Rassismus: FIFA ermittelt gegen russischen Verband

Knapp zwei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft droht dem russischen Fußball-Verband ein weiterer schwerer Imageschaden. Wie die FIFA am Dienstag gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP bestätigte, hat der Weltverband wegen angeblich rassistischer Beleidigungen beim Länderspiel des WM-Gastgebers gegen Frankreich (1:3) am 27. März ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Bei der Begegnung in St. Petersburg sollen Zeugen im Stadion zufolge der frühere Dortmunder Ousmane Dembele, Paul Pogba und andere dunkelhäutige Spieler der Franzosen von russischen Zuschauern beleidigt worden sein. “Rassismus hat keinen Platz auf dem Fußballfeld”, hatte die französische Sportministerin Laura Flessel die auch während der TV-Übertragung gut hörbaren Affenlaute kommentiert.

via eurosport: Rassismus: FIFA ermittelt gegen russischen Verband

Hakenkreuz und Nazi-Schriftzug in Leipzig-Großzschocher gesprüht – #schauhin #kaltland

Unbekannte haben an einem Mehrfamilienhaus einen rechtsextremen Schriftzug und ein Hakenkreuz gesprüht.  In Großzschocher haben Unbekannte einen rechtsextremen Schriftzug und ein Hakenkreuz an ein Mehrfamilienhaus an der Ecke Huttenstraße und Pfeilstraße gesprüht. Laut Polizei stand dort „NSDAP SS“. Gemeldet wurde der Vorfall am Montag um 18.10 Uhr.

via lvz: Hakenkreuz und Nazi-Schriftzug in Leipzig-Großzschocher gesprüht

Innenausschuss geht SWR-Recherche nach – AfD-Abgeordneter will Mitglied rechter Gruppe bleiben

Der rheinland-pfälzische AfD-Landtagsabgeordnete Jens Ahnemüller hat eine Facebook-Gruppe mit rechtsextremen Inhalten verlassen. Doch in einer zweiten, ähnlich umstrittenen Gruppe will er bleiben. Der Parlamentarierer aus Konz will weiter der geschlossenen Gruppe “Die Patrioten” angehören. Dort wurden nach SWR-Recherche Inhalte gepostet, die nach Ansicht von Juristen zum Teil als verfassungsfeindlich einzustufen sind. So wurden etwa Bilder mit Hakenkreuzen veröffentlicht. Das kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet werden. Wie die Recherche weiter zeigt, kam es in der Gruppe immer wieder zu Gewaltfantasien gegen Politiker. So wurde etwa unter ein Bild von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Galgen gepostet und gefordert “Weg mit dem Dreck!”. Zudem wurde in der Vergangenheit der Holocaust verharmlost. Ahnemüller erklärte jetzt, er wolle Mitglied bleiben. Er habe sich die Gruppe angeschaut und dabei keinen Verstoß gegen Gruppenregeln festgestellt. Die Mitglieder würden in den Regeln etwa aufgefordert, keine verfassungsfeindlichen Bilder oder Aufrufe zu Gewalt zu posten. (…) Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) kündigte am Dienstag an, dass der Wissenschaftliche Dienst des Landtags das Thema aufarbeiten solle. Auch der Innenausschuss beschäftigte sich am Mittwoch mit dem Fall.

via swr: Innenausschuss geht SWR-Recherche nach AfD-Abgeordneter will Mitglied rechter Gruppe bleiben

siehe auch: Landtag zu fremdenfeindlichen Facebook-Gruppen Massive Kritik an AfD-Abgeordneten. “Sehr stark volksverhetzend und gewaltverherrlichend” – so schätzt der Verfassungsschutz die Inhalte der Facebook-Gruppen ein, in denen AfD-Abgeordnete Mitglied waren und zum Teil noch sind. Im Innenausschuss geriet die Partei massiv unter Druck. “Da werden Flüchtlinge als Sozialschmarotzer diffamiert, menschenverachtende Kommentare sind an der Tagesordnung”, sagte der Leiter der Verfassungsschutzes, Elmar May. “Das ist sehr stark volksverhetzend und gewaltverherrlichend”, erklärte er bei der Präsentation von Bildschirmfotos aus den Facebook-Gruppen. Deshalb beobachte der Verfassungsschutz solche Gruppen.

