Nazi-Symbole: Schule verbietet geheimen Dresscode – SPIEGEL ONLINE

Eine Realschule im schwäbischen Weinstadt hat genug von rechtsextremen Symbolen. Für die Schüler stehen jetzt Bomberjacken mit “88”-Aufnähern und bestimmte Marken wie Thor Steinar oder Lonsdale auf dem Index. Juristisch ist das heikel, und die Dresscodes von Jugendlichen sind für Lehrer wie Eltern schwer zu durchschauen.
Es ist eine Art Geheimsprache, in der jugendliche Extremisten ihre braune Gesinnung demonstrieren. Auf ihren Hemden, Jacken oder Mützen tragen sie Schriftzüge wie Consdaple, Thor Steinar, Lonsdale oder Pitbull. In Kombination mit Bomberjacken und Springerstiefeln sind die Klamotten auf vielen Schulhöfen zu beobachten – es ist eine Art Dresscode für Neonazis. Aber nicht selten begreifen jüngere Schüler die Zeichen eher als Modegag und ahmen die fragwürdigen Vorbilder nach. Eine Schule in Baden-Württemberg hat nun das Tragen dieser Marken verboten – und lässt damit die Diskussion um die schulische Kleiderordnung wieder aufleben.
Seit Beginn dieses Schuljahres bemerkten die Lehrer der Reinhold-Nägele-Realschule in Weinstadt immer häufiger martialische Outfits an ihren Schülern. “Etwa zehn Jungen trugen regelmäßig rechtsradikale Embleme”, erzählt Schulleiterin Antje Fröhlich gegenüber SPIEGEL ONLINE. Die Schüler ließen über “Consdaple” Hemden ihre Bomberjacken offen, so dass auf dem T-Shirt das Kürzel “NSDAP” zu sehen war. Oder sie nähten sich die Zahl 88 auf die Jacke – das steht für den Gruß “Heil Hitler” (weil H der achte Buchstabe im Alphabet ist). Einmal fand die Rektorin sogar Hakenkreuze an der Klassenzimmerwand.

Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach – Langguth will keine Nazis in Odernheim – Pöbeleien Thema im Gemeinderat

Ortsbürgermeister Thomas Langguth macht Front gegen die Szene der Rechtsradikalen, die sich offenbar im Ort formiert. Die Beschwerden aus der Bevölkerung gegen die vermultlichen Neonazis sind mittlerweile so drängend, dass Langguth den Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen will. Der Bürgermeister plant, unter Umständen auch den Verfassungsschutz einzuschalten.
“Eine rechtsradikale Gruppe aus der Umgebung von Odernheim, in der auch Sympathisanten aus dem Dorf sind, pöbelte insbesondere ältere Menschen und ausländisch aussehende Mitbewohner an”, berichtet Langguth der AZ. Der Bürgermeister nimmt auch an, dass mutwillig zerschlagene Flaschen neben Sitzbänken im Dorf auf das Konto dieser Gruppe gehen.

Hamburger Morgenpost – www.mopo.de – Schießstand-Boss: Ist er ein Neonazi ?

Vorstandsmitglied Andreas H. (39) soll früher Wehrsportübungen abgehalten haben
Andreas H. hat zwei Gesichter. Seine Nachbarn kennen nur den netten, ziemlich beleibten Herrn von nebenan. Hilfsbereit sei er, unauffällig, ruhig. Ganz ähnlich sprechen die Mitglieder des Eißendorfer Schützenvereins über ihr Vorstandsmitglied. Und niemand im Harburger Traditionsverein will etwas gewusst haben. Jetzt aber kommt raus: Bei dem “Schützenbruder”, der seit Jahren ausgerechnet für den sensibelsten Bereich des Vereins verantwortlich ist, die Schießsportanlage, handelt es sich um einen Mann mit rechtsextremistischer Gesinnung.
Alles flog auf, als vergangene Woche linke Demonstranten vor dem Wohnhaus von Andreas H. Flugblätter verteilten, die Nachbarn, aber auch den Schützenverein über die Vergangenheit des 39-Jährigen aufklärten. H. hat nach eigenen Angaben Strafanzeige erstattet. (…) Bereits vor 20 Jahren soll Andreas H. seine rechte Karriere begonnen haben. In den 80er Jahren sei er Mitglied der inzwischen verbotenen Neonazi-Partei FAP gewesen. Später sei er zum “Stahlhelm” gestoßen, der in Jork die “Wehrhafterhaltung der deutschen Jugend” propagierte und auch Wehrsportveranstaltungen durchführte. Andreas H. stieg angeblich bis zum “Ortsgruppenführer” auf.
Übrigens: Die private Internetseite des Andreas H. lässt kaum Zweifel an dessen Gesinnung. Verlinkt hat er sie mit der Homepage der “Exilregierung des deutschen Reiches”. Als Hobby nennt H: “Sportschießen, gute Kneipenschlägereien, Tresenschlampen und die Ostsee.”

