Karl M.: Anklage gegen früheren SS-Mann

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat gegen den früheren SS-Mann Karl M. aus Nordstemmen Anklage wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung Verstorbener erhoben. Das hat die Behörde mitgeteilt. Ob und wann es zu einem Prozess kommt, steht noch nicht fest, da das Landgericht Hildesheim die Anklage noch zulassen muss. Auslöser der Ermittlungen war ein Panorama-Beitrag, in dem der ehemalige SS-Mann behauptet hatte, dass der Holocaust mit sechs Millionen Toten so nicht stattgefunden habe: “So viel Juden hat es damals gar nicht gegeben”, sagte M. Im selben Interview bezeichnete er Adolf Hitler als jemanden, der “durchgegriffen” habe und dem “das mit den Juden” nur angehängt worden sei. Sechs Millionen Tote – die Zahl stimme nicht, sie sei längst widerlegt. Nach dem Panorama-Beitrag hatte es insgesamt 20 Anzeigen gegen Karl M. gegeben; auch von Amts wegen hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. (…)
Karl M. war 1944 an einem Massaker im nordfranzösischen Ort Ascq beteiligt, bei dem Soldaten der 12. SS-Panzerdivison insgesamt 86 Einwohner erschossen. Nach dem Krieg wurde er in Frankreich in Abwesenheit verurteilt – entzog sich jedoch der Bestrafung. Im Interview mit Panorama hatte Karl M. keine Reue gezeigt und die Erschießung der Menschen verteidigt, allerdings bestritten, selber geschossen zu haben. Zudem hatte Karl M. sinngemäß gesagt, die Opfer eines Massakers in Nordfrankreich seien selbst Schuld an ihrem Schicksal. In Frankreich hatten die Äußerungen Bestürzung und Empörung ausgelöst. Der Bürgermeister der Stadt Villeneuve d’Ascq, Gérard Caudron, nannte gegenüber der “Hildesheimer Allgemeinen” die Äußerungen von Karl M. “unerträglich”.

via daserste: Karl M.: Anklage gegen früheren SS-Mann

NICHTS UND NIEMAND IST VERGESSEN!

siehe auch: Former SS Soldier and Unrepentant Nazi Karl Munter Faces Trial in Germany for Holocaust Denial. Former Nazi SS war criminal Karl Munter interviewed on German TV. Photo: Screenshot. A former Nazi SS war criminal who has lived in freedom in Germany since the end of World War Two was charged on Wednesday under the country’s stringent laws against Holocaust denial and hate speech. Karl Munter — still an unrepentant Nazi at the age of 96 — is being prosecuted for remarks he made to journalists from the German network ARD, in which he claimed that the figure of six million Jews murdered in the Nazi Holocaust was an exaggeration, at the same time justifying a notorious massacre of French civilians by the SS in which Munter himself was a participant.

Slovak homeowner considers selling to Roma, so his neighbors graffiti his house and puncture his tires – #kaltland

The wave of local annoyance over the supposed sale of this property to Romani buyers in Slovakia culminated in criminal activity on Sunday, 7 July, when Maroš Hadžega found “We Don’t Want Them Here!” had been spray-painted on his house. Maroš Hadžega wants to sell the house in Polomka, Slovakia, where he lives with his family. Local residents are apparently bothered by the idea that a Romani family who came to view the property might buy it and move in. The Romani family has informed Hadžega that they are not interested in buying the property. Moreover, he says he has not yet decided to whom to sell it. The Hadžega couple decided to sell the family home through a real estate agency. “Many prospective buyers came to see the property. Most were members of the majority society, but I did not consider it a problem for a Romani family to also view it,” Hadžega told the Slovak media. According to him, the Romani family who came to see the house were “very respectable”. They arrived in an SUV. Hadžega believes some of his neighbors may have noticed that Romani people were interested in buying the house and may have wanted to prevent any Roma from moving into Polomka. “Ever since then, it has been hell for my family,” he alleges. The Hadžega family have experienced accusations, bothersome questions, bullying, defamation and verbal attacks. He says he has explained to everybody that the Romani visitors were just potential buyers, but gossip in the village means that rumor now has it that the Hadžega family is selling their home to Roma.

via romea.cz: Slovak homeowner considers selling to Roma, so his neighbors graffiti his house and puncture his tires

