Thüringen: NPD im Aufwind

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NPD im Aufwind – Mitgliederkampagne und „Deutschlandpakt“ in Thüringen

Zum so genannten „Thüringentag der nationalen Jugend“ am 19. Mai in Eisenach startete die Thüringer NPD eine umfangreiche Mitgliederkampagne. Flächendeckend sollen Infostände und Kundgebungen stattfinden, tausende Euro werden in Nazipropaganda gesteckt. Die NPD ist in Thüringen auf dem besten Weg in den 3. deutschen Landtag einzuziehen. (…) Schlüsselfigur für den Aufstieg der NPD ist der 26 jährige Neonazi Patrick Wieschke. Als Landesgeschäftsführer der NPD zieht er in Thüringen die Fäden. Wieschke saß wegen Anstiftung zu einem Sprengstoffanschlag auf einen türkischen Imbiss und wegen Körperverletzung zwei Mal im Gefängnis. Wieschke ist Gründungsmitglied der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) und war dort bis 2002 stellvertretender Landesvorsitzender, Landespressesprecher und JN-Stützpunktleiter in Eisenach. Im Januar 2002 trat Wieschke von allen Ämtern zurück und verließ die Partei, begründete dies mit „reaktionären und rückwärts gewandten Tendenzen im NPD-Kreisverband Wartburgkreis sowie dem derzeitigen Verhalten des NPD-Bundesvorstands gegenüber kritischen Parteimitgliedern und “Freien Nationalisten“.
Im März kehrte Wieschke als stellvertretender Kreisvorsitzender im Wartburgkreis in die NPD zurück. Seit Mai 2006 arbeitet Patrick Wieschke als hauptamtlicher Mitarbeiter für den NPD-Landesverband Thüringen als Landesgeschäftsführer. Bezieht Bahncard 50 und Spesen aus Parteimitteln, arbeitet Konzepte aus, koordiniert die Arbeit der Landesverbände, schlichtet Streits zwischen Partei und rechten Parteigegnern (z. B. „Autonomen“ Nationalisten).

Moers/Rheinberg – Nazis planen “Zeltlager”

de.indymedia.org | Moers/Rheinberg – Nazis planen “Zeltlager”
Für den 2. Juni kündigen Neonazis aus Moers und Rheinberg auf einer Internetseite ein “nationales Zeltlager” an einem Rheinberger See an. Bei diesem soll unter anderem ein “Balladensänger” auftreten.
Einer der Veranstalter des “nationalen Zeltlager” ist der seit ca. 10 Jahren politisch aktive Moerser Rechtsextremist Kevin Giuliani, welcher als einer der Führer der “Kameradschaft Rheinberg – Moers” fungieren dürfte. Neben Giuliani zählen die Moerser Neonazis Dominik Düngen und Sven Bode zu den Hauptveranstaltern des Zeltlagers. Der Schüler des Gymnasium Adolfinum, Sven Bode, mobilisiert z.B. auf seiner Homepage zu der Veranstaltung.

Neonazi-Rädelsführer aus Sächsischer Schweiz muss ins Gefängnis

Neonazi-Rädelsführer aus Sächsischer Schweiz muss ins Gefängnis – Yahoo! Nachrichten
Der als Rädelsführer der 2001 verbotenen Neonazi-Gruppe «Skinheads Sächsische Schweiz» verurteilte Thomas S. muss hinter Gitter. Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe hat die Revision des mittlerweile 33-Jährigen gegen eine im August 2006 gegen ihn verhängte achtmonatige Gefängnisstrafe verworfen, wie am Dienstag in Dresden bekannt wurde. Anders als die Verteidigung bewerteten die Richter mit Beschluss vom 11. April die mehrjährige Verfahrensdauer nicht als Verstoß gegen das Beschleunigungsgebot. (…) Die Gruppierung soll zeitweise bis zu 80 Anhänger gehabt haben. Angelastet wurden der Vereinigung unter anderem Überfälle auf politisch Andersdenkende und ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus. Dass sie auch nach ihrem Verbot und der ersten SSS-Prozesswelle weiter aktiv war, wurde im Zuge einer groß angelegten Razzia am 1. Dezember 2004 bekannt. Thomas S. saß anschließend für einen Monat in Untersuchungshaft, bevor der Haftbefehl gegen eine Kaution von 5000 Euro außer Vollzug gesetzt wurde.

siehe auch: Sächsischer SSS-Führer muss ins Gefängnis – BGH verwirft Revision. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des sächsischen Neonazis Thomas Sattelberg gegen ein Urteil des Landgerichtes Dresden verworfen. Damit ist dessen Verurteilung vom August 2006 zu acht Monaten Freiheitsstrafe rechtskräftig. (…) Der nun rechtskräftig wegen Fortführung der SSS Verurteilte ist derzeit innerhalb des Vorstands der sächsischen “Jungen Nationaldemokraten” (JN) für “Politische Strategien” zuständig.

