Premiere: Klarmanns Welt zensiert Überschrift

Premiere: Klarmanns Welt zensiert Überschrift – klarmann – @ myblog.de
Erstmals hat „Klarmanns Welt“ die Überschrift eines Beitrages nicht korrigiert oder einem Artikel-Update angepasst, sondern zu einer Art von Selbstzensur gegriffen. Grund dafür war, dass die NPD sich und ihr Anliegen falsch dargestellt sah und eindringlich um Änderung bat. Der Artikel ist nun überschrieben mit dem Titel: NPD erhöht XXXXXXXX und droht mit XXXXXXXXXXXX. Weiteres zu der Premiere siehe in der Anmerkung am Ende des Beitrages. Wie indes der nachfolgend dokumentierte Screenshot von der Homepage der eng mit der NPD verwobenen Neonazi-Gruppe „Kameradschaft Aachener Land“ zeigt, bevorzugt die KAL weiterhin den Klartext.

Über die Arbeitsweise von jungen Kellernazis und ähnlichen Gesellen

rigardi.org – anders, kritisch, unabhängig. – Über die Arbeitsweise von jungen Kellernazis und ähnlichen Gesellen
Seit geraumer Zeit nun beobachte ich, wie sich der rechte blaurange Rand so gebärdet. Dementsprechend spannend waren auch die Messages im ÖH-Wahlkampf für mich, genauso wie alltäglichen Tiraden und Verwirrungen in diesen Breiten. Mir stellte sich jedoch seit jeher eine Frage: Woher beziehen die Vertreter dieses Sektors ihren Nachwuchs, der ab und an in Erscheinung tritt, wie jüngst der RFJ mit seiner Forderung nach der Abschaffung des Wiederbetätigungsverbots. Dass man bei Freiheitlichen und Bündnislern oft aus Burschenschaften rekrutiert, ist nicht neu, aber das allein kann es ja nicht gewesen sein. (…) Fast zu auffällig: Von Teilen auf das Ganze schließen. Einzelfälle werden – ohne Quelle – dargelegt um eine ständige Bedrohung zu belegen. Eine wahllose Aneinanderkettung von gerade passenden Ereignissen, ungeachtet deren tatsächlichen Hergangs oder der Angabe einer Relation. (…) Quasi das Kernstück des Beitrags. Die absurde Verschwörungstheorie wird zu einer bedrohlichen Angstkulisse aufgebaut, vor der natürlich eine Gewissensfrage gestellt wird, die im Kontext des Textes klarerweise nur mit “Ja” beantwortbar ist. Ein billiger Trick, wer sich aber vom Anfang des Textes bereits “sensibilisieren” ließ, steigt darauf ein.

Rechtsradikale marschieren in Nienburg

Hannoversche Allgemeine Zeitung
Rechtsradikale marschieren in Nienburg

Rund 60 Rechtsradikale haben nach Angaben der Polizei am Samstag in Nienburg gegen die Globalisierung demonstriert. Die Kundgebung, zu der die niedersächsische NPD und rechtsextreme Gruppierungen aufgerufen hatten, verlief weitgehend friedlich. (…) Als Redner bei der Kundgebung in der Nienburger Innenstadt hatte die NPD ihren Landessprecher Andreas Molau sowie Dieter Riefling und Christian Worch angekündigt.

Ein Viertel gegen Goaliat

taz 8.6.07 Ein Viertel gegen Goaliat
Am kommenden Sonntag demonstriert in Bochum ein ganzer Stadtteil gegen ein Geschäft, in dem Mode für die rechte Szene verkauft wird. Der Laden-Besitzer leugnet Kontakte zu Neonazis (…) Im “Goaliat” werden Kleidungsstücke und andere Utensilien angeboten, die zu Erkennungsmarken der rechtsextremen Szene gehören. Ladenbesitzer Torsten Kellerhoff leugnet Kontakte zur rechten Szene. Er sei ein “unpolitischer” Hooligan. Dabei müsste er es besser wissen: Goaliat bietet vor allem Kleidungsstücke von “Thor Steinar” an. “Die Hersteller der Marke und auch die Verkäufer sind darüber informiert aus welcher Ecke ihre Hauptkundschaft stammt. Ohne die Absätze in der extrem rechten Szene hätten sie ein Problem zu überleben”, sagt Tony Peters vom antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum berlin (apabiz). Hans-Peter Killguss vom DGB-Verein “Mach meinen Kumpel nicht an!” macht ähnliche Erfahrungen: “Schüler, die ,Thor Steinar’-Sachen tragen, wissen, in welchem Kontext sie sich bewegen.”
“Goaliat ist ein landesweiter Schwerpunktladen für Thor Steinar”, sagt ein Mitarbeiter des “Antirassistischen Bildungsforums Rheinland” (ABR). Darüber hinaus gebe es noch etliche andere Geschäfte, die die Marke anbieten – darunter der kürzlich geschlossene Neonaziladen “Donnerschlag” in Dortmund. So genannte Mitläuferläden, die nicht offen als Naziläden bekennen, dienten als Schnittmenge zwischen der Neonaziszene und ihren Sympathisanten. In den Internetforen der “Freie Nationalisten Bochum/Hattingen” fürchtet man bereits, dass der Besitzer seinen Laden aufgeben könne. Aufrufe, Goaliat politisch zu unterstützen, gibt es ebenfalls. Gerüchten zufolge soll Kellerhoff über eine Vergrößerung seines Geschäfts nachdenken.

