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„Karls-Preis“: Holocaust-Leugner Gilad Atzmon musiziert für Ken Jebsen

Bei der Verleihung des „Karls-Preises“ für Ken Jebsen wird ein Holocaust-Leugner als Musiker auftreten. Die Veranstalter kündigen den in Israel geborenen Antisemiten Gilad Atzmon an. Der ist so radikal, dass ihn sogar ausgemachte Israel-Gegner ablehnen. Im Oktober wurde die unverbesserliche Rechtsextremistin Ursula Haverbeck-Wetzel wegen Holocaust-Leugnung zu einer Haftstrafe verurteilt. Vor Gericht berief sich die 88-jährige unter anderem auf einen jüdischen Musiker und Autor, um ihre giftigen Behauptungen zu untermauern: Gilad Atzmon stammt selbst aus Jerusalem, verbreitet jedoch seit Jahren wüste Verschwörungstheorien und Mythen über Israel und die Juden. [1] Die „Neue Rheinische Zeitung Online“ gab nun bekannt, dass Gilad Atzmon im Rahmenprogramm der Preisverleihung für Ken Jebsen am 14. Dezember im Berliner Kino Babylon auftreten wird. [2] Jebsens YouTube-Kanal „KenFM“ zeigt bereits seit September einen Vortrag Atzmons. [3]  Gilad Atzmon: „Alibi-Jude“ der Holocaust-Leugner Die anderen Musiker der Veranstaltung sind nur in der Verschwörungsszene bekannt: „Prinz Chaos II.“ und „Die Bandbreite“. Im Gegensatz dazu gilt Gilad Atzmon durchaus als angesehener Jazz-Musiker. Allerdings äußert sich der Israeli auch immer wieder mit kruden Botschaften zu politischen Themen. Atzmon möchte sich nach eigenen Angaben für die Sache der Palästinenser stark machen. Dabei schießt er aber weit über das Ziel hinaus. So weit, dass sich sogar bekannte Anti-Israel-Aktivisten aus dem Umfeld der Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) von seinen Aussagen distanzieren. [3] BDS steht selbst in der Kritik wegen antisemitischer Tendenzen, denn die Gruppe agitiert aggressiv und pauschalisierend gegen den Staat Israel. Atzmon genügen Boykottaufrufe und „Kritik“ am jüdischen Staat nicht. Er behauptet gleich, Israelis würden Organhandel mit den Körpern getöteter Palästinenser betreiben. [4] Dabei verzichtet Atzmon sogar auf szeneübliche Codes wie „Zionisten“ und unterstellt den Juden insgesamt eine Weltverschwörung. In einem Buch bezeichnet er das Judentum ganz direkt als „schädlich“. Die Juden seien außerdem selbst Schuld am Hass, der sie trifft. Auf seinen Social-Media-Profilen steht der Hetzer offen in Kontakt mit Holocaust-Leugnern rund um die Welt. Deren Recht auf „Meinungsfreiheit“ verteidigt er in seinen Texten.

via kentrails: „Karls-Preis“: Holocaust-Leugner Gilad Atzmon musiziert für Ken Jebsen

