IDGR – Chile: Riesiges Waffenarsenal in ‘Colonia Dignidad’ entdeckt

Den chilenischen Behörden ist es gelungen, am vergangenen Dienstag in der deutschen Kolonie “Colonia Dignidad” ein riesiges Waffenlager auszuheben. Wie die Zeitung “El Mercurio” berichtet, wurden Raketenwerfer, Sturmgewehre und Minen ausländischer Bauart sowie große Munitionsvorräte sichergestellt. Daneben wurden zahlreiche Folterinstrumente aufgefunden. (…) Die Razzia auf dem Gelände der ehemals hermetisch abgeriegelten Siedlung im Süden Chiles, die sich heute “Villa Baviera” nennt, erfolgte im Zuge von Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Dissidenten während der 17-jährigen Militärherrschaft von General Augusto Pinochet bis 1990. Wiederholt gab es Zeugenberichte, wonach verschwundene Dissidenten auf dem Gelände der “Colonia Dignidad” festgehalten und im Auftrag des chilenischen Geheimdienstes DINA gefoltert worden seien. Auch Boris Weisfeiler, ein russischer Jude mit US-Pass, “verschwand” 1985 in der Nazi-Siedlung, wie auch der junge Niederländer Maarten Visser. Nachweislich belegt sind Kontakte des Colonia-Gründers Paul Schäfer zu dem früheren Oberst der Wehrmacht, Hans-Ulrich Rudel. Rudel, ein aktiver Neonazi war persönlich in der Colonia Dignidad. Damals wurde die Siedlung mit unterirdischen Bunkern, Kommandozentralen, einem umfassenden geheimen Warn- und Überwachungssystem und einem unterirdischen Flugplatz ausgestattet. Das Stützpunktsystem gehörte zu einem “Projekt Andrea”, in dessen Rahmen in großen Mengen Giftgas eingesetzt werden sollte.

derStandard.at: 130 Gräber auf jüdischem Friedhof in Budapest geschändet

Premier von einer Million Forint Prämie für Ergreifung der Täter – Bürgermeister: “Schändliche Straftat”
Auf dem Budapester jüdischen Friedhof in der Kozma-Straße sind 130 Gräber geschändet worden. Unbekannte hätten die Grabsteine umgestürzt und zerstört, informierte der geschäftsführende Direktor der Ungarischen Jüdischen Gemeinden, Gusztav Zoltai, heute Mittwoch laut einer Meldung der ungarischen Nachrichtenagentur MTI. Wegen eines Feiertages war der Friedhof am Sonntag geschlossen und erst heute Mittwoch wieder geöffnet worden. Dabei habe man die Schändung der Gräber bemerkt.

de.indymedia.org | naziversand betreiber hacking/outing

Heute wurde die neue Webseite des Hugin-Versand Betreibers Opfer antifaschistischer HackerInnen. Aus den Mails des Betreibers wurde deutlich das Kammeradschaft und Ehrlichkeit nur leere Worte innerhalb der Naziscene sind. Es geht schlichtweg um Bereicherung und gnadenlose Abzocke.
www.hv1488.de
Uuups, da ist es wieder passiert. Eigentlich hatte sich Andre Malheur doch solche Mühe bei der Gestaltung seines Onlineshops gegeben. Aber nicht alles kann so klappen, wie die Herausgabe des SSS-Rundbriefes “Froindschaft”, an dessen Herausgabe Malheur Ende der 1990er Jahre maßgeblich beteiligt war. Das waren aber nicht die einzigen Aktivitäten von Malheur. Wie der Anklageschrift im SSS-Prozess zu entnehmen ist, zählte Malheur 1996 zu den Gründungsmitgliedern der Skinheads Sächsische Schweiz (SSS) und war im Mai 1999 beim Überfall auf die Umweltfabrik in Pirna-Liebethal mit beteiligt. Im SSS-Prozess angeklagt war er dafür jedoch nicht.
Fakten: Betreiber des “Hugin”-Versandes ist das ehemalige SSS-Member (Bezeichnung für Mitglieder in Führungsstrukturen der Skinheads Sächsische Schweiz) und Mitherausgeber der Zeitschrift “Froindschaft”, von der mindestens acht Ausgaben mit einer Auflage von ca. 50-100 Stück erschienen, Andre Malheur. Malheur wurde im SSS-Prozess nicht angeklagt, obwohl er am Überfall auf die Umweltfabrik in Pirna-Liebethal mit beteiligt war. Malheur kandidierte zur Kommunalwahl 2004 in Heidenau für die NPD, konnte aber kein Mandat erringen.