AfD-Anträge gegen Frauenprojekte sorgen für Protest

Über 100 Besucherinnen und Besucher demonstrieren im Ausschuss für Wirtschaft und Frauen gegen Anträge der AfD. Der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Frauen, Uwe Paulsen, musste am Dienstagabend eine undankbare Rolle übernehmen: Immer wieder wies er die über 100 Besucherinnen und Besucher darauf hin, das in der Bürgerfragestunde nicht applaudiert werden dürfe. Doch nicht einmal Pfiffe gegen die AfD konnte Paulsen verhindern: Regenbogen-Stimmung im Frauenausschuss. Die AfD hatte mit dem Antrag für Furore gesorgt, im Ausschuss „Wirtschaft und Frauen“ die Förderung für Frauen-, Queer- und Migranten-Projekte zu streichen (siehe Kommentar).  Projekte wie das Frauenmusikbüro, das Frauensoftwarehaus, die Jumpp-Frauenbetriebe oder die Deutsch-Iranische Beratungsstelle prägen das Bild einer offenen Stadt wie Frankfurt. „Wir werden mit Euch weiter für Frauenrechte kämpfen“, rief die zuständige Dezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) den Besucherinnen zu. Die deutlichsten Worte fand die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Stella Stilgenbauer. Die Anträge der AfD seien „zum Kotzen“. Und zur AfD gewandt, sagte sie: „Ihr müsst doch unter Phobien und Verfolgungswahn leiden.“ Im letzten Jahr habe die AfD das Frauenreferat abschaffen wollen – „ich bin echt genervt von Euch“. Die grüne Stadtverordnete Ursula auf der Heide freute sich über die „unglaubliche Energie hier in dem Raum“. Sie erinnerte daran, dass die AfD die gleichen Anträge schon im vergangenen Jahr gestellt habe. „Sie haben einfach Copy and Paste gemacht“. (…) Die AfD-Anträge würden einem „heterosexistischen Führungsanspruch“ entspringen, „dem Akzeptanz zuwider“ sei.

via fr: AfD-Anträge gegen Frauenprojekte sorgen für Protest

Hetze gegen Muslime: War NPD-Mann auch in FCN-Fanclub?

Bündnis Nazistopp hat Zweifel an der Darstellung des Vereins. Ein NPD-Funktionär hat Muslime in einem Facebook-Beitrag als “pervers” und als “Kinderschänder” bezeichnet — und wurde dafür verurteilt. Frank Auterhoff war auch im Vorstand des offiziellen FCN-Fanclubs “Warriors”. Auf Druck des 1. FCN soll er dort nicht mehr aktiv sein. Doch daran gibt es Zweifel. Fans des FCN setzten in der Vergangenheit ein klares Bekenntnis gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wurden 2013 mit dem Julius Hirsch-Preis prämiert. Anfang des Jahres kam heraus, dass das 47-jährige Vorstandsmitglied des Fanvereins “The Club Warriors Nürnberg” auch zweiter Vorsitzender im Nürnberger Kreisverband der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) ist. Es stand die Frage im Raum, ob der 1. FCN dem Verein den Status als offizieller FCN-Fanclub entzieht

via nordbayern: Hetze gegen Muslime: War NPD-Mann auch in FCN-Fanclub?

Ermittlungen “Nordadler” – Rechtsextreme Spinner oder Terrorzelle? – #terror #schauhin #kaltland

