Unsägliche Anhäufung von Floskeln

ND – Unsägliche Anhäufung von Floskeln – 30.07.07
Ignoranz gegenüber rechtsextremen Strukturen werfen autonome linke Gruppierungen staatlichen Institutionen regelmäßig vor. Aktuelles Beispiel ist die rechtsextremistische Musikszene. Während Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) soeben Bilanzen über »politisch motivierte Straftaten« vorlegte, wird seine Behörde vom Antifa Info Portal in Magdeburg mangelnder Sachkunde geziehen. Der von Hövelmann im Juli vorgelegte Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2006 »ist nicht nur ungenügend, er deckelt das Problem Rechtsextremismus sogar noch«, so Sprecherin Sandra Bergmann. Brisant sind die Vorwürfe vor dem Hintergrund nicht endender Presseberichte, in denen über Versäumnisse der Landesbehörden beim Vorgehen gegen Rechtsextreme und mögliche Verquickungen von Beamten mit der Szene die Rede ist. In dem Verfassungsschutzbericht werde eine einzige rechtsextremistische Musikband namentlich genannt; nicht erwähnt würden deren Verbindungen ins gewaltbereite Neonazi-Spektrum, kritisieren die Aktivisten der Antifa. Und dass diese Gruppe auf dem Gedenkkonzert für den Gründer des »Blood and Honour«Netzwerkes Ian Stuart gespielt habe, werde ebenfalls nicht erwähnt, obwohl der Bericht »Nachfolgeaktivitäten von »Blood and Honour« erwähnte – im Ausland. Währenddessen hat das Konzert »in einer Scheune im sächsischen Borthen« stattgefunden, so die Antifa-Insider. Weitere Bands, die zum Teil internationale Bedeutung hätten, fänden sich in dem Bericht gar nicht erst. Sie selbst kommen auf die beachtliche Zahl von 30 Bands und Liedermachern mit rechtsextremistischem Hintergrund.

Antifa kapert Neonazi-Event

taz, die tageszeitung – Antifa kapert Neonazi-Event
Wilhelmshaven bleibt ein Aufmarsch der “National-Sozialistischen Bewegung Deutschland” erspart: Die örtliche Antifa gab sich als Bündnispartner aus und sabotierte das Treiben der Rechten. Die akzeptieren vor Schreck sogar ein Verbot. Die Kundgebung ist vorab verboten worden. Angeführt von der Parole “Schluss mit der Fremdherrschaft” wollte die “National-Sozialistische Bewegung Deutschland” (NBD) eigentlich am heutigen Sonnabend durch Wilhelmshaven marschieren. Doch sogar wenn die Neonazis das Verbot per Gericht hätten aufheben lassen: Sie hätten nicht auftreten können. Einer örtlichen Antifa-Initative gelang es, die Leitung ihrer Kundgebung zu übernehmen. (…) Die Undercover-Antifaschisten versprachen dem Neonazi, all seine Probleme mit dem Aufmarsch zu lösen. Ein Vorabtreffen ließen sie platzen – unter Hinweis auf einen angeblichen Angriff “von Antifas”. Den habe es zwar nie gegeben, sagt Gloger, aber Krug habe den “Kameraden” geglaubt und über die “Antifa-Plage” gewettert. Die feindliche Übernahme des Marschs, sagt Gloger, sei durch die mangelnde Unterstützung der NBD durch NPD und die Kameradschaft AG Wiking vor Ort erleichtert worden.

siehe auch: “Der Coup ist gelungen”. Kreative AntifaschistInnen behindern Nazi-Kundgebung in Wilhelmshaven. Am 28. Juli wollte die NBD („National-Sozialistischen Bewegung Deutschland“) eigentlich eine Kundgebung in Wilhelmshaven abhalten. Diese Kundgebung sollte unter dem Motto „Schluss mit der Fremdherrschaft” stehen und die angebliche „Besatzung Deutschlands“ durch „Usrael“ und die „USA“ thematisieren.

