Breiter Protest gegen NPD

08.09.2007: Breiter Protest gegen NPD (Tageszeitung junge Welt)
Zahlreiche Initiativen, Organisationen und Parteien rufen zum Protest gegen eine Großveranstaltung der NPD in Hannover auf. Die rechtsextreme Partei plant am 15. September in der Eilenriedehalle ihren Wahlkampfauftakt. Neben der gesamten Parteispitze sollen dort auch die Anführer der »Freien Kameradschaften« Christian Worch und Dieter Riefling reden. (…) Die NPD geht professioneller in den Niedersachsen-Wahlkampf als je zuvor. Sie verteilt großflächig Flugblätter und Zeitungen, positioniert sich zu tagesaktuellen Fragen wie Naturschutz und Gentechnik und hat ihren Internetauftritt aufpoliert. Maßgeblich verantwortlich für diese Aktivitäten ist der stellvertretende Landeschef und Spitzenkandidat Andreas Molau. Der 39jährige studierte in Göttingen Deutsch und Geschichte und war Lehrer an einer Waldorfschule in Braunschweig, bis er dort entlassen wurde. Während seines Studiums arbeitete Molau als Redakteur bei der Wochenzeitung Junge Freiheit. Außerdem schrieb er für den Göttinger Zirkel, ein Organ schlagender Burschenschafter.

Entgleisung: Eva Herman und die Mütter unter Hitler

Entgleisung: Eva Herman und die Mütter unter Hitler – Kultur – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten
In der Nazi-Zeit sei einiges “sehr gut gewesen, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter”: Mit diesem Satz, der jetzt bekannt wurde, verblüffte Eva Herman bei ihrer jüngsten Buchpräsentation das Publikum. Im gleichen Zug nannte sie zwar Hitler “sehr schlecht” – trotzdem findet man die Sätze im NDR ungeheuerlich. (…) Einer Reporterin des “Hamburger Abendblatts” zufolge sagte die Fernsehmoderatorin, im Dritten Reich sei “vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler”. Dann fügte sie hinzu: “Aber einiges auch sehr gut, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.” Die 68er hätten dann die Wertschätzung der Mutter abgeschafft – und seien somit für den “gesellschaftlichen Salat” verantwortlich. (…) Erst im März hatte die selbst ernannte Tabubrecherin für Schlagzeilen gesorgt, als sie sich vom Freiheitlichen Parlamentsklub aus Österreich für einen Vortrag einladen ließ – einer Unterorganisation der rechtsnationalen FPÖ. Damals beteuerte sie, hinters Licht geführt und von einem ihr nicht bekannten Veranstalter eingeladen worden zu sein. Ein Zusammenhang mit einer politischen Partei sei nicht zur Sprache gekommen. Der NDR teilte kurz nach Bekanntwerden des vorgesehenen Engagements in Österreich mit: “Frau Herman hat sich entschlossen, den geplanten Auftritt bei der FPÖ abzusagen. Wir begrüßen das sehr.” Ihren Feldzug für ein veraltetes Frauenbild kommentierte der Sender bisher nach außen hin gelassen. Sie habe das Recht auf eine private Meinung – wie abstrus auch immer.

siehe auch: Eva Herman lobt Mütterkult im Hitlerfaschismus. Eva Herman, Ex-Tageschausprecherin, befindet sich Werbetour für ihr neues Werk “Das Prinzip Arche Noah”. Darin breitet sie erneut ihre Thesen über die weibliche Bestimmung für Kinder und Küche aus; Herman lobt Familienwerte der Nazi-Zeit. Der ehemaligen „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman drohen wegen eines Vergleichs mit der Familienpolitik im Nazi-Deutschland Konsequenzen durch ihren Sender NDR

