Belgium in uproar: Keerbergen resident displays Nazi symbols

A Keerbergen resident is being prosecuted for displaying Nazi symbols outside his home. It is not the first time the man’s antisemitism has sparked public outrage. Louvain’s public prosecutor’s office now started a judicial inquiry against the Keerbergen resident. The latter is accused of displaying Nazi symbols outside his home. According to Belgian media, the 75-year-old culprit was no stranger to the authorities. Back in 2014, a very similar complaint had already been lodged against him.

via rtl: Belgium in uproar: Keerbergen resident displays Nazi symbols

AfD-Politiker irritiert mit Nazi-Sprech – und relativiert den Holocaust – #schauhin #polizist #lehmann

Für Alexander Gauland ist der Nationalsozialismus “nur ein Vogelschiss” in der deutschen Geschichte, für Björn Höcke ist das Berliner Holocaust-Mahnmal ein “Mahnmal der Schande”. Die Haltung weiter Teile der AfD zur deutschen Geschichte ist so bekannt wie problematisch. Ein AfD-Abgeordneter im Landtag Sachsen-Anhalts relativierte nun in einem Facebook-Post und einem Kommentar über den Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden den Holocaust. Ab dem 13. Februar 1945 bombardierten die Westalliierten – allen voran die britische Royal Airforce – Dresden. Bis zu 25.000 Menschen starben bei den Flächenbombardements. Bis heute wird auch unter Historikern darüber gestritten, ob diese Bombardements militärisch notwendig, oder ob sie ein ungerechtfertigter Angriff auf die Zivilbevölkerung waren. Bis heute wird in Dresden der Toten der Bombardements gedacht. Und bis heute instrumentalisieren Rechtsextreme dieses Gedenken für Geschichtsrevisionismus und Hetze. (…)Durch die AfD etwa, die auf dem Dresdner Altmarkt demonstrierte – gemeinsam mit André Poggenburg, der gerade erst aus der Partei ausgetreten ist und seinen eigenen rechtsextremen AfD-Ableger gegründet hat. Und auch im Internet. Der sachsen-anhaltische AfD-Landtagsabgeordnete Mario Lehmann veröffentlichte am Mittwochmorgen ein Gemälde des brennenden Dresdens auf seiner Facebook-Seite. Dazu schrieb er:
“Der 13.02.1945 war auch ein Holocaust, der sich über eine ganze, wehrlose Stadt ergossen hat.” Als “Bombenholocaust” werden die Luftangriffe auf Dresden sonst vor allem von knallharten Neonazis bezeichnet. 2015 sorgte die Verwendung des Begriffs durch einen NPD-Abgeordneten im sächsischen Landtag noch für einen Skandal. Auf den jährlichen Neonazi-Demos trugen Rechtsextreme aus der Kameradschaftsszene Transparente vor sich her, auf denen vom “Bombenholocaust” die Rede war. Damit einher geht seit jeher eine Übertreibung der Opferzahlen. Statt der von Historikern ermittelten Zahl von bis zu 25.000 übernehmen Rechtsextreme die Propagandazahlen der Nationalsozialisten und sprechen teilweise von hunderttausenden Opfern.

via watson: AfD-Politiker irritiert mit Nazi-Sprech – und relativiert den Holocaust

siehe auch: Eklat am #Urinal – #AfD -Abgeordneter schlägt auf Parteifreund ein – #schauhin #pinkelpause #männerklo #schläger #politprügler. (10/2018) AfD-Abgeordneter Mario Lehmann soll seinen Partei- und Fraktionsfreund Jan Wenzel Schmidt auf dem Klo attackiert haben. Flogen am Urinal die Fäuste? Sachsen-Anhalts AfD-Landtagsabgeordneter Mario Lehmann (48) soll seinen Parteifreund Jan Wenzel Schmidt (27) auf dem Klo geschlagen haben! Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) berichtet, ereignete sich der Vorfall während einer Pinkelpause auf der AfD-Klausur Ende September. Demnach hat Jan Wenzel Schmidt, Landeschef der Jungen Alternative, Strafanzeige gegen den Polizisten Mario Lehmann (Kriminalhauptkommissar) wegen Körperverletzung und Nötigung gestellt.

