Berlin-Pankow: Nach Buchstaben-Posse – Bäcker will keine Hilfe von der AfD

Ein Brotladen muss auf amtliche Weisung Gewichtsangaben klein schreiben. Der Bäcker wehrt sich jetzt gegen Beistand von „Idioten“. Der Bäcker Karsten Greve darf „kg“ nicht groß schreiben. Und er verzichtet auf den Beistand der AfD. Eigentlich möchte er sich mit Teigwaren beschäftigen, Rezepte verfeinern, Brote backen. Aber immer wieder kommt es vor, dass Karsten Greve erzählen soll, warum er die Abkürzungen für Kilogramm und Gramm klein schreibt. Und warum an seiner Waage der Hinweis hängt, es handel sich nur um eine Dekoration. Greve hätte gerne auf beide Maßnahmen verzichtet – aber er muss. Denn das Landesamt für Mess- und Eichwesen wollte es so. Seine skurrile Auseinandersetzung mit dieser Behörde brachte dem Inhaber des Ladens „100 Brote“ ein beträchtliches mediales Interesse ein. Und einen Fürsprecher, auf den Greve gerne verzichtet hätte. Vor seinem Tresen stand plötzlich: Ronald Gläser von der AfD.
Andere Parteien überließen der AfD die Bühne Dass der kurz darauf im Abgeordnetenhaus über die Bedrängung und Gängelung des Unternehmers durch bürokratische Willkür schimpfte, sei nicht falsch gewesen. Aber die AfD sei nun einmal „eine zutiefst rassistische Partei von Idioten“, sagt Greve. Die Vereinnahmung seines Falls aus dieser Richtung ist ihm derart zuwider, dass er Ronald Gläser untersagte, den Kampf mit dem Messamt in seinem Namen auszufechten. Gläser versuchte es trotzdem. Eine direkte Unterstützung aus einem anderen politischen Lager blieb aber aus – und das ärgert Greve am meisten. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) habe sich bei der kurzen Debatte im Abgeordnetenhaus desinteressiert abgewendet, genau wie die Senatoren Klaus Lederer und Ramona Pop. Das konnte der Bäcker einer Videoaufzeichnung der Sitzung entnehmen. „Aber Frau Pop hätte ja wenigstens einen Praktikanten bitten können, uns einen Brief zu schreiben“, findet Greve. Es wäre für alle anderen Parteien ein Leichtes gewesen, der AfD die Schau zu stehlen. So aber sei der Eindruck geblieben, dass sich nur diese Partei engagiert.

via morgenpost: Berlin-Pankow: Nach Buchstaben-Posse – Bäcker will keine Hilfe von der AfD

Bielefeld: Prozess gegen Neonazi um Volksverhetzungs-Vorwürfe

Der Rechtsextremist Sascha Krolzig steht ab Donnerstag (10.10.2019) erneut in Bielefeld vor Gericht. Der 32-jährige Bundesvorsitzende der Partei “Die Rechte” geht vor dem Landgericht gegen seine Verurteilung wegen Volksverhetzung vor. Eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung hatte das Bielefelder Amtsgericht im Februar 2018 verhängt. Krolzig hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold antisemitisch beleidigt, ihn als “frechen Juden” bezeichnet. Bei Sitzungsbeginn am Morgen erschien Krolzig in Begleitung von etwa zehn Sympathisanten, von den einige lautstark Partei für ihn ergriffen.
Freie Meinungsäußerung? Im Prozess hatte sich der 32-Jährige auf das Recht der freien Meinungsäußerung berufen. Vergeblich, denn der Angeklagte ist ein bekannter Neonazi, der seine erste einschlägige Verurteilung bereits mit 17 Jahren kassierte.

via wdr: Bielefeld: Prozess gegen Neonazi um Volksverhetzungs-Vorwürfe

#Razzia gegen Verdächtige #Drohmail-Autoren wohl bei “Blood & Honour” – #terror #bh #28

