French #Holocaust #denier sentenced to #prison for online posts

Alain Soral convicted and sentenced to one year prison after posting denial on the internet. Holocaust denier Alain Soral was convicted and sentenced to one year prison in France for publishing material denying the Holocaust on his website. It is the second conviction and prison sentence for Soral, a far rightist, since the beginning of the year. A Paris court convicted Soral, 60, on Monday and ordered him jailed. He was not in court and a warrant was issued for his arrest, The Associated Press reported.

via jewishnews: French Holocaust denier sentenced to prison for online posts

Horst Mahlers „Heiliger Krieg“

Der in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/Havel inhaftierte Holocaust-Leugner Horst Mahler (Jg. 1936) meldet sich wieder mit wirrer antisemitischer Hetze aus dem Knast. Mahler, (Jg. 1936) hat einen „Offenen Brief an die Söhne des Bundes Bnai Brith“ (Fehler im Original) verfasst. In dem mehrseitigen Schreiben an Bnai B`rith, der größten jüdischen internationalen Vereinigung, wähnt sich der inhaftierte Antisemit im „Heiligen Krieg” mit der „Judenheit“. Deren „Fundament“ ihrer von ihm herbei phantasierten „Weltherrschaft“ sei die „Holocaust-Kirche”: „Die Erfindung der Holocaust-Kirche ist euer Unternehmen“, so der im „Gefangenenlager“ einsitzende Hitler-Verehrer. Unumwunden erklärt Mahler: „Der ‘Holocaust‘ ist keine Tatsache – schon gar nicht offenkundig.“ Mahler weiter: „Das strafrechtliche Verbot,+ den ‘Holocaust‘ zu leugnen, ist das Verbot, euren Gott Jahwe und seine Macht in der Welt zu leugnen. Die ‘Holocaust-Religion‘ ist die ALLEN Völkern feindliche Fremdherrschaft des Judentums.“ Die Bundesrepublik bezeichnet Mahler in dem wirren Schreiben als „Unrechtsstaat“, dem der selbst ernannte „Reichsbürger“ gleichzeitig den Status des Staates abspricht. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe diffamiert Mahler als „Organ der jüdischen Fremdherrschaft über das deutsche Volk“. „Weg der Rettung aus der judaisierten Welt“ Der „Judenheit“ und Israel, „Satans Volk“, droht Mahler in seinem Machwerk „mit dem Verlust der Weltherrschaft, die euch von eurem Gott versprochen wurde als Entschädigung dafür, dass ihr auf Grund des euch von Jahwe befohlenen Zerstörungswerkes von allen Völkern gehasst werdet“.

via bnr: Horst Mahlers „Heiliger Krieg“

#AfD-Mann mit #Kriegswaffe – Mario Lehmann posiert in #Uniform, mit Patronengurt und #MG – #schauhin #militanz

