Anlaufstellen für braune Kameraden

14.08.2008: Anlaufstellen für braune Kameraden (Tageszeitung Neues Deutschland)

Laut Verfassungsschutz gibt es in Berlin vier rechtsextreme Läden – darunter »Harakiri« in Pankow. Viele Anwohner in der Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte sind sich einig: Geschäfte, die auch rechte Mode verkaufen, wollen sie nicht haben. Doch die vorbildlichen antifaschistischen Proteste gegen den Laden »Tønsberg« täuschen über eines hinweg: Das Geschäft ist nicht das Einzige, das bei Nazis beliebte Kleidung und Lifestyle im Sortiment führt. Der Verfassungsschutz spricht von vier rechtsextremen Läden in Berlin. Einer davon ist »Harakiri« in der Bornholmer Straße, ein Bekleidungs- und Musikgeschäft mit angeschlossenem Versandhandel. (…) »Für die rechte Szene ist das Geschäft eine wichtige Anlaufstelle«, heißt es bei moskito, der Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus. Denn dort gebe es nicht nur Artikel für den rechten Lifestyle, sondern es würden auch Termine für Neonazikonzerte und rechte Veranstaltungen weitergegeben.

Nazi-Lied in der Stadt gebrüllt

TLZ Jena Volltext – Nazi-Lied in der Stadt gebrüllt
“So etwas habe ich noch nicht erlebt”, sagt Michael Soszynski über seinen Aufenthalt am vergangenen Samstagnachmittag in Jena. Der Erfurter war aus familiären Gründen in der Stadt und nutzte die Gelegenheit zu einem Stadtbummel. Zu der Zeit waren viele Jenaer in Vorfreude auf das Arena-Konzert mit Manne Krug und Uschi Brüning. Andere wiederum freuten sich auf das Pokalspiel des FC Carl Zeiss Jena gegen den 1. FC Kaiserslautern. Einige der Fußballfans verbrachten die Stunden vor dem Spiel allerdings damit, sich mit Alkohol in angemessene Stimmung zu bringen. So auch eine Männergruppe in einer Kneipe des Stadtzentrums, die einen Außenbereich betreibt. “Als ich dort so gegen 16.45 Uhr vorbeikam, wurde aus der Masse der Männer heraus der Text des Horst-Wessel-Liedes gebrüllt”, erzählt der Erfurter Besucher. Ob das verbotene Lied auch gesungen worden ist, da sei er sich nicht so ganz sicher. Aber den Text habe er laut und deutlich vernommen – mit “manneskräftiger Stimme”. Er sei dann weitergegangen, weil ihn das Geschehen schon erschreckt habe. Aber: “Dort in der Nähe stand auch die Polizei, die Beamten hätten das hören können und müssen”, sagt Soszynski.

Neonazi-Propaganda aus dem Knast

Neonazi-Propaganda aus dem Knast – Märkische Allgemeine – Zeitung für das Land Brandenburg

Die Mauern der JVA Brandenburg/Havel sind für rechtsextreme Propaganda kein unüberwindliches Hindernis. Im sogenannten JVA-Report, den der rechtsextreme „Freundeskreis Brandenburg“ in Papierform und im Internet publiziert, kommen neonazistische Gewaltstraftäter zu Wort: Martin Wiese zum Beispiel, der 2003 das neue Jüdische Kulturzentrum in München am Tag der Eröffnung in die Luft sprengen wollte. Daneben wirbt der Report um Spenden für Kay Diesner, der 1997 in Berlin-Marzahn mit einem großkalibrigen Gewehr auf den Buchhändler Klaus Baltruschat ein blutiges Attentat verübte, das vermutlich Gregor Gysi treffen sollte. Wer den „Freundeskreis Brandenburg“ und damit den JVA-Report ins Leben rief, ist den Ministerien für Justiz und Inneres in Potsdam hinlänglich bekannt: Enrico Hilprecht, der wegen Mordes in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/Havel einsitzt. (…) Der JVA-Report, von dem bisher zehn Ausgaben erschienen sind, ist nach Einschätzung des Justizministeriums „die derzeit umfangreichste rechtsextreme Homepage zur Gefangenenbetreuung“. Der Transport rechtsextremistischer Inhalte werde „mit großer Sorge“ beobachtet, antwortete das Ministerium auf eine parlamentarische Anfrage des Landtagsabgeordneten der Linken, Andreas Bernig. Diese Sorge teilt offensichtlich auch das Innenministerium. Der JVA-Report enthalte „antijüdische und antisemitische Äußerungen“, teilte Ministeriumssprecher Geert Piorkowski mit. Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Aurich ermittelt zudem gegen das NPD-Mitglied Stefan Richardt wegen der Darstellung von Nazi-Symbolen in der jüngsten Publikation. Der aus Brandenburg stammende Rechtsextremist betreut derzeit offenbar von Niedersachsen aus den Internet-Auftritt des „Freundeskreises Brandenburg“.