Demo gegen Neo-Nazistrukturen in Mainz

de.indymedia.org | Demo gegen Neo-Nazistrukturen in Mainz
Am Sonntagnachmittag (27.5.) fand in Mainz eine Spontandemo gegen regionale Neo-Nazistrukturen statt. Etwa 50 AntifaschistInnen zogen vom Mainzer Südbahnhof aus durch das Stadtzentrum. Das die Demonstration am Mainzer Südbahnhof begann war kein Zufall, am 1.Mai war dort eine 18 jährige Frau brutal von Neo-Nazis zusammengeschlagen worden. Nachdem die Demonstration lautstark durch die Innenstadt gezogen war, fand eine Kundgebung vor einer auch von Neo-Nazis gerne besuchten Kneipe – dem Sixties – statt. In einem Redebeitrag wurden sowohl die wachsenden Neo-Nazistrukturen in der Region Mainz/Wiesbaden als auch der Überfall am Südbahnhof thematisiert.

siehe dazu auch: Neonazi-Überfall in Mainz – Bruch wirft Polizei Fehler vor sowie 19.5. Wi. Bilder von NPD Kundgebung

Globalisierung: Die Angst der NPD vor dem “Volkstod”

Globalisierung: Die Angst der NPD vor dem “Volkstod” | tagesschau.de
Etwa 1500 Rechtsextremisten wollen am 2. Juni in Schwerin gegen den G8-Gipfel demonstrieren. Die Globalisierung lehnen NPD und Neonazis strikt ab, da sie diese als eine substanzielle Bedrohung sehen. In ihrer Globalisierungskritik finden sich aber auch Parolen, die bisweilen von links zu hören sind. (…) Für die rechtsextreme NPD und weitere Neonazi-Organisationen kommt die Globalisierung offenbar wie der Leibhaftige daher: Es drohe die Gefahr des “Volkstodes”, die “politkriminelle Klasse der BRD” handele “aus nationalem Selbsthass und Selbstzerstörungstrieb”, Deutschland werde als bestandsfähige Wirtschaftseinheit gefährdet. Urheber dieser apokalyptischen Visionen im völkischen Duktus: Jürgen Gansel, Vordenker der NPD-Fraktion in Sachsen. In seinem noch nicht veröffentlichten Beitrag für die Parteizeitung “Deutsche Stimme” zum NPD-Aufmarsch am 2. Juni in Schwerin warnt er zum wiederholten Male in drastischen Worten vor den Zielen des “Großen Geldes”.

Solidarität mit Knast-„Kameraden“

Bnr.de – Solidarität mit Knast-„Kameraden“
Unter dem Motto „Gesinnungsparagraphen abschaffen! – Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!” wollen am 30. Juni Neonazis in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford aufmarschieren. Veranstalter sind die Nationale Offensive Schaumburg um den wegen Volksverhetzung verurteilten Markus Winter und Freie Kräfte NRW. Erinnert werden soll unter anderem an die inhaftierten Rechtsextremisten Michael Regener (NPD-Mitglied, Ex-Sänger der kriminellen Vereinigung „Landser“), Axel Reitz (Kader des neonazistischen KDS) sowie die Holocaust-Leugner Ernst Zündel und Germar Rudolf.

