Angriff mit Reizgas und Schlagstock in Einbeck

Nach der Attacke leitete die Polizei eine Fahndung ein. Die mutmaßlichen Täter konnten aber nicht gefasst werden. Angriff auf offener Straße: In Einbeck (Landkreis Northeim) sind am Mittwochabend fünf Angehörige einer rechten Kameradschaft überfallen und verprügelt worden. Dies teilte die Polizei am Donnerstag mit. Demnach seien mehrere vermummte und bewaffnete Angreifer auf die fünf Männer losgegangen, die laut Polizeiangaben bei dem Angriff leicht verletzt wurden. Die Opfer sagten, sie seien von fünf Männern und zwei Frauen mit Reizgas und Schlagstöcken angegriffen worden. (…) Die Opfer des Angriffs gehören zur rechten Kameradschaft Einbeck, die der rechtsextremen NPD nahe steht. Warum sich die fünf Männer auf der Straße in der Nähe des Veranstaltungsorts aufgehalten hatten, und ob die Täter zu den Teilnehmern der AfD-kritischen Veranstaltung gehören, ist unklar.

via ndr: Angriff mit Reizgas und Schlagstock in Einbeck

#AfD-Videoclip wird zum Reinfall – #lügenpartei #pinocchiopartei #fake

Mit einem Videoclip will die AfD Mecklenburg-Vorpommern Sympathisanten dazu bewegen, der Partei beizutreten. Wenig vorteilhaft für die AfD: Der Protagonist hat sich wenige Tage zuvor nicht nur aus AfD-Strukturen zurückgezogen, sondern stammt auch aus Brandenburg. Gut drei Monate vor der Kommunalwahl versucht die AfD Mecklenburg-Vorpommern, ihre Mitgliederzahl aufzustocken und so womöglich noch zusätzliche Kandidaten ins Rennen zu schicken. In einem am Freitag veröffentlichten Video wird für einen Parteibeitritt geworben: „Jetzt Mitglied werden! Mecklenburg-Vorpommern braucht Dich“, heißt es in dem rund anderthalb Minuten langen Videobeitrag. AfD-Abtrünniger soll für Parteibeitritt werben Nach einigen Luftaufnahmen hört man eine Frauenstimme: „Mecklenburg-Vorpommern ist meine Heimat. Mein ganzes Leben habe ich hier verbracht. Hier ging ich zur Schule, hier habe ich meinen Mann kennengelernt, hier haben wir ein eigenes Haus gebaut.“
Kurz danach wird ein Pärchen eingeblendet, das einen Kinderwagen vor sich her schiebt. Die gemeinsame Tochter und die sogenannte Flüchtlingskrise seien der Grund gewesen, aus dem die beiden Personen sich entschlossen hätten, der AfD beizutreten. Das Brisante an dem Video: Fast nichts daran ist wahr. Bei dem Mann handelt es sich um Jean-Pascal Hohm, umtriebiger Aktivist, der mit seinen 21 Jahren bereits etliche rechte Strukturen durchlaufen hat. Hohm war für die Identitäre Bewegung aktiv, Praktikant beim neurechten Netzwerk „Ein Prozent“, sein Geldgeber war bis zuletzt die AfD. Ende Januar zog sich der Student jedoch abrupt aus der AfD zurück. Kurz zuvor war sein Name mehrfach im Gutachten des Verfassungsschutzes aufgetaucht. Und ein Foto wurde publik, das Hohm mit einem führenden Aktivisten der neofaschistischen italienischen Gruppe Casa Pound zeigt. Seitdem ist er von der Bildfläche verschwunden. Parteimitglieder reagieren mit Häme Auch die Frau an seiner Seite scheint keinesfalls seine Ehefrau zu sein. Bei der 21-Jährigen handelt es sich um Sinja G., Tochter eines ehemaligen NPD-Funktionärs, die in etwa für die „120 Dezibel“-Kampagne der Identitären Bewegung aktiv war. G. ist zwar in der Tat liiert – allerdings mit einem anderen Mann. Und auch eine Tochter – wie im Video behauptet – scheint es nicht zu geben. Abgesehen davon scheinen die beiden Protagonisten auch keine Verbindung nach Mecklenburg-Vorpommern zu haben, geschweige denn „ein eigenes Haus gebaut“. Die rechten Aktivisten stammen aus dem südlichen Brandenburg, der ehemalige AfD-Funktionär studiert in Cottbus.