Die Polizei ist gegen mutmaßliche Verfasser von 23 Schreiben vorgegangen, die im Juli unter anderem Anschläge androhten. Sie sollen nach Panorama-Recherchen eine verbotene Neonazi-Organisation weitergeführt haben. Am Mittwoch durchsuchten Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes Wohnungen von sieben Verdächtigen in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Anlass der Razzia war ein Ermittlungsverfahren gegen die Urheber von insgesamt 23 Drohschreiben, die im Juli bundesweit per E-Mail verschickt wurden. Darin wurde unter anderem mit Sprengstoffanschlägen gedroht. Betroffen waren Moscheen, Parteizentralen, Ankerzentren in Bayern und Medienagenturen. Unterzeichnet waren die Schreiben unter anderem mit “Blood & Honour”, “Combat 18” und “Volksfront”. Zur verbotenen Gruppe “Blood & Honour” gibt es nach Recherchen des ARD-Magazins Panorama offenbar tatsächlich enge Verbindungen. So gehören die sieben Personen, die in Verdacht stehen, die Drohmails verfasst zu haben, zu einer Gruppe Rechtsextremisten, die das verbotene Neonazi-Netzwerk “Blood & Honour” im Geheimen fortgeführt haben sollen. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte Panorama, dass alle sieben Beschuldigten auch verdächtig sind, gegen das Vereinigungsverbot von “Blood & Honour” verstoßen zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt seit 2018 gegen zwölf Neonazis wegen Verstößen gegen das Vereinigungsverbot. Ihnen wird vorgeworfen, die in Deutschland verbotene Organisation “Blood & Honour” fortgeführt zu haben. Das Neonazi-Netzwerk wurde im Jahr 2000 durch das Bundesinnenministerium verboten.

via tagesschau: Razzia gegen Verdächtige Drohmail-Autoren wohl bei “Blood & Honour”

siehe auch: Razzien in vier Ländern wegen rechtsextremer Drohschreiben. Sie drohten per E-Mail mit Sprengstoffanschlägen. Gegen Moscheen, Flüchtlingsunterkünfte und andere Einrichtungen. Jetzt schlugen die Ermittler im Morgengrauen gegen sieben rechtsextreme Beschuldigte zu. Nach islamfeindlichen Drohschreiben gegen Moscheen, Ankerzentren, Parteizentralen und Medien haben Ermittler bei einer konzertierten Aktion in vier Bundesländern mehrere Gebäude durchsucht. Der Einsatz richtete sich gegen sieben Beschuldigte aus dem rechtsextremen Milieu in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie sollen auch Sprengstoffanschläge angedroht haben.

#Angriff in #Halle: Mögliches “#Manifest” des Täters aufgetaucht – #terror #anschlag

Nach dem gescheiterten Anschlag auf eine Synagoge in Halle an der Saale mit zwei Toten sind viele Details noch unklar. Ob ein nach der Tat aufgetauchtes Bekennervideo sowie ein angebliches “Manifest” des Täters authentisch sind, wird derzeit geprüft. Der Zentralrat der Juden kritisiert unterdessen die Polizei. Nach der Tat in Halle an der Saale ist ein Dokument im Internet aufgetaucht, bei dem es sich nach Angaben einer Expertin um eine Erklärung des Angreifers zu handeln scheint. Das PDF-Dokument zeige Bilder von Waffen und enthalte einen Verweis auf das Live-Video, das von der Tat verbreitet worden sei, schrieb Rita Katz, Leiterin der auf die Beobachtung von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, auf Twitter.
In dem Text wird laut Katz das Ziel genannt, “so viele Anti-Weiße zu töten wie möglich, vorzugsweise Juden”. Das Dokument sei anscheinend am 1. Oktober angelegt worden und gebe Hinweise darauf, wie viel Planung und Vorbereitung der Täter in die Attacke gesteckt habe. Unter anderem stimmten die in dem “Manifest” abgebildeten und vom Täter offenbar teils selbst gebauten Schusswaffen mit den tatsächlich bei dem Anschlag eingesetzten Waffen überein. Eine noch höhere Opferzahl wurde möglicherweise durch Ladehemmungen bei mindestens einer der Waffen verhindert. Neben Schusswaffen setzte der Täter auch Sprengsätze ein. (…) Nach Einschätzung von Extremismusforscher Matthias Quent wollte der Täter offenkundig eine international verbreitete, rechte Internet-Subkultur erreichen. “Er spricht Englisch, und er greift Verschwörungstheorien auf, zum Beispiel über die angeblich zerstörerische Macht des Judentums. Er äußert sich auch abwertend über Feminismus”, sagte Quent der Deutschen Presse-Agentur. Das seien Motive der weltweiten populistischen und radikalen Rechten. “Das Video folgt der Ästhetik eines Videospiels, auch durch die Ego-Shooter-Perspektive”, sagte Quent. Der Präsident des Zentralrats der Juden erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. “Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös”, sagte Josef Schuster. “Diese Fahrlässigkeit hat sich jetzt bitter gerächt.” Nur glückliche Umstände hätten ein Massaker verhindert. “Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock.”

