Rechte wollen demonstrieren – Im Wörrstädter VG-Rat formiert sich Widerstand

Allgemeine Zeitung · Rechte wollen demonstrieren – Im Wörrstädter VG-Rat formiert sich Widerstand
Die rechtsgerichtete Gruppierung “Initiative Südwest” und der NPD-Kreisverband Alzey-Worms haben für Samstag, 23. Februar, in Wörrstadt und Saulheim eine Doppeldemonstration unter dem Motto “Globalisierung ist Völkermord – sozial geht nur national” offiziell bei der Verbandsgemeinde angemeldet. Das bestätigte Bürgermeister Markus Conrad am Freitag der AZ auf Nachfrage. Die Fraktionen im VG-Rat haben Gegenveranstaltungen angekündigt.

Rechte Gewalt in Weimar spitzt sich zu

de.indymedia.org | Rechte Gewalt in Weimar spitzt sich zu
Seit einiger Zeit machen Weimarer Neonazis immer wieder auf sich aufmerksam. Durch Flugblattaktionen und spontane Demonstrationen, zu denen es in letzter Zeit immer wieder gekommen ist, verbreiten sie ihr völkisches und nationalistisches Gedankengut auf Weimars Straßen, doch setzen dieses auch radikal und brutalstmöglich in die Tat um. So kam es in letzter Zeit gehäuft zu Angriffen auf alternative Jugendliche und andere Menschen welche nicht in das menschenverachtende Weltbild der Neonazis passen. Zusätzlich hat der Kreisverband der NPD Weimar, Weimarer Land angekündigt am 5. April eine Demonstration in Weimar durchführen zu wollen. In letzter Zeit trat bezüglich rechter Gewalt in Weimar besonders das Label “Problemkinder” hervor, welches nach einem versuchten Nazi-Angriff auf das Soziokulturelle Zentrum Gerberstraße in den Medien bundesweit bekannt wurde (siehe ND vom 04.01.08). Produziert wird das Label von dem einschlägig bekannten Neonazi Christian Pohlmann, Inhaber der Firma “xp-werbedesign”, welcher besonders durch seine Band “Murder Squad” auffiel, in welcher er Textzeilen wie “Die Deutschen kommen, ihr Juden habt acht, denn eure Vernichtung wird zum Ziel uns gemacht” singt, und deren Tonträger aus diesem Grund auch in Deutschland verboten sind