via endstation rechts: AfD-Videoclip wird zum Reinfall

Rechtsextremer Kampfsportler – Der Neonazi-Krieger

Denis #Nikitin ist eine Führungsfigur der rechtsextremen Kampfsportszene. SPIEGEL-Recherchen zeigen: Der Hooligan strickt seine eigene Legende – und ist offenbar in kriminelle Geschäfte in Osteuropa verwickelt. Das Gesicht von Denis Nikitin ist blutverschmiert, seine Schläge prasseln auf seinen Gegner im Ring ein. Eine Kamera läuft. Immer wieder prügelt er auf den Kontrahenten ein, bis auch dessen Lippe aufplatzt. Eine Aufnahme zeigt Nikitins Rechte in Zeitlupe, wie sie durch die Deckung des anderen Kämpfers dringt. Am Ende des schnell geschnittenen, knapp dreiminütigen Videos liegen sich beide Männer mit geschwollenen Gesichtern in den Armen, Nikitin reckt seine Faust in die Kamera. Wer gewonnen hat, ist unklar, aber eigentlich auch egal. Blut, Schweiß und Kameradschaft – darum geht es. Denis Nikitin ist in seinem Element. Netzwerk durchtrainierter Rassisten Aufgenommen wurde das Video vergangenen Oktober im sächsischen Ostritz, bei dem sogenannten Kampf der Nibelungen – einer von Neonazis organisierten Veranstaltungsreihe der “Mixed Martial Arts” (MMA). Kickboxen, Karate, Judo: MMA vereint viele Techniken, es ist ein Sammelsurium von Stilen und der wohl härteste Kampfsport der Welt. Auch die rechte Szene hat die Disziplin für sich entdeckt. Turniere, Events und Seminare von und für Rechtsextreme sprießen seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden. Entstanden ist ein internationales Netzwerk durchtrainierter Rassisten, Hooligans und Neonazis, die bestens gewappnet für den Straßenkampf sind und deren Einfluss inzwischen sogar bis in rechte Parteispitzen reicht. Als zentrale Figur dieses Netzwerks gilt der Mann aus dem Video: Denis Nikitin, russischer Staatsbürger mit deutschem Aufenthaltstitel, 1,88 Meter groß, 106 Kilogramm schwer, eine Kampfmaschine. In den Aufnahmen aus Sachsen trägt er ein schwarzes T-Shirt mit einem Symbol, das an ein Hakenkreuz erinnert. Es ist das Logo von White Rex, einer Bekleidungsmarke, die Nikitin bereits im Jahr 2008 gründete. Inzwischen ist White Rex nicht mehr nur ein Mode-Label, sondern organisiert und unterstützt Kampfsportveranstaltungen in ganz Europa. (…) Gute Kontakte pflegt Nikitin zu Thorsten Heise und Tommy Frenck, zwei führenden deutschen Neonazis. Bei Frencks Rechtsrockfestival 2017 im thüringischen Themar hielt Nikitin eine Rede – vor 6000 Zuschauern. In den vergangenen Jahren trat Nikitin immer wieder als Sponsor von Kampfevents auf, mehrfach etwa in Rom (“Turnier des Kriegers”), auch in Lyon, Athen und beim “Kampf der Nibelungen” in Ostritz.
Bei solchen Veranstaltungen gehe es wohl darum, sich für einen Umsturz zu rüsten, sagt Rechtsextremismusforscher Robert Claus aus Hannover. “Das Ziel, dem die Kämpfe dienen, ist dieser Tag X.” Mit dem Mix aus Männlichkeitsgehabe und Gewalt gelinge es mehr und mehr, neue Mitglieder für die Szene zu werben. In Ostritz habe der “Kampf der Nibelungen” vor etwa 600 Zuschauern stattgefunden. Fünf Jahre zuvor, so Claus, seien es weniger als 150 gewesen. Die Marke White Rex Mit seiner Marke White Rex schuf Nikitin, der fließend Deutsch spricht, über die Jahre einen eigenen Kosmos, eine Art rechter Erlebniswelt. Kleidung, Turniere, Sportnahrung, Fitnessstudios – der Neonazi will überall mitmischen, Wehrhaftigkeit und Gesundheit seiner Zielgruppe fördern. “Meine Aufgabe ist global, ich muss alle Lebensbereiche eines modernen Menschen abdecken”, sagte Nikitin Anfang 2017 in einem Interview, das auf einer ukrainischen Website zu lesen war. “Entwickelt euch weiter, habt Erfolg! Sieg Heil!”, schloss er demnach das Gespräch.