via web.de: Angriff in Halle: Mögliches “Manifest” des Täters aufgetaucht

siehe auch: Entsetzen nach rechtsradikalem #Angriff auf #Synagoge – #Trauer nach Schüssen in #Halle – #terror #anschlag. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei dem Mann, der in Halle in Sachsen-Anhalt zwei Menschen erschossen hat, um einen Einzeltäter. Er ist offenbar rechtsextrem und hat ein Video von sich und der Tat ins Internet gestellt. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, reagierte “mit Entsetzen und tiefer Erschütterung” auf das Attentat. Ein offenbar rechtsextremer Mann hat in Halle in Sachsen-Anhalt eine Synagoge angegriffen und, als er nicht in das Gebäude eindringen konnte, zwei Menschen erschossen, auf der Straße und in einem Döner-Imbiss. Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhren, heißt der festgenommene mutmaßliche Täter Stephan B. und ist deutscher Staatsbürger; Terror in Halle: Anschlag auf Synagoge – Stephan B[…] hatte kiloweise Sprengstoff bei sich. Terror in Sachsen-Anhalt: In Halle an der Saale hat Mittwoch ein Mann zwei Menschen erschossen und weitere verletzt. Der Täter hatte zuerst auf eine Synagoge geschossen und später auf einen Dönerimbiss. Ein vermummter Mann hat am Mittwoch in Halle zwei Menschen durch Schüsse getötet und weitere verletzt Der mutmaßliche Täter ist Stephan B[…], er gilt als Rechtsextremist Ein Tatort liegt nahe einer Synagoge, ein zweiter an einem Dönerimbiss Die Taten wurden live im Internet gestreamt, der Täter trug eine Helmkamera (…) Im Auto des mutmaßlichen Täters von Halle sind nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank insgesamt vier Kilo Sprengstoff in zahlreichen Sprengvorrichtungen sichergestellt worden. Dem mutmaßlichen Täter Stephan B[..] werde zweifacher Mord und versuchter Mord in neun Fällen vorgeworfen, sagte Frank in Karlsruhe.

