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No human race is superior; no religious faith is inferior. All collective judgments are wrong. Only racists make them
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Broilers bringen ihre Fans zur Raserei

Große Geste: Die Band holt Wegbegleiter aus der Punkrock-Szene auf die Bühne und lässt es krachen. Es ist genau zur Hälfte des Konzertes, als die Broilers einmal mehr den Beweis erbringen, dass sie eigentlich viel zu erfolgreich daherkommen für eine Band, wie sie es sind.  (…) Und dann, auf einmal, bitten die Broilers all jene auf die Bühne, die sie aus Kneipen und Proberäumen und von Konzerten in stinkigen Clubs kennen. Aus Gefilden also, die Schmutz, Dreck, Schimmel und Asbach-Cola näher sind als dem Namenszusatz „Arena“ oder „Dome“. Und mit den Mitgliedern von 4 Promille, Massendefekt, Kopfecho und Cashbar Club, die seit Jahren die Düsseldorfer Punkrockszene aufmischen und mit den Broilers mitunter lange befreundet, aber in Sachen Erfolg eben noch (lange) nicht beim Konzerthallen-Gütesiegel „Ü 10 000“ angelangt sind, kloppen sie sich durch den Ramones-Klassiker „Blitzkrieg Bop“. Ein Stück wie eine zum Song gewordene Metapher: „Blitzkrieg Bop“ trat 1976 den Punk los. „Blitzkrieg Bop“ war das erste Stück, das die Broilers in den frühen Tagen als Zwei-Mann-Band beim Platzkonzert auf der Wiese in Hellerhof durchhechelten. Und jetzt ist es ein Geschenk für all die Wegbegleiter, die sie trotz ihres eigenen Erfolges nie vergessen haben. Von denen sie sich früher selber vieles abgeschaut haben. Und ohne die es die Broilers von heute vielleicht gar nicht geben würde. Es ist eine Geste, zu der Rockstars eigentlich nicht fähig sind in ihrer Selbstverliebtheit. Es ist eine größere Geste, als es jedes Schweinerock-Solo und jedes Paar Breitbein-Beine jemals sein könnte. Es ist eine zutiefst ehrliche und liebenswerte Geste.

