Appalling images from neo-Nazi C14 attack on Kyiv Roma camp force police to retract denial

Video footage and witness accounts of the violent dispersal of a Roma camp on Lysa Hora by neo-Nazi C14 thugs emerged on 25 April which were in stark contrast to the version of events presented by the Head of the Kyiv Police, Andriy Kryshchenko. By evening on 25 April, the police finally announced that a criminal investigation had been initiated after days of implausible denial. The events have elicited strong, and sometimes worrying, reactions on social media. It may be arguable whether a Roma camp should be allowed to exist on the territory of a nature reserve, but it was indisputably not the prerogative of a band of neo-Nazi C14 ‘activists’ to have dispersed it and set fire to the families’ tents. The video posted by LB.ua shows whole families running in terror from young men, many in masks, hurling stones and spraying gas canisters in the direction where families with some very small children were trying to take shelter. One Roma man tries to hold a thin branch in defence, but clearly understands that he is outnumbered and also moves away. Shouts can be heard for the police to help, and one witness told LB.ua that the police had been called. Amnesty International Ukraine has also cited activists who were told that at least one of the Roma waited for the police patrol to arrive. “While the Roma took cover near the garages not far away, the police officers went up to their camp and found the tents on fire. Returning to the Roma, they told them that everything was ablaze and advised them to leave Kyiv as quickly as possible”. Journalist Yevhen Savateyev is one of several members of the Youth for Peace movement who have been visiting Roma camps for several years, seemingly both in Kyiv and in Transcarpathia. He explains that the volunteers run festive events for the children, teach them to read and write and play football with them. They have also run summer camps where the Roma children live together with other Ukrainian kids. There were around 15 makeshift tent-huts on Lysa Hora.. Savaleyev reports that a few days before the events, people who said that they were from the district administration appeared and checked that they had railway tickets home.  The father of one of the families has told him that on the day that the camp was set alight, they had gone to the railway station. He says that he was phoned by a man from the administration who told him that they could return and continue to live on Lysa Hora, When they came back, however, they were met by the ‘nationalists’, as they call themselves, who, he says, were armed with knives, stones, gas canisters and a pistol.  As reported, the effective pogrom and burning of the camp took place on 20-21 April, with C14 activist Serhiy Mazur describing it in detail on his Facebook page. While Mazur kept talking about action “within the framework of the law”, etc., he also spoke of the camp residents having been issued with an ‘ultimatum’, and warned that there would be a different approach if they didn’t comply.
This effective vigilante action by a new-Nazi group made the reaction from police management over the next four days extremely worrying.  Even on 25 April, the Head of the Kyiv Police still repeated earlier police claims that they had not received any complaints of violence or beatings. It was quite possible that the families who were driven out decided not to make a formal complaint (whether out of fear, or because they saw no point), but the police had received calls for help and must have been aware what was happening.

via khpg: Appalling images from neo-Nazi C14 attack on Kyiv Roma camp force police to retract denial

Europa brennt – Brandanschläge und #Hasskriminalität gegen #Roma und #Romnja in #Europa – #schauhin #kaltland

