“Sturmversand” bleibt im Geschäft

redok – “Sturmversand” bleibt im Geschäft
Dem rechtsextremen Versandhandel “Sturmversand” bleibt ein Gewerbeverbot erspart. Die Betreiber wurden erst vor kurzem in den Kreisvorstand der NPD gewählt. (…) Die Gründe für ein Gewerbeverbot wären vor Gericht nicht haltbar gewesen, hieß es; die Kriterien dafür seien “nach geltender Rechtssprechung sehr streng”. Auch der Rechtsvertreter der Versand-Betreiber, Szene-Anwalt Frank Miksch aus Nürnberg, sah das genau so. Damit können der 27-jährige Matthias Polt und seine Halbschwester Martina Hanker (31) weiter ihre Geschäfte unter den Bezeichnungen “Hobbyland” und “Sturmversand” betreiben. Das Geschäft war von 2000 bis 2004 im Besitz von Polt, dann ging es auf Hanker über, die ihren Halbbruder jedoch weiter das “Tagesgeschäft” im Anstellungsverhältnis erledigen ließ. Im März 2006 hatten beide wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor Gericht gestanden.

Kampagne gegen Thor Steinar

Kampagne gegen Thor Steinar at Red Stuff Blog
Die Kampagne »Stop Thor Steinar« gründete sich bereits im Frühjahr 2004. Mit dem verstärkten Auftreten der Marke Thor Steinar in der Öffentlichkeit, beschlossen antifaschistische Initiativen Ladenbetreiber, Versandhändler und die Presse aufzuklären, was hinter diesem Produkt steckt. Nun hat die Kampagne ein neues Flugblatt mit aktualisierten Text herausgegeben.

Links: Download at antifa-versand (PDF), Info, Kampagne “Stop Thor Steinar”

Ein Mann für alle Gelegenheiten

taz, die tageszeitung – Ein Mann für alle Gelegenheiten
Seine Bildung ist Andreas Molau anzumerken. Die Freundlichkeit, die der niedersächsische NPD-Spitzenkandidat am vergangenen Samstag in Bad Nenndorf zur Schau stellte, lässt erahnen, warum er acht Jahre lang ein beliebter Deutsch- und Geschichtslehrer an der Braunschweiger Waldorfschule war. (…) Ganz anders trat Molau bereits früher auf. So grölte er im Juni 2005 bei einem NPD-Marsch in Braunschweig Parolen und geiferte Gegendemonstranten an. Mit dabei hatte er seine minderjährigen Kinder.
Mit 16 Jahren war Molau zur NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” gegangen, weil er die “Umerziehungsliteratur” gehasst habe. Seinen Wehrdienst leistete er bei der “Psychologischen Verteidigung” ab, wo er auch journalistisches Arbeiten lernte. Bis heute schreibt er für Theorieblätter der rechten Szene. Die Junge Freiheit musste er 1994 verlassen, nachdem er einen Beitrag abgedruckt hatte, in dem die Leugnung des Holocaust angedeutet wurde.

NPD-Funktionär darf keine Waldorfschule eröffnen

MOZ.de – Märkische Oderzeitung – NPD-Funktionär darf keine Waldorfschule eröffnen –
Der NPD-Spitzenfunktionär Andreas Molau darf kein “Waldorflandschulheim” in Rauen bei Fürstenwalde eröffnen. “Der Bund der Waldorfschulen hat das Namensrecht schützen lassen, um Namensmissbrauch zu verhindern”, teilte der Geschäftsführer beim Bund der Freien Waldorfschulen Christian Boettger am Mittwoch in Stuttgart mit. Er betonte: “Wir werden mit Sicherheit keiner Schule das Namensrecht erteilen, die in irgendeiner Form mit rechtsradikalem Gedankengut assoziiert ist, weil das der Waldorfpädagogik im Innersten widerspricht.” Molau hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er auf dem Rauener Gut Johannesberg ein “Waldorflandschulheim” eröffnen wolle. Es handle sich um ein Schulungs- und Ferienheim für “national gesinnte” Familien im Stile einer Waldorfschule.