de.indymedia.org | nazifrauen webseite gehackt

aktive frauen fraktion wurde opfer eines hackerangriffes
Der folgende Text wurde dem “Rechten Rand”, Ausgabe Nr.93/MärzApril2005, entnommen: Mädels mit Kampfgeist
Die „Aktive Frauen Fraktion”
„Es mögen Männer Welten bauen, es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen”, lautet der Slogan der extrem rechten „Aktiven Frauen Fraktion”. Nach nur einem halben Jahr Anlaufphase lief die AFF in der (süddeutschen) Naziszene zur Hochform auf.
In 2004 organisierte die „Aktive Frauen Fraktion” (AFF) vier von mindestens 14 konspirativen Rechts-Rock-Konzerten in Baden-Württemberg mit. Darunter auch das Konzert am 10. April 2004 in Laupheim, das sie zusammen mit dem „Widerstand Schwaben” durchführten. 200 Besucherinnen reisten zu dem Konzert der schwedischen RechtsRockerin „Saga” und der Band „Act of Violence” (Babenhausen). Ausgehend von dieser Veranstaltung wurden 500,- Euro für das NPD-Projekt „Schulhof”-CD gespendet. Dem Verfassungsschutz Baden-Württemberg ist die AFF als „ein führender Konzertveranstalter nicht bekannt’, wie deren Vize-Präsident Hans-Jürgen Doll gegenüber Report einräumen mußte.
Begonnen hat alles im Juni 2003, als die 1975 geborene Isabell Pohl mit ihrer Homepage „Feathercut” startete. Pohl, deren persönliches Vorbild die 1995 verstorbene Ehefrau von Rudolf Hess, Ilse Hess, ist, postete auf ihrer Internetseite Texte, die sich auf den Nationalsozialismus beziehen und veröffentlichte auch Originaldokumente auf ihr, wie beispielsweise das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses von 1933”. 2003 initiierte die dreifache, allein erziehende Mutter die Gründung der AFF. Ursprünglich stammt sie aus Thüringen, wohnt mittlerweile aber in Obergröningen. Zum Kern der AFF gehören unter anderem auch Doreen Frenzel aus Zschorlau, Ulrike Friedrichson und eine Reihe weiterer junger Frauen aus Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Thüringen und Berlin-Brandenburg. Die Aufnahmekriterien sind klar: Melden dürfen sich „Mädels mit Kampfgeist` ab 18 Jahren. Frauen, die nur in der Bewegung sind „um ihren Jungs zu gefallen”, sind nicht erwünscht. Die AFF sei eine „Mädelorganisation, die auf eigenen Beinen steht und eigene Aktionen durchführt”, die aber durch-aus „gern Hilfe von unseren männlichen Mitkämpfern annimmt”, denn die AFF-Frauen seien auf keinen Fall Emanzen.
Die AFF wendet sich gegen Abtreibung und gegen „Kinderschänder”. Gerade beim letzten Thema „sei es doch egal, ob man links oder rechts eingestellt ist”, so eine AFF-Frau im Internetforum. Das jetzige Deutschland sei laut AFF „schon lange nicht mehr tragbar und veranlasst uns Frauen aktiv und ohne Kompromisse gegen diesen Staat vorzugehen. Wir werden nicht zusehen wie unsere Gene, unser Stolz, unsere Moral, Treue, Disziplin und Pünktlichkeit, all die Eigenschaften eines Deutschen zu Grunde gerichtet werden durch die Multi-Kulti-Spaßgeneration”. Mit „geschultem Babysitter”, wie die AFF hervorhebt, trafen sich die jungen Frauen letztes Jahr vom 17. bis 19. September 2004 in Thüringen.

