Demonstrationen gegen die NPD am Karsamstag

Ob die NPD am Karsamstag Nachmittag überhaupt kommt, ist noch unklar, gleichwohl gibt es Protest. Zudem reagieren Stadt und Polizei. Anhänger der Rechtsextremisten haben für den Ostersonnabend zu Wahlkampfveranstaltungen in Göttingen, Hannover und um 16 Uhr in Lüneburg aufgerufen. Die NPD wollte auf den Markt, das hat die Stadt untersagt und alternativ den Liebesgrund benannt. Bis Donnerstagnachmittag lag auf den Bescheid keine Reaktion der Partei vor.
Gewerkschaften und Antifa haben Gegenkundgebungen an anderen Plätzen angemeldet. Nach eigener Aussage will man sich aber zentral gegen 15 Uhr im Clamartpark treffen, aber nicht dort bleiben. In einer Erklärung der Antifa heißt es: „Dort findet eine Kundgebung statt und dann geht es von dort zum Versammlungsort der NPD.“ Man wolle lautstark protestieren. Auf Anfrage erklärt die Polizei, dass sie reagiere und entsprechend Kräfte zusammenziehe.

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Mini-Neonazi-Demo zieht durch Gotha – #führerSchein

Mit mäßiger Beteiligung von etwa 95 Teilnehmern zog am Samstagnachmittag eine „überparteiliche Demonstration“ aus Anhängern diverser extrem rechter Gruppierungen durch Gotha. In der Jüdenstraße verhinderte eine Blockade, dass die Neonazis durch die vormals von Juden bewohnte Straße ziehen konnten. Auf dem Weg zum Hauptmarkt setzte der Versammlungsleiter den gemieteten Lautsprecherwagen noch gegen einen Poller. (…) Die Demonstration startete am Coburger Platz. Bereits dort wurden die Teilnehmer von einer größeren Anzahl an Gegendemonstranten empfangen. Immer wieder gab es entlang der Route kleinere Stationen, von denen aus die Neonazis beschallt wurden. Über die Humboldtstraße ging es zur Zwischenkundgebung etwas versteckt an der Kreuzung Ifflandstraße / Große Fahnenstraße. Dort überraschte Riefling mit der Theorie, Deutschland habe die beiden Weltkriege „planmäßig verloren“. Über die Bürgeraue sollte es zum Hauptmarkt musste die Demonstration stoppen. In der Jüdenstraße hatte sich eine Blockade gebildet. Der Weg durch die Gasse war im Vorfeld als besonderer Affront empfunden worden, handelt es sich dabei doch um einen Teil des jüdischen Viertels. Zwischen den Häusern gespannte Banner erinnerten an frühere jüdische Einwohner Gothas. Die Polizei leitete die Demonstration eine Parallelstraße weiter über die Augustinerstraße zum Hauptmarkt.
Beim Einbiegen in den Hauptmarkt kamen sich nicht nur Neonazis und Gegendemonstranten sehr nahe: Zint setzte den als Lautsprecherfahrzeug eingesetzten Transporter gegen einen verbliebenen Poller. Ob das Fahrzeug dabei einen größeren Blechschaden davongetragen hat, blieb unklar. Die Versammlung endete mit einer mit Blick auf die Teilnehmerzahlen ernüchternden Statement von Zint und dem Deutschlandlied mit allen drei Strophen, interpretiert von Schlagersänger Heino. Die Polizei registrierte einige wenige Verstöße und war insgesamt mit ihrem Einsatz zufrieden. Sie sprach von etwa 400 Gegendemonstranten und 100 Teilnehmern auf der rechten Seite.