Weihnachtskult im Thinghaus

Am vergangenen Samstag veranstaltete das Thinghaus ihre Interpretations des Weihnachtsfestes. Seit dem frühen Nachmittag standen die Tore für die über 80 Gäste des Julfestes offen. Das Julfest stellt einen weiteren Höhepunkt der lokalen Neonaziszene dar, ihre deutschen Traditionen zu pflegen und an die Kleinsten weiter zugeben. Jährliches Julfest im Thinghaus Pünktlich in der vorweihnachtlichen Zeit veranstalteten die Strukturen des Thinghauses das Julfest – ihre Interpretation des Weihnachtsfestes. Jährlich ist das Julfest im Thinghaus das Großevent zum Ende des Jahres. In den vergangenen Jahren lagen die Besucherzahlen zwischen 60 und 120 Personen. Auch in diesem Jahr war das Gelände des bundesweit bekanntem Neonazitreffs mit Autos zugeparkt, sodass die Besucherzahlen sich der 100 annäherten. Ansprechen sollte die Weihnachtsfeier vorwiegend Familien mit Kindern. Die Räumlichkeiten wurden weihnachtlich geschmückt, es gab eine Kuchentafel und Knecht Ruprecht beschenkte die Kleinen. Die ersten Neonazi-Familien, vorwiegend die mit kleinen Kindern, verließen schon gegen 17:00 Uhr wieder die Räumlichkeiten des Thinghauses. Eigentlich wirkt die Weihnachtsfeier für die Familien im Thinghaus wie eine nette vorweihnachtliche Kaffeerunde – wenn die ganze Aufmachung nicht vor NS-Symboliken strotzen würde. NS-Tradition für die Kleinsten Bereits im Nationasozialismus Anfang des 20. Jh. wurde das ursprünglich christliche Fest neu interpretiert, mit dem Ziel deutsche Weihnachtsbräuche in ihre Ideologie und der nationasozialistischen Volksgemeinschaft einzubinden. Normalerweise findet das Julfest oder auch Wintersonnenwende in der Nacht vom 21.12. zum 22.12. statt. Es ist das winterliche Pendant zur Sommersonnenwende. Gefeiert wird das Ende der Rauhnächte – eine mystische Zeit mit viel Aberglauben, in der sich angeblich Dämonen und Geister herumtreiben. Viele der deutschen Traditionen und Neuinterpretationen des christlichen Weihnachten fanden sich auch bei der Veranstaltung im Thinghaus wieder. Anstelle eines Adventskranzes schmückte ein sogenannter Julapfelleuchter, bestehend aus vier Äpfeln mit Kerzen und sechs Holzstäben, den Kuchentisch. Im Hintergrund leuchtete ein Schwibbogen mit dem Motiv von Paula Jordan, welches zur Freiohmd-Schau entworfen wurde. Wohl nicht ganz ohne Hintergedanken wählten die Veranstalter des Julfestes ausgerechnet dieses Motiv des Schwibbogens. Die Freiohmd – Schau 1937 war die erste große Ausstellung erzgebirgischer Volkskunst. Der Veranstalter Friedrich Emil Krauß war ein wohlhabender Fabrikant und nicht nur Freund sowie Förderer der Volkkunst, sondern auch überzeugter Nationalsozialist. Das Motiv stellt die Verbundenheit des Bergbaus mit der erzgebirgischen Volkskunst dar. Neben den NS-Symboliken zum Schauen, gab es auch was für die Kleinsten zum Anfassen. Ein Knecht Ruprecht wurde ebenfalls zum Julfest organisiert. Knecht Ruprecht ersetzt den ursprünglichen Nikolaus.

via recherchegruppe ast: Weihnachtskult im Thinghaus

Generalstaatsanwaltschaft bestätigt – Wunsch nach “kleinem Holocaust” keine strafbare Hetze

Wer anderen einen “kleinen Holocaust” wünscht, begeht nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt noch keine Straftat. Die Anzeige gegen einen Limburger Geschäftsmann wegen dieser Äußerung bleibt damit ohne Folgen. Was ist es, wenn ein etablierter Limburger Geschäftsmann in seinem Blog erst warnt, nun werde es bewusst provokativ, und dann einen “kleinen Holocaust” für ein “Krebsgeschwür” wie den Schwarzen Block fordert? Eine sprachliche Entgleisung? “Durchaus”, findet die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft in ihrer Bewertung, die hessenschau.de vorliegt. Dann aber fügt die zuständige Leitende Oberstaatsanwältin hinzu: Eine strafbare Hetze oder die Billigung von NS-Verbrechen sei das nicht – auch weil ausdrücklich von einer Provokation und einem Wortspiel die Rede war. “Schwelle nicht überschritten” Die Frankfurter Behörde stellt sich damit hinter die Limburger Staatsanwaltschaft, die zum gleichen Ergebnis gekommen war: Die Schwelle zur Strafbarkeit werde nicht überschritten, Ermittlungen sind nicht nötig. Der Geschäftsmann hofft nun auf ein Ende der Sache, die rechtlich entschieden zu sein scheint. Es gebe halt Dinge auf der Welt, “wo es mir dann ‘in den Fingern juckt'”, erklärt er hessenschau.de, warum er nach den G20-Krawallen durch den Schwarzen Block den Blog-Beitrag verfasste. Jucken tut es ihn öfter. Als kürzlich gemeldet wurde, ein psychisch Kranker habe ein Jahr den Wasserhahn laufen lassen, kommentierte der Unternehmer auf Facebook: “Jetzt wird dieser Vollidiot in der Psychiatrie verhätschelt… Normal gehört der mit dem Fahrrad in der Sahara abgesetzt – dann merkt der ganz schnell, dass auch Wasser eine wertvolle Ressource ist, mit der man haushalten sollte”. Und würde er noch einmal vom “kleinen Holocaust” schreiben? Heute würde er “das böse ‘H-Wort’ weglassen – diesen ganzen Zirkus, dass Leute einen wegen eines Wortbeitrags bei der Staatsanwaltschaft anzeigen, braucht kein Mensch”, sagt der gut vernetzte Geschäftsmann, der CDU-Mitglied ist. Er habe in seinem Beitrag ebenso die Nazizeit verurteilt, um Missverständnissen vorzubeugen. Auch das hält ihm die Generalstaatsanwaltschaft zugute. (…) Für die Benders sei das deprimierend, sagt Anwalt Frömel. “Und wie schrecklich muss das erst für Überlebende und Angehörige der Opfer sein.” Ein falsches Signal sei die Entscheidung der Justiz, eine Billigung des Ungeheuren, sagt Reiner Bender. “Da stellt sich ein Mensch hin, der viel Einfluss in der Region hat, und fordert einen kleinen Holocaust – unfassbar.” Justiz hat entschieden Der Geschäftsmann sieht sich von der Justiz bestätigt. Er habe immer darauf vertraut, dass dort gründlich gearbeitet und recherchiert wird, erklärt er erleichtert. Eigentlich sei darum kein anderes Ergebnis möglich gewesen. Die Brüder Bender hat die Justiz weniger nachsichtig behandelt. Als sie in Limburg Hakenkreuz-Schmierereien übersprühten, verurteilte sie das örtliche Landgericht zur Zahlung von knapp 1.000 Euro.