via spon: Rechtsextremer Kampfsportler Der Neonazi-Krieger

NPD-Rekruten am rechten Rand

Laut Zeugen hat der AfD-Vorsitzende im Saarland, Josef Dörr, im Jahr 2015 bewusst NPD-Mitglieder angeworben. Droht ihm deshalb endgültig der Parteiausschluss? Alexander Gauland hat schon oft Verständnis für Radikale geäußert, bei der NPD aber endet üblicherweise seine Nonchalance. Als das frühere NPD-Mitglied Björn Neumann im Jahr 2017 auf einem Parteitag für den AfD-Bundesvorstand kandidierte, trat der AfD-Vorsitzende merklich empört an das Rednerpult: „Ist es richtig, was ich gerade gehört habe, dass Sie vier Monate in der NPD waren? Damit ist der Fall für mich erledigt. Ich sage ganz deutlich: NPD geht bei uns nicht!“ Die Delegierten jubelten, Neumann erhielt nur fünf Stimmen. Die AfD hatte, wie das manchmal genannt wird, eine rote Linie gezogen. Zumindest in der Öffentlichkeit. Dieser Trennschärfe widerspricht nun der Fall eines amtierenden Landesvorsitzenden, der laut Zeugen bewusst und mit Vorsatz NPD-Mitglieder für die AfD angeworben haben soll

via faz: NPD-Rekruten am rechten Rand

#Prozess gegen Neonazis: Anschlagspläne bestritten – #terror #oss

Im Terror-Prozess wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung hat ein 30-Jähriger aus Wilhelmsburg bei Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vor dem Oberlandesgericht Dresden Erinnerungslücken geltend gemacht. Zusammen mit einem mitangeklagten 43-Jährigen soll der Mann zur Führungsebene der rechtsextremen Gruppierung “Oldschool Society” (OSS) gehört haben. Von konkreten Anschlagsplänen habe er aber nichts mitbekommen. Vorwurf: Planung von Anschlägen auf Flüchtlingsheime Die Generalbundesanwaltschaft wirft dem Wilhelmsburger vor, gemeinsam mit dem 43-jährigen Chemnitzer unter anderem Brand- und Nagelbomben-Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte geplant zu haben. Bevor es dazu kam, flog die Gruppe allerdings auf. Laut Anklage bestand ihr Ziel in Mord und Totschlag. (…) In einem Chat hatte er davon geschrieben, bei einem Treffen einen Fleischerhaken mitzubringen – um “irgendwelche dran aufzuhängen”, wie er im Prozess auf Nachfrage angab. Er berief sich darauf, das nicht wortwörtlich gemeint und in einer “emotionalen Anspannung” geschrieben haben. Er besitze gar keinen Fleischerhaken. Der Angeklagte war nach eigenen Angaben seit 2007 Mitglied der NPD und habe 2014 für die NPD als Kreistagsabgeordneter im sächsischen Landkreis Zwickau kandidiert. Mittlerweile sei der Angeklagte nicht mehr in der NPD aktiv, hieß es

via ndr: Prozess gegen Neonazis: Anschlagspläne bestritten

Hunderte Neonazis in Dresden erwartet

Wie seit Jahren schon wollen Neonazis aus dem In- und Ausland im Februar in Dresden demonstrieren. Die Behörden befürchten “Konfrontationen” mit Linken. Dresden steht auch dieses Jahr wieder ein Aufmarsch von mehreren hundert Neonazis aus dem In- und Ausland zum „Gedenken“ an die Bombardierung der Stadt im Februar 1945 bevor. Ein Funktionär der NPD-Nachwuchsorganisation „Junge Nationalisten“ hat für Freitag einen Aufzug mit 500 Teilnehmern in der Altstadt angemeldet. Linke Nazigegner mobilisieren für eine Gegendemonstration. Es seien „Konfrontationen“ zu erwarten, hieß es am Montag in Sicherheitskreisen. Womöglich kämen auch Neonazis nach Dresden, die sich vergangenen Sonnabend an einem Aufmarsch in Budapest beteiligten.

via tagesspiegel: Hunderte Neonazis in Dresden erwartet

#NPD-Politiker zündet Turnhalle an – Versicherung will Geld – #schauhin #terror #brandstifter