net-tribune: O2 und Deutsche Post warben versehentlich auf Neonazi-Websites

net-tribune: O2 und Deutsche Post warben versehentlich auf Neonazi-Websites
(…) Auf den «.tk»-Seiten werden im zeitlichen Wechsel Banner verschiedener Firmen vor die eigentliche Seite geschaltet, unter ihnen bis Mittwochvormittag das Telefonunternehmen O2, eine Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns, und die Deutsche Post AG. Das führte zu dem bizarren Zusammentreffen eines Konterfeis von Thomas Gottschalk, der neben einem Foto vom Hermannsdenkmal und der Überschrift «Aktionsbüro Westdeutschland – national und sozialistisch» für die DHL-Packstation warb. (…) Dazwischen bietet eine mit dem «Aktionsbüro Westdeutschland – national und sozialistisch» verlinkte Seite namens «Nationaler Widerstand Bielefeld» auf den ersten Blick nicht das Erwartete, sondern Angebote für schnelle Kredite. Am rechten Ende des «.tk»-Spektrums tauchen über weitere Nachrichten über einen «hinterhältigen Angriff auf NPD-Funktionär», Bestellmöglichkeiten für Sprühschablonen (»Nur zur Verschönerung des eigenen Zimmers») und ein Kommentar zu «Scheinheiligendamm» auf.

Rechte Symbole im Wandel

taz 8.6.07 Rechte Symbole im Wandel
Neonazis haben ihr Outfit geändert. Der Style orientiert sich auch am Mainstream und am politischen Gegner

Die Modemarke “Thor Steinar” gehört zu den Erkennungsmarken in der rechten Szene. Dem Hersteller Mediatex werden Kontakte zum im Deutschland verbotenen Neonazinetzwerk “blood & honour” nachgesagt. In Dänemark wird “Thor Steinar” von demselben Postfach aus vertrieben wie das rechtsextreme Label “Nordland-Records”, in Schweden ist die Postadresse identisch mit der einer Neonazidruckerei. (…) Einigen dieser Marken ist es gelungen, die ,Nazi-Schmuddelecke’ zu verlassen und für nicht-rechte Jugendliche interessant zu werden”, so asp. Die Unterscheidung zwischen rechts und links wird immer schwieriger. In ihrer Symbolik orientieren sich die Neonazis an der Autonomen Antifa. Deren Fahnen-Symbol haben die “Kameraden” übernommen, der Spruch “Antifaschistische Aktion” wurde durch “Nationale Sozialisten – Bundesweite Aktion” ersetzt. “Autonome Nationalisten” sammeln sich im “schwarzen Block”. Auf Demos läuft linke Musik von “Slime” oder “Einstürzende Neubauten”, Palästinenser-Tücher” oder Fahnen mit dem Konterfei von Che Guevara sollen die Solidarität mit nationalrevolutionären Befreiungsbewegungen dokumentieren.

rechtes Blackmetalkonzert in Mittelfranken

de.indymedia.org | rechtes Blackmetalkonzert in Mittelfranken
Am kommenden Samstag, den 9. Juni 2007, soll im mittelfränkischen Gremsdorf in der Gaststätte Göb (Hauptstr. 14, 91350 Gremsdorf) ein Konzert der rechtsradikalen Blackmetallbands “Absurd”, “Blessed in Sin”, “Finis Gloria Dei” und “Funeral Winds” stattfinden.Es reicht!!!

Seit vielen Jahren finden in der Gaststätte Göb in Gremsdorf (Mittelfranken) Veranstaltungen rechtsradikaler Vereine/Parteien und Rechtsrockkonzerte statt. Im Januar 2004 spielte die rechtsextreme Band “Absurd” das erste mal dort auf. Ihr zweites Konzert gaben “Absurd” im Februar 2005 in Gremsdorf vor 140 Gästen. Mai 2004 spielten drei rechte Bands bereits vor einem Publikum von 250 Personen. Aber auch rechtsradikale Vereinigungen nutzen die Gaststätte für Veranstaltungen: Die “Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e. V.” hielt im März 2005 ihre Jahresversammlung in Gremsdorf ab. Dessen nicht genug veranstaltete die bayerische NPD ihren Landesparteitag im Mai 2005 in der Gremsdorfer Gaststätte.
Dem Betreiber der Gaststätte, Herrn Göb, wurden von seiten der Lokalpolitik mehrere wirtschaftlich interessante Angebote gemacht, die er allerdings immer ausschlug. Das Argument, er sei auf die Erträge aus der Saalmiete angewiesen, hat sich damit auch erledigt. Es geht ihm nicht ums Geld sondern um die Unterstützung von Nazis; seien es die Anzugträger von der NPD, Skinheads oder Blackmetaller!