Der Polizist auf dem gelbstichigen Foto lächelt leicht, die Augen hinter einer Sonnenbrille verborgen. Auf dem Uniformhemd prangt das Wappen Sachsen-Anhalts, die Schulterklappen zeigen den Dienstgrad eines Hauptkommissars. Ein Detail jedoch passt nicht ins Bild: Um den Hals trägt der Mann einen Patronengurt – für ein Maschinengewehr. Eine solche Waffe besitzt Sachsen-Anhalts Polizei gar nicht, es ist eine Kriegswaffe.
Der Polizist von einst ist heute Politiker: Mario Lehmann, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion. Ein weiteres Foto liegt der MZ vor, offenbar am selben Tag aufgenommen. Es zeigt Lehmann hinter einem Maschinengewehr liegend, den Finger am Abzug. Wann und wo hatte er Zugriff auf diese Waffe? Die Frage ist nicht unerheblich, denn Lehmann ist ein umstrittener Politiker. Im vergangenen Jahr wurde er von einem Parteifreund wegen Körperverletzung angezeigt, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren später ein. Vor wenigen Wochen fiel Lehmann auf, weil er einen Waffenschein beantragte. Möglicherweise gibt es eine plausible Erklärung für die Bilder. Sie müssen einige Jahre alt sein, Lehmann trägt noch die 2010 ausgemusterte gelb-braune Uniform. Seltsam ist nur: Lehmann schweigt. Auf MZ-Anfragen reagiert er nicht.
Wie kam AfD-Abgeordneter an ein Maschinengewehr? Wer könnte Lehmann an ein Maschinengewehr gelassen haben? Das Landeskommando der Bundeswehr hat keine Erklärung. Schießwettbewerbe, an denen auch Nicht-Soldaten teilnehmen können, veranstalte man nicht. Der Reservistenverband indes lädt zwar Gäste ein zum Schießen um den „Sachsen-Anhalt-Pokal“ – weiß aber nichts von einem Teilnehmer Mario Lehmann. „Der ist auch nicht Mitglied bei uns“, so Landeschef Hans Thiele.
Auf MZ-Nachfrage zeigt sich auch das Landesinnenministerium ratlos. Klar ist nur eines: „In der Landespolizei sind Maschinengewehre nicht als Waffe zugelassen“, erklärt ein Sprecher. Die Polizeiinspektion Magdeburg kündigt derweil eine Untersuchung an. „Unsere Behörde wird intern prüfen, wie es zu diesen Fotos gekommen sein konnte“, sagte eine Sprecherin. Dabei werde man auch Lehmann befragen. Lehmann könnte nach Politkarriere zur Polizei zurückkehren Das Beamtenverhältnis des Kriminalhauptkommissars ruht seit dessen Wahl in den Landtag Sachsen-Anhalts. Sollte Lehmann das Parlament verlassen, hätte er Anspruch auf Rückkehr in die Polizei. Lehmann ist für seine große Neigung zu Waffen bekannt. Erst vor kurzem hatte er im Landtag gefordert, ausgediente Polizeipistolen kostenlos an die Schießsportvereine im Land zu verteilen. Zugleich verbreitet Lehmann extrem rechte Ansichten. Im Februar etwa wurde über seinen Facebook-Account der Holocaust relativiert.

via mz web: AfD-Mann mit Kriegswaffe Mario Lehmann posiert in Uniform, mit Patronengurt und MG