Zunächst hatte eine Versicherung den Schaden übernommen. Sie will nun Schadenersatz von dem NPD-Politiker. Weil er eine als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Turnhalle in Brand gesetzt haben soll, ist der ehemalige NPD-Politiker Maik Schneider auf 2,9 Millionen Euro Schadenersatz verklagt worden. Die Klage der Ostdeutschen Kommunalversicherung sei bei ihm als Schneiders Pflichtverteidiger eingegangen, teilte Sven-Oliver Milke der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Klage richte sich ebenfalls gegen einen bereits verurteilten Mittäter, sagte Milke am Dienstag. Er wolle nun prüfen, ob die Versicherung den Schaden überhaupt hätte regulieren dürfen. Ein Sprecher der Versicherung bestätigte die Schadenersatzforderung und verwies darauf, dass sie die Kosten für den Wiederaufbau der Turnhalle erstattet habe. Schneider steht derzeit im Revisionsprozess um den Brandanschlag als Angeklagter vor dem Potsdamer Landgericht. Dem 31-Jährigen wird vorgeworfen, die Turnhalle in Nauen (Landkreis Havelland) im Sommer 2015 angezündet zu haben. In einem ersten Verfahren war Schneider wegen Brandstiftung und anderer Delikte zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig weil Schneider beim Bundesgerichtshof (BGH) erfolgreich Revision eingelegt hatte.

via morgenpost: NPD-Politiker zündet Turnhalle an – Versicherung will Geld

VerfGH Rheinland-Pfalz zum Ausschluss aus LT-Fraktion – AfD-Abge­ord­neter ist end­gültig draußen

Die rheinland-pfälzische AfD-Fraktion hat einen Streit um die öffentliche Abgrenzung von Rechtsextremen vor dem VerfGH in Koblenz gewonnen: Der Rauswurf eines Mitglieds ist rechtens. Dessen Anwalt spricht von Denunziantentum. Der aus der rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsfraktion ausgeschlossene Abgeordnete Jens Ahnemüller ist mit seiner Organklage gegen den Ausschluss gescheitert. Das teilte der Verfassungsgerichtshof (VerfGH) Rheinland-Pfalz am Freitag in Koblenz mit (Urt. v. 29.01. 2019, Az. O 18/18). Die Entscheidung ist rechtskräftig. Die AfD-Fraktion hatte Ahnemüller im September 2018 ausgeschlossen. Als Grund nannte sie wiederholte Kontakte und punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtsextremistischen Szene. Der 57-Jährige aus Konz im Kreis Trier-Saarburg wies eine Kooperation in einer mündlichen Verhandlung vor dem VerfGH am 29. Januar noch zurück. Das höchste Gericht des Landes urteilte nun, der Fraktionsausschluss sei “verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden”. Ahnemüller sei von der AfD zweimal abgemahnt worden und sei rechtzeitig vor der Abstimmung in der Fraktion über seinen Rauswurf informiert worden, um noch Stellung nehmen zu können. Die AfD-Fraktion habe einen erheblichen Spielraum bei der Entscheidung, wegen eines gestörten Vertrauensverhältnisses und eines öffentlichen Ansehensverlustes ein Mitglied auszuschließen. Ahnemüller konnte laut VGH die Vorwürfe der Fraktion nicht überzeugend entkräften. Diese habe bei seinem Rauswurf nicht rein willkürlich gehandelt, wie er behauptete.
Ahnemüller-Anwalt: “Kultur des Denunziantentums” Ahnemüllers Prozessbevollmächtigter Dubravko Mandic, der selbst als Rechtsaußen-Mitglied der AfD gilt, kritisierte das Urteil scharf: “Der linke Zeitgeist ist mit etwas Verspätung in den deutschen Verfassungsgerichten angekommen. Dieser Geist pflegt eine Kultur des Denunziantentums. Die Behauptung, in irgendeiner Form mit sogenannten Nazis oder Rechten zu tun zu haben, bedeutet das gesellschaftliche Aus.” Der VerfGH gebe dem seinen Segen und lege fest, “dass es nicht darauf ankomme, ob die Beschuldigungen wirklich zutreffen”. Es reiche aus, “dass man mit Dreck beworfen wurde”.

via lto: VerfGH Rheinland-Pfalz zum Ausschluss aus LT-Fraktion AfD-Abge­ord­neter ist end­gültig draußen