via wz: Broilers bringen ihre Fans zur Raserei

Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung

Während die anlasslose Überwachung aller Bürger immer weiter voranschreitet, löst ausgerechnet die vom Zentrum für politische Schönheit behauptete Überwachung von Deutschlands bekanntestem Rechtsradikalen Proteststürme aus. Hier hängt etwas gewaltig schief. Ein Kommentar. Die Aktionen des Zentrums für politische Schönheit (ZPS) provozieren, sie testen Grenzen aus, wollen verstören. So setzte das Künstlerkollektiv am vergangenen Mittwoch dem rechtsradikalen Politiker Björn Höcke ein kleines Holocaust-Mahnmal vor sein Wohnhaus und behauptete gleichzeitig, es habe private Informationen über den AfD-Mann gesammelt und werde diese auch veröffentlichen. In einem Video der Aktionskünstler sind sehr kurz verschwommene Aufnahmen zu sehen, auf denen Höcke erkennbar ist. Das Künstlerkollektiv ruft in diesem Video außerdem dazu auf, den AfD-Politiker mit einem „Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutz“ zu beobachten. Inszeniert ist dieser Teil des Films mit Menschen in Trenchcoats. Und Schauspielern, die Überwachungsspielzeug und Kameras mit großen Teleobjektiven vor Höckes Haus in der Hand halten. Dieser behauptete Eingriff in die Privatsphäre des Rechtsradikalen macht die Aktion des Zentrums schwer erträglich. Während das Aufstellen des Denkmals selbst für breite Sympathie sorgte, regten sich hinsichtlich der Überwachungskomponente zahlreiche kritische Stimmen. Hätten sie das doch weggelassen! Vielleicht ist es aber gerade dieser Teil der Aktion, welcher den sehr gelungenen Denkmal-Streich mit der nötigen Unverdaulichkeit garniert. Kunst hat nicht die Aufgabe, gefällig zu sein, sondern kann die Komplexität der Gesellschaft darstellen. Die Monstrosität von Überwachung Die Aktionskünstler verbinden ihre Überwachung mit einer Kritik am Verfassungsschutz und dessen Rolle bei Aufbau und Existenz der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Unter diesen Vorzeichen drückt die behauptete Überwachung des Zentrums künstlerisch Kritik am Versagen staatlicher Institutionen bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus aus. Deswegen sagen sie ja, dass sie Höcke überwachen. Dass sie ihn überwachen müssen. Durch das Mittel der Überwachung spielt das Zentrum mit einer massiven und nicht hinnehmbaren Grenzüberschreitung. Es versucht damit, die Monstrosität von Überwachung zu zeigen, so wie nur Kunst das kann. Es illustriert, was Überwachung bei Menschen auslösen kann. Wie unangenehm und befremdlich Überwachung eigentlich ist. Und wie illegitim. Dieser Aspekt hätte noch stärker sein können.
Ausgerechnet bei Höcke – Dennoch legt die Kunstaktion auf wunderbare Weise offen, wie groß die Unterschiede in der Wahrnehmung von Individual- und Massenüberwachung sind. Als die Große Koalition unlängst entschied, bei Flüchtlingen das Auslesen von Handys und Datenträgern zum Standardinstrument zu machen, regte sich kaum jemand auf. Viele der Höcke-Freunde applaudierten. Ähnlich ist es mit der Videoüberwachung in Städten und auf Bahnhöfen im ganzen Land. Die anlasslose Aufzeichnung aller Bürger hat Zustimmungsraten mit satter Zweidrittel-Mehrheit. Überwachung als Allheilmittel verkauft sich gut – und ist in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptiert. Alle von uns geraten ständig in Funkzellenabfragen. Internationale Datenverkehre werden überwacht und aufgezeichnet. Der Staat rüstet sich mit Trojanern auf, um verschlüsselte Kommunikation zu umgehen. Unsere Flugbewegungen werden über Jahre gespeichert. Das Land rutscht kontinuierlich in den Überwachungsstaat ab. Und die permanente Datensammlung der großen Datenkonzerne Google und Facebook, die ein Tausendfaches an persönlichen Informationen über Höcke haben dürften als ein paar dahergelaufene Aktionskünstler, nimmt die überwältigende Mehrheit der Deutschen schulterzuckend hin. Aber ausgerechnet bei der Überwachung von Deutschlands bekanntestem Rechtsradikalen kommt der Aufschrei. Ein Aufschrei von ganz weit rechts bis in die Feuilletons. Von Stasi ist die Rede, von Zersetzung. Der thüringische CDU-Landtagspräsident verbrüdert sich geradezu mit dem „Posterboy der Rechten“, während Höckes Anhänger die Künstler mit Morddrohungen überziehen und dabei „Künstler sind Nazis“ schreien. Diejenigen, die gerade noch vorgegeben haben, gegen eine Zensur durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu kämpfen, jubilieren, als Youtube kurzfristig den Account der Künstlergruppe sperrte. Verlogener geht kaum.

via netzpolitik: Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung

Zum Abschied ein lautes »Merci« – Irie Révoltés feierten in Berlin das Ende ihrer Karriere

Alle noch mal die Fäuste in die Luft, ein lautes »Allez!« und ordentlich Pogo: Nach fast 18 Jahren, fünf CDs und unzähligen Liveauftritten ist die Heidelberger Band Irie Révoltés Geschichte. Am Samstag ließen die neun Musiker um die Brüder Carlito und Mal Élevé zum letzten Mal die Berliner Columbia-Halle beben, der allerletzte Akt soll ein Abschiedskonzert am 26. Dezember in Mannheim werden. Allerdings steht nicht zu befürchten, dass man nichts mehr von ihnen hören wird – Irie Révoltés waren nie nur Unterhaltungskünstler, sondern zuallererst politische Aktivisten. Ihre Songs – Mischungen aus Reggae, Ska, Dancehall, Hip-Hop, Punk, gesungen auf französisch, deutsch und englisch – drehen sich um ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer, thematisieren den nicht aufgeklärten Feuertod Oury Jallohs in einer Dessauer Polizeizelle oder kritisieren Homophobie, Kapitalismus und Ausbeutung. Die klare Botschaft lautet: Wir sind Antifaschisten – für immer. Das sind keine leeren Worte: Wenn die Bandmitglieder gerade mal nicht auf einer Bühne standen, blockierten sie Naziaufmärsche in Marzahn-Hellersdorf, stellten sich in Hamburg beim G20-Gipfel der staatlichen Übermacht entgegen oder organisierten Rollstühle für Afrika. Die Viva-con-Agua-Flagge wehte selbstverständlich über allen Irie-Révoltés-Konzerten – die Hamburger Initiative sammelt Pfandgeld, um die Versorgung mit sauberem Wasser und sanitären Anlagen in Entwicklungsländern zu unterstützen.

via nd: Zum Abschied ein lautes »Merci« – Irie Révoltés feierten in Berlin das Ende ihrer Karriere

Casablanca at 75: fascinating facts about one of the most famous films of all time

