Yahoo! Nachrichten – Potsdam trotzt Neonazis – Drei Demonstrationen gegen Aufmarsch am Samstag angekündigt

Der Widerstand in Potsdam gegen einen Aufmarsch von Neonazis am Samstag formiert sich. Das «Linke Bündnis Potsdam», ein Zusammenschluss mehrerer Gruppen, rief am Mittwoch zu einer Gegenkundgebung auf. Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Vereine und Bürgerinitiativen hatten bereits zuvor zu einer weiteren Gegendemonstration eingeladen. Die vorwiegend studentische «AG Anti-Rassismus» will ebenfalls demonstrieren. Die Polizei reagiert auf die zu erwartenden Proteste mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften, die auch aus anderen Bundesländern angefordert wurden. Kürzlich hatte es in Hannover bei gewaltsamen Protesten gegen eine NPD-Veranstaltung Verletzte gegeben.
Mitarbeiter des Mobilen Beratungsteams Brandenburg (MBT), die sich seit Jahren mit Rechtsextremismus in der Mark beschäftigen, warnten mit Blick auf die Aufmarsch-Redner vor einem «Schulterschluss» von rechtsextremer NPD und Kameradschaften in Brandenburg. Sie verwiesen darauf, dass die NPD ihre Parteispitze auf dem bevorstehenden Bundesparteitag für militante Neonazis öffnen wolle. Die Führung werbe seit kurzem offensiv um Kameradschaften und Neonazis. «Wir wollen nicht, dass die Nazis hier laufen», betonte ein Sprecher des Potsdamer linken Bündnisses. Der Aufmarsch, zu dem Medienberichten zufolge etwa 200 Rechtsextremisten erwartet werden, und für den strenge Auflagen verhängt wurden, soll um 12.00 Uhr vom Hauptbahnhof in die Innenstadt führen.

Yahoo! Nachrichten – Potsdam trotzt Neonazis – Drei Demonstrationen gegen Aufmarsch am Samstag angekündigt

Der Widerstand in Potsdam gegen einen Aufmarsch von Neonazis am Samstag formiert sich. Das «Linke Bündnis Potsdam», ein Zusammenschluss mehrerer Gruppen, rief am Mittwoch zu einer Gegenkundgebung auf. Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Vereine und Bürgerinitiativen hatten bereits zuvor zu einer weiteren Gegendemonstration eingeladen. Die vorwiegend studentische «AG Anti-Rassismus» will ebenfalls demonstrieren. Die Polizei reagiert auf die zu erwartenden Proteste mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften, die auch aus anderen Bundesländern angefordert wurden. Kürzlich hatte es in Hannover bei gewaltsamen Protesten gegen eine NPD-Veranstaltung Verletzte gegeben.
Mitarbeiter des Mobilen Beratungsteams Brandenburg (MBT), die sich seit Jahren mit Rechtsextremismus in der Mark beschäftigen, warnten mit Blick auf die Aufmarsch-Redner vor einem «Schulterschluss» von rechtsextremer NPD und Kameradschaften in Brandenburg. Sie verwiesen darauf, dass die NPD ihre Parteispitze auf dem bevorstehenden Bundesparteitag für militante Neonazis öffnen wolle. Die Führung werbe seit kurzem offensiv um Kameradschaften und Neonazis. «Wir wollen nicht, dass die Nazis hier laufen», betonte ein Sprecher des Potsdamer linken Bündnisses. Der Aufmarsch, zu dem Medienberichten zufolge etwa 200 Rechtsextremisten erwartet werden, und für den strenge Auflagen verhängt wurden, soll um 12.00 Uhr vom Hauptbahnhof in die Innenstadt führen.

Yahoo! Nachrichten – Rechtsextremismus ändert Strategien und Erscheinungsbilder

Neue Strategien und veränderte Erscheinungsbilder kennzeichnen nach jüngsten Verfassungsschutz-Beobachtungen die rechtsextremistische Szene in Mecklenburg-Vorpommern. Ähnlich der bundesweiten Entwicklung gehe der Einfluss gewaltbereiter Skinheads im Land zurück und Neonazis versuchten sich bei Kampagnen mit aktuellem oder lokalpolitischem Bezug, warnte Schwerins Innenminister Gottfried Timm am Dienstag. Angesichts zunehmender sozialer Akzeptanz der rechtsextremistischen Propaganda forderte Timm erhöhte Wachsamkeit.
«Ziel der Neonazis ist es, auf das kulturelle Umfeld in der jeweiligen Region Einfluss zu nehmen», sagte Timm. Dabei verzichteten sie weitgehend auf martialisches Auftreten und versuchten stärker auf rechtsextremistische Parteien einzuwirken. Zu beobachten sei beispielsweise, dass Neonazis und NPD unter dem Schlagwort «Volksfront von rechts» den Schulterschluss probten. Einige maßgebliche Protagonisten der Neonazi-Szene seien inzwischen NPD-Mitglieder.
Als «besonders gefährlich» bezeichnete Timm das «Nationale und soziale Aktionsbündnis Mitteldeutschland», das Vernetzung, Koordinierung und Informationsverbreitung in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg absichere.