via hessenschau: Generalstaatsanwaltschaft bestätigt Wunsch nach “kleinem Holocaust” keine strafbare Hetze

Urteil gegen Betreiber von rechtsextremen Internetforum

Ein ehemaliger Betreiber der rechtsextremen Internetplattform Thiazi muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe die Revision des Mannes abgewiesen, wie das Landgericht Rostock am Montag mitteilte. Der damals 34-Jährige war im Oktober 2015 wegen Rädelsführerschaft einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung vom Landgericht Rostock zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das deutschsprachige Thiazi-Forum hatte bis 2012 laut Ermittlungen mehr als 30 000 Nutzer und damit eine breite Öffentlichkeitswirkung. Früheren Angaben zufolge sollen mehr als 1,5 Millionen Beiträge abrufbar gewesen sein. Es war damit das größte deutschsprachige Neonazi-Forum im Internet. Im Musikbereich seien mehr als 1300 Musikdateien weltweit zum Download bereitgestellt gewesen, ein erheblicher Anteil davon mit volksverhetzendem Charakter.

via svz: Urteil gegen Betreiber von rechtsextremen Internetforum

Er passt besser in die NPD – Die AfD streitet über Rauswurf von Björn Höcke – #bernd #noafd

Die bisherige AfD-Spitze hält Björn Höcke für rassistisch und NPD-nah. So steht es im Antrag des AfD-Bundesvorstandes, Höcke aus der Partei auszuschließen. CORRECTIV veröffentlicht die Vorwürfe. Jetzt wollen Delegierte das Verfahren gegen Höcke auf dem Parteitag in Hannover kippen. Das würde die rechtsradikale Ausrichtung der AfD stärken. Die Vorwürfe wiegen schwer. Björn Höcke weise „eine übergroße Nähe zum Nationalsozialismus“ auf und habe nachweislich die NPD unterstützt. Das schreibt kein AfD-Kritiker, sondern der Bundesvorstand der AfD in seinem Antrag, Höcke aus der Partei auszuschließen. Der Antrag liegt dem Recherchezentrum CORRECTIV vor. In dem 62-seitigen Schreiben listet die AfD-Spitze, vertreten durch eine Anwaltskanzlei, fein säuberlich Nachweise für Höckes rechtsradikale Gesinnung auf. Höcke zeige eine „grundlegende Ablehnung des Parteiensystems“. Er benutze Begriffe, die Adolf Hitler in seinen Reden verwendet habe. Und er habe die NPD in Texten für rechte Zeitschriften unterstützt. So formulierten es Vorstandsmitglieder der AfD in den Antrag, den die damalige Parteichefin Frauke Petry und die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel unterstützt hatten. Jetzt wollen einzelne Parteimitglieder das Parteiausschlussverfahren beenden. Dazu ist ein Vorschlag für den Parteitag in Hannover eingereicht worden. Sowohl Parteichef Jörg Meuthen als auch Fraktionschef Alexander Gauland waren von Beginn an gegen den Ausschluss.
Das Parteiausschlussverfahren gegen Höcke hat der Bundesvorstand nach dessen Dresdener Rede begonnen. Höcke hatte damals vom Holocaustmahnmal als „Denkmal der Schande“ gesprochen. Über den Ausschluss hat das zuständige Partei-Schiedsgericht in Thüringen noch nicht entschieden. Höcke ist derzeit Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag in Thüringen und gilt als Wortführer des völkischen Flügels der Partei. Die Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hatte im Wahlkampf gesagt, sie und Höcke seien „zwei Teile einer Partei“. Höcke hatte im Streit um seine Rede erklärt, dass er nicht für den Bundestag kandidiere. In seiner Heimat Thüringen erreichte die AfD im September mit 23 Prozent ein Spitzenergebnis im bundesweiten Vergleich.  Nähe zu Hitler In dem Antrag, aus dem andere Medien schon zitiert haben, gehen die Anwälte des Bundesvorstandes vor allem auf die Dresdner Rede von Höcke ein.

