< sz-online | sachsen im netz > Neonazis gefährden Sachsens Ruf

Umfrage: NPD bei neun Prozent / Unternehmer und Tourismusexperten warnen vor Folgen rechten Wahlerfolgs
In Sachsen wächst die Sorge, die rechtsextreme NPD könnte am 19. September den Einzug in den Landtag schaffen. Persönlichkeiten aus allen Bereichen warnen vor den Folgen.
Nach dem gestern veröffentlichten ZDF-Politbarometer muss damit gerechnet werden, dass der rechtsextremen NPD der Einzug in den sächsischen Landtag gelingt. Die Partei liegt danach bei neun Prozent (siehe Grafik).
Wenn die NPD das erste Mal seit 1968 ausgerechnet in Sachsen wieder in ein Landesparlament einziehen sollte, könnte der gute Ruf des Freistaates in Deutschland und der Welt leiden. Diese Befürchtung äußerten gestern Vertreter von Wirtschaft, Bildung und Kultur. Am 19. September richtet sich die Aufmerksamkeit der deutschen und internationalen Medien auf Sachsen: Beobachteten 1999 noch 750 Journalisten die Landtagswahl, haben sich diesmal beim Landtag bereits 850 akkreditiert – Tendenz steigend.

SWR.de – Festnahmen bei Demonstration gegen Rechts

Die Polizei in Schwäbisch Hall hatte es am Samstag gleich mit drei Demonstrationen zu tun: Rund 180 Rechtsextremisten zogen durch eine Wohnsiedlung im Westen der Stadt. Gleichzeitig waren 450 linke Gegendemonstranten erschienen. Es kam zu 18 Festnahmen.

siehe auch: Polizei überwacht Neonazi-Demo mit Großaufgebot. Mit einem Großaufgebot will die baden-württembergische Polizei heute in Schwäbisch Hall Ausschreitungen anlässlich einer Demonstration der neonazistischen «Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft» (BDVG) verhindern; Polizei hält Demos auseinander. Neonazis / Protest gegen Aufmarsch rechter Gruppen am Hagenbacher Ring verläuft friedlich. Rund 450 Menschen beteiligen sich an linker Gegendemonstration; Nazis sind nicht sexy. 9/11, Schwaebisch Hall, Foto Schwäbisch Hall, Nazis in Hall am 11.9. – erster Bericht. Kurze Zusammenfassung der Geschehnisse in Hall am 11.9.2004; NaziBilder Schwäbisch Hall 11.09 – Teil 1, Bilder S-Hall 09.11 Naziaufmarsch, Andere Bilder der Nazidemo in Schwäbisch Hall

de.indymedia.org | Make Love, not Terror: Nazis kuppeln im Netz

Im Januar 2005 geht die erste nationalsozialistische Internet-Partnervermittlung an den Start
Norman Bordin (28) vom “Kampfbund deutscher Sozialisten” bedauert die terroristischen Aktivitäten, in die sein Ex-Kumpan Martin Wiese verstrickt sein soll, zutiefst. Um seinem beschädigten Image entgegenzuwirken will sich der Nazi-Kader nun lebensbejahenden Aktivitäten widmen: “Statt Juden, Ausländer und politische Wirrköpfe zu verfolgen will ich lieber meinen Beitrag dazu leisten dass wieder mehr Deutsche geboren werden.”

Laut Bordin soll eine von ihm gegründete Internet-Partnervermittlung für national gesinnte Singles die Alterspyramide wieder in Ordnung bringen und “dafür sorgen dass sich hier nicht nur Albaner und Türken wie die Karnickel vermehren.” Im Namen des Trägervereins “Patrioten gegen demographische Gewalt e. V.” hat Bordin bereits öffentliche Gelder für sein Unternehmen beantragt. Als Nächstes will er bei Sozialministerin Ulla Schmidt um Unterstützung werben. Die Anerkennung seines Vereins als gemeinnütziges Projekt steht derzeit noch aus. Aber Bordin gibt sich optimistisch: “Wir gehen auf jeden Fall an den Start.” Unter www.nordische-recken.de kann sich die Damenwelt ab Januar 2005 über das aktuelle Angebot an männlichen Bewerbern informieren. “Reinrassig, aber nicht eintönig – vom animalischen Suff-Skin bis zum gereiften Wagnerianer mit neckischer Stirnglatze findet ihr hier alles, was euer Herz begehrt”, heißt es auf der Startseite, die eine anonym bleiben wollende Münchner Werbeagentur für Bordin entworfen hat.

ekathimerini.com | Protest against racist violence

Albanian immigrant workers display a large Albanian flag during yesterday’s anti-racist demonstration through the center of Athens, in which up to 3,000 people participated. The march was held in protest at Saturday night’s clashes between Greeks and Albanians following a soccer match between the two countries’ national teams.
An Albanian man was killed in Greece and several others were injured after the game. Yesterday’s protesters chanted ant-racism slogans in Greek and Albanian. Police used tear gas and made 10 arrests after some youths threw firebombs and stones in Omonia Square.
Police sources confirmed yesterday that a group calling itself “Blue Army,” which has a website portraying itself as the Greek national team’s official fan club, has links to the neo-Nazi organization Chryssi Avgi. Authorities estimate Blue Army has over 150 members. Some distributed leaflets before Greece’s match against Turkey on Wednesday night.

