Czech Republic's Museum of Romani Culture to educate students at memorial site of former concentration camp at Lety

The Museum of Romani Culture in the Czech Republic is preparing an education program for students that will run at the memorial site of the former concentration camp for Romani people in Lety u Písku. The program about the Holocaust of the Roma and Sinti will run from 21-24 April 2020 and again from 16 to 19 June 2020 directly on the grounds of the Memorial to the Holocaust of Roma and Sinti. The Museum announced the program on its website. “The education program will present the history of the site where the so-called ‘Gypsy Camp’ stood from 1942-1943 and will familiarize participants with the dismal living conditions there and with the importance of the camp in the context of what was termed the ‘solution to the Gypsy question’. Those attending will have the opportunity to see the grounds of the now-defunct pig farm that formerly occupied the site where the camp had been in operation, where the building of the new memorial is planned to take place,” the announcement reads. According to the Museum, the program will work with documents and photographs from the days when the camp was in operation and with the testimonies of eyewitnesses to its operation. Together, educators and students will open up the question of how such remembrance sites, which the grounds of the former camp are now considered to be, should be dealt with. The events associated with civil society’s attempt to close the pig farm will also be discussed during the program. In addition to focusing on historical findings, the program will focus on developing participants’ civic competences, creativity, and critical thinking skills. According to historians, 1 308 Romani children, men and women passed through the camp at Lety from August 1942 to May 1943, at least 327 of whom died there and more than 500 of whom were forcibly sent to the Auschwitz death camp. About 600 of those Romani people later returned from various concentration camps after the war.

via romea: Czech Republic’s Museum of Romani Culture to educate students at memorial site of former concentration camp at Lety

Right-wing extremism on the rise in the North East – with growing concern over radicalised children

Almost a quarter of the referrals made to the G overnment’s anti-extremism programme in 2018/19 for right-wing radicalisation came from the North East. The number of potential right-wing extremists in the North East is on the rise – and is the highest in the country. There were 308 people in the region referred to the Government’s anti-extremism Prevent programme in 2018/19 because of concerns over right-wing radicalisation, accounting for almost a quarter of all right-wing referrals in England and Wales. (…) Home Office figures show that the total number of Prevent referrals nationally dropped by 22% to 5,738 in 2018/19, while the North East’s fell from 1,223 to 972. But the largest proportion of those referrals for the North East, 320, were children aged under 15.

via chroniclelive: Right-wing extremism on the rise in the North East – with growing concern over radicalised children

Skandalnacht von #Connewitz – Leipziger #Polizeisprecher mischte sich unter #Pseudonym in Gewalt-Debatte ein – #schauhin #l3112 #1312

Mit einem privaten Account kommentierte der Polizeisprecher die Debatte um Connewitz. Es ist nicht das erste Mal, dass er sich ungefragt einmischt. Not-OP – ja oder nein? Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Connewitz stand der Leipziger Polizeisprecher, Andreas Loepki, im Zentrum der Debatte um linksextreme Gewalt und Glaubwürdigkeit der Polizei. Die – voreiligen – Tweets der Sächsischen Polizei zu einem angeblich schwer verletzten Polizisten lösten bundesweit Reaktionen aus. Doch Loepki kommuniziert nicht nur über die offiziellen Behördenkanäle, sondern mischte sich auch privat in die Debatte ein. Mit dem Twitter-Account @andreas0310 kommentierte er unter dem Pseudonym “ALoe” ungefragt Tweets von lokalen Medien und anderen Usern zu den Silvester-Geschehnissen. Die Echtheit des Accounts hat Loepki dem Tagesspiegel nun bestätigt. (…) Auf Nachfrage des Tagesspiegel erklärte Loepki, den Twitter-Account nicht mehr zum Kommentieren nutzen zu wollen. Er habe den Kanal als „Zusatzangebot“ gesehen, um Missverständnisse zu klären. „Als Polizeisprecher kommen bei manchen Formulierungen Dinge zustande, die ich nicht so gemeint oder gesagt habe – zum Beispiel beim Thema Not-OP.“ Das Angebot wurde aus seiner Sicht jedoch eher kritisch als positiv angenommen. Zu der Rolle des Accounts sagte er: „Da war ich Polizeisprecher – ich habe keine Tweets veröffentlicht, die auf privaten Hintergrund schließen ließen. Alles hatte einen dienstlichen Bezug, auch wenn es rein rechtlich ein privater Account ist.“ Für Außenstehende ist jedoch nicht erkennbar, ob Loepki über das Twitter-Profil seine private oder sein dienstliche Meinung wiedergibt. So kommentiert er an einer Stelle, dass der Account „kein offizieller Behördenkanal“ sei. An anderer Stelle heißt es von ihm, seine Kommentare seien „ausschließlich dienstlich“.

