Thüringen: Infos zum NPD-Landesparteitag 2008

de.indymedia.org | Thüringen: Infos zum NPD-Landesparteitag 2008
Am Samstag, den 12. April fand in Ronneburg bei Gera (Ostthüringen) der NPD-Landesparteitag statt. Der Machtkampf in der Thüringer NPD hat sich wohl vorerst zu Gunsten der alten Führung um Frank Schwerdt entschieden. Vor der Stellvertreterwahl wurde der Parteitag jedoch durch die Polizei aufgelöst. Es war eine Schlammschlacht wie aus dem Bilderbuch für die Thüringer NPD. Quasi aus allen Rohren schossen die etablierte NPD-Führung in Thüringen, das „Freie Netz Altenburg“ (= Thomas Gerlach) und Altermedia (eine bundesweite NPD-kritische, rechtsextreme Infoplattform) gegen die Herausforderer, bestehend aus Thorsten Heise aus dem Eichsfeld und Kai-Uwe Trinkaus. So wurde der Erfurter NPD-Vorsitzende Trinkaus öffentlich als ehemaliges Stasi- und SED-Mitglied denunziert. Heise, als Bundesvorstand der NPD für die Koordination der sogenannten „Freien Kräfte“ zuständig, wurde im NPD-Internetforum als Taugenichts und böser Kapitalist entlarvt, denn immerhin betreibe er ja einen Versandhandel mit schlechter Musik. Als Handlanger der alten Thüringer NPD-Führung erwies sich Thomas Gerlach, dessen Homepage, von Konrad Förster aus der Erfurter NPD treffend als „Netzmülltonne“ bezeichnet, diente als Denunziationsplattform. Gerlach als vermeintlich „freier“ Nationalist übernahm die Drecksarbeit und veröffentlichte die von Wieschke und co. forcierten Gerüchte und recherchierten Infos aus antifaschistischen Zeitungen über Trinkaus. Der Kampf um die sicher geglaubten Pfründe im Landtag 2009 scheint nach dem eilig durchgeführten Wahlparteitag der NPD nun entschieden. Frank Schwerdt setzte sich auf dem Landesparteitag der NPD in Ronneburg am vergangenen Samstag gegen Thorsten Heise durch. Laut Thüringer NPD wählten 60% der 110 wahlberechtigten Delegierten Schwerdt.

siehe auch: Thüringen: Mit Spannung erwarteter NPD-Parteitag unterbrochen. Auf Drängen des Vermieters ist laut einem Bericht der Zeitung Freies Wort am 12. April 2008 der Landesparteitag der Thüringer NPD in Rietzhain bei Ronneburg beendet worden. Der Gastwirt begründete dies nach Polizeiangaben damit, dass er keine Kenntnis über den Parteitag hatte und getäuscht wurde. Der Parteitag sei daher nach etwa vier Stunden unterbrochen worden. Etwa 50 Parteimitglieder demonstrierten nach Angaben der Polizeidirektion Gera in Ronneburg.

Axel Reitz vorzeitig aus Haft entlassen!

de.indymedia.org | Axel Reitz vorzeitig aus Haft entlassen!
Laut den FN Altenburg wurde der Pulheimer Neonazi Axel Reitz 1 Jahr früher aus der Haft entlassen.
Der Pulheimer Neonazi Axel Reitz wurde laut den FN Altenburg vorzeitig aus der Haft entlassen.
Seine Haftstrafe wegen Volksverhetzung, sowie diverser Vorstrafen sollte sich eigentlich auf 2 Jahren und 9 Monaten belaufen, seine Verurteilung war am 9. Sept. 2005, seine Haft trat Reitz allerdings erst am 26.7.2006 an und müsste folglich bis April 2009 sitzen.

