San Francisco sued after calling National Rifle Association a ‘terrorist organisation’

The National Rifle Association’s chief executive says he hopes the lawsuit will “send a message to those who attack the NRA”. The National Rifle Association (NRA) has sued San Francisco in response to the Californian city recently designating the group a terrorist organisation.The lawsuit, which was filed on Monday, accuses city officials of trying to blacklist anyone working with the gun rights lobby, and alleges the group’s free speech rights have been violated.It calls for action against the officials to show that “freedom of speech means you cannot silence or punish those with whom you disagree”. (…) San Francisco put forward the declaration in response to a recent deadly shooting in Gilroy, California, about 80 miles (129 kilometres) southeast of the city. A gunman opened fire at the Gilroy Garlic Festival, killing three people and injuring 17, before taking his own life. There have been several mass shootings in the US since the Gilroy attack at the end of July, including in El Paso, Texas, Dayton, Ohio.

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È morto Stefano #DelleChiaie, accusato di concorso esterno nella strage di #Bologna – #terror #gladio

Aveva 83 anni. Latitante fino al 1997, era stato arrestato a Caracas. Nei processi per l’attentato alla stazione del 1980 e per quello di piazza Fontana è stato assolto per insufficienza di prove. Viveva a Roma dove animava il dibattito della destra estrema. Stefano Delle Chiaie, accusato di concorso in strage nell’attentato di Bologna, esponente della destra radicale e della destra spiritualista in seno al Movimento Sociale Italiano e fondatore di Avanguardia Nazionale, è morto la notte scorsa presso l’ospedale Vannini. Nato a Caserta nel 1936 per anni, pur di sfuggire alla Giustizia italiana, ha vissuto da latitante dal 25 luglio del 1970, giorno in cui era stato chiamato a testimoniare sul ruolo di Mario Merlino nella strage di piazza Fontana, fino al 27 marzo del 1997 quando venne catturato a Caracas dalla Polizia italiana. (…) Ricercato per anni, latitante in Sud America per sfuggire alla giustizia italiana Stefano Delle Chiaie è stato collaboratore, con il boia di Lione Klaus Barbie, della dittatura boliviana negli anni ’80: un gruppo che ha seminato morte e terrore. Una volta tornato in Italia nel 1997, estradato dal Venezuela, Stefano delle Chiaie nel 1991, grazie alla concessione del Comune di Roma, ha aperto una sede tv di Avanguardia Nazionale.

via repubblica: È morto Stefano Delle Chiaie, accusato di concorso esterno nella strage di Bologna

siehe auch: Neo-fascist Stefano Delle Chiaie dead at 82. Stefano Delle Chiaie, neo-fascist and former fugitive implicated in the 1980 Bologna massacre that killed 85 people, has died overnight in Rome’s Vannini hospital aged 82, local sources said on Tuesday. The founder of neo-fascist group, the National Vanguard, Delle Chiaie is believed to have played a significant role in Italy’s ‘anni di piombo’ (literally, Years of Lead), a period of violent turmoil beginning in the late 1960s and ending in the late 1980s, marked by a wave of both left and right-wing terrorism. Born in Caserta in 1936, Chiaie joined the Italian Social Movement, a neo-fascist political party, at the age of 14. A few years later he abandoned the group and together with Pino Rauti founded the New Order Scholarship Centre, an Italian far right extra-parliamentary organisation. In 1962, he left Rauti to establish his own break away neo-fascist group, the National Vanguard, with the aim of restoring fascism. The group was considered responsible for a series of bomb attacks in Italy in 1969. In the same year, Delle Chiaie, who was called at the inquest into Milan’s Piazza Fontana bombing, fled to Spain shortly before he was due to testify.

