taz 7.2.05 Vom Haudrauf-Skin zum Pop-Nazi

Die Kameradschaften denken um: Die erfolgreiche NPD wird nicht mehr als parlamentarisch verachtet
Sie heißen “Märkischer Heimatschutz” oder “Pommersche Aktionsfront” – und sie gewinnen immer mehr Einfluss. Der Verfassungsschutz vermutet, dass die Zahl der gewaltbereiten Neonazis im vergangenen Jahr um 800 auf nun insgesamt 3.800 Personen gestiegen ist. Der Erfolg von Kameradschaften beruht auf ihrer zunehmenden Attraktivität vor allem in Ostdeutschland – und zwar weit über die rechte Szene hinaus.
Diese Entwicklung versucht sich die NPD zunutze zu machen. Unvereinbarkeitsbeschlüsse der Partei gegen Neonazis wurden aufgehoben, Parteichef Udo Voigt erklärte, man müsse auch Rechten, die sich offen zum Nationalsozialismus bekennen, eine Heimat in der NPD geben.
Nach dem Wahlerfolg in Sachsen ist die NPD auch für die Kameradschaften interessanter geworden. Noch vor einem Jahr galt die NPD den Kameraden als eine der schwerfälligen und zu wenig radikalen Parteien, von denen man sich Anfang der 90er nach einer Verbotswelle gegen neonazistische Organisationen eigentlich lösen wollte. Ihr Weg: “nationaler Widerstand” in losen und juristisch kaum angreifbaren Zellen. Mehr als die Zusammenarbeit bei Protestaufmärschen hatten die parlamentarisch orientierte NPD und die sich gerne als revolutionär empfindenden Kameraden lange nicht gemein. Heute hingegen sitzen prominente Kameraden in der Partei.
Zu Masseneintritten aus dem Kameradschaftsspektrum ist es auch jetzt nicht gekommen. Die NPD hofft aber auf auf die Loyalität eines losen Netzwerks militanter Neonazis. Die deutschlandweit 160 Kameradschaften könnten die Funktion übernehmen, an der die NPD-Jugendorganisation Junge Nationale bislang gescheitert ist: bei der politisch noch unbedarften Jugend für den rechtsextremen Nachwuchs zu sorgen. “Die Spaßgesellschaft ist auch bei uns am Ende”, behauptet Sachsens NPD-Fraktionschef Holger Apfel. “Diese Jugend will wieder politisch arbeiten.” Apfel und seine Genossen stellen sich einen Deal vor: Die Kameraden geben ihnen Nachwuchs, sie den Kameraden politische Bedeutung.

< sz-online | sachsen im netz > Staatsanwaltschaft stellt fest: NPD betreibt Nazi-Propaganda

Jetzt hat’s die NPD sogar schriftlich vom Staatsanwalt: Ihre Abgeordneten betreiben Nazi-Propaganda. Der Landtag rüstet sich unterdessen für den 13. Februar. Das Präsidium beschloss, an diesem Tag keinerlei Gäste ins Haus zu lassen.
Mächtige Pleite für NPD- Fraktions-Chef Holger Apfel. Der hatte CDU-Fraktions-Chef Fritz Hähle wegen „Verleumdung“ angezeigt, weil Hähle die NPDler als „Nationalsozialisten“ bezeichnet hatte. Die Staatsanwaltschaft Dresden lehnte jetzt weitere Ermittlungen ab. „Wir stellen fest, dass die behauptete Tatsache jedenfalls nicht falsch ist“, teilte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär (47) mit. „Eine Verleumdung kommt schon deshalb nicht in Betracht.“

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Jetzt hat’s die NPD sogar schriftlich vom Staatsanwalt: Ihre Abgeordneten betreiben Nazi-Propaganda. Der Landtag rüstet sich unterdessen für den 13. Februar. Das Präsidium beschloss, an diesem Tag keinerlei Gäste ins Haus zu lassen.
Mächtige Pleite für NPD- Fraktions-Chef Holger Apfel. Der hatte CDU-Fraktions-Chef Fritz Hähle wegen „Verleumdung“ angezeigt, weil Hähle die NPDler als „Nationalsozialisten“ bezeichnet hatte. Die Staatsanwaltschaft Dresden lehnte jetzt weitere Ermittlungen ab. „Wir stellen fest, dass die behauptete Tatsache jedenfalls nicht falsch ist“, teilte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär (47) mit. „Eine Verleumdung kommt schon deshalb nicht in Betracht.“

taz 7.2.05 NPD wird immer fetter

Neonazi-Partei gewinnt 700 neue Mitglieder. Mehrheit der “Republikaner” will zur NPD. Auch “Kameradschaften” im Vorjahr stark gewachsen. Parteiengezänk über Zuwachs der Rechten
Im rechtsextremen Parteienspektrum bahnt sich eine weitere Radikalisierung an. Die Mitgliederzahlen der NPD stiegen seit Jahren erstmals wieder an, hieß es aus Sicherheitskreisen gegenüber der taz. Sollten der Partei mit ihrem “Volksfront”-Projekt weitere Wahlerfolge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gelingen, drohe sich der Sog hin zur NPD noch zu verstärken.