via tagesspiegel: Skandalnacht von Connewitz – Leipziger Polizeisprecher mischte sich unter Pseudonym in Gewalt-Debatte ein

siehe auch: Silvesternacht in #Connewitz: Drei #Videos und zahlreiche #Zeugen werfen neue Fragen auf – #schauhin #le3112 #polizeigewalt #1312 #schläger. Recherchen von BuzzFeed News Deutschland dokumentieren Angriffe der Polizei und einen unkoordinierten Einsatz in der Silvesternacht. Polizeibeamte preschen in eine Menschengruppe, schlagen und treten auf einzelne Personen ein. Andere Beamte ziehen einen Mann an seinen Haaren aus der Menge, ein Polizist tritt nach ihm, dann führt die Polizei ihn ab. Mitten auf der Straßenkreuzung liegt ein Mensch, er ist offenbar bewusstlos. Polizisten gehen an ihm vorbei. Ein Beamter steigt über den Mann, ohne sich um ihn zu kümmern. Es sind bisher unbekannte Szenen aus der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz, die BuzzFeed News Deutschland rekonstruieren kann. Sie stammen aus drei Videos, die unseren Reportern in den vergangenen Tagen über verschiedene Personen zugespielt wurden sowie aus Gesprächen mit 15 Augenzeugen und drei Menschen, die angeben, von Polizeigewalt betroffen zu sein. Die vollen Namen und Kontaktdaten aller Augenzeugen, Betroffenen und Urheber der Videos sind BuzzFeed News – mit Ausnahme eines Video – bekannt. Die Recherchen zeichnen ein detaillierteres Bild der Nacht, über deren genauen Ablauf die Öffentlichkeit seit Tagen streitet. Sie zeigen, dass die Polizei in Teilen unkoordiniert und aggressiv vorgegangen ist, dass sie offenbar nötige Hilfeleistungen unterlassen hat – und dass eine Reihe von Menschen Opfer von Polizeigewalt geworden sind.

So ekelhaft & sexistisch äußern sich Rechte über Luisa Neubauer

Jolanda Spiess-Hegglin machte gestern auf mehrere Posts rechter und rechtsextremer Persönlichkeiten aufmerksam, die sich über die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer sexistisch äußerten. Jolanda Spiess-Hegglin ist Gründerin und Geschäftsführerin von #NetzCourage. #NetzCourage ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dezidiert und aktiv gegen Hassrede, Diskriminierung und Rassismus im Internet stellt. Mit “Bewunderung” für die Aktivistin hat dies jedoch definitiv nichts zu tun. Denn weder wird sie für ihr Engagement für Fridays For Future oder rhetorische Fertigkeiten gelobt, noch sind ihre politischen Positionen bei diesen Personen gern gesehen, ganz im Gegenteil. So schreibt Eckhard Mackh “Also völlig unverständlich finde ich das nicht, daß Kaeser die anwerben wollte. Man muß ihr ja nicht zuhören.” sic oder “Süßes Foto, oder etwa nicht?” (Link). Mackh war bis 2018 in der CDU, dort Bundesvorstand der rechten WerteUnion, die eine Annäherung der CDU an die AfD möchte. Er wechselte anschließend zur “Blauen Wende”, der erfolglosen Neugründung von Ex-AfD-Chefin Petry (Quelle). Wie Stephan Anpalagen recherchiert hat, wird Mackh unter anderem von Ralf Schuler, Leiter des BILD-Parlamentsbüros mit Beiträgen geteilt, die sich über die andauernde “Abgrenzung gegen rechts” beklagen (Quelle). Oder von Rainer Wendt, CDU-Mitglied, Chef der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, der von Parteimitgliedern als “Scharfmacher vom rechten Rand” bezeichnet wird (Quelle) mit Beiträgen, in welchen Mackh Verschwörungstheorien über den Migrationspakt verbreitete (Quelle). Auch geteilt wird er von Klaus Sydow, AfD-Mitglied, der einen Beitrag über illegale Einreisen und diversen anderen Themen verbreitet (Quelle).
Luisa Neubauer wird hier rein auf ihr Äußeres reduziert, ihre Einstellungen zum Klimaschutz werden nur als lästige Nebensache abgetan. In den Kommentarspalten ist es allerdings noch schlimmer. Dort kommentiert ein AfD-Politiker “Kein Lustmolch ist illegal!” Besonders unglaublich kommentiert der Rechtsaußen-Schriftsteller Akif Pirinçci: “Ja, würde ich sofort ficken, auch wenn ich mir danach stundenlang das Klima-Zeug anhören müßte” [sic]. Pirinçci wurde bereits wegen Volksverhetzung verurteilt (Quelle), sein Buch wird im AfD-Shop beworben (Quelle), ist bei Pegida aufgetreten (Quelle) seine Bücher erscheinen in einem rechtsextremen Verlagshaus (Quelle), dessen Verleger Kubitschek eng mit der AfD-Spitze wie Alice Weidel in Kontakt steht (Quelle) und mit Höcke gut befreundet ist (Quelle) “Das ‘würde ich ficken’ ist in diesem Zusammenhang im Prinzip eine Drohung, erklärt Spiess-Hegglin. “Man hasst das Objekt, aber man würde es ficken. Dieses kleine Miststück. So könnte man diesem Miststück eventuell beikommen.” “Es handelt sich um eine starke sexuelle Objektivierung, begonnen mit dem Ursprungspost (“Süsses Bild”) und gesteigert “würd ich ficken” (ohne Konsens?), diese Art Objektivierung kann man durchaus als gewaltvoll bezeichnen,” sagt Spiess-Hegglin. Einer der vielen Menschen, die Pirinçcis Kommentar geliked haben ist Claudio Schmid. Claudio Schmid ist Kantonsrat der SVP. Er verfasst Initiativen gegen Einwanderung, für Abschiebungen und gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Und findet offenbar diese sexualisierte Gewaltfantasie und die Herabwürdigung von von Luisa Neubauer extrem lustig.