taz 16.6.05 REPs auf der Suche nach den Unterschriften

Fast unmöglich ist es für die Bremer Republikaner 484 Unterschriften zu bekommen, um an der Wahl teilzunehmen
Die Stimmung ist gut im Landhaus Walle. Elf Gäste haben sich zur Mitgliederversammlung eingefunden. Kein schlechter Wert für die Bremer Republikaner (REP), denn der Landesverband hat ganze 15 Mitglieder. Im September wollen die REPs zur Bundestagswahl antreten. Allein um zugelassen zu werden, müssen sie 484 Unterstützerunterschriften sammeln. “Mit Mühe bekomme ich vielleicht 200”, sagt der Landesvorsitzende Peter Pricelius, der auf Hilfe anderer Landesverbände hofft.
Inhaltlich diskutieren sie kaum mit den meist älteren Bremern. Einer macht einen Witz über Kopftuchträgerinnen, jemand scherzt über die Bedeutung von Kreuzen, auch von Hakenkreuzen. Doch mit Rechtsextremismus wollen die geistigen Vorturner der Bremer REPs nichts zu tun haben. Man stehe auf dem Boden des Grundgesetzes, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Harald Wiese, der wie sein Vorsitzender für den Bundestag kandidiert. “Alle Maulwürfe, die ein Bündnis mit DVU und NPD wollten, haben wir rausgeworfen”, meint Peter Pricelius. Übrig geblieben ist ein kleines Häufchen, das hofft, bei der Bundestagswahl in Bremen mehr als die 0,25 Prozent oder 940 Stimmen zu bekommen, die sie 2002 erhielten. “Totale Bedeutungslosigkeit” nennen das die Bremer Verfassungsschützer. Die Organisation sei “desolat” heißt es in ihrem jüngsten Bericht.

Berliner Morgenpost: Umstrittener Lehrer darf weiter unterrichten

Im Fall des Lehrers Karl-Heinz Schmick ist gestern vom Verwaltungsgericht ein Urteil ergangen – abgeschlossen ist das wohl längste Verfahren der Schulverwaltung gegen einen Lehrer damit noch nicht. Der Vorwurf lautet Verharmlosung der Naziverbrechen.
Vor fünf Jahren hatte die Verwaltung Ermittlungen gegen den Lehrer Schmick vom Gymnasium Steglitz aufgenommen, nachdem eine Elterninitiative auf vermeintlich rechtsextreme Äußerungen im Unterricht aufmerksam gemacht hatte. Anlaß zu den Ermittlungen gaben außerdem seine Schriften zur Wehrmachtsausstellung.

Presserat: Satire darf Schweizer Volkspartei aufspießen

„Die Satire hat in der Schweiz eine lange Tradition“ – so kommentierte Tagesanzeiger -Chefredakteur Peter Hartmeier gegenüber dem HELGOLÄNDER VORBOTEN ein Urteil des Schweizer Presserates, der eine Beschwerde gegen eine in der Zeitung veröffentlichet Karikatur zurückwies. Einzelne Vertreter der Schweizerischen Volkspartei (SVP) hatten Anstoß an der Zeichnung des Künstlers „Nico“ genommen, die Mitglieder der SVP beim Grillen eines Ausländers zeigt. Im Untertitel heißt es: „Stimmt überhaupt nicht, dass wir Ausländer nicht mögen, sie müssen nur gut gewürzt sein“.
Der Presserat urteilte, die Karikatur ziele entgegen der Klageaussage nicht auf die Herabsetzung von Ausländern, sondern vielmehr auf eine Kritik der nach Auffassung des Zeichners ausländerfeindlichen Politik der SVP. Presserat und Tagesanzeiger führten aus, die Karikatur werfe der SVP „in überspitzer Weise“ vor, heuchlerisch zu agieren, weil sie einerseits immer wieder behaupte, nicht fremdenfeindlich zu sein, andererseits aber ausländerfeindliche Ressentiments schüre.

