AfDler mit rechtsextremen Verbindungen – In Bundestag und Burschenschaft

Der AfD-Abgeordnete Jörg Schneider ist Mitglied der Hamburger Burschenschaft Germania. Die wird vom Verfassungsschutz intensiv beobachtet. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts nennt ihn den „ersten rechtsextremistischen MdB seit 60 Jahren“: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jörg Schneider gehört der Hamburger Burschenschaft Germania an, wie er gegenüber der taz offen einräumt. Von 1988 bis 1992 sei er aktives Mitglied gewesen, seit 1992 Alter Herr der Verbindung. Parteimitglied und Burschenschafter: In der AfD ist diese Verbindung wahrlich keine Seltenheit. Doch der Fall Schneider ist besonders. Denn die Hamburger Burschenschaft Germania ist nicht nur rechtsoffen, sondern klar rechtsextrem. Seit Jahrzehnten fällt die Burschenschaft mit eindeutigen Positionen und Verbindungen auf. 2013 erwähnte der Hamburger Verfassungsschutz (VS) die schlagende Verbindung erstmals in seinem Jahresbericht. Seit 2014 widmet der VS den Germanen jährlich ein eigenes Kapitel. Im aktuellen Bericht schreibt das Landesamt, dass die Burschenschaft „im Jahr 2017 ihre Beziehungen zu anderen Gruppierungen in der rechtsextremistischen Szene“ ausgebaut habe. So bestünden zwischen der Germania und der „Identitären Bewegung“ enge Beziehungen und personelle Überschneidungen. (…) Als Alter Herr unterstütze man seine Burschenschaft weiter, es sei von einer engen Verbindung auszugehen. Tatsächlich trennt auch der Verfassungsschutz nicht zwischen Aktiven und Alten Herren. Mehr noch: Bereits in der aktiven Zeit von Schneider beobachtete das Landesamt die Germanen. Über das Klima in der Burschenschaft Anfang der neunziger Jahre, also während Schneiders aktiver Zeit, schreibt der Hamburger Verfassungsschutz in einem bis heute nicht veröffentlichten Bericht, der der taz in Auszügen vorliegt: „Natio­nalistisches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut ist (…) innerhalb der aktiven Teile der Burschenschaft weit verbreitet.“

via taz: AfDler mit rechtsextremen Verbindungen – In Bundestag und Burschenschaft

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Von Siegfried Reffgen, Moers – Jörg Schneider, CC BY-SA 4.0, Link

Negativer Asylbescheid in Österreich Behörde hält Afghanen nicht für schwul – und will ihn zurückschicken – #schauhin #kaltland

Ein Afghane, der wegen seiner Homosexualität in Österreich Asyl beantragte, soll zurück nach Afghanistan. Er sei gar nicht schwul, heißt es im Bescheid. Die nachfolgende Begründung enthält Haarsträubendes. Alleine war ein 18-jähriger Afghane nach Österreich geflüchtet und hatte dort Asyl beantragt. In seinem Heimatland sei er wegen seiner Homosexualität verfolgt worden, begründete er seinen Antrag. Tatsächlich zählt Afghanistan zu jenen Ländern, in denen Menschen, die nicht heterosexuell sind, zu einem Leben im Verborgenen gezwungen werden. Homosexualität ist dort gesellschaftlich nicht akzeptiert. Verfolgung durch den Staat und durch Mitmenschen treiben viele Schwule und Lesben aus einer Reihe afrikanischer und arabischer Länder sowie Staaten wie Afghanistan, Iran und Pakistan in die Flucht. Doch der Antrag des jungen Mannes wurde abgelehnt – mit erstaunlichen Begründungen, wie die Wiener Wochenzeitung “Falter” berichtet. Demnach stellte der zuständige Beamte im Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in der Regionalstelle Wiener Neustadt die Homosexualität des Mannes in Frage. “Weder Ihr Gang, Ihr Gehabe oder Ihre Bekleidung haben auch nur annähernd darauf hingedeutet, dass Sie homosexuell sein könnten”, heißt es in dem Papier, aus dem der “Falter” zitiert. Dem Mann, der bislang in einem SOS-Kinderdorf unterkam, werde daher kein Asyl zugestanden. In dem ablehnenden Bescheid heißt es: “Es wird berichtet, dass Sie öfter Auseinandersetzungen mit anderen Zimmergenossen hatten. Ein Aggressionspotential ist bei Ihnen also vorhanden, das bei einem Homosexuellen nicht zu erwarten wäre.” Weiter schreibt der Beamte unter Berufung auf Unterlagen zu dem Fall: “Freunde hätten Sie nicht sehr viele, steht in dem Bericht ebenso. Sind Homosexuelle nicht eher gesellig?” Der Mann hatte angegeben, dass er gerne allein oder in kleinen Gruppen unterwegs sei. “Auch das passt nicht zu einem angeblich Homosexuellen”, zitiert der “Falter” weiter aus dem negativen Asylbescheid.