Studie zu #Reichsbürgern – Noch im hohen Alter gewaltbereit

Üblicherweise lässt bei Extremisten im Alter die Gewaltbereitschaft nach. Bei Reichsbürgern gilt das nicht – das zeigt eine Studie, die auch auch auf fehlende Präventionsangebote verweist. Im baden-württembergischen Landkreis Sigmaringen löste ein 59-jähriger Reichsbürger Anfang Mai einen größeren Polizeieinsatz aus. Auf der Flucht vor der Polizei rammte er mit seinem Auto einen Streifenwagen und gefährdete mehrere Beamte. Im Vorfeld hatte er den Beamten mit einem “Militäreinsatz” gedroht. Das ist kein Einzelfall: Reichsbürger halten Gewalt gegen Staatsdiener für legitim und setzen sie auch im fortgeschrittenen Lebensalter ein. Statt ruhiger zu werden, “treten extremistische Radikalisierung sowie Ordnungswidrigkeiten und teils schwere Straftaten überwiegend in vergleichsweise hohem Alter auf”, heißt es in einer Studie. Erstellt wurde sie vom Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) des Innenministeriums Baden-Württemberg. Die Forscherin Verena Fiebig und der Wissenschaftler Daniel Köhler werteten rund 7000 Presseartikel über Reichsbürgern seit 2003 aus. Ein Ergebnis: Die Lebensläufe von Gewalttätern und Nicht-Gewalttätern ähneln sich stark. Das heißt, es gibt keine Muster, nach dem die einen gewalttätig werden und die anderen nicht. “Es scheint, als könne jeder Anhänger potenziell gewalttätig werden”, schreiben die Wissenschaftler. Als rechtsextrem eingestufte Reichsbürger neigen demnach sogar etwas weniger zu Gewalt als der Rest der Szene. Die Wissenschaftler schließen daraus: Reichsbürger finden in ihrem eigenen ideologischen Gedankengebäude ausreichend Legitimation für Gewalt. Sie brauchen keinen ideologischen “Brandbeschleuniger” von außen. Seit dem Mord an einem Polizisten in Georgensmünd im Jahr 2016 steht das Gewaltpotential der derzeit geschätzt 19.000 Reichsbürger auf der politischen Agenda. Doch bislang mangelt es an Einblicken in diese Parallelwelt. Die Studie gibt einen Einblick. Unter den knapp 500 Reichsbürgern, die von ihr erfasst wurden, sind 86 Prozent Männer. Das Durchschnittsalter der wegen Gewalt aufgefallenen Täter liegt bei etwa 50 Jahren. Der jüngste erfasste gewaltbereite Reichsbürger war zum Tatzeitpunkt 21 Jahre, der älteste 77 Jahre alt. Reichsbürger scheinen isolierter zu leben als der Durchschnitt der Bevölkerung, gleichwohl gibt es auch Ehepaare oder Väter und Söhne, die als gewaltbereit in Erscheinung treten.

via tagesschau: Studie zu Reichsbürgern Noch im hohen Alter gewaltbereit

siehe auch: TATEN,TÄTER, OPFER. EINE STUDIE DER REICHS-BÜRGERBEWEGUNG AUF GRUNDLAGE EINERPRESSEAUSWERTUNG.

Entsetzen nach rechtsradikalem #Angriff auf #Synagoge – #Trauer nach Schüssen in #Halle – #terror #anschlag

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei dem Mann, der in Halle in Sachsen-Anhalt zwei Menschen erschossen hat, um einen Einzeltäter. Er ist offenbar rechtsextrem und hat ein Video von sich und der Tat ins Internet gestellt. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, reagierte “mit Entsetzen und tiefer Erschütterung” auf das Attentat. Ein offenbar rechtsextremer Mann hat in Halle in Sachsen-Anhalt eine Synagoge angegriffen und, als er nicht in das Gebäude eindringen konnte, zwei Menschen erschossen, auf der Straße und in einem Döner-Imbiss. Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhren, heißt der festgenommene mutmaßliche Täter Stephan B. und ist deutscher Staatsbürger. Er drehte ein Video von der Tat und stellte es ins Internet. Das Vorgehen erinnert nach Angaben von Terrorexperten an das desjenigen Mannes, der im März im neuseeländischen Christchurch in zwei Moscheen 51 Menschen erschossen hatte. Der Täter in Halle griff am höchsten jüdischen Feiertag an, dem Versöhnungsfest Jom Kippur. Am Nachmittag nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest, machte aber zunächst keine Angaben zu seiner Identität.