Bieler Tagblatt Schweiz-BE – Wirbel nach Pnos-Erfolg

Mit der Wahl von Tobias Hirschi (Pnos) in den Stadtrat wird Rechtsextremismus in Langenthal zum Thema. Der schweizweit erste Parlamentssitz der Pnos werde politisch kaum etwas auslösen, sagen die Parteien.
Es war ein ungewohntes Bild am Sonntagabend in der Eingangshalle des Langenthaler Verwaltungszentrums: Zu viert standen die Pnos-Vertreter – dunkel und gepflegt gekleidet – hinter den Leuten, die sich die Ergebnisse der Stadtratswahl anhörten. «Ein Sitz geht an die Pnos», sagte Stadtschreiber Daniel Steiner. Da schnellten die Arme der vier Männer in die Höhe, Überraschung und verhaltene Freude standen auf ihren Gesichtern. Wahlkampfmanager Pascal Lüthard zog den kurz geschorenen Kopf des gewählten Tobias Hirschi an seinen Hals. Emotionen für ein paar Sekunden.
«Das Telefon läuft heiss, verschiedene Medien haben sich gemeldet», sagte Tobias Hirschi gestern gegenüber dieser Zeitung. Das mediale Interesse hat seinen Grund: Erstmals schweizweit hat eine rechtsextreme Partei einen Parlamentssitz erobert.

siehe auch: Rechtsextreme Pnos im Parlament, «Die Kandidatur unterschätzt». Erstmals zieht mit der PNOS eine Partei ins Langenthaler Parlament ein, die das politische System stürzen will

Bieler Tagblatt Schweiz-BE – Wirbel nach Pnos-Erfolg

Mit der Wahl von Tobias Hirschi (Pnos) in den Stadtrat wird Rechtsextremismus in Langenthal zum Thema. Der schweizweit erste Parlamentssitz der Pnos werde politisch kaum etwas auslösen, sagen die Parteien.
Es war ein ungewohntes Bild am Sonntagabend in der Eingangshalle des Langenthaler Verwaltungszentrums: Zu viert standen die Pnos-Vertreter – dunkel und gepflegt gekleidet – hinter den Leuten, die sich die Ergebnisse der Stadtratswahl anhörten. «Ein Sitz geht an die Pnos», sagte Stadtschreiber Daniel Steiner. Da schnellten die Arme der vier Männer in die Höhe, Überraschung und verhaltene Freude standen auf ihren Gesichtern. Wahlkampfmanager Pascal Lüthard zog den kurz geschorenen Kopf des gewählten Tobias Hirschi an seinen Hals. Emotionen für ein paar Sekunden.
«Das Telefon läuft heiss, verschiedene Medien haben sich gemeldet», sagte Tobias Hirschi gestern gegenüber dieser Zeitung. Das mediale Interesse hat seinen Grund: Erstmals schweizweit hat eine rechtsextreme Partei einen Parlamentssitz erobert.

siehe auch: Rechtsextreme Pnos im Parlament, «Die Kandidatur unterschätzt». Erstmals zieht mit der PNOS eine Partei ins Langenthaler Parlament ein, die das politische System stürzen will

BerlinOnline: Leinefelde wehrt sich gegen NPD-Parteitag

Thüringer wollen Sporthalle nicht zur Verfügung stellen
Der für das kommende Wochenende in Thüringen geplante Bundesparteitag der NPD steht auf der Kippe. Grund dafür ist eine Absage der Stadt Leinefelde, wo die rechtsextreme Partei ihren Kongress in der örtlichen Sporthalle abhalten wollte. Eine Entscheidung, ob der Parteitag doch noch wie geplant stattfinden kann, wird an diesem Dienstag in Weimar fallen: Am Nachmittag verhandelt dort das Oberverwaltungsgericht die Beschwerde der Partei gegen die Entscheidung der Stadt.