via spon: Negativer Asylbescheid in Österreich Behörde hält Afghanen nicht für schwul – und will ihn zurückschicken

Umstrittene Wahlwerbung

DGB befeuert Debatte wegen Wahlkampfhilfe eines Schweizer Vereins für die AfD in Millionenhöhe. Der DGB-Nord hat den AfD-Landeschefs in den Nord-Bundesländern zu Selbstanzeigen wegen des Verdachts der illegalen Parteienfinanzierung geraten. Mit Aussagen bei der Staatsanwaltschaft und Vorlage aller Akten könne die Justiz dem Verdacht der illegalen Parteienfinanzierung nachgehen, sagte DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter gestern.
Hintergrund ist die Debatte um einen Schweizer Verein, der bundesweit in Wahlkämpfen mit Plakaten und Gratis-Zeitungen zur Wahl der AfD aufgerufen hatte. Kritiker sehen im Wirken des „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ eine illegale Parteienfinanzierung und verdeckte Wahlkampfhilfe. Die AfD hatte stets bestritten, mit dem Verein zusammenzuarbeiten, gegen die Wahlhilfe vorgegangen war sie aber nicht. Das ändere sich nun. Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge bereitet die Partei eine Klage gegen den Verein vor. Schlüter sagte, die AfD habe sich in einer Materialschlacht Sitze in den drei Nord-Landesparlamenten erobert. „Sie muss jetzt umfassend aussagen, wer in der Bundes- und Landespartei von den Untergrundgeldern wusste.“ Außerdem verlangte Schlüter Aufklärung über anonyme Großspender des Vereins.

via svz: Umstrittene Wahlwerbung

Trump’s ‘That Dog’ Attack on Omarosa Manigault Newman Is Latest Insult Aimed at Black People

President Trump on Tuesday added his former White House aide, Omarosa Manigault Newman, to the growing list of African-Americans he has publicly denigrated on Twitter, calling her “that dog” and a “crazed, crying lowlife” in the wake of her allegations against him of mental deterioration and racism. Even for a president who consistently takes to Twitter to assail his adversaries, the morning tweet about Ms. Manigault Newman was a remarkably crude use of the presidential bully pulpit to disparage a minority woman who once served at the highest levels in his White House. The tweet reprised Mr. Trump’s repeated use of the term “dog” as a way of dehumanizing critics. It was the latest reminder that the president is more than willing to question the looks and intelligence of African-Americans who challenge him.