via volksverpetzer: So ekelhaft & sexistisch äußern sich Rechte über Luisa Neubauer

Alleged members of white supremacy group ‘the Base’ charged with plotting to kill antifa couple – #terror #theBase #awd #atomwaffen

Three men were charged with murder conspiracy and anti-government activity: Luke Austin Lane, 21; Jacob Kaderli, 19; and Michael John Helterbrand, 25. (Floyd County Police Department). Authorities in Georgia on Friday charged three alleged members of a violent white supremacist group known as “the Base” with plotting to murder anti-fascist activists — one day after the FBI said it arrested three other alleged members in Maryland and Delaware on federal charges. Police say the men wanted to kill a Georgia married couple who were “high-ranking” members of the far-left antifa movement in retaliation for exposing white supremacists online. The suspects recruited, strategized and practiced in paramilitary training camps as part of a group that seeks to overthrow the U.S. government, launch a “race war” and create a “white ethno-state,” authorities say. Luke Austin Lane, 21; Michael John Helterbrand, 25; and Jacob Kaderli, 19, were all charged with conspiracy to commit murder and being members of a criminal gang. Attorney information for the men was not immediately available in jail records. (…) Law enforcement officials have zeroed in on the Base, whose name is the English translation of “al-Qaeda,” ahead of an upcoming gun rights rally in Richmond. They fear armed extremists could unleash violence at the event, which is expected to draw thousands of militia members and gun advocates from around the country to protest a suite of gun-control measures being considered by the Virginia legislature. Authorities say they have tracked a flurry of threatening language in online message boards and social media accounts related to the rally. Virginia Gov. Ralph Northam (D) has banned firearms on the state capitol grounds during the protests, saying there was “credible intelligence” of a potential violent disruption.

via washington post: Alleged members of white supremacy group ‘the Base’ charged with plotting to kill antifa couple

