Neonazis planen Demo in “mittelbarer” Nähe zum Collegium

Vlothoer Anzeiger – Neonazis planen Demo in “mittelbarer” Nähe zum Collegium
“Freie Kameradschaften” wollen Solidarität zu Mitgliedern des in Vlotho gegründeten Leugner-Vereins darstellen. Nach Informationen aus der Kulturinitiative Detmold soll es am 30. Juni in Herford eine Demonstration von Neonazis geben.

So genannte “Freie Kameradschaften” aus Nordrhein-Westfalen und die “Nationale Offensive Schaumburg” und aus Nienburg wollen danach unter dem Motto “Gesinnungsparagraphen abschaffen! – Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!” demonstrieren. “In mittelbarer Nachbarschaft zum Collegium Humanum”, so heißt es aus Detmold, “wollen die Neonazis ihre Solidarität mit den ,inhaftierten Kameraden’ und Holocaustleugnern Ernst Zündel, Germar Rudolf, Michael Regener und Axel Reitz öffentlich verkünden.” Auf einer “Zwischenkundgebung in unmittelbarer Nähe der JVA Herford” soll zudem Solidarität mit einem dort einsitzenden Neonazi zum Ausdruck gebracht werden. Während der Kundgebung soll eine Spendensammlung für die “Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene” (HNG) durchgeführt werden.

“Kein Fußbreit den Faschisten in Eisenach und anderswo!”

Nachrichtenmagazin der MLPD – Partei des echten Sozialismus – “Kein Fußbreit den Faschisten in Eisenach und anderswo!”
“Kein Fußbreit den Faschisten in Eisenach und anderswo!” Das war die Losung unter der sich am letzten Samstag an die tausend Menschen in Eisenach versammelten, um gegen den gleichzeitig stattfindenden „Thüringen-Tag der nationalen Jugend“ zu protestieren. Es war die größte antifaschistische Demonstration seit der Wende. Aufgerufen hat ein breites „Bündnis gegen Rechts“. Dieses Bündnis ist entstanden im Kampf gegen die versuchte Vereinnahmung der Montagsdemonstration durch die Eisenacher Neonazi Kameradschaft. Seit 3 Jahren koordiniert es den Widerstand in Eisenach gegen die Neonazis und organisiert jährlich ein antifaschistisches Straßenfest.

Antifaschistische Kaffeefahrt im Norden

de.indymedia.org | Antifaschistische Kaffeefahrt im Norden
Am 19.05.2007 wurden in den drei Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg jeweils ein Neonaziladen im Rahmen einer antifaschistischen Kaffeefahrt angesteuert, um sie aus der Anonymität zu reißen. Im Rahmen der Kampagne “Move ya! Den Nazis rote Zahlen bescheren!” fand am 19.05.2007 eine antifaschistische Kaffeefahrt durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg statt. Die Kampagne hat es sich zum Ziel gesetzt, Neonazistrukturen aus der Anonymität zu reißen und sie als das zu outen, was sie sind: Rassisten, Antisemiten und Faschisten. Seit mehreren Jahren steigt die Anzahl von Neonaziläden und -versänden auch in Norddeutschland stetig an. So bieten Neonaziläden nicht nur Einkaufsmöglichkeiten für den rechten Lifestyle, sondern werden von den extremen Rechten als Treffpunkte zum Informationsaustausch und Kontakteknüpfen genutzt. Mit dem Verkauf und den daraus erzielten Gewinnen von beispielsweise rechter Musik oder Modeartikeln unterstützen diese Läden direkt die Neonaziszene und das dahinterstehende menschenverachtende Weltbild.
Nazigeschäfte, wie “Böhm Streetwear” in Lägerdorf (Schleswig-Holstein), “Streetwear Tostedt” in Todtglüsingen bei Tostedt (Niedersachsen) und “Unbreakable Streetwear” in Hamburg bieten den Nazis Strukturen, von denen sie vor einigen Jahren nur träumen konnten.