via nytimes: Trump’s ‘That Dog’ Attack on Omarosa Manigault Newman Is Latest Insult Aimed at Black People

siehe auch: Dog Days: Trump and His Toxic Twitter Insults of Omarosa. The fired White House aide has made the President so angry that he’s back to using a favorite campaign-trail insult. The President of the United States called someone a “dog” on Twitter Tuesday morning, another first for his debasement of Presidential rhetoric. It is, sadly, not a surprise. “Dog” has long been one of Trump’s favorite Twitter insults, and he is the first President in more than a hundred years not to have a dog as a pet in the White House. (Trump once told his biographer Tim O’Brien that he considered all animals “germy.”) A more or less complete list of those he has attacked with this label, just since his entry into national politics in 2015, includes: Mitt Romney, the 2012 Republican Presidential nominee, who “choked like a dog”; David Gregory, the former host of “Meet the Press,” “fired like a dog!”; Chuck Todd, Gregory’s replacement as “Meet the Press” host, “who will be fired like a dog”; Ted Cruz, Trump’s 2016 Republican primary opponent, who “lies like a dog—over and over again”; Ted Cruz’s former communications director, “fired like a dog”; Brent Bozell, the conservative columnist at National Review, who “came to my office begging for money like a dog”; Erick Erickson, the anti-Trump conservative blogger, “fired like a dog”; Glenn Beck, the former Fox TV host, also “fired like a dog”; George Will, the conservative Washington Post columnist, “thrown off ABC like a dog!”; and Arianna Huffington, the liberal Web site founder, “a dog who wrongfully comments on me.” But all of those tweets, as intemperate as they were, were made before Trump actually became the President. Yes, he complained last October that the Tennessee Senator Bob Corker, one of his few remaining public critics in the Republican Party, could no longer get elected “dog catcher.” And Trump has hurled playground taunts at a breathtakingly long line of targets during his eighteen months in office, from African-American football players to the Prime Minister of Canada. But, for whatever reason, Trump had restrained himself from using what is clearly one of his favorite insults until 7:31 on Tuesday morning: “When you give a crazed, crying lowlife a break, and give her a job at the White House, I guess it just didn’t work out. Good work by General Kelly for quickly firing that dog!” The precipitating cause of the President’s Twitter rant was the betrayal by his former television protégée turned White House adviser, Omarosa Manigault-Newman, whose new memoir, “Unhinged,” recounts scenes of Trump White House madness throughout his troubled first year in office. In the course of her book tour, Manigault-Newman has revealed, on live television, what she says are secretly taped conversations with Trump and White House chief of staff John Kelly as he was firing her in the White House Situation Room. The accusations seem to have stunned Trump, who first called her a “lowlife” during a Presidential photo op on Friday (very likely another first in the annals of rhetorical taboos broken by the 45th president), and who seemed to believe that she, like his legions of other fired and forced out former aides, would remain silent under the terms of the legally dubious non-disclosure agreements they have been forced to sign. The tweet exploded like a bomb on Twitter, where many immediately labeled it as racist and sexist (and noted that it came after Manigault-Newman alleged that there were recordings of Trump using the N-word during tapings of his “Apprentice” TV show). Trump has undoubtedly been on an awful recent streak of insulting African-Americans who dare to oppose him, from calling Don Lemon, a black CNN anchor, “the dumbest man on television” to questioning the intelligence of the NBA star LeBron James and the Democratic congresswoman Maxine Waters. And so, once again, we are left with a public debate over just how low Trump has sunk: until now, Trump has used the Twitter insult “dog” to demean primarily white men. What did he mean by applying it to an African-American woman? Was he being racist, sexist, some toxic combination of the two? Or merely horrible?

«Kann Ihnen im Moment keine Antwort geben» – AfD-Chef Gauland ist im ZDF überfordert

