junge welt vom 17.04.2004: Deutscher Stolz Vorwär…

junge welt vom 17.04.2004: Deutscher Stolz
Vorwärts zum Endsieg: Die Bundeswehr pflegt ihre Tradition im Sinne des Reichsmarschalls Göring

Hitlers Reichsmarschall Hermann Göring muß über prophetische Gaben verfügt haben. Erhob er doch in seinem Tagesbefehl vom 24. November 1941 den bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Fliegerobersten Werner Mölders in den Rang der Unsterblichkeit und sagte voraus, Mölders werde »in der Luftwaffe wie in der Geschichte des deutschen Volkes bis in alle Ewigkeit fortleben«. Sein »Andenken«, so Göring »soll uns stolze Tradition und stets Vorbild höchster militärischer Tugend sein«. Im bayerischen Neunberg gilt Görings Tagesbefehl auch im Jahre 2004. Das dort stationierte Luftwaffengeschwader 74, eine im Auslandseinsatz erprobte Eliteeinheit, kündet Tag für Tag von der Weitsichtigkeit der Nazis, für die Mölders der Vorzeigeheld schlechthin war und der von Hitler die höchste aller damaligen Auszeichnungen, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, erhalten hatte. Das Geschwader trägt seit 1973 (wie auch ein Zerstörer der Marine und eine Bundeswehrkaserne) den Namen des »unvergeßlichen Helden« Werner Mölders. Eine moderne Angelegenheit, war doch der Namenspatron in vielen Auslandeinsätzen erprobt: In Spanien beispielsweise in den Reihen der »Legion Condor«, die dem faschistischen Franco-Regime zum Sieg über das republikanische Spanien verholfen hatte. Der Überfall auf Frankreich versetzte ihn in helle Begeisterung. »Die schrecklichen Bilder der französischen Flüchtlingsströme geben uns doch das Hochgefühl unerhörter Überlegenheit«, ist in seinem Kriegstagebuch zu lesen. In selbigem hatte er in den Tagen des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion festgehalten: »Ein gewaltiger Krieg ist im Gange und ich bin stolz darauf, mit meinen Geschwader im Schwerpunkt der Kampfhandlungen eingesetzt zu sein.«

Russia: the rising tide of hatred – [Sunday Herald…

Russia: the rising tide of hatred – [Sunday Herald]
Special Report: Russia’s Killer Fascist Gangs

Amid the crushing poverty, brutal forces have emerged and grown in the former Soviet Union: neo-Nazi skinhead gangs who’ll kill even young children in the name of race … and for kicks
Hurshida Sultanova was just nine years old when she met her death at the hands of Russian skinheads. Out walking with her father and 11-year-old cousin in St Petersburg, Russia’s second city, the little girl was attacked by a group of about 10 “skins”, their faces concealed by scarves. The trio – originally from the former Soviet republic of Tajikistan – attracted the young men’s attention for one reason only: their dark skin. They were set upon in a city courtyard with a brutality that is becoming more and more common in Russia. First came the racial abuse, then the beating with chains. Finally the knives came out and the skins fell upon Hurshida. She was stabbed 11 times and died in front of her father, her young blood soaking into the February snow.
The Russian authorities would have you believe such incidents are rare, but they are not. Russia, the country that helped defeat fascism and Hitler, is becoming a crucible of anti-foreigner hate. It is fed by crushing poverty, a lingering sense of humiliation following the collapse of the Soviet Union and by Russia’s bloody conflict in Chechnya.
This month has been relatively quiet by Russian standards – so far. A Chinese student in Moscow was beaten unconscious with baseball bats by two men who stole his watch and mobile phone. Then there was the market rampage in Volgograd, the city formerly known as Stalingrad and the place Hitler met his match. At least 60 masked young men, armed with metal bars and chains, rampaged through the city’s central clothes market, which is staffed largely by non-whites from the Caucasus and Central Asia. The attackers wreaked havoc for about an hour, smashing stalls and beating traders. They left one market trader dead and 20 injured.