Neue AntiAntifa-Bestrebungen in Pankow

de.indymedia.org | Neue AntiAntifa-Bestrebungen in Pankow
Vor kurzem tauchte im Netz eine Webseite mit dem Namen “Gegen Antifa Pankow” auf. Auf ihr waren Fotos und Namen von vermeintlichen Antifaschist_innen, Journalist_innen und Anwält_innen zu finden. Die Neonaziszene in Pankow ist seit jeher dafür bekannt, dass sie Namen und Adressen von vermeintlich Linken ausspäht, sammelt und diese auch nutzt, um gewaltsam gegen die Zielpersonen vorzugehen. Seit Jahren vorne mit dabei sind die Neonazis Andy Fischer, Martin Stelter und ihr politisches Umfeld. (…) Der neueste Fall der AntiAntifa-Bestrebungen war auch der seit langem plumpeste. Der Neonazi Thomas Gläser hatte im Internet dazu aufgerufen, dass ihm »Namen, Adressen oder Bilder von Zecken« zugeschickt werden sollten, die er auf seine Seite www.gegenantifapankow.de.tl veröffentlichen wollte. Sicherheitshalber hatte er auch die Internetpräsenz www.gegenantifapankow.com angemeldet und dabei seinen Namen und seine Adresse offenbart. Es fanden sich tatsächlich Neonazis die ihm einige Fotos zukommen ließen, ingesamt mehr als 100, die er in regelmäßigen Abständen von seiner Wohnung in der Elsa-Brändström Strasse 28 aus auf die Seite lud. Tatkräftig wurde er dabei von der Pankower Kameradschaft “Vereinte Nationalisten Nordost” unterstützt, aber auch vom dem Prenzlauer Berger Naziladen “Harakiri”, dessen Besitzer Henry Harm, Gläser Bilder seiner beiden Überwachungskameras zur Verfügung stellte.
Brisant dabei: Die Außenüberwachungskamera filmt nicht den Laden an sich, sondern das davor liegende Straßenland. Der Laden überwacht also nicht nur seine Kund_innen, sondern auch alle Passant_innen, die sich 10 Meter vor dem Laden befinden.

NPD will in Rostock “dabei sein” – Kameradenschelte über “Mediengag”

redok – NPD will in Rostock “dabei sein” – Kameradenschelte über “Mediengag”
NPD will in Rostock “dabei sein” – Kameradenschelte über “Mediengag” PDF Drucken E-Mail

Die NPD will am kommenden Donnerstag am Rostocker Stadthafen demonstrieren. Damit will die Partei nach den schweren Krawallen am vergangenen Samstag, die den linksautonomen “Schwarzen Block” in die Schlagzeilen brachten, nun auch im Mittelpunkt der Medienöffentlichkeit stehen. Kritik an der geplanten Demo kommt ausgerechnet von den aktivistischen Neonazi-Kameradschaften. Nachdem die seit einem halben Jahr vorbereitete NPD-Demonstration anlässlich des G8-Gipfels in Schwerin verboten worden war, hatten Parteimitglieder wie auch Gruppen der “Freien Kameradschaften” in einer Reihe von Städten unangemeldete Demonstrationen durchgeführt. (…) Die NPD wolle “nun in Rostock ein Zeichen setzen”, so Pastörs, nachdem die eigentliche Partei-Demo verboten wurde. Udo Voigt begründete die Frage:”Warum wir in Rostock dabei sein müssen” mit der Aufforderung: “Wir dürfen es nicht zulassen, daß die alte Hansestadt Rostock völlig den Linken überlassen wird.” Das wolle man “der Weltöffentlichkeit zeigen”. Kaum war der Plan bekannt geworden, regte sich massive Kritik innerhalb der extremen Rechten. Nicht nur Gallionsfiguren wie der Hamburger Neonazi Christian Worch, sondern sogar örtliche Parteigliederungen kündigten einen Boykott der Rostock-Demo der NPD an. Ausgerechnet aus den Reihen der aktivistischen Kameradschaften, die sonst gerne die NPD wegen ihrer vermeintlich legalistischen und zurückhaltenden Aktionen attackieren, kamen harsche Töne wie: “taktisch eine absolute Dummheit”, “will man denn unbedingt einen ‘Blutdonnerstag’?”, “Karrikatur”, “Mediengag”, “entgegen jeder Vernunft”.