Sie nennen sich “Nordadler”: Die Bundesanwaltschaft wirft vier Männern vor, eine Neonazi-Terrorgruppe gegründet zu haben. Auch mögliche Anschlagsziele waren offenbar im Gespräch. Gestern am frühen Morgen heben die Ermittler mit einem Spezialeinsatzkommando aus Hannover eine Wohnungstür in Katlenburg-Lindau in Südniedersachsen aus den Angeln. Sie stürmen mit gezogenen Waffen in das kleine Appartment. Der Bewohner Wladislav S. wird gefesselt, er steht unter Terrorverdacht. Sie nennen sich “Nordadler” Der 22-Jährige ist Ansprechpartner der Gruppe “Nordadler”. Im Internet tritt die Organisation offen auf, gibt Auskunft über ihre Ziele. “Nordadler” schreibt dort etwa, dass sie dafür sorgen müssten, dass “sich unser Volk selbst erhält und nicht an Degenerationserscheinungen stirbt”. Auch vom “rassischen Erwachen der Völker” ist die Rede. Dem NDR-Politikmagazin Panorama 3 hat Wladislav S. ein Interview gegeben. Der Vorwurf der Bildung einer terroristischen Vereinigung sei “lächerlich”, sagt er. Aus der ideologischen Ausrichtung seiner Gruppe macht er jedoch keinen Hehl. S. bezeichnet sich selbst als Nationalsozialist. “Wir wollen für unser Volk das Beste, das heißt aber nicht, dass wir andere Völker diskriminieren”, sagt er. Austausch über Waffen und Anschlagsziele Doch so offen wie S. über die Gruppe im Interview spricht und sie sich im Netz präsentiert, agierte “Nordadler” nicht immer. Panorama 3 liegen Akten zu dem Fall vor: Daraus ist zu entnehmen, dass sich die Mitglieder auch über Waffen und mögliche Anschlagsziele ausgetauscht haben sollen. Unter Decknamen hätten die “Nordadler”-Mitglieder beim Messenger-Dienst “Telegram” kommuniziert.
Die Ermittler schlugen gestern noch bei drei weiteren Verdächtigen zu: Bei Patrick Sch. im schleswig-holsteinischen Appen, bei Marco A. aus dem emsländischen Dörpen und bei Brian W. aus Bremen-Blumenthal. Die vier Männer sollen zur Führung der Organisation gehören, auch weitere Rechtsextremisten gehören der Vereinigung offenbar an. “Staatsfeinde” im Visier der Gruppe Über mögliche Anschlagsziele sollen sich die drei Terrorverdächtigen S., Sch. und W. bereits ausgetauscht haben. Angebliche “Staatsfeinde”, Juden und Angehörige der Antifa-Szene, standen nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes Niedersachsen im Visier der Neonazis. Auf Nachfrage von Panorama 3 räumt S. ein, Listen mit Namen und persönlichen Daten von Antifaschisten aus Northeim und Göttingen angelegt zu haben. Bei einem anderen Verdächtigen wurden zudem Listen mit Politikern gefunden. Diese sollten im Falle eines Zusammenbruchs der Bundesrepublik “zur Rechenschaft” gezogen werden, sagt S.

via tafesschau: Ermittlungen “Nordadler” Rechtsextreme Spinner oder Terrorzelle?