Police Investigate Possible Hate Crimes in Fremont

WTOL-TV Toledo, OH: Police Investigate Possible Hate Crimes in Fremont
Police in Fremont are investigating possible hate crimes directed at the NAACP. Detectives say some one is throwing propaganda into several people’s yards, with some of the writings targeting Dallas Leake, president of the Fremont chapter of the NAACP, and a former school board member. (…) The letters also contain swastikas and praise for Adolph Hitler. The hateful messages have been tossed into yards and sidewalks, and seem to be increasing in recent days. “They are rolled up in newspapers to weight them, so people think they are newspaper deliveries,” said Sgt. Ken Buchele of the Fremont Police Department. “They will go out and open it up, and lo and behold, there’s a hate propaganda.” Many of the letters contain web addresses for the National Socialist Movement, the same pro-Nazi group that sparked riots in north Toledo back in 2005.

Bad Nenndorf: Naziaufmarsch und Gegendemo

de.indymedia.org | Bad Nenndorf: Naziaufmarsch und Gegendemo
Am 28. Juli marschierten ca. 170 Neonazis durch Bad Nenndorf. An der antifaschistischen Gegendemo beteiligten sich über 400 Menschen. Durch eine Blockade am Bahnhof konnte die Anreise der Nazis massiv behindert werden. Die Polizei fiel durch brutale Übergriffe gegen Antifaschist_Innen auf. (…) So hatte sich Marcus Winter, der Kopf der Schaumburger Neonazigruppe “Nationale Offensive Schaumburg” (NOS) und Verantwortlicher für den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf das wohl nicht vorgestellt: Als er am Morgen des 28. Juli mit etwa 20 anderen “Kameraden” in Lindhorst in die S-Bahn in Richtung Haste einsteigen wollte, musste er feststellen, dass der Zug voller Antifaschsit_Innen war. (…) Als um kurz nach 13.00 Uhr auch die “Fußgänger” und ihre Polizeieskorte in Bad Nenndorf eintrafen, setzte sich am anderen Ende des Bahnhofsvorplatzes der Naziaufmarsch in Bewegung. Die Neonazis selbst sprechen von einem “Trauermarsch”, da sie vermeintlichen deutschen Opfer eines britischen Internierungslagers im “Wincklerbad” hinterher weinen. Hintergrundinformationen dazu gibt es unter http://de.indymedia.org/2007/07/189103.shtml. (…) Die Polizei garantieret den Neonazis so einen weitgehend störungsfreien Aufmarsch, der unter dem geschichtsrevisionistischen Motto “Gefangen, gefoltert, gemordet – Damals wie heute: Besatzer raus!” stand. Als Veranstalter trat offiziell nicht die NOS auf, sondern wie im letzten Jahr ein “Ehrenkomitee 8. Mai”, hinter dem sich das “Aktionsbüro Norddeutschland” verbirgt. Auf der rechten Zwischenkundgebung am Wincklerbad sprachen mehrere Redner: neben dem Düsseldorfer Kameradschaftsführer Sven Skoda u.a. auch Andreas Molau, der Spitzenkandidat der NPD im niedersächsischen Landtagswahlkampf. Molau sucht bewusst die Nähe zu den “Freien” Kameradschaften, da die NPD im Wahlkampf auf deren Hilfe angewiesen ist.

siehe auch: Bad Nenndorf: Brutale Polizeiübergriffe überschatten Demonstration. 400 Menschen demonstrieren gegen Nazi Aufmarsch am 28.07.2007 in Bad Nenndorf unter dem Motto “Für das Ende sorgen wir” / Knapp zweistündige Blockade von etwa 200 Menschen am Bahnhof / Nach starker Verspätung marschieren 180 Nazis nahezu ungestört / Brutale Polizeiangriffe überschatten die Demonstration / Mehrere Verletzte;