Bayreuth: Polizei verhindert Neonazi-Konzert

Bayreuth: Polizei verhindert Neonazi-Konzert | ramasuri.de
Die Bayreuther Polizei hat ein Konzert von Neonazis schon im Vorfeld unterbunden. Unter dem Deckmantel einer Party mieteten die Skinheads eine Halle in Bayreuth

siehe auch: “Geile Feier” im Kellerlokal. Kein Glück hatten Skinheads am Wochenende in Oberfranken: gleich zweimal fielen Rechtsrock-Konzerte ins Wasser. Ungestört konnten sie dann aber in Amberg (Oberpfalz) bis in die frühen Morgenstunden feiern – in einem Lokal, das bereits früher als Ausweichort für eine verhinderte Nazimusik-Veranstaltung aufgefallen war. Für den Samstagabend hatte zunächst die “Patriotische Runde Kronach” unter Leitung von Kai Limmer, zugleich Vorsitzender des NPD-Bezirks Oberfranken, ein Konzert im Landkreis Lichtenfels geplant. Nach Erkenntnissen örtlicher Szenekenner sollten die Bands “Asathor” (Thüringen), “Feldherren” (München), “Nordfront” (Hannover) und “Frontalkraft” (Cottbus) spielen.
Am Mittwoch musste Limmer jedoch absagen: eine “Hetzkampagne der Lokalpresse” und “massive Einschüchterung unserer Wirtsleute durch die Medienmafia” sei schuld daran, dass die Vermieter abgesagt hätten. Das Konzert könne “mangels Ausweichlokalität” nicht stattfinden.
Wenig Glück hatten Rechtsrock-Konsumenten auch im gerade mal 40 Kilometer entfernten Bayreuth, wo für eine “private Feier” eine Halle gemietet wurde. Hier sollten die Bands “externer LinkPropaganda” (Horb, Baden-Württemberg), “Soko 18” (Franken), “Cherusker” (Zittau, Sachsen), SKD (Gotha, Thüringen) und “Spreegeschwader” (Berlin) spielen, wie es in einem Neonazi-Forum heißt. Offenbar hatten jedoch die Ordnungshüter Wind von der Sache bekommen und informierten den Vermieter über den wahren Hintergrund der Veranstaltung. Der getäuschte Hallen-Eigentümer trat sofort von dem Mietvertrag zurück. Für eine Ersatzveranstaltung erteilte das städtische Ordnungsamt keine Erlaubnis. Die beiden Bands “SKD” und “Soko 18” erlebten hier bereits das zweite Konzert innerhalb weniger Tage, das durch die Polizei beendet oder verhindert wurde: eine Woche vorher hatte die thüringische Polizei ein ebenfalls als “private Geburtstagsfeier” deklariertes Konzert in Arnstadt-Rudisleben aufgelöst. (…)
Dennoch war der Abend für die Rechtsextremen noch nicht gelaufen. Per Bahn ging es weiter nach Amberg, wo die etwa 200 Neonazis zwar ebenfalls von der Polizei in Empfang genommen wurden, aber nach kurzem Fußmarsch vom Bahnhof unbehelligt im “Pilspub 500” feiern konnten. Die Kreisstadt in der Oberpfalz hat bis heute einen “guten Ruf” in der rechten Szene: Amberg war Sitz der “Sektion Bayern” des internationalen Neonazi-Skinhead-Netzwerkes “Blood and Honour”, das in Deutschland im September 2000 verboten wurde. In der “Rock-Kellerkneipe” spielten dann auf: “Noise of Hate” ((Amberg), “Sturmpropheten” (Stuttgart), “Feldherren” und “Spreegeschwader”. Vorgetragen wurden unter anderem auch Lieder der als kriminelle Vereinigung verurteilten Berliner Band “Landser”. Laut der Amberger Zeitung verließen die letzten Gäste erst in den frühen Morgenstunden das Lokal, das in dem Blatt als “ein bekannter Treff der Rechten in Amberg” bezeichnet wurde.

“Bild” macht aus Neonazis “Autonome”

“Bild” macht aus Neonazis “Autonome” « BILDblog
manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern – werch ein illtum (Ernst Jandl)

Gestern berichtete “Bild” in ihrer Hamburg-Ausgabe über “erste Festnahmen von G8-Gegnern in Hamburg” und schrieb groß über einem Foto: Die ersten Festnahmen. Hier liegen zwei Autonome am Boden (…) Beim Radiosender NDR-Info hieß es dazu jedenfalls gestern: Tatsächlich aber handelt es sich bei den Festgenommenen (…) um stadtbekannte Neonazis, die nichts mit der autonomen Szene zu tun haben [und] einschlägig auch dem Verfassungsschutz bekannt sind. (…) Gegen die beiden ermittelt der Staatsschutz.