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Drei Waffenfunde in zwei Wochen

Innerhalb von zwei Wochen wurden bei drei Privatpersonen Waffen- und Sprengstofflager sichergestellt. Einer der Eigentümer kommt aus der rechtsextremen Szene in Thüringen, bei einem anderen wurde neben den Waffen auch NS-Devotionalien gefunden. Gibt es Zusammenhänge und was sagt das über die rechtsterroristische Gefahr in Deutschland? Wie die niedersächsische Polizei vergangene Woche bekannt gab, durchsuchte sie am 29. März eine Wohnung in Stöcken bei Hannover und stellte bei einem 29-Jährigen insgesamt 51 „größtenteils erlaubnispflichtige“ Schusswaffen sicher. Darunter 16 Langwaffen und drei Maschinenpistolen, sowie mehrere Kilogramm Munition. (Presseportal) Neben 100.000 € Bargeld fand sie außerdem verschiedene NS-Devotionalien (Orden, Ehrenzeichen und Bilder). Der Verdächtige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht trotz des Fundes ausdrücklich keinen politisch motivierten Hintergrund, was von der Amadeu Antonio Stiftung öffentlich kritisiert wurde (Hannoveraner Allgemeine Zeitung). Das gleiche bemängeln auch die Niedersächsischen Grünen, die nun eine Innenausschussitzung zu dem Fall abhalten wollen (Göttinger Tageblatt).
Am 4. April wurde im thüringischen Eichsfeld die Wohnung eines Mitglieds der rechtsextremen Szene durchsucht, dabei wurden fertiger Sprengstoff, sprengfähiges Material und Waffen gefunden. Es gäbe keine konkreten Anschlagsziele, daher sei der Verdächtige nur verhört und nicht festgenommen worden. Das LKA ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz (Thüringer Allgemeine). Bei dem #Neonazi, bei dem fertiger Sprengstoff, sprengfähiges Material und Waffen gefunden wurden, handelt es sich mutmaßlich um Patrick T. , der zur Kameradschaft #Eichsfeld zu rechnen ist. Gehört zum Umfeld von Thorsten #Heise. #nonazis https://t.co/bTQjtPh9UL — (((Katharina König-Preuss)))🍓 (@KatharinaKoenig) April 5, 2019
Hierbei handelt es sich offenbar um Patrick T. aus dem Umfeld von Thorsten Heise. Er war schon mehrfach auf dem von Heise organisierten „Eichsfeldtag“ zugegen, einem jährlich stattfindenden Rechtsrock-Konzert vor Ort. Nach Kenntnis der Thüringischen Landtagsabgeordneten König-Preuss (Die Linke) ist es nicht das erste Mal, dass Patrick T. wegen entsprechender Verstöße ein Ermittlungsverfahren zu befürchten hat.
Bemerkenswert ist hierbei auch, dass einem Neonazi aus dem Umfeld einer Kameradschaft fertiger Sprengstoff zu Hause abgenommen wird, und dies außer im Lokalteil der Thüringer Allgemeinen keinerlei öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Kein Vergleich zum Rieseneklat, den es im Jahr zuvor gab, als bei einem ehemaligen Sprecher des „Bündnisses gegen Rechts“ in Rudolstadt Sprengstoff gefunden wurde, der zum Böllerbau genutzt wurde (neues deutschland). Nur einige Tage später, am 7. April, wurde in Greiz, ebenfalls in Thüringen, eine weitere Waffensammlung bei einer Privatperson durch das SEK gefunden. Hieß es vom MDR zunächst, es seien illegale Pistolen und Gewehre sichergestellt worden, so nannten spätere Meldungen unter anderem Luftdruckwaffen, eine Schreckschusspistole, einen verbotenen Schlagring und ein verbotenes Springmesser, außerdem Munition (n-tv). Hier ist über den Hintergrund des Täters bisher nichts weiter öffentlich bekannt.

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#AfD-Politiker hetzt in #Reichsbürger-Gruppe – #schauhin #hetzer