Landser und NS-Propaganda im Downloadangebot

de.indymedia.org | Landser und NS-Propaganda im Downloadangebot
Wie jetzt bekannt wurde verbreitet der Dortmunder Neonazi Dustin Guske, alias „Zappel“ über ein von ihm betriebenes Internetportal massenhaft illegale bzw. indizierte Propagandamaterialien. Diese Internetpräsenz ist öffentlich zugänglich und seit März 2008 aktiv. Neonazis können sich dort beispielsweise bei Filmen welche die NS-Diktatur dazu nutze um den Holocaust ideologisch zu untermauern ihren geistigen „Background“ holen. Auch in der Vergangenheit nutzte Guske jenes Internetportal für seine Zwecke. Nachdem antifaschistische HackerInnen ihm pünktlich zu Weihnachten seine Internetdomain „puplic-ns“ zerlegten – betreibt Guske auf den daraufhin heruntergefahrenen Subdomains nun wiedereinmal Volksverhetzung allererster Sahne. So bietet Guske seit März 2008 indizierte RAC-Scheiben wie von der Rechtsrockband „Landser“ zum „Freedownload“ auf seiner Seite an.

siehe auch: Der «Giftschrank» im Downloadbereich. Etliche Propagandafilme der NS-Diktatur befinden auf dem Index. Antisemitische «Machwerke» wie zum Beispiel der als Dokumentarfilm getarnte «Der ewige Jude» werden aufgrund ihres extrem volksverhetzenden Inhalts und Charakters vom «Bundesfilmarchiv» darüber hinaus unter Verschluss gehalten. Ein Internetportal des Neonazis Dustin Guske stört sich nicht daran und verbreitet derzeit solch «Werbefilme zum Rassenhass» über das virtuelle Netz. Seit Anfang März 2008 werden über ein Internetportal namens «Nationale-Sozialisten» massenhaft indizierte Propagandaerzeugnisse bereitgestellt. Bereits zu Beginn wurden dort Musikalben der im Jahr 2005 als kriminelle Vereinigung verbotenen Rechtsrockband «Landser» zur Verfügung gestellt. Beobachter_innen der Interpräsenz sind erstaunt über die gewaltigen Mengen von Daten neofaschistischer und indizierter Musik, die dort zum Download angeboten wird. (…) Als Betreiber der Internetpräsens tritt kein Unbekannter in Erscheinung. Über den amerikanischen Provider «Dreamhost» stellte der in Dortmund wohnhafte Neonazi Dustin Guske das Internetportal in das virtuelle Netz. Szenebeobachter_innen sind insbesondere über das Verhalten von Behörden im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Guske verwundert. Nachdem zum Ende des letzten Jahres Hacker das von Dustin Guske betriebene Projekt «puplic-ns» angegriffen und gehackt hatten, wurden umfangreiche Daten zur Auswertung im Internet öffentlich bereitgestellt. Zu den von Dustin Guske betriebenen «Subdomains» gehört auch das Internetportal «Nationale-Sozialisten» das mittlerweile wieder von Guske in Betrieb genommen wurde. Ein Teil der dort bereitgestellten Daten wurden anfänglich über andere neonazistische Internetseiten weiterverbreitet. In Amerika angemeldete Internetdomains dienen der Szene seit langen als Internetbörsen, fern ab des Zuständigkeitsbereiches deutscher Behörden. Seit März 2008 stellt nun die von Guske bereitgestellte Domain der «Nationalen-Sozialisten» das Portal für die freie Weiterverbreitung der Propagandainhalte. Diese Internetseite ist eine von rund 60 weiteren, welche Dustin Guske im Internet zwischenzeitlich bereitgestellt hatte und die der neonazistischen Szene als Vernetzungsplattform dienen.

Three face trial for racial attack

RussiaToday : News : Three face trial for racial attack

Three men are to be put on trial for a racially-motivated assault on three Chinese nationals in Moscow. The attackers are accused of knifing the men last month. Russia’s fight against a deadly wave of racism and xenophobia has become a top priority for the government. Race-related crimes are often prosecuted on charges of hooliganism rather than as racially-motivated attacks. According to the Moscow-based Centre for Information and Analysis, there were 540 hate crimes during 2006. Ten per cent of those ended in murder. Only a third of those who stood trial were convicted.