Der AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland war beim ZDF zum Interview eingeladen. Viel ist dabei aber nicht herausgekommen. Vielen Fragen weicht Gauland aus oder antwortet mit: «Da kann ich Ihnen im Moment keine Antwort darauf geben.» Ich habe die sehr deutlichen Worte von Alexander #Gauland im #Sommerinterview in einem kurzen Video zusammengefasst. Endlich ein Politiker, der Klartext spricht! pic.twitter.com/WLPPPp7D3v
— Shahak Shapira (@ShahakShapira) 12. August 2018 Die Reaktionen auf den schwachen Auftritt liessen daher auch nicht lange auf sich warten. Auf Twitter machen sich viele User über Gaulands Planlosigkeit lustig. Schönes #Sommerinterview mit #Gauland. Klimawandel? Kann man eh nix gegen machen. Rente? Da müssten wir Sie vertrösten. Digitaler Wandel? Ja, gut, das ist jetzt nicht so mein Thema. Druck auf den Wohnungsmarkt? Fällt mir nix zu ein. @ZDF — Stefan Niggemeier (@niggi) 12. August 2018 Zu #Gauland im #zdf kann man ja nun nichts twittern. Er wusste schließlich zu keinem einzigen aktuellen Thema etwas Konkretes zu sagen. — Marco Buschmann (@MarcoBuschmann) 12. August 2018

via limmatalerzeitung: «Kann Ihnen im Moment keine Antwort geben» – AfD-Chef Gauland ist im ZDF überfordert

Neonazikonzert bei der Germania Ried: Mitglied des RFJ Ried hat dazu geladen

Dass Burschenschaften ein Hort von Gedankengut und Ritualen aus längst vergangenen Zeiten sind, wissen wir inzwischen. Dass es in der FPÖ dennoch sehr nützlich ist, ihnen anzugehören, weil sie als Kaderschmiede für Posten mit höheren Weihen dienen, ist ebenfalls bekannt. Alleine in diesem Jahr gab’s bereits vier Fälle, die an die Öffentlichkeit kamen und die belegen, dass Versatzstücke aus dem Nationalsozialismus bei Burschenschaften keinesfalls der Vergangenheit angehören. Zuletzt hat Thomas Rammerstorfer einen sehr braungetönten Besuch aus Deutschland bei der Germania Ried aufgedeckt. Nun wissen wir auch, wer die Einladung für das geheime Neonazi-Konzert gezeichnet hat. Und – Überraschung! – die FPÖ ist einmal mehr nicht weit entfernt. Es braucht schon ein gewisses Fachwissen, um Sebastian Döhring alias Fylgien zu kennen. Das haben manche wie Thomas Rammerstorfer, die sich mit der rechtsextremen und neonazistischen Musikszene kritisch beschäftigen. Oder man interessiert sich für diese Musik aus Gründen einer ideologischen Nähe. Derjenige, der aus der Germania Ried auf die Idee gekommen ist, Döhring in die Bude nach Ried einzuladen, ist zweifellos der zweiteren Sorte zuzurechnen – Irrtümer ausgeschlossen, denn Döhrings Vita ist so einschlägig braun gepflastert, dass allfällige andere Zuordnungen als „normaler“ Musiker nicht möglich sind – siehe Anhang. Und just diesen Neonazi lädt nun die Germania Ried zu einem Konzert ein. Auf dem Einladungsschreiben wird der nicht namentliche genannte Döhring so beworben: „Es singt der wohl bekannteste Balladensänger Deutschlands.“ (…) B. ist nicht nur Mitglied der Rieder Germanen, deren Insignien er mit Kapperl und Band hin und wieder öffentlich via Facebook vorführt oder beim Gang zum rechtsextremen Kongress der Europaverteidiger 2016 in Linz trägt, sondern ebenfalls des Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) Ried. Und auch da ist B. schon einmal aufgefallen, nämlich bei einer Schießübung, die er zusammen mit sieben anderen aus seiner Ortsgruppe 2016 durchführte und bei der B. das „silberne Schießleistungsabzeichen“ erreichte, wie der RFJ Ried stolz samt Foto der erfolgreichen Recken auf Facebook vermeldete.

via stoppt die rechten: Neonazikonzert bei der Germania Ried: Mitglied des RFJ Ried hat dazu geladen

„Barista, Barista Antifascista“ – Rechter Shitstorm gegen linkes T-Shirt ist dem WDR nicht Latte

