gansel, Vordenker der NPD-Fraktion in Sachsen. In seinem noch nicht veröffentlichten Beitrag für die Parteizeitung “Deutsche Stimme” zum NPD-Aufmarsch am 2. Juni in Schwerin warnt er zum wiederholten Male in drastischen Worten vor den Zielen des “Großen Geldes”.

Solidarität mit Knast-„Kameraden“

Bnr.de – Solidarität mit Knast-„Kameraden“
Unter dem Motto „Gesinnungsparagraphen abschaffen! – Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!” wollen am 30. Juni Neonazis in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford aufmarschieren. Veranstalter sind die Nationale Offensive Schaumburg um den wegen Volksverhetzung verurteilten Markus Winter und Freie Kräfte NRW. Erinnert werden soll unter anderem an die inhaftierten Rechtsextremisten Michael Regener (NPD-Mitglied, Ex-Sänger der kriminellen Vereinigung „Landser“), Axel Reitz (Kader des neonazistischen KDS) sowie die Holocaust-Leugner Ernst Zündel und Germar Rudolf.

Bayreuth: Polizei verhindert Neonazi-Konzert

Bayreuth: Polizei verhindert Neonazi-Konzert | ramasuri.de
Die Bayreuther Polizei hat ein Konzert von Neonazis schon im Vorfeld unterbunden. Unter dem Deckmantel einer Party mieteten die Skinheads eine Halle in Bayreuth

siehe auch: “Geile Feier” im Kellerlokal. Kein Glück hatten Skinheads am Wochenende in Oberfranken: gleich zweimal fielen Rechtsrock-Konzerte ins Wasser. Ungestört konnten sie dann aber in Amberg (Oberpfalz) bis in die frühen Morgenstunden feiern – in einem Lokal, das bereits früher als Ausweichort für eine verhinderte Nazimusik-Veranstaltung aufgefallen war. Für den Samstagabend hatte zunächst die “Patriotische Runde Kronach” unter Leitung von Kai Limmer, zugleich Vorsitzender des NPD-Bezirks Oberfranken, ein Konzert im Landkreis Lichtenfels geplant. Nach Erkenntnissen örtlicher Szenekenner sollten die Bands “Asathor” (Thüringen), “Feldherren” (München), “Nordfront” (Hannover) und “Frontalkraft” (Cottbus) spielen.
Am Mittwoch musste Limmer jedoch absagen: eine “Hetzkampagne der Lokalpresse” und “massive Einschüchterung unserer Wirtsleute durch die Medienmafia” sei schuld daran, dass die Vermieter abgesagt hätten. Das Konzert könne “mangels Ausweichlokalität” nicht stattfinden.
Wenig Glück hatten Rechtsrock-Konsumenten auch im gerade mal 40 Kilometer entfernten Bayreuth, wo für eine “private Feier” eine Halle gemietet wurde. Hier sollten die Bands “externer LinkPropaganda” (Horb, Baden-Württemberg), “Soko 18” (Franken), “Cherusker” (Zittau, Sachsen), SKD (Gotha, Thüringen) und “Spreegeschwader” (Berlin) spielen, wie es in einem Neonazi-Forum heißt. Offenbar hatten jedoch die Ordnungshüter Wind von der Sache bekommen und informierten den Vermieter über den wahren Hintergrund der Veranstaltung. Der getäuschte Hallen-Eigentümer trat sofort von dem Mietvertrag zurück. Für eine Ersatzveranstaltung erteilte das städtische Ordnungsamt keine Erlaubnis. Die beiden Bands “SKD” und “Soko 18” erlebten hier bereits das zweite Konzert innerhalb weniger Tage, das durch die Polizei beendet oder verhindert wurde: eine Woche vorher hatte die thüringische Polizei ein ebenfalls als “private Geburtstagsfeier” deklariertes Konzert in Arnstadt-Rudisleben aufgelöst. (…)
Dennoch war der Abend für die Rechtsextremen noch nicht gelaufen. Per Bahn ging es weiter nach Amberg, wo die etwa 200 Neonazis zwar ebenfalls von der Polizei in Empfang genommen wurden, aber nach kurzem Fußmarsch vom Bahnhof unbehelligt im “Pilspub 500” feiern konnten. Die Kreisstadt in der Oberpfalz hat bis heute einen “guten Ruf” in der rechten Szene: Amberg war Sitz der “Sektion Bayern” des internationalen Neonazi-Skinhead-Netzwerkes “Blood and Honour”, das in Deutschland im September 2000 verboten wurde. In der “Rock-Kellerkneipe” spielten dann auf: “Noise of Hate” ((Amberg), “Sturmpropheten” (Stuttgart), “Feldherren” und “Spreegeschwader”. Vorgetragen wurden unter anderem auch Lieder der als kriminelle Vereinigung verurteilten Berliner Band “Landser”. Laut der Amberger Zeitung verließen die letzten Gäste erst in den frühen Morgenstunden das Lokal, das in dem Blatt als “ein bekannter Treff der Rechten in Amberg” bezeichnet wurde.