siehe auch: Nordadler-Mitglied bezeichnet sich als Nationalsozialist. Nach der Razzia bei einer rechtsextremen Gruppe hat sich ein mutmaßliches Mitglied geäußert. Der Gruppe wird vorgeworfen, Anschläge auf Politiker geplant zu haben. Wenige Stunden nach einer Razzia in drei Bundesländern hat sich ein Verdächtiger im Gespräch in der NDR-Sendung Panorama 3 zu den Vorwürfen geäußert. In dem Beitrag offenbart sich Wladislav S. als Nationalsozialist. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, gemeinsam mit drei anderen Beschuldigten eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben. S. sagte, er sei ein Anhänger der NS-Ideologie. “Das ist ein anderes Spektrum als Skinheads oder Rechtsextreme, es verfolgt schon die weltanschauliche Ideologie von damals”, wird der Mann zitiert. “Wir wollen für unser Volk das Beste, das heißt aber nicht, dass wir andere Völker diskriminieren.” Der 22-jährige Wladislav S. wohnt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und des NDRin Katlenburg-Lindau; im Internetauftritt der Nordadler wird er als Hauptverantwortlicher genannt. Der Mann ist den Behörden bereits wegen eines anderen Vorfalls bekannt: Im Dezember war er vom Landgericht Braunschweig als Helfer eines IS-Sympathisanten zu einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Dem NDR sagte S., er habe den IS-Mann in “nationalsozialistischen Kreisen” kennengelernt; Nordadler: Razzien bei Neonazis in Norddeutschland. Am Morgen des 17. April 2018 wurden die Wohnungen von vier Neonazis aus Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung mit dem Namen «Nordadler» durchsucht. Gerazzt wurde unter anderen Patrick Schallat aus Appen im Kreis Pinneberg. Schallat war im Januar 2016 Redner einer Neonazi-Demonstration in Boostedt. Zudem war er Mitglied der Facebook-Gruppe «Pinneberg wehrt sich», die von der «Kameradschaft Jugend für Pinneberg» initiiert und für rassistische Mobilisierung in Schleswig-Holstein genutzt wurde; Nordadler wollten Nazi-Idyll im Harz bauen. Razzia bei Nordadler: SEK-Beamte waren bei den Hausdurchsuchungen bei der Gruppe dabei, gegen die wegen möglichen Rechtsterrorismus ermittelt wird. Razzia bei Nordadler: SEK-Beamte waren bei den Hausdurchsuchungen bei der Gruppe dabei, gegen die wegen möglichen Rechtsterrorismus ermittelt wird. Ein Nationalsozialist, der mit einem Islamisten wegen Sprengfallen verurteilt wurde, Verbindungen zu einem führenden US-Antisemiten hat und an einem Nazi-Idyll im Harz bastelt: Die Ermittlungen gegen die möglichen Rechtsterroristen von Nordadler.com bringen Bizarres ans Licht. (…) Im Harz will die Gruppe viele Momente teilen, wenn an der Ankündigung auf der Facebook-Seite etwas dran ist. Am Wochenende hatte die Gruppe noch im “Freiwilligen Arbeitsdienst” gearbeitet an ihrer Vision von einer (Schreibweise so im Original) “auf Völkischem Bewusstsein basierenden Gemeinschaft Germanischem Glaubens, Atamanen oder Nationalsozialisten”. Die Gruppe will eine Nazi-Enklave aufbauen und beschreibt das auf Facebook. (…) Der Beitrag zeigt etwas über die Rollenverteilung in der Gruppe. Die Finanzen waren offenbar nicht Sache von Wladislav S. – es wird um Spenden gebeten, die Bankverbindung führt zur Stadtsparkasse Wedel im Kreis Pinneberg. Hier lebt Patrick S., laut “Göttinger Tageblatt” einer der Verdächtigen und Kopf einer Anti-Asylgruppe namens “Schleswig-Holstein wehrt sich”. Hier hatten die Ermittler auch am Morgen ein Haus durchsucht, dazu in Bremen und im Emsland. In Thüringen standen sie an der Adresse einer Person, die nicht verdächtigt wird. Und sie durchsuchten in einem Mehrfamilienhaus in Katlenburg-Lindau in Süd-Niedersachen zwischen Einbeck und Göttingen. Diese Adresse hatte Wladislav S. auch angegeben, als er Nordadler.com anmeldete. Die E-Mail-Adresse, die er dabei nutzte, führt auf eine Spur zum rechten US-Publizisten John De Nugent, der schon zahlreiche rechtsextreme Projekte betreute. Auf sein Konto geht das “Allbuch”, eine deutschsprachige rechte Enzyklopädie in Anmutung der Wikipedia mit Zigtausenden Einträgen. Er betreibt auch eine revisionistische Seite “Mut zur Wahrheit”, in der Hitler in ein positives Licht gerückt werden soll.

NPD soll von Finanzierung ausgeschlossen werden

Nach dem Bundesrat wollen auch die Regierung und der Bundestag ein Ende der Parteienfinanzierung der rechtsextremen NPD erreichen. Das Kabinett entschied nach Angaben von Regierungssprecher Seibert, beim Bundesverfassungsgericht die Einstellung der Zahlungen zu beantragen. Die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Högl sagte, auch der Bundestag wolle in der kommenden Woche einen entsprechenden Beschluss fassen.

via deutschlandfunk: NPD soll von Finanzierung ausgeschlossen werden

Empörung nach AfD-Äußerung im Landtag – #schauhin #kaltland #nazisprache #dergilftpilz

Mit den Stimmen von CDU, SPD und den Linken hat der Landtag einen Antrag der AfD nach mehr Förderschulen für das Saarland abgelehnt. Für große Empörung sorgten Äußerungen des AfD-Fraktionschefs Dörr, der von „normalen“ und „kranken“ Kindern sprach. AfD-Fraktionschef Josef Dörr hatte die Forderung nach mehr Förderschulen mit einem erhöhten Bedarf begründet. Es gebe immer mehr Schüler mit emotionalem und sozialen Förderbedarf. Er bezog sich dabei auf Vorkommnisse der vergangenen Monate, als verschiedene Gemeinschaftsschulen über Missstände und Überforderung klagten. Für Empörung sorgte Dörr, als er von „normalen“ und „kranken“ Kindern sprach und Schüler mit Unterstützungsbedarf mit zum Teil schwer Kranken verglich. „Was unter keinen Umständen geht, ist, dass in dem gleichen Krankenhaus Menschen mit übertragbaren Krankheiten sind, die dann die anderen Kranken anstecken“, sagte Dörr. Dieses Bild treffe auf auch auf die Situation an den Schulen zu. “Sie haben die Hosen runtergelassen” Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Renner, zeigte sich perplex. Schülerinnen und Schüler zu vergleichen mit ansteckenden Krankheiten und darüber zu urteilen, was normal ist und was nicht, sei gefährlich. „Es kennzeichnet aber ihre Gedankenwelt. Insofern muss man Ihnen ja schon fast dankbar sein, dass Sie es hier gesagt haben, wie Sie ticken im Kopf und auf welche Vorläufer Sie sich berufen. Denn da war das Denken keinen Deut anders. Und ich finde, dass Sie heute in dieser Beziehung mal so richtig die Hosen runtergelassen haben“, sagte Renner.