derStandard.at: Brandanschlag auf Rotterdamer Moschee

Gebetsraum ausgebrannt – Keine Verletzten – Seit van-Gogh-Mord 150 Anschläge vor allem auf muslimische Einrichtungen
In der niederländischen Hafenstadt Rotterdam ist am Mittwoch eine Moschee durch Brandstiftung verwüstet worden. Der Eingang und der Gebetsraum seien völlig ausgebrannt, berichtete die Polizei. Menschen wurden nicht verletzt. Hinweise auf mögliche Täter gebe es noch nicht. An den Außenwänden der in einem Lagerhaus untergebrachten Moschee entdeckte die Polizei Schmierereien, die auch auf den Mord an dem islamkritischen Filmregisseur Theo van Gogh anspielten.

Onlineportal stimme.de – Aufmarsch der Neonazis, Demo und DGB-Aktion

Die Bewegung Deutscher Volksgemeinschaft (BDVG) des Neonazi-Aktivisten Lars Käppler veranstaltet am Samstag, 18 Juni, eine Kundgebung und Demonstration in und durch Heilbronn. Sie wird um 13.30 Uhr am Finanzamt beginnen. An der Allee ist eine Kundgebung geplant. Genehmigt ist diese Veranstaltung “mit entsprechenden Auflagen wie dem Verbot der Verwendung bestimmter Symbole bis 16 Uhr”, wie Rüdiger Muth, stellvertretender Leiter des Heilbronner Ordnungsamtes betont.
Da diese neonazistische Gruppierung bereits zum zehnten Mal in der Region Heilbronn-Franken aufmarschiert, ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einer Kundgebung auf. Diese findet am Samstag, 18. Juni, um 12 Uhr an Fleiner-Tor-Brunnen, Fleiner-Straße und in der Rollwag-Straße statt.

mz-web.de – Angekündigter Nazi-Aufmarsch in Halbe stiftet Streit

Gegendemonstration spaltet Landesregierung – «Böhse Onkelz» auf Lausitzring
Für den 18. Juni haben Neonazis einen Aufmarsch am Soldatenfriedhof in Halbe bei Berlin geplant. Angemeldet wurde er durch den bundesweit bekannten Neonazi Christian Worch. Der Soldatenfriedhof in Halbe ist einer der größten in Deutschland und seit der Wende häufig Anlaufpunkt von Neonazis. Hier liegen viele Wehrmachtsangehörige, die in der Schlacht um Berlin gefallen sind.
Der Termin des Aufmarsches steht in Zusammenhang mit einem gleichzeitig auf dem nahen Lausitzring stattfindenden Konzert der Hardrock-Band “Böhse Onkelz”. Zu dem Konzert dieser Band, die Zulauf auch aus der rechten Szene hat, werden an drei Tagen über einhunderttausend Besucher erwartet. Für den rechten Aufmarsch rechnet der Verfassungsschutz des Landes Brandenburg mit mehreren hundert Teilnehmern.
Seit Mai dieses Jahres sind Kundgebungen auf Friedhöfen in Brandenburg nicht mehr zulässig. Parallel zur Verschärfung des Bundesgesetzes in Bezug auf das Holocaust-Mahnmal hatte das Land Brandenburg sein Demonstrationsrecht ebenfalls geändert. So dürfen Demonstrationen nicht direkt auf den 1 200 Soldatenfriedhöfen des Landes stattfinden, wohl aber in der Nähe.

siehe auch: “Flagge zeigen” gegen Neonazi-Aufmarsch. Am Soldatenfriedhof Halbe 3000 Menschen erwartet, CDU-Ministerin demonstriert gegen Neonazis. 41 Orte unterstützen Kundgebung in Halbe, Wanka will an Protest gegen Neonazis in Halbe teilnehmen, Kulturministerin will in Halbe gegen Neonazis demonstrieren. Wanka weicht von Position der Parteiführung ab. Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka will als einziges Regierungsmitglied der CDU an der Demonstration gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch am 18. Juni in Halbe teilnehmen. Das teilte ihr Ressort gestern in Potsdam mit