Der WDR hat aus seiner Morgenplaudershow „live nach neun“ gestern den Auftritt eines Gastes nachträglich herausgeschnitten, weil einigen Leuten sein T-Shirt nicht gefiel. Der Barista Carlo Graf Bülow war in die Sendung eingeladen worden, um zu zeigen, wie gut er Bilder in Kaffeeschaum malen kann. Er hat Anfang des Jahres die deutschen Kaffeemeisterschaften in der Disziplin „Latte Art“ gewonnen, demnächst fliegt er zu den Weltmeisterschaften nach Brasilien. Unter einem rotkarierten Hemd trug er ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Barista, Barista! Antifascista!“ Das Emblem in der Mitte ist eine Verballhornung des bekannten Antifa-Logos mit zwei Espressokännchen anstelle der Flaggen. Der Anblick triggerte einen „live nach neun“-Zuschauer aus dem Kreis der rechtsradikalen Kampagnen-Organisation „Ein Prozent für unser Land“. Noch während der Sendung rief sie auf ihrer Facebook zu Protesten gegen die ARD-Sendung auf (…) Carlo Graf Bülow sagt gegenüber Übermedien, eine Redakteurin sei kurz nach der Sendung relativ aufgeregt zu ihm gekommen und habe ihn auf sein Shirt angesprochen: „Es sei zwar nicht mein Fehler, sondern der des WDR, dass das nicht vor der Sendung bemerkt worden sei, aber jetzt sei das Kind ja schon in den Brunnen gefallen und ein Shitstorm im Gange. Vermutlich könne man den Beitrag deshalb nicht in die Mediathek stellen.“ Eine nähere Erklärung habe er nicht bekommen. Dass er den Hintergrund des Shirts erläuterte, habe nichts geändert: „Da war das Herausschneiden scheinbar schon beschlossen.“ Der Spruch „Barista, Barista! Antifascista!“ stammt aus einem Gerichtsverfahren gegen Jan „Monchi“ Gorkow, den Sänger der Band Feine Sahne Fischfilet. Er war wegen Landfriedensbruch angeklagt, weil er bei Angriffen auf eine Flüchtlings-Kundgebung einen Stuhl auf eine Gruppe Neonazis geworfen haben soll. Er wurde freigesprochen. Im Prozess hatte ein Polizist ausgesagt, die Linken hätten „ihren Schlachtruf“ skandiert: „Ich kann kein Spanisch, ‚Barista, Barista antifascista‘ oder so.“ (Der Schlachtruf lautet eigentlich „Alerta, alerta, antifascista“ und geht auf den Kampf italienischer Antifaschisten gegen den Dikator Mussolini in den 1920er Jahren zurück.) (…) Auf Anfrage von Übermedien, was die Gründe für die Entfernung des Auftritts waren, bittet der WDR erst um etwas Zeit. Nach fast 24 Stunden schließlich teilt er mit, dass die Reaktion auf den Shitstorm falsch gewesen sei und rückgängig gemacht werde: Wir haben voreilig eine Passage aus der gestrigen Sendung gelöscht, weil der Gast ein T-Shirt mit einem Spruch getragen hat, der in den sozialen Medien kritisiert wurde. Die Löschung war ein Fehler, den wir bedauern. Wir haben daher die Passage wieder hereingenommen, so dass die Sendung jetzt so zu sehen ist, wie sie gestern ausgestrahlt wurde.

via ubermedien: „Barista, Barista Antifascista“ – Rechter Shitstorm gegen linkes T-Shirt ist dem WDR nicht Latte

Stellungnahme:Liebe ARD-/ WDR-Redaktion,ich war heute, am 13. August bei Ihnen in der Sendung „Live nach Neun“ zu…