Wenn WhatsApp zur HassApp wird

Wie junge Menschen WhatsApp-Gruppen für rechte Propaganda, Judenwitze und Hass auf Minderheiten nutzen und warum WhatsApp nichts dagegen tut. „Du wurdest gehitlert. Hitlere mindestens 5 weitere Personen oder es wird in 88 Tagen ein geldgieriger Jude dein gesamtes Geld klauen und dich vergewaltigen.“ Das sind die ersten Worte eines Kettenbriefes, der vor einigen Monaten in mehreren WhatsApp-Gruppen geteilt wird. „Schicke diese Nachricht an alle, die du kennst, und trage zur Operation Weiße Weihnacht bei“, heißt es weiter. In der Nachricht folgt ein riesiges Hakenkreuz, das die gesamte Bildschirmbreite einnimmt, eine Darstellung von Adolf Hitler und darunter der Satz „Lauf Ali lauf“. Das Ende des Kettenbriefes lautet: „Für jede Person, die diese Nachricht weiter sendet, wird ein Einwanderer in sein Heimatland geschickt.“In einer der WhatsApp-Gruppen reagieren viele der damals gut 200 Mitglieder sofort mit Dutzenden Nachrichten. Vor allem mit: Gelächter. Es hagelt Lach-Emojis und Emojis mit Herz-Augen. Und viele Emojis mit ausgestrecktem rechten Arm 🙋‍♂️🙋‍♀. Innerhalb der Gruppe gilt dieses Emoji als Hitlergruß.
Einige antworten ausführlicher und schreiben „Deutschland Deutschland über alles in der Welt“ oder „Heil Hitler Kameraden“. Etwas später schickt ein Mann einen WhatsApp-Sticker, der Adolf Hitler zeigt. Der Text auf dem Bild: „Du bist lustig, dich vergase ich zuletzt.“ Im November 2018 machte das Jüdische Forum in einem Tweet auf rechte WhatsApp-Gruppen aufmerksam und zeigte in einem Bild Screenshots, der dort geteilten Sticker und Bilder. Nach Recherchen von BuzzFeed News Deutschland haben sich seitdem hunderte Menschen in einem Netzwerk aus rechten WhatsApp-Gruppen versammelt. Diese Menschen verbreiten dort verfassungsfeindliche Symbole, glorifizieren das Dritte Reich und Adolf Hitler, teilen antisemitische und gewaltverherrlichende WhatsApp-Sticker und rufen dazu auf, gemeinschaftlich Linke oder Flüchtlinge zu bedrohen. BuzzFeed News war seit Oktober in neun rechtsextremen WhatsApp-Gruppen Mitglied. Dort sind in dieser Zeit zehntausende Nachrichten verschickt worden. Auf Anfrage von BuzzFeed News verurteilt WhatsApp den Hass auf seiner Plattform, beruft sich aber darauf, keinen Zugriff auf die Nachrichten ihrer Nutzerinnen und Nutzer zu haben. Die WhatsApp-Gruppen tragen Namen wie „Der Deutsche Sturm🇩🇪 卐ϟϟ 🇩🇪“, „Ku Klux Klan International“ oder „Nationalisten_Radikale etc.☠💀“. Zeitweise waren zwischen 90 und 250 Personen in den Gruppen. WhatsApp beschränkt die maximale Gruppengröße auf 256 Mitglieder. (…) In mindestens einem Fall hatte die Verbreitung von verbotenen SS-Symbolen oder Parolen auf WhatsApp bereits rechtliche Folgen. Im Jahr 2017 wurde ein 14-Jähriger verurteilt, die Süddeutsche Zeitung berichtete über den Fall. Eltern entdeckten Chats auf dem Handy ihres Sohnes, in denen sich die Teilnehmer über Juden lustig machten oder die SS verherrlichten. Die Eltern meldeten die Gruppen der Polizei, die Staatsanwaltschaft konnte später rund 180 Personen identifizieren. Der 14-Jährige musste sich einem Jugendgericht stellen. Er wurde zum Lesen von 25 Stunden historischer Literatur über die NS-Zeit verurteilt, außerdem bekam er für fünf Jahre einen Eintrag ins Erziehungsregister.

via buzzfeed: Wenn WhatsApp zur HassApp wird

Polizei zieht Stecker: Rechten-Demo in Nürnberg unterbrochen

Ernst Cran kippte Auftrittsverbot der Stadt – doch die Polizei stoppte Rede. Hitlergruß und Judenhetze – die Kritik nach einer Rechten-Demo vor gut sieben Wochen in Nürnberg war groß. Jetzt gehen die Behörden offenbar repressiver vor: Bei einer Demonstration des “Bürgerbündnis Franken” zog die Polizei am Samstag während einer Rede den Stecker. (…) Ernst Cran sprach, allerdings nicht ungestört: Nach einem Teil seiner Rede zogen Kräfte der Nürnberger Polizei den Stecker, ließen die Boxen verstummen. Offenbar waren Staatsschützer der Auffassung, dass die Gesamtheit seiner Rede gegen die Verfassung verstoße. Noch ist nicht klar, wie die Beamten zu der Einschätzung gelangten – die Rede Crans war damit aber beendet.

via nordbayern: Polizei zieht Stecker: Rechten-Demo in Nürnberg unterbrochen

#Polizist soll bei Einsatz in #Dresden #Holocaust infrage gestellt haben – #schauhin

