Hilfe, mein Kind ist ein Nazi

Neonazis erkennt man nicht mehr an Springerstiefeln und Glatze. In München beraten Experten Eltern, deren Kinder in die rechtsextreme Szene abgerutscht sind. Sophie (alle Namen von der Redaktion geändert) ist 15, als ihre Mutter in ihrem Schrank ein T-Shirt mit der Aufschrift “Mein Freund ist ein Deutscher” findet. Ihre Nachmittage verbringt das Mädchen fortan im stadtbekannten Nazitreff, in ihrem Zimmer hat sie ein Plakat aufgehängt, auf dem Frankreich in Flammen steht. “Das sind keine Naziparolen, ich liebe nur mein Vaterland”, erklärt sie den entsetzten Eltern. Im rechten Milieu sucht die Tochter nach Macht, vermutet die Mutter. (…) Aktuelle Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen: So will das Innenministerium herausgefunden haben, dass jeder siebte deutsche Schüler “sehr ausländerfeindlich” ist. 4,9 Prozent der Jungen und 2,6 Prozent der Mädchen gaben demnach an, einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft anzugehören.

via Rechtsextreme in München – Hilfe, mein Kind ist ein Nazi – München – sueddeutsche.de.

Rechtsrocker in Zittau

Für Samstag, den 9. Januar wirbt der in der Oberlausitz aktive „Nationale Jugendblock“ (NJB) mit einem Flyer unter dem Titel „make some noise“ für ein Rechtsrock-Konzert in Zittau (Sachsen). Angekündigt sind die bekannten Bands: „Strongside“ (Sachsen-Anhalt), „Asatru“ (Sachsen), „Priorität 18“ (Sachsen) und ein neues – erstmals 2009 in Erscheinung getretenes − Projekt mit dem Namen „W.U.T.“. Laut Eigenwerbung findet die Veranstaltung im „Vereinshaus NJB Zittau“ statt.

via Rechtsrocker in Zittau | Bnr.de – Blick nach Rechts.

„Thor Steinar“-Fans

Im Umfeld des jährlichen Kongresses des Chaos Computer Clubs (Berlin) wurde die zuvor geknackte Abonnenten- und Kundendatei des rechten Modelabels „Thor Steinar“ veröffentlicht. In der Datei finden sich zahlreiche Personen wieder, die aus extrem rechten Zusammenhängen bekannt sind, darunter: Lars Niemann (Hamburg), NPD-Landesvorstandsmitglied, Christian Steup (Bad Marienberg, Rheinland-Pfalz), NPD-Kreisvorsitzender Westerwald, Andreas Schäfer (Mannheim), NPD-Kreisvorsitzender Rhein-Neckar, Christoph Hofer (Wurmannsquick), Bezirksvorsitzender NPD-Niederbayern, Benedikt Frings (Köln), zuletzt NPD-Bundestagskandidat, Gordon Richter (Gera), zuletzt NPD-Landtagskandidat, Jörg Krautheim (Jena), Ex-NPD-Landesvorstandsmitglied in Thüringen. Mit dabei sind ebenso Marco Siedbürger (Lindhorst, Niedersachsen ) aus dem Umfeld der inzwischen aufgelösten „Nationalen Offensive Schaumburg“, Mario Männchen (Pirna) und Sebastian Oehme (Struppen) aus dem Umfeld der als kriminelle Vereinigung verbotenen „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS), Tim Schatowitz (Burg, Schleswig-Holstein), ein Verlagsaktivist, der wegen Verbreitung volksverhetzender Schriften rechtskräftig verurteilt ist oder Oliver Bode (Sibbesse, Niedersachsen), Betreiber der rechtsextremen Nordwelt Versand GmbH. Unter den veröffentlichten Namen findet sich auch Jan Paulenz aus Wismar.

via „Thor Steinar“-Fans | Bnr.de – Blick nach Rechts.

siehe auch: UPDATE: Hacker knacken Thor Steinar-Kundendatenbank. UPDATE: Soeben wurde von Hackern auch noch die Webseite der bei Neonazis angesagten Marke “Thor Steinar” geknackt. Die Datenbank wurde komplett ins Netz gestellt. Aus den Daten gehen auch die Jahresumsätze des Onlineshops hervor: 2006: 459.546 Euro – 2007: 1.807.215 Euro – 2008: 1.265.397