Jugendliche gegen Rechts

Jugendliche gegen Rechts
Initiative dreht Film gegen Neonazis / Klage über Attacken
Sie sind nirgends registriert, führen keine Mitgliederlisten und haben keinen Geschäftssitz. Doch es gibt sie. Jugendliche, die es sich in den Kopf gesetzt haben, gegen den Rechtsextremismus zu Felde zu ziehen. Wenn sie öffentliche Aktionen veranstalten, sind sie oft nicht als organisierte Gruppe zu erkennen. Das ist gewollt. Bei der Antifaschistischen Bildungsinitiative, kurz Antifa-Bi, in Friedberg im Wetteraukreis hält man sich derzeit bedeckt. “Wir standen anfangs zu oft in der Presse”, sagt Andreas Balser. Einige der Antifa-Bi-Aktiven wurden schon von Neonazis attackiert. Bei anderen stellten sich die Rechten beobachtend vor die Haustür. Oder sie filmten die Jugendlichen bei Informationsständen.
Der harte Kern besteht aus rund 20 Leuten, viele unter 18 Jahren. Gegründet haben sie sich vor zwei Jahren, als Reaktion auf den Zuzug der rechtsextremen Kameradschaft “Freie Nationalisten Rhein Main” in den Butzbacher Ortsteil Hoch Weisel. Damals nannten sie sich noch “Aufmucken gegen Rechts”, doch wollten sie ihr Hauptanliegen, nämlich die Bildungsarbeit zum Thema Rechtsextremismus, auch in ihrem Namen zum Ausdruck bringen.

Friedlicher Protest gegen Märtyrer-Abend der Neonazis

Web Aachener Zeitung: Friedlicher Protest gegen Märtyrer-Abend der Neonazis

Pier. Eine alte Frau am Eingang zur abgeriegelten Professor-von-Capitaine-Straße schüttelte ungläubig den Kopf. Demonstranten vor ihrer Haustür, begleitet von einem massiven Polizeiaufkommen – so etwas hatte es in der ruhigen Pierer Wohnstraße noch nicht gegeben. Keine 50 Meter entfernt wirbelten Trommeln, feierten nach Polizeiangaben rund 100 Neonazis auf Einladung des NPD-Kreisverbandes und der Kameradschaft Aachener Land (KAL) im Garten des NPD-Kreisvorsitzenden Ingo Haller ihr so genanntes «Schlageter-Treffen» (siehe Info), gegen das die Dürener Antifa mit rund 40 Personen demonstrierte. (…) Während jedoch die vom Friedhof über die Pierer- bis zur Professor-von-Capitaine-Straße und zurück ziehende Demonstration ruhig verlief, wurden die Beamten bei den größtenteils über die Bahnhöfe Langerwehe und Weisweiler anreisenden Neonazis gleich mehrfach fündig. Sie stellten Teleskop-Schlagstöcke, beidseitig geschliffene Messer und Pfeffersprays sicher. Gegen einen 15-jährigen Jugendlichen aus Stolberg wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet. Zur Feststellung der Personalien wurde er vorübergehend in Gewahrsam genommen.