Ludwigshafener Sozialdezernent verharmlost Naziszene

NPD-BLOG.INFO » Ludwigshafener Sozialdezernent verharmlost Naziszene
(…) In einem Artikel der Frankurter Rundschau vom 07 Februar 2008 äußert sich der Ludwigshafener Sozialdezernent Wolfgang van Vliet (SPD) über die rechte Szene in der Stadt. Er wird zitiert “Es sind fünf bis zehn Leute” und sie seien zuletzt nicht massiv aufgetreten. Dabei ist die Ludwigshafener Neonaziszene eine der stärksten der Region. Drei bundesweit bekannte Nazikader sind in Ludwigshafen aktiv. Die Szene ist über Jahre gewachsen und hat sich in der Stadt etabliert. Entgegen den Äußerungen van Vliets gab es zahlreiche rechtsextreme Aktivitäten in den letzten Monaten und Jahren. In Ludwigshafen hat sich eine feste rechtsextreme Struktur etabliert. Die “Kameradschaft Kurpfalz” trifft sich in Ludwigshafen und zählt rund zwei Dutzend Mitglieder. Die Kameradschaft organisiert Veranstaltungen, besucht rechtsextreme Aufmärsche und verbreitet Nazi-Propaganda. Sie ist Mitglied des Neonazi-Netzwerkes “Aktionsbüro-Rhein-Neckar”. Die NPD hat einen Kreisverband Ludwigshafen/Vorderpfalz und organisiert Veranstaltungen im Ludwigshafener Umland. Daneben gibt es zahlreiche subkulturelle Skinhead-Zusammenhänge und Hooligans. “Die Republikaner” (REP) sind im Ludwigshafener Stadtrat in Fraktionsstärke vertreten. Sie wurden bei der letzten Wahl 2004 nach einem rassistischen Wahlkampf mit 8,8% drittstärkste Partei in der Stadt. In Ludwigshafen sind außerdem
drei bundesweit relevante Nazi-Kader aktiv. Matthias Hermann ist führendes Mitglied im “Aktionsbüro-Rhein-Neckar” und der “Kameradschaft Kurpfalz”. Bekannt wurde er, als er für die sogenannte “Schulhof-CD” ein Rechtsgutachten erstellen ließ. Christian Hehl ist NPD-Mitglied, Vorsitzender des Kreisverbandes Ludwigshafen/Vorderpfalz und zudem im “Aktionsbüro-Rhein-Neckar” aktiv. Hehl ist eine Symbolfigur in der Naziszene und Schnittstelle zwischen NPD und den “Freien Kameradschaften”. Er ist u.a. wegen zahlreicher Gewalt-Delikte vorbestraft. Malte Redeker ist aktiv im “Aktionsbüro-Rhein-Neckar”, Betreiber des rechtsextremen Internetversandes “Gjallarhorn Klangschmiede” und vertreibt Nazi-Rock-Musik. Redeker ist mutmaßlicher Produzent der Berliner Band “Deutsch Stolz Treue” (D.S.T.), die mit Texten, wie “Großstadtkanake, du stinkendes Schwein…Brave deutsche Bürger, müssen
sich verstecken. Sie wünschen sich, du sollst verrecken.” Stimmung macht. Die Band “Volkszorn”, deren Mitglieder teilweise aus Ludwigshafen waren, erreichten in den achtziger und neunziger Jahren Kultstatus in der Naziszene. Ihre Platten werden neu aufgelegt. Sie sind noch immer sehr beliebt in der Szene. Die Band wurde mit Texten berühmt, wie “Neger, die sind schwarz wie die Nacht. So schwarz wie Brikett. Ich übergieß euch mit Benzin und zünd euch an.”

siehe auch: Hintergrund: Neonazis im Raum Rhein-Neckar.- Auch in und um Ludwigshafen sind Rechtsextremisten aktiv. Das «Aktionsbüro Rhein-Neckar» hat dort seinen Sitz. Es organisiert Konzerte und Mahnwachen, zu denen Neonazis von überall her anreisen.

Der Sturmversand und das braune Oberland

de.indymedia.org | Der Sturmversand und das braune Oberland
Der Sturmversand hat sich nun umgenannt, das ändert jedoch nichts am weiteren Handel mit rechtsradikalen “Fanartikeln”. Vom Aufstieg eines Internetversandhandels innerhalb der rechten Szene und die Folgen für die Bevölkerung. In grammatisch falschem deutsch begrüßt der ehemalige Sturmversand, der sich jetzt großspurig in den „Versand der Bewegung“ umbenannt hat seine Besucher auf der „Weltnetzseite“. Gleichzeitig verkündet die Webseite, wird es im „Kampfjahr 2008“ viele Aktionen wie Flugblattverteilungen, Sonderverkäufe und natürlich Politische Arbeiten die für die Wahlen geplant seien geben. Es folgt eine kurze Erklärung über die langen Lieferungszeiten, bei dem jedem Deutschlehrer ebenso die Haare zu Berge stehen würden. Seit Matthias Polt der Betreiber des Ladens Kreisvorsitzender des neu gegründeten NPD Kreisverbandes Oberland wurde, die Wahl fand ebenso in den Räumen des ehemaligen Sturmversandes statt, wird nun immer mehr Werbung für NPD gemacht, so könne man sich immer mit ausreichend Infomaterial eindecken. Polt Veranstaltet des öfteren Liederabende und zieht somit Neonazis aus dem In und Ausland an.