Kriminelle Nazi-WG

Bnr.de – Kriminelle Nazi-WG

Mitbewohner von Aktivisten der „Nationalen Offensive Schamburg“ steht unter Mordverdacht. Das kriminelle Umfeld der als militant geltenden „Nationalen Offensive Schaumburg“ (ehemals Kameradschaft Weserbergland) scheint größer als bisher angenommen. Mitte März 2008 wurde Bernd S. wegen Mordverdachts festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Bückeburg verdächtigt den 30-Jährigen, vor sieben Jahren die 48-jährige Krystyna Pagacz-Znoj ermordet zu haben. DNA-Spuren führten die Ermittler zur Nazi-WG nach Lindhorst bei Stadthagen. Dorthin hatte sich Bernd S. nach seiner Haftentlassung im Sommer 2007 umgemeldet. Fünf Jahre zuvor war er wegen zwei Banküberfällen in Rehren und Eisbergen verurteilt worden. Kaum auf freiem Fuß suchte der Rintelner Kontakt zu den Anführern der „Nationalen Offensive Schaumburg“ (NOS). Gemeinsam mit Arwid Strelow, einem der Köpfe der NOS, soll S. im vergangenen Jahr einen gemeinschaftlichen Diebstahl auf einer Baustelle begangen haben. Strelow sitzt seit Oktober letzten Jahres eine rund 2-jährige Haftstrafe unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ab. Sein Kamerad S. sollte sich derweil um das Haus in Lindhorst kümmern. Dort halten sich auch immer wieder die weiteren NOS-Anhänger Marcus Winter und Marco Siedbürger auf. Auch Winter saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis, er wurde 2002 mit Haftbefehl gesucht, weil er einen Schüler misshandelt hatte. Zur Zeit läuft ein Verfahren gegen den ehemaligen NPD-Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2005 wegen Volksverhetzung.

anm dokmz, 9.12.09: Einer der hier genannten hat uns geschrieben, dass die “Die im Artikel aufgestellten Behauptungen sind falsch und entsprechen nicht der Wahrheit. Weiter handelt es sich bei meiner Person nicht um eine Person des öffentlichen Lebens“. Besagter Artikel stammt aus dem blick nach rechts (bnr), dort auch weitere Artikel. So lange in der Originalquelle keine Gegendarstellung / Veränderung ist, hier folglich auch nicht…

Artikel auch bei redok, Antifa-Infoportal Weser (Links Presseschau und Infos), RASH (Berufungsverhandlung). Bei redok u.a. zu lesen (25.06.09): “Währenddessen beteiligt sich jedoch der Neonazi Arwid Strelow aus Lindhorst (Kreis Schaumburg) nach Verbüßung einer Haftstrafe wieder regelmäßig an rechten Aktivitäten. Er organisierte im thüringischen Arnstadt einen Info-Stand für den “Trauermarsch” in Bad Nenndorf (Schaumburg). Auch zu der Sonnwendfeier am vergangenen Wochenende in Eschede, zu der rund 250 Neonazis kamen, reiste er an. Hier gab es ebenfalls einen Stand zum “Trauermarsch”.” – noch Fragen, Kienzle?

MVP: V7-Versandhändler verurteilt

NPD-BLOG.INFO » MVP: V7-Versandhändler verurteilt

Der 40-jährige Lutz B. ist laut einem Bericht der Ostsee-Zeitung hauptamtlicher Inhaber und Geschäftsführer des in Plüschow ansässigen V7-Versandes, der Kleidung, Musik und sonstige Accessoires aus der rechten und rechtsextremen Ecke vertreibt. Alles in allem, so schätzt das Berliner Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum (Apabiz), mache B. damit mindestens 750.000 Euro Jahresumsatz. Unter anderem auch mit CDs der Gruppe Endlöser mit dem Titel “Wir geben Gas”. Titel, die nach Auffassung von Amtsrichter Hinrich Dimpker “an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten” seien. Texte und Aufmachung gehen in eine eindeutige Richtung – so eindeutig, dass das Bremer Amtsgericht den Vertrieb des Albums im vergangenen Jahr unter Strafe stellte. Das wusste B. nach eigenen Angaben nicht, hatte sich betreffs der Liedtexte sogar über einen Rechtsanwalt rückversichert, berichtet die Ostseezeitung. Der gab demnach angeblich grünes Licht und so bot B. die CD über seinen Versand zum Verkauf. Und deswegen saß B. im Saal 3 des Amtsgerichts Grevesmühlen, angeklagt wegen Volksverhetzung. Und das nicht zum ersten Mal. Die Texte der auf der CD enthaltenen Lieder, so die Anklage, schürten Hass gegen Juden und Ausländer und beschimpfe Teile der Bevölkerung. Sogar einen eigenen Musikverlag hat B. für die Produktion und den Vertrieb derartiger Musik gegründet: V7-Records. Außerdem gehört eine Textildruckerei zu seinem Unternehmen.