siehe auch: Polizeitaktik behindert Protest gegen Neonazi-Treffen. Gestern fand in Inden-Pier eine konspirativ organisierte Veranstaltung der neonazistischen “Kameradschaft Aachener-Land” statt. Auf dem Privatgelände des Dürener NPD-Kreisvorsitzenden Ingo Haller in der Professor-von-Capitaine-Straße hatten sich etwa 100 Neonazis – die teils aus dem europäischen Ausland angereist waren – versammelt. Die als “bundesweites Schlageter-Treffen” angekündigte Veranstaltung wurde konspirativ vorbereitet und seit Wochen auf einschlägigen Internetseiten der Neonazi-Szene beworben, als Veranstaltungsort wurde der „Raum Aachen” angegeben.
Als Redner waren im Vorfeld neben anderen der Altnazi Otto Riehs und Ralph Tegethoff, NPD-Mitglied und einer der bundesweit wichtigsten Kader der sogenannten „freien Kameradschaften”, angekündigt. Laut einem Bericht in der regionalen Presse haben beide gestern auch gesprochen, ebenso wie der Vorsitzende der niederländischen Neonazi-Partei NVU, Constant Kusters, und der Düsseldorfer Neonazi Sven Skoda. Der ehemalige Funktionär der verbotenen „Freiheitlichen Arbeiterpartei” (FAP) Christian Malcoci galt dem Bericht zufolge zudem als Mitorganisator der Veranstaltung. In Pier versammelten sich also eine Reihe der einflussreichsten deutschen Neonazis.
Mit der Verherrlichung des Kapp-Putschisten und Freikorpskämpfers Albert Leo Schlageter, der 1923 wegen Sabotageakten während der Ruhrbesetzung zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, knüpft die „Kameradschaft Aachener-Land” nahtlos an die Propaganda der historischen Nazis an: Der NSDAP galt Schlageter als Märtyrer und Ikone; Rechts: Schlageter-Treffen mit diffuser Nähe zum Nationalsozialismus. Makabere Szenen spielten sich am Samstag in Inden-Pier ab. Während die Polizei das Anwesen des Dürener NPD-Chefs Ingo Haller aus Furcht vor einem Aufeinandertreffen von Nazigegnern und Rechtsextremen weiträumig abgeriegelt hatte, marschierten die Rechten mit Fahnen und zu Trommelwirbeln in Hallers Garten auf. (…) Beworben hatten die Neonazi-Gruppe „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und die NPD das Fest auf einschlägigen Internetseiten als „Tag des Nationalen Widerstandes“ und „bundesweites Schlageter-Treffen“. (…) Der Senior Otto Ries, ehemaliges SS-Mitglied und eigenen Angaben zufolge in Hitlerdeutschland hoch dekoriert mit dem „Ritterkreuz“, schwärmte den meist jungen, ihm applaudierenden „Kameraden“ von seinen Taten vor. Einer der einflussreichsten Neonazis in NRW, der ehemalige Funktionär der 1995 verbotenen Neonazi-Partei FAP, Christian Malcoci (Neuss), galt als Mitorganisator des Festes. Aufgetreten ist laut NPD ein rechter Liedermacher aus Ostdeutschland. Der NPD-Mann und ehemalige FAP-Funktionär Ralph Tegethoff (Rhein-Sieg-Kreis) schwärmte von Schlageter. Der Chef der Niederländischen Volks-Union (NVU), Constant Kusters, der berüchtigt ist für seine nahezu nationalsozialistischen Reden, sprach zu den „Kameraden“ und der einflussreiche Neonazi Sven Skoda (Düsseldorf) forderte auf zum „aktiven Kampf für ein freies, nationales und sozialistisches Deutschland“; Rechts: Randbemerkungen zum Tag des Schlageter-Treffens. Nachfolgend Notizen und Anmerkungen aus dem Umfeld des „Schlageter-Treffens“ [1] am Sonnabend

NPD Stand in Frankfurt/Oder gestört

de.indymedia.org | NPD Stand in Frankfurt/Oder gestört
Die NPD-Oderland, vertreten durch Fürstenwalder Nazis, beschützt von berliner Nazihools und der Franfurter Polizei, versuchten Materialien an Bürger zu Verteilen.
Gegen 9.00 Uhr morgens baute eine Delegation der NPD-Oderland einen Stand in der Nähe des Oderturms auf. Ungefähr 15 Personen haben sich bereit erklärt ihr nationales Gedankengut unter die Frankfurter BürgerInnen zu streuen. In alt gewohnter Aufmachung präsentierten sich die Faschisten an ihrem schön sortierten Infostand. Und gerade als sie sich auf das Verteilen ihrer Materialien konzentrieren wollten tauchte eine 40 Personen starke Gruppe auf und machten sich mit lautstarken Rufen wie: „NPD wir sind da, autonome Antifa“ auf sich aufmerksam. Ziel gerichtet bewegten sich die AntifaschistInnen direkt auf den Stand der NPD zu. Kurz vor dem Stand kam es zur ersten Auseinandersetzung, zwischen AntifaschistInnen und der Polizei während die StandbewacherInnen aufgescheucht hin und her liefen. Die Polizei forderte die DemonstrantInnen nach einem längeren Gerangel dazu auf, sich in einem Abstand von 5 Metern zu dem Stand aufzuhalten.