via sr: Empörung nach AfD-Äußerung im Landtag

anm dokmz: wir lefern ein Kurzzitat einer historische Quelle seines Gedankengutes: “Schau, Franz, mit den Menschen auf der Welt ist es genauso wie mit den Pilzen im Wald. Es gibt gute Pilze und gute Menschen. Es gibt aber auch giftige, bose Pilze und bose Menschen. Und wir miissen uns vor bosen Menschen hiiten genauso wie vor giftigen Pilzen. Verstehst Dudas?” (Der Giftpilz)

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Von Harald KrichelEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Kassel: Neonazis belästigen junge Frau sexuell und zeigen Hitlergruß

Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Hinweise. Die Polizei Kassel sucht zwei Neonazis, die eine Frau belästigt haben. Die Männer sollen auch den Hitlergruß gezeigt haben- Zwei betrunkene Männer sollen in Kassel in einer Straßenbahn Fahrgäste belästigt haben. (…) Ein Fahrgast sagte der Polizei, ein etwa 30 Jahre alter Mann habe in der Bahn von Lindenberg Richtung Innenstadt mehrmals den verbotenen Hitlergruß gezeigt. Der Glatzkopf und sein etwa 40 Jahre alter Begleiter, ebenfalls mit Glatze, seien dann durch die Bahn gelaufen, hätten jeden Fahrgast gemustert und kommentiert, dass sie die Betreffenden für deutsch hielten.  Bevor sie am Königsplatz ausstiegen, setzten sie sich demnach noch zu einer jungen Frau, belästigten sie sexuell und hörten erst auf, als die Frau sich umsetze.

via huff: Kassel: Neonazis belästigen junge Frau sexuell und zeigen Hitlergruß

siehe auch: Neonazis belästigten Frau in Straßenbahn und zeigten Hitlergruß. Die Polizei sucht zwei Neonazis, die am frühen Samstagmittag in einer Straßenbahn eine junge Frau sexuell belästigt und mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben sollen. Auch weitere Fahrgäste wurden belästigt. Die Straßenbahn war vom Lindenberg Richtung Innenstadt unterwegs. Gegen kurz vor 11 Uhr seien die beiden etwa 30 und 40 Jahre alten Männer mit Glatzen und im alkoholisierten Zustand an der Kirchgasse in die Straßenbahn gestiegen. Der Jüngere zeigte dabei mehrfach den Hitlergruß. Anschließend seien die beiden Glatzköpfe durch die Straßenbahn gelaufen und hätten sämtliche Fahrgäste „abgecheckt“. (…) Der Täter, der den Hitlergruß zeigte, ist etwa 30 Jahre alt und 1,80 Meter groß. Er wird mit heller Hautfarbe, dunklem Dreitagebart und einer Glatze beschrieben. Er trug ein weißgraues T-Shirt, eine blaugraue Jeanshose und helle Turnschuhe.Der zweite Täter ist etwa 40 Jahre alt und 1,70 Meter groß. Er sei sonnengebräunt gewesen und habe eine Glatze und einen blonden Dreitagebart gehabt. Er trug ein orangenes T-Shirt und eine blaue Jeanshose. Zudem habe er eine 1,5 Liter Flasche Sprudel und eine Schnapsflasche getragen.

anm dokmz: BTW – was machen eigentlich die Säufer-Neonazis vom Sturm 18 Cassel?