Salvini kündigt Zählung der Sinti und Roma an

Innenminister Matteo Salvini will die in Italien lebenden Sinti und Roma zählen lassen. Der Vizepremier und Lega-Chef kündigte ein Schreiben an die Präfekten an, um ein Bild der Zahl der Bewohner von illegalen Siedlungen, die geschlossen werden sollen, zu bekommen. Ziel sei die „Rückkehr zur Legalität“, sagte Salvini am Freitag. Rund 180.000 Roma und Sinti leben in Italien, 26.000 davon in Barackensiedlungen. Der rechtspopulistische italienische Innenminister hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr mit der Forderung nach einer Zählung der Roma-Minderheit für Kritik gesorgt. Der Chef der ausländerfeindlichen Lega hatte sich außerdem für eine Ausweisung von Ausländern ohne gültigen Aufenthaltsstatus ausgesprochen. Roma mit italienischer Staatsangehörigkeit müsse das Land „leider behalten“, hatte er hinzugefügt.

via stol.it: Salvini kündigt Zählung der Sinti und Roma an

your #choice – your #vote. #Europawahl2019 #gehwählen #climateVote

Dies ist ein offener Brief. Ein Statement. Von einem großen Teil der Youtuber-Szene. Am Wochenende sind die EU-Wahlen und es ist wichtig wählen zu gehen. Aber es ist genauso wichtig, eine rationale Entscheidung bei der Wahl zu treffen, die im Einklang mit Logik und Wissenschaft steht. Wer diesen Konsens leugnet, so wie die AfD, oder nicht danach handelt, wie die aktuelle Regierung, hat nichts in der Führung eines aufgeklärten Landes zu suchen. Vielleicht ist Unwissenheit der Grund für dieses Fehlverhalten, vielleicht haben sie nicht die Stärke oder den Anstand, Wissenschaft und Realität über das Geld und den Einfluss der Großkonzerne und Lobbys zu stellen. In jedem Fall müssen wir dafür sorgen, dass Parteien einen Anreiz haben, im Sinne der Wissenschaft zu handeln. Und der offensichtliche Anreiz, den wir schaffen können, ist, dass sie bei den Wahlen Stimmen verlieren. Denn nur dann hätten sie einen Grund, ihr Verhalten zu verändern. Daher bitten wir alle: Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD. Wählt auch keine andere Partei, die so wenig im Sinne von Logik und der Wissenschaft handelt und nach dem wissenschaftlichen Konsens mit ihrem Kurs unsere Zukunft zerstört. Und wählt schon gar nicht die AfD, die diesen Konsens sogar leugnet.

siehe auch: YouTube-Stars unterstützen Rezo mit erneutem Video. Gut 70 bekannte deutsche YouTuber raten ihren Fans in einem neuen Video, bei der Europawahl weder für die Union, noch für SPD oder AfD zu stimmen. Der Clip hat innerhalb von Minuten Hunderttausende erreicht. Der YouTuber Rezo legt nach – zusammen mit etwa 70 anderen deutschen Netzberühmtheiten. Am Freitag um 15 Uhr veröffentlichten sie ein gemeinsames Statement auf der Videoplattform, in dem sie ihren Fans nahelegen, am Sonntag an der Europawahl teilzunehmen. Ihr Rat lautet: “Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD. Und wählt schon gar nicht die AfD.” (…) Mit ihrem als “offenen Brief” bezeichneten Aufruf wollen die Videomacher “dafür sorgen, dass Parteien einen Anreiz haben, im Sinne der Wissenschaft zu handeln. Und der offensichtliche Anreiz, den wir schaffen können, ist, dass sie bei den Wahlen Stimmen verlieren. Denn nur dann hätten sie einen Grund, ihr Verhalten zu verändern”.

How a Sentimental Yiddish Song Became a Worldwide Hit—and a Nazi Target

“My Yiddishe Momme” became an anthem for new immigrants in the 1920s. Victimized Jews later sang it in concentration camps. Sophie Tucker was best known for her sexy songs—crowd-pleasers that showed off her curves, her sass, and her frank love of men and money. But when the singer took to the stage in 1925, something else was on her mind: her mother. That night, Tucker debuted a new song. Instead of singing about dating or success, it was about a successful person mourning her departed Jewish mother—an angelic “yiddishe momme” who had suffered in life, but was now dead. Performed in both English and Yiddish, the song was a hit. When Tucker finished, there wasn’t a dry eye in the house. And though she felt a deep personal connection to the song, she had no idea she had just performed an anthem. “My Yiddishe Momme” would become one of Tucker’s signature songs. Performed in both Yiddish and English, the song took the world by storm during the 1920s and 1930s, giving voice to many immigrants’ complicated feelings about assimilation and the sorrow of losing a mother. But the song was more than a tearjerker, or an American phenomenon. “My Yiddishe Momme” would go on to play an unexpected role in Nazi Germany and even the Holocaust. The song hit a nerve with Jewish and non-Jewish audiences alike, writes biographer Lauren Rebecca Sklaroff. “The singer was steadfast in her explanation that the song was meant for all listeners,” she notes. But it expressed a bittersweet emotion that would have rung true to audiences of immigrant and second-generation Jews who were far from home and whose mothers had sacrificed to make their lives better.