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#KZ-#Gedenkstätte #Sachsenhausen – Ermittlungen gegen zwei Männer aus #AfD-Besuchergruppe – #weidel

Im Juli sorgte in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen eine AfD-Besuchergruppe von Alice Weidel für einen Eklat. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Männer wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Sie sollen in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen die NS-Verbrechen verharmlost und relativiert, bei mindestens einer Äußerung die Existenz von Gaskammern in Frage gestellt haben. Der am 10. Juli 2018 von einer AfD-Besuchergruppe ausgelöste Eklat, der Ende August durch Recherchen dieser Zeitung bekannt geworden war und heftige Empörung ausgelöst hatte, wird juristisch weiter aufgearbeitet.
Inzwischen ist die Staatsanwaltschaft Neuruppin, die nach einer von Amts wegen erstatteten Strafanzeige der Brandenburger Polizei tätig wurde, einen entscheidenden Schritt weiter. Zwei Beschuldigte aus der Gruppe, die von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel eingeladen worden waren, hätten identifiziert werden können, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Neuruppin, Wilfried Lehmann, am Mittwoch auf PNN-Anfrage. Ermittelt werde nun gegen zwei Männer wegen des Verdachts auf Volksverhetzung durch Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust.

via pnn: KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen Ermittlungen gegen zwei Männer aus AfD-Besuchergruppe

Poort KZ-Sachsenhausen.jpg
Von Ice-Fire in der Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei, Link

Wie Rechtsextreme den „Mythos Dresden“ für sich nutzen – #DresdenNazifrei

Dresden ist Sinnbild alliierter Zerstörungen am Ende des 2. Weltkriegs. Rechtsextremisten nutzen das, ignorieren die Ursachen der Bombardements und kochen mit deutlich übertriebenen Opferzahlen ihr braunes Süppchen. Die Luftangriffe auf die sächsische Landeshauptstadt sind nicht nur Teil des kollektiven bundesdeutschen Gedächtnisses. Sie sind zum Mythos geworden. Und wie bei jedem Mythos fällt es schwer, Fakten von Legenden zu trennen. Dies gilt im Fall von Dresden vor allem für die Zahl der Opfer. Angaben der Dresdner Historikerkommission zufolge sind bei dem Luftangriff der Alliierten auf die sächsische Landeshauptstadt rund 25.000 Menschen ums Leben gekommen. Der „Mythos Dresden“ – ein politisches Konstrukt Die NS-Machthaber instrumentalisierten die Bombardierung, sprachen gleich von „hunderttausenden Opfern“. Mit ihrer verlogenen Berichterstattung wollten sie die Kriegshandlungen der Alliierten anprangern und die Bevölkerung zum Widerstand gegen die vorrückenden Befreier anhalten. Vier Tage nach dem Angriff auf Dresden hatte Hanns Voigt, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dresdens, den Auftrag erhalten, für die Vermisstenzentrale eine Abteilung einzurichten. Er meldete den NS-Machthabern die Zahl von etwa 35.000 getöteten Menschen. Die Nazis missbrauchten die Toten in einer ihrer letzten Propagandaschlachten, vervielfachten die Zahl der Opfer und schufen den bis heute in rechtsextremen Kreisen beliebten „Mythos Dresden“.
Heute sind es alte und neue Rechtsextremisten, die den „Mythos Dresden“ für ihre geschichtsklitternde Propaganda nutzen. Der sächsische NPD-Fraktionschef Holger Apfel sprach Anfang vergangenen Jahres im Landtag von dem Gedenken an die Dresdner Opfer, „die unser Volk unter dem Zerstörungswahn hassgeifernder und entkultivierter Antimenschen erbringen musste!“
Holocaustleugner mit Zahlen-Schwäche Gebetsmühlenartig beharren die Rechtsextremisten auf einer Opferzahl von rund 250.000 Personen. Der Geschichtsrevisionist und spätere Holocaust-Leugner David Irving hatte in seinem Buch „The Destruction of Dresden“ (1963), das 1965 in der deutsche Übersetzung erschien, die Zahl der Toten mit 135.000 beziffert, rechnete sie in späteren Neuauflagen des Buches dann auf 250.000 hoch. Die Behauptung Irvings, viele zehntausend Flüchtlinge aus dem Osten seien bei den Luftangriffen ums Leben gekommen, ist nachweislich falsch. Akribisch weist Richard J. Evans, Professor für Neuere Geschichte an der Cambridge University, im Buch “Der Geschichtsfälscher. Holocaust und historische Wahrheit im David-Irving-Prozess” Irvings Geschichtslüge nach.