Unterirdischer Neonazi-Treff verschwindet – Lübben will »Bunker 88« abreißen – Demonstration und Forum gegen Rechten-Aufmarsch geplant

Unterirdischer Neonazi-Treff verschwindet – Lübben will »Bunker 88« abreißen – Demonstration und Forum gegen Rechten-Aufmarsch geplant | Linie eins – Online-Nachrichten

Illegale Konzerte, verbotene Symbole und rechtsradikale Parolen – die brandenburgische Stadt Lübben ist durch den Neonazi-Treff »Bunker 88« in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Der Ort bildet das Tor zum Spreewald, ein Großteil der Menschen dort lebt vom Tourismus. Die rechte Szene hat der Branche bislang sehr geschadet. Nun hat man in Lübben von dem braunen Treiben genug: Die Stadtverordnetenversammlung wollte noch am Donnerstagabend über den Kauf des Neonazitreffs entscheiden, um ihn danach abzureißen. An der Stelle des rechtsradikalen Treffpunkts soll ein Wohngebiet entstehen.

Dresden: Nazi-Prozess gegen “Sturm 34” beginnt

Dresden: Nazi-Prozess gegen “Sturm 34” beginnt

Ziel der rechtsextremen Kameradschaft war nach Angaben des Staatsanwalts, eine “national befreite Zone” zu schaffen – notfalls mit Gewalt. Zu Beginn des Prozesses soll zunächst die Funktion eines ominösen Vermittlungsmannes in der Szene geklärt werden. Der Prozess um die verbotene rechtsextreme Kameradschaft “Sturm 34” aus dem sächsischen Mittweida wird von Fragen über einen angeblichen Informanten des Staatsschutzes begleitet. Kurz nach dem Prozessauftakt am Donnerstag hatten Verteidiger von vier der fünf angeklagten Männer beantragt, die Verhandlung am Dresdner Landgericht auszusetzen. Sie wollten zunächst prüfen lassen, ob und in welchem Maße V-Männer des Verfassungsschutzes an der Gründung der Kameradschaft beteiligt waren und nachrichtendienstliche Mittel beim Observieren zum Einsatz kamen. Entsprechende Hinweise hatten sie in den Akten vermisst. Die Staatsschutzkammer wies den Antrag zurück.

siehe auch: Der Fall “Sturm 34”: Bastelt der Verfassungsschutz an “Nazi Marke Eigenbau”? Fünf Mitglieder der verbotenen Kameradschaft „Sturm 34“ müssen sich vor Gericht wegen der Bildung einer kriminelle Vereinigung, Körperverletzung und weiterer Delikte verantworten. Einer von ihnen steht als V-Mann auf der Gehaltsliste des sächsischen Verfassungsschutzes. Er soll Gründer der rechten Kameradschaft sein. Schafft sich also der Verfassungsschutz seine eigenen Gegner? Jürgen Gansel, NPD-Abgeordneter im sächsischen Landtag, sieht die Sache wie folgt: Polizei-Spitzel scharren einige naive Jugendliche um sich und animieren sie zu Straftaten. Das alles passiert, um Propaganda gegen die „seriöse nationale Opposition“ (gemeint ist die NPD) zu machen. Aber nicht nur von der Rechten kommt Kritik an den „Edelspitzeln“, die sich der Verfassungsschutz in leitenden Funktionen von zweifelhaften Organisationen und Parteien hält. Auch von der Linken werden „bezahlte Spitzel und bezahlte Provokateure“ gebrandmarkt. Also keine Spitzel mehr in leitenden Funktionen?; V-Mann fühlt sich getäuscht. Prozess gegen die verbotene Nazi-Kameradschaft “Sturm 34” in Dresden: Vor Gericht steht auch ein 40-Jähriger, der als Informant für den Staatsschutz wirkte
. Mit einer fragilen Anklagekonstruktion hat am Donnerstag vor dem Landgericht Dresden der Prozess gegen mutmaßliche Rädelsführer der paramilitärischen Nazi-Kameradschaft “Sturm 34” begonnen. Den fünf Angeklagten wird Bildung einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung, Volksverhetzung und Landfriedensbruch vorgeworfen. Unter ihnen befindet sich allerdings auch der 40-jährige Matthias R., der unbestritten wenige Tage nach Gründung von “Sturm 34” Anfang März 2006 als Informant des Staatsschutzes tätig wurde. Ob er zuvor bereits als V-Mann in der Vorläuferorganisation “Division Sächsischer Sturm” aktiv war, ist noch offen. “Sturm 34” erwarb sich durch organisierte Überfälle seiner bis zu 50 Mitglieder im Raum Mittweida und Mittelsachsen bald einen üblen Ruf.