via sz: Entsetzen nach rechtsradikalem Angriff auf Synagoge – Trauer nach Schüssen in Halle

siehe auch: Attacke in #Halle – #Rechtsextremer Hintergrund – Täter soll ein 27-jähriger Deutscher sein – #terror #anschlag. Dür den Angriff auf die jüdische Gemeinde in Halle soll nach SPIEGEL-Informationen der 27-jährige Deutsche Stephan B. verantwortlich sein. Hinweise deuten auf ein rechtsextremes Motiv hin – und auf einen Einzeltäter. Im Fall des Angriffs auf die jüdische Gemeinde in Halle werden neue Details bekannt: Nach SPIEGEL-Informationen handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den 27-jährigen Stephan B. aus Sachsen-Anhalt. Den Ermittlern liegt inzwischen ein Video vor, das der Attentäter offenbar mithilfe einer Helmkamera aufnahm. Der Film zeigt, wie B. eine Passantin in der Nähe des jüdischen Friedhofs sowie einen Gast in einem Döner-Bistro in der Nähe der Synagoge erschießt; Angriff in Halle – Stream voller Hass. Der Angriff auf eine Synagoge und einen Imbiss in Halle ist im Netz übertragen worden. In dem Stream leugnet der Täter den Holocaust und bezieht sich auf andere rechtsextreme Attentate. Der Angriff auf eine Synagoge und einen Döner-Imbiss in Halle hat einen rechtsextremen Hintergrund. Auf der Plattform Twitch übertrug der mutmaßliche Täter den Anschlag. Das Video wurde mittlerweile gesperrt, liegt der ARD aber vor. Auf dem Video spricht der Attentäter auf Englisch, allerdings mit deutschem Akzent. Er behauptet, den Holocaust habe es nicht gegeben. Zu seinem Motiv für den Anschlag sagt er, Feminismus führe zu weniger Geburten, deswegen gebe es Masseneinwanderung – und hinter all diesen Problemen stecke “der Jude”. Er bezieht sich somit auf andere rechtsextreme Attentäter, beispielsweise auf den von Christchurch. (…) Konkret geht es um die Legende von einem angeblichen “Bevölkerungsaustausch”, die Rechtsradikale in verschiedenen Staaten verbreiten. Der Begriff taucht auch bei AfD-Politikern und den “Identitären” auf, die einen “Großen Austausch” befürchten. Der Attentäter von Christchurch hatte vor seiner Tat Kontakt zu dem “Identitären” Martin Sellner. Dieser veröffentlichte bereits kurz nach den Schüssen von Halle ein Video auf YouTube, in dem er sich explizit von Gewalt distanzierte. Rechtsextreme Attentäter beziehen sich offen aufeinander, einige kündigten ihre Taten in Boards wie 8chan an. Der Wissenschaftler Daniel Köhler spricht daher von neuen Tätertypen: Diese wollten “tatsächlich die eigene Person, den Anschlag an sich und das Manifest, die Ideen dahinter, in die Öffentlichkeit tragen mit diesem einen fulminanten Anschlag”. Es handele sich dabei um junge Erwachsene, die mit den sozialen Medien, dem Internet aufgewachsen seien, erklärte Köhler in der ARD-Reportage “Rechter Terror”; Rechtsextremist wollte in Synagoge in Halle Massaker anrichten. Die jüdische Gemeinde in Halle entgeht knapp einem Massaker. Ein Attentäter will die Synagoge stürmen, scheitert aber. Dann erschießt er zwei Menschen. Es soll ein 27-jähriger Deutscher sein. Ein schwerbewaffneter Täter hat am Mittwoch versucht, in einer Synagoge in Halle/Saale ein Blutbad unter rund 80 Gläubigen anzurichten. Die jüdische Gemeinde entging an ihrem höchsten Feiertag Jom Kippur nur knapp einer Katastrophe. Der mutmaßliche Rechtsextremist Stephan B. aus Sachsen-Anhalt wollte nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Mittwochmittag die Synagoge mit Waffengewalt stürmen, scheiterte jedoch. Danach soll der 27-jährige Deutsche vor der Synagoge und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er floh vom Tatort und wurde am Nachmittag festgenommen. (…) Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte am Abend: „Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock.” Zugleich erhob er schwere Vorwürfe gegen die Polizei. „Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös.” Er fügte hinzu: „Wie durch ein Wunder ist nicht noch mehr Unheil geschehen.”