via vorwärts: Wie Rechtsextreme den „Mythos Dresden“ für sich nutzen

Hunderte Neonazis in Dresden erwartet

Wie seit Jahren schon wollen Neonazis aus dem In- und Ausland im Februar in Dresden demonstrieren. Die Behörden befürchten “Konfrontationen” mit Linken. Dresden steht auch dieses Jahr wieder ein Aufmarsch von mehreren hundert Neonazis aus dem In- und Ausland zum „Gedenken“ an die Bombardierung der Stadt im Februar 1945 bevor. Ein Funktionär der NPD-Nachwuchsorganisation „Junge Nationalisten“ hat für Freitag einen Aufzug mit 500 Teilnehmern in der Altstadt angemeldet. Linke Nazigegner mobilisieren für eine Gegendemonstration. Es seien „Konfrontationen“ zu erwarten, hieß es am Montag in Sicherheitskreisen. Womöglich kämen auch Neonazis nach Dresden, die sich vergangenen Sonnabend an einem Aufmarsch in Budapest beteiligten.

via tagesspiegel: Hunderte Neonazis in Dresden erwartet

Berühmte Kanzler-Ohrfeige: Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld wird 80

Ohrfeige gegen Bundeskanzler: Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld wird 80. Sie ohrfeigte einen deutschen Bundeskanzler und spürte Nazi-Verbrecher auf. Die gebürtige Berlinerin Beate Klarsfeld kämpft mit ihrem Mann Serge seit Jahrzehnten gegen das Vergessen. „War das die Klarsfeld?“ – so lautete die erste Frage von Kurt Georg Kiesinger. Der Bundeskanzler war bei einem CDU-Parteitag in Berlin von der damals 29 Jahre alten Beate Klarsfeld geohrfeigt worden. Die Deutsch-Französin wollte 1968 mit der spektakulären Aktion gegen Kiesingers Vergangenheit als Nazipropagandist protestieren. „Mein Anliegen war, dass er zurücktreten musste“, erzählt Klarsfeld über 50 Jahre später. Dieses Ziel erreichte sie nicht: Kiesinger regierte bis 1969 und wurde dann vom SPD-Politiker Willy Brandt abgelöst.
Klarsfeld wurde direkt nach dem Kanzler-Angriff, der sie weltberühmt machte, von der West-Berliner Justiz zu einem Jahr Gefängnis verurteilt – musste die Strafe aber nicht verbüßen. Die als „Nazi-Jägerin“ bekannte und vielfach ausgezeichnete Klarsfeld feiert am Mittwoch (13. Februar) im Kreis der Familie ihren 80. Geburtstag. Gemeinsam mit ihrem französischen Mann Serge machte sich die gebürtige Berlinerin das Aufdecken ungeahndeter Nazi-Verbrechen zur Lebensaufgabe. Klaus Barbie war dabei wohl ihr aufsehenerregendster Fall. Der einstige Gestapo-Chef und „Schlächter von Lyon“ war geflohen und lebte unter dem Decknamen Klaus Altmann in Bolivien. Dort spürten ihn die Klarsfelds auf.

via rp online: Berühmte Kanzler-Ohrfeige: Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld wird 80

Nazi salute pug yob brags he hasn’t paid hate crime fine and taunts cops ‘come and get me’

