Dönermord-Tatwaffe in Polizistenmord-Haus gefunden

Hinter dem Polizistenmord von Heilbronn und der sogenannten Döner-Mordserie stehen nach Auffassung der Bundesanwaltschaft wohl die gleichen rechtsextremen Täter. Die Behörde übernahm deshalb die Ermittlungen. “Es liegen zureichende Anhaltspunkte dafür vor, dass die Mordtaten einer rechtsextremistischen Gruppierung zuzurechnen sind”, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Die Täter sollen auch für eine schwere Brandstiftung im sächsischen Zwickau im November verantwortlich sein. Der Polizistenmord von Heilbronn und die Döner-Morde zwischen 2000 und 2006 folgten demnach stets dem gleichen Muster: Der oder die Mörder kamen am helllichten Tag, schossen ihren Opfern – acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer – aus nächster Nähe in den Kopf und verschwanden, ohne große Spuren zu hinterlassen. Ganz ähnlich war es am 25. April 2007 in Heilbronn, wo die 22-jährige Polizistin Michele K. mitten am Tag auf einer Festwiese mit einem Kopfschuss getötet wurde. (…) Die Dienstwaffen der Heilbronner Polizisten wurden vor einer Woche in einem Wohnmobil bei Eisenach in Thüringen sichergestellt. Dort fanden sich auch weitere Gegenstände der Beamten. In der Wohnung der mutmaßlichen Täter in Zwickau wurde zudem die Pistole gefunden, mit der die Döner-Morde verübt worden waren. Die beiden Männer, denen auch mehrere Banküberfälle angelastet werden, begingen nach Polizeiangaben in dem Wohnmobil Selbstmord. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten die Männer und deren mittlerweile verhaftete 36-jährige Gefährtin Beate Z. bereits Ende der 1990er Jahre Verbindungen zu rechtsextremistischen Kreisen. In der Zwickauer Wohnung wurden außerdem Beweise sichergestellt, die auf ein rechtsextremes Motiv für die Morde hindeuten. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau Mitglied in einer terroristischen Vereinigung war. Sie wirft ihr Mord, versuchten Mord sowie schwere Brandstiftung vor. Auch weitere Verdächtige aus rechtsextremistischen Kreisen sollen in die Taten verstrickt sein.

via web.de: Dönermord-Tatwaffe in Polizistenmord-Haus gefunden

siehe auch: Ermittler finden weitere Waffen. In den Trümmern des Hauses, in dem die Verdächtige im Polizistenmord von Heilbronn wohnte, haben Ermittler weitere Waffen gefunden. Die 36-Jährige schweigt weiter zu dem Polizistenmord von vor viereinhalb Jahren. Bei den Ermittlungen zum Mord an einer Polizistin in Heilbronn haben die Ermittler in Zwickau weitere Waffen entdeckt. In den Trümmern des Wohnhauses der verdächtigen 36-jährigen Frau wurden mittlerweile neun Faustfeuerwaffen, ein Repetiergewehr und eine Maschinenpistole gefunden, wie die Zwickauer Staatsanwältin Antje Dietsch am Donnerstag sagte; Nazi-Bande legt blutige Spur durch Deutschland. Der Polizistenmord von Heilbronn war keine Einzelaktion. Die Bundesanwaltschaft zieht den Fall an sich. Der Gund: Die Täter könnten für weitere neun Morde verantwortlich sein. Hinter dem Polizistenmord von Heilbronn und der sogenannten Döner-Mordserie stehen nach Auffassung der Bundesanwaltschaft wohl die gleichen rechtsextremen Täter. Die Behörde übernahm deshalb die Ermittlungen. „Es liegen zureichende Anhaltspunkte dafür vor, dass die Mordtaten einer rechtsextremistischen Gruppierung zuzurechnen sind“, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Die Täter sollen auch für eine schwere Brandstiftung im sächsischen Zwickau im November verantwortlich sein. (…) Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten die Männer und deren mittlerweile verhaftete 36-jährige Gefährtin Beate Z. bereits Ende der 1990er Jahre Verbindungen zu rechtsextremistischen Kreisen. In der Zwickauer Wohnung wurden außerdem Beweise sichergestellt, die auf ein rechtsextremes Motiv für die Morde hindeuten. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau Mitglied in einer terroristischen Vereinigung war. Sie wirft ihr Mord, versuchten Mord sowie schwere Brandstiftung vor. Auch weitere Verdächtige aus rechtsextremistischen Kreisen sollen in die Taten verstrickt sein.