Mannheim: Nazikader Hehl geoutet

de.indymedia.org | Mannheim: Nazikader Hehl geoutet
Während ganz Mannheim dem Marathon durch die Quadratestadt hinterherfiebert, haben einige Antifas Besseres zu tun. Zwischen schwitzenden LäuferInnen sammeln sich etwa 30 Leute und ziehen vor Christian Hehls Wohnung im Quadrat S4. Mit Flugblättern, Transpi und einem Redebeitrag wird der Nazikader in seiner Nachbarschaft geoutet.
Christian Hehl ist führendes Mitglied in der NPD Vorderpfalz und im “Aktionsbüro Rhein-Neckar”, einem Zusammenschluss rechtsextremer Kameradschaften in der Region. Hehl ist seit mehr als 15 Jahren aktiv und wohnt seit einiger Zeit in Mannheim.

Ton abgedreht

Bnr.de – Ton abgedreht
Der Landrat des Kreises Dithmarschen, Jörn Klimant, hat es dem Besitzer der ehemaligen Gasttätte „Zur Börse“ in dem winzigen Ort Neufeld bei Brunsbüttel untersagt, dort künftig Musikveranstaltungen stattfinden zu lassen. Baupolizeiliche Mängel wurden dafür als Grund genannt. (…) Dort fanden seit Dezember 2006 mehrere Rechtsrockkonzerte statt. Erst Anfang Mai war die Polizei dort mit einer Razzia aktiv, wobei gegen 175 Personen der rechten Szene ein Platzverweis ausgesprochen und der Konzertabend aufgelöst wurde. Die in der Region rund um die Neufeld-Aktivitäten engagierte Nationale Aktionsfront Dithmarschen hat angekündigt, die Landratsentscheidung nicht hinzunehmen.

Rechtsextreme festgenommen

Kanal8 > Nachrichten > Chemnitz: Rechtsextreme festgenommen

Bei einem Straßenfest in Burgstädt sind fünf Mitglieder der verbotenen rechtsextremen Kameradschaft Sturm 34 festgenommen worden.

siehe auch: Burgstädt: Neonazis fielen über Fest und Clubs her. Das Versammlungsverbot scheint sie wenig zu stören: 50 Rechtsradikale, darunter fünf „Sturm 34“-Mitglieder, haben in Burgstädt auf einem Radiofest eine Massenprügelei angezettelt. In Rochlitz überfielen die Neonazis zwei Jugendclubs. (…) „Dabei wurden auch fünf Männer festgestellt, die der verbotenen rechtsextremistischen Kameradschaft ‚Sturm 34‘ zuzuordnen sind.“ Bei einem 18-jährigen der 18 bis 21 Jahre alten Neonazis wurden durch die Beamten außerdem ein Ring mit eingraviertem Hakenkreuz sowie Hakenkreuz-Aufkleber sichergestellt.

Vordringen in die gesellschaftliche Mitte

Berliner Zeitung – Tagesthema – Vordringen in die gesellschaftliche Mitte
Als alarmierend hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble den Anstieg der von Rechten verübten Straftaten bezeichnet. “Rechtsextreme dringen mehr und mehr in die gesellschaftliche Mitte vor”, konstatierte Schäuble gestern bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2006. Der Minister führte diese Entwicklung darauf zurück, dass Rechtsextreme zunehmend Freizeitangebote für junge Leute schaffen, Schüler bei Hausaufgaben betreuen und Jugendlichen Hilfe bei der Lehrstellen- und Jobsuche anbieten. Schäuble forderte Politiker und die zivile Gesellschaft dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um junge Leute für die Demokratie zu gewinnen. “Es kann nicht sein, dass in manchen Regionen des Landes die Rechten die attraktivsten Freizeitangebote bieten”, so Schäuble.