Markus Meechan told talkRADIO he is refusing to pay the £800 he was slapped with for posting the grossly offensive video. A man convicted of a hate crime after teaching his girlfriend’s pug to do a Nazi salute has bragged he’s still not paid the fine – and taunted police to ‘come and get me’. Markus Meechan also told talkRADIO the pet would be a ring-bearer at his wedding – and it will be dressed in a kilt. Meechan, who goes by the moniker Count Dankula, was fined £800 after breaching the Communications Act 2003 by posting the grossly offensive video. In the video, titled ‘M8 Yer dug’s a Nazi’, Meechan showed how his girlfriend’s pug dog, Buddha, would perform a Nazi salute every time he used the phrase ‘Gas the Jews’.He was supported by right-wing leader Tommy Robinson during a trial at Airdrie Sheriff Court.

via daily record: Nazi salute pug yob brags he hasn’t paid hate crime fine and taunts cops ‘come and get me’

Antisemitic Incidents Report 2018

CST has today published our 2018 Antisemitic Incidents Report, which shows that CST recorded a record high total of 1,652 antisemitic incidents in the UK last year. 2018 was the third year in a row that CST has recorded a record high incident total and means the problem of rising antisemitism in our country continues to grow. You can download a copy of CST’s 2018 Antisemitic Incidents Report. The 1,652 antisemitic incidents CST recorded in 2018 represent a 16 per cent rise from the 1,420 incidents recorded in 2017. These 1,652 incidents were spread throughout the year, with over 100 incidents recorded in every month for the first time in any calendar year; indicating that a general atmosphere of intolerance and prejudice is sustaining the high incident totals, rather than a one-off specific ‘trigger’ event. In addition to more general background factors, the highest monthly totals in 2018 came when the problem of antisemitism in the Labour Party was the subject of intense discussion and activity, or when violence surged temporarily on the border between Israel and Gaza; suggesting that these events, and reactions to them, also played a role in 2018’s record total.
The highest monthly totals in 2018 came in May, with 182 incidents; April, with 151 incidents; August, with 150 incidents; and September, with 148 incidents. It is likely that these higher monthly totals were partly caused by reactions to political events in the UK and overseas, involving the Labour Party and violence on the border of Israel and Gaza, during those months.
Broken Jewish gravestones, Manchester, June 2018 CST recorded 148 antisemitic incidents in 2018 that were examples of, or took place in the immediate context of, arguments over alleged antisemitism in the Labour Party. Of these 148 incidents, 49 occurred in August, 16 in September and 15 in April. These were all months in which allegations of antisemitism in the Labour Party attracted significant media and political attention. Also in April and May, several Palestinians were killed and many injured in violence connected to protests at the border between Israel and Gaza. CST recorded 173 antisemitic incidents in 2018 that showed anti-Israel motivation alongside antisemitism, of which 47 incidents – over a quarter – occurred in April and May. In 2018 as a whole, CST recorded 84 antisemitic incidents that showed far right motivation, and 13 that showed Islamist motivation.
The 182 incidents recorded by CST in May is the highest monthly total CST has recorded since August 2014, when Israel and Hamas last fought a sustained conflict over Gaza, and is the fourth-highest monthly total CST has ever recorded. 2018 saw an increase in the number and proportion of antisemitic incidents that used political or extremist language and imagery. Forty-five per cent of the incidents recorded by CST in 2018 involved the use of extremist language or imagery alongside antisemitism, compared to 30 per cent of incidents recorded in 2017. Not all of these incidents revealed a clear, single ideological motivation: many involved the varied and confused use of different extremist motifs, drawn from a broad reservoir of antisemitic sources. Of the 1,652 antisemitic incidents recorded during 2018, 456 involved language or imagery relating to the far right or the Nazi period; 254 involved references to Israel and the Palestinians, alongside antisemitism; and 29 involved references to Islam and Muslims. In 285 incidents, more than one type of extremist discourse was used.
Antisemitic tweet reported to CST from April 2018 CST recorded 384 antisemitic incidents that involved social media in 2018, making up 23 per cent of the overall total of 1,652 incidents. This is an increase of 54 per cent from the 249 antisemitic incidents CST recorded involving social media in 2017, which was 18 per cent of that year’s total. These numbers are indicative and understate the scale of the problem: targeted campaigns directed at individual victims often involve dozens of social media accounts sending hundreds or even thousands of tweets, images or posts within a concentrated timespan, but each campaign will be logged by CST as a single incident. Antisemitic incidents involving social media are only recorded by CST if they have been reported by either the victim or a witness; if the comment shows evidence of antisemitic content, motivation or targeting; and if the offender is based in the United Kingdom or has directly targeted a UK-based victim.