From what got censored to the film’s Canadian connection, 13 things you may not know. Of all the classic Hollywood films, it’s one of the best-known and most enduring — this week, Casablanca turns 75.  Amazingly, the people involved thought it would be just another Hollywood flick, one of hundreds the studios would release every year. But the film shot Humphrey Bogart and Ingrid Bergman to a new level of stardom and their lines in the film have been woven into the fabric of modern pop culture. So to celebrate the anniversary, we’ve gathered 13 fascinating facts, from the pricey purchase of the original play to the movie’s Canadian connection.

via cbc: Casablanca at 75: fascinating facts about one of the most famous films of all time

Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen

Die georgischen Staatsbürger (v.l.) Koba Nergadze, Kvarateskelia Zalogy, und Alexander Revazishvilli haben in einer italienischen TV-Dokumentation erklärt, zur Gruppe der Maidanschützen gehört zu haben.  Drei Georgier geben zu, unter den Maidanschützen gewesen zu sein, die auf Polizisten und Zivilisten schossen – bewaffnet und angestiftet unter anderem von einem ukrainischen Oppositionspolitiker Drei georgische Männer haben nun zugegeben, am 20. Februar 2014 in Kiew sowohl auf Polizisten als auch auf Maidankämpfer und Demonstranten geschossen zu haben oder zumindest als Augenzeugen unmittelbar bei Schützengruppen gewesen zu sein. Dies sagten sie in Interviews mit dem italienischen Journalisten Gian Micalessin von der Zeitung Il Giornale. Die entsprechende TV-Reportage mit dem Titel “Ucraina: Le verità nascoste” zeigte nun der Sender Canale 5 in seinem Magazin “Matrix”. Ziel der Schüsse sei es gewesen, so viel Chaos wie möglich zu erzeugen, erläutern die Georgier.
Damit gerät die offizielle Version der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, die Sicherheitskräfte des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch seien für das Massaker mit Dutzenden Toten verantwortlich, weiter ins Wanken. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ukrainischer Maidankämpfer zugegeben, zwei Polizisten vom Konservatorium aus erschossen zu haben (siehe Maidan: “Ich schoss ihnen ins Genick”). Auch die BBC hatte 2015 einen Maidanschützen ausfindig gemacht und anonym interviewt. Die nun geständigen Männer namens Koba Nergadze, Kvarateskelia Zalogy und Alexander Revazishvilli hätten mit weiteren angeworbenen Schützen unter anderem aus Georgien und Litauen sowohl vom Konservatorium am Maidan als auch vom Hotel Ukraina aus in die Menge geschossen. Bewaffnet wurden ihren Aussagen nach alle Schützen von militanten ukrainischen Maidan-Kommandeuren.
Die drei Männer seien von einem weiteren Georgier namens Mamuka Mamulashvili rekrutiert worden, heißt es in dem italienischen Bericht. Mamulashvili sei ein Militär des früheren georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili gewesen. Heute kämpft Mamulashvili im Donbass an der Seite rechtsradikaler ukrainischer Bataillone und befehligt dort eine Truppe, die sich “georgische Legion” nennt. Die International Business Times nennt ihn “den Soldaten, der nicht aufhören kann, Moskau zu bekämpfen”.

via tp: Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen

25. Todestag von Silvio Meier Ein freiheitsliebender Vater, getötet von einem Neonazi

Heute vor 25 Jahren starb der Hausbesetzer und Antifa-Aktivist Silvio Meier. Erstochen von einem rechtsextremen Skinhead am Westausgang des U-Bahnhofes Samariterstraße in Friedrichshain. Dort prangt eine Gedenktafel, die schon mehrmals gestohlen oder verunstaltet worden ist. „Hier wurde Silvio Meier am 21. November 1992 von Faschisten ermordet“, steht darauf. Damals war die Gegend eine Hochburg linker Hausbesetzer, ein paar U-Bahn-Stationen weiter rund um den Bahnhof Lichtenberg dominierten Skinheads und Neonazis. Immer wieder kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. An jenem Tage waren Silvio Meier und einige seiner Freunde mit einer Gruppe von rechtsradikalen Jugendlichen im U-Bahnhof aneinander geraten. Dabei wurde einem Skinhead ein Aufnäher mit der Aufschrift „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ von der Jacke abgerissen. Dann zogen Silvio Meier und seine Freunde weiter, verpassten aber laut der damaligen Ermittlungen die U-Bahn und begegneten auf dem Rückweg erneut den rechten Hooligans. Diese zogen ihre Messer. Ein damals 17-Jähriger stach auf Silvio Meier ein und tötete ihn. Meier wurde nur 27 Jahre alt und hinterließ einen damals einjährigen Sohn.
Ikone der linken Szene – Am Wochenende werden wieder Tausende Menschen aus dem linken Spektrum an der Gedenkdemonstration für Silvio Meier teilnehmen. Meier ist für sie längst zu einer Art Ikone der linken Szene geworden. Das traditionell von den Grünen regierte Bezirksamt von Friedrichshain-Kreuzberg hat den Silvio-Meier-Kult noch verstärkt, als es im Jahr 2012 die auf den U-Bahnhof zulaufende Gabelsbergerstraße in Silvio-Meier-Straße umbenannte. Und seit vergangenem Jahr vergibt das Bezirksamt nun sogar den Silvo-Meier-Preis. Am Dienstag wird er an das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ verliehen. Mit dem Preis würdigt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg alljährlich Personen oder Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren. Die Preisvergabe an diesem Dienstag wollte die AfD gerichtlich verbieten lassen. Die Klage wurde aber abgewiesen.