Ein NPD-Sprecher erklärte gegenüber der taz, seine Partei habe im vergangenen Jahr 700 Mitglieder zu den bisherigen 5.000 hinzugewonnen – den Löwenanteil davon seit dem spektakulären Wahlerfolg in Sachsen im Herbst. Die NPD setzt offenbar darauf, große Teile der “Republikaner” übernehmen zu können. Gespräche mit “Republikaner”-Funktionären liefen “auf allen Ebenen”, so NPD-Sprecher Klaus Beier. Spätestens zum Bundestagswahlkampf würden “alle Dämme brechen”, glaubt der NPD-Funktionär. Der Gründer der “Republikaner”, Franz Schönhuber, sagte der taz, er gebe den “Republikanern” “keine Chance” mehr. Von der Partei werde nur noch ein “Schützenvereinscharakter” übrig bleiben. Schönhuber tritt inzwischen als “Berater” der NPD auf.
Zulauf finden auch die “Freien Kameradschaften”, in denen sich gewaltbereite Neonazis sammeln. Sicherheitskreise schätzen, dass ihre Zahl im vergangenen Jahr um 800 auf nunmehr 3.800 Personen gestiegen ist

taz 7.2.05 NPD wird immer fetter

Neonazi-Partei gewinnt 700 neue Mitglieder. Mehrheit der “Republikaner” will zur NPD. Auch “Kameradschaften” im Vorjahr stark gewachsen. Parteiengezänk über Zuwachs der Rechten
Im rechtsextremen Parteienspektrum bahnt sich eine weitere Radikalisierung an. Die Mitgliederzahlen der NPD stiegen seit Jahren erstmals wieder an, hieß es aus Sicherheitskreisen gegenüber der taz. Sollten der Partei mit ihrem “Volksfront”-Projekt weitere Wahlerfolge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gelingen, drohe sich der Sog hin zur NPD noch zu verstärken.

Ein NPD-Sprecher erklärte gegenüber der taz, seine Partei habe im vergangenen Jahr 700 Mitglieder zu den bisherigen 5.000 hinzugewonnen – den Löwenanteil davon seit dem spektakulären Wahlerfolg in Sachsen im Herbst. Die NPD setzt offenbar darauf, große Teile der “Republikaner” übernehmen zu können. Gespräche mit “Republikaner”-Funktionären liefen “auf allen Ebenen”, so NPD-Sprecher Klaus Beier. Spätestens zum Bundestagswahlkampf würden “alle Dämme brechen”, glaubt der NPD-Funktionär. Der Gründer der “Republikaner”, Franz Schönhuber, sagte der taz, er gebe den “Republikanern” “keine Chance” mehr. Von der Partei werde nur noch ein “Schützenvereinscharakter” übrig bleiben. Schönhuber tritt inzwischen als “Berater” der NPD auf.
Zulauf finden auch die “Freien Kameradschaften”, in denen sich gewaltbereite Neonazis sammeln. Sicherheitskreise schätzen, dass ihre Zahl im vergangenen Jahr um 800 auf nunmehr 3.800 Personen gestiegen ist