4. August: Erneutes NPD-Fest in Dresden Pappritz geplant – antifaschistische Demonstration angemeldet

Das rote Blog » Blog Archiv » 4. August: Erneutes NPD-Fest in Dresden Pappritz geplant – antifaschistische Demonstration angemeldet
Am 4. August wollen sächsische Neonazis in Dresden-Pappritz einen so genannten “Sachsentag” durchführen. Dabei handelt es sich um ein schlecht getarntes Neonazi-Konzert-Festival. AntifaschistInnen und engagierte Menschen aus Dresden werden dagegen vorgehen und mit einer Demonstration am selben Tag vor Ort sein. (…) Da die NPD derzeit logistisch wie finanziell nicht in der Lage ist, einen Großevent wie das „DS“-Fest erneut durchzuführen, verlegt sie sich deshalb auf kleinere, “familienfreundlichere” regionale Feste. So findet z.B. zeitgleich in Sangershausen (Sachsen-Anhalt) ein ähnliches NPD Fest, mit Folklore, Nazirock und politischer Agitation statt. Das bedeutet natürlich nicht nur, dass deutlich weniger Neonazis zu erwarten sind, sondern auch dass die Attraktivität eines solchen Ereignisses in der Szene selbst gering bleiben wird. Davon, dass “Familien”, die sich außerhalb des NPD-Spektrums verorten, daran teilnehmen, kann ohnehin keine Rede sein.
Am 04. August tritt der NPD-Jugendverband, die „Jungen Nationaldemokraten“ Sachsen (JN), als Veranstalter auf. Unterstützung erfahren sie durch die Naziläden „Crime Store“ aus Pirna und „PC Records“ aus Chemnitz. Unter dem Motto: „Hierbleiben & Kämpfen!“ werden eine Reihe mehr oder weniger bekannte Liveacts der Neonazi-Szene angekündigt, darunter die Cottbuser Band „Frontalkraft“ und die Dresdner Band „Sachsonia“, deren Mitglieder sich im Umfeld der „Freien Kräfte Dresden“ bewegen. Die Hauptttraktion soll das us-amerikanische Zwillingsduo „Prussian Blue“ bilden, welches vorrangig durch neonazistische und NS-verherrlichende Folkmusik zweifelhafte Popularität erlangt hat.. Umrahmt werden soll der “Sachsentag” mit Reden des NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt und dem NPD-Fraktionsvorsitzenden Apfel, sowie von Sebastian Richter. Letzterer ist Mitglied im JN-Landesverband Sachsen und führender Kopf der ostsächsischen „Freien Kräfte“-Szene. Angekündigt sind zudem neben Hüpfburgen und Programm für den Nazinachwuchs, Infostände einer Reihe von Gruppierungen und Projekten der regionalen Neonazi-Szene.

siehe auch: NPD plant Neonaziveranstaltung in Sachsen (”Sachsentag”). Am 4. August 2007 veranstaltet die NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” (JN) in Dresden-Pappritz den sogenannten “Sachsentag”, bei dem – ähnlich wie bei anderen NPD-Veranstaltungen (”Fest der Völker”, “Rock für Deutschland” usw.) – unter dem Vorwand einer politischen Demonstration diverse neonazistische Musikgruppen auftreten sollen; SGH: NPD-Sommerfest – ein totales Versagen. Am Samstag den 04. August findet, wie bereits berichtet, in Sangerhausen das Sommerfest der NPD Sachsen-Anhalt statt. Neben bekannten Neonazibands, Rednern und sicherlich mehreren hundert Besuchern werden Grillstand und Hüpfeburg für Kinder für Volksfestcharakter sorgen. Mehr Infos: http://de.indymedia.org/2007/07/187738.shtml

Group mails racist fliers to address Granville case

newsobserver.com | Group mails racist fliers to address Granville case
Letty Brown doesn’t think the letter in her mailbox, the one that began “My dear white friends and comrades,” was meant for her. She’s black. An attached flier used the N-word four times. “In all my years, I’ve never seen anything like this on paper,” she said Thursday. “I can’t say I was angry. Sadness that this is still existing and you can just put a stamp on something like this and send it out.” What arrived in her mailbox Thursday, and in hundreds of others here recently, represents a growing conflict between a Virginia neo-Nazi group and the state NAACP, centered on a white man accused of chasing a black couple with a handgun while yelling racial slurs in June. (…) The letters were sent on the neo-Nazi group’s letterhead to more than 1,400 homes to target the town’s white households. They blame nonwhites for whites becoming poorer, and they urge support for Finch. The mailing is part of an action plan, one White wouldn’t elaborate on. “We aim to legally and peacefully wage a ‘war of ideas’ against the culturally destructive influence of the Jewish establishment and their pet Negroes in the NAACP,” White said.