Ermittler finden weitere Waffen

In den Trümmern des Hauses, in dem die Verdächtige im Polizistenmord von Heilbronn wohnte, haben Ermittler weitere Waffen gefunden. Die 36-Jährige schweigt weiter zu dem Polizistenmord von vor viereinhalb Jahren. Bei den Ermittlungen zum Mord an einer Polizistin in Heilbronn haben die Ermittler in Zwickau weitere Waffen entdeckt. In den Trümmern des Wohnhauses der verdächtigen 36-jährigen Frau wurden mittlerweile neun Faustfeuerwaffen, ein Repetiergewehr und eine Maschinenpistole gefunden, wie die Zwickauer Staatsanwältin Antje Dietsch am Donnerstag sagte. Weitere Details wollte sie nicht nennen.

via rundschau-online.de: Ermittler finden weitere Waffen

siehe auch: Heilbronner Polizistenmord – Sie nannte sich Mandy Struck. Eine Frau, die im Verdacht steht, mit zwei Komplizen eine junge Heilbronner Polizistin ermordet zu haben, hat sich der Polizei gestellt. Wegen Verbindungen zur Neonazi-Szene stand das Trio schon vor Jahren unter Beobachtung – und tauchte ab. Polizisten-Killer wurden vom Verfassungsschutz überwacht! Wieso konnten sie so einfach untertauchen? Sie hassten Linke, Ausländer, Juden, planten blutige Anschläge, um ihrem irren Weltbild Geltung zu verschaffen. Jahrelang beging Beate Z. (36) mit ihren Komplizen Uwe M. († 38) und Uwe B. († 34), die vor einer Woche in einem Wohnmobil verbrannten, brutalste Verbrechen. Die Nazi-Bande überfiel Banken, mordete! Erfurt – Bereits Ende der 90er-Jahre befanden sich die drei im Visier des Verfassungsschutzes. Aber als sie verhaftet werden sollten, gelang ihnen die Flucht. Neun Jahre später erschoss das Killer-Trio die junge Polizistin Michèle K. († 22). WIE KONNTE DER VERFASSUNGSSCHUTZ DIE MÖRDER DER POLIZISTIN BLOSS AUS DEN AUGEN VERLIEREN? »Ermittlungen im Zigeuner-Milieu«. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt Aufklärung des Polizistenmordes von Heilbronn:  Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt die offenbar bevorstehende Aufklärung des brutalen Mordes und Mordversuchs an einer Polizistin und ihrem Kollegen im Jahre 2007 in Heilbronn. »Wir sind froh, daß jetzt die Wahrheit ermittelt wird – nach der damaligen öffentlichen Brandmarkung von Sinti und Roma im Zuge der Fahndung nach der sogenannten ›Phantomfrau‹, die als Täterin des Mordes zwei Jahre lang gesucht wurde«, erklärte der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, am Mittwoch in Heidelberg. Veranlaßt durch Sprecher von Staatsanwaltschaft und Polizei sei unmittelbar nach der Tat eine massive Stigmatisierung der Sinti und Roma betrieben worden, so Rose. Sinti und Roma – unter ihnen auch viele ältere Leute – seien grundlos massiven Polizeikontrollen unterworfen worden. Das Klischee von der angeblich »umherziehenden Minderheit« und die althergebrachten Stereotype über »Zigeuner« veranlaßten damals die Behörden, die Minderheit pauschal und landesweit (…) unter Verdacht zu stellen; Rechtsterroristen waren wohl Täter. In der Wohnung dreier seit Jahren untergetauchter Neonazis fand die Polizei eine baugleiche Pistole wie die, mit der im April 2007 in Heilbronn eine Polizistin ermordet wurde. Es ist eine der spektakulärsten Wendungen, die ein Kriminalfall je erfahren hat. Noch sind viele Fragen offen, doch die Hinweise verdichten sich: Die im Jahr 2007 in Heilbronn getötete Polizistin Michele Kiesewetter wurde allem Anschein nach von ehemaligen Rechtsterroristen aus Thüringen erschossen. Auch für eine ganze Serie von Banküberfällen sollen sie verantwortlich sein.