“Bild” macht aus Neonazis “Autonome”

“Bild” macht aus Neonazis “Autonome” « BILDblog
manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern – werch ein illtum (Ernst Jandl)

Gestern berichtete “Bild” in ihrer Hamburg-Ausgabe über “erste Festnahmen von G8-Gegnern in Hamburg” und schrieb groß über einem Foto: Die ersten Festnahmen. Hier liegen zwei Autonome am Boden (…) Beim Radiosender NDR-Info hieß es dazu jedenfalls gestern: Tatsächlich aber handelt es sich bei den Festgenommenen (…) um stadtbekannte Neonazis, die nichts mit der autonomen Szene zu tun haben [und] einschlägig auch dem Verfassungsschutz bekannt sind. (…) Gegen die beiden ermittelt der Staatsschutz.

Rechtsextremen-Treffen in Eschede

Cellesche Zeitung: Rechtsextremen-Treffen in Eschede

Seit Jahren tummeln sich immer wieder rechtsextreme Gruppierungen zu Sommer- und Wintersonnenwendfeiern auf dem Grundstück von Landwirt Joachim Nahtz am Rand von Eschede. An diesem Wochenende findet dort ein Pfingstlager der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ statt. Polizei und Kommune hoffen, dass es nicht zur Konfrontation kommt, denn in Eschede ist auch Schützenfest. Entwickelt sich bei Eschede ein neues Hetendorf? An diesem Wochenende findet auf dem Grundstück von Landwirt Joachim Nahtz am Finkenberg an der Peripherie des Ortes ein Pfingstlager der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) statt. Nach Polizeiangaben werden rund 150 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet, die ersten reisten bereits am Donnerstag an. (…) Nahtz ist in rechten Kreisen kein Unbekannter. Als 17-Jähriger war er der Deutschen Reichspartei beigetreten, später der NPD. Nach einiger Zeit bei den Republikanern war er Anfang 2005 wieder der NPD beigetreten, für die er im gleichen Jahr als Direktkandidat im Wahlkreis Celle-Uelzen antrat. 2006 hatte er bei der Kommunalwahl für das Sozialpatriotische Bündnis kandidiert.
In den vergangenen Jahren hat es auf dem Grundstück von Nahtz immer wieder Sommer- und Wintersonnenwendfeiern mit Vertretern rechtsextremer Grupppierungen gegeben.

siehe auch: HDJ-Zeltlager mit ca. 200 Neonazis im niedersächsischen Eschede über Pfingsten. Zurzeit treffen sich in Eschede (bei Celle) ca. 200 Anhänger der HDJ (Heimattreuen Deutschen Jugend), der Nachfolger Organisation der verbotenen Wiking Jugend. Ort des Neonazi-Zeltlagers ist das Gut des Landwirts Joachim Nahtz (…) Nahtz ist mit dem Hamburger Neonazi Jürgen Rieger bekannt, seine Frau Renate kochte früher im sogenannten Heideheim in Hetendorf. Dort hatte sich bis zu ihrem Verbot immer wieder die Wiking-Jugend getroffen, dort fanden die so genannten Hetendorfer Tagungswochen statt; HDJ Ferienlager – Nazi-Schulungen für Kinder (Video); Völkisches Pfingstlager. Die Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ) führte ihr Pfingstlager am vergangenen Wochenende mit etwa 200 Teilnehmern auf dem Gelände des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede bei Celle durch. (…) Auch die HDJ-„Einheiten“ Franken und Hessen waren vertreten, sowie die „Einheiten“ „Preußen“ und „Mecklenburg-Pommern“, neben anderen durch Jörg Hähnel, Michael Gielnik, Frank Klawitter und Torgej Klingbiel. Am Samstag wurde ähnlich den „Germanischen Sechskämpfen“ in Hetendorf Sperrwurf geübt, am Sonntag gab es Volkstanz und Singen. „Es ging aber auch militärisch zu“, bestätigte einer der anwesenden Polizeibeamten, obwohl das Tragen der uniformähnlichen HDJ-Kluft untersagt worden war.

Rechtsradikale erkennen: Gegen das Verstecken

Marl Aktuell/Sonntagsblatt im Vest » Rechtsradikale erkennen: Gegen das Verstecken
„Der Nazi‘s neue Kleider“, war unter anderem ein Thema bei einem Vortragsabend in der insel.