Leipziger Volkszeitung: Stars rocken gegen Dumpf …

Leipziger Volkszeitung: Stars rocken gegen Dumpf
Grund zum Ausruhen gibt es nicht

‘Die Bedrohung bleibt, und wir müssen uns der Gefahr immer wieder stellen’, betont Wolfgang Tiefensee. Am 30. April steigt vor dem Völkerschlachtdenkmal erneut das Popfestival ‘Leipzig. Courage zeigen’ als musikalisches Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und Extremismus, und der OBM lässt es sich nicht nehmen, als Schirmherr erneut für das Großereignis zu trommeln. Jedes Jahr kamen 15.000 Menschen zu den Konzerten am steinernen Koloss von Stötteritz, der mit seinen heroischen überdimensionalen Kriegerfiguren zum unheiligen Mekka für Rechtsextreme geworden ist. Am Abend vor dem 1. Mai, an dem Neonazis erneut aufmarschieren wollen, machen Stars der Musikszene Stimmung gegen Dumpf: Bettina Wegener, Electra, Sebastian Krumbiegel & The East West Connection, Knorkator, Subway To Sally und zwei Geheimtipps: Propaganja, Gewinner des letztjährigen Courage-Nachwuchsfestivals, und die Sieger diesen Jahres, die am 24. April beim Finale im Anker gekrönt werden.

Oberhessische Presse: Gladenbacher versprerrten Ne…

Oberhessische Presse: Gladenbacher versprerrten Neonazis den Weg
Hinter einer Polizeiblockade beschimpfen wutentbrannte Neonazis die Gladenbacher Gegendemonstranten, die den Weg zum Markplatz versperrt hatten.

Die richterliche Erlaubnis für eine Kundgebung auf dem Markplatz hat den etwa 400 Neonazis nichts genutzt. Die Gladenbacher ließen die Rechtsextremen nicht durch. von Carina Becker und Hartmut Berge Die Gladenbacher kamen den etwa 400 Neonazis, die am Samstagnachmittag in der Stadt demonstrierten, zuvor. Bereits um 10.30 Uhr begannen sie mit ihren Aktionen gegen die Aufmärsche der Rechtsradikalen, die die Kleinstadt am Wochenende bereits zum dritten Mal heimsuchten. … Ab 15 Uhr formierten sich etwa 400 Rechtsradikale in der Industriestraße. Hunderte von Polizisten kesselten den Zug ein. Die Radikalen marschierten durch das Industriegebiet, die Wilhelmstraße und Kreuzstraße, an deren Ende sie auf eine Polizeiblockade stießen. Dahinter hatten sich mehr als 100 Gladenbacher Bürger und Freunde aus benachbarten Dörfern und Städten versammelt, um den Neonazis den Weg zum Markplatz zu versperren. Die Radikalen mussten ihre Kundgebung auf der Kreuzung abhalten.

Siehe auch: Riesiges Polizeiaufgebot hält Demonstranten auseinander

BerlinOnline: Neonazis spielten im Wald Krieg Pol…

BerlinOnline: Neonazis spielten im Wald Krieg
Polizei beendete paramilitärische Übungen

Der Berliner Polizei ist ein Schlag gegen organisierte Neonazis gelungen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) nahm gestern gegen drei Uhr in einem Wald bei Finowfurt (Barnim) fünf Männer fest, die sich zu Wehrsportübungen getroffen haben sollen. Laut Polizei legten sie stabsmäßig Unterstände und Lagerfeuer an und bauten Zelte auf. ‘Die Intention der Leute ging über pures Trinken und Zusammensitzen am Feuer hinaus’, sagte der stellvertretende Staatsschutz-Leiter, Klaus Gäth gestern. In paramilitärischer Manier hätten sie unter anderem Belastungsmärsche mit Gepäck absolviert. Die Festgenommenen sind zwischen 26 und 48 Jahre alt, stammen aus Weißensee, Pankow und Brandenburg und nannten sich ‘Kameradschaft Nordland’. Gleichzeitig gehören einige der Festgenommenen zum Umfeld der ‘Ariogermanischen Kampfgemeinschaft Vandalen’, einem Rocker-Club aus dem Ostteil Berlins.