Ein wütender Pöbel. Häuser, die in Flammen stehen. Roma, die um ihr Leben laufen. Das sind Bilder, die wir mit Gräueltaten der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren verbinden. Heute finden wir sie in Videos auf Youtube und Facebook. In vielen Ländern Europas zählen Hasskriminalität und Brandanschläge auf Roma zum Alltag. Die Brandstifter schreien, die Roma schreien, nur die Behörden schweigen. Und die „Zigeunersiedlungen“ Europas stehen wieder einmal in Flammen.Bereits letztes Jahr haben wir darüber berichtet, wie in Italien drei Roma-Mädchen im Alter von vier, acht und 20 Jahren bei einem Brandanschlag auf den Wohnwagen ihrer Familie ums Leben kamen. Meldungen über Attacken und Hasskriminalität gegen Roma und Romnja erreichen uns immer wieder. In einer europäischen Wertegemeinschaft, in der Menschenrechte groß geschrieben werden, sollten Szenen wie diese längst überholt und unvorstellbar sein. Und dennoch werden wir regelmäßig Zeugen von rassistisch motivierter Gewalt und Hasskriminalität. Vor allem vor dem Hintergrund des Gedenkjahres und über 70 Jahre nach dem Völkermord an Roma/Romnja und Sinti/Sintize wollen wir vor rassistischen Anschlägen und Hasskriminalität mahnen – und dem Potential dieser Gewalt die dazu führen könnte, dass sich die Geschichte wiederholt. Es i st erschreckend, dass Roma und Romnja in immer mehr europäischen Ländern nicht vor offener Hetze sicher sind und Menschen aus unserer Minderheit durch rassistische Attacken ihr Leben lassen müssen. Auch die Polizei und örtliche Behörden gehen der Hasskriminalität oftmals nicht nach und kümmern sich nicht angemessen um die rechtliche Verfolgung der Täter. In manchen Fällen sind Uniformierte sogar Zeugen oder Mittäter und greifen nicht zum Schutz der Betroffenen ein. Hasskrimininalität gegen Roma und Romnja wird in vielen Fällen nicht zur Anzeige gebracht oder von den Behörden nicht als rassistisch motivierter Gewaltakt registriert. Im Jahre 2016 haben beispielsweise nur fünf der 57 OSZE-Staaten über Fälle von Hasskriminalität gegen Roma berichtet, was im großen Gegensatz zu den Erfahrungen der Zivilgesellschaft steht. Und nur wenige Vorfälle von Mob-Gewalt gegen Roma und Romnja erhalten internationale oder mediale Aufmerksamkeit. Sind wir Roma nach hunderten von Jahren etwa wieder vogelfrei?  Linz, Österreich, Februar – März 2016: innerhalb von zwei Wochen werden die Zelte obdachloser, armutsbetroffener rumänischer StaatsbürgerInnen in Brand gesteckt. Ca. 50 Personen, darunter auch Kinder sind vom Brandanschlag betroffen. Die Täter konnten nicht ausgeforscht werden. Loshchynivka, Ukraine, August 2016: Nachdem ein 21-jähriger Rom mit dem Verdacht des Mordes an einem neunjährigen Mädchen verhaftet wurde, versammelte sich ein Mob von 300 Personen vor Wohnhäusern von Roma-Familien in der Ortschaft. Die Roma waren geflüchtet, die Lichter brannten noch in den Häusern, als der wütende Pöbel die Fenster mit Steinen und Brandflaschen einschlug. Erschreckend ist, dass uniformierte Polizisten anstatt den Flüchtenden Hilfe zu leisten, dabei zusahen, wie die Tat verübt wurde. Viktor Paskalov, Bürgermeister der Ortschaft im Bezirk Odessa, traf sich am folgenden Tag mit 200 Bürgern, die die Aussiedlung aller dort lebenden Roma und Romnja forderten. Gheorgheni, Rumänien, März 2017: Nachdem Menschen aus der Zivilbevölkerung die Namen zweier minderjähriger Roma veröffentlicht hatten, die mutmaßlich an einem Diebstahl mitgewirkt haben sollen, wurden die Häuser mehrerer Roma-Familien in einem Vorort der rumänischen Stadt Gheorgheni im Bezirk Harghita in Brand gesetzt. Die Polizei hatte die Identität der mutmaßlichen Diebe nicht verifiziert, trotzdem wurde die gesamte Minderheit pauschal für vermeintlich kriminelle Handlungen Einzelner verantwortlich gemacht und Selbstjustiz seitens rechtsextremer Gruppierungen verübt. Augenzeugen zufolge hätten die Täter antiziganistische Parolen geschrien, die Roma und Romnja zunächst aus fünf Gebäuden herausgezerrt und verprügelt, bevor sie ihre Wohnhäuser in Brand steckten. Bürgermeister Zoltán Nagy reagierte mit den Worten, er würde die „unerfreuliche Tat bedauern“ und bezeichnete den Diebstahl als letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hätte. Die Brandlegung sei eine Folge der Diebstähle und der Bettelei von Roma in der Region gewesen. Menidi, Griechenland, Juni 2017: Der tragische Tod eines 11-jährigen Jungen, der Medienberichten zufolge einem Irrläufer aus der Waffe eines Rom zu verschulden sei, war der Auslöser für einen dreitägigen Aufmarsch gegen Roma in einer Vorstadt von Athen. Im Tumult wurden Brandbomben in Häuser von Roma-Familien geworfen, die pauschal für die Tat verantwortlich gemacht wurden. Die Polizei reagierte mit Tränengas, um den Mob zurückzudrängen. Bereits in den Jahren zuvor waren Roma Opfer von solchen Attacken gewesen, allerdings nie in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Athen. Auf einem Video kann man beobachten, wie die rechtsextremen Gruppierungen beim Aufmarschieren Parolen wie „Zigeuner! Schweine! Mörder!“ riefen. Ein Europa der Grundrechte? Rassistische Attacken, Hasskriminalität und Brandanschläge wie diese haben in einem Europa des 21. Jahrhunderts nichts zu suchen. Das European Roma Rights Center, Roma Organisationen in ganz Europa und auch Romano Centro, verurteilen diese Vorfälle aufs schärfste und rufen die zuständigen Behörden dazu auf, gegen rassistisch motivierte Gewalt entsprechend vorzugehen.