via cst: Antisemitic Incidents Report 2018

Deutsche Neonazis bei Gedenken an Waffen-SS in Budapest

Mehrere hundert deutsche Neonazis beteiligten sich am 9. Februar 2019 am faschistischen “Tag der Ehre” in Budapest. Mit Hakenkreuzen, SS-Runen und dem namensgebenden Symbol der ungarischen Pfeilkreuzler, die mit dem nationalsozialistischen Deutschland kollaborierten, bewegten sich mehrere tausend Demonstrierende durch die ungarische Hauptstadt. In Reden wurde unverhohlen gegen Juden gehetzt, der Dortmunder Neonazi Matthias Deyda beschloss seinen Wortbeitrag mit einem Zitat Adolf Hitlers. Die rechtsextremen Demonstranten, welche teils historische Uniformen der faschistischen Armeen trugen, bezogen sich auf die Schlacht um Budapest im Winter 1945. Deutsche Truppen der Wehrmacht und der Waffen-SS sowie der Ungarischen Armee hatten im Februar versucht, eine Blockade der Roten Armee zu durchbrechen. Mehrere zehntausend Soldaten starben dabei, nur einigen hundert gelang der Ausbruch. Seit 1997 gedenken Neonazis diesem Ereignis in Budapest. 2003 übernahm der ungarische Ableger des in Deutschland verbotenen Netzwerks “Blood and Honour” federführend die Organisation. Laut der Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky fand der Gedenktag durch die Regierung Viktor Orbáns den Weg in die offizielle Erinnerungspolitik und beeinflusse heute kulturpolitisch das gesamte Ungarn. In den vergangenen Jahren fanden stets mehrere Veranstaltungen, darunter auch solche der Regionalverwaltung der Regierungspartei Fidesz, teils in unmittelbarer Nähe und mit gemeinsamen Teilnehmern statt.
Die diesjährigen Demonstrationen begannen mit einem gemeinsamen Aufmarsch der Neonazi-Netzwerke “Hammerskins”, “Hatvannégy Vármegye Ifjúsági Mozgalom” (“64 Gespanschaften“), “Skins4Skins” und “Blood and Honour”. Seit 2010 war diese Demonstration in der Regel durch Verbote in kleinere Ortschaften verdrängt worden. Etwa dreihundert Menschen folgten in diesem Jahr dem Aufruf zum zentral gelegenen Szell Kalman Platz und legten an einem Kriegerdenkmal im angrenzenden Park Kränze ab. Ein Vertreter des schwedischen “Nordic Resistance Movement” beschwor in seiner Rede den “ewigen, internationalen und kosmopolitischen Globalisten“ als “wahren Feind”. Dabei handelt es sich um einen klassischen antisemitischen Code, der auf den Nazi-Jargon vom “ewigen Juden“ und dem “internationalen Judentum“ anspielt. Der Dortmunder “Die Rechte”-Aktivist Matthias Deyda zitierte am Ende seiner Rede Adolf Hitler mit den Worten: “Wenn unser alter Feind und Widersacher noch einmal versuchen sollte, uns anzugreifen, dann werden die Sturmfahnen hochfliegen, und sie werden uns kennenlernen.“ (…) Aus dem europäischen Ausland beteiligten sich neben Vertretern der deutschen Kleinstpartei “Die Rechte” und dem schwedischen “Nordic Resistance Movement” der “Club 28 Serbia”, die ukrainische Vereinigung C14 sowie Rechtsextreme aus Italien und Russland. Einzelne Ordner der Veranstaltung waren der ungarischen militanten Vereinigung der “Betyarsereg” („die Geächteten“) zuzuordnen. Mit Tattoos und Kleidung drückten die Teilnehmenden insbesondere ihre Nähe zu terroristischen Organisationen wie dem militanten Arm des “Blood and Honour”-Netzwerks, “Combat 18”, aus.

