Fleisch vom Fleische

Fleisch vom Fleische der extrem rechten Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) ist die am 18. Dezember in einer Auflage von angeblich ca. 90.000 Exemplaren gestartete Monatszeitschrift ZUERST! aus dem Hause des rechtsextremen Verlegers Dietmar Munier (Lesen & Schenken GmbH). Chefredakteur von ZUERST! ist der in Bonn lebende langjährige JF-Autor Günther Deschner (Jg. 1941), vormals Leiter des Kulturressorts der WELT. Bislang stand Deschner für den Munier-Verlagskomplex mit Sitz im schleswig-holsteinischen Martensrade als Autor und Interviewpartner der rechtsextremen Deutschen Militärzeitschrift (DMZ) sowie als Referent beim Lesertreffen von Lesen & Schenken zur Verfügung. In geschichtsrevisionistischen Kreisen genießt Deschner als “der Entdecker” (NPD) des rechtsextremen Historikers Hellmut Diwald (JF: “Ein Historiker, der Deutschland liebte”) einen hohen Ruf. Starker Mann der ZUERST!-Mannschaft ist neben Deschner der ehemalige langjährige JF-Redakteur Manuel Ochsenreiter (Jg. 1976). Ochsenreiter, seit Ende 2004 Chefredakteur der DMZ, gilt als “JF-Urgestein”, der das “Profil der Zeitung wesentlich mitgeprägt hat.” (JF) Der Interviewpartner der NPD-Parteizeitung Deutsche Stimme war 2008 Gast der islamistischen Hisbollah im Libanon und ließ sich dort, posierend auf einem zerstörten israelischen T-55-Panzer, fotografieren. Aus JF-Zusammenhängen sind auch die ZUERST!-Autoren bzw. Interviewpartner Wilhelm Hankel, Jürgen Liminski, Günter Bertram, Heinz Nawratil, Pius Leitner und Thomas Paulwitz bekannt.

via redok – Fleisch vom Fleische.

siehe auch: Großspurige Ambitionen. Die neue Monatszeitschrift „ZUERST!“ bekennt sich „zu den eigenen deutschen Interessen“ und will sich als rechtes Pendant ausgerechnet zum „Spiegel“ verstehen. Mit einer Auflage von angeblich rund 90 000 Exemplaren startete am 18. Dezember 2009 die Monatszeitschrift „ZUERST!“ aus dem Hause des extrem rechten Verlegers Dietmar Munier (Jg. 1954). Ein offizieller Redaktionssitz von „ZUERST!“ wird im Impressum dieses „deutschen Nachrichtenmagazins“ nicht ausgewiesen – lediglich eine Postfachadresse in Berlin. Telefon- und Faxnummer sind dagegen mit denen des Munier-Verlagsimperiums im schleswig-holsteinischen Martensrade (Kreis Plön) identisch. In „ZUERST!“ ist die Monatszeitschrift „Nation&Europa“ (NE) aufgegangen, die Ende 2009 im 59. Jahrgang mit einer Doppelausgabe ihr Dasein beendete. NE war die älteste erscheinende Zeitschrift des deutschen Rechtsextremismus und bot Vertretern unterschiedlicher Strömungen eine Plattform. Angaben von Munier zufolge ist „ZUERST!“ „die Umgestaltung von NE, um sie für das 21. Jahrhundert sturmfest zu machen“. Außer dem damaligen NE-Mitherausgeber Harald Neubauer greift bisher allerdings keiner der bisherigen NE-Autoren für das neue Zeitschriftenprojekt zur Feder. Mehrere „ZUERST!“-Autoren und Interviewpartner waren früher im Umfeld der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) zugange.

Anleihe bei Nazi-Gesetz

Beim “Reichsbürgergesetz” von 1935 hat sich der ex-linke “Querfrontler” Jürgen Elsässer die Idee für seine Vorstellung einer angemessenen Behandlung von Einwanderern geholt. Ausgangspunkt ist seine Klage über einen von “Globalisten” erzeugten “Völkerbrei” – den Ausdruck hat Elsässer von führenden Nazi-Funktionären wie Heinrich Himmler und Robert Ley übernommen.

via redok – Anleihe bei Nazi-Gesetz.

Für die Sinti gab es kein Israel

Seit 600 Jahren leben Sinti in Deutschland. Dass sie als nationale Minderheit zumindest offiziell respektiert werden, ist jedoch eine ganz neue Errungenschaft. Nach dem versuchten Völkermord unter Hitler hatten sie es in Deutschland zunächst extra schwer. (…) Als in den 1940er Jahren die Sinti in Mainz deportiert wurden, standen in der Innenstadt mit einem Mal 40 Wohnungen leer. Das hat der Verband Deutscher Sinti und Roma in Rheinland Pfalz durch Zeitungsrecherche herausgefunden. Ein Beweis dafür, dass sie keineswegs in Wohnwagen durchs Land zogen und sich im Tanzen, Betteln, Scherenschleifen und Klauen verdingten. Sie gingen ganz normal einer Arbeit nach, nur eine Minderheit lebte in Wagen. Doch das wissen, auch mehr als 60 Jahre, nachdem Hitler versuchte, die «Zigeuner» auszurotten, die wenigsten Deutschen. Dass Sinti und Roma nach dem Krieg jahrzehntelang auf ein unstetes Leben ausweichen mussten, ist vor allem eine Folge des Holocaust, das ist dem Verband Deutscher Sinti und Roma wichtig. Doch das ist 30 Jahre her. Heute fallen die mehr als 70.000 Sinti in Deutschland kaum mehr auf. Eigentlich. Denn wenn die alte Frau am Kiosk ihre Zeitung kauft, in der über ein Verbrechen berichtet wird, heißt es, «das war wieder einer von euch». Und der Jugendliche, der eine Lehre im Einzelhandel macht, darf sich von den Kollegen anhören, dass er doch «mal was drehen» könnte. Und der Chef sagt: «Der kommt nicht an die Kasse.» Seit 600 Jahren leben Sinti im deutschsprachigen Mitteleuropa. Sie sind die deutsche Teilgruppe der Roma und kamen damals aus Vorderasien. Die deutschen Roma, etwa 20.000, sind im 19. Jahrhundert aus Osteuropa eingewandert. Dazu komme eine unbekannte Zahl, die entweder in den 1970er Jahren als Gastarbeiter aus Jugoslawien und während der Balkankriege als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, erklärt Herbert Heuß vom Zentralrat der Sinti und Roma in Heidelberg.