via zentralrat. sinti und roma: Europa brennt – Brandanschläge und Hasskriminalität gegen Roma und Romnja in Europa

Halya Coynash: Ukrainian neo-Nazi burns down Roma camp, forces them to flee

A prominent activist from the far-right C14 organization has boasted on his Facebook page about an operation which resulted in Roma families fleeing their camp on Lysa Hora in Kyiv. Despite the fairly unveiled hints in Serhiy Mazur’s two Facebook posts, as well as clear signs that the Roma fled without taking children’s clothing, etc., the police appear to see no need to take action and merely state that they have received no complaints. It is also alarming how many Ukrainian media outlets, (such as TSN, Channel 5) have simply reported this ‘raid’ effectively in Mazur’s words, without considering what threats must have been used to ‘persuade’ around 15 families to leave their makeshift homes in such haste.

via kyivpost: Halya Coynash: Ukrainian neo-Nazi burns down Roma camp, forces them to flee

Norway ready to sponsor Czech monument to Roma Holocaust

Ambassador of Norway Siri Ellen Sletner confirmed on Monday at the site of the Lety war-time concentration camp for the Roma that Norway wants to contribute with one million euros to the construction of the memorial to the Roma Holocaust in the place where a pig farm was located. The Roma Culture Museum (MRK) has opened an information centre in Lety which commemorates the Roma genocide in Bohemia, MRK spokeswoman Kristina Kohoutova told journalists on Monday. From August 1942 to May 1943, a total of 1308 Roma people gradually stayed in the Lety camp, where 327 of them died and over 500 ended up in Auschwitz. In 1973, a large pig farm was built on the site of the former camp. Last year, the Czech state bought the farm from its operator Agpi, which handed the premises to the representatives of the state in early April. The pig farm is to be pulled down this year and a Roma Holocaust memorial will be built there instead. In early April, the complex was passed to the MRK representatives. The state purchased the farm for 450 million crowns. Agpi will receive the money in three installments, but 80 percent of the sum was already paid. The pig farm will be demolished for about 110 million crowns. The government is negotiating on the support for the construction of the memorial from the Norway Funds amounting to one million euros. Sletner told the MRK and Culture Ministry that Norway would sponsor the project.

via prague monitor: Norway ready to sponsor Czech monument to Roma Holocaust

8. April: „Djelem, Djelem“ goes Flamenco – #RomaDay #OpreRoma

„Djelem, Djelem“ („Gelem, gelem“) ist die Hymne der Roma-Bewegung, die – wie die blau-grüne Flagge und die Dach­be­zeich­nung Roma – beim ers­ten Roma-Welt­kongress am 8. April 1971 in London fest­gelegt wur­de. Der Lied­text, ver­fasst von Jarko Jovanović nach einer tra­d­itio­nel­len Me­lo­die, er­zählt von der Ver­folgung der euro­päi­schen Roma wäh­rend des Zwe­iten Welt­kriegs. Zum heutigen Internationalen Roma-Tag hier eine Flamenco-Version der Hymne, vorgetragen von Pedro El Granaíno und El Perla bei einem Festakt zum Roma-Tag 2015 im katalanischen Parlament in Barcelona. Opre Roma!