Heilbronner Mord ist noch nicht geklärt

Was Mittwochvormittag für die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bereits klar schien, zerbröselte am Nachmittag, nachdem sich sächsische Ermittler in Zwickau erstmals offiziell vor der Presse geäußert hatten. Weder gab es die angekündigten Einzelheiten zur Festnahme der 36-jährigen Beate Z., die als einzige Überlebende des mutmaßlichen Jenaer Tätertrios viel zur Erhellung des Heilbronner Polizistenmordes beitragen könnte. Noch bestätigten der Leitende Zwickauer Oberstaatsanwaltschaft Uwe Wiegner sowie der Präsident der Polizeidirektion Südwestsachsen, Jürgen Georgie, dass die in der zerstörten Doppelhaushälfte gefundene Pistole definitiv die Tatwaffe von Heilbronn war. (…) Unter den sieben gefundenen Schusswaffen des Trios befanden sich zwar auch die beiden Heckler & Koch P2000, die den überfallenen Polizisten in Heilbronn gehört hatten, doch DNA-Spuren der Bankräuber, die in einem Wohnmobil im thüringischen Eisenach tot aufgefunden worden waren, seien darauf nicht auszumachen, sagte Georgie. (…) Rechtsextremes Material sei hingegen bei der Sichtung noch nicht entdeckt worden, sagte der Polizeipräsident. Allerdings könne sich dies “sekündlich ändern”. Zuvor war bereits in Thüringen der neonazistische Hintergrund des Trios bestätigt worden. Allerdings geschah dies über eine Art Dementi seitens des Verfassungsschutzes in Erfurt. Die Behörde habe die toten Bankräuber von Eisenach nicht als V-Leute geführt, hieß es. Weder lägen Anhaltspunkte für eine “nachrichtendienstliche Zusammenarbeit” mit den Männern vor noch hätten “staatliche Stellen” den mutmaßlichen Bankräubern bei der Flucht geholfen, steht auf der Internetseite der Behörde. Hinter diesen Beteuerungen steht auch der mittlerweile bekannt gewordene Fakt, dass die rechtsextreme Gruppe Thüringer Heimatschutz, dem das Trio vor seinem Abtauchen im Januar 1998 angehört hatte, von einem V-Mann des Verfassungsschutzes geführt wurde. Aufgeflogen war die Organisation, nachdem 1997 vor dem Theaterhaus Jena eine Bombenattrappe mit einem aufgemalten Hakenkreuz entdeckt worden war. In der Folge konnte man die Bombenbauerwerkstatt ausheben, die die damals 20, 23 und 24 Jahre alten Verdächtigen in einer Garage betrieben hatten.