Handzettel mit Nazi-Inhalt in Schwerin verteilt

Linie eins News | Politik | Handzettel mit Nazi-Inhalt in Schwerin verteilt

In einem Schweriner Stadtteil sind von unbekannten Tätern Handzettel mit faschistischem Inhalt verteilt worden. Die in Hausbriefkästen eingeworfenen Flyer hätten jeweils den Aufdruck eines Hakenkreuzes und die Parole »Wir sind wieder da! NSDAP« enthalten, teilte die Polizei am Dienstag mit. Als Herausgeber werde auf dem Papier ein Versandhandel aus den USA angeführt, dessen Besitzer den Ermittlungsbehörden bereits bekannt sei.

Neo-Nazis to meet in Hradec Králové

Neo-Nazis to meet in Hradec Králové – Prague Daily Monitor – 12.08.2008

The meeting of far-right supporters scheduled for Saturday will be held in Hradec Kralove, east Bohemia, but it definitely would not be the largest extremist meeting in the country as media reported, extra-parliamentary Workers’ Party head Tomas Vandas told CTK Monday. The daily Lidove noviny wrote last week that up to 6000 people might attend the meeting. Vandas said some 300 to 400 people were expected to arrive between 12:30 and 14:00 at Hradec Kralove train station to take part in a concert and political meeting. He did not say where the event would be staged. Policeman Petr Burian who specialises in extremism said the police had no other information than those posted on the Workers’ Party website. However, Burian said it was still possible that it might be a breakthrough event and for example that supporters of the National Resistance movement would participate in it.

German ‘Nazi’ youth camp raided

BBC NEWS | World | Europe | German ‘Nazi’ youth camp raided

A youth camp run by a neo-Nazi group has been broken up by police near Rostock in northern Germany. Thirty-nine teenagers and children who were attending the camp have been returned to their homes, police said. The neo-Nazi group that ran the camp had described it as a youth adventure holiday. The police raid uncovered racist propaganda and Nazi material. The head of Germany’s equivalent of the FBI told a newspaper neo-Nazis were adopting increasingly violent tactics. In an interview with Der Tagesspiegel, Joerg Ziercke said neo-Nazis were “attacking left-wingers and police officers with an aggression that can be seen as a change in strategy”. “Before, neo-Nazis largely avoided violence for tactical reasons but this no longer appears to be the case,” the Bundeskriminalamt chief was quoted as saying.

siehe auch: Polizei löst Nazi-Jugendlager auf. In Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei ein Zeltlager der rechtsgerichteten Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) aufgelöst. In dem Camp in der Nähe des Dorfes Hohen Sprenz seien 39 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 14 Jahren gezielt mit nationalsozialistischen Inhalten konfrontiert worden, teilte die Polizei im 20 Kilometer entfernt gelegenen Rostock mit; German Police Raids Nazi Youth Camp. A youth camp run by a neo-Nazi organization is broken up by police near Rostock in northern Germany. Authorities said the children were being instilled with Nazi propaganda under the guise of a sleep-away camp. Police have returned 39 teenagers and children who were attending a camp run by a neo-Nazi youth organization to their homes. The group that ran the camp, the Heimattreuer Deutsche Jugend (HDJ) had described it as a youth adventure holiday. The police raid uncovered racist propaganda and Nazi material, including tea towels with swastikas on them and maps showing Europe and Germany with pre-1918 borders; German Nazi youth camp raided. A youth camp run by a neo-Nazi group has been broken up by police near Rostock in northern Germany. Thirty-nine teenagers and children who were attending the camp have been returned to their homes, police said. The neo-Nazi group that ran the camp had described it as a youth adventure holiday. The police raid uncovered racist propaganda and Nazi material.

Neonazi wegen Rassendiskriminierung zu Geldstrafe veurteilt

punkt.ch | Die Zeitung der Schweiz | Inland Story – Neonazi wegen Rassendiskriminierung zu Geldstrafe veurteilt
Die Urner Justiz hat einen Neonazi wegen mehrfacher Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagssätzen à 100 Franken verurteilt. Zudem muss der 29-Jährige 200 Franken Busse bezahlen. Staatsanwalt Bruno Ulmi bestätigte eine entsprechenden Bericht des “SonntagsBlick”. Der Neonazi sprach am 5. August 2007 auf dem Rütli vor 300 Gleichgesinnten. Dabei soll er den welschen Holocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl verteidigt haben. Mit den Worten habe der Redner bewiesen, dass er den Holocaust ebenfalls leugne, so Ulmi. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (…)  Zwei Reden wurden an diesem Anlass gehalten: Eine vom Emmentaler PNOS-Mitglied Markus Martig und eine vom Westschweizer Holocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl.