Posted by Carlo Graf Bülow on Monday, August 13, 2018

“Bikers for Trump” – den US-Patrioten sind T-Shirts ‘made in USA’ zu teuer

Die “Bikers for Trump” feiern sich, den Präsidenten und die USA. US-Firmen, die nicht in den USA produzieren, kriegen ihr Fett weg, nur bei sich selbst sind sie nicht so streng: Ihre T-Shirts etwa lassen sie im Billig-Ausland nähen. Die USA sind mitunter ein teures Pflaster, vor allem wenn es um die Produktion von Kleidung geht. Ein T-Shirt “Made in USA” kostet zum Beispiel acht Dollar mehr, als ein T-Shirt “Made in Haiti”. Mehrkosten, die der Chef der “Bikers for Trump” nicht willens ist, zu zahlen. “Ich habe mich weit und breit nach Hemden ‘made in America’ umgeschaut, aber es ist der reinste Nepp”, sagte Bikers-for-Trump-Gründer Chris Cox der “New York Times”. Er selbst verkauft T-Shirts mit Trump-freundlichen Motiven, die er aus eben jenen Kostenmotiven in dem Karibikstaat Haiti produzieren lässt. Bikers kritisieren Harley-Davidson Die Aussage wirft ein interessantes Licht auf den äußerst patriotischen Motorradclub. Offenkundig ist dem Chef das eigene Portemonnaie noch näher als heimische Arbeitsplätze. Gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump, der die Biker vor wenigen Tagen im Weißen Haus empfangen hatte, kritisierte Cox die Ankündigung von Harley-Davidson, einige Motorräder künftig im Ausland produzieren zu wollen als “unpatriotisch”.  (…) Viele Trump-Fanartikel werden nicht in den USA hergestellt. Trumps Wahlkampfteam beharrt darauf, dass das offizielle Merchandising “proudly made in USA” ist. Dennoch gibt es daneben viele Anbieter, die “Make America great again”-Kappen oder Trump-Fahnen in China herstellen lassen. Zuletzt waren Fotos aus einer chinesischen Fabrik aufgetaucht, die offenbar Flaggen für den Präsidentschaftswahlkampf 2020 herstellt.

via stern: “Bikers for Trump” – den US-Patrioten sind T-Shirts ‘made in USA’ zu teuer

Der Neonazi-Überfall auf Connewitz: Beginn eines Justizmarathons

Neben Fällen von Steuerhinterziehung, Diebstahl oder Verkehrsordnungswidrigkeiten wird am Amtsgericht Leipzig am kommenden Donnerstag auch ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs verhandelt. Den zwei Angeklagten wird vorgeworfen, an dem Überfall von über 200 Neonazis und rechten Hooligans auf den Leipziger Stadtteil Connewitz im Januar 2016 beteiligt gewesen zu sein. Es handelt sich um den Auftakt zu einem Justizmarathon – die Staatsanwaltschaft Leipzig hat in dieser Sache gegen insgesamt 202 Personen Anklage erhoben, die sich in 103 Prozessen verantworten müssen. Der Überfall am 11. Januar 2016 war der größte Neonazi-Angriff in Leipzig seit den 1990er Jahren. Zum Zeitpunkt des Angriffs protestierten in der Leipziger Innenstadt auch viele Menschen aus dem als alternativ geltenden Connewitz gegen den einjährigen Geburtstag des Pegida-Ablegers Legida, bei dem auch die rechte Hooligan-Kapelle Kategorie C auftrat. Die unter anderem aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Berlin stammenden Angreifer hinterlassen in der Wolfgang-Heinze-Straße eine Spur der Verwüstung und richteten an Geschäften und Wohnhäusern Sachschäden in sechsstelliger Höhe an. In einen geöffneten Imbiss wird eine Kugelbombe geworfen. Betreiber und Kunden gelingt es, in die Hinterräume zu fliehen. Die Neonazis sind während des Angriffs vermummt und bewaffnet. Mit Äxten, Steinen und Böllern schlagen sie auf die Scheiben der Geschäfte ein. Nach einem kurzen Gewaltausbruch ziehen sie sich zurück und biegen in eine Seitenstraße ein, die zu einem Polizeiposten führt. Als die Polizei eintrifft, werden über 200 Personen eingekesselt. Laut Anwohnern konnten 60-80 Personen über Hinterhöfe und Seitenstraße entkommen. Es werden schließlich 215 Neonazis von der Polizei in Gewahrsam genommen und in eine Gefangenensammelstelle transportiert. Langfristig organisierte Aktion, ahnungslose Behörden Die Mobilisierung für den Überfall ging weit über Leipzig und auch über Sachsen hinaus. Die festgesetzten Angreifer stammen nach Angaben des Innenministeriums neben Leipzig (68) u.a. aus dem Landkreis Nordsachsen (29), dem Landkreis Leipzig (29), der Stadt Dresden (15), dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (15), aus Berlin (9), Erfurt (7) und Gera (6). Die Tatverdächtigen gehören einschlägig bekannten Neonazi-Strukturen und deren Umfeld an. Darunter sind Mitglieder der kriminellen Vereinigung „Freien Kameradschaft Dresden“, extrem rechte Hooligans aus dem Umfeld von Vereinen wie dem 1. FC Lokomotive Leipzig und der SG Dynamo Dresden, aber auch NPD- und JN-Mitglieder.