Siehe auch: “Sturz des Systems” beabsichtigt?. (…) Zudem wurden bei Durchsuchungen in 15 Häusern Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Hieb-, Stich- und Gaswaffen und Sprengstoff beschlagnahmt, wie die Berliner Polizei mitteilte.(…)

Nürnberger Zeitung: Der Neo-Nazi beleidigte sogar …

Nürnberger Zeitung: Der Neo-Nazi beleidigte sogar die Anklägerin
Justiz erließ einen 47-seitigen Haftbefehl wegen Volksverhetzung und verfassungsfeindlicher Delikte

Der aus Zirndorf stammende Rechtsradikale Gerhard Ittner sitzt seit letztem Donnerstag in Untersuchungshaft. Das bestätigte gestern die Justizpressestelle. Der 45-Jährige wurde nach weiteren Fällen der Volksverhetzung und anderer verfassungsfeindlicher Delikte in seiner Wohnung festgenommen. Als Haftgrund des vom Amtsgericht erlassenen 47-seitigen Haftbefehls nannte die Justiz Fluchtgefahr. Es sei davon auszugehen, dass Ittner „angesichts der Vielzahl der Tatvorwürfe und seines jeweiligen strafbaren Nachtatverhaltens im Februar und März 2004 eine erhebliche Freiheitsstrafe zu erwarten hat.“ Der als querulatorisch geltende Neo-Nazi hat inzwischen Haftbeschwerde eingereicht. Wie berichtet, muss sich Gerhard Ittner gemeinsam mit einem 20-jährigen Mittäter ab dem 14. Juni 2004 wegen zahlreicher länger zurückliegender Fälle der Volksverhetzung vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts verantworten. Die neuen Vorwürfe, deretwegen er jetzt in U-Haft sitzt, umfassen Straftaten, die er einerseits im Internet, andererseits als verantwortlicher Leiter der Kundgebung vom 6. September 2003 auf dem Max-Morlock-Platz verübt haben soll. Um diese Veranstaltung hatte es seinerzeit ein gerichtliches Tauziehen gegeben. Das Bundesverfassungsgericht gab zu guter Letzt sein Placet zu der Neo-Nazi-Demonstration, wenn auch unter bestimmten Auflagen.

Kriegsverbrechen in Vietnam: Apocalypse Now Die…

Kriegsverbrechen in Vietnam: Apocalypse Now

Die Männer der Tiger Force mähten wehrlose Bauern nieder, schnitten ihren Opfern die Ohren ab und enthaupteten Babys: Monatelang recherchierten Journalisten der amerikanischen Lokalzeitung ‘Toledo Blade’ die blutige Spur der US-Eliteeinheit im Vietnam-Krieg. SPIEGEL ONLINE hat den Report übersetzt, der jetzt mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Terrorismus: Bin Ladens Oklahoma-Connection Ein…

Terrorismus: Bin Ladens Oklahoma-Connection

Eine alte Theorie bekommt wieder Aufwind: War al-Qaida in den Bombenanschlag von Oklahoma City 1995 verwickelt? Bisher galt das Attentat als das alleinige Werk zweier rechter US-Waffennarren. Doch jetzt gibt es neue Zweifel an dieser offiziellen Version.
Sie nennen sie die ‘Königin des Südens’. Cebu City, die älteste Stadt der Philippinen, ist heute nicht nur Universitätssitz und Wirtschaftszentrum, sondern auch eine der beliebtesten Touristenattraktionen des Inselstaates. Jedes Jahr strömen Millionen Besucher nach Cebu, um die Tempel, Strände und feinen Golfplätze am Pazifik zu genießen. In der letzten Novemberwoche 1994 befanden sich darunter auch ein Amerikaner und ein Exil-Iraker. Der Amerikaner besuchte seine Ehefrau, eine philippinische ‘Katalogbraut’. Der Exil-Iraker traf sich mit alten Freunden in Cebu. Beide Männer wurden gleichzeitig an Cebus Southwestern University gesichtet, wo sowohl die Gattin des Amerikaners als auch die Freunde des Irakers studierten. Beide Männer hatten ihre Visa in derselben Woche beantragt. Beide Männer buchten denselben Rückflug nach Los Angeles, Northwest Airlines Flug 30.
Und hier wird die Geschichte spannend. Der Amerikaner war Terry Nichols, der sich fünf Monate später in die Geschichte einschrieb, als Komplize beim Bombenanschlag von Oklahoma City, einer angeblichen Einzelaktion zweier rechtsextremer US-Waffennarren. Der Exil-Iraker war Ramsi Ahmed Jussuf, der Drahtzieher des ersten Attentats auf das World Trade Center von 1993 – ein islamischer Fundamentalist und Bombenbauer unter Obhut des Qaida-Gründers Osama Bin Laden.

