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heise online: Suchalgorithmen, Wahrheit und Moral

Über 1,4 Millionen Treffer verzeichnet die Suchmaschine Google bei der Suche nach dem Wort ‘Jew’, dem englischen Wort für ‘Jude’. Dass ausgerechnet eine antisemitische Seite den Spitzenplatz erreichte, hat zu einem Wettstreit um die Änderung der Google-Ergebnisse geführt. Während die eine Fraktion den Google-Suchalgorithmus überlisten will, fordern andere den Ausschluss der Seite aus dem Index der Suchmaschine. Im März hatte Steven Weinstock aus New York bemerkt, dass ‘Jew Watch’ bei Google den Spitzenplatz erobert hatte. Die US-amerikanische Seite gibt sich als neutrales Linkverzeichnis aus, das über das Judentum aufklären will. Sie ist allerdings gefüllt mit Links zu revisionistischen und rechtsradikalen Seiten. Es ist von ‘jüdischen Weltverschwörungen’ und ‘zionistisch unterwanderten Regierungen’ zu lesen, zu denen nach Überzeugung der Autoren übrigens auch die deutsche Regierung gehört. Auf Weinstocks Beschwerde wollte Google keine Initiative ergreifen und das Ranking ändern: Die Suchalgorithmen könnten Aspekte wie Wahrheit oder Moral nicht einbeziehen. Daraufhin hat Daniel Sieradsk in dem Blog Jewschool dazu aufgerufen, ‘Jew Watch’ durch ein gezieltes Google-Bombing von der Top-Position zu vertreiben. Er forderte die Netzgemeinde dazu auf, das Wort ‘Jew’ mit dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu verlinken, damit die Suchalgorithmen von Google diese Webseite als besonders relevant ansehen und diese entsprechend höher einstufen.

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Yahoo: Rechtsextreme können laut Studie bei Europawahl mit Gewinnen rechnen

Rechtsextreme Parteien können einer Studie zufolge bei der Europawahl im Juni mit starken Zugewinnen rechnen. Die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung prognostiziert außerdem einen Wahlsieg der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), gefolgt von den Sozialdemokraten (SPE) als zweitstärkste Kraft. Im Auftrag der PR-Agentur Burson-Marsteller ermittelten zwei britische Wissenschaftler, dass bis zu 30 Abgeordnete verschiedener Parteien des rechten politischen Spektrums ins Europäische Parlament einziehen könnten. Damit wären die Rechten stark genug, um einen eigenen Block zu bilden und einen Ausschussvorsitzenden einzufordern, wie Simon Hix, einer der Autoren der Studie, auf einer Pressekonferenz sagte. Die französische Front National kann demnach mit einer Verdopplung ihrer Mandate rechnen – gegenwärtig stellt sie fünf Europaabgeordnete. Auch für den belgischen Vlaams-Block wird ein Stimmenzuwachs prognostiziert.

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ND: Zahl von Delikten im Februar gestiegen
PDS-Abgeordnete Pau: Angaben noch nicht vollständig

Im Februar ist die Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten in Deutschland gegenüber dem Vormonat von 554 auf 587 gestiegen. Dies erfuhr die PDS-Bundestagsabgeordnete Petra Pau in der jüngsten Antwort des Bundesinnenministeriums auf ihre regelmäßigen Anfragen zur Entwicklung rechtsextremer Gewalt. Damit wurde »im kürzesten Monat des Jahres ein spürbarer Anstieg« ausgewiesen, verglichen mit Dezember des letzten Jahres sogar um 15 Prozent, so die Politikerin in einer Pressemitteilung. Besonders auffällig sei der Anstieg bei rechtsextremistischen Gewalttaten: Hier weist die Statistik des Innenministeriums für Dezember des vergangenen Jahres 30 und im Januar dieses Jahres 29 Fälle aus.

taz: Geniale Gruppen In Wolfsburg verbotenes Rech…

taz: Geniale Gruppen
In Wolfsburg verbotenes Rechtsrock-Konzert fand unter Polizeischutz in der Nähe von Uelzen statt. Spontane Gegenkundgebung unterbunden

In Wolfsburg hatten die Behörden ein geplantes Rechtsrock-Konzert am Osterwochenende unterbunden. Dafür fand es im Dorf Molbath bei Uelzen statt. Nach polizeilichen Vorkontrollen am Ortseingang konnten mehr als 400 Neonazis am Samstagabend den Auftritt der Rechtsrockbands Barking Dogs, Selbststeller und Les Vilains genießen. ‘Beeilt euch, der Raum ist etwas klein’, begrüßte ein Skinhead seine gerade erst eingetroffenen Kameraden. Gut gelaunt mit Bier in der Hand plauderten Neonazis vor dem Gebäude oder gingen klönend auf den Straßen umher. Die Anwohner der kleinen Ansiedlung wagten sich kaum aus ihren Häusern. ‘Die Kartoffelscheune hat eigentlich ein Motorradclub gemietet’, weiß einer, Rechte wären ‘noch nie hier’ gewesen. Bis nach Mitternacht schallte die Musik von Bands, von denen einige mit dem verbotenen Neonazi-Netzwerk ‘Blood & Honour’ (B&H) verwoben sind, durch den Ort.

