Organisator der Vernichtung: Reinhard Heydrich

09.06.2007: Organisator der Vernichtung: Reinhard Heydrich (Tageszeitung junge Welt)
Als der am 7. März 1904 in Halle/Saale als Sohn eines Konservatoriumsdirektors und Komponisten geborene Heydrich am 4. Juni 1942 an den Folgen eines Attentats starb, hatte er in seinen 38 Lebensjahren eine schnelle Karriere in die oberste Führung der Nazipartei hinter sich. Seine ererbte Liebe zum Geigespielen hinderte ihn nicht, schon mit 14 Jahren rechtsradikalen Bünden beizutreten und 1919/20 als Mitglied eines »Freikorps« beim blutigen Niederschlagen der Arbeiteraufstände in Mitteldeutschland mitzumachen. Als Oberleutnant zur See mußte er 1928 nach einem Ehrenverfahren die Reichsmarine verlassen. Im Sommer 1931 trat er in Hamburg der NSDAP und der SS bei. Damit begann seine durch hohe kriminelle Intelligenz, Brutalität und Selbstsucht gekennzeichnete Karriere, die Spekulationen aufkommen ließ, er könnte nach Hermann Göring und Heinrich Himmler Nachfolger Hitlers werden. (…) ald leitete er den Geheimdienst der SS, wurde im März 1933 Stellvertreter Himmlers als Chef der politischen Polizei in Bayern, danach Leiter der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und des Sicherheitsdienstes (SD). Nach Kriegsbeginn 1939 war er bis zu seinem Tode Chef des Reichssicherheitshauptamts (RSHA), in dem alle Unterdrückungsapparate der Hitlerdiktatur vereinigt waren. Im Januar 1939 beauftragte ihn Göring mit der »Lösung der Judenfrage«. In der Funktion des »Beauftragten für die Endlösung der europäischen Judenfrage« leitete er am 20. Januar 1942 die »Wannseekonferenz«, die den Startschuß für den Holocaust an den europäischen Juden gab.

Das Massaker von Lidice

09.06.2007: Das Massaker von Lidice (Tageszeitung junge Welt)
Vor 65 Jahren verwüsteten faschistische Einheiten die tschechische Ortschaft, die Bewohner wurden ermordet oder verschleppt
Am 4. Juni 1942 erlag Reinhard Heydrich, SS-Obergruppenführer, General der Polizei und amtierender »Reichsprotektor von Böhmen und Mähren« den Folgen eines Attentats. Diese mutige Tat vom 27. Mai faßten alle Hitlergegner in der besetzten Tschechoslowakei, in den gegen Hitlerdeutschland kriegführenden Ländern und auch die deutschen Antifaschisten als Fanal auf, ihren Kampf gegen die faschistische Diktatur und den Aggressionskrieg zu verstärken. Dem wollte die Naziführung durch verstärkten Terror, der zur Vernichtung des Dorfes Lidice führte, entgegenwirken. Noch in der Nacht nach dem Staatsbegräbnis für Heydrich auf dem Berliner Invalidenfriedhof am 9. Juni umzingelte eine von SS-Obersturmbannführer Horst Böhme, Befehlshaber der Sicherheitspolizei in Prag, befehligte Truppe, bestehend aus SS-Männern, Staats- und Schutzpolizisten das nur zwei Dutzend Kilometer nordwestlich von Prag gelegene Dorf Lidice, um alle Einwohner zu töten und den Ort zu zerstören. Als erste Reaktion auf das Attentat hatte Hitler am 28. Mai befohlen, für die Ergreifung der Täter eine Million Reichsmark Belohnung auszusetzen und jeden mit seiner gesamten Familie zu erschießen, der den Tätern irgendwie Hilfe geleistet habe. Schließlich folgte der Befehl: »Als Sühnemaßnahmen sind 10000 verdächtige Tschechen oder solche, die politisch etwas auf dem Kerbholz haben, zu ergreifen bzw. soweit sie bereits in Haft sind, in den Konzentrationslagern zu erschießen.« (…) Kaltschnäuzig meldete der Berichterstatter weiter: »Die Ortschaft, die aus 95 Häusern besteht, wurde vollständig niedergebrannt, 199 männliche Einwohner über 15 Jahre wurden an Ort und Stelle erschossen, 184 Frauen in das Konzentrationslager Ravensbrück, 7 Frauen in das Polizeigefängnis Theresienstadt, 4 schwangere Frauen in das Krankenhaus in Prag, 88 Kinder nach Litzmannstadt überführt.« In der so umbenannten polnischen Stadt Lodz befand sich ein Judenghetto, von wo die meisten in das Vernichtungslager Chelmno (Kulmhof), in dem schon seit Herbst 1941 in einer Gaswagenstation systematisch Häftlinge ermordet wurden. Wenige Kinder aus Lidice überlebten, weil sie von »Rassenbiologen« als »eindeutschungsfähig« bewertet wurden. Im Bericht heißt es dazu: »Sieben Kinder unter einem Jahr wurden in ein Heim nach Prag gebracht. Drei Kinder werden zur Eindeutschung in das Altreichsgebiet gebracht.« Tatsächlich wurden 105 Kinder verschleppt, von denen nur 16, zumeist schwerkrank und traumatisiert, den Krieg überlebten.