Ermittler durchsuchen Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen – #chemnitz

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 47-Jährigen. Er soll vor einem Jahr an den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz beteiligt gewesen sein.Ein Jahr nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz hat die Polizei die Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen durchsucht. Das bestätigte das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) in Dresden. Demnach sei die Wohnung eines 47-Jährigen in der Gemeinde Lichtenau durchsucht worden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Verdachts des Landfriedensbruchs, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung. Er ist den Angaben zufolge der fünfte Beschuldigte, dem durch die Ermittlungen der sogenannten Soko Rex eine “maßgebliche Tatbeteiligung” an den gewalttätigen Ausschreitungen bei den Demonstrationen in der sächsischen Stadt Ende August vergangenen Jahres nachgewiesen werden konnte.

via zeit: Ermittler durchsuchen Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen

Themar: Rechtsrock-Event droht erneut zu scheitern

Im Juli floppte ein Rechtsrock-Festival im thüringischen Themar – die Sicherheitsbehörden griffen hart durch, es gab Alkoholverbote, Bands mussten ihre Auftritte vorzeitig abbrechen. Daraufhin wollte der Neonazi-Unternehmer Tommy Frenck aus Protest am kommenden Wochenende ein weiteres Konzert durchführen. Doch vieles deutet auf den nächsten Reinfall hin. „Wann und wo sich freie Deutsche versammeln, Reden schwingen und Musik mit politischen Texten hören, bestimmen wir und niemand anders“, heißt es in einem Aufruf für das kommende Wochenende. Ein weiterer Slogan: „Wann Rechtsrock gespielt wird, bestimmen wir und nicht der Innenminister.“ Der Thüringer Neonazi Tommy Frenck und Sebastian Schmidtke, NPD-Kader und verantwortlich sowohl für das Konzert in Themar Anfang Juli als auch das am 14. September, waren deutlich erbost. Und hatten trotzig mit einem „Jetzt erst recht“ reagiert, es sollte sozusagen eine Wiedergutmachung für die zahlreichen Enttäuschungen sein. Doch daraus scheint erneut nichts zu werden. Das ursprünglich für zwei Tage geplante Festival mit neun angekündigten Bands ist zu einer eintägigen Abendveranstaltung mit zwei Liedermachern zusammengeschrumpft und Sebastian Schmidtke richtet sich mit einem „für alle, die trotzdem anreisen wollen“ an seine Anhänger. Es seien mehrere Erkrankungen bei Bands – Mistreat und Sturmwehr – aufgetreten, teilweise sollen Einreiseverbote für Mitglieder russischer Musikgruppen vorliegen. Geworben wird nunmehr mit Sänger Philipp Neumann von Flak und Tobias W., der als Der Bienenmann auftritt. Redner sind praktischerweise die beiden Organisatoren Sebastian Schmidtke und Tommy Frenck, dazu soll NPD-Parteivize Torsten Heise ans Mikrofon treten.

via endstation rechts: Themar: Rechtsrock-Event droht erneut zu scheitern

Facebook, Instagram close accounts of Italian neo-fascist groups

Facebook and Instagram on Monday blocked the social media accounts of two Italian neo-fascist groups and some of their activists because they had violated the platforms’ policies against spreading hate, Facebook said. Casapound and Forza Nuova, which espouse extreme right-wing ideologies, have boosted their profile in Italy by leading anti-migrant campaigns on their social media sites. “People and organizations that spread hatred or attack others based on who they are, have no place on Facebook and Instagram,” Facebook, which owns Instagram, said in a statement. Casapound leader Simone Di Stefano denounced the decision. “This is an abuse by a private multinational in contempt of Italian law. A spit in the face of democracy,” he wrote in a tweet. Casapound had 250,000 followers on Facebook. Di Stefano said his personal profile, which had 140,000 followers, had been shuttered along with those of a number of city councillors around Italy who belong to the group. Forza Nuova leader Roberto Fiore confirmed his movement’s profiles had also gone dark, and said his group would respond with more street protests and recruitment.

via reuteers: Facebook, Instagram close accounts of Italian neo-fascist groups

ÖVP-Wöginger sprach mit Rechtsaußen-Magazin “Info direkt”