via dRomaBlog: 8. April: „Djelem, Djelem“ goes Flamenco

»Nur weil jemand arm ist, ist er nicht rechtlos«

Bei der Räumung eines Roma-Camps in Düsseldorf wurde auch das Eigentum der Bewohner vernichtet. Am Dienstag wurde ein Roma-Camp, das sich auf einem Gelände der Deutschen Bahn AG hinter dem Amtsgericht in Düsseldorf befand, von Mitarbeitern der DB unerwartet geräumt. Das Düsseldorfer Straßenmagazin Fiftyfifty hat die acht Menschen, die dort lebten, betreut. Wo sind sie nun untergekommen? Die erste Nacht haben sie im Hauptbahnhof verbracht. Sie hatten weder Schlafsäcke noch Isomatten oder warme Kleidung. Am nächsten Morgen kamen sie zu unserer Beratungsstelle und erzählten, dass ihr Camp vollständig zerstört wurde, dass ein Bagger die gesamte Fläche dem Erdboden gleichgemacht hat. Wir konnten es zunächst nicht fassen – die Menschen haben damit tatsächlich alles verloren. Noch im vergangenen Jahr hatte die DB Immobilien versichert, die Menschen auf dem Gelände dulden zu wollen. Woher kam nun der Sinneswandel? Die Stadt Düsseldorf hat die Deutsche Bahn aufgefordert, das Camp zu räumen. Da das Gelände der DB gehört, kann die Stadt nicht eigenmächtig handeln. Bereits im vergangenen Herbst hatte die DB uns gegenüber angekündigt, das Camp räumen zu lassen. Damals konnten wir sie überzeugen, dass die Menschen keine andere Perspektive haben und der Witterung im Winter völlig schutzlos ausgeliefert sind. Der Stadt Düsseldorf war das Camp jedoch immer ein Dorn im Auge, und ein Mitarbeiter muss ein besonders perfides Interesse haben, dass es wegkommt. Als Argument mussten Beschwerden von Anwohnern herhalten – das Camp befand sich jedoch an den Bahngleisen im Industriegebiet, war von außen nicht einsehbar, und man musste schon wissen, wo es ist, damit man es findet. (…) Und was ist aus den Habseligkeiten der Betroffenen geworden? Alles ist in Containern vermüllt worden. Ein Bewohner kam am Morgen der Räumung ins Camp, weil er sein Fahrrad holen wollte. Er bemerkte die Räumung und wollte zumindest einen Teil seiner Sachen retten. Das wurde ihm jedoch verboten. Am schlimmsten fanden es die Bewohner, dass die neu eingekauften Lebensmittel im Wert von 50 Euro sowie die Gaskocher verschrottet wurden. Ihnen wurde damit die Überlebensgrundlage genommen. Außerdem hatten sie aus dem Erlös des Fiftyfifty-Verkaufs Ostergeschenke für ihre Kinder in Rumänien erstanden, die sie verschicken wollten. Die Kinder warten jetzt vergeblich auf ihr Osterpäckchen. Was sollte für die Betroffenen getan werden? Die Bewohner werden einen Strafantrag gegen die DB wegen Sachbeschädigung stellen. Nur weil jemand arm ist, ist er nicht rechtlos. Unser Anwalt Jasper Prigge wird uns dabei juristisch zur Seite stehen.

via jw: »Nur weil jemand arm ist, ist er nicht rechtlos«

Anstieg rechtsextremer Vorfälle: Oft werden #Roma diskriminiert – #schauhin #kaltland