Antifaschistisches Infoblatt: Der Begriff Querfron…

Antifaschistisches Infoblatt: Der Begriff Querfront
Eine historische Betrachtung

Der Begriff »Querfront« hat derzeit in antifaschistischen Diskussionen Hochkonjunktur: Spätestens seit Anhänger der Freien Kameradschaften bei ihren nahezu wöchentlichen Aufmärschen verstärkt mit Palästinensertüchern, antikapitalistischen Slogans und Che-Guevara-T-Shirts in Erscheinung treten, findet das Schlagwort fast schon inflationäre Verwendung. Die Versuche von Rechtsextremisten unterschiedlicher Couleur, linke Symboliken, Stile, Dress- und Sprachcodes zu adaptieren, führen unter AntifaschistInnen nicht selten zu Verunsicherungen und der Frage, wie die neuen Formen rechtsextremer Inszenierungen theoretisch und terminologisch gefasst werden können. Oftmals erfolgt in diesem Zusammenhang dann der pauschale Hinweis auf die angeblichen »Querfrontstrategien« militanter Neonazis oder »neurechter« Vordenker.

Basler Zeitung: Lebenslange Haft für Haupttäter im…

Basler Zeitung: Lebenslange Haft für Haupttäter im Fall von Allmen Bern

Der Haupttäter im Mordfall von Allmen ist zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Die beiden Mittäter erhielten am Montag in Bern je 16 Jahre Zuchthaus. Die minutiös geplante Exekution war laut Gericht ein völlig menschenverachtendes Verbrechen. Der Anwalt des Haupttäters hat Berufung angekündigt. Das Kreisgericht Interlaken-Oberhasli verurteilte die drei Männer wie von der Anklage gefordert wegen Mordes und versuchten Mordes an Marcel von Allmen Ende Januar 2001, wegen versuchten Mordes an einem damals 17-jährigen Kosovaren im Dezember 1999 sowie wegen strafbaren Vorbereitungshandlungen zum Mord an einem 18-jährigen Schweizer im Herbst 2000. Beim Strafmass folgte das Gericht ebenfalls weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Die beiden 24-jährigen Mittätter kamen aber mit je 16 Jahren Zuchthaus zwei Jahre besser davon als von der Anklage gefordert. Die Verteidiger hatten auf 15 Jahre Zuchthaus für den Haupttäter und zwölf Jahre für die beiden Mitangeklagten plädiert. «Die Tat hinterlässt den Eindruck einer minutiös geplanten Exekution», sagte Gerichtspräsident Thomas Zbinden bei der mündlichen Urteilseröffnung. Sie sei absolut brutal, menschenverachtend und heimtückisch. Obwohl alle Beteiligten rechtsextremes Gedankengut pflegten, könne nicht einfach von einem Exzess rechtsextremer Gewalt gesprochen werden.

newsclick.de: Quedlinburg: Angst vor der Rückkehr …

newsclick.de: Quedlinburg: Angst vor der Rückkehr der rechten Szene
Übergriff auf Jugendlichen gemahnt an die Krawalle der 90er Jahre

Quedlinburg gilt als eines der bedeutendsten Flächendenkmale in Deutschland. Doch ab und zu gerät die Fachwerkstadt wegen ihrer rechten Szene in den Blickpunkt. Simone schüttelt den Kopf mit ihren hinten zum Zopf gefaßten Haaren. Nein, sagt die künftige Restaurantfachfrau, Angst habe sie nicht, allein auf die Straße zu gehen. Aber abends nach Dienstschluss lässt sich die 19-Jährige von ihrem Freund nach Hause bringen. ‘Sicher ist sicher’, sagt sie ein wenig zögerlich. ‘Meine Eltern wollen das so.’ ‘Nicht schon wieder’, hätten sie gestöhnt, nachdem am 27. Februar ein 16-jähriger Skinhead einen 17-jährigen Linken niedergestochen hatte. Simones Eltern fürchten, dass die Stadt erneut von der rechten Szene heimgesucht wird. Mit dieser Sorge sind sie nicht allein. Gewalttätige Skinheads, Überfälle auf andersdenkende Jugendliche, Brandanschläge auf ein Asylantenheim hatten vor etwas mehr als zehn Jahren Quedlinburg schon einmal in die Schlagzeilen gebracht. Für frischen Wind in der Szene sorgte Mitte der 90er Jahre der aus Hannover stammende rechte Aktivist Steffen Hupka. Er zog erst nach Quedlinburg, dann ins benachbarte Timmenrode. Von dort aus ließ sich der Führer der Kameradschaft Harzfront zum NPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen 1998 küren, wurde aber drei Jahre später aus der NPD ausgeschlossen.