via berliner zeitung: 25. Todestag von Silvio Meier Ein freiheitsliebender Vater, getötet von einem Neonazi

ZDF-Produktion “Familie Braun” ausgezeichnet – International Emmy für deutsche Neonazi-Serie

Zwei Neonazis, eine Sechsjährige aus Eritrea und ein trauriger Adolf Hitler: Die deutsche Mini-Serie “Familie Braun” holt einen International Emmy. Das ZDF wiederholt die Serie am Donnerstag. Thomas Braun und Kai Stahl staunen nicht schlecht, als plötzlich die sechsjährige Lara vor der Haustür ihrer Neonazi-WG steht. Die beiden Männer machen daheim aus ihrer politischen Gesinnung keine Mördergrube, überall stehen und hängen in der der ZDF-Miniserie “Familie Braun” nationalsozialistische Devotionalien herum. Und nun wird ihr Leben um ein junges Mädchen bereichert, dessen Mutter aus Eritrea stammt und mit der Thomas einen One-Night-Stand hatte. Die kuriose Geschichte, erzählt in acht kurzen Episoden, kam nicht nur bei der deutschen Kritik an. Am Montagabend wurde sie in New York mit einem International Emmy ausgezeichnet, nachdem sie bereits zuvor mit dem Deutschen Comedypreis gewürdigt wurde.

via tagesspiegel: ZDF-Produktion “Familie Braun” ausgezeichnet International Emmy für deutsche Neonazi-Serie

siehe auch: Mediathek – Familie Braun – Die komplette Serie. Kai und Thomas sind Neonazis, Anfang 20 und wohnen gemeinsam in einer WG. Eines Tages steht Lara vor der Tür. Sie ist sechs Jahre alt, schwarz und Thomas’ Tochter; Comedy about neo-Nazis wins Emmy. The German comedy series “The Braun Family” about two neo-Nazis who suddenly have a young Black girl as roommate took home an International Emmy Monday night after the awards ceremony was held in New York. “The Braun Family,” an unlikely hit comedy by the German public broadcaster ZDF, took home an International Emmy award for the best short form mini-series after the awards were presented on Monday evening in New York. The series tells the unusual story of two neo-Nazis who are suddenly faced with the odd situation of having a new roommate: a six-year old black girl who is said to have been the result of a one-night stand that one of the men had years earlier. After her mother is deported to Eritrea, the child’s father needs to find ways to cope with the new responsibility.  “One has to fight neo-Nazis wherever one can,” the series producer, Beatrice Kramm, told the DPA news agency after the win. The series, she said, can reach more people with humor, though it faced the challenge of presenting complex characters in a series of five or six minute-long sketches. “I’m especially excited that this miniseries has been recognized by such an internationally acclaimed body, as it so bravely and unconventionally takes on the subject of right-wing extremism,” said ZDF Program Director Norbert Himmler after learning of the award.