Hungary Neo Nazis March in Budapest

Hungary Neo Nazis March in Budapest | Hungary | Europe
An estimated 2,000 members of Hungarian and international neo-Nazi groups gathered in downtown Budapest Saturday, February 9, to commemorate that German and Hungarian troops attempted to break out of the besieged Hungarian capital during the last days of World War Two. Neo-Nazi skinheads from Hungary, Germany, and other European countries lined up in a military-style formation inside a metal cordon built around Budapest’s Heroes Square and erected a wooden cross with the words “Blood and Virtue” written on it. (…) Hundreds of people demonstrated against the event. They were seen putting their hands on their necks as “silent victims” when the neo-Nazis, wearing black leather coats and boots, sang the Hungarian anthem. Sunday’s Neo-nazi gathering came just days after police reportedly detained two youngsters, who admitted of desecrating Jewish tombs in south-western Hungary last week. Representatives of the Jewish community in the town of Kaposvar told police that anti-Semitic symbols were spray-painted on 24 tombstones in the local cemetery. The perpetrators used silver-colored paint to spell out “our country is not for sale” as well as painting a swastika, an Arrow Cross and a Star of David, which was crossed out, news reports said. In addition the far-right paramilitary Magyar Garda, or Hungarian Garda, has held demonstrations in areas where many Gypsies, or Roma, are living.

siehe auch: Neonazi-Aufmarsch auf dem Budapester Heldenplatz. Rund 2.000 Glatzköpfe, mitunter Anhänger der rechtsextremistische “Ungarischen Garde” marschierten am Budapester Heldenplatz auf. Trotz Gegendemonstrationen kam es zu keinen Zwischenfällen.  (…) Neonazis und Skinheads marschierten unterdessen innerhalb eines Kordons auf und stellten am Grab des Unbekannten Soldaten ein Holzkreuz mit der Inschrift “Blut und Ehre” auf. Unter den Sympathisanten waren laut MTI auch Vertreter der rechtsextremistischen “Ungarischen Garde”. In den außer in ungarischer auch noch in spanischer, englischer und deutscher Sprache gehaltenen Reden wurden die Mitglieder der Waffen-SS und die an ihrer Seite kämpfenden ungarischen Soldaten als “Freiheitskämpfer” und “Helden Europas” bezeichnet.

Swedish neo-Nazis become more violent

The Local – Swedish neo-Nazis become more violent
Sweden’s three largest neo-Nazi groups were busy in 2007 conducting 1,142 activities. The Security Service, Säpo, warns that Nazis are becoming more violent. The magazine Expo has examined the activities of the National Socialist Front (NSF), the Swedish Resistance Movement (SMR) and Info-14 and found that neo-Nazi activities occurred in 19 of Sweden’s 21 counties in 2007. Only Kronoberg and Jämtland were free of neo-Nazi activities. (…) In Stockholm one SMR member was convicted of attempted manslaughter. Neo-Nazi groups could be connected to assaults, having a concealed store of weapons as well as attacks against anti-fascist groups.

Durchsuchung bei Rechtsextremisten in Neustadt

Lübeck, HL-live.de – Durchsuchung bei Rechtsextremisten in Neustadt
Das Bundeskriminalamt durchsucht im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main seit Mittwochmorgen die Wohnung des Rechtsextremisten Alexander H. in Neustadt / Holstein. Dem Beschuldigten H. wird vorgeworfen, an der Produktion und dem Vertrieb von Tonträgern mit volksverhetzenden und Gewalt verherrlichenden Inhalten, unter anderem der CD “Rassenhass – Lass sie ruhig kommen”, beteiligt zu sein.

siehe auch: Razzia in Neustadt. Wohnung von Rechtsextremisten wegen Vertriebs von Nazi-CD durchsucht. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften hat das Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwoch in Schleswig-Holstein eine Aktion gegen die rechtsextreme Musikszene durchgeführt. In Neustadt in Holstein wurde die Wohnung eines Rechtsextremisten durchsucht, der im Verdacht steht, CDs mit volksverhetzenden und gewaltverherrlichenden Inhalten zu verbreiten, wie eine Sprecherin der federführenden Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sagte. Dazu zähle unter anderem die CD »Rassenhass – Lass sie ruhig kommen«.