via history.com: How a Sentimental Yiddish Song Became a Worldwide Hit—and a Nazi Target

“Sage Nein!”: Musikvideo gegen Rassismus geht viral – dank prominenter Unterstützung

Der junge Dresdner Musiker Ezé Wendtoin coverte den Konstantin-Wecker-Klassiker “Sage Nein!”. Im Videoclip dazu sind zahlreiche bekannte Gesichter zu sehen – unter anderem die von Atze Schröder, Micky Beisenherz oder Raul Krauthausen. Der Song “Sage Nein!” von Konstantin Wecker ist mehr als 25 Jahre alt. “Wenn sie jetzt ganz unverhohlen wieder Nazi-Lieder johlen, über Juden Witze machen, über Menschenrechte lachen”, heißt es darin, “dann steh auf und misch dich ein – sage Nein!” Und heute klingen diese Zeilen aktuell wie nie zuvor. Leider. Um das eindringliche Lied mit der wichtigen Botschaft auch einer jüngeren Generation bekannt zu machen, wurde es nun vom Dresdner Musiker Ezé Wendtoin gecovert. Nachdem er das Video dazu auf Facebook postete, explodierten die Abrufzahlen über Nacht. Die Botschaft kam an.
Mehr als 9000 Menschen teilten das Video
Wendtoin, der mit Liedermacher Konstantin Wecker persönlich befreundet ist, konnte für den Clip zahlreiche bekannte Mitstreiter gewinnen, die einzelne Zeilen im Playback-Stil mitsingen. Comedian Atze Schröder ist zu sehen, Aktivist Raul Krauthausen, der sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt, Autor und Moderator Micky Beisenherz, Viva-Legende Nilz Bokelberg und Schauspieler Kida Ramadan (“4 Blocks”). Und das ist nur ein kleiner Teil der prominenten Besetzung. Auch Konstantin Wecker selbst hat einen Auftritt im Clip. Um Promo für sich selbst oder seine Arbeit geht es bei diesem Song aber weder dem 34-jährigen Sänger, der selbst aus Burkina Faso stammt, noch allen Beteiligten, die im Video mitspielen. Viel mehr wollen sie aufrufen, sich rechtem Gedankengut entschlossen entgegenzustellen und Position zu beziehen. “SAGE NEIN! Gegen Rassismus, Sexismus, Patriarchat, Hetze, Hass und Nazis! Jetzt erst Recht! Aufstehen und Haltung zeigen”, schreiben die Macher im Beschreibungstext über das Lied.

via stern: “Sage Nein!”: Musikvideo gegen Rassismus geht viral – dank prominenter Unterstützung

Punkrocker Wolfgang „Wölfi“ Wendland wird SPD-Mitglied / SPD Bochum freut sich über prominenten Neuzugang

Der Sänger der Punkrockband „Die Kassierer“ Wolfgang (Wölfi“) Wendland ist der SPD beigetreten. SPD-Chef Karsten Rudolph freut sich über den prominenten Neuzugang: „Wölfi verfügt über Erfahrungen in der Politik und bringt neuen Schwung in die SPD. Zusammen werden wir die Kommunalpolitik rocken. Herzlichen Willkommen in der SPD.“ Der bekannte Bochumer Punkrocker erklärte dazu gewohnt offen: „Ich habe mit einer gewissen Besorgnis die politischen Entwicklungen, insbesonder den Rechtsruck der letzten Jahre zur Kenntnis genommen. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eine sinnvolle Gegenstrategie nicht in einer Ideologisierung und/oder Radikalisierung von Politik bestehen kann. Vielmehr ist eine Stärkung der politischen Mitte notwendig. Und da mir zur SPD nicht nur der Bochumer Richard Erny, sondern gleich drei Kulturpolitiker einfallen, deren Schaffen überregionale Bedeutung hatte, fiel für die Entscheidung zwischen den drei verbleibenden Parteien leicht.

via spd bochum: Punkrocker Wolfgang „Wölfi“ Wendland wird SPD-Mitglied / SPD Bochum freut sich über prominenten Neuzugang