via correctiv: Er passt besser in die NPD – Die AfD streitet über Rauswurf von Björn Höcke

Zweiter Prozess um Thiazi-Forum verschoben

Vor dem Landgericht Rostock müssen sich in einem zweiten Prozess drei weitere mutmaßliche Betreiber der Plattform verantworten. Der für heute geplante Prozessauftakt gegen drei weitere Betreiber des rechtsextremen Internetportals “Thiazi-Forum” vor dem Landgericht Rostock ist verschoben. Einer der drei Angeklagten erschien nicht vor Gericht. Er wird nun per Haftbefehl gesucht. Wann der Prozess beginnen kann, ist noch unklar. Zwischen 2009 und 2012 sollen die Angeklagten auf der Plattform verfassungsfeindliche Texte und Lieder verbreitet haben. Es ist bereits der zweite Prozess um die verfassungsfeindliche Plattform.

cia ndr: Zweiter Prozess um Thiazi-Forum verschoben

siehe auch: Braune Pionierprojekte des Hasses. Das Landgericht verwechselt Tätergruppe bei den „Thiazi“-Prozessen – gegen den „Thiazi“-Angeklagten Priem wird Haftbefehl erlassen. Versehentlich verschickte die Pressestelle des Landgerichts Rostock falsche Namen der Beschuldigten im am heutigen Mittwoch beginnenden neuen „Thiazi“-Verfahren.* Die Angeklagten Mario-Aldo E., Ronny H. und Nicolai Wolfgang B. müssen sich demnach erst ab Februar 2018 vor Gericht verantworten. Zur Zeit geht es dagegen um eine andere Tätergruppe im Zusammenhang mit dem neonazistischen „Thiazi“-Portal, dazu gehören der Berliner Neonazi-Rocker Arnulf-Winfried Priem sowie der 42-jährige Alexander Reiner A. aus Ostvorpommern und der 41-jährige Arno W. Da Priem nicht vor Gericht erschienen war, wurde Haftbefehl gegen den Neonazi erlassen. Nächste Woche soll die Anklageschrift verlesen werden. Breite Öffentlichkeitswirkung von „Thiazi“ Der 1968 freigekaufte DDR-Häftling Priem war wegen „Hetze und Unzucht“, wie auch „staatsgefährdender Hetze und Propaganda“ verurteilt worden. 1969 trat er der NPD bei und gründete 1974 die „Kampfgruppe Priem“. Seit 1983 führte Priem auch die Kameradschaft „Wotans Volk“ an. 1994 wurde er mit 26 weiteren Neonazis in seiner Wohnung in West-Berlin verhaftet. Die Polizei fand Sprengstoff, Waffen und Molotow-Cocktails. Daraufhin musste der Neonazi-Rocker 1995 eine über dreijährige Freiheitsstrafe wegen Bildung eines bewaffneten Haufens und Verunglimpfung des Staates antreten. Einen Teil seiner Haft verbüßte er als Freigänger. Zwischen 2009 und 2012 sollen die Angeklagten das mit bis zu 30.000 Nutzern größte deutsche Forum mitbetreut haben. Nach Ansicht des Gerichts hatte „Thiazi“ eine breite Öffentlichkeitswirkung, die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten zudem Volksverhetzung vor. Der Hauptbetreiber von „Thiazi“, der Erzieher Klaus R. aus Barth in Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits Ende 2015 zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt, seine Revision soll vor dem Bundesgerichtshof verhandelt werden. Weitere Beschuldigte kamen glimpflicher davon. Die Verantwortlichen für das „Thiazi“-Forum kamen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Gefängnisstrafe für Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