via stuttgarter zeitung: Heilbronner Mord ist noch nicht geklärt

siehe auch: Heilbronner Polizistenmord – Sie nannte sich Mandy Struck. Eine Frau, die im Verdacht steht, mit zwei Komplizen eine junge Heilbronner Polizistin ermordet zu haben, hat sich der Polizei gestellt. Wegen Verbindungen zur Neonazi-Szene stand das Trio schon vor Jahren unter Beobachtung – und tauchte ab. Ein Leben im Untergrund begann. In einer Mittagspause endete das Leben der 22-jährigen Polizistin Michèle Kiesewetter. Die junge Frau und ihr Kollege Martin A. wurden am 25. April 2007 auf der Heilbronner Theresienwiese überfallen: Kiesewetter wurde mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet, A. überlebte schwer verletzt; Beate Z. schweigt. Die Ermittler vermuten einen Zusammenhang zwischen der Explosion in Zwickau und der Tötung einer Polizistin in Heilbronn. Die mutmaßliche Bankräuber horteten ein ganzes Waffenarsenal. (…) Revolver, fünf Pistolen und ein Repetiergewehr – im ausgebrannten Obergeschoss in Zwickau wurde ein ganzes Waffenarsenal gefunden, bestätigte Wiegner gestern weiter. Darunter könnte auch jene Tatwaffe sein, mit der die Polizistin Kiesewetter 2007 erschossen wurde. Brandbeschleuniger, Explosion und Löschwasser haben die Waffen jedoch schwer beschädigt. Die Ermittlungen werden sich noch Wochen hinziehen; Dienste in Erklärungsnot. Der Fall der beiden am Freitag in Eisenach tot aufgefundenen Bankräuber Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die gemeinsam mit der mittlerweile inhaftierten Beate Zschäpe an der Erschießung der aus Thüringen stammenden Polizeibeamtin Michelle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn beteiligt gewesen sein sollen (jW berichtete), wird zunehmend dubioser. Vor allem die Ermittlungsbehörden selbst gehen mit widersprüchlichen Informationen an die Öffentlichkeit. Unisono beteuern sie aber, daß es zu keinerlei Zusammenarbeit zwischen den Landesverfassungsschutzämtern und Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gekommen sei. Die drei waren Ende der 1990er Jahren beim neofaschistischen »Thüringer Heimatschutz« aktiv und hatten damals einen funktionsfähigen Sprengsatz in einem Koffer mit aufgesprühtem Hakenkreuz vor dem Jenaer Theater deponiert. Dann waren sie untergetaucht. Seit 2008 lebten sie unbehelligt in Zwickau.

Heilbronner Polizistenmord – Sie nannte sich Mandy Struck

Heckler & Koch P7 PSP 9mm
Image by t i g via Flickr

Eine Frau, die im Verdacht steht, mit zwei Komplizen eine junge Heilbronner Polizistin ermordet zu haben, hat sich der Polizei gestellt. Wegen Verbindungen zur Neonazi-Szene stand das Trio schon vor Jahren unter Beobachtung – und tauchte ab. Ein Leben im Untergrund begann. In einer Mittagspause endete das Leben der 22-jährigen Polizistin Michèle Kiesewetter. Die junge Frau und ihr Kollege Martin A. wurden am 25. April 2007 auf der Heilbronner Theresienwiese überfallen: Kiesewetter wurde mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet, A. überlebte schwer verletzt. (…) Jetzt scheint das Verbrechen aufgeklärt. Am Dienstagnachmittag stellte sich in Jena die 36-jährige Beate Z. der Polizei, seit Freitag war mit internationalem Haftbefehl nach ihr gesucht worden. Ebenfalls am Freitag hatte die Polizei die Leichen der beiden mutmaßlichen Komplizen Z.s in einem ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach gefunden. Sie sollen dort nach einem Bankraub Selbstmord begangen haben, hieß es. In dem ausgebrannten Fahrzeug stellten die Ermittler zwei Pistolen des Typs Heckler & Koch P2000 sicher – die Dienstpistolen der getöteten Polizistin Kiesewetter und ihres Kollegen. Rohrbomben und Nazi-Propagandamaterial in der Garage 200 Kilometer von Eisenach entfernt, in Zwickau, hatten die beiden 34 und 38 Jahre alten Männer mit Beate Z. eine Wohngemeinschaft gebildet. Das Trio stand seit den neunziger Jahren wegen Kontakten zur Neonazi-Szene unter Beobachtung, nachdem die Polizei im Januar 1998 in einer Garage im Jenaer Stadtteil Burgau vier funktionsfähige Rohrbomben, TNT, Waffen und Neonazi-Propagandamaterial sichergestellt hatte. Es gelang den drei Verdächtigen jedoch jahrelang, sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen.