Die rechtsradikale Szene scheint auch in Marl unter neuem Image aufzutreten. Seit ungefähr zwei Jahren gibt es hier die „Autonomen Nationalisten Marl“(ANM). Diese Gruppe sei ein Zusammenschluss der alten Marler Neo-Nazis, von denen einige früher auch im Bereich der NPD tätig waren, und die teilweise auch schon einschlägig vorbestraft seien, hieß es in der insel. Woher die neuen Namen wie „Freie Kräfte“ und „Autonome Nationalisten“ kommen und was sie bedeuten, konnte man am Mittwoch bei dem Vortragsabend mit anschließender Diskussionsrunde erfahren.

Der Traum ist aus–keine Hüpfburgen für Nazis

de.indymedia.org | Der Traum ist aus–keine Hüpfburgen für Nazis
Am 24.Mai rief die NPD als offenkundige Reaktion auf den großen Erfolg des Gedenkens am 8.Mai zu einem Familienfest auf dem Apoldaer Markt auf.
Initiiert wurde die Veranstaltung von der Kameradschaft Apolda. Michael Funk, der Nazichecker mit Ziegenbärtchen und Sonnebrille, trat erneut als Veranstaltungsleiter in Erscheinung. Statt Hüpfburg und Bratwurst, bot sich den BürgerInnen der Stadt jedoch ein erbärmliches Bild. Ein alter Transporter, ein Tisch, schlechte Musik und lange Gesichter beherrschten die Szenerie des Tages. Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius standen ein gutes Dutzend Nazis weitgehend ignoriert in der hintersten Ecke des Marktplatzes.
Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimarer Land klärte unterdessen alle Passantinnen und Passanten über das durch die Nazis verursachte Polizeiaufgebot auf.

Neonazis rüsten sich für den G-8-Gipfel

Neonazis rüsten sich für den G-8-Gipfel – Politik – AOL.DE
Die Rechtsextremen wollen sich an die Proteste gegen die Globalisierung hängen – und gerieren sich dabei als Bewahrer nationaler Identität. Die Organisatoren der linken Demonstrationen fordern die Polizei nun auf, dies zu verhindern. Von Rostock nach Schwerin sind es zwar nicht einmal 100 Kilometer, doch während der G-8-Proteste am 2. Juni werden Welten zwischen beiden Städten liegen. Während in Rostock bis zu 100.000 überwiegend linke Globalisierungskritiker zur großen Anti-Gipfel-Demo erwartet werden, wollen in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin rund 1500 Rechtsextreme gegen das Gipfeltreffen in Heiligendamm aufmarschieren. Im Schlepptau der G-8-Kampagnen linker Gruppen macht seit Monaten auch das rechtsextreme Lager mobil gegen Globalisierung und ungezügelten Kapitalismus – und führt sich dabei mit populistischen Parolen als vermeintlicher Bewahrer nationaler Identität auf. (…) Laut Bundesinnenministerium diskutieren Neonazis in Internetforen darüber, sich statt an dem NPD-Aufmarsch in Schwerin an Aktionen der linken Globalisierungskritiker zu beteiligen. Dabei würden sowohl ein „verdecktes Einsickern“ in Veranstaltungen der Linken als auch beiderseitige Absprachen thematisiert. Unter der Parole „G-8 2007 rocken“ arbeiteten zudem Rechtsextremisten aus dem Umfeld der gewaltbereiten und neonazistischen „Freien Kameradschaften“ im Internet an Strategien, wie sie den Gipfel zerschlagen oder wenigstens behindern könnten.

NPD spielt auf Zeit

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NPD spielt auf Zeit
Die NPD hat ihren für Samstag, den 26. Mai 2007, ab 10 Uhr in Rathenow angekündigten Aufmarsch kurzfristig wieder abgemeldet. Trotzdem will die (Neo)nazipartei aber offenbar an einer Veranstaltung in der havelländischen Kreisstadt festhalten und plant jetzt für Samstag, den 16. Juni 2007, einen neuen Aufzug. Thematisch soll es statt gegen Staatswillkür nun vorgeblich gegen die Globalisierung gehen. (…) (Neo)nazis der verbotenen Kameradschaften “Hauptvolk” und “Sturm 27” heben sich zur Zeit in der Parteiarbeit besonders hervor. Sieben von Neun Beteiligten am Infostand in Brandenburg/Havel waren so allein diesen illegalen Vereinigungen zuzuordnen, darunter der Vorsitzende des NPD Stadtverbandes Rathenow, Marcell Horlebeck, und der stellvertretende Vorsitzende des NPD Kreisverbandes Havel Nuthe, Michel Müller.