siehe auch: Staatssekretär sieht keine Chance für NPD-Schule in Rauen. Mögliche Pläne zur Gründung einer Schule durch die rechtsextreme NPD in Rauen (Oder-Spree) sind nach Einschätzung von Brandenburgs Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp chancenlos; “Ein weichgespültes Vorhaben”. Was planen Rechtsextreme im brandenburgischen Rauen? Gewiss kein Waldorf-Zentrum, sagt Albrecht Kolthoff, der sich mit rechten Immobiliengeschäften befasst

siehe auch: Schleierhafte Geschäfte. Rechtsextreme NPD gibt sich bei dubiosem Grundstücksdeal ahnungslos. In seiner ländlichen Abgeschiedenheit wäre das weitläufige Areal am Dorfrand von Rauen ideal für konspirative Veranstaltungen der NPD. Rechtsextreme Kreise mit Beziehungen zur neonazistischen NPD sind bei der erhofften geräuschlosen Abwicklung eines Immobiliengeschäfts in Rauen bei Fürstenwalde (Oder-Spree) offenkundig gestört worden.

Autonome Nationalisten gründen Aktionsgruppe

de.indymedia.org | Autonome Nationalisten gründen Aktionsgruppe
Autonome Nationalisten gründen Aktionsgruppe
Lin-Pin 07.08.2007 16:02 Themen: Antifa
Im Rheinland formiert sich ein neuer Zusammenschluss der autonomen Nationalisten. Autonome Nationalisten aus Köln, Pulheim, Düren sowie Aachen haben ein Netzwerk unter dem Namen „Aktionsgruppe Rheinland“ gegründet. Die Initiative zur Initiierung dieser Gruppe geht von der Anti-Antifa Aachen/Düren aus. Die AG Rheinland identifiziert sich unmissverständlich mit der nationalsozialistischen Diktatur und sieht sich als Teil der NS-Tradition. Als Hauptfeind gilt der internationale Kapitalismus sowie die von diesem profitierenden Großmächte, allem voran die USA. Erste Aktionen werden auf der Homepage angekündigt. (…) Seit einiger Zeit lässt sich feststellen, dass sich zunehmend auch Kameradschaften aus dem Rheinland in autonome Gruppen umwandeln. So haben unlängst die JN-Stützpunkte Köln und Aachen ihre Auflösung und Umwandlung Gruppen der „Autonomen Nationalisten“ bekannt gegeben. [1] Des weitern entstanden im Kölner Umland, in Düren sowie am Niederrhein autonome nationalistische Gruppen.[2] Die nun aus der Taufe gehobene Aktionsgruppe Rheinland stellt eine Art Vernetzungsgruppe unter den einzelnen Gruppen autonomen Gruppen in den Regionen Köln, Düren und Aachen dar. Die AG Rheinland geht aus der Anti-Antifa Aachen Düren hervor, was auch die Weiterbenutzung deren Homepage erklärt.

Berliner Freigänger unter Mordverdacht

Berliner Freigänger unter Mordverdacht
Gegen einen Freigänger einer Berliner Haftanstalt ist ein Haftbefehl ausgestellt worden. Der als Neonazi bekannte Mann steht unter dringendem Tatverdacht, während seinem Hafturlaub einen 42-Jährigen getötet zu haben. Gegen einen 35-jährigen Freigänger einer Berliner Haftanstalt ist nach der Tötung eines Mannes im brandenburgischen Schilda ein Haftbefehlerlassen worden. Der Mann sei unter dringendem Tatverdacht in die Justizvollzugsanstalt Cottbus gebracht worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. Der Mann sei als rechter Gewalttäter einzuordnen und einschlägig vorbestraft. In Berlin hat er eine Gefängnisstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verbüßt. Der Mann soll am Sonntagmorgen auf seinem Grundstück in Schilda einen 42-Jährigen Berliner durch massive Gewalteinwirkung auf den Brustkorb getötet haben.

Die Subkultur der Neonazis (Teil 4): Schöner leben mit Nazi-Läden? – Deutschland – sueddeutsche.de

Die Subkultur der Neonazis (Teil 4) Schöner leben mit Nazi-Läden? – Deutschland – sueddeutsche.de
Neonazis machen Profit. Die Zahl rechtsextremer Versandhändler stieg in zwei Jahren um 50 Prozent. Und in ihren Läden knüpfen sie Kontakt zu Jugendlichen. (…) 2006 stellte das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz fest: “Der Freistaat Sachsen hat im Bundesvergleich die am stärksten ausgeprägten rechtsextremistischen Vertriebstrukturen. […] Sie sind für die Szene von herausragender Bedeutung. Über sie kann szenerelevantes Material wie Tonträger und Textilien bezogen werden. Darüber hinaus dienen Szeneläden auch als Umschlagplatz für Informationen. Ferner nehmen die Vertriebe eine Schlüsselrolle bei der Nachwuchsrekrutierung ein.”
Die Umsätze im Neonazi-Geschäft wurden vom Bundesamt für Verfassungsschutz schon vor Jahren auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Präzisere Zahlen lieferten Antifa-Hacker, die in den vergangen Jahren mehrer Homepages von Nazi-Versänden geknackt haben. Bei der Analyse von Kunden- und Bestelldaten kam beispielsweise bezüglich des Wikinger-Versandes im bayerischen Geiselhöring heraus, dass der durchschnittliche Umsatz pro Monat bei rund 40.000 Euro liegt. Genug Geld, um sich Angestellte leisten zu können.