Bei einem Protest gegen einen AfD-Stand an der Schauburg in Dresden müssen Beamte dazwischen gehen. Gegen einen von ihnen erhebt das Kulturbüro Sachsen nun schwerwiegende Vorwürfe. Neue Vorwürfe gegen die Polizei: Am Rand eines Protests ge­gen einen Stand der AfD in der Äu­ßeren Neustadt soll ein Beamter den Holocaust infrage gestellt ha­ben. Der Polizist habe Zweifel da­ran geäußert, dass während der NS-Diktatur tatsächlich sechs Millionen Juden ermordet worden seien. Ein Mitarbeiter des Kulturbüros Sachsen habe die Aussagen mitbekommen und daraufhin angekündigt, Be­schwerde einzulegen. Über Twitter teilte die sächsische Polizei mit, dass dieser Vorfall aufgearbeitet werden soll. (…) Als die Mitarbeiter des Kulturbüros vom AfD-Stand hörten, wollte Michael Nattke nachschauen, ob sich die Ak­tion letztlich nicht gegen das Kulturbüro richtet. Vor Ort angekommen, wurde er jedoch zum Zeugen eines Ge­sprächs – in dem ein Beamter krude An­sichten geäußert ha­ben soll.
Seinen Worten zufolge sollen zu­nächst zwei Vertreter vom Gegenprotest und ein Anhänger der AfD vor Ort miteinander diskutiert ha­ben. Dabei habe der Sympathisant der Partei die Proteste gegen die AfD mit dem Vorgehen der Nazis gleichgesetzt, die zum Boykott jüdischer Läden aufgerufen haben. Der Polizist habe daneben gestanden und dieser Äußerung zugestimmt, erklärt Michael Nattke.
Doch damit nicht genug. Als die Demonstranten darauf verwiesen hätten, dass währen der Naziherrschaft sechs Millionen Juden er­mordet worden seien und der Protest gegen die AfD dagegen in keinerlei Verhältnis stünde, habe der Polizist Zweifel an den historischen Tatsachen angemeldet. „Er hat die Frage gestellt, ob es denn bewiesen sei, dass sechs Millionen Menschen ermordet wurden und wissen wollen, wo das denn stehe“, schildert Michael Nattke das Geschehen. Daraufhin sprach der Mitarbeiter des Kulturbüros den Polizisten an, bat darum, dass er seine Dienstnummer nennt oder sich ausweist. „Das tat er aber nicht“, so Mi­chael Nattke, der sich deshalb an einen an­deren am Einsatz beteiligten Po­lizisten wandte. Bei ihm habe es sich um ei­nen Beamten der Bereitschaftspolizei gehandelt. „Er sagte mir, er könne mir nicht die Nummer des Kollegen geben, weil der zu ei­ner anderen Einheit ge­hört.“

via dnn: Polizist soll bei Einsatz in Dresden Holocaust infrage gestellt haben

Rechtsradikale Videos Youtube sperrt den Kanal des „Volkslehrers“

Der selbsternannte Volkslehrer Nikolai N. bei der Fridays for Future Demo in Berlin. Der selbst ernannte Volkslehrer Nikolai N. hat seinen wichtigsten Verbreitungskanal eingebüßt: Die rechtsradikalen Videos, die der ehemalige Grundschullehrer auf seinem Youtube-Kanal veröffentlichte, sind in Deutschland und anderen Ländern seit dem 13. April nicht mehr verfügbar. „Youtube hat sie mit einem sogenannten Schattenbann belegt und damit eine indirekte Zensur ausgeübt“, schreibt Nikolai N. in einer E-Mail an seine Unterstützer, die der Berliner Zeitung vorliegt. Der 38-jährige Nikolai N. ließ auf seinem Kanal zum Beispiel die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu Wort kommen, interviewte bekennende Reichsbürger und verbreitete Verschwörungstheorien. Bei der Berliner Fridays-for-Future-Demonstration am 29. März mit der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg befragte er demonstrierende Schülerinnen.
Schulverwaltung kündigte dem selbsternannten „Volkslehrer“ Nikolao N.
Anfang 2018 hatte die Bildungsverwaltung Nikolai N., der damals an der Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen unterrichtete, suspendiert und später ein Kündigungsverfahren wegen der Verbreitung volksverhetzender Inhalte eingeleitet. Dagegen klagte der studierte Lehrer vor dem Arbeitsgericht und verlor. Nicht zuletzt durch die mediale Aufmerksamkeit aufgrund dieser Auseinandersetzung abonnierten immer mehr rechtsradikale Sympathisanten den Youtube-Kanal, zuletzt gab es fast 70.000 Abonnenten.