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DO: NRW-NPD startet Anti-Minarett-Kampagne

„In erweiterter Form“ werde das Thema Minarettverbot „sicherlich mit in den Wahlkampf einfließen“ – bestimmen werde diese Frage den Landtagswahlkampf der NPD aber nicht, ließ deren Landesvorsitzender Claus Cremer vor drei Wochen verlauten. Doch gleich das erste der Öffentlichkeit präsentierte Plakatmotiv der NPD beschäftigt sich – gänzlich „unerweitert“ – mit just jenem Thema. „Minarett-Verbot auch hier!“, heißt es weiß auf rotem Hintergrund. Darunter ist ein nach links kippendes Minarett zu sehen. Vorgestellt wurde das Plakat am Samstag von Cremer und dem Dortmunder Kreisvorsitzenden Matthias Wächter. Eingesetzt werden soll es offenbar nicht nur in Dortmund. Cremer wird auf der Homepage der Landes-NPD mit den Worten zitiert: „Wir werden mit diesem Plakat gerade in der Rhein-Ruhr-Schiene im Wahljahr 2010 Akzente setzen können.“ Just in jenen Regionen also, in denen es die NPD beim Kampf um die Stimmen eines extrem rechten Wählerreservoirs mit der rechtspopulistischen, antiislamischen Konkurrenz von „pro NRW“ zu tun bekommt.

via DO: NRW-NPD startet Anti-Minarett-Kampagne « NRW rechtsaußen.

Rechts: Abermals Konzert von Kategorie C in der Region?

Wird abermals die rechtslastige Musikgruppe „Kategorie C“ (KC) in der Region Aachen auftreten? Zumindest laut der in Hooligan- und rechtsextremen Kreise kursierenden Gerüchte könnte dies sein – und zwar am Samstag in einer Woche. Am 9. Januar feiern Fans von Alemannia Aachen und von Roda JC Kerkrade eine seit zwanzig Jahren bestehende Fan-Freundschaft. Auf einer der Feiern, die die „Alemannia Supporters“ gemeinsam mit Kerkrader Fans organisieren, soll den Gerüchten zufolge ebenso die Hooligan-Band KC, gelegentlich auch „Hungrige Wölfe“ genannt, auftreten. Die umstrittene Band, deren Konzerte zuletzt mehrfach in Deutschland verboten und abgesagt worden waren und die trotz gegenteiliger Aussagen weiterhin im Ruch der rechten Szene steht, hatte am 12. Dezember im Gästebuch auf ihrer Homepage auf die Frage eines Nutzers, ob sie „bald mal in Aachen und Umgebung (wieder in Holland)“ spielen würden, mit „ja“ geantwortet. Offiziell beworben wird auf der Homepage der Band derzeit indes kein Konzert in der Region. Laut der Gerüchte und Einschätzungen von Beobachtern zufolge, liegt es deswegen nahe, dass das Konzert in Kerkrade stattfinden wird.

via Rechts: Abermals Konzert von Kategorie C in der Region? « Klarmanns_Welt.

NS-Blackmetal-Konzert im „Gleis 3″ / Annaberg-Buchholz

Eine innige Freundschaft dürfte Björn Eichhorn und Stev Lippold mit der NS-Blackmetal-Band „Leichenzug“ verbinden: In einem kurzen Zeitraum von nur einem halben Jahr soll die Band am 09. Jänner bereits zum dritten Mal bei einer von ihnen durchgeführten Veranstaltung auftreten. Im August 2009 spielten „Leichenzug“ und die ebenfalls neonazistische Band „Magog“ im von Eichhorn und Lippold betriebenen Metal-Club „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz, im Oktober trat die Gruppe bei dem von Eichhorn organisierten „Fireblade Force Festival“ in Lichtenstein (Sachsen) auf. Am 09. Jänner soll nun wieder ein Auftritt im „Gleis 3“ erfolgen. „Leichenzug“ ist nicht die einzige Neonazi-Band, die von den beiden Veranstaltern gefördert wird: Neben „Magog“, die nun ebenfalls bereits zum zweiten Mal im „Gleis 3“ spielen sollen, traten in den letzten Monaten u.a. auch die Gruppen „Sekhmet“, „Permafrost“, „Ahnenzorn“ und „Eugenik“ für Lippold/ Eichhorn auf.

via NS-Blackmetal-Konzert im „Gleis 3″ / Annaberg-Buchholz « fight fascism.