Court in Homyel jails neo-Nazi activist on charge of acting on behalf of unregistered group

Court in Homyel jails neo-Nazi activist on charge of acting on behalf of unregistered group | BELARUS NEWS
Mikhail Yakawchuk, a Belarusian activist of a Russian-based neo-Nazi group called RNE (the Russian National Union), on July 25 was sentenced to six months in jail, found guilty of acting on behalf of an unregistered organization under the Criminal Code’s Article 193-1, the Belarusian Helsinki Committee said on Thursday with reference to the press office of the Committee for State Security (KGB). The judge of a court in Homyel reportedly heard that the neo-Nazi activist had defied an official warning and continued distributing material from Russia about the RNE and making consistent attempts to recruit new members among local residents of the Belarusian city.

Wallfahrtsort Rechter

28.07.2007: Wallfahrtsort Rechter (Tageszeitung junge Welt)
Neonazis wollen in Bad Nenndorf zu einem früheren britischen Internierungslager marschieren. Dort waren NS-Kriegsverbrecher verhört worden (…) Ende 2005 berichtete der britische Guardian erstmals über das »War Crime Headquarter Bad Nenndorf« der britischen Armee. Geheimdienstleute hatten dort demnach von 1945 bis 1947 Nazi-Verbrecher verhört. Unter ihnen sei der SS-General Oswald Pohl, ein Hauptbeteiligter am Massenmord an Millionen Juden, gewesen. Auch Kurt Parbel sei dabeigewesen, der frühere Abteilungsleiter im Propagandaministerium, Zensor der Wochenschau, Filmer von Freislers Schauprozessen sowie Freund von Joseph Goebbels. Unter den insgesamt rund 400 Internierten im Wincklerbad sollen neben Nazis auch mutmaßliche sowjetische Spione gewesen sein. Dem Guardian zufolge kam es zu Mißhandlungen an Häftlingen, drei von ihnen seien ums Leben gekommen. Der Norddeutsche Rundfunk und das Lokalblatt Schaumburger Zeitung griffen die Geschichte auf – so erfuhr die örtliche Naziszene von dem Internierungslager.
In der Region tummeln sich seit Jahren etliche extrem gewaltbereite Neonazis, die seit dem Frühjahr als »Nationale Offensive Schaumburg« (NOS) firmieren. Einer der führenden Köpfe ist Marcus W. aus Minden. Er wurde erst kürzlich wegen Volksverhetzung zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Sein Kumpan Marco S. hat bereits eine Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge hinter sich, gemeinsam mit anderen Neonazis prügelte er einen Mann zu Tode.

Landtagswahlen 2008

Landtagswahlen 2008 |
In Niedersachsen stehen im Januar 2008 wieder die Landtagswahlen vor der Tür.
Der NPD Unterbezirk Emsland/Grafschaft Bentheim tritt zu dieser Wahl ebenfalls an.
Der erste Vorsitzende des NPD UB Emsland/Grafschaft Bentheim Stephan Riesel (rechts im Bild) möchte sich aufstellen und wählen lassen. Eigentlich hätte mensch erwartet, dass sich wieder einmal Reiner A. Heinen (in der Mitte des Bildes), der stellvertretende Vorsitzende des UB, aufstellen lässt, aber das scheint dieses mal nicht der Fall zu sein. Stephan Riesel ist das letzte Mal dadurch aufgefallen, dass bei ihm am 26.04.07 eine polizeiliche Hausdurchsuchung auf Grund eines paramilitärischen Sommercamps 2006 in Wilsum durchgeführt wurde.

Rechts: Partei ist doch Firlefanz – NPD-Altersdurchschnitt steigt wieder

Rechts: Partei ist doch Firlefanz – NPD-Altersdurchschnitt steigt wieder – klarmann – @ myblog.de
Die NPD leidet in der Region offenbar unter einem Mitgliederschwund: Nachdem sich unlängst der „Stützpunkt“ Gladbeck der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) aufgelöst hat, haben sich nun einer Mitteilung auf einer Neonazi-Homepage zufolge die „JN-Stützpunkte“ in Aachen und Köln ebenso aufgelöst. Die – nunmehr ehemaligen – JN-Kader haben zwar der Mutterpartei den Rücken gekehrt, sind aber der Brauszene treu geblieben. In allen drei Fällen haben sich die jugendlichen Rechtsextremisten den örtlichen „Autonomen Nationalisten“ angeschlossen. In Aachen firmiert dieser Zusammenschluss als „Autonomen Nationalisten Aachen“.