via berliner zeitung: Rechtsradikale Videos Youtube sperrt den Kanal des „Volkslehrers“

Verhätschelt und vergessen: Als Schweizer Rechtsextreme zuschlugen

Selbst ernannte Fasnächtler verkleiden sich als Mitglieder des Ku-Klux-Klan, lassen sich beim Biertrinken mit Hitlergruss fotografieren und ziehen mit Fackeln durch die nächtlichen Gassen vor das Rathaus. Die Bilder und Videos zirkulieren rasch und führen zu empörten Reaktionen. Von der FDP-Präsidentin wird der Auftritt als «Missbrauch unserer Fasnacht» charakterisiert. Die Debatte konzentriert sich, auch aufgrund der Vorfälle an der Basler Fasnacht, in der Frage, ob solche Auftritte während der «schönsten Tage des Jahres» opportun seien – «geschmacklos» zwar, aber nicht weiter zu hinterfragen. Die Debatte zeigt beispielhaft: Die Geschichte schwerwiegender rassistischer Vorfälle und ihres symbolischen Kontexts ist im kollektiven Gedächtnis der Schweiz kaum verankert. Rasch ist man bereit, die rassistische Symbolik der weissen Spitzmützen, der Klan-Gewänder, der brennenden Fackeln, als leere Zeichen einer kontextlosen fremdenfeindlichen Haltung zu deuten, die mit hiesigen Geschehnissen nichts zu tun hat. Ein Blick in die Chronologie rassistischer Gewaltakte belehrt eines Besseren. 80er-Jahre: Der Frontenfrühling
Ende der 80er-Jahre nutzten junge Neonazis die KKK-Symbolik, um sich ins Gespräch zu bringen. In weissen Gewändern suchten sie Asyl-Unterkünfte heim und brachten den Bewohnern Angst und Schrecken. Anschläge mit Brennmaterial, Schüsse auf erhellte Fenster und brennende Holzkreuze bildeten damals die Selbstvergewisserung von Neonazis, die sich unter dem Banner der KKK-Symbolik zusammenfanden. Medienpräsenz steigerte ihr Selbstvertrauen so stark, dass sie sich zusammen mit Altfaschisten und Holocaustleugnern 1989 erstmals in Luzern zu einer Kundgebung versammelten. Dieser Aufschwung von Schweizer Rassisten, gewalttätigen Neonazis und Skinheads – der «Frontenfrühling» (nach dem Journalisten Jürg Frischknecht) – nahm seinen Anfang mit den bewaffneten Überfällen auf Unterkünfte von Asylsuchenden in Zug und Uri 1987. Ein Jahr später wurde eine sechsköpfige Gruppe verhaftet, bei der man Gewehre und Munition fand. Nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft posierten die Rädelsführer wieder in weissen Gewändern und Spitzkapuzen mit aufgenähtem Schweiz-Emblem vor einem brennenden Kreuz.

via tagesanzeiger: Verhätschelt und vergessen: Als Schweizer Rechtsextreme zuschlugen