siehe auch: HH-Harburg: Kampagne outet weiteren Nazikader. Im Rahmen der antifaschistischen Kampagne “Stadt.Land.Fluss – Kein Raum den Nazis!” wurde heute in Harburg ein weiterer Nazikader geoutet. Gegen Mittag besuchten AntifaschistInnen Andreas Haye (…). Haye ist bereits seit Anfang der 80er Jahre in der militanten Naziszene aktiv. Sein “Karriere” begann bei der FAP, später gehörte er der Führungsriege des “Stahlhelm e.V.” an. Der “Stahlhelm”, der sich im Jahr 2000 selbst auflöste, führte in den 90er Jahren auch Wehrsportübungen durch. Seine Affinität zu Waffen hat Haye sich im übrigen erhalten. Er ist heute “Standwart” beim Eißendorfer Schützenverein. Seit Anfang des Jahres nahm er zudem regelmäßig an Veranstaltungen der Harburger Naziszene teil.

Opposition to Neo-Nazi March in Toledo | North Eastern Federation of Anarchist Communists

On Saturday October 15th, the National Socialist Movement – better known as America’s Nazi Party – has announced that they will be marching through North Toledo to “protest black crime.” The march route they have chosen takes them directly through a predominantly African-American and Polish community, where residents are preparing to oppose these fascists.
Anti-fascists from the Midwest are planning to join local residents in protesting against this neo-Nazi invasion of a Toldeo neighborhood. A counter-demonstration has been called for 8:30AM at Manhattan Plaza (near Manhattan and Stickney Avenues in the North End). Local anti-fas have received word that they will be joined by members of Anti-Racist Action and other organizations from all over the country.
Organizers of “Erase the Hate”, a collaborative effort of 20 area educational, religious, and community organizations, are hoping for public support for their event–a counter-rally some distance for the neo-nazi march. It will be held at noon on Oct. 15 at the Zablocki Senior Center on Lagrange Street.

BBC NEWS | UK | Northern Ireland | Unionist anger over Nazi remarks

Unionists have condemned the priest who witnessed IRA decommissioning after he compared the unionist community to Nazis for past treatment of Catholics. Father Alec Reid’s remarks were made at a public meeting in south Belfast also attended by Reverend Harold Good, the Protestant decommissioning witness.
The DUP’s Nigel Dodds said the remarks were appalling, while UUP leader Sir Reg Empey said they were almost racist.