via endstation rechts_ Der Neonazi-Überfall auf Connewitz: Beginn eines Justizmarathons

Anklage wegen unerlaubtem Waffenhandel

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den mutmaßlichen Betreiber des Waffenversandhandels „Migrantenschreck“ angeklagt. Um sich seiner Verfolgung zu entziehen, war er zwischenzeitlich in Ungarn abgetaucht. Rund vier Monate nach seiner Verhaftung in Ungarn hat die Staatsanwaltschaft Berlin gegen den 34-jährigen Rechtsextremisten Mario R. aus Erfurt Anklage erhoben. Die Strafverfolgungsbehörde wirft dem mutmaßlichen Betreiber des illegalen Online-Waffenversandhandels „Migrantenschreck“ www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/migrantenschreck-waffen-f-r-besorg… unerlaubten Waffenhandel vor. Ihm wird zur Last gelegt, zwischen Mai und November 2016 von Ungarn aus in fast 200 Fällen erlaubnispflichtige Waffen zum Preis von 250 bis 750 Euro überwiegend an Kunden in Deutschland geliefert zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht dabei von einem Verkaufserlös in Höhe von über 100.000 Euro aus, der im Rahmen des Strafverfahrens eingezogen werden soll.  Das Bundeskriminalamt war seit April 2016 über den Aufenthaltsort von Mario R. in Ungarn informiert, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) erlangte laut Bundesregierung „erstmalig im Rahmen der Presseberichterstattung zur Festnahme am 28. März 2018 Kenntnis über den Aufenthalt des Mario R. in Ungarn“. Seitdem saß R. in Untersuchungshaft in Ungarn und wurde drei Monate später nach Deutschland überstellt.

via bnr: Anklage wegen unerlaubtem Waffenhandel

siehe auch: Unerlaubter Waffenhandel Anklage gegen “Migrantenschreck”-Betreiber erhoben. Rechtsextremist Mario R. soll mit Pistolen gehandelt haben, um deutsche Bürger gegen Flüchtlinge zu bewaffnen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat jetzt Anklage erhoben, weil er wohl über seine Seite “Migrantenschreck” von Ungarn aus illegal Waffen verkauft hat. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den mutmaßlichen Betreiber der Internetplattform “Migrantenschreck” Anklage wegen unerlaubten Waffenhandels erhoben. Der 34-jährige Mario R. soll von Mai bis November 2016 von Ungarn aus den illegalen Online-Waffenversandhandel betrieben haben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Zu Preisen zwischen 250 und 750 Euro soll er in rund 200 Fällen Waffen überwiegend an Kunden in Deutschland geliefert haben.