Braune Hunde in der »Dackelbar«

Braune Hunde in der »Dackelbar« |
In den letzten Wochen und Monaten kam es zu erhöhten Nazi-Aktivitäten in der Gegend um Blankenhain, Bad Berka und Kranichfeld. Nennenswert als Hauptbrennpunkte sind hauptsächlich der Jugendclub in Blankenhain, der Parkplatz des REWE-Marktes in Bad Berka und die Gastronomie-Betriebe »Am Fuchsbau« (Bad Berka) und »Dackelbar« (Tannroda). (…) Die »Dackelbar« ist eine nicht sehr einladend wirkende, kleine Kneipe in der Rudolstädter Straße in Tannroda, die sich in einem umgebauten Einfamilienhaus befindet. Sie wird äusserst oft von Mitglieder_innen der Kammeradschaft Blankenhain (z.B. Sascha Kirsch und Michael Cyriax) sowie JN (Jungen Nationaldemokraten) und NPD Funktionär_innen besucht. So wird dort des öfteren über rechtsradikales Gedankengut diskutiert und es werden eindeutig verfassungswidrige Parolen skandiert. Desweiteren kann dort jeder_jede Besucher_in Rechtsrock von einschlägig bekannten Bands wie »Division 28 Deutschland«, »SKD« oder »Landser«, die bereits im März 2005 – als erste Band Deutschlands – als kriminelle Vereinigung vom Bundesgerichtshof Karlsruhe rechtskrätig verurteilt wurde, lauschen. Die Lieder der Bands besitzen eindeutig verfassungswidrige Aussagen, was die Betreiberin der Lokalität nicht zu stören scheint.

Polizei setzt 29 Neonazis fest

TLZ – Weimar – Nachrichten – Aktuelles – Sport – Lokalnachrichten – Lokalsport – Polizei setzt 29 Neonazis fest
Karneval ist bunt und nicht braun: Erneut haben Neonazis versucht, den Faschingssumzug am Samstag in der Kreisstadt zu stören. Die Polizei hat 29 Jugendliche der rechtsextremen Szene in Gewahrsam genommen, darunter auch einen der Köpfe der Apoldaer Neonazis, Michael F. Nicht verhindert werden konnte, dass drei vermummte Rechte sich in den Umzug schmuggelten und entlang der Strecke zahlreiche Aufkleber mit rechten Parolen prangten.

Verbot für die Katz?

06.02.2008: Verbot für die Katz? (Tageszeitung junge Welt)
Bundesinnenministerium untersagt extrem rechter »Heimattreuer Deutscher Jugend« (HDJ) Uniformierung, doch die Neonazis pfeifen drauf. Allzu offensichtlich sind die Parallelen zwischen der »Heimattreuen Deutschen Jugend« (HDJ) mit der einstigen »Wiking-Jugend« (WJ): Indoktrinierung von Nazi-Ideologie, Wehrsportübungen, »Heldengedenken«, Training von Hinrichtungen, paramilitärische Kluft und so weiter. Vieles von dem, was bis 1994 unter dem Label der rechtsterroristischen Wiking-Jugend lief, führt die HDJ heute unter ihrem Banner weiter. Nur ein neuer Name war nötig (…) Nur sehr zaghaft geht die Bundesregierung gegen die Organisation vor. Im Oktober 2007 konnte sich das Innenministerium gerade einmal dazu durchringen, ein Uniformierungsverbot gegen die HDJ zu verhängen. Zudem wurde gegen mehrere Mitglieder ermittelt, weil sie bei öffentlichen Veranstaltungen HDJ-Uniformen trugen und damit gegen das Versammlungsrecht verstoßen haben sollen. Die Kader der HDJ scheint das allerdings wenig zu beeindrucken. Wie jüngste Recherchen der Buchautorin und Journalistin Andrea Röpke (siehe auch jW vom 3.Februar) belegen, sind in Veröffentlichungen der Organisation, so zum Beispiel in einem Jahreskalender für 2008 sowie dem aktuellen Werbevideo auf der Website, auch weiterhin HDJ-Mitglieder sowie mitreisende Kinder- und Jugendliche in der verbotenen Uniform zu sehen.