German police investigating far-right #PEGIDA leader for incitement to violence – #lügenlutz #vorbestraft #krimineller #etzer

Police in Dresden have opened a new investigation into far-right PEGIDA leader Lutz Bachmann. The firebrand used Nazi jargon to call for the death of politicians and environmentalists. Police in the eastern German city of Dresden confirmed on Wednesday they had opened an investigation into a speech delivered by far-right, anti-immigrant firebrand Lutz Bachmann, who leads the xenophobic group PEGIDA. Speaking to supporters at a weekly Monday night rally, Bachmann used Nazi slogans to describe his opponents and openly called for them to be killed. His calls were enthusiastically greeted with cries of “hang them.” In the speech, Bachmann called environmentalists, as well as Green and Left Party politicians, “Volksschädlinge,” a Nazi term meaning “parasites of the people.” He went on to call them “disgusting maggots.” Still, the use of such slogans did not end there. He described those he vilified as “extremist garbage,” saying they were standing on the “degenerate side” of the trench that now runs through the heart of German society. He went on to say that such politicians and environmentalists should be pushed into that trench and buried.

via dw: German police investigating far-right PEGIDA leader for incitement to violence

siehe auch: Wegen Volksverhetzung und Aufruf zu einer Straftat Polizei ermittelt gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann (46). Pegida hatte sich nach einer mehrwöchigen Pause am vergangenen Montag wieder in Dresden versammelt und sorgt gleich wieder für einen Skandal. Denn Pegida-Boss Lutz Bachmann (46) beleidigte in seiner Rede laut einem Bericht der „DNN“ Vertreter der Linken, Grünen und Gewerkschaften als „Volksschädlinge“, die man in einen Graben tun und zuschütten müsse. „Volksschädling“ war ein in der Nazi-Zeit häufig benutzter Begriff für angebliche Landesverräter. Ab 1939 sah die „Volksschädlingsverordnung“ vor, wer in Nazi-Deutschland als „Volksschädling“ galt. Vor allem: Plünderer und Saboteure, aber auch Menschen, die von den Nazis verachtet wurden. „Nachdem die Beamten bereits entsprechendes Videomaterial der in Frage stehenden Rede gesichert und ausgewertet hatten, gingen zwischenzeitlich sieben Online-Anzeigen bei der Polizeidirektion Dresden ein. Diese bezogen sich ebenfalls auf den Inhalt der Rede und stellten auf Volksverhetzung sowie Anstiftung zur Straftat ab“, sagte ein Polizeisprecher.

Right wing terror group accused in court

A man has appeared in court charged with terrorism offences relating to his alleged support for an international right wing terror group, the FKD. Luke Hunter is alleged to have encouraged the murder of homosexuals, Jews, and non-white people, and shared a video of the Christchurch shooting. The 21-year-old, of High Callerton, Newcastle, entered no plea at Westminster Magistrates’ Court.

via bbc: Right wing terror group accused in court

siehe auch: Feuerkrieg Division (FKD). A small international neo-Nazi group that advocates for a race war and holds some of the white supremacist movement’s most extreme views. Feuerkrieg Division, or FKD, calls for violence against their perceived enemies and destruction of “the system,” or society at large, which they believe is controlled by the Jews. Established in late 2018, FKD is an international organization with about 30 members. FKD has European roots but has recently expanded its outreach to American audiences. While the bulk of their activity is online, members have engaged in leafleting efforts, distributing violent, racist and anti-Semitic propaganda. FKD promotes Siege culture mentality and the concept of accelerationism.
Feuerkrieg Division (FKD) is a small, international neo-Nazi organization that embraces the most extreme interpretations of white supremacist ideology. Their current leader lives in Estonia, but the group’s membership is increasingly American. The group celebrates the concepts promoted in Siege, a collection of noxious essays written by U.S.-based neo-Nazi James Mason. Even their Gab bio states “