siehe auch: Fr Reid compares unionists to Nazis

junge welt vom 12.10.2005 – Münchner Antifaschisten müssen in Arrest

Neonazis machten widersprüchliche Aussagen. Richterin sah darin Beleg für ihre Glaubwürdigkeit
Trotz widersprüchlicher Aussagen der Belastungszeugen aus der Neonaziszene wurden am Montag nachmittag zwei Münchner Jugendliche wegen gefährlicher Körperverletzung zu Arreststrafen verurteilt. Eine weitere junge Antifaschistin wurde freigesprochen. Aufgrund des jugendlichen Alters der Angeklagten fand die Gerichtsverhandlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Die war erst zur Urteilsverkündung wieder zugelassen und konnte leicht erkennen, daß eine wirkliche Rekonstruktion der Ereignisse nicht gelungen war.
Ende letzten Jahres waren zwei Neonazis nach einer Kundgebung bei einer Auseinandersetzung mit linken Jugendlichen verletzt worden. Einem wurde das Nasenbein gebrochen, der andere wurde mit zahlreichen Prellungen ins Krankenhaus eingeliefert. »Irgendwie müssen die Verletzungen ja zustande gekommen sein«, sagte Richterin Prell. Daß sich die sieben Belastungszeugen nach elf Monaten teilweise massiv widersprachen, wertete sie als Zeichen besonderer Glaubwürdigkeit. Dadurch deute nichts darauf hin, daß sie sich abgesprochen hätten. Der Angeklagte Falko B. (20) wurde zu einer Woche Dauerarrest und Nora P. (16) zu einem Wochenende »Freizeitarrest«, sowie 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die 16jährige Mitangeklagte Alina W. wollte nur ein Zeuge erkannt haben – seine Beschreibung war aber selbst Richterin Prell zu vage. Sie wurde freigesprochen.

de.indymedia.org | Neonazi-Party in Heiligenfelde aufgelöst

Die Organisatoren: Betreiber des Internetforums „Freie Nationalisten“ Robert Warnecke aus Syke und Lutz Henze vom Bremer „Heimdall-Shop“ aus Bremen-Blumenthal im „Braune Armee Fraktion“-Shirt, bei die Polizei kürzlich über 1000 teils indizierte Tonträger beschlagnahmt hatte. Der wegen Körperverletzung vorbestrafte Robert Warnecke hatte 2002 mehrere Neonazi-Konzerte in Kirchseelte bei Bremen organisieren können. (…) Bereits am späten Nachmittag warteten der Betreiber des Internetforums „Freie Nationalisten“ Robert Warnecke aus Syke und Lutz Henze vom Bremer „Heimdall-Shop“ aus Bremen-Blumenthal auf ihre Gäste.
Henze im „Braune Armee Fraktion“-Shirt telefonierte eifrig herum. Bei ihm hatte die Polizei kürzlich über 1000 teils indizierte Tonträger beschlagnahmt. Der wegen Körperverletzung vorbestrafte Robert Warnecke hatte 2002 mehrere Neonazi-Konzerte in Kirchseelte bei Bremen organisieren können.
Jetzt reisten Neonazis aus Diepholz, Cuxhaven, Emden (mit Stahlgewitter-Aufkleber), Osterholz-Scharmbeck, Bremen, Westerstede, Rotenburg und Nienburg an. Den Mitgliedern des Bündnis Gegen Rechts Barnstorf/Diepholz fiel besonders die starke Präsenz von Neonazis aus ihrem Landkreis auf. Die meisten der anfahrenden Autos kamen aus dem Flächenkreis Diepholz. Sie waren meist voll besetzt, und das Outfit der aussteigenden- überwiegend männlichen- Festbesucher war auffällig identisch: Schwarze Szenekleidung und Glatze. Rechte Fete war in Heiligenfelde angesagt, und das lockte viele, die sich dieser Szene angehörig fühlten nach Heiligenfelde.

de.indymedia.org | Dresdner Nazi Sven Hagendorf vor Gericht

Der Dresdner Neonazi Sven Hagendorf steht seit Montag wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht Dresden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-jährigen Rechtsextremisten vor, im Jahr 2004 zwei Mal im Umfeld von Montagsdemonstrationen auf antifaschistische DemonstrantInnen eingeprügelt zu haben. Ein interessantes Detail kam bei dem Hack des Neonazi-Forums “Freier Widerstand” am 1.Oktober zu Tage. Ein User mit dem Namen “K²” rühmte sich in einer PM an Karsten Scholz, am 1.11.2004 Antifas angegriffen zu haben und nannte in dem Zusammenhang auch Hagendorf als Mittäter.
Die “Dresdner Neuesten Nachrichten” berichteten heute unter der Überschrift “NPD-Aktivist als Schläger vor Gericht” darüber, dass sich “seit gestern … der NPD-Aktivist Sven H. wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht Dresden verantworten (muss). Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-jährigen Rechtsextremen vor, zwei Mal im vergangenen Jahr im Umfeld von Montagsdemonstrationen auf antifaschistische Demonstranten eingeprügelt zu haben. H., der 2002 als Bundestagsdirektkandidat für die NPD in Dresden antreten wollte und 2004 für das Nationale Bündnis bei der Stadtratswahl kandidierte, soll am 20. September 2004 einen jungen Mann mit der Holzlatte eines Transparents auf dem Altmarkt misshandelt haben. Das Opfer habe Prellungen im Gesicht erlitten, heißt es in der Anklage. Am 1. November 2004 soll der Angeklagte nach einer Montagsdemonstration am Postplatz gegen 20.30 Uhr zwei junge Männer mit Faustschlägen traktiert haben. Kurze Zeit später habe er einen weiteren jungen Mann krankenhausreif geprügelt, ergaben die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Sven H. äußerte sich nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Ein Polizeivideo konnte keine neuen Erkenntnisse liefern. Zu sehen waren zwar antifaschistische Demonstranten, die gegen die Teilnahme von Rechtsextremisten an den Montagsdemonstrationen protestierten. Eine der H. vorgeworfenen Straftaten war auf dem Video nicht zu sehen. Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt. Dann sollen unter anderem die Opfer als Zeugen aussagen.” ( http://www.dnn-online.de/dnn-heute/57749.html)