#AfD-Politiker hetzt in #Reichsbürger-Gruppe – #schauhin #hetzer

In einer Facebook-Gruppe vernetzen sich Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker, um antisemitische Theorien zu verbreiten. Neben dutzenden Neonazis sind allerdings auch AfD-Politiker unter den Mitgliedern. Ein Lokalpolitiker hebt sich mit besonders kruden Ideen ab. Für ihn haben die Äußerungen nun Konsequenzen. Was sich in den digitalen Parallelwelten abspielt, spottet manchmal jeglicher Beschreibung. Für Rechtsextreme und fanatische Antisemiten sind die unzähligen, halb-geschlossenen Gruppen in den sozialen Netzwerken der ideale Raum, um ihre menschenverachtenden Theorien zu verbreiten. Ein Paradebeispiel: Die sogenannte „Die Volksschule“ auf Facebook – eine Art virtueller Fanclub des rechten Youtubers Nikolai Nerling, auch bekannt als „Der Volkslehrer“.
Unverhohlener Judenhass Screenshots aus der geschlossenen Gruppe, die ENDSTATION RECHTS. vorliegen, zeichnen ein verstörendes Bild. Ein User etwa bestreitet die „offizielle Geschichtsversion der Siegermächte über den Holocaust“, bezeichnet die Judenpolitik des Dritten Reiches als „äußerst human“. An anderer Stelle ist die Rede vom vermeintlichen “Hooton-Plan” und Solidaritätsbekundungen für die inhaftierte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Daneben stehen den „Volksschülern“ eine Reihe fragwürdiger „Lerninhalte“ zum Download bereit – antisemitische Hetzschriften von NS-Rassentheoretiker Alfred Rosenberg oder Gerichtsurteile zu volksverhetzenden Aussagen im Netz. (…) Allerdings tauchen auch mehrere Funktionäre der AfD auf der Mitgliederliste auf: Der Bundestagsabgeordnete Martin Renner ist ebenso Mitglied, wie Partei-Aktivistin Leyla Bilge und Steffen Königer, der bis zu seinem Parteiaustritt im November 2018 im Bundesvorstand der rechtspopulistischen Partei aktiv war. Königer verließ die Partei eigenen Aussagen zufolge aufgrund der Dominanz des Höcke-Flügels.
Dazu kommen diverse lokale Würdenträger der Rechtspopulisten, etwa der Chemnitzer Kommunalwahlkandidat Falk Heiligenschmidt oder Donatus Schmidt aus Halle. Dass der rechte Aktivist für die AfD antritt, sorgte im Vorfeld für Kritik, schließlich spricht er regelmäßig auf den Montagsdemonstrationen des rechtsextremen Verschwörungstheoretikers Sven Liebich. Als besonders aktiv tat sich Carsten Härle hervor. Härle, der bis vor Kurzem AfD-Fraktionschef in der kommunalen Vertretung im hessischen Heusenstamm war, bestritt in einem Kommentar, dass „der zweite (sic!) Weltkrieg irgendetwas mit Hitler oder dem Nationalsozialismus zu tun gehabt“ hätte. In einem anderen Beitrag wartet er mit rassistischen Verschwörungstheorien von der „Zerstörung der europäischen Völker“ und der „Vermischung“ von „Menschentypen“ auf. Als Beweis führt der AfD-Politiker einschlägige geschichtsrevisionistische Autoren an. Einem Bericht des Hessischen Rundfunks zufolge bezeichnete er bekannte Holocaustleugner als „Märtyrer“ und verbreitete eine Karikatur, in der Juden als Ratten dargestellt werden.

via endstation rechts: AfD-Politiker hetzt in Reichsbürger-Gruppe

“Rechte Hetze” zur Geisterstunde: Historiker und Auschwitz-Komitee entsetzt über #AfD-Rede – #revisionist #holocaustverharmloser