Ein unerträglicher Tabubruch

Kampf gegen rechts Ein unerträglicher Tabubruch – Deutschland – sueddeutsche.de
Ausländerfeindlichkeit lässt sich keinesfalls mit der Freiheit des Denkens rechtfertigen – eine Antwort auf Peter Gauweiler. Rechtsextremismus ist organisierte Menschenfeindlichkeit. Seine Entwicklung in Deutschland weist seit Jahren zwei besonders auffällige Merkmale auf: eine Radikalisierung und: Die Anhänger werden jünger. Im vergangenen Jahr ereigneten sich 1047 Gewaltdelikte mit einem rechtsextremistischen Hintergrund, darunter 958 Körperverletzungen. Im Klartext: Jeden Tag kamen in Deutschland fast drei Menschen zu Schaden. Zugleich ist die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten in den vergangenen Jahren gestiegen, sie liegt jetzt bei mehr als 10000 meist jüngeren Personen. Sorgen macht auch, dass das Durchschnittsalter der NPD-Mitglieder bei wenig mehr als 30 Jahren liegt. Diese Fakten und Probleme sieht der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler nicht, stattdessen schwadroniert er (in der Außenansicht der Süddeutschen Zeitung vom 7. September) von “gezielter Desinformation gegen rechts”, wirbt um Toleranz für rechtsradikales Denken und plädiert für Milde im Umgang mit früheren Schergen des Nazi-Regimes. Gauweilers Ausführungen bestürzen aus mehreren Gründen. Rechtsextremisten stellen die Werte des Grundgesetzes in Frage; damit wenden sie sich nicht alleine gegen Minderheiten, sondern gegen das Gemeinwesen als Ganzes. (…) Gauweiler stellt einen demokratischen Grundkonsens in Frage, wenn er Ausländerfeindlichkeit ungeniert als akzeptable Position bezeichnet – mit Hinweis auf die Freiheit des Denkens. Die politische Kultur der Nachkriegszeit hat sich in der Bundesrepublik stets durch Einigkeit in der Ablehnung demokratiefeindlicher Bestrebungen ausgezeichnet. Dazu gehört eine konsequente Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und zugleich auch die Erkenntnis, dass Demokratie nicht vererbt werden kann, sondern von jeder Generation aufs Neue erlernt werden muss.

fest der völker – no thx!

Wir unterstützen den Aufruf “Gegen Volk und Vaterland!” der Antifaschistischen Sportgruppe Jena und rufen dazu auf, sich an den Gegenaktivitäten zum “Fest der Völker” zu beteiligen. Aktuelle Infos gibt bei jena.antifa.net/fdv und bei www.voelkerball.de.vu.

siehe auch: Das “Fest der Völker” am 8. September in Jena blockieren!Bereits zum dritten Mal wollen Nazis ein europaweites „Fest der Völker“ unter dem Motto „Für ein Europa der Vaterländer“ in Jena veranstalten (8. September 2007). Anmelder ist der stellvertretende Landesvorsitzende der NPD Thüringen Ralf Wohlleben.

Jena: Letzte Infos / Zeit zu handeln! Morgen soll es stattfinden; das zweite neonazistische Fest der Völker in Jena. Antifas rufen u. a. zu Blockaden auf! Im Folgenden die wichtigsten Informationen für heute nachmittag (Pressekonferenz mit Udo Voigt in Jena) und morgen!

Nazi-Video: Neue Aufnahmen aufgetaucht

derStandard.at – Nazi-Video: Neue Aufnahmen aufgetaucht
Strafanzeige gegen drei Grundwehrdiener – Zwei Vorarlberger und ein Salzburger – Bericht über Hakenkreuz-Tätowierung. Nach dem Bekanntwerden eines in der Schwarzenbergkaserne bei Salzburg gedrehten Nazi-Videos wird das Militärkommando Salzburg heute oder spätestens morgen die Ermittlungen abschließen und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Salzburg erstatten. (…) Gegenüber dem ORF behauptete ein anonymer Grundwehrdiener, dass einer der Verdächtigen Verbindungen zur rechtsextremen Szene habe und auch eine Hakenkreuz-Tätowierung am Körper trage. “Wir gehen diesem Hinweis selbstverständlich nach, bisher war unseren Ermittlern aber davon nichts bekannt”, sagte Wallner. Richtig sei aber, dass einer viele Tätowierungen habe. Zu möglichen Verbindungen zur rechten Szene wollte sich Wallner nicht äußern, weil es sich um ein offenes Verfahren handle. (…)
Im Zuge der Erhebungen des Militärkommandos Salzburg ist am Mittwochnachmittag ein weiteres einschlägiges Video aufgetaucht. Zumindest einer der handelnden Grundwehrdiener kam auch schon auf dem ersten Video vor, teilte Presseoffizier Hans Georg Wallner mit.