AfD will offenbar Technoclub Berghain verbieten

Dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg liegt ein Antrag der AfD auf “Entzug der gewerberechtlichen Erlaubnis” für den Club vor. Die Berliner AfD will offenbar den Technoclub Berghain verbieten lassen. Auf dem Onlineauftritt des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg ist ein entsprechender Antrag der Partei nachzulesen. Der Linkspartei-Bezirksverordnete Maximilian Schirmer verbreitete das Schreiben am frühen Mittwochabend bei Twitter. In dem Schreiben “Drucksache: DS/0738/V” mit dem Betreff “Derzeitigen Betreibern des Berghain gewerberechtliche Erlaubnis entziehen” fordert Unterzeichnerin Sibylle Schmidt (parteilos, für die AfD): “Derzeitigen Betreibern sollte nach Prüfung des genauen Sachverhalts möglicherweise eine gewerberechtliche Unzuverlässigkeit zuerkannt werden.” Den Betreibern sollten dem Antrag zufolge Öffnungszeiten von 22 bis 6 Uhr auferlegt werden, “um einen drogenfreien Besuch unter Berücksichtigung eines natürlichen Biorhythmus’ zu ermöglichen”. “Sexuelle Handlungen sind durch entsprechende Beleuchtung und Personal zu unterbinden”, heißt es weiter.

via morgenpost: AfD will offenbar Technoclub Berghain verbieten

siehe auch: Die AfD will Sex im Berghain verbieten. Die Berliner AfD will das Berghain in seiner jetzigen Form verbieten. Einen entsprechenden Antrag hat die Partei in der Bezirksverordnetenversammlung für Friedrichshain-Kreuzberg gestellt. Wichtigste Forderung: Dem aktuellen Betreiber des Clubs soll die Erlaubnis entzogen werden.
Die neuen Betreiber müssten strenge Auflagen erfüllen, findet die AfD. Der Antrag liest sich zum Teil wie ein enttäuschter Kommentar von jemanden, der nicht in den Club gekommen ist: Demnach soll das Berghain nur noch zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens öffnen dürfen – “um einen drogenfreien Besuch” zu ermöglichen und den “natürlichen Biorhythmus” von Besuchern nicht zu stören. Außerdem sollen künftig sexuelle Handlungen verhindert werden – “durch entsprechende Beleuchtung und Personal”. Und der Club seine Türsteher-Politik ändern – damit “Zahlungswillige nicht durch unintelligente, unansehnliche Wichtigtuer selektiert würden”. Was soll das? Die Politikerinnen und Politiker der AfD stören sich daran, dass der wohl wichtigste Elektro-Club Europas und Berlins touristisches Aushängeschild für einen lockeren Umgang mit Drogen und sonstige Exzesse berüchtigt ist. Bei den wortkargen Betreibern dürften diese wohl unter “Eigenverantwortung” laufen.

Hintergrund (17.09.2016); Vor Berlin-Wahl Berghain macht mobil gegen AfD. Tanzen, wählen, tanzen: Das Berghain ruft am Sonntag zur Abstimmung gegen Rechtspopulisten auf. Auch andere Clubs bringen ihre Ablehnung der AfD zum Ausdruck.  Erst tanzen, dann wählen. Das Berghain ruft zur Abstimmung gegen die AfD auf. Seit ein paar Tagen steht gerichtlich fest, dass das Berghain ein Ort der Hochkultur ist. Jetzt gibt der Club nahe dem Ostbahnhof in Friedrichshain auch der Politik ihren Platz. “8 bis 18 Uhr: Wählen gehen, Rechtspopulisten verhindern“, steht auf der Homepage unter dem Punkt “Running Order”, noch über den Namen der DJs, die von Sonnabend 24 Uhr bis Montagmorgen in dem ehemaligen Heizkraftwerk auflegen. Auch im Newsletter, den der Club vor jedem Wochenende versendet, findet sich der Wahlaufruf, der sich ganz offensichtlich gegen die AfD richtet. Auf der Berghain-Facebookseite wird die Aktion durchaus positiv kommentiert. Auch andere Berliner Clubs wie Goldengate, Yaam und SchwuZ machen gegen Rechtspopulisten mobil. Sie hatten in den vergangenen Tagen hunderte Plakate gegen die AfD geklebt mit Slogans wie “Tanz dich frei von deinen Vorurteilen. Wähle nicht AfD” oder “Isolation ist keine Option. AfD auch nicht.” Zu den Initiatoren gehört Jens Schwan, der den “Zug der Liebe” Ende Juli mitorganisiert hatte. Die Parade versteht sich auch als politische Demonstration für mehr Gerechtigkeit und eine sozialere Flüchtlingspolitik.

Berghain - Panorama Bar 2017.jpg
Von DarkroomduckEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link