Erneut hat ein Gericht die 89-jährige Haverbeck zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie den Holocaust leugnet. Sie will das Urteil anfechten. Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck soll für 14 Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Detmold bestätigte in einem Urteil, dass die 89-Jährige sich der Volksverhetzung schuldig gemacht habe. Haverbeck hatte 2016 rund um den Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Reinhold Hanning in Briefen und Schriften den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet. Mehrere Amtsgerichte hatten sie daraufhin zu Haftstrafen bis zu elf Monaten verurteilt. Dagegen war die Frau aus Vlotho bei Bielefeld in Berufung gegangen. Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Die Anwälte kündigten an, das Oberlandesgericht Hamm als letzte Instanz für eine Überprüfung einzuschalten.

via zeit: Gefängnisstrafe für Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck

AfD-Fraktionsvize an antisemitistischen Videos beteiligt

Der AfD-Politiker Peter Felser hat Wahlkampfspots für eine rechtsradikale Partei mitproduziert. Sie wurden nie ausgestrahlt, weil die Sender sie für zu radikal hielten. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland, Peter Felser, ist an der Herstellung antisemitistischer und volksverhetzender Wahlkampfspots für die rechtsradikale Partei Die Republikaner beteiligt gewesen. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Frankurter Allgemeinen Zeitung vorliegen. Unter anderem ging es in den Fernseh- und Hörfunkspots um zu hohe Diäten für den Zentralrat der Juden und dessen mutmaßliche Macht über die Regierung. Dem Bericht zufolge war die Produktionsfirma “w|k|&|f Kommunikation GmbH”, deren Mitinhaber und Geschäftsführer Felser ist, in den frühen 2000ern mit mehreren Wahlspots für Die Republikaner beauftragt. Felser war damals selbst Mitglied dieser Partei. Die von seiner Firma produzierten Werbespots aus den Jahren 2001 und 2003 waren so radikal, dass sie nie gesendet werden durften. Sowohl der Hessische Rundfunk als auch der Sender Freies Berlin hatten die Werbespots wegen volksverhetzender Inhalte abgelehnt.  In einem Beschluss begründete das Oberverwaltungsgericht Berlin, warum der Hessische Rundfunk das Wahlkampfvideo von 2001 ablehnen durfte. Dem Urteil zufolge könne es keine andere Deutung geben, als dass der Werbespot “nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Publikums nur dahin verstanden werden kann, dass mit ihm der Holocaust gebilligt, geleugnet oder verharmlost werden soll”. In dem Gerichtsbeschluss heißt es beispielsweise, in dem Video würde vor dem damaligen Vorstandsmitglied des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, gewarnt und gefragt, ob er heimlich mitregiere. Diese Passage habe dem Urteil der Richtern zufolge “eindeutig antisemitistischen Charakter”.