Im Bezirk ist die Zahl extrem rechter und diskriminierender Vorfälle von 68 im Jahr 2016 auf 107 im vergangenen Jahr gestiegen. Berlinweit werden solche Vorfälle von Registern erfasst, die von unterschiedlichen Trägern in den Bezirken organisiert werden. (…) Besonders häufig seien Roma im Bezirk Opfer rassistischen Verhaltens, sagt Johanna Herzog von der Koordinierungsstelle des Reinickendorfer Registers. So habe sich der Mitarbeiter eines Elektronikmarktes geweigert, einer Roma-Familie einen Fernseher zu verkaufen. Begründung: Die Familie könne kein Deutsch, weswegen auch kein Vertrag unterschrieben werden könne. Dabei sei die Familie extra für eine Übersetzung in Begleitung eines Sozialarbeiters gewesen. Die Hälfte der körperlich Attackierten sind Frauen Der größte Teil der Vorfälle betrifft Propaganda. Allerdings wurden auch zehn Angriffe auf Menschen registriert, was dem bisherigen Niveau entspricht (2016: 12 Angriffe, 2015: 9 Angriffe). Die meisten Angriffe waren rassistisch motiviert, allerdings gab es auch jeweils einen schwulen- und einen transfeindlichen Angriff. Ein gehörloser Mann wurde offenbar wegen seiner Behinderung attackiert. In 50 Prozent der Fälle waren Frauen die Opfer von Attacken. Einmal wurde einer muslimischen Frau das Kopftuch herunter gerissen.

via berliner wochen: Anstieg rechtsextremer Vorfälle: Oft werden Roma diskriminiert

Italian Police Tell Roma: Leave now or we will take away your kids

Five Romani families have been forced to abandon their homes in Beinasco, Italy after police officers threatened to take away their children if they did not leave immediately. Many of the Roma are now living in caravans and campervans on the streets, in unseasonably cold weather with small children and people with medical conditions. The Roma were living on a formal site known as “Borgaretto”, which was established after the municipality kicked them off a site which the Roma legally owned in order to build a public road in 2008. The families on the site were issued with an eviction notice on 20th December 2017 for “not respecting the regulations in force in the camp” according to the mayor, who refuses to explain what this means and has declined to respond to requests for comment. The lawyer in contact with the ERRC, Gianluca Vitale, had been negotiating with authorities to try and secure the families alternative accommodation as is legally required in cases of forced eviction. The authorities agreed to halt the eviction until the 5th March due to the harsh weather conditions. However on Sunday 4th March, Carabinieri visited the camp and told the inhabitants that if they did not leave, they would return with social services and take their children into state care. All of the families had left the camp by the end of the next day, apart from one elderly woman, who was driven away by police on Wednesday morning when the bulldozers arrived to demolish their homes.

via errc: Italian Police Tell Roma: Leave now or we will take away your kids

Junge SVP sorgt mit «Zigeuner»-Motiv für rote Köpfe

Die Jungpartei zeigt auf einem Wahlplakat Fahrende umgeben von Müllbergen. Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) findet das «unterste Schublade». Die Juso prüft rechtlich Schritte. Die Bewohner von Wileroltigen wehrten sich vehement gegen einen Transitplatz für Fahrende. Daran knüpft die JSVP im Wahlkampf an. Ein Mann in Sennentracht hält sich die Nase zu. Er steht vor einem Abfallberg, dahinter ist eine Wohnwagen-Siedlung zu sehen und ein dunkelhäutiger Mann, der im Gebüsch sein Geschäft verrichtet. Die Botschaft ist klar: Fahrende sind unerwünscht. Sie machen Dreck. Und sie stinken.
Die Szene ist auf einem Plakat der JSVP des Kantons Bern zu sehen, das die Jungpartei auf Facebook veröffentlicht hat (siehe Bildbox). Sie geht damit auf Stimmenfang für die Wahlen in den Grossen Rat. «Wir sagen Nein zu Transitplätzen für ausländische Zigeuner», so der Slogan. Adrian Spahr, Co-Präsident der jungen SVP im Kanton Bern, findet das Plakat «überspitzt». Das sei aber bewusst so: «Wir spielen mit diesen Motiven, mit dem Abfall und den Fäkalien», sagt er. Es gehe aber darum, auf Probleme hinzuweisen. «Ich und viele andere in der Region Bern haben in den vergangenen Jahren sehr negative Erfahrungen mit Zigeunern gemacht», sagt er. Der Dreck, den die Gruppen teilweise hinterlassen hätten, sei unzumutbar. «Wir kämpfen dagegen, dass unter diesen Umständen Transitplätze errichtet werden sollen.» Im Fokus der Kritik stünden dabei ausländische Fahrende und weniger etwa die in der Schweiz anerkannte Minderheit der Jenischen. Ziel: Neuhaus’ Strategie vereiteln Das Motiv des Wahlplakates kommt nicht von ungefähr. Im vergangenen Jahr sorgte die Fahrenden-Thematik im Kanton Bern für hitzige Debatten. Im Zentrum stand das 360-Seelen-Dorf Wileroltigen, dessen Bewohner sich vehement gegen die Pläne von Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) wehrten, dort die Errichtung eines Transitplatzes zu prüfen. Es kam zu verbalen Verunglimpfungen und rassistischen Kommentaren. Rechtsnationale Gruppierungen wollten an einem von der Gemeinde organisierten Infoanlass aufmarschieren, worauf der Wileroltiger Gemeinderat den Anlass absagte. Später planten linke und linksautonome Gruppierungen eine Demo gegen Anti-Ziganismus.