In einer Facebook-Gruppe vernetzen sich Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker, um antisemitische Theorien zu verbreiten. Neben dutzenden Neonazis sind allerdings auch AfD-Politiker unter den Mitgliedern. Ein Lokalpolitiker hebt sich mit besonders kruden Ideen ab. Für ihn haben die Äußerungen nun Konsequenzen. Was sich in den digitalen Parallelwelten abspielt, spottet manchmal jeglicher Beschreibung. Für Rechtsextreme und fanatische Antisemiten sind die unzähligen, halb-geschlossenen Gruppen in den sozialen Netzwerken der ideale Raum, um ihre menschenverachtenden Theorien zu verbreiten. Ein Paradebeispiel: Die sogenannte „Die Volksschule“ auf Facebook – eine Art virtueller Fanclub des rechten Youtubers Nikolai Nerling, auch bekannt als „Der Volkslehrer“.
Unverhohlener Judenhass Screenshots aus der geschlossenen Gruppe, die ENDSTATION RECHTS. vorliegen, zeichnen ein verstörendes Bild. Ein User etwa bestreitet die „offizielle Geschichtsversion der Siegermächte über den Holocaust“, bezeichnet die Judenpolitik des Dritten Reiches als „äußerst human“. An anderer Stelle ist die Rede vom vermeintlichen “Hooton-Plan” und Solidaritätsbekundungen für die inhaftierte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Daneben stehen den „Volksschülern“ eine Reihe fragwürdiger „Lerninhalte“ zum Download bereit – antisemitische Hetzschriften von NS-Rassentheoretiker Alfred Rosenberg oder Gerichtsurteile zu volksverhetzenden Aussagen im Netz. (…) Allerdings tauchen auch mehrere Funktionäre der AfD auf der Mitgliederliste auf: Der Bundestagsabgeordnete Martin Renner ist ebenso Mitglied, wie Partei-Aktivistin Leyla Bilge und Steffen Königer, der bis zu seinem Parteiaustritt im November 2018 im Bundesvorstand der rechtspopulistischen Partei aktiv war. Königer verließ die Partei eigenen Aussagen zufolge aufgrund der Dominanz des Höcke-Flügels.
Dazu kommen diverse lokale Würdenträger der Rechtspopulisten, etwa der Chemnitzer Kommunalwahlkandidat Falk Heiligenschmidt oder Donatus Schmidt aus Halle. Dass der rechte Aktivist für die AfD antritt, sorgte im Vorfeld für Kritik, schließlich spricht er regelmäßig auf den Montagsdemonstrationen des rechtsextremen Verschwörungstheoretikers Sven Liebich. Als besonders aktiv tat sich Carsten Härle hervor. Härle, der bis vor Kurzem AfD-Fraktionschef in der kommunalen Vertretung im hessischen Heusenstamm war, bestritt in einem Kommentar, dass „der zweite (sic!) Weltkrieg irgendetwas mit Hitler oder dem Nationalsozialismus zu tun gehabt“ hätte. In einem anderen Beitrag wartet er mit rassistischen Verschwörungstheorien von der „Zerstörung der europäischen Völker“ und der „Vermischung“ von „Menschentypen“ auf. Als Beweis führt der AfD-Politiker einschlägige geschichtsrevisionistische Autoren an. Einem Bericht des Hessischen Rundfunks zufolge bezeichnete er bekannte Holocaustleugner als „Märtyrer“ und verbreitete eine Karikatur, in der Juden als Ratten dargestellt werden.

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Neonazis aus Jamel treten zur Kommunalwahl an

