net-tribune: O2 und Deutsche Post warben versehentlich auf Neonazi-Websites

net-tribune: O2 und Deutsche Post warben versehentlich auf Neonazi-Websites
(…) Auf den «.tk»-Seiten werden im zeitlichen Wechsel Banner verschiedener Firmen vor die eigentliche Seite geschaltet, unter ihnen bis Mittwochvormittag das Telefonunternehmen O2, eine Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns, und die Deutsche Post AG. Das führte zu dem bizarren Zusammentreffen eines Konterfeis von Thomas Gottschalk, der neben einem Foto vom Hermannsdenkmal und der Überschrift «Aktionsbüro Westdeutschland – national und sozialistisch» für die DHL-Packstation warb. (…) Dazwischen bietet eine mit dem «Aktionsbüro Westdeutschland – national und sozialistisch» verlinkte Seite namens «Nationaler Widerstand Bielefeld» auf den ersten Blick nicht das Erwartete, sondern Angebote für schnelle Kredite. Am rechten Ende des «.tk»-Spektrums tauchen über weitere Nachrichten über einen «hinterhältigen Angriff auf NPD-Funktionär», Bestellmöglichkeiten für Sprühschablonen (»Nur zur Verschönerung des eigenen Zimmers») und ein Kommentar zu «Scheinheiligendamm» auf.

Rechte Symbole im Wandel

taz 8.6.07 Rechte Symbole im Wandel
Neonazis haben ihr Outfit geändert. Der Style orientiert sich auch am Mainstream und am politischen Gegner

Die Modemarke “Thor Steinar” gehört zu den Erkennungsmarken in der rechten Szene. Dem Hersteller Mediatex werden Kontakte zum im Deutschland verbotenen Neonazinetzwerk “blood & honour” nachgesagt. In Dänemark wird “Thor Steinar” von demselben Postfach aus vertrieben wie das rechtsextreme Label “Nordland-Records”, in Schweden ist die Postadresse identisch mit der einer Neonazidruckerei. (…) Einigen dieser Marken ist es gelungen, die ,Nazi-Schmuddelecke’ zu verlassen und für nicht-rechte Jugendliche interessant zu werden”, so asp. Die Unterscheidung zwischen rechts und links wird immer schwieriger. In ihrer Symbolik orientieren sich die Neonazis an der Autonomen Antifa. Deren Fahnen-Symbol haben die “Kameraden” übernommen, der Spruch “Antifaschistische Aktion” wurde durch “Nationale Sozialisten – Bundesweite Aktion” ersetzt. “Autonome Nationalisten” sammeln sich im “schwarzen Block”. Auf Demos läuft linke Musik von “Slime” oder “Einstürzende Neubauten”, Palästinenser-Tücher” oder Fahnen mit dem Konterfei von Che Guevara sollen die Solidarität mit nationalrevolutionären Befreiungsbewegungen dokumentieren.

rechtes Blackmetalkonzert in Mittelfranken

de.indymedia.org | rechtes Blackmetalkonzert in Mittelfranken
Am kommenden Samstag, den 9. Juni 2007, soll im mittelfränkischen Gremsdorf in der Gaststätte Göb (Hauptstr. 14, 91350 Gremsdorf) ein Konzert der rechtsradikalen Blackmetallbands “Absurd”, “Blessed in Sin”, “Finis Gloria Dei” und “Funeral Winds” stattfinden.Es reicht!!!