Der Klubchef unterhielt sich mit dem in einschlägigen Kreisen beliebten Magazin über die Identität im ländlichen Raum. ÖVP-Klubobmann August Wöginger hat der rechten Zeitschrift Info-Direkt ein Interview gegeben. In diesem sprach der Politiker über die österreichische Identität und darüber, wo er den ländlichen Raum gegenüber der Stadt im Vorteil sieht. Wöginger steht bei der Nationalratswahl auf Platz eins der oberösterreichischen VP-Landesliste. Info-Direkt ist laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) an der Grenze zum Neonazismus zu verorten. Die Zeitschrift kleide “klassisch rechtsextreme Weltanschauung in ein modernes Gewand”. Bis vor wenigen Monaten hielten auch FPÖ-Funktionäre Anteile am Magazin, mussten sie aber nach Kritik im Zuge der Ermittlungen gegen die Identitären abgeben. Wöginger sagte in dem Interview unter anderem: “Wir sind natürlich ein Exportland, aber wir wollen Österreicher und Österreicherinnen bleiben.” Die ÖVP sei eine “eine heimatverbundene, traditionsbewusste Partei”.

via kurier: ÖVP-Wöginger sprach mit Rechtsaußen-Magazin “Info direkt”

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Von Hosi4bEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Nach Social-Media-Bann: Rechtsextremer #Influencer Milo #Yiannopoulos steht vor dem Aus

Frontfigur der Alt-Right-Bewegung wurde wegen Hassrede von Twitter und Facebook geworfen und ist auch sauer auf seine Fans. Kaum jemand aus der Alt-Right-Bewegung vermochte in den vergangenen Jahren die Gemüter so zu erhitzen wie Milo Yiannopoulos, der fast in jedes Thema mit kontroversen Ansagen reingrätschte. Zuletzt marschierte der bekennende Homosexuelle in führender Position bei der Boston Straight Pride Parade mit. Der Marsch von rund 200 Teilnehmern wurde von einer Gegendemonstration begleitet, die mehr als 1.000 Teilnehmer zählte. Es könnte allerdings einer seiner letzten größeren Auftritte gewesen sein. Laut eigenen Angaben kann er über soziale Medien seinen Unterhalt nicht mehr finanzieren. Nach jahrelangem Hadern ist Yiaonnopoulos in den vergangenen Monaten aufgrund von “Hassreden” sowohl von Facebook als auch von Twitter gesperrt worden. Das hat nun offenbar Konsequenzen.
Der spanische Jurist Anfons López Tena hat auf Twitter Screenshots von Chatnachrichten des rechtsextremen Influencers veröffentlicht. Auch “Vice” zitiert mehrere Botschaften. Dort redet dieser darüber, dass seine Followerzahl beim Messenger Telegram stagniert und eine solche Anzahl an Leuten auch nicht ausreiche, um seinen Unterhalt zu finanzieren. Die letzte “Bannrunde” der Social-Media-Plattformen habe ihn vier Millionen Fans gekostet. Seine Postings auf Telegram würden mittlerweile nur noch zwei- bis dreitausendmal angesehen. Er kenne niemanden, dem es gelungen sei, auf Telegram einen wirklich großen Kanal ins Leben zu rufen.
Kaum Reichweite durch Gab und Co Auch auf anderen alternativen Plattformen sehe es nicht besser aus. Parler sei praktisch tot, und auf Gab würden sich vorrangig “unnachgiebige, ermüdend feindselige” jugendliche Rassisten herumtreiben, die “komplett den Tonfall und die Diskussionen dominieren”. Niemand aus dem Publikum helfe ihm dort, mehr Leute zu erreichen, die ihm Merchandise abkaufen oder ihn anderweitig unterstützen.

via standard: Nach Social-Media-Bann: Rechtsextremer Influencer Milo Yiannopoulos steht vor dem Aus

#Neonazi-Überfall in #Leipzig – Beim „Sturm auf #Connewitz“ war auch ein #Justizbeamter beteiligt – #schauhin #terror #mob #suxen