In der kleinen häufig als „Neonazi-Dorf“ bezeichneten Gemeinde Jamel in Nordwestmecklenburg will der Neonazi Sven Krüger mit zwei weiteren Personen für die Kommunalwahl kandidieren, allerdings nicht auf dem Stimmzettel der NPD. Krüger, der auch Eigentümer des Thinghauses ist, hat derzeit mit einem Gutachten zu kämpfen, dass Rechtsrock-Veranstaltungen dort erschwert. Wenige Kilometer weiter – in Wismar – will die NPD am 1. Mai aufmarschieren. Sven Krüger tritt zur Kommunalwahl an – diesmal nicht unter dem Label NPD Am 26. Mai werden zur Kommunalwahl in Mecklenburg-Vorpommern gleich mehrere Personen aus Jamel auf dem Stimmzettel zu finden sein. Für die Stadtvertretung in Gägelow, zu der Jamel zählt, kandidiert erstmals Birgit Lohmeyer. Die 60-Jährige organisiert zusammen mit ihrem Mann jährlich das „Jamel rockt den Förster“ und engagiert sich gegen rechtsextreme Umtriebe. Aber auch der umtriebige Neonazi-Kader Sven Krüger tritt für die Wahl zur Stadtvertretung an. Zusammen mit Tino Streif und Steffen Meinecke bilden die drei die offenbar erst vor wenigen Wochen gegründete „Wählergemeinschaft Heimat“ – laut Eigenaussage auch, um „das Leben in unserer Heimat zu beschützen“.
NPD-Tarnlisten Alle drei Neonazis kandidierten in der Vergangenheit bereits für die NPD, saßen teilweise im Kreistag. Krüger war zudem Landesvorstandsmitglied der „Nationaldemokraten“, musste dann 2011 allerdings eine mehrjährige Haftstrafe antreten. Ein Gericht hatte ihn in sieben Fällen wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Der mehrfach vorbestrafte Neonazi will nach einigen Jahren Abstinenz nun auf kommunaler Ebene erneut politisch aktiv werden. Diesmal jedoch lassen Krüger und seine zwei Mitstreiter das Label NPD außen vor. Bereits zur letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren ließen einige Partei-Kader einen Testballon starten und tauchten auf Wahlzetteln mit unverfänglichen Namen wie „Wir von hier“ in Ueckermünde auf – teilweise mit beachtlichen Ergebnissen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Bedeutungsverlustes und des negativen Images der Partei erscheint es wahrscheinlich, dass weitere Rechtsextreme nicht für die NPD kandidieren, in den Gemeindevertretungen bzw. Kreistagen dann allerdings deren politische Agenda vertreten werden.

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Urteil: Stadt muss NPD-Nachwuchs keinen Raum geben

Die Stadt Bad Harzburg muss den “Jungen Nationalisten”, der Nachwuchsorganisation der NPD, keinen Veranstaltungsort für ihren Europawahlkampf überlassen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und damit zwei vorinstanzliche Urteile bestätigt. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die JN wollte als vermeintlich ortsansässige Gruppierung die Nutzung der öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde erwirken. Das sahen die Gerichte anders. Die Adresse des JN-Landesverbandes Nord in Bad Harzburg sei ein leer stehendes Gebäude und auch in der Satzung sei der Sitz des Landesverbandes nicht auf Bad Harzburg festgelegt.

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Landtag: #AfD trennt sich von weiterem #NPD-nahen Mitarbeiter – #schauhin #fleischvomfleisch

Die AfD im Bayerischen Landtag kommt nicht zur Ruhe. Wie der BR erfuhr, hat sich die Fraktion von einem weiteren NDP-nahen Mitarbeiter getrennt. Es handelt sich um Laurens Nothdurft. Er soll einen verbotenen Neonazi-Verband geleitet haben. Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag hat sich auch von ihrem Mitarbeiter Laurens Nothdurft getrennt. Das erfuhr der BR exklusiv. Zuvor war schon der Vertrag mit Heinz Imbacher beendet worden. Beide standen der rechtsextremen NPD nahe. Laurens Nothdurft, der laut Fraktionschef Markus Plenk für die AfD-Abgeordneten im Innenausschuss tätig war, hat eine NPD-Vergangenheit. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, leitete Nothdurft den 2009 verbotenen Neonazi-Verband “Heimattreue Deutsche Jugend”. Das geht aus einem Gutachten des Bundesverfassungsschutzes hervor. Auch dem BR liegen diese Informationen vor. Nothdurft hätte kein AfD-Mitglied werden dürfen Warum Nothdurft als Parteimitglied aufgenommen wurde, ist unklar. Eigentlich hätte er aufgrund einer internen Unvereinbarkeitsliste der Partei nicht eingestellt werden dürfen. AfD-Mitarbeiter müssen versichern, dass sie keinem auf dieser speziellen Liste aufgeführten extremistischen Verband angehören. Imbacher spendete an NPD Heinz Imbacher war als Referent für den Haushaltsausschuss tätig und gilt als Anhänger des umstrittenen Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Wie jetzt bekannt geworden ist, sympathisierte Imbacher mit der NPD. Laut NPD-Rechenschaftsbericht von 2011 hat er seinerzeit 13.800 Euro an die rechtsextreme Partei überwiesen.