Siehe auch weitere Teile der Serie: Die Subkultur der Neonazis (Teil: 1): Abseits des Reichs: Europa rockt! Der Kampf gegen die Globalisierung und die USA verändert die Neonazi-Szene. Statt des “Großdeutschen Reiches“ wird zunehmend ein “Europa der Völker“ propagiert; Die Subkultur der Neonazis (Teil 2): Rechtsrock und taube Ohren. Bayern ist Deutschlands Konzertparadies für Neonazis. NPD und Freie Nationalisten nutzen das, um Nachwuchs zu rekrutieren. Verfolgt werden sie kaum. Fehlt der politische Wille oder die Szene-Kenntnis?; Die Subkultur der Neonazis (Teil 3): Wenn es in der Neonazi-Szene “haarig“ wird … Langhaarige, die den Hitlergruß zeigen und “Sieg Heil” schreien? All das bietet die Black-Metal-Szene. Die christenfeindlichen Neonazis feierten kürzlich einen ihrer deutschlandweit größten Gigs. Mit dabei: ein gerade entlassener “Satansmörder”.

300 Teilnehmer bei Neonazi-Treffen in Sangerhausen

300 Teilnehmer bei Neonazi-Treffen in Sangerhausen | AD HOC NEWS | AKTIENKURSE & AKTIEN NEWS
300 Teilnehmer bei Neonazi-Treffen in Sangerhausen. Rund 300 Neonazis und Sympathisanten der rechtsextremistischen Szene haben sich am Samstag in Sangerhausen versammelt. Die Veranstaltung in einem Gewerbegebiet nahe der Autobahn 38, die als «Sommerfest der NPD» deklarierte war, verlief bis zum Nachmittag friedlich, wie eine Polizeisprecherin auf ddp-Anfrage in Sangerhausen sagte. Bis zum Abend waren Reden von führenden rechtsextremen Politikern sowie Auftritte mehrerer Bands geplant.

Rechtsaußen-Fraktion plant Kongress in Bukarest

Rechtsaußen-Fraktion plant Kongress in Bukarest – EU – AOL
Die Rechtsaußen-Fraktion im Europaparlament “Identität, Tradition, Souveränität” (ITS) wird voraussichtlich Ende September einen Kongress in der rumänischen Hauptstadt Bukarest abhalten. Das sagte der FPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer auf Anfrage der APA am Donnerstag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der rumänischen Tageszeitung “Ziua”. Mölzer ist Mitglied der ITS-Fraktion. (…) Die ITS-Fraktion war im Jänner 2007 aus den Europaabgeordneten mehrerer ultra-nationalistischer und rechtsextremer Parteien gegründet worden, darunter der belgischen Vlaams Belang und die französische Front National von Jean-Marie Le Pen. Mölzer ist der einzige österreichische Abgeordnete in der Fraktion. Rumänien ist mit der nationalistischen Großrumänien-Partei (PRM) von Corneliu Vadim Tudor vertreten.

Acht Rechtsextreme nach Angriff auf drei Afrikaner verhaftet

baz.ch – Basler Zeitung Online _ Acht Rechtsextreme nach Angriff auf drei Afrikaner verhaftet
Acht junge Rechtsextreme haben in Genf drei Afrikaner angegriffen und einen von ihnen verletzt. Sie wurden nach der Tat verhaftet, wie die Genfer Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Eine Gruppe Soldaten war im Ausgang in der Nacht auf den (gestrigen) Donnerstag dazugestossen, als die Rechtsextremen die drei Afrikaner rassistisch beleidigten und mit Faustschlägen und Fusstritten zu traktieren begannen. Die Soldaten hätten die Angegriffenen verteidigt und die Schläger verfolgt, hiess es.