Seit vielen Jahren finden in der Gaststätte Göb in Gremsdorf (Mittelfranken) Veranstaltungen rechtsradikaler Vereine/Parteien und Rechtsrockkonzerte statt. Im Januar 2004 spielte die rechtsextreme Band “Absurd” das erste mal dort auf. Ihr zweites Konzert gaben “Absurd” im Februar 2005 in Gremsdorf vor 140 Gästen. Mai 2004 spielten drei rechte Bands bereits vor einem Publikum von 250 Personen. Aber auch rechtsradikale Vereinigungen nutzen die Gaststätte für Veranstaltungen: Die “Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e. V.” hielt im März 2005 ihre Jahresversammlung in Gremsdorf ab. Dessen nicht genug veranstaltete die bayerische NPD ihren Landesparteitag im Mai 2005 in der Gremsdorfer Gaststätte.
Dem Betreiber der Gaststätte, Herrn Göb, wurden von seiten der Lokalpolitik mehrere wirtschaftlich interessante Angebote gemacht, die er allerdings immer ausschlug. Das Argument, er sei auf die Erträge aus der Saalmiete angewiesen, hat sich damit auch erledigt. Es geht ihm nicht ums Geld sondern um die Unterstützung von Nazis; seien es die Anzugträger von der NPD, Skinheads oder Blackmetaller!

Neue AntiAntifa-Bestrebungen in Pankow

de.indymedia.org | Neue AntiAntifa-Bestrebungen in Pankow
Vor kurzem tauchte im Netz eine Webseite mit dem Namen “Gegen Antifa Pankow” auf. Auf ihr waren Fotos und Namen von vermeintlichen Antifaschist_innen, Journalist_innen und Anwält_innen zu finden. Die Neonaziszene in Pankow ist seit jeher dafür bekannt, dass sie Namen und Adressen von vermeintlich Linken ausspäht, sammelt und diese auch nutzt, um gewaltsam gegen die Zielpersonen vorzugehen. Seit Jahren vorne mit dabei sind die Neonazis Andy Fischer, Martin Stelter und ihr politisches Umfeld. (…) Der neueste Fall der AntiAntifa-Bestrebungen war auch der seit langem plumpeste. Der Neonazi Thomas Gläser hatte im Internet dazu aufgerufen, dass ihm »Namen, Adressen oder Bilder von Zecken« zugeschickt werden sollten, die er auf seine Seite www.gegenantifapankow.de.tl veröffentlichen wollte. Sicherheitshalber hatte er auch die Internetpräsenz www.gegenantifapankow.com angemeldet und dabei seinen Namen und seine Adresse offenbart. Es fanden sich tatsächlich Neonazis die ihm einige Fotos zukommen ließen, ingesamt mehr als 100, die er in regelmäßigen Abständen von seiner Wohnung in der Elsa-Brändström Strasse 28 aus auf die Seite lud. Tatkräftig wurde er dabei von der Pankower Kameradschaft “Vereinte Nationalisten Nordost” unterstützt, aber auch vom dem Prenzlauer Berger Naziladen “Harakiri”, dessen Besitzer Henry Harm, Gläser Bilder seiner beiden Überwachungskameras zur Verfügung stellte.
Brisant dabei: Die Außenüberwachungskamera filmt nicht den Laden an sich, sondern das davor liegende Straßenland. Der Laden überwacht also nicht nur seine Kund_innen, sondern auch alle Passant_innen, die sich 10 Meter vor dem Laden befinden.

NPD will in Rostock “dabei sein” – Kameradenschelte über “Mediengag”

redok – NPD will in Rostock “dabei sein” – Kameradenschelte über “Mediengag”
NPD will in Rostock “dabei sein” – Kameradenschelte über “Mediengag” PDF Drucken E-Mail