BerlinOnline: Leinefelde wehrt sich gegen NPD-Parteitag

Thüringer wollen Sporthalle nicht zur Verfügung stellen
Der für das kommende Wochenende in Thüringen geplante Bundesparteitag der NPD steht auf der Kippe. Grund dafür ist eine Absage der Stadt Leinefelde, wo die rechtsextreme Partei ihren Kongress in der örtlichen Sporthalle abhalten wollte. Eine Entscheidung, ob der Parteitag doch noch wie geplant stattfinden kann, wird an diesem Dienstag in Weimar fallen: Am Nachmittag verhandelt dort das Oberverwaltungsgericht die Beschwerde der Partei gegen die Entscheidung der Stadt.

taz 26.10.04 Thors ganz dezenter Runenchic

Junge Rechte mögen Pullover der Brandenburger Firma Thor Steinar. Denn deren Sachen sind mit Runen verziert, die auch SS und SA verwendet haben. Laut Verfassungsschutz arbeiten Rechtsextreme sogar in der Firma mit, doch die Justiz ist machtlos
Billig sind die Sachen nicht. Mindestens 60 Euro müssen Kunden für ein Sweatshirt der Marke “Thor Steinar” zahlen. Auch die Bestellseite im Internet ist edel aufgemacht. “Thor Steinar” ist eine Erfolgsgeschichte.
Seit eineinhalb Jahren verkauft die Firma Mediatex aus Zeesen südöstlich von Berlin die Klamotten – besonders unter Jugendlichen. Die bezahlen neben dem Schnitt oft auch für die Gesinnung. Im “Thor Steinar”-Logo sind die germanische Tyr-Rune und die Gibor-Rune oder “Wolfsangel” miteinander verschlungen. Erste war in der NS-Zeit Abzeichen der SA-Reichsführerschulen, letzte das Symbol für die SS-Division “Das Reich”. Die auf dem globalen Weltmarkt zusammengenähten Sachen sind zur “nationalen” Haute Couture geworden. “Thor Steinar macht die Szene um eine Facette reicher”, sagt Matthias Adrian vom Zentrum demokratische Kultur in Berlin. “Die Rechten, die sich immer dagegen wehrten, Skins zu sein, können so ihre Gesinnung zeigen.”
Aber auch in normalen Boutiquen sind Steinar-Sachen zu haben. Runen-Symbolik und nordische Mythologie passen zur schleichenden Eroberung der ostdeutschen Jugendkultur durch Rechtsextreme. Man komme an die Kinder viel besser heran, frohlockte ein Mann des “Märkischen Heimatschutzes” kürzlich im Fernsehen. Der Kundenkreis könnte sich zudem bald erweitern: Seit die britische Marke “Lonsdale” ihr Image mit antirassistischen Initiativen aufbessert, haben Neonazis deren Klamotten schon mal öffentlich verbrannt. “Thor Steinar” droht solches nicht, meint Jonas Grutzpalk vom Brandenburger Verfassungsschutz: “Der Firma gehören Rechtsextremisten an.”
Solche Vorwürfe kümmern Mediatex-Geschäftsführer Uwe Meusel wenig: “Wir haben mit keiner Organisation auch nur ansatzweise etwas zu tun.” Der eloquente 29-Jährige spielt auch die Symbole auf seinen Pullovern als dezenten Runenchic herunter: “Unser Logo? Das ist ein T und ein S, in Runenschrift. Unsere Kollektion basiert auf dem nordischen Mythos.” Mehr sei da nicht. Und überhaupt: “Warum fragen Sie uns nicht, wie viele Arbeitsplätze wir hier in Brandenburg geschaffen haben?” Wenn man fragt, sagt Meusel jedoch: “Das werde ich Ihnen jetzt nicht sagen.” Darüber, dass er auch Sweatshirts mit Maschinengewehr-Aufdruck und Drohsprüchen wie “Hausbesuche” anbietet, will er schon gar nicht reden.