siehe auch: Austria to charge 4 soldiers for Nazi salutes. Four Austrian soldiers face criminal charges for exchanging Hitler salutes in two videos that appeared on the Internet, Defence Minister Norbert Darabos said on Thursday; Weiteres Nazi-Video aus Salzburger Kaserne aufgetaucht. Im Zuge der Erhebungen des Militärkommandos Salzburg wegen des aufgetauchten Nazi-Videos ist am Mittwochnachmittag ein weiteres einschlägiges Video aufgetaucht; Weiteres Nazi-Video aus Salzburger Kaserne aufgetaucht. Im Zuge der Erhebungen des Militärkommandos Salzburg wegen des aufgetauchten Nazi-Videos ist am Mittwochnachmittag ein weiteres einschlägiges Video aufgetaucht.

Far out on the right

Comment is free: Far out on the right
Politics in Hungary has taken a nasty turn with the creation of a rightwing militia. Istvan Csurka is perhaps the most outlandish man in Hungary, or at least in Hungarian politics. As the leader of the far, far, far right MIEP party, he is so anti-semitic, anti-gay, anti-roma, anti-capitalism, anti-American, anti-Russian, anti-anything western, anything Eastern, that the only word for him is neo-nazi, which, by the way, does not insult him.

Switzerland: Europe’s heart of darkness?

Switzerland: Europe’s heart of darkness? – Independent Online Edition > Europe
Switzerland is known as a haven of peace and neutrality. But today it is home to a new extremism that has alarmed the United Nations. Proposals for draconian new laws that target the country’s immigrants have been condemned as unjust and racist. A poster campaign, the work of its leading political party, is decried as xenophobic. Has Switzerland become Europe’s heart of darkness?

Lithuania asks to quiz ex-Yad Vashem head over WWII killings – Haaretz – Israel News

Lithuania asks to quiz ex-Yad Vashem head over WWII killings – Haaretz – Israel News
Lithuania’s chief prosecutor is mulling whether to order a probe against the former director of Yad Vashem Yitzhak Arad into allegations he was involved in the killing of Lithuanians as a partisan fighter during World War Two. In a letter to the Justice Ministry, Lithuanian authorities asked to question the Lithuanian-born historian and retired Israel Defense Forces brigadier general on murder accusations raised by a local magazine article based on quotes from his autobiography and testimony he gave as a witness in trials of Nazi criminals. (…) The Lithuanian Holocaust is unique in that it was largely carried out by locals, especially members of the Order Police, who began butchering Jews the moment the Soviets left in 1941, even before the German army arrived. Only a few thousand of Lithuania’s 220,000 Jews survived the Holocaust. After the German army conquered Lithuania in 1941, the 15-year-old Arad fled his hometown ghetto and joined a unit of Soviet partisans until the Red Army took over the region. After the war he boarded an illegal immigrant ship to Israel, joined the Palmach [a pre-state elite strike force], and later served as an officer in the IDF, retiring in 1972 as head of the Education Corps. In civilian life Arad became a scholar and lecturer on Jewish history, specializing in the Holocaust. He was director of Yad Vashem from 1972 to 1993.

Police called on to investigate trashed home of Jewish couple as hate crime

Police called on to investigate trashed home of Jewish couple as hate crime | Published September 6th, 2007
B’nai Brith Canada is calling for police to investigate the vandalism of a Bowmanville home owned by a Jewish family as a hate crime. The rental property, owned for 15 years by Allan and Marion Schwartz who lost family members during the Holocaust, was completely trashed and had anti-Jewish and neo-Nazi graffitti scrawled on it.