via spiegel.de: Heilbronner Polizistenmord – Sie nannte sich Mandy Struck

siehe auch: Polizistinnenmord – Spur führt in die Neonazi-Szene. Ermittler entdecken Zusammenhang zwischen Polizistenmord in Heilbronn, Banküberfällen und Hausexplosion. Die Recherchen führen zur rechtsextremen und einst rechtsterroristische Szene Thüringens. (…) Die Recherchen zu diesem mysteriösen Fall führen tief in die rechtsextreme und früher auch rechtsterroristische Szene Thüringens hinein. So galt die von den Behörden zur Fahndung ausgeschriebene Beate Zschäpe vor gut einem Jahrzehnt als einer der gefährlichsten Neonazis des Freistaates; Rechten Terror aufklären. „Jetzt ist schonungslose Aufklärung über den rechtsterroristischen Untergrund in Deutschland geboten“, erklärt Ulla Jelpke nach der Festnahme der gesuchten Nazi-Aktivistin Beate Z. Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter: „Offenbar reichten die Verbrechen von Beate Z. und ihren Kameraden von Rohrbombenbau über Bankraub bis zu Polizistenmord. Während Unionspolitiker ständig das Phantom einer neuen RAF an die Wand malen und die sächsische Justiz Antifaschisten mit Strafverfahren überzieht, konnten Mitglieder einer neonazistischen Terrorzelle scheinbar völlig unbehelligt in Zwickau leben; Inkognito in der Frühlingsstraße. Beate Z., Verdächtige im Fall des Heilbronner Polizistenmordes, soll mit enormer krimineller Energie gehandelt haben. Sie soll ihr Haus in Schutt und Asche gelegt haben, ihre Komplizen gelten als mutmaßliche Bankräuber. Dennoch lebte das Trio jahrelang unbehelligt von der Polizei in der ostdeutschen Provinz; Rechtsextrem, militant, terroristisch. Erst Polizistenmord und Bankraub, jetzt auch noch Terrorismus von Rechts – der Fall um zwei tote Gangster und ihre mittlerweile gefasste Komplizin geht über einen rein kriminellen Hintergrund womöglich weit hinaus. Bei einer Pressekonferenz in Zwickau verkündeten Staatsanwaltschaft und Polizei unterdessen keine neuen Erkenntnisse. (…) Die gefasste Beate Z. (36) und die mutmaßlichen Selbstmörder Uwe B. (34) und Uwe M. (38) sollen laut der Thüringer Linken-Fraktionsvizin Martina Renner schon in den 90er Jahren Mitglieder im militanten “Thüringer Heimatschutz” (THS) gewesen sein, der sich später in “Anti-Antifa Ostthüringen” umbenannt habe. Mittlerweile hat das Thüringer Innenministerium die Zugehörigkeit der drei Verdächtigen zur Neonazi-Szene bestätigt. Das Trio sei in dem rechtsextremen “Thüringer Heimatschutz” aktiv gewesen, teilte das Ministerium mit. Laut der “Ostthüringer Zeitung” vom 21. Februar 1998 hatte das Trio 1997 einen Sprengstoffanschlag versucht und auf dem Jenaer Theatervorplatz eine Bombe platziert, die dann aber offenbar nicht explodierte. Das Thüringer Landeskriminalamt suchte die Polizei sogar per Foto nach den dreien