Joe Hill ain’t never died – #remember #

On 19 November 1915 Joe Hill was executed by the State of Utah on trumped up charges. Dave Gibson reminds us of the power of Hill’s organising and songwriting skills at a time of upheaval in US politics. When Alfred Hayes wrote the words “Joe Hill Ain’t Never Died” in a poem about Joe Hill’s murder, he could never have imagined that this would still be true a century later. Paul Robeson popularised Hayes’s poem, now set to music. So did Joan Baez and Pete Seeger. Other writers have celebrated Hill’s life and exposed the injustice of his judicial murder through historical accounts, novels, plays and film. Joe Hill was born Joel Hagglund in Sweden in 1879 and emigrated to America in 1902. He worked his way across the country during the next decade, joining the Industrial Workers of the World (IWW), known as the Wobblies, in 1910 in California. The Wobblies were formed in 1905 to build “one big union” to wage the class war with the aim of destroying capitalism. They had an enormous impact in the US for the next 12 years. They led mass strikes of workers that the American Federation of Labour dismissed as unorganisable. They organised immigrant textile workers, agricultural workers, black and women workers. Many strikes were victorious, most famously the Lawrence textile strike of 1912.
In many Western towns the Wobblies led successful free speech campaigns to establish their ability to organise workers. Those campaigns involved defying city laws banning IWW street meetings. IWW campaigns were met with state violence and imprisonment. Thousands of free speech campaigners were arrested, hundreds of strikers imprisoned, and dozens killed, including John Ramy, an 18 year old Syrian in the Lawrence strike who was bayoneted to death by a soldier. Joe Hill was involved in many IWW campaigns, including the Fraser River strike in British Columbia and the free speech fight in Fresno, California, and fought alongside other Wobblies in the Mexican Revolution throughout the 1910s. He described his motivation, writing, “The working class and the employing class have nothing in common. There can be no peace, so long as hunger and want are found among millions of working people, and the few, who make up the employing class, have all the good things in life.”

via socialist review: Joe Hill ain’t never died

I dreamed I saw Joe Hill last night, Alive as you and me. Says I But Joe, you’re ten years dead. I never died said he, I never died said he.
The Copper Bosses killed you Joe, They shot you Joe says I. Takes more than guns to kill a man Says Joe I didn’t die. Says Joe I didn’t die
And standing there as big as life And smiling with his eyes Says Joe What they can never kill Went on to organize, Went on to organize
From San Diego up to Maine, In every mine and mill, Where working-men defend there rights, It’s there you find Joe Hill, It’s there you find Joe Hill
I dreamed I saw Joe Hill last night, Alive as you and me. Says I But Joe, you’re ten years dead I never died said he, I never died said he

Kampagne gegen „Silvio Meier-Preis“

Rechtspopulistische Portale und die AfD empören sich über die geplante Auszeichnung der Initiative „Aufstehen gegen Rechts“ mit dem Preis für zivilgesellschaftliches Engagement. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin vergibt in diesem Jahr zum zweiten Mal den „Silvio Meier-Preis“. Benannt ist er nach dem linken Aktivisten und Nazigegner, der am 21. November 1992 in einer U-Bahnstation im Berliner Stadtteil Friedrichshain von einem rechtsextremen Jugendlichen erstochen wurde. Zuvor hatte der damals 27-jährige Silvio Meier, der mit Freunden unterwegs war, den Neonazi-Aufnäher kritisiert, den der Jugendliche trug. Am 21. November dieses Jahres soll neben Edeltraut Pohl, die seit Jahren Geflüchtete unterstützt, auch die Initiative „Aufstehen gegen Rechts“ mit dem „Silvio Meier-Preis“ ausgezeichnet werden. Diese zivilgesellschaftliche Gruppierung, in der Gewerkschaftler/innen sowie auch Mitglieder von SPD, Linken und Grünen mitarbeiten, setzt sich für die Ächtung von Rassismus und gegen einen gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck ein. Sie organisiert beispielsweise Seminare für so genannte Stammtischkämpfer/innen. Dort werden Argumente gegen rechte Parteien und Ideologie ausgetauscht. Ziel ist es, dort zu widersprechen, wo solche Positionen vertreten werden. Zur Störung der Preisverleihung aufgerufen Seit Wochen sorgt die geplante Preisverleihung auf rechtslastigen Netzwerken für Empörung. Die islamfeindliche Internetplattform „PI-News“ und das ebenso von Rechtspopulisten betriebene Portal „Journalistenwatch“ greifen neben den Personen und Initiativen, die am 21. November ausgezeichnet werden sollen, auch den Namensgeber an. Silvio Meier wird als linker Extremist diffamiert, der selbst schuld sei, dass er bei einer Schlägerei umgekommen ist. Der rechte Hintergrund des Täters wird geleugnet. Dabei berufen sich die Autorinnen und Autoren der rechtspopulistischen Online-Plattformen unter anderem auf den Kommentator der Berliner Boulevardzeitung „B.Z.” Gunnar Schupelius, dessen Beiträge in rechten Medien schon häufig wohlwollend zitiert wurden.

via bnr: Kampagne gegen „Silvio Meier-Preis“

Scheißrassisten, Nazipack, Blut und Ehre, Wiederlich Unser’n Hass, den könnt ihr haben, unser Lachen kriegt ihr nie!