Eine Rede des AfD-Abgeordneten Thomas Ehrhorn im Bundestag bleibt einige Tage nahezu unbemerkt. Über den Inhalt sind Historiker, Politiker und das Internationale Auschwitz-Komitee entsetzt. Gegenüber dem stern sagen sie, warum. Auch Erhorn ist empört – über die Kritik an seinen Aussagen. In der Nacht zu Freitag tritt Thomas Ehrhorn ans Rednerpult im Bundestag. Vier Tage später wird Ralph Stegner, Fraktionsvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein, über die Aussagen des AfD-Politikers sagen: “Unerträgliche rechte Hetze. Solche Beiträge sind eine Schande für das Parlament.” Diskutiert wurde ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Anerkennung der NS-Opfergruppen, AfD-Mann Ehrhorn trat um 0.14 Uhr vor das Plenum. Zur Geisterstunde; die Stuhlreihen im Bundestag lichteten sich – und die “unerträgliche rechte Hetze”, wie Stegner sagt, blieb von vielen unbemerkt. Zunächst berichtete das ARD-Magazin “Kontraste” am Montagabend über Ehrhorns Rede. Darum geht’s: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in ihrem Antrag die offizielle “Anerkennung der NS-Opfergruppen der damals sogenannten ‘Asozialen’ und ‘Berufsverbrecher'”. Das ist 74 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz nicht der Fall und soll sich in den Augen der Fraktion ändern (…) Thomas Ehrhorn von der AfD erkennt in den Forderungen ein “undifferenziertes Bedürfnis nach Einfachheit”. In seiner fünf Minuten andauernden Rede (die Sie hier in voller Länge sehen oder im Plenarprotokoll im Wortlaut lesen können) führt er aus, dass es “eben leider nicht” so einfach sei, eindeutig zwischen Tätern und Opfern zu unterscheiden. “Wir sind uns einig, dass wirklich niemand in ein Konzentrationslager gehört. Wenn es aber darum geht, über welche Personengruppen wir hier heute eigentlich sprechen, dann müssen wir schon einmal etwas genauer hinschauen”, sagt er.
Seine anschließende Argumentation im Wortlaut:
“Dafür, wer nach den Maßstäben dieser Zeit zu den ‘Asozialen’ gehörte, gibt es kaum konkrete Definitionen. Man zählte dazu Landstreicher, Bettler, Sinti und Roma, Alkoholiker, Kleinkriminelle, Zuhälter und solche, die man als arbeitsscheu einstufte. Und ja: Später wurde das Instrument der kriminalpolizeilichen Vorbeugehaft ohne rechtliche Grundlage immer weiter ausgedehnt; das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass für die Einstufung als Gewohnheitsverbrecher zunächst mindestens drei Straftaten mit mindestens sechs Monaten Haft vorliegen mussten, und dazu gehörten eben auch Totschläger, Betrüger und Vergewaltiger. (…) Ehrhorn sagt, dass “Berufsverbrecher” bereits Vorstrafen auf dem Kerbholz hätten. “Was Ehrhorn nicht sagt”, so Hoffmann: “Diese Menschen hatten ihre Gefängnisstrafe abgesessen, sie waren dem Prinzip eines Rechtsstaates nach rehabilitiert. Dass er rehabilitierte Straftäter, die danach zeitlich unbefristet in ein Konzentrationslager gesteckt werden, nicht als Opfer von NS-Verfolgung anerkennen möchte, sagt auch sehr viel über sein heutiges Rechtsverständnis aus.” Auch bei den “Kapos” offenbare der AfD-Politiker ein “merkwürdiges Verständnis” vom KZ-System: “Diese von der SS aus den Lagerhäftlingen rekrutierten Aufseher haben oft Schuld auf sich geladen – sie haben Mithäftlinge misshandelt, denunziert und das Lagersystem mit am Laufen gehalten. Aber das taten sie natürlich als Häftlinge, als vollkommen Entrechtete, die jeden Tag um Ihr Leben fürchten mussten.” Ehrhorns Aussage, die “Kapos” hätten im Lager “nicht selten die Spitze der Hierarchie der Schinder und Peiniger” gebildet, weist der Historiker entschieden zurück: “An der Spitze stand selbstverständlich immer die deutsche, nationalsozialistische Lagerführung, die die Häftlinge erst perfide in diese Zwangssituationen brachte.” Ehrhorn sehe die Konzentrationslager offenbar als “eine Art Justizvollzugsanstalt mit anderen Mitteln”.

via stern: “Rechte Hetze” zur Geisterstunde: Historiker und Auschwitz-Komitee entsetzt über AfD-Rede