Polizistinnenmord – Spur führt in die Neonazi-Szene

Ermittler entdecken Zusammenhang zwischen Polizistenmord in Heilbronn, Banküberfällen und Hausexplosion. Die Recherchen führen zur rechtsextremen und einst rechtsterroristische Szene Thüringens. (…) Die Recherchen zu diesem mysteriösen Fall führen tief in die rechtsextreme und früher auch rechtsterroristische Szene Thüringens hinein. So galt die von den Behörden zur Fahndung ausgeschriebene Beate Zschäpe vor gut einem Jahrzehnt als einer der gefährlichsten Neonazis des Freistaates. Zusammen mit ihren Gesinnungsgenossen Uwe B. und Uwe M. hatte Zschäpe vor Jahren in einer Wohnung in Jena gelebt. Als Fahnder dort bei einer Hausdurchsuchung 1998 vier Rohrbomben entdeckten, tauchten die drei Rechtsextremisten in den Untergrund ab. Seitdem galt das Trio als unauffindbar. Noch ist es nicht bestätigt, ob es sich bei den beiden Toten im Wohnmobil von Eisenach um Böhnhardt und Mundlos handelt. Sollte es aber so sein, dann könnte der ohnehin schon verworrene Kriminalfall um Polizistenmorde und Banküberfälle noch eine terroristische Dimension bekommen. Zschäpe, Uwe M. und Uwe B. stammen aus Jena und gehörten seit Anfang der neunziger Jahre der dortigen Neonazi-Kameradschaft an. 1995 schlossen sie sich dem neugegründeten „Thüringer Heimatschutz“ (THS) an, einer militanten Neonazigruppierung, die Jagd auf Antifa-Aktivisten und Linke machte. Die Gruppe sorgte immer wieder für Schlagzeilen. So hob die Polizei im Oktober 1997 bei der Durchsuchung eines THS-Treffs ein Waffenlager mit Knüppeln, Messern, Äxten und Schreckschusspistolen aus, mit denen eine Antifa-Demo in Saalfeld angegriffen werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere THS-Mitglieder, darunter auch Zschäpe, Uwe M. und Uwe B.. Es ging um die Versendung von Briefbombenattrappen an die Thüringische Landeszeitung, die Stadtverwaltung und die Polizeidirektion Jena.

via fr-online: Polizistinnenmord – Spur führt in die Neonazi-Szene

siehe auch: update – Neonazis als Polizistenmörder? – Gesuchte 36-Jährige stellt sich in Jena. Laut Medienberichten haben untergetauchte Neonazis im Jahr 2007 die Polizistin Michele K. in Heilbronn ermordet. Die Dienstwaffe der getöteten Beamtin wurde im thüringischen Eisenach gefunden – zusammen mit derjenigen ihres damals schwer verletzten Kollegen. Gefunden wurden die Waffen bei zwei Bankräubern, die am vergangenen Freitag eine Sparkasse in Eisenach überfallen hatten und sich später in einem Wohnmobil selbst erschossen, als sich Polizisten dem Fahrzeug näherten; Explosives braunes Milieu. Lange Jahre untergetauchte Bombenbastler aus Thüringen tot aufgefunden, ihre Komplizin stellte sich jetzt den Behörden – die drei Neonazis wurden früher dem Umfeld des „Thüringer Heimatschutzes“ zugerechnet, der sich 2009 dem Freien Netz angeschlossen hat. Sprengstoff pflastert ihren Weg. Jahrelang befand sich Beate Z. aus Jena auf der Flucht, weil sie gemeinsam mit zwei Kameraden aus dem Umfeld der ehemaligen Kameradschaft Jena 1996 und 1997 mindestens vier funktionsfähige Bomben gebastelt und bis zu 1,4 Kilo TNT gehortet haben soll. Die Polizeibehörden kamen den Rohrbombenbastlern auf die Spur. Als sie 1998 zugreifen wollten, hatten sich Beate Z. sowie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bereits abgesetzt. (…) Als Anfangzwanzigjährige besuchte Beate Z. Demonstrationen in Thüringen, berichten Augenzeugen. Auch Böhnhardt und Mundlos wurden dem Kameradschaftsumfeld und später dem „Thüringer Heimatschutz“ (THS) zugeordnet. Der Hamburger Verfassungsschutz benannte das Trio bnr.de-Recherchen zufolge 1997 als „Angehörige des THS“. Dieser NPD-nahen Struktur standen auch die führenden Jenaer Kader Ralf Wohlleben und Andre Kapke nahe. Dem damals als äußerst militant geltenden Kapke wurde sogar eine besondere Nähe zu den Dreien nachgesagt. Auch zur NPD bestanden Kontakte. Einer der führenden Köpfe der Thüringer NPD, Patrick Wieschke, wurde 2000 als Anstifter eines Sprengstoffanschlags auf einen türkischen Imbiss zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