via zeit: AfD-Fraktionsvize an antisemitistischen Videos beteiligt

screenshot website; archive is tyWAl

FPÖ-Funktionäre kümmern sich seit Jahren um ein Nazi-Grab am Zentralfriedhof

Das Grab von NS-Offizier Walter Nowotny ist eine zentrale Pilgerstätte der extremen Rechten. FPÖ-FunktionärInnen sind seit Jahren ganz vorne mit dabei. Es ist wahrscheinlich das umstrittenste Grab am Wiener Zentralfriedhof. Mitten unter den Ehrengräbern, Reihe 14C, höchstens 100 Meter von der Bundespräsidentengruft entfernt. Ringsherum liegen die Gräber vieler bedeutender Persönlichkeiten, die meisten davon PolitikerInnen aus der ArbeiterInnenbewegung. Viele dieser Menschen haben unter dem Faschismus gelitten, auf ihren Gräbern stehen Kränze mit roten Schleifen. Das Grab Nummer 12 in dieser Reihe sticht aber heraus. Hier ist Walter Nowotny begraben, Offizier der NS-Luftwaffe, Kampfflieger für das NS-Regime und Mitglied der NSDAP. Nach zahlreichen Einsätzen wurde Nowotny 1944 abgeschossen. Laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) würdigte sogar das NS-Zentralorgan, der Völkische Beobachter, den Offizier. Er hätte “als junger Führer der Hitler-Jugend trotz aller Verfolgungen in der Verbotszeit begeistert und unentwegt Adolf Hitler die Treue” gehalten, heißt es da. Wenig verwunderlich, dass dieses Grab bis heute ein Wallfahrtsort für Nazis, FaschistInnen und Rechtsextreme ist. Einmal im Jahr, zumeist rund um Nowotnys Todestag am 8. November, kommen sie hier zusammen, um ihres Helden zu gedenken. “Nowotny hat als junger Führer der Hitler-Jugend trotz aller Verfolgungen in der Verbotszeit begeistert und unentwegt Adolf Hitler die Treue gehalten.” Für die offene NS-Szene war in der Vergangenheit etwa Naziführer Gottfried Küssel bei Nowotny-Gedenkfeiern anwesend – in der zweiten Reihe übrigens sein damaliger Jungspund Martin Sellner, heute Vorzeige-Kamerad der rechtsextremen “Identitären Bewegung”. Das belegt der Blog “Küssels Kameraden” mit Bildern. (…) Ab 2012 übernahm dann ein privater Verein die Pflege, der 2003 gegründet worden war. An der Vereinsgründung beteiligt war laut Bericht des ORF etwa der damalige Wiener Stadtrat und heutige zweite Landtagspräsident Johann Herzog von der FPÖ. Herzog ist aktuell stellvertretender Obmann, der ehemalige FPÖ-Landesparteisekretär und Bundesrat Hans-Jörg Jenewein Schriftführer. Als Obmann fungiert Gerhard Pendl, der bereits 2008 nach einer umstrittenen Rede am Nowotny-Grab als Uni-Rat abtreten musste. Die Medizin-Uni Wien erklärte damals laut Presse: “Seine die Zeit des Nationalsozialismus glorifizierende Einstellung war allgemein bekannt.” Als weiterer Stellvertreter fungiert Walter Seledec, FPÖ-Politiker und früherer ORF-Chefredakteur. Dazu kommen laut Vereinsregisterauszug noch einige weitere Personen. Für den Aufmarsch im Jahr 2017 hat der Blog Rechtsdrall insgesamt bereits 14 Personen identifiziert, die laut Rechtsdrall der FPÖ zugeordnet werden können. Darunter Markus Ripfl, bis vor Kurzem Vorsitzender der FPÖ-Studierendenorganisation RFS in Wien, jetzt eine der Zukunftshoffnungen der FPÖ Niederösterreich.

via vice: FPÖ-Funktionäre kümmern sich seit Jahren um ein Nazi-Grab am Zentralfriedhof

Mahnmals-Aktion gegen #Höcke soll wieder eröffnet werden – #bernd #zps

Das “Zentrum für politische Schönheit” will seine umstrittene Mahnmal-Aktion gegen den AfD-Politiker Björn Höcke nach einer Unterbrechung am Montag wieder zugänglich machen. Die an das Berliner Holocaust-Mahnmal erinnernde Installation in der Nähe von Höckes Haus im thüringischen Bornhagen werde nach einer Sperrung am Wochenende ab Montag wieder zugänglich sein, sagte der künstlerische Leiter des Zentrums, Philipp Ruch, der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Die Gruppe hatte den Zugang zu der Installation am Wochenende aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Am Wochenende sei das Risiko von Angriffen Rechter größer, sagte Ruch. Das Zentrum hatte zuvor auch mangelnden Schutz durch die Polizei beklagt – nun gebe es dort wenigstens einen Ansprechpartner, sagte Ruch. Neben hunderter E-Mails mit Morddrohungen habe das Zentrum auch einen Anruf erhalten, dessen Urheber offenbar über Insider-Wissen zum Zentrum verfügte. Die Politaktivisten haben vor dem Grundstück Höckes im thüringischen Eichsfeld 24 Betonstelen errichtet, die an das Holocaustmahnmal in Berlin erinnern sollen. Die Aktion bereiteten sie bereits nach der Dresdner Rede Höckes vor, in der der Thüringer AfD-Landes- und Fraktionschef den Berliner Erinnerungsort für die ermordeten Juden Europas im Januar als “Denkmal der Schande” bezeichnet hatte.

via welt: Mahnmals-Aktion gegen Höcke soll wieder eröffnet werden