de.indymedia.org: Angriff auf Bund der Vertriebene…

de.indymedia.org: Angriff auf Bund der Vertriebenen

Am Osterwochenende wurde bei der Zentrale des Bundes der Vertriebenen in Bonn eingebrochen, Akten gestohlen und die Büros beschädigt. Abgriff auf Zentrale des Bund der Vertriebenen in Bonn Am 12. April 2004 meldete der Bonner Generalanzeiger, dass Unbekannte irgendwann zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag in die Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Vertriebenen in Bonn – Bad Godesberg (Plittersdorf) eingebrochen waren. Mehrere Waschbecken seien zerschlagen und die Wasserhähne aufgedreht worden, so dass das Wasser auf den Boden lief. Dadurch seien erhebliche Wasserschäden entstanden, die dann von SpaziergängerInnen entdeckt wurden. Diese riefen dann die Polizei, die feststellte, dass ausserdem Akten gestohlen worden seien. Der Polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Die Zeitung verbreitete ausserdem Vermutungen, dass ein möglicher Hintergrund für den Einbruch die Repressionen gegen die Demonstration am 9. November 2003 in Frankfurt/Main seien. Die Vorsitzende des Vertriebenenbundes und Frankfurter Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU) wurde anlässlich der Antifa-Demo gegen den Bund der Vertriebenen auf einer Fotomontage gezeigt, wie sie in einer SS-Uniform mit Hakenkreuzbinde auf Gerhard Schröder sitzt. Anfang 2004 wurden in Frankfurt deshalb von der Polizei Privaträume und ein Cafe durchsucht.

junge welt vom 16.04.2004 – Da ist mehr im Bush P…

junge welt vom 16.04.2004 – Da ist mehr im Bush
Pentagon spielte mehrfach vor dem 11. September 2001 Terrorangriff mit entführtem Flugzeug durch

»›Was wußte der Präsident, und wann wußte er es?‹ lautet die berühmte Watergate-Frage, deren öffentliche Beantwortung Richard Nixon, der alles notorisch abgestritten hatte, zu Fall brachte. Was den 11.9.2001 und die Warnungen vor einem Al-Qaida-Anschlag betrifft, lautet die Frage jetzt ›Was wußte der Präsident – und warum wollte er davon nichts wissen?‹« Mit diesen Sätzen hat Matthias Bröckers die aktuellen Vorgänge im Untersuchungsausschuß des US-Kongresses zum 11. September kommentiert – aber nur im Internet-Portal »Telepolis« und nicht in seinem früheren Hausblatt, der Tageszeitung (taz). Das Berliner Blatt und die übrige Mainstream-Presse halten Distanz zu dem Investigativjournalisten, der mittlerweile schon zwei Bücher über die Terroranschläge auf World Trade Center und Pentagon veröffentlicht hat. Die Fernsehsender Phoenix und WDR sowie der Spiegel hatten ihm gar schon die Antisemitismus-Schelle umgehängt. Die Message ist klar: Wer heute das Weiße Haus beleidigt, zündet morgen Synagogen an. Seit dem gestrigen Donnerstag ist klar, daß Bröckers zumindest in einem wichtigen Punkt recht hatte. Die Nachrichtenagentur AP meldete um 6.44 Uhr: »Wenige Monate vor den Anschlägen vom 11. September haben US-Militärexperten ein Manöver vorgeschlagen, bei dem der Absturz eines entführten Passagierflugzeuges auf das Pentagon simuliert werden sollte. Mit der Übung sollte der Generalstab im April 2001 auf einen etwaigen Ausfall des Operationszentrums im US-Verteidigungsministerium vorbereitet werden, wie ein Sprecher des Pentagon am Mittwoch (Ortszeit) bestätigte.«