update – Neonazis als Polizistenmörder? – Gesuchte 36-Jährige stellt sich in Jena

Laut Medienberichten haben untergetauchte Neonazis im Jahr 2007 die Polizistin Michele K. in Heilbronn ermordet. Die Dienstwaffe der getöteten Beamtin wurde im thüringischen Eisenach gefunden – zusammen mit derjenigen ihres damals schwer verletzten Kollegen. Gefunden wurden die Waffen bei zwei Bankräubern, die am vergangenen Freitag eine Sparkasse in Eisenach überfallen hatten und sich später in einem Wohnmobil selbst erschossen, als sich Polizisten dem Fahrzeug näherten. Die Wohnung der mutmaßlichen Bankräuber und einer Frau in Zwickau wurde wenig später durch eine Explosion zerstört. Nach der 36-jährigen Frau wird seitdem gefahndet. Laut der Linkspartei soll es sich bei den Tätern um zwei Männer und eine Frau aus der rechtsextremen Szene handeln. Diese seien 1998 aufgrund von Ermittlungen wegen eines Sprengstoffdelikts untergetaucht. Damals hatte die Polizei eine Bombenwerkstatt ausgehoben und vier funktionsfähige Rohrbomben mit 1,4 Kilogramm Sprengstoff TNT gefunden. Das Verfahren wurde dannn allerdings eingestellt, als die Tat juristisch verjährt war. Laut der Linken-Fraktionsvizen Martina Renner soll es sich um drei Mitglieder der militanten Gruppe “Thüringer Heimatschutz” (THS) handeln, die sich später in “Anti-Antifa Ostthüringen” umbenannt habe.

via publikative.org: Neonazis als Polizistenmörder?