Die NPD will am kommenden Donnerstag am Rostocker Stadthafen demonstrieren. Damit will die Partei nach den schweren Krawallen am vergangenen Samstag, die den linksautonomen “Schwarzen Block” in die Schlagzeilen brachten, nun auch im Mittelpunkt der Medienöffentlichkeit stehen. Kritik an der geplanten Demo kommt ausgerechnet von den aktivistischen Neonazi-Kameradschaften. Nachdem die seit einem halben Jahr vorbereitete NPD-Demonstration anlässlich des G8-Gipfels in Schwerin verboten worden war, hatten Parteimitglieder wie auch Gruppen der “Freien Kameradschaften” in einer Reihe von Städten unangemeldete Demonstrationen durchgeführt. (…) Die NPD wolle “nun in Rostock ein Zeichen setzen”, so Pastörs, nachdem die eigentliche Partei-Demo verboten wurde. Udo Voigt begründete die Frage:”Warum wir in Rostock dabei sein müssen” mit der Aufforderung: “Wir dürfen es nicht zulassen, daß die alte Hansestadt Rostock völlig den Linken überlassen wird.” Das wolle man “der Weltöffentlichkeit zeigen”. Kaum war der Plan bekannt geworden, regte sich massive Kritik innerhalb der extremen Rechten. Nicht nur Gallionsfiguren wie der Hamburger Neonazi Christian Worch, sondern sogar örtliche Parteigliederungen kündigten einen Boykott der Rostock-Demo der NPD an. Ausgerechnet aus den Reihen der aktivistischen Kameradschaften, die sonst gerne die NPD wegen ihrer vermeintlich legalistischen und zurückhaltenden Aktionen attackieren, kamen harsche Töne wie: “taktisch eine absolute Dummheit”, “will man denn unbedingt einen ‘Blutdonnerstag’?”, “Karrikatur”, “Mediengag”, “entgegen jeder Vernunft”.

NPD-Vorsitzender steht vor Gericht

NPD-Vorsitzender steht vor Gericht – Märkische Allgemeine – Zeitung für das Land Brandenburg – Neonazi aus Königs Wusterhausen soll brutal auf junge Frau eingetreten haben

Der Vorsitzende der rechtsextremen NPD in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), Michael Thalheim, steht seit gestern vor dem Amtsgericht. Er ist wegen Körperverletzung angeklagt. Die Verhandlung wurde nach wenigen Minuten auf den 31. Juli vertagt. Thalheim soll im März auf dem Bahnhof in Königs Wusterhausen brutal auf eine 21-jährige Berlinerin eingetreten haben, damals war er noch nicht NPD-Vorsitzender. Die junge Frau wollte nach Halbe zu einer Demonstration gegen einen Neonazi-Aufmarsch, sie musste ins Krankenhaus.

siehe auch: Anklage wegen Körperverletzung / Verhandlung auf Juli vertagt. Der Vorsitzende der NPD Königs Wusterhausen, Michael Thalheim, steht seit gestern vor dem Amtsgericht Königs Wusterhausen. Er ist wegen Körperverletzung angeklagt. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Mindesthaftstrafe von sechs Monaten. (…) Michael Thalheim schwieg zu den Vorwürfen, auch sein Anwalt Wolfram Narrath gab keine Auskunft. Er verließ das Gebäude nach der Verhandlung rasch. Als er auf den Flur kam, sagte er “Auf geht’s”, Thalheim und drei Gesinnungsgenossen folgten ihm wie auf Kommando, zwei Begleiter trugen Springerstiefel, auf einem T-Shirt stand in Runenschrift “Thor Steinar” .

“Menschenverachtende Parolen”

Neumarkt: “Menschenverachtende Parolen”
Besorgt äußerte sich der SPD Kreisverband zu den Berichten der Ortsvereinsvorsitzenden Andrea Heiselbetz, Mühlhausen, und Carolin Braun, Dietfurt, über die “zunehmenden Aktivitäten von Rechtsradikalen und Skinheads im Landkreis”. Auch in Berg und Deining sei “wieder verstärktes Auftreten” zu verzeichnen, heißt es in einer Presse-Mitteilung der SPD.

Der Kreisvorstand war sich einig, dass man darauf reagieren müsse. Es sei “immer wieder erstaunlich”, daß diese Entwicklung von großen Teilen der Bevölkerung “noch nicht genügend ernst genommen” werde. “Wir müssen die Eltern, die Jugendlichen und sogar viele Mandatsträger anderer Parteien mit dem Problem konfrontieren und aufklären, welche menschenverachtenden Parolen von den Kameradschaften, rechtsradikalen Skins und der NPD verbreitet werden”, sagte Kreisvorsitzende Carolin Braun.