Drei Jahre nach den Ausschreitungen in Leipzig stellt sich heraus: Ein Gefängniswärter war dabei, die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen Landfriedensbruch an. “Es sah aus wie in einem Kriegsgebiet!” So beschreibt ein Polizist seine Eindrücke vom Abend des 11. Januar 2016 im Süden von Leipzig. Am ersten Jahrestag des lokalen Pegida-Ablegers Legida zogen rund 250 größtenteils vermummte Neonazis und Hooligans durch den linksgeprägten Leipziger Stadtteil Connewitz. Mit Eisenstangen, Äxten und Pyrotechnik bewaffnet griffen sie Passanten an und demolierten Geschäfte, Wohnhäuser und Autos. Die Polizei setzte an dem Abend 215 Personen fest, darunter bekannte Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie alle müssen sich wegen besonders schwerem Landfriedensbruch verantworten.
Eine gemeinsame Recherche des Tagesspiegels und des Leipziger Stadtmagazin “kreuzer” ergab jetzt: Eine dieser 215 Personen ist Beamter im sächsischen Strafvollzug – und war bis 2019 noch ohne Einschränkungen im Dienst tätig. Ein Sprecher des sächsischen Justizministeriums bestätigte auf Anfrage, dass gegen einen sächsischen Justizvollzugsbeamten im Zusammenhang mit dem so genannten “Sturm auf Connewitz” Anklage erhoben wurde. “Der Beamte wurde von der Polizei als Teil der Gruppe festgestellt”, erklärte der Sprecher. (…) Diese Darstellung nennt Valentin Lippmann, der innenpolitische Sprecher der sächsischen Grünen-Fraktion “kaum vorstellbar”. Denn: Bereits im Dezember 2016 wurden die Namen der mutmaßlichen Connewitz-Angreifer erstmals öffentlich gemacht. Eine Website, die unter der Überschrift “Die Täter des 11.01.2016” zu allen 215 Personen Vornamen, Nachnamen und Geburtsdatum auflistet, ist noch immer online.

via tagesspiegel: Neonazi-Überfall in Leipzig Beim „Sturm auf Connewitz“ war auch ein Justizbeamter beteiligt

siehe auch: Neuer Justizskandal in Sachsen Gefängniswärter bei Neonazi-Randale in Connewitz dabei. Erst ein Rechtsreferendar, jetzt ein Gefängniswärter! An dem brutalen Überfall von 250 Neonazis auf den linken Leipziger Stadtteil Connewitz im Januar 2016 war ein weiterer Beamter der sächsischen Justiz beteiligt. Das berichten der „Tagesspiegel“ und das Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“. Demnach handelt es sich um einen Gefängniswärter, der am Tatabend mit mehr als 200 anderen Rechtsextremisten von der Polizei festgesetzt worden war. Doch das Justizministerium will erst drei Jahre später von den Ermittlungen gegen ihren Bediensteten erfahren haben: im Dezember 2018. Einen Monat später wurde der Mann schließlich suspendiert.

ARD-Recherchen: #CDU und #AfD nähern sich in #Kommunen an – #schauhin #braunzone #fleischvomfleisch