Mehrheit der Deutschen erwartet Zulauf für Rechtsextreme

Umfrage im Auftrag der WELT: 62 Prozent der Befragten rechnen mit Wahlerfolg von NPD und DVU
Die saarländischen Landtagswahlen vom vergangenen Sonntag werfen ihren Schatten auf Sachsen und Brandenburg. In beiden Bundesländern ist eine Debatte darüber entbrannt, wie mit den rechtsextremen Parteien NPD und DVU umzugehen ist; in Saarland hatte die NPD 4,0 Prozent der Stimmen errungen, und in Sachsen sieht eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap die NPD bei sieben Prozent der Voten. “Weder das Ritual des moralischen Zeigefingers noch die Verteufelung der NPD-Wähler helfen, den Landtagseinzug der Rechtsextremisten zu verhindern”, sagte Sachsens FDP-Landeschef Holger Zastrow. Die Zustimmung zur NPD sei Ausdruck eines tiefen Misstrauens und erheblichen Frusts gegenüber den regierenden Parteien in Berlin und Dresden. Demgegenüber sieht der Parteienforscher Richard Stöss gerade in Ostdeutschland in zumindest der Hälfte der Wähler rechtsextremer Parteien “Überzeugungstäter”.

sueddeutsche.de – “Ist doch nicht verboten”

Im Osten wird die NPD mancherorts gesellschaftsfähig – nicht nur wegen der Proteste gegen Hartz IV.
Keinen interessierte es bisher besonders, dass rechtsextreme „Kameradschaften“ in den offiziellen Aushängen von ostdeutschen Gemeinden ihre Parolen präsentieren dürfen. Oder dass Rechtsradikale in der sächsischen Stadt Zittau ein eigenes Jugendzentrum bekamen.
Keiner nahm sonderlich Notiz davon, dass ein Magdeburger Gericht einen Rechtsradikalen freisprach, der einen Rentner er-stochen hatte. Begründung: Notwehr. Der Rentner hatte sich über Nazimusik beschwert. Und auch die sinnreich mit SSS abgekürzte Skinhead-Bande aus der Sächsischen Schweiz, die seit Jahren die Gegend hinter Dresden unsicher macht, war nur Kennern ein Begriff.

Yahoo! Nachrichten – Innenminister will Druck auf rechtsextreme Rädelsführer erhöhen

Durch eine umfassende Koordination der Polizei will Innenminister Gottfried Timm (SPD) den Druck auf die Rädelsführer der rechten Szene in Mecklenburg-Vorpommern erhöhen. Die insgesamt 50 Mann umfassenden Einsatzgruppen «Mobile Aufklärung Extremismus» (MAEX) bekämen einen «deutlich repressiven Auftrag», sagte Timm am Freitag in Schwerin. Sämtliche Erkenntnisse über einschlägig bekannte Rechtsextremisten sollen zudem durch veränderte Zuständigkeiten in der Polizeiorganisation zusammengeführt werden.
Die rechte Szene im Nordosten versuche zunehmend, sich jeder Kontrolle zu entziehen, betonte Timm. Dies geschehe vor allem durch einen Rückzug aus dem öffentlichen Raum. Das Innenministerium reagiert mit einem «täterorientierten Ansatz»: «Die Polizei wird sich auf die auffällig gewordenen Gewalttäter und Rädelsführer konzentrieren, ihnen regelrecht auf den Füßen stehen», sagte Timm. Dieser Kreis umfasse etwa 50 Personen.