Naturreligiöse Siedler: Sinninger NPD-Gedankengut jetzt auch im Runenhof?

Naturreligiöse Siedler: Sinninger NPD-Gedankengut jetzt auch im Runenhof? – Neuburg – Augsburger Allgemeine

Im Pöttmeser Ortsteil Echsheim – direkt an der Landkreisgrenze zu Neuburg-Schrobenhausen – ist ein Projekt im Aufbau, das in mancherlei Hinsicht an frühere rechtsradikale Aktivitäten in Sinning erinnert und antifaschistische Beobachter in Alarmbereitschaft versetzt. Eine Gruppe, die sich als “Naturreligiöse Siedlungsgemeinschaft Dorflinde” bezeichnet, betreibt im Ort den “Runenhof im Lindengrund”.In der Vereinssatzung werden Ziele formuliert, die eine Sekte vermuten lassen. Kritiker wollen jedoch einen rassistisch-völkischen Charakter erkennen. Verbindungen zur rechtsradikalen Szene sieht man nicht zuletzt deshalb, weil der Eigentümer des Echsheimer Bauernhofs derselbe ist, dem Sinning im Jahr 1998 den schmählichen Beinamen “Nazi-Dorf” zu verdanken hatte. Bekanntlich hatte der Mann damals Verlag und Redaktion des NPD-Organs “Deutsche Stimme” in seinem dortigen Anwesen eingerichtet und seine Gesinnungsgenossen ins Dorf geholt, darunter deutschlandweit bekannte Neonazis. Auch in Sinning war früher die Rede von “Naturreligionen” und einem Siedlungsprojekt, in dem der Kreis um den Drahtzieher ein “arteigenes Leben” führen wollte. 1998 wurde er wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz festgenommen. In einer spektakulären Razzia – der bis dahin größten im süddeutschen Raum gegen Neonazis – durchsuchten 300 Polizeibeamte Wohnungen, Garagen, Lagerhallen, Waldhütten und Bunkeranlagen bei Neuburg und Pfaffenhofen. In 22 Objekten fanden die Ermittler Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Handgranaten, Munition und Tretminen. Der Hauptakteur, Eigentümer des Sinninger Anwesens, wurde 1999 zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt. Er war früher schon Mitglied der rechtsterroristischen Wehrsportgruppe Hoffmann (Verbot 1980) und der Wiking-Jugend. Heute nun gehört dem Militaria-Händler der Runenhof in Echsheim und er bekleidet im Verein der naturreligiösen Siedlungsgemeinschaft die Position des Schatzmeisters.

Nazikundgebung verhindern

[inforiot] alternative termine & news für brandenburg – Nazikundgebung verhindern

Am Samstag den 12. April, wollen die rechtsextreme »NPD – Dahmeland« und die neonazistische Kameradschaft »Freie Kräfte Teltow-Fläming« (FKTF) eine Kundgebung auf dem Rathausvorplatz in Ludwigsfelde abhalten. Unter dem vermeintlich bürgerlich-konservativen Veranstaltungsmotto “Kinder sind Zukunft – Die Zukunft unseres Volkes!” mobilisieren die Neonazis seit einigen Wochen besonders unter Jugendlichen. Mit solchen Aktionen versucht sich die »NPD-Dahmeland« seit Anfang des Jahres auch im Landkreis Teltow-Fläming als Partei zu etablieren. Aufgrund eigener struktureller Schwäche in der Region muss sie dabei jedoch noch auf Neonazi-Gruppen wie die »Freien Kräfte« zurückgreifen, allerdings nicht ohne die Hoffnung dabei auch parteipolitischen Nachwuchs zu rekrutieren. Daher ist diese Veranstaltung hauptsächlich als Auftaktkundgebung der NPD im Landkreis für den diesjährigen Kommunalwahlkampf zu werten, aber auch als kritischer Punkt in einer gesellschaftspolitischen Entwicklung, in der Neonazis und rechtsextremistische Parteien immer selbstbewusster ihre faschistischen Gedanken öffentlich verbreiten und sich politisch organisieren.