via derbund:Junge SVP sorgt mit «Zigeuner»-Motiv für rote Köpfe

NaturFreunde gedenken Rukeli Trollmann – #remember

Am Freitag, 9. Februar 2018 werden die NaturFreunde Berlin mit Unterstützung der VVN-BdA, des AK Marginalisierte-gestern und heute, des Jugend- Kultur und Kommunikationszentrums Wasserturm, der Stadtteil Ini: Wem gehört Kreuzberg, KIEZ AKTIV: Bockbrauerei, dem Franz Künstler Verein e.V. Berlin und der Querkopf-Mitmachzeitung dem von den Faschisten ermordeten Boxer Rukeli Trollmann gedenken. Uu 16:00 Uhr treffen sich alle Interessieren zum Gedenken anlässlich des 74. Todestages im 110. Geburtsjahr des am 27.12.1907 geborenen Boxer Rukeli Trollmann am Stolperstein von Rukeli Trollmann, Fidicinstrasse 2, 10965 Kreuzberg (U-Bahn Platz der Luftbrücke) Anschließend findet um 17:30 Uhr ein Gespräch mit Film im Beisein der Tochter von Rukeli Trollmann, Rita Vove Trollmann, statt. Die Veranstaltung findet statt: Im Wasserturm Kopischstrasse, Kopischstraße 7, 10965 Berlin. Die Veranstaltung wird von Rita Vove Trollmann eröffnet. Nach einigen Cello-Stücken werden Dr. B. Bremberger (Trollmann in den Mühlen der Zwangssterlisation), M. Krauss, Sport-Journalist (Trollmann der Boxer), Kiez Aktiv, Bockbrauerei (Vergnügungsviertel und NS-Geschichte des Areals) und der Ak Marginalisierte (Soziale Ausgrenzung Kontinuitäten und Brüche) verschiedene Themenfelder inhaltlich beleuchten und die Ausgrenzung und Verfolgung von Roma und Sinti durch die deutschen Faschisten darstellen. Die Moderation wird durch die NaturFreunde Berlin-Kreuzberg stattfinden. Rukeli Trollmann: Am 9. Juni 1933 wurde Rukeli Trollmann in der Bockbrauerei in Berlin-Kreuzberg nach heftigen Protesten des Publikums über die Wertung auf Unentschieden durch das von NS-Sportfunktionären beeinflusste Kampfgericht zum deutschen Meister im Halbschwergewicht erklärt. Die Aberkennung folgte Tage später mit der Begründung „zigeunerhaften und undeutschen“ Boxens. Trollmann verlor seine Profilizenz und schlug sich fortan mit Gelegenheitsjobs und als Rummel-Boxer durch. Mit der Nummer 668 wurde er im Register des Erbgesundheitsgerichtes geführt. Seine Einlassungen vor Gericht wurden gegen ihn gewendet und zur Verfestigung der Diagnose „angeborener Schwachsinn“ verwandt.

via naturfreunde: NaturFreunde gedenken Rukeli Trollmann