siehe auch: Analysts claim white supremacist group wants to see fall of the United States. ‘The Base’ is looking for a violent overthrow of the nation and a race war, according to experts. Three men arrested in Georgia this week who allegedly had plans to murder a Bartow County couple have been linked to a violent white supremacist group, according to documents unsealed by authorities on Friday. Three other men, including a former Canadian armed forces reservist, were arrested in Maryland on Thursday. According to the Justice Department, those men were tied to the same violent extremist group, which is called The Base. According to an affidavit unsealed by a judge in Floyd County, Ga., on Friday, the three men involved in the Georgia murder plot had detailed plans to kill a couple that they described as high-ranking members of an extreme left-leaning group — Atlanta Antifascists. The men arrested in Maryland were believed to heading to a pro-gun rally next week in Richmond, Va., according to federal authorities. The Base is described as a militant, terroristic network of neo-Nazis and white supremacists who have been establishing an underground network of loosely connected cells since being founded in late 2017 or early 2018. According to the Southern Poverty Law Center, they value the philosophies of leaderless resistance, survivalism and preparedness, and “off-the-grid” living; and they hope to attract other white supremacists who are steeped in the skills and tactics of those philosophies; Neo-Nazis Allegedly Discussed Opening Fire at Virginia’s Pro-Gun Rally Slated for Monday. Three suspected white supremacists who were arrested Thursday in Maryland had discussed opening fire from the pro-gun rally that will take place in Virginia this coming Monday, according to the Wall Street Journal. Law enforcement officials on Friday said that the men had allegedly been planning to sow chaos and further their goal of “accelerat[ing] the downfall of the U.S. government” so that a white ethno-state can take its place. It was also reported Friday that an additional three men associated with the same violent neo-Nazi group had been arrested in Georgia on Wednesday. Those three men had allegedly been plotting to kill two people. (…) The Base is committed to promoting anarchy through violence with the goal of igniting a race war, according to Reuters. According to the Anti-Defamation League, its members are opposed to what they see as Jewish values that have infiltrated the “European race.” It hopes to ‘impose order from chaos,’ according to the Counter Extremism Project, and its members train as soldiers in camps around the country. The group began in 2018, and though its activity is largely online, its real-life actions have been on the rise; for instance, it has distributed manuals for terror attacks and bomb-making to its members. The Base is the English translation of al Qaeda, though it’s unclear if that connection was intentional. It’s not clear if the three men in Georgia had any plans related to Monday’s gun rally in Richmond, Virginia, but the three suspects in Maryland had obtained weapons and were planning on participating, the FBI said. The rally is expected to draw many white nationalist and other extremist groups, which have become more agitated after Gov. Ralph Northam declared a state of emergency and temporarily banned weapons from the State Capitol grounds.

Feds: Racine synagogue vandalism part of coordinated neo-Nazi plot

Yousef Omar Barasneh accused in Sept. 22 incident at Beth Israeli Sinai Congregation on Washington Avenue. Federal prosecutors charged an Oak Creek man, who they believe is part of the neo-Nazi group, with carrying out vandalism at a Racine synagogue last fall. Yousef Omar Barasneh is accused in the September 22 incident at Beth Israeli Sinai Congregation on Washington Avenue. Officers found swastikas, the symbol for a group known to federal investigators as “The Base,” and anti-Semitic words spray-painted outside the building, court records show. “Just like random acts of love, this was unfortunately a random act of hate,” Rabbi Martyn Adelberg said. According to the complaint, which was filed in U.S. District Court, (…) During the investigation, the records said, a member of the group admitted to FBI agents he ordered other members to vandalize minority-owned properties throughout the country. The man said called the mission “Operation Kristallnacht,” and directed members to “tag the (expletive)” out of synagogues. One day before the Racine incident, records show, police officers in Hancock, Michigan discovered Temple Jacob had been vandalized with graffiti similar to the synagogue in Wisconsin.

via wisn: Feds: Racine synagogue vandalism part of coordinated neo-Nazi plot

Victorian town rallies against neo-Nazi neighbour after flag raised

A Nazi flag raised above the a Victorian home has united a small town into making a stand against hatred. Cheryl Lawdorn and her partner have been flying the flag over their property for several weeks, claiming it as their right because of her German ancestry. Earlier this week, A Current Affair learned a man in the same street where the flag was raised is an 83-year-old Holocaust survivor. Images of the flag have since become a nation-wide media story. The flag was raised above a home in Beulah. (Supplied) Today, several residents of Beulah let it be known that the red and black flag was not welcome in their community in a town rally. Brenda Naylor, a long-term resident of the small town in the state’s northwest, told 9News the flag did not represent her values. “We’re proud Australians and we don’t want to see that in any town, let along Beulah,” she said.

via 9news: Victorian town rallies against neo-Nazi neighbour after flag raised

siehe auch: Couple refuses to take down Nazi flag flying across from home of Holocaust survivor. An Australian couple has provoked severe controversy in their small community, after flying a flag emblazoned with Nazi symbols from their house – which lies just across the road from the home of an 83-year-old Holocaust survivor. Cheryl and Bill Lawdron allegedly flew the flag to celebrate Cherly’s German ancestry. They moved into the property 12 months ago and claimed that they had no complaints about the flag until recently (…) Despite the fact that there had been 400 complaints from the community, there are apparently no laws prohibiting the display of offensive insignia. However, a police officer has since removed the flag on Mr. Lawdron’s behalf, following the intervention of the local authorities.