Jungle World 17/2004: Provinz marschiert Das hess…

Jungle World 17/2004: Provinz marschiert
Das hessische Kirtorf ist ein Zentrum organisierter Neonazis. Antifaschistische Gruppen aus Hessen planen nun eine Kampagne gegen die rechten Strukturen vor Ort.

Antifas und der hessische Verfassungsschutz sind sich an einem Punkt einig: Kirtorf hat sich zu einem Zentrum der Naziszene entwickelt. Seit Jahren konnten Neonazis ungestört ihre Strukturen in dem 1 500 Einwohner zählenden Ort in Osthessen aufbauen. Erst seit Antifagruppen aus dem ganzen Bundesland für den 17. April zu einer Demonstration in Kirtorf aufrufen, reagiert die Lokalpolitik. Und zwar hektisch. Einstimmig verabschiedeten der Magistrat und der Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung nur wenige Tage nach Eingang der Anmeldung eine Erklärung. Zu lange habe man sich nicht mit dem Problem auseinandergesetzt, nun aber wolle man endlich alle »rechtlichen und politischen Mittel« ausschöpfen, um gegen den Nazitreffpunkt mitten im Ort vorzugehen. Seinen Namen will jedoch keiner der Politiker in einer Zeitung sehen, sagte ein CDU-Mitglied der Jungle World. Es habe schon Drohungen von den Rechten gegeben. In Kirtorf wie im gesamten Vogelsbergkreis östlich von Marburg treten seit Anfang der neunziger Jahre immer wieder organisierte Neonazis auf. Wehrsportübungen, Schlägereien, Sonnenwendfeiern, Konzerte und Fackelzüge finden sich auf einer langen Liste, die von antifaschistischen Gruppen zusammengestellt wurde, um das Geschehen der letzten zwölf Jahre zu dokumentieren. Sie belegt, dass sich in der Gegend eine überregional bedeutende Szene etabliert hat, die regelmäßig Konzerte und Partys organisiert. Die Kirtorfer Rechtsextremisten haben sich weit über die Grenzen Hessens hinaus einen Namen gemacht. So kamen im März 2002 etwa 600 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um an einer Feier der berüchtigten Dortmunder Nazihooligan-Truppe »Borussenfront« teilzunehmen. Als Hauptattraktion trat die Rechtsrock-Band »Kategorie C« auf. Erst vor wenigen Wochen kamen wieder einmal 200 Konzertbesucher in den Ort, um Nazimusik zu hören.

FrontPage magazine.com: Faculty Union Embraces Jew…

FrontPage magazine.com: Faculty Union Embraces Jew-Haters by Ed Morgan

In a week that saw homes in the suburb north of Toronto’s York University covered in swastikas, and synagogues and Jewish cemeteries vandalized in the neighbourhood on the south, the campus itself was no island for idyllic reflection. With clowns to the left of them and jokers to the right, Jewish students were stuck in the middle with York. The campus events [were] sponsored by the Canadian Union of Public Employees (CUPE) Local 3903, representing all graduate students, teaching assistants and contract faculty at York University. Separate from its collective bargaining activities, the union engages in a variety of international solidarity projects… One student on a solidarity mission has reported to York’s CUPE local that he is proud to be working alongside the Popular Front for the Liberation of Palestine–an illegal organization under Canada’s anti-terrorism legislation. According to reports, the presentation last week included yet another rehash of the 2002 fighting in Jenin. The union’s speakers did not witness it themselves, but were able to relate second- and third-hand accounts…which have been shown to be false by Human Rights Watch and other objective sources.

13 Arizonans tied to Nichols asked to testify T…

13 Arizonans tied to Nichols asked to testify

The list of 13 Mohave County residents asked to testify in the Oklahoma trial of Oklahoma City bombing suspect Terry Nichols has been made public. The local residents are people who knew Nichols, bomber Timothy McVeigh and former Kingman resident Michael Fortier. Superior Court Judge Steven Conn has scheduled a hearing for Friday to determine whether the witnesses can offer good reasons for not testifying in the trial.