Deutsche als Kidnapper-Komplizen

09.06.2007: Deutsche als Kidnapper-Komplizen (Tageszeitung junge Welt)
US-Rechtsstaatlichkeit
Die USA sind sehr auf ihren guten Ruf bedacht, ein Hort der Rechtsstaatlichkeit zu sein. Um so großzügiger betrachten sie große Teile der übrigen Welt als rechtsfreien Raum, in dem US-Geheimdienste ihre illegalen Aktivitäten nach Belieben entfalten können. Man weiß die Leichen lieber in fremden Kellern. Bevorzugt in jenen von Schurkenstaaten, die Washington wohl auch deshalb zu solchen erklärt hat. Zur Komplizenschaft mit den CIA-Schurken sahen sich aber offenbar auch Länder genötigt, die den USA an Rechtsstaatlichkeit um nichts nachstehen wollen.
Aus einem Bericht des Schweizer Sonderermittlers des Europarates, Dick Marty, geht hervor, »daß die CIA eine ganze Serie illegaler Akte in Europa begangen hat, indem sie Individuen entführte, an geheimen Stellen festhielt und sie Verhörpraktiken auslieferte, die Folter gleichkommen«. Marty nennt erstmals die genauen Adressen von Folteranstalten in Polen und Rumänien, deren Existenz bisher von den offiziellen Stellen vehement bestritten wurde. (…) Unter den mit den US-Greiftrupps »kooperierenden Ländern« werden Italien und Deutschland besonders hervorgehoben. Sie hätten die Aufklärung nicht nur nicht unterstützt, sondern aktiv behindert, indem sie den Untersuchungsgegenstand als »Staatsgeheimnis« klassifiziert hätten, wie der rechtschaffene Eidgenosse bitter vermerkte.

Dessau erinnert an Alberto Adriano | AD HOC NEWS | AKTIENKURSE & AKTIEN NEWS

Dessau erinnert an Alberto Adriano | AD HOC NEWS | AKTIENKURSE & AKTIEN NEWS
Sieben Jahre nach der Ermordung von Alberto Adriano durch Rechtsradikale gedenken heute (11. Juni) Dessauer Bürger des Mosambikaners. Am Ort des Geschehens werden zum Jahrestag traditionell Blumen niedergelegt und Erinnerungsworte gesprochen. Dieses Jahr nimmt Sozialministerin Kuppe an der Gedenkfeier im Stadtpark teil.

Belgien vor Rechtswende

taz 11.6.07 Belgien vor Rechtswende
Linksliberale Koalition punktet bei frankophoner Wählerschaft, verliert aber insgesamt stark

Belgien steht höchstwahrscheinlich vor einem Regierungswechsel. Bei den gestrigen Parlamentswahlen musste die linksliberale Koalition von Premier Guy Verhofstadt nach ersten Ergebnissen in kleineren Gemeinden spürbare Verluste hinnehmen. Zwar blieben die beiden Regierungsparteien bei der frankophonen Wählerschaft in Führung, verloren aber gegenüber 2003 insgesamt deutlich. Wie schon Umfragen vorhergesagt hatten, legten Christdemokraten und Rechtsextreme auch nach vorläufigen Trends aus Flandern deutlich zu. Völlig offen war zunächst, welche Koalition das Land künftig regieren wird. Keine Partei wird allein eine Mehrheit erringen können.

siehe auch: Belgien vor Regierungswechsel. Links-liberale Koalition verliert Parlamentswahlen. Belgien steht nach den Parlamentswahlen vor einem Regierungswechsel. Die Sozialisten verloren in beiden Landesteilen, die Liberalen vor allem in Flandern. Neuer starker Mann ist der Spitzenkandidat der flämischen Christdemokraten, Yves Leterme.

Stockholm Politicos Invite Russian Mayor to Pride Parade

New York Blade Online – Stockholm Politicos Invite Russian Mayor to Pride Parade
A group of Swedish politicians have invited Moscow Mayor Yuri Luzhkov to Stockholm’s Gay Pride Parade in August to experience “the power of love,” a spokesperson said last week. In a letter to Luzhkov, the five members of Stockholm City Council criticized his “homophobic statements” and urged him to lift a ban on Gay Pride processions in Moscow.