taz 7.2.05 Dunkelbraun frisst Braun

Verschiebungen im rechten Lager: Die NPD schickt sich an, Teile der “Republikaner” zu übernehmen. Radikalisierung droht
Die NPD plant eine feindliche Übernahme. Ihr Objekt der Begierde: die “Republikaner” (Rep). Glaubt man den Nationaldemokraten, dann könnten sie der im Vergleich eher betulichen Konkurrenz schon bald ganze Kreis- oder Landesverbände abspenstig machen. Übertritte einzelner “Republikaner” interessierten seine Partei deshalb schon nicht mehr besonders, tönt NPD-Sprecher Klaus Beier: “Wir warten lieber noch einige Wochen und nehmen dann das Komplettpaket.” Gespräche mit Rep-Funktionären liefen “auf allen Ebenen”. Spätestens zum Bundestagswahlkampf würden “alle Dämme brechen”. (…) Als entscheidend für die weitere Entwicklung gilt, ob die Strategie der rechtsextremen “Volksfront” tatsächlich erfolgreich ist – und die NPD damit weitere Wahlen gewinnen kann.
Aber schon jetzt zeigen die “Republikaner” deutliche Auflösungstendenzen – besonders im Norden und im Osten der Republik. Die Basis und Kader aus der zweiten Reihe rebellieren dort gegen die Linie des REP-Chefs Rolf Schlierer, der sich immer noch verzweifelt bemüht, seine Partei als Hardcore-Version der CDU zu verkaufen. Vielen Reps ist das zu brav – und vor allem zu wenig erfolgreich. Sie wollen, was die Parteispitze partout verhindern will: eine Beteiligung der Reps an der “Volksfront” von NPD, DVU und Neonazis. Rund 40 Prozent der Mitglieder, heißt es in Sicherheitskreisen, stünden inzwischen hinter diesem Kurswechsel – und damit in Opposition zur Parteispitze.
Mit dem Absturz der Reps vollzieht sich eine brisante Verschiebung im rechtsextremen Lager. Denn wo die NPD die “Republikaner” beerbt, radikalisiert sich die Rechte noch weiter. Beispiel Hamburg: Angeführt von Landeschef Thomas Nissen haben die Hamburger Reps ihren seit Jahren dahinsiechenden Landesverband für erledigt erklärt, aufgelöst und sind kollektiv übergetreten zu den Erzfeinden von einst. Die Kleinsttruppe mit ihren weniger als 50 Aktiven nennt sich jetzt “Unabhängige Republikaner in der NPD”. Berührungsängste empfindet Nissen als langjähriger Repräsentant der angeblich gemäßigten “Republikaner” dabei nicht. Er glaubt, Ex-Reps könnten das “bürgerliche” Lager in der NPD stärken. “Wenn die NPD eine Volkspartei sein will”, sagt der 56-Jährige, “muss sie verschiedene Flügel vereinen.”

Doppelter Staatszuschuss für die NPD – sueddeutsche.de

Nach den jüngsten Wahlerfolgen der NPD steht der rechtsextremistischen Partei mehr Geld vom Staat zu: Gemäß der staatlichen Parteienfinanzierung wird die NPD offenbar rund 700.000 Euro zugewiesen bekommen. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, wird die NPD gemäß der laufenden Festsetzung der staatlichen Parteienfinanzierung eine Summe von rund 700.000 Euro zugewiesen bekommen. 2004 hatte die Partei dem Blatt zufolge 334.291 Euro an Steuergeldern erhalten.

Doppelter Staatszuschuss für die NPD – sueddeutsche.de

Nach den jüngsten Wahlerfolgen der NPD steht der rechtsextremistischen Partei mehr Geld vom Staat zu: Gemäß der staatlichen Parteienfinanzierung wird die NPD offenbar rund 700.000 Euro zugewiesen bekommen. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, wird die NPD gemäß der laufenden Festsetzung der staatlichen Parteienfinanzierung eine Summe von rund 700.000 Euro zugewiesen bekommen. 2004 hatte die Partei dem Blatt zufolge 334.291 Euro an Steuergeldern erhalten.

KRT Wire: White-supremacy record label closes after owner is accused of being Hispanic

Panzerfaust, the St. Paul, Minn.-based white-supremacy record label that made national headlines in the fall, has closed shop over questions of the owner’s race. “They are out of business,” said Minnesota Gang Strike Force investigator Dan Michener.
Byron Calvert, 33, who was Panzerfaust’s spokesman and public face, accuses his former business partner, Anthony Pierpont, 38, of having a Hispanic mother. (…) Panzerfaust, previously considered the nation’s largest skinhead record label, created controversy in September when Calvert announced plans to distribute 100,000 copies of a “pro-white sampler CD” to teenagers across the country.

siehe auch: The day the racist music died. A white-supremacy record label shuts down after its owner is accused of being part Mexican

Scotsman.com News – Satanists and Nazis defile author’s flat

SATANISTS and neo-Nazis have begun targeting a Moscow apartment famously used by writer Mikhail Bulgakov, terrifying local residents.
Swastikas, SS symbols and pentagrams cover the walls and stairwells of the apartment block where the writer set his most famous work, the Master and Margarita.
The appearance has triggered a real-life struggle between the forces of good and evil that mimics the battle of the novel.