NPD-Chef verliert Machtkampf

Volksstimme.de – NPD-Chef verliert Machtkampf
Andreas Karl ( 44 ) ist nicht mehr Chef der NPD Sachsen-Anhalts. Nach Mitteilung der rechtsextremen Partei gab er am Sonntag sein Amt an Carola Holz ( 50 ) ab. Holz ist nach eigenen Angaben Bürokauffrau und derzeit arbeitslos. Laut Verfassungsschutz ist der Wechsel Endpunkt einer langsamen Demontage Karls. Vize-Chef Jürgen Schmökel sagte : ” Im Dezember waren Nationalisten und Verbindungsleute zur Neonazi-Szene in den Landesvorstand gewählt worden, die bereits da Carola Holz installieren wollten. ”

siehe auch: Sachsen-Anhalt: Rücktritt nach NPD-Wahlschlappe. Andreas Karl ist nicht mehr Chef der NPD Sachsen-Anhalts. Nach Mitteilung der rechtsextremen Partei gab er sein Amt an Carola Holz ab. Holz ist nach eigenen Angaben Bürokauffrau und derzeit arbeitslos. Die NPD hatte bei der jüngsten Kommunalwahl enttäuschend abgeschnitten. (…) Mit großem Aufwand hatte die Partei den Wahlkampf inszeniert, 115 Kandidaten aufgestellt, ihre Schulhof-CDs an Jugendliche verteilt, da diese ab 16 Jahren wahlberechtigt sind. Bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von nicht einmal 37 Prozent sind 2,5 Prozent Stimmenanteil aber nicht wirklich ein Durchbruch.

Neo-Nazis in neuem Gewand – Bsp. Spremberg

Anti-Nazi Media Neo-Nazis in neuem Gewand – Bsp. Spremberg «
Neo-Nazis in neuem Gewand – Bsp. Spremberg
Inhaltlich sind immer noch menschenverachtenden Ideologien verhaftet, die Szene bedient sich aber moderner Mittel und Moden. Das Ziel ist offenbar eine rechtsextreme Gegenkultur. Neo-Nazis versuchen die Freizeitkultur der Jugendlichen zu erobern. Dabei spielen Musik und Internet eine große Rolle. In vielen Regionen ist ein „rechter Lifestyle“ mit Konzerten, Läden und Festen entstanden. (Link zu Videobeitrag)

Übersicht: Nazi-kundgebungen am 2. Juni 2007

de.indymedia.org | Übersicht: Nazi-kundgebungen am 2. Juni 2007
Am 2. Juni 2007 fanden nach dem Verbot einer NPD-Kundgebung gegen den G8-Gipfel in Schwerin in mindestens 12 Städten Neonzi-Aufmärsche statt. Hier ein Überblick.
Nachdem das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern in der Nacht zu Samstag das Demonstrationsverbot in Schwerin sowohl für die NPD als auch für ein Antifa-Bündnis bestätigt hatte, gab es statt dessen am Samstags mehrere dezentrale Neonzi-Aufmärsche in mindestens 12 Orten, an denen insgesamt mehr als 1.5000 Personen teilgenommen haben sollen.
Während die nach Schwerin anreisenden Neonazis am Samstagmorgen weitgehend unbehelligt in andere Orte ausweichen konnten, wurden gleichzeitig in Schwerin etwa 150 Antifaschisten bis zum Abend in Vorbeugehaft genommen (siehe: http://de.indymedia.org/2007/06/180178.shtml)

siehe auch: Globalisierungskritik von rechts. Trotz Demo-Verbot in Schwerin marschieren Rechtsradikale in zahlreichen Städten. Es hätte die Großdemonstration der »Nationalen Opposition« gegen den G8-Gipfel werden sollen. Unter dem Motto »Es gibt keine gerechte Globalisierung« wollte die NPD am Samstag in Schwerin aufmarschieren. Nach dem Verbot der Kundgebung machten die Neonazis kurzerhand woanders halt. Die NPD sprach am Sonntag von einem Erfolg der »Kampagne des nationalen Widerstandes«.