via br: Landtag: AfD trennt sich von weiterem NPD-nahen Mitarbeiter

NPD erbt mehr als 750.000 Euro

Vor einigen Jahren saß die NPD noch in zwei Landtagen. Doch viele Mitglieder sind inzwischen zur AfD abgewandert. Auch finanziell stellt das die Partei vor Probleme. Jetzt haben ihr drei Sympathisanten eine stattliche Summe hinterlassen. Die rechtsextremistische NPD hat einem „Spiegel“-Bericht zufolge im Jahr 2017 drei Erbschaften im Gesamtwert von mehr als 750.000 Euro erhalten. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Rechenschaftsbericht der Partei hervor. Demnach vermachten zwei NPD-Sympathisanten aus Berlin und Fulda der Partei jeweils 50.000 Euro. Eine weitere Erbschaft im Wert von rund 657.000 Euro hinterließ dem Bericht zufolge ein ebenfalls 2017 verstorbener Gönner aus dem niedersächsischen Dannenberg an der Elbe. Dieser habe ein Zigarrengeschäft betrieben und den Rechtsextremisten vor allem Grundstücke und Immobilien vermacht. Deren Wert beziffert die Partei in ihrem Rechenschaftsbericht laut „Spiegel“ mit 556.043 Euro.

via faz: NPD erbt mehr als 750.000 Euro

Rechtsrock mit internationaler Unterstützung – #ostritz #hammerskins #BloodAndHonour #Heise #braunespack #suffnazis

400 deutsche und spanische Rechtsextreme trafen sich zum Rechtsrockkonzert im sächsischen Ostritz. Hinter der Musikveranstaltung steht ein länderübergreifendes Neonazinetzwerk. Das sächsische Ostritz ist seit Jahren Austragungsort von Neonazifestivals. Die Nerven von Anwohnerinnen und Anwohnern sind ebenso strapaziert wie die der Polizei. Nur wenige hegen Sympathien für die saufenden Glatzköpfe, weshalb jedes Mal als Konter ein mehrtägiges Friedensfest auf dem Marktplatz der kleinen Stadt organisiert wird. (…) Der NPD-Ortsverband Wittenberg hatte online Werbung geschaltet, auch die engagierten Musikgruppen riefen zur Teilnahme auf. Die Bremer Band Endstufe kündigte das Konzert als Vernetzungstreffen deutscher und spanischer Neonazis an. Austausch und Politik traten allerdings in den Hintergrund: Da für die angemeldete Versammlung kein Alkoholverbot verhängt wurde, waren innerhalb kurzer Zeit Hunderte Neonazis betrunken. Dabei „zeigte sich einmal mehr, dass die ordnungsgemäße Durchführung einer Versammlung und der Konsum von Alkohol nur schwer zu vereinbaren sind“, kommentierte die sächsische Polizei später. (…) Das sächsische Versammlungsgesetz sieht die Teilnahme von Medienvertretern an öffentlichen Versammlungen generell vor. Doch als die wenigen Journalisten vor dem Zelt standen, hinderten Ordner sie am Eintritt. Mehrere Neonazis begannen, Kameralinsen zuzuhalten, und stellten sich ins Blickfeld. 20 hinzugezogene Polizisten sollten den Weg freimachen. Nach wenigen Metern im Zelt kamen Rechtsextreme auf die Journalisten zu, warfen mit Bierbechern, schlugen mehrfach zu und beleidigten Reporter als „Zeckenfotze“. Als Veranstalter Heise versuchte, dazwischenzugehen, eskalierte die Situation weiter. Nachdem einem Reporter aus nächster Nähe ein Bierbecher ins Gesicht geschlagen worden war, brach die Polizei die Begehung aus Sicherheitsgründen ab. Als die Gruppe das Zelt verließ, sprühten Neonazis mit einem Feuerlöscher auf die Polizisten, trafen dabei aber auch Heise und andere Rechtsextreme. Die Alben der Bands, die in Ostritz auftraten, werden von dem deutschen Rechtsrocklabel OPOS-Records vertrieben. Ihre Wurzeln haben sie im internationalen Netzwerk Blood and Honour, das in Deutschland verboten ist, und im Umfeld der Bremer Neonazivereinigung Hammerskins.