siehe auch: Polizistenmord von Heilbronn “Susann” – das neue Rätsel im Phantom-Fall. Er war ohnehin mysteriös, der Polizistenmord von Heilbronn. Ein neue Spur in Ostdeutschland macht ihn jetzt noch rätselhafter. Die Polizei fahndet nach einer 36-Jährigen. (…) Auf der Suche nach den Polizistenmördern fahndet die Polizei jetzt nach einer verschwundenen Frau aus Zwickau. Sie soll in der sächsischen Stadt mit zwei Bankräubern zusammengewohnt haben, die sich am Freitag nach einem Überfall in Eisenach erschossen hatten. Bei den Toten fanden die Ermittler die Dienstwaffen der getöteten Polizistin und ihres Kollegen. Spekuliert wird, ob die Täter eine Verbindung in die Neonazi-Szene hatten. Die beiden Bankräuber im Alter von 34 und 38 Jahren und die 36 Jahre alte Frau sind nach Darstellung der Thüringer Linken-Fraktion und Medienberichten bereits als Bombenbauer in Erscheinung getreten. Bundesweit werde nach einer mutmaßlichen Bombenbauerin aus Jena gesucht, zitierte der MDR die Zwickauer Polizei; Töteten vermisste Neonazis Heilbronner Polizistin? Haben untergetauchte Neonazis die Polizistin Michele K. ermordet? Die Ermittlungen zu den Wohnwagen-Toten führen in die rechte Szene. Eine Komplizin ist noch flüchtig (…) Seit 1998 sollen die zwei Männer und eine Frau im sächsischen Zwickau gelebt haben, sagte Fraktionsvize Martina Renner. Nähere Angaben zur Herkunft ihrer Informationen wollte sie nicht machen. Das Verfahren gegen die drei Verdächtigen wurde allerdings einige Jahre später eingestellt, weil die Tat juristisch verjährt war. Bei dem “braunen Trio” soll es sich um drei Mitglieder der militanten Gruppe “Thüringer Heimatschutz” (THS) handeln: Uwe B., Uwe M. und Beate Z.. Die Gruppe nannte sich später um in “Anti-Antifa Ostthüringen”; Spur soll in die Neonazi-Szene führen. Im Fall des Heilbronner Polizistenmordes verfolgen die Ermittler offenbar eine neue Fährte: Nach dem Fund der Dienstwaffe der erschossenen Beamtin suchen sie eine 36 Jahre alte Frau. Spekuliert wird über Verbindungen zur Neonazi-Szene. (…) Bei der Frau handelt es sich laut Fahndungsaufruf der Polizei um die 36-jährige Beate Zschäpe. Sie nutze jedoch mehrere Decknamen. So sei sie ihren Nachbarn im Zwickauer Stadtteil Weißenborn als Susann Dienelt – Spitzname Lise – bekannt gewesen. Aber auch den Namen Mandy Struck soll die Frau verwendet haben. Spekuliert wird nun, ob die Täter eine Verbindung in die Neonazi-Szene hatten. Die beiden Bankräuber im Alter von 34 und 38 Jahren sollen nach Darstellung der Thüringer Linke-Fraktion mit Jenaer Neonazis in Kontakt gestanden haben. Nachdem die Polizei 1998 in Jena eine Bombenwerkstatt ausgehoben habe, seien zwei Männer und eine Frau geflüchtet und spurlos verschwunden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Martina Renner am Dienstag; Gesuchte 36-Jährige stellt sich in Jena. Steht der mysteriöse Kriminalfall jetzt vor der Aufklärung? Die im Zusammenhang mit dem Polizistenmord von Heilbronn gesuchte 36-jährige Frau hat sich am Dienstagmittag in Jena der Polizei gestellt. Die Frau soll zusammen mit zwei inzwischen toten Männern in den Bau von Bomben und in Banküberfälle verwickelt sein. Auch eine Spur zum Mord an einer aus Thüringen stammenden Polizistin im Jahr 2007 in Heilbronn wird geprüft. (…) Die beiden toten Bankräuber und ihre ehemalige Mitbewohnerin sind bei den Thüringer Ermittlern nicht unbekannt. Die drei sind seit 1998 auf der Flucht. Sie gehörten laut Verfassungsschutzbericht aus dem Jahr 1998 der rechten Szene in Jena an und hatten unter anderem in der Stadt eine Bombenwerkstatt aufgebaut. Unter anderem standen sie im Verdacht, Briefbombenattrappen verschickt und Bombenattrappen deponiert zu haben. Ihrer Verhaftung entgingen sie nur knapp. Seitdem lebten sie im Untergrund; Die Spur der Bombenbauer aus Jena. Alles begann mit einem Sprengstoff-Koffer auf dem Theaterplatz Jena im September 1997. Er brachte die Ermittlungsgeschichte gegen drei Rechtsextremisten aus Jena ins Rollen. Wenig später wurde ein regelrechtes Bombenlabor ausgehoben. Seitdem waren die Tatverdächtigen auf der Flucht, sie tauchten unter – vermutlich 13 Jahre lang. Die Ermittlungsverfahren gegen sie wurden zwischenzeitlich eingestellt. Erst im Herbst 2011 tauchen die Verdächtigen wieder auf – und die Ermittler knüpfen Zusammenhänge zu weiteren schweren Straftaten.

anm dokmz: rechtsextreme Bombenbauer und Mörder in Deutschland – fast 14 Jahre in Freiheit geblieben. Jede Wette – mit anderen politischen Vorzeichen wäre das schon Terrorismus….