Nach Überfall auf „Kameraden“ – Nazis setzen Kopfgeld aus – #münter #SS #

Der früheren SS-Mann Karl Münter wurde in seiner Wohnung überfallen. Nun lobt die rechtsextreme Szene eine Belohnung für Hinweise auf die Täter aus. 4.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise: Nach einem Überfall auf den früheren SS-Mann und heutigen NPD-Anhänger Karl Münter im niedersächsischen Nordstemmen hat die rechtsextreme Szene eine Prämie ausgelobt. „Wir werten diesen Überfall als versuchten Mord und werden alle unsere Recherchemöglichkeiten aufbieten, um die entmenschten Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen“, schreibt der NPD Kreisverband Eichsfeld. Der „Kameradschaftsverbund Südniedersachen / Dreiländereck / NPD Eichsfeld“ und die NPD Bayern bieten die Summe unter dem Rubrum „Rattenfangprämie“ an. In dem Aufruf, der auch in Reichsbürger-Kreisen verbreitet wird, geht die NPD davon aus, dass ihr Parteimitglied am vergangenen Donnerstag „höchstwahrscheinlich von zwei Banditen der Antifa“ in seiner Wohnung nahe Hannover überfallen worden ist. „Odin sein Dank“ sei ihr „Kamerad“ nur leicht verletzt worden. Einzelne Andenken aus dem Zweiten Weltkrieg, persönliche Unterlagen und etwa 800 Euro seien entwendet worden. Den Überfall hat Münter dem NDR bestätigt. Der 96-Jährige sagte, am 31. Januar hätten sich zwei Personen als Postboten ausgegeben und seien so in seine Wohnung gekommen. Dort hätten sie ihn dann an Küchenmöbel gefesselt. Er sei dabei leicht am Arm verletzt worden. (…) In der rechtsextremen Szene ist der kleine Mann eine Größe – ein Zeitzeuge, der im Nationalsozialismus mordete und sich bis heute nicht schuldig fühlt. In der Nacht vom 1. auf den 2. April 1944 war der damalige SS-Unterscharführer der 12. SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“ an einem Massaker bet (…) Die SS-Männer stürmten zunächst in die Häuser des nordfranzösischen Dorfes, erschossen gleich sechzehn Personen und nahmen weitere fest. Die Gefangenen mussten an den Gleisen langgehen. Siebzig von ihnen tötete die SS auf dem Fußmarsch.eiligt, eine Vergeltungsmaßnahme der SS.

via taz: Nach Überfall auf „Kameraden“ – Nazis setzen Kopfgeld aus

Rechte Partys: Ist #Kirtorf ein braunes Nest?

Gegen drei Kirtorfer Polizisten wird wegen rechtsextremer Vorfälle ermittelt. Ein Landwirt lässt nach zehn Jahren rechte Partys wieder aufleben. (…) Um Köhlers Modelleisenbahn herum stehen indes Dutzende Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Er deutet auf zwei U-Boot-Modelle, die an der Wand hängen. Auf einem ist ein Hakenkreuz zu sehen. In Innenräumen sei das erlaubt, sagt Köhler, ein bekennendes NPD-Mitglied. Frührentner Köhler ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sein Heimatdorf nicht den besten Ruf hat. Jahrelang hat er auf seinem Bauernhof zu rechten Partys eingeladen, Skinheads aus ganz Deutschland kamen. Im vergangenen Dezember hat er die Partys nach mehr als zehn Jahren wieder zum Leben erweckt. Dass fast gleichzeitig drei Polizisten, die in der Stadt leben, wegen rechtsextremer Vorfälle unter Verdacht stehen, mag für viele Zufall sein. Doch ist es das? »Jahrelang war es ruhig«, sagt Kirtorfs Bürgermeister Ulrich Künz. »Jetzt geht die Scheiße wieder los.« (…) Ende Dezember zur Sonnenwendfeier habe er »40 Glatzköpfe« eingeladen. »Die Hälfte wurde heimgeschickt, weil sie vorbestraft waren.« Am Ende waren knapp 20 Leute auf Köhlers Bauernhof. Zu Ostern werde er es noch mal versuchen. »Dann hole ich mir einen Rechtsanwalt.« Es ist ein offenes Geheimnis, dass hinter seinen rechten Partys noch ganz andere Köpfe aus der Szene stecken. Wegen einer Hakenkreuz-Fahne auf seinem Grundstück wurde Köhler einmal verurteilt. Er ist dennoch nicht unbeliebt in der Stadt. Früher war er Tankwart, heute fährt er Äste und Mist für Kirtorfer aus, holt Schrott ab. In seiner Wohnung lagern 400 Plakate der NPD.

via gießener allgemeine: Rechte Partys: Ist Kirtorf ein braunes Nest?