via störungsmelder: Rechtsrock mit internationaler Unterstützung

siehe auch: Rechtsrockkonzert in Ostritz – Journalisten und Polizei angegriffen. Bei einem Rechtsrockevent im sächsischen Ostritz wurden Journalisten und Polizisten von Besuchern angegriffen. Tausende demonstrierten gegen das Konzert. Mit einem dreitägigen Friedensfest hat das ostsächsische Ostritz sich gegen ein Neonazitreffen und Rechtsrockfestival gewehrt. Laut Veranstalter des Friedensfestes beteiligten sich an den verschiedenen Veranstaltungen seit Donnerstagabend insgesamt bis zu 3.000 Menschen. Am Samstagabend ging das Fest mit einer Menschenkette rund um den Marktplatz, einer Diskussionsveranstaltung und anschließender Musik zu Ende.

Rechtsrockkonzert in Ostritz – Journalisten und Polizei angegriffen

Bei einem Rechtsrockevent im sächsischen Ostritz wurden Journalisten und Polizisten von Besuchern angegriffen. Tausende demonstrierten gegen das Konzert. Mit einem dreitägigen Friedensfest hat das ostsächsische Ostritz sich gegen ein Neonazitreffen und Rechtsrockfestival gewehrt. Laut Veranstalter des Friedensfestes beteiligten sich an den verschiedenen Veranstaltungen seit Donnerstagabend insgesamt bis zu 3.000 Menschen. Am Samstagabend ging das Fest mit einer Menschenkette rund um den Marktplatz, einer Diskussionsveranstaltung und anschließender Musik zu Ende. Zu dem Rechtsrockkonzert am Samstag auf einem privaten Hotelgelände waren rund 500 Teilnehmer aus der rechten Szene erwartet worden. Dabei wurden am Abend laut Polizei Journalisten und Polizisten von Konzertbesuchern angegriffen, so dass sie das Versammlungszelt wieder verlassen mussten. Unter anderem wurden sie mit Bier und einem Feuerlöscher bespritzt. Zuvor war nach Polizeiangaben einzelnen Journalisten zunächst der Zugang zum Versammlungszelt vom Veranstalter verweigert worden, so dass diese dann von der Polizei in das Zelt begleitet wurden. Bislang ermittelt die Polizei in diesem Zusammenhang in sechs Fällen wegen Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung, und Verstößen gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz. Außerdem wird wegen Sieg-Heil-Rufe gegen Unbekannt wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt. Die Polizei war in Ostritz mit insgesamt 300 Beamten im Einsatz.

via taz: Rechtsrockkonzert in Ostritz – Journalisten und Polizei angegriffen

siehe auch: Rechte greifen Polizisten und Journalisten an. Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung sowie Verstöße gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz: So lautet die vorläufige Bilanz nach einem Rechtsrockkonzert in Sachsen. Auch wegen Sieg-Heil-Rufen wird ermittelt. “Pressevertreter können nicht ausgeschlossen werden”, so steht es in Paragraf 6 des Versammlungsgesetzes, der öffentliche Versammlungen in geschlossenen Räumen regelt. Als eine solche war ein Rechtsrockkonzert am Samstag im sächsischen Ostritz angemeldet. Als die Polizei versuchte, den anwesenden Journalisten zu ihrem Grundrecht zu verhelfen und Zutritt zum Versammlungszelt zu verschaffen, wurden sie und die Medienvertreter angegriffen. Aus der etwa 500 Personen umfassenden Menge wurden sie mit gefüllten Bierbechern beworfen und mit einem Feuerlöscher besprüht, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die vorläufige Bilanz des Einsatzes: sechs strafrechtliche Ermittlungsverfahren. Die Vorwürfe lauten auf Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung sowie Verstöße gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz. Außerdem wird wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole gegen unbekannt ermittelt, weil es Sieg-Heil-Rufe gab.