Nach Recherchen von Report Mainz gibt es in 18 Kommunen Hinweise auf eine Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD. In einem Gemeinderat in Sachsen-Anhalt bildete die CDU demnach sogar eine Fraktion mit einem Rechtsextremisten.Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz haben eine Kooperation der CDU mit einem Rechtsextremisten offengelegt. Im Gemeinderat von Eilsleben bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt bildete die örtliche CDU demnach eine gemeinsame Fraktion mit einem Rechtsextremisten. Der Mann war für die AfD in das Gremium gewählt worden. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass mit Stimmen von CDU, SPD und FDP ein NPD-Funktionär in Hessen zum Ortsvorsteher gewählt wurde. Bei dem AfD-Gemeinderatsmitglied in Sachsen-Anhalt handelt es sich um Martin Ahrendt, der in der Vergangenheit an mehreren Neonazi-Aufmärschen teilgenommen hatte und auf Facebook regelmäßig rechtsextreme Inhalte teilt. Er gibt dort unter anderem an, Fan von Bands wie “Blutzeugen”, “Ahnenblut” und “Sons of Swastika” (“Söhne des Hakenkreuzes”) zu sein. In einem Protokoll, das Report Mainz vorliegt, heißt es nach der ersten Gemeinderatssitzung: Seitens des CDU-Fraktionsvorsitzenden Gunter Czyrnik werde erklärt, “dass sich Herr Ahrendt (AfD) seiner Fraktion anschließt.” Von Report Mainz zu der Fraktionsgemeinschaft mit der AfD befragt, sagte Czyrnik, man habe dem AfD-Kandidaten die Mitarbeit in Ausschüssen ermöglichen wollen. Dies wäre ihm als Einzelkandidat sonst nicht erlaubt gewesen. Außerdem erklärt Czyrnik: “Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir das beenden, sobald ein Pressezirkus entsteht.” Nun, da die ARD über den Fall berichte, werde man die Fraktionsgemeinschaft mit der AfD auflösen. (…) Der Rechtsextremismus-Experte Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena warnt im Interview mit Report Mainz vor dieser Entwicklung: “Wenn die Annäherung, die es in verschiedenen kommunalen Parlamenten bereits gibt, von der CDU nicht eingefangen wird, dann kann das der Anfang sein einer übergreifenden Normalisierung und Annäherung der beiden Parteien.”

via tagesschau: ARD-Recherchen CDU und AfD nähern sich in Kommunen an

Rechtsextreme #Soldaten – #Militärgeheimdienst ermittelt gegen #Eliteeinheit #KSK- #terror

Der Militärgeheimdienst MAD verschärft seine Ermittlungen gegen rechtsextreme Soldaten bei der Eliteeinheit KSK. Nach SPIEGEL-Informationen ist die Geheimeinheit der Bundeswehr mittlerweile “Arbeitsschwerpunkt” des MAD. Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) gerät wegen rechtsextremer Soldaten in den Reihen der Eliteeinheit zunehmend ins Visier des Militärgeheimdienstes MAD. In einem vertraulichen Schreiben an das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags informierte Staatssekretär Gerd Hoofe, die steigende Zahl von MAD-Ermittlung gegen mutmaßlich rechtsextreme KSK-Soldaten mache “weitergehenden Handlungsbedarf deutlich”. (…) Hintergrund der Warnung von Hoofe sind nach SPIEGEL-Informationen immer neue Ermittlungen gegen aktive Kommandosoldaten. Führte der MAD Anfang des Jahres noch rund ein Dutzend Soldaten als sogenannte Verdachtsfälle, ist diese Zahl mittlerweile auf weit über zwei Dutzend gestiegen. Für eine kleine Einheit, die nur rund 1100 Angehörige hat, sind diese Zahlen “überdurchschnittlich hoch”, heißt es in Sicherheitskreisen (…) Gerade in Bezug auf das KSK steht der MAD seit Monaten unter Druck. So wurde im Februar zwar ein Offizier der Eliteeinheit suspendiert, weil er nach MAD-Ermittlungen eindeutig als Anhänger der rechtsextremen “Identitären Bewegung” erkannt wurde. Im Nachhinein aber wirkte die Entlassung von Oberstleutnant Daniel K. als reichlich späte Maßnahme, denn schon 2007 hatte er einer kritischen Soldaten-Vereinigung schriftlich gedroht und einen Einblick in sein Weltbild gegeben. Damals beschimpfte K. einen kritischen Soldaten als “Feind im Inneren”. Die Zeilen aus dem Brief, der damals auch seinen Vorgesetzten vorlag, waren nicht weniger als eine Todes-Drohung. “Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht”, schrieb K. Den Brief unterschrieb er mit den Worten “Es lebe das heilige Deutschland”.

via spon: Rechtsextreme Soldaten Militärgeheimdienst ermittelt gegen Eliteeinheit KSK