via JFDA: Deutsche Neonazis bei Gedenken an Waffen-SS in Budapest

siehe dazu auch: Wie deutsche Neonazis in Ungarn der Wehrmacht huldigen. Jedes Jahr veranstalten Rechte einen „Gedenkmarsch“ für die „Schlacht um Budapest“. Es geht ums Netzwerken – verpackt als Sportevent. Neonazis aus Ungarn, Italien und auch Deutschland treffen sich seit Jahren im Februar in Ungarn. Sie gedenken mit einem „Marsch“ der „Schlacht um Budapest“ – und nutzen die Veranstaltung für ihre Propaganda Neonazis aus Ungarn, Italien und auch Deutschland treffen sich seit Jahren im Februar in Ungarn.

Deutsche Neonazis bei Gedenken an Waffen-SS in BudapestMehrere hundert deutsche Neonazis beteiligten sich am 9….

Posted by JFDA – Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus on Sunday, February 10, 2019

Wie deutsche Neonazis in Ungarn der Wehrmacht huldigen

Jedes Jahr veranstalten Rechte einen „Gedenkmarsch“ für die „Schlacht um Budapest“. Es geht ums Netzwerken – verpackt als Sportevent. Neonazis aus Ungarn, Italien und auch Deutschland treffen sich seit Jahren im Februar in Ungarn. Sie gedenken mit einem „Marsch“ der „Schlacht um Budapest“ – und nutzen die Veranstaltung für ihre Propaganda Neonazis aus Ungarn, Italien und auch Deutschland treffen sich seit Jahren im Februar in Ungarn. Sie gedenken mit einem „Marsch“ der „Schlacht um Budapest“ – und nutzen die Veranstaltung für ihre Propaganda Es waren weniger als zwei Monate, von Ende April bis Mitte Juni 1944, in denen die deutschen Besatzer mit Hilfe der ungarischen Gendarmerie fast eine halbe Million Juden aus Ungarn in das Vernichtungslager Auschwitz deportierten. Männer und Frauen, Alte und Kinder, selbst schwer Kranke pferchten die Truppen in Viehwagons, organisiert von einem Stab rund um SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Schwache und Frauen mit kleinen Kindern vergasten die Deutschen sofort, nur wenige Menschen überlebten am Ende den Massenmord. Doch davon erwähnen die Veranstalter des „Ausbruch60“ nichts. Warum sollten sie auch? Sie sind selbst Rechtsextremisten, huldigen seit Jahren mit einem „Tag der Ehre“ und einem als Wehrsportübung verpackten „Gedenkmarsch“ der Wehrmacht und der Armee der ungarischen Regierung, die während des Zweiten Weltkriegs ein Alliierter der Nationalsozialisten war. So auch an diesem Februarwochenende. Wie in der Vergangenheit werden vermutlich etliche Neonazis aus Osteuropa, Italien und Schweden nach Ungarn reisen. Dutzende allein aus Deutschland. Doch bisher hat dieses große Treffen der Neonazi-Szene hier kaum jemand auf dem Schirm. Im Winter 1944/1945 belagerte die sowjetische Armee Budapest. Tausende Soldaten waren eingekesselt. Mitte Februar 1945 beschloss ein SS-General einen Ausbruchsversuch mit rund 40.000 deutschen und ungarischen Truppen. Nur 700 sollen überlebt haben. (….) Vor allem für die deutsche Neonazi-Szene ist das Gedenken an die Wehrmacht interessant. Unter den deutschen Rechten, die nach Ungarn pilgern, sind laut Teilnehmerliste etwa ein rechtsextremer Hooligans aus Dortmund, ein Chemnitzer Neonazi, Mitglieder von Kameradschaften, der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ und der NPD. In der rechten Zeitschrift „N.S. heute“ heißt es 2018, dass auch Netzwerke wie „Hammerskins“, das „Nordic Resistance Movement“ und die in Deutschland verbotene Organisationen wie „Blood&Honour“ Anhänger zum „Gedenkmarsch“ schickten.

via morgenpost: Wie deutsche Neonazis in Ungarn der Wehrmacht huldigen