Stellvertretender Vorsitzender verurteilt

Stellvertretender Vorsitzender verurteilt | Frankfurter Rundschau – Hessen

Der stellvertretende Vorsitzende der hessischen NPD, Mario Matthes, ist vom Amtsgericht Mainz wegen Beleidigung und schwerer Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von elf Monatenverurteilt worden. Zudem muss der 23-jährige Student 100 Sozialstunden ableisten, wie ein Gerichtssprecher am Montagmitteilte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass derNPD-Landesvize im Januar auf dem Gelände der MainzerJohannes-Gutenberg-Universität einen Mitstudenten beleidigt undzusammengeschlagen hat.

siehe auch: Prozess gegen Faschisten in Mainz. Das “Bündnis Mainzer Studierende gegen Rechte Gewalt” ruft auf, am Montag den 11.8.08 zum ersten Prozesstag gegen den Faschisten Mario Matthes nach Mainz zum Amtsgericht zu kommen. Prozessbeginn ist 9.00 Uhr – also rechtzeitig vorher da sein; NPD-Funktionär wegen Schlägerei verurteilt. Das Mainzer Amtsgericht hat den Vize-Vorsitzenden des hessischen NPD-Landesverbandes, Mario Matthes, wegen gefährlicher Körperverletzung zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der 24-Jährige hatte einen Mitstudenten zusammengeschlagen. Bei dem Vorfall im Januar vor der Bibliothek der Johannes Gutenberg-Universität wurde das 23-jährige Opfer, das Mitglied einer antifaschistischen Gruppe ist, schwer verletzt. Vorausgegangen war ein Streit, in dem das Opfer den Angeklagten als Mitglied mehrerer rechtsextremer Vereinigungen identifiziert hatte; Elf Monate auf Bewährung für NPD-Politiker. Weil er einen Studenten auf dem Mainzer Uni-Campus verprügelt und schwer verletzt hat, ist der hessische NPD-Vize Matthes zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Eine Schlägerei auf dem Campus der Uni Mainz hat nun Folgen für den Vize-Chef der hessischen NPD. Mario Matthes wurde vom Amtsgericht Mainz wegen Beleidigung und schwerer Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten verurteilt. Zudem muss der 23-jährige Student hundert Sozialstunden ableisten, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Rechtsextremismus: NPD will Hotel in Franken kaufen – Politik – zoomer.de – Wir machen Nachrichten

Rechtsextremismus: NPD will Hotel in Franken kaufen – Politik – zoomer.de – Wir machen Nachrichten

Ein Heim für Rechtsextremisten und Neonazis soll es wohl werden – das Hotel in Oberfranken, welches ein NPD-Funktionär kaufen will. Schon kommende Woche soll dort ein Treffen zum Heß-Todestag stattfinden. Die Gemeinde Warmensteinach will sich dagegen wehren. Der geplante Verkauf eines Hotels an die NPD sorgt derzeit in Warmensteinach bei Bayreuth für Aufregung. Einem Bericht der “Nürnberger Nachrichten” zufolge will ein hochrangiger NPD-Funktionär aus Hamburg das Gasthaus mit Saalbau und mehr als 60 Betten erwerben. Der Gemeinderat habe am Freitagabend eine Sondersitzung zu dem Thema abgehalten, am Montag werde bei der Bezirksregierung beraten. Kommende Woche solle in dem Hotel bereits eine private Veranstaltung zum Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß stattfinden, berichtet die Zeitung. Nach Informationen der oberfränkischen Behörden sei sich der Besitzer des 10.000 Quadratmeter großen Anwesens, ein Münchner Lehrer, bereits mit der NPD über den Verkauf einig. In der nächsten Woche solle der Notartermin stattfinden.

Verband distanziert sich von Rechten

Verband distanziert sich von Rechten – svz.de

Die Hotelbranche in Schwerin und Mecklenburg-Vorpommern distanziert sich von dem Treffen Rechtsradikaler und Rechtsintellektueller aus ganz Europa in der Landeshauptstadt. Das betonte gestern Valentin Resetarits, Vorsitzender der Fachguppe Hotels im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) MV. Der Dehoga werde behilflich sein, wenn Hoteliers die Tagungsgäste unwissentlich aufgenommen hätten und wieder loswerden wollten. Unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der rechtsextremen NPD-Fraktion im Landtag, Udo Pastörs, tagt die “Kontinent Europa Stiftung” nach eigenen Angaben seit gestern in einem Schweriner Hotel. Wie die NPD berichtete, nehmen zwischen 50 und 60 Leute an der Tagung teil.