Prozessauftakt gegen rechtsradikale Schläger in Wuppertal

Vor dem Landgericht Wuppertal beginnt heute (6. Januar, 9.15 Uhr) der Prozess gegen zwei rechtsradikale Schläger. Die beiden Angeklagten im Alter von 27 und 34 Jahren sollen nach Gerichtsangaben im November 2008 einen 20-Jährigen, der aus einer S-Bahn gestiegen war, mit dem Kopf auf den Bahnsteig geschlagen haben. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. Vor der Tat sollen die Beschuldigten in einer Gruppe Neonazi-Lieder gesungen und gerufen haben: «Deutschland wird geführt von rechter Hand.»

via Prozessauftakt gegen rechtsradikale Schläger in Wuppertal – Yahoo! Nachrichten Deutschland.

Neonazis erklären Ilmenau zum Aufmarschgebiet

Von größeren Naziveranstaltungen blieb Ilmenau bisher verschont. Als einziges größeres Event könnte die Nazikaffeefahrt am 4. März 2006 gewertet werden, welche von der NPD-Thüringen (um Ralf Wohlleben und Patrick Wieschke) organisiert wurde. [1] Doch bald steht Ilmenau ein größeres Nazi-Event bevor. Bereits nach dem 8. „Thüringentag der nationalen Jugend“ am 13. Juni 2009 in Arnstadt erklärten die Thüringer Neonazis auf ihrer Homepage, dass der 9. „Thüringentag der nationalen Jugend“ in Ilmenau, einer ca. 25km südlich von Arnstadt gelegenen Kleinstadt, stattfinden soll. Die Mobilisierung der Neonazis für den 12. Juni 2010 läuft bereits.

via de.indymedia.org | Neonazis erklären Ilmenau zum Aufmarschgebiet.

Aktionen von Neonazis in Kiel im Jahr 2009

Die Kieler Neonazi-Szene machte im Jahr 2009 durch diverse Aktivitäten auf sich aufmerksam. Bereits 2008 stand die Szene durch die Haftentlassung des bekannten Neonazis Peter Borchert und dessen Bemühungen in Kiel eine Gruppe so genannter „Autonomer Nationalisten“ zu gründen wieder etwas organisierter da. Nachdem etwa zehn Mitglieder dieser Gruppe im Januar 2009 durch Antifaschistinnen und Antifaschisten an ihren Wohnorten und Arbeitsplätzen geoutet wurden, riefen die Neonazis dazu auf „Wehrwolfeinheiten“ zu gründen, erklärten Kiel zur „Frontstadt“ und 2009 zum „Kampfjahr“. Mit dem Gebrauch solcher Vokabeln machen die Kieler Neonazis keinen Hehl aus ihrem Bezug zum Nationalsozialismus. Zur Zeit bestehen in Kiel zwei öffentlich agierende Gruppen, die der Neonazi-Szene zuzurechnen sind. Zu nennen sind hier der NPD Kreisverband Kiel-Plön und die so genannte „Aktionsgruppe Kiel (AG Kiel)“:

via de.indymedia.org | Aktionen von Neonazis in Kiel im Jahr 2009.

NPD und DVU verlieren Mitglieder

NPD und DVU haben im vergangenen Jahr deutlich an Mitgliedern verloren. Wie der Tagesspiegel berichtet, sank die Mitgliederzahl der NPD auf unter 7000, die DVU hat sogar nur noch weniger als 5000 – 2008 waren es 6000, zwei Jahre zuvor noch 8500. Die NPD musste vor allem in Berlin herbe Verluste hinnehmen. Von 330 Mitgliedern im Jahr 2008 blieben 250 übrig. Hier waren die internen Streitigkeiten besonders heftig. Die durch Finanzskandale und interne Konflikte geschwächte Partei habe im Superwahljahr wenig Erfolg gehabt, einzig in Sachsen gelang der (erneute) Einzug in den Landtag. Die DVU steht indes vor einem kompletten Scherbenhaufen, nach dem Abtritt von Patriarch Gerhard Frey flog die Partei aus dem Landtag von Brandenburg und konnte auch sonst keine nennenswerte Aufmerksamkeit erlangen. Zudem platzte die Wahlabsprache mit der NPD; die DVU scheint somit am Ende.

via NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » NPD und DVU verlieren Mitglieder.