Polizeipresse: POL-MG: Kripo fahndet in Hermges mit Flugblättern nach Vergewaltigern

Am Mittwoch, 31.August 2005 , morgens gegen 10:15 Uhr, wurde im Bereich Buscherplatz in Mönchengladbach-Hermges eine 34-jährige Frau von drei unbekannten
Männern überfallen und vergewaltigt. Das Opfer der Gewalttat fand erst jetzt den Mut zur Anzeigenerstattung bei der Polizei und konnte die Täter wie folgt
beschreiben:
1. Täter : ca. 35 Jahre alt, ca. 185 – 190 cm groß, Glatze, muskulös, weißes Unterhemd, schwarze Hose, Springerstiefel. Der Mann hatte eine Tätowierung am linken, inneren Handgelenk in Form eines Ankers oder Dreizacks. Die Spitzen waren rötlich eingefärbt. Unter der Tätowierung war der Name “Germania” tätowiert.
2. Täter : ca. 30 Jahre alt, ca. 185-190 cm groß, Glatze mit Stoppeln, schmaler als der 1. Täter, aber auch muskulös, weißes Unterhemd, schwarze Hose, Springerstiefel. Der Mann hatte eine etwa 5-6 cm im Durchmesser große Tätowierung am rechten Oberarm in Form
eines Hakenkreuzes. Darunter waren die Buchstaben “GAZ” tätowiert.
3. Täter : ca. 20-25 Jahre alt, ca. 178-180 cm groß, Glatze mit Stoppeln, weißes Unterhemd, schwarze Hose, Springerstiefel. Der Mann hatte am rechten Arm die Aufschrift “Hitler mein Freund” oder “Hitler mein Führer” tätowiert.

siehe auch: Nazis vergewaltigen Frau in MG. Die Faschoszene in Mönchengladbach wird immer größer und jetzt schrecken die Nazis sogar nicht mehr vor Vergewaltigung zurück

LR-Online – NPD bricht bei Umfrage stark ein

Wähler stehen zur großen Koalition in Dresden
Ein Jahr nach der Bildung der ersten CDU-SPD-Koalition sind die Sachsen mehrheitlich mit der Regierung zufrieden: 58 Prozent der Befragten sagten dem Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid, sie seien „im Großen und Ganzen einverstanden“ mit der Politik der Koalition. (…) Einen starken Einbruch erlebt die rechtsextreme NPD. Nach ihrem Landtagseinzug mit 9,2 Prozent vor einem Jahr bekommt sie in der aktuellen Umfrage nur noch fünf Prozent. In den meisten Politikbereichen trauen nur noch ein bis vier Prozent der Befragten der NPD eine Lösungskompetenz zu. Damit sei deutlich, dass der Wahlerfolg der Partei nicht von „eingefleischten Wählern“ getragen wurde, sondern vom Protest gegen die etablierten Parteien, so Schöppner. Ein großer Teil der NPD-Wähler sei vielmehr ohne Rechtsgesinnung, die Stimmen seien vor allem zur Linkspartei abgewandert.