Chile: Gay Group Claims Web Site Hacked

Chile: Gay Group Claims Web Site Hacked – Breaking News: The Post Chronicle
A Chilean gay rights group claims its Web site was hacked by a Chilean skinhead group. Calling itself the “Skinheads from Pitana,” the supremacy group allegedly removed from the gay right’s Web site a banner featuring actors supporting the group known as the Movement for Homosexual Integration and Freedom, or MOVILH, the Santiago Times reported Wednesday. In its place, the hackers pasted a large picture of skinheads.

siehe auch: CHILE: SKINHEADS WRECK GAY ORG.’S WEB SITE. Chile’s leading pro-gay rights organization, the Movement for Homosexual Integration and Freedom (MOVILH), reported Wednesday that its Web site (www.movilh.cl) was hacked the previous night by a skinhead group.

White race is a fiction, despite supremacist and academic claims

White race is a fiction, despite supremacist and academic claims
Labelling generic racial groups always problematic
White supremacists have long argued they are victims of a double standard. They complain that in today’s world of globalization and multiculturalism, everyone except them is allowed to celebrate ethnic or racial identity. (…) The so-called white pride movement, however, is of questionable legitimacy because it proposes an identity based on white as a skin colour, when “white” people represent different languages, cultures, geographies, religions and histories. It’s akin to proposing a nationalism for Honda Civic drivers. The Civic is such a generic car that those who drive them have little in common except the coincidence of their car ownership.
“Whiteness” as an identity could theoretically work in places where whites are a minority, and where the non-white majority defines and perhaps persecutes this white minority according to skin colour. But in societies such as Canada, where the white population is hugely diverse and itself the majority? Hard to make a case for a white identity movement.

Über die Arbeitsweise von jungen Kellernazis und ähnlichen Gesellen

rigardi.org – anders, kritisch, unabhängig. – Über die Arbeitsweise von jungen Kellernazis und ähnlichen Gesellen
Seit geraumer Zeit nun beobachte ich, wie sich der rechte blaurange Rand so gebärdet. Dementsprechend spannend waren auch die Messages im ÖH-Wahlkampf für mich, genauso wie alltäglichen Tiraden und Verwirrungen in diesen Breiten. Mir stellte sich jedoch seit jeher eine Frage: Woher beziehen die Vertreter dieses Sektors ihren Nachwuchs, der ab und an in Erscheinung tritt, wie jüngst der RFJ mit seiner Forderung nach der Abschaffung des Wiederbetätigungsverbots. Dass man bei Freiheitlichen und Bündnislern oft aus Burschenschaften rekrutiert, ist nicht neu, aber das allein kann es ja nicht gewesen sein. (…) Fast zu auffällig: Von Teilen auf das Ganze schließen. Einzelfälle werden – ohne Quelle – dargelegt um eine ständige Bedrohung zu belegen. Eine wahllose Aneinanderkettung von gerade passenden Ereignissen, ungeachtet deren tatsächlichen Hergangs oder der Angabe einer Relation. (…) Quasi das Kernstück des Beitrags. Die absurde Verschwörungstheorie wird zu einer bedrohlichen Angstkulisse aufgebaut, vor der natürlich eine Gewissensfrage gestellt wird, die im Kontext des Textes klarerweise nur mit “Ja” beantwortbar ist. Ein billiger Trick, wer sich aber vom Anfang des Textes bereits “sensibilisieren” ließ, steigt darauf ein.

The Nazi Origins Of Modern Terrorism

The Nazi Origins Of Modern Terrorism – Commentary: The Post Chronicle
The agenda and political faith of Saddam Hussein, Yasir Arafat, Osama bin Laden, Hamas and the rest of the international Islamic terrorists can be traced back to World War II and two key figures, Adolf Hitler and Amin al-Husseini, known as the Grand Mufti of Jerusalem. (…) In 1941, along with Rashid Ali and Khairallah Tulfah, Saddam Hussein’s uncle, guardian and later father-in-law, the Mufti instigated a pro-Nazi coup in Iraq with Nazi-supplied weapons and aircraft. After the coup failed, the Mufti fled to Berlin, where he would hold his first of several meetings with Adolf Hitler. At this meeting the Mufti was reported to have dissuaded Hitler from considering the deportation of the Jews to Palestine. Instead, the Mufti advocated and even possibly suggested what came to be known as the final solution against the Jews. In 1942, the Mufti would intervene and stop the Nazis from exchanging 10,000 Jewish children for Nazi POWs.
The Mufti’s activities in Nazi Germany and occupied Europe would set the stage for today’s Islamic terrorism. On April 25, 1941, the Nazis sent the Mufti to Nazi-occupied Bosnia, where he assumed the title “Protector of Islam.”