taz 26.10.04 Thors ganz dezenter Runenchic

Junge Rechte mögen Pullover der Brandenburger Firma Thor Steinar. Denn deren Sachen sind mit Runen verziert, die auch SS und SA verwendet haben. Laut Verfassungsschutz arbeiten Rechtsextreme sogar in der Firma mit, doch die Justiz ist machtlos
Billig sind die Sachen nicht. Mindestens 60 Euro müssen Kunden für ein Sweatshirt der Marke “Thor Steinar” zahlen. Auch die Bestellseite im Internet ist edel aufgemacht. “Thor Steinar” ist eine Erfolgsgeschichte.
Seit eineinhalb Jahren verkauft die Firma Mediatex aus Zeesen südöstlich von Berlin die Klamotten – besonders unter Jugendlichen. Die bezahlen neben dem Schnitt oft auch für die Gesinnung. Im “Thor Steinar”-Logo sind die germanische Tyr-Rune und die Gibor-Rune oder “Wolfsangel” miteinander verschlungen. Erste war in der NS-Zeit Abzeichen der SA-Reichsführerschulen, letzte das Symbol für die SS-Division “Das Reich”. Die auf dem globalen Weltmarkt zusammengenähten Sachen sind zur “nationalen” Haute Couture geworden. “Thor Steinar macht die Szene um eine Facette reicher”, sagt Matthias Adrian vom Zentrum demokratische Kultur in Berlin. “Die Rechten, die sich immer dagegen wehrten, Skins zu sein, können so ihre Gesinnung zeigen.”
Aber auch in normalen Boutiquen sind Steinar-Sachen zu haben. Runen-Symbolik und nordische Mythologie passen zur schleichenden Eroberung der ostdeutschen Jugendkultur durch Rechtsextreme. Man komme an die Kinder viel besser heran, frohlockte ein Mann des “Märkischen Heimatschutzes” kürzlich im Fernsehen. Der Kundenkreis könnte sich zudem bald erweitern: Seit die britische Marke “Lonsdale” ihr Image mit antirassistischen Initiativen aufbessert, haben Neonazis deren Klamotten schon mal öffentlich verbrannt. “Thor Steinar” droht solches nicht, meint Jonas Grutzpalk vom Brandenburger Verfassungsschutz: “Der Firma gehören Rechtsextremisten an.”
Solche Vorwürfe kümmern Mediatex-Geschäftsführer Uwe Meusel wenig: “Wir haben mit keiner Organisation auch nur ansatzweise etwas zu tun.” Der eloquente 29-Jährige spielt auch die Symbole auf seinen Pullovern als dezenten Runenchic herunter: “Unser Logo? Das ist ein T und ein S, in Runenschrift. Unsere Kollektion basiert auf dem nordischen Mythos.” Mehr sei da nicht. Und überhaupt: “Warum fragen Sie uns nicht, wie viele Arbeitsplätze wir hier in Brandenburg geschaffen haben?” Wenn man fragt, sagt Meusel jedoch: “Das werde ich Ihnen jetzt nicht sagen.” Darüber, dass er auch Sweatshirts mit Maschinengewehr-Aufdruck und Drohsprüchen wie “Hausbesuche” anbietet, will er schon gar nicht reden.

IDGR – Neonazi-Führer Bordin in die NPD eingetreten

Mit Norman Bordin ist ein weiterer hochrangiger Neonazi in die NPD eingetreten, wie das ARD-Magazin “Report Mainz” in seiner heutigen Sendung berichtet. Bordin ist bereits seit dem 29. September 2004 Mitglied der NPD und ergänzt somit die von der NPD ausgerufene “Volksfront von Rechts”. Bordin wurde verurteilt wegen Körperverletzung und versuchter Körperverletzung. Er war beteiligt an einer Schlägerei im Januar 2001, bei der ein Grieche fast zu Tode geprügelt wurde.
Bayerns Innenminister Günther Beckstein, CSU, nennt Norman Bordin in der Sendung einen “gewaltbereiten Menschen, der auch Reden führt, die eindeutig andere Menschen dazu bringen können, Gewalt für berechtigt zu halten.” In bezug auf die neue Strategie der NPD, Neonazis aus den sogenannten “Freien Kameradschaften” in die Partei aufzunehmen, warnt Beckstein vor einer Unterwanderung der NPD durch gewaltbereite Kräfte. Beckstein sagte weiter: “Wenn die NPD gewaltbereite Leute in ihre Organisation aufnimmt, dann sind die nach wie vor gefährlich, weil sie Aktionen planen könnten – unter dem Deckmantel der NPD.”
Im Internet fordert Bordin laut der Pressemitteilung von “Report Mainz” weitere “revolutionäre Kräfte” auf, in die Partei einzutreten. Bordin wörtlich: “Es ist doch das, wovor dieses System Angst hat. Eine legale Struktur, welche praktisch ‘unverbietbar’ ist.”
Norman Bordin zählte zum Umfeld des mutmaßlichen Rechtsterroristen Martin Wiese. Wiese war Nachfolger von Bordin als Führer des “Aktionsbüros Süd” oder auch “Kameradschaft Süd”. Gegen Wiese hat der Generalbundesanwalt Anklage erhoben wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Wiese soll als Anführer einen Anschlag auf die Grundsteinlegung des jüdischen Gemeindezentrums in München geplant haben.