Silizium-Solarzellen eines Sonnenwärmekraftwerks vor einer Windturbine

Zerfetzte Vögel, zuckende Tierleichen, abgeräumte Wälder: In einem Video prangert die AfD an, dass Wind- und Solaranlagen massive Schäden in der Natur anrichten würden. Was ist an den Vorwürfen dran? Lange hat sich die AfD bei der Umweltpolitik weitestgehend zurückgehalten. Doch mittlerweile äußert sich die Partei regelmäßig zu dem Bereich, vor allem zum Thema Klimaschutz. Die AfD behauptet beispielsweise in dem Video “Fünf grüne Umweltsünden angeprangert”, dass Windräder, Solaranlagen und Rapsfelder massiv Vögel und Insekten töten würden. Die Behauptungen im Überblick: Behauptung 1: Windräder töten jährlich 200.000 Fledermäuse, 100.000 Vögel und eine Billion Insekten Vogelsterben durch Windkraftanlagen ist offenbar tatsächlich ein Problem: Laut der Umweltschutzorganisation NABU könne es für einige seltene Arten sogar existenzgefährdend sein, wenn man deren Lebensräume bei den Standortwahl nicht berücksichtigt. Das gleiche gilt für einige Fledermausarten. Doch zum Vergleich: Durch Fensterscheiben werden laut der Umweltschutzorganisation BUND 240.000 Vögel getötet – pro Tag, nicht pro Jahr. Bei der Behauptung, Windanlagen würden eine Billion Insekten töten, beruft sich die AfD offenbar auf eine Studie von Franz Trieb vom Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Seine Modellrechnung berücksichtigt jedoch nur wenige Faktoren und beruht auf Vermutungen und groben Schätzungen, weshalb sie in der Fachwelt kritisiert wurde. Ob und in welchem Umfang die Windkraft zum Insektensterben beiträgt, beantwortet die Studie, wie Trieb selbst feststellt, nicht. Hierfür müssten erst einmal zahlreiche weitere Daten ermittelt werden, zum Beispiel die Bedeutung anderer Todesarten. “Ich würde mich sogar freuen, wenn am Ende herauskäme, dass die Windkraft für das Insektensterben irrelevant ist. Aber man müsste das Thema eben weiter untersuchen”, sagte Trieb der “tageszeitung”.

via derwesten: Silizium-Solarzellen eines Sonnenwärmekraftwerks vor einer Windturbine

Berliner #AfD findet bislang keinen Veranstaltungsraum

Die Berliner AfD sucht nach eigenen Angaben noch immer nach passenden Räumen für den Parteitag im November. Bislang gab es auf die Anfragen der Partei 76 Absagen, wie deren Sprecher Ronald Gläser am Mittwoch mitteilte. Der Parteitag werde aber stattfinden. Grund für die bisherigen Absagen seien zum Teil ideologische Vorbehalte gegen die Partei, sagte Gläser. Zum Teil hätten Hoteliers aber auch Angst vor nächtlichen Angriffen auf ihr Haus durch politische Gegner der AfD. Laut Gläser führt die Partei noch verschiedene Verhandlungen, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Eine Option sei auch, Veranstaltungsräume in Brandenburg zu suchen, wenn sich in Berlin keine finden lassen sollten.

via rbb24: Berliner AfD findet bislang keinen Veranstaltungsraum

siehe auch: AfD Berlin hält Parteitag jetzt in Brandenburg ab. Weil es auf der Suche nach Räumen nur Absagen gibt, soll der Parteitag nun in Brandenburg stattfinden. Auch finanziell gibt es Probleme. Den Berliner Landesverband der AfD zieht es nach Brandenburg: Angesichts massiver Probleme bei der Anmietung von Räumen für parteiinterne Veranstaltungen will der Hauptstadt-Verband seinen für Anfang November geplanten Landesparteitag Tagesspiegel-Informationen zufolge vor den Toren Berlins abhalten. Stattfinden soll der wegen der anstehenden Neuwahl des Landesvorstands mit Spannung erwartete Parteitag dem Vernehmen nach im Schloss Diedersdorf, einer kurz hinter der südlichen Landesgrenze gelegenen „Eventlocation“ mit Hotel und Biergarten. Das erfuhr der Tagesspiegel am Dienstag aus Parteikreisen.