ND- Tarnkappe Bürgerverein

NPD, DVU und Republikaner sind als rechtsextremistisch weithin bekannt – anders als Bürgerinitiativen wie »Ja zu Brandenburg«, »Schöner wohnen in Wolgast Nord« und »Pro Köln«.
Als vor zwei Jahren der Potsdamer Stadtrat ankündigte, das Asylbewerberheim von einem Ort nahe einer Kläranlage in einen leer stehenden Wohnblock im Stadtteil Bornstedt zu verlegen, bildete sich die »Bürgerinitiative Bornstedt«. Dort versammelten sich empörte Bürger mit bekannten Rechtsextremisten. Sie warnten vor einem Werteverlust des Viertels und behaupteten u.a., die Heimbewohner würden Kinder vergewaltigen. Man protestierte, sammelte Unterschriften – schließlich wurde die Ansiedlung des Asylbewerberheims auf zwei Jahre befristet. Die sind jetzt vorbei.
Ähnliches ereignete sich in Wolgast. Nach Beschluss der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern sollten Flüchtlingsheime vom Land in die Städte verlegt werden. Daraufhin bildete sich die Initiative »Schöner wohnen in Wolgast Nord«, die aus bekannten NPD-Mitgliedern, Mitgliedern der Pommerschen Aktionsfront und anderen Neonazis besteht.
In Brandenburg tritt eine Initiative »Ja zu Brandenburg« zur Landtagswahl an. Der Vorsitzende heißt Mario Schultz, war NPD-Landeschef und verließ die Partei Anfang des Jahres, weil sie ihm nicht mehr radikal genug ist. Er gründete eine Bewegung Neue Ordnung, deren Programm laut Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) stark an das NSDAP-Programm von 1920 angelehnt ist.

Frankfurter Rundschau online – “Totale Vernichtung” lautete der Befehl

86-jähriger ehemaliger Hauptmann muss sich wegen Verbrechen in der Nazi-Zeit vor Gericht verantworten
Am Donnerstag beginnt vor dem Münchner Schwurgericht der möglicherweise letzte große Kriegsverbrecher-Prozess. Angeklagt ist der heute 86-jährige ehemalige slowakische Hauptmann Ladislav Niznansky. Er soll 20 Menschen eigenhändig ermordet haben.
München · 7. September · Laut Anklage hat Niznansky im Januar 1945 gemeinsam mit deutschen Truppen in der Slowakei Partisanen gejagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit seiner Einheit, die zur Abwehrgruppe 218 Edelweiß zählte, in den Orten Ostry Grun, Klak und Ksina insgesamt 164 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, ermordet zu haben. 20 Morde soll Niznansky eigenhändig ausgeführt haben. Er bestreitet das.
Der damals 27 Jahre alte Ladislav Niznansky führte die slowakische Einheit des “Edelweiß”-Verbands. Er hatte sich kurz zuvor der Truppe der Nazi-Kämpfer angeschlossen, nachdem er bei der Niederschlagung des slowakischen Nationalaufstands 1944 in deutsche Gefangenschaft geraten war. Er sei damals, so lässt seine Verteidigung verlauten, vor die Wahl gestellt worden: entweder bei den “Edelweiß”-Soldaten mitzumachen oder ins Konzentrationslager zu kommen. Laut Anklage wurde seine Truppe Anfang 1945 mit dem Befehl “totale Vernichtung” in die Ortschaften Ostry Grun, Klak und Ksina geschickt, weil deren Bewohner angeblich Partisanen unterstützten. Zeugen berichteten von einem Massaker mit Maschinenpistolen, Granaten und Brandsätzen.

siehe auch: WWII Nazi murder suspect on trial. A former Nazi commander accused of ordering mass killings in occupied Czechoslavakia during World War II has gone on trial in Munich, Angeklager im NS-Prozess beteuert Unschuld. In München hat einer der letzten Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher begonnen. Der Anklagte, ein gebürtiger Slowake, soll 1945 die Ermordung von 146 Menschen befohlen haben.

Aryan Nations founder Richard Butler dies at 86

Richard G. Butler, the notorious white supremacist who founded the Aryan Nations and was once dubbed the “elder statesman of American hate,” has died at the age of 86, authorities said Wednesday. (…) Several phone calls to Butler’s Hayden home ended when someone picked up the telephone and then hung up without speaking.
The Aryan Nations lost its church and 20-acre compound in northern Idaho in 2000 after a $6.3 million civil judgment led to a bankruptcy filing. Butler moved into a modest tract house bought by a supporter, and made few public appearances in recent years because of failing health.
But he continued to frustrate his opponents. Last year, he ran for mayor of Hayden, collecting just 50 out of 2,122 votes cast in November.
In July, the virulent anti-Semite rode in the back of a pickup truck that was dragging the flag of Israel during a parade by about 40 of his followers through downtown Coeur d’Alene, Idaho, 30 miles east of Spokane.
Butler, a longtime admirer of Adolf Hitler and white supremacist religious teaching, had moved to Idaho in the early 1970s, claiming later that he was impressed by its high percentage of white residents. To the dismay of many locals, the region became known as a place hospitable to white supremacist groups.

siehe auch: Richard Butler founded the Aryan Nations group, RICHARD G. BUTLERFounded Aryan Nations, Richard G. Butler, founder of white supremacist group dies, Richard Butler, who led Aryan Nations, dies in Idaho at 86, White Supremacist Richard Butler Dies, Richard G. Butler, 86, Founder of the Aryan Nations, Dies, Richard Butler