White supremacist gang members convicted in inmate's slaying – #AryanBrotherhood

Two inmates who are members of a white supremacist gang have been convicted for their role in a deadly attack in a Maryland prison. A jury found Vincent Bunner, 26, and Calvin Lockner, 38, guilty of second-degree murder Friday, The Capital Gazette reported. They were tried in the death of John Albert O’Sullivan, 43, of Pasadena, who authorities said died after three members of the white supremacist gang the Aryan Brotherhood stabbed and slashed him more than 50 times with prison-made knives at a lockup in Jessup.

via washingtontimes: White supremacist gang members convicted in inmate’s slaying

Neonazis verbreiten Opfermythos

Rechtsextremisten haben in Magdeburg der Bombenopfer des Zweiten Weltkriegs gedacht – mit manipulierten Zahlen. Mit Märschen wie diesen will sich die NPD erneut in Stellung bringen. In der Innenstadt von Magdeburg mischt sich die sparsame Straßenbeleuchtung mit dem Blaulicht der Polizeifahrzeuge. Die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt ist am Freitagabend Bühne für einen Neonazimarsch. In Formation schreitet eine Gruppe aus 160 Demonstranten und Demonstrantinnen, die meisten in Schwarz gekleidet, vom Stadtteil Buckau in die Innenstadt. Sie schwenken Fahnen, entzünden Fackeln. Mit dem Trauermarsch, wie Rechtsextreme die Veranstaltung nennen, soll vorgeblich an die Bombardierung Magdeburgs während des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren erinnert werden. Den Teilnehmern kommt es vor allem darauf an, eine fünfstellige Zahl zu verbreiten: die 16.000. So viele Menschen seien am 16. Januar 1945 beim Bombenangriff der Alliierten ums Leben gekommen, heißt es auf einem Transparent. Tatsächlich geht die Geschichtsschreibung von höchstens 2.500 Opfern aus. Die Veranstalter der Demonstration können deshalb nicht ernsthaft erwarten, mit den manipulierten Zahlen eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen. Der angebliche Trauermarsch sollte vermutlich eher als apokalyptisch inszenierte Liveperformance nach außen und als emotionales Erlebnis nach innen wirken. Es handle sich um eine Umdeutung deutscher Geschichte, erklärt der Magdeburger Historiker Pascal Begrich: Die Zeit des Nationalsozialismus solle als “tugendhafter und ehrenvoller Zeitabschnitt” dargestellt werden. Außerdem war der Aufzug eine diffuse Drohgebärde in Richtung politischer Gegner. Schließlich beteiligten sich an der Versammlung auch verurteilte rechte Gewalttäter, wie beispielsweise Alexander Bode. Der ehemalige Kommunalwahlkandidat der NPD in Brandenburg war Haupttäter einer tödlichen Hetzjagd auf einen Algerier im Jahr 1999 in Guben bei Cottbus und saß dafür zwei Jahre im Gefängnis. Die tatsächliche Zugkraft des Marsches war indes gering. Den 160 Teilnehmern stand mindestens die fünffache Anzahl an Gegendemonstranten gegenüber.

via störungsmelder: Neonazis verbreiten Opfermythos

Polizei entwaffnet "Reichsbürger" im Kyffhäuserkreis

Bei dem 79-Jährigen aus dem Kyffhäuserkreis wurden vier Gewehre beschlagnahmt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Samstag aus Sicherheitskreisen erfuhr. Polizisten hatten am vergangenen Mittwoch in Westgreußen ein Grundstück durchsucht. Das Landratsamt hatte dem Mann vor einiger Zeit den Waffenschein entzogen und ihm eine Frist zur Ablieferung der Schusswaffen gesetzt. Diese habe er nicht eingehalten, hieß es. Nach Ablauf der Frist habe der 79-Jährige die Waffen illegal besessen.

via insüdthüringen: Polizei entwaffnet “Reichsbürger” im Kyffhäuserkreis

siehe auch: Polizei beschlagnahmt Waffen bei “Reichsbürger”. Die Thüringer Polizei hat im Kyffhäuser-Kreis einen sogenannten “Reichsbürger” entwaffnet. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN wurden bei dem 79-Jährigen vier Gewehre beschlagnahmt. Die Polizisten haben bereits am vergangenen Mittwoch in Westgreußen ein Grundstück durchsucht. Das Landratsamt hatte dem Mann vor einiger Zeit den Waffenschein entzogen und ihm eine Frist gesetzt, um die Schusswaffen abzugeben.