Keine Hilfe für Schwarze: Ermittlungen gegen Polizisten

Zwei Dresdner Polizeibeamte sollen einem Bericht der Sächsischen Zeitung zufolge zwei Schwarzen nicht geholfen haben, als sie nachts von Hooligans angegriffen wurden. Der Übergriff fand demnach am Morgen des 22. Dezember 2007 statt. Fußball-Hooligans hatten die Studenten aus dem Sudan aus der Diskothek Dance Factory vertrieben. Direkt vor dem Angriff sollen sich die jungen Männer jedoch Hilfe suchend an zwei Polizisten gewandt haben. Sie standen mit ihrem Streifenwagen vor der Disko. Doch anstatt zu helfen, sollen die Beamten ihre Scheibe hochgekurbelt haben und losgefahren sein – weil ein paar Hundert Meter weiter nämlich eine Mülltonne brannte.

via NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Keine Hilfe für Schwarze: Ermittlungen gegen Polizisten.

NPD will nicht mehr Freund vom Feind des Feindes sein

Vor dem bevorstehenden Strategietreffen der NPD im Großraum Berlin gehen die Befürworter einer Hetzkampagne gegen Moslems in Deutschland in die Offensive. Im Internet veröffentlichten sie ein Strategiepapier unter der Überschrift “Niemals deutsches Land in Moslem-Hand! Inhaltliche und taktische Gründe für den Kampf gegen die Islamisierung.” In dem Papier agiert die NPD einmal mehr mit unbewiesenen Behauptungen und “offenen Geheimnissen”

via NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » NPD will nicht mehr Freund vom Feind des Feindes sein.

Hamburg: Weiterer Neonazi-Aussteiger geht an die Öffentlichkeit

Die taz hat ein Interview mit einem weiteren Neonazi-Aussteiger aus Hamburg veröffentlicht. Mike P. sei nun in der linken Szene aktiv, heißt es. Der Weg dorthin sei weit gewesen, so P. Zudem seien Viele vorsichtig gewesen – zu Recht, meint er. “Mir wurde langsam klar, wie wenig Gehalt die rechten Schriften wie die “Protokolle der Weisen von Zion” haben. Ich hatte in der Szene einfach aufgehört nachzudenken. Als ich dann total kaputt war, ausgebrannt, mich völlig kraftlos fühlte, emotionslos, wie eine Maschine, begann ich mein Leben zu hinterfragen. Mir fiel auf, dass die links-alternativen Ansätze gar nicht so verkehrt sind.” Auch für P. war der 1. Mai 2008 in Hamburg ein Wendepunkt. “Damals gab es ja diese massiven Übergriffe von meinen Ex-Kameraden. Fünfzehn gingen da auf einen Demonstranten los. Das hat mich echt geschockt.” Ihm sei klar geworden, “wie wenig wir politisch wirklich als Alternative zu dem Bestehenden anbieten. Nämlich gar nichts”. Auch der Autonome Nationalismus biete nichts an, meint P. “In der NPD und bei den Autonomen Nationalisten wird das Soziale ethnisiert. Doch einzelne Ethnien sind nicht Schuld am Kapitalismus, der mit seiner Globalisierung weltweit Mensch und Tier ausraubt und vernichtet.”

via NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Hamburg: Weiterer Neonazi-Aussteiger geht an die Öffentlichkeit.

siehe auch: “Gegen das Scheißsystem”. Auf der Haut prangen noch die SS-Runen. Doch die Einstellung hat sich geändert: Mike P. ist aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen. Nun ist er in der linken Szene aktiv.

Gelsenkirchen:Der Pro-Nachwuchs und das Reich

Träumt die „pro NRW“-Jugend im Ruhrgebiet ein ganz klein wenig vom „Reich“, traut sich aber nicht, dies zu sagen? Anfang Dezember veröffentlichte das Trüppchen rund um den „pro“-Jugendbeauftragten für das Ruhrgebiet, Andre Schindler, ein „sehr gelungenes“ Video eines „Sympathisanten“ auf seiner Internetseite. Es zeigt Fotos von Veranstaltungen der Rechtspopulisten. Unterlegt sind die Bilder mit einem Lied, das von einem Chor gesungen wird und dessen Refrain „Wer, wenn nicht wir? Wo, wenn nicht hier? Und wann, wenn nicht jetzt?“ lautet. Für jene, die schlecht hören oder aber gleich mitsingen mögen, wird der Text eins zu eins eingeblendet. Nur in der dritten Strophe bei Minute 1:42 gibt es eine minimale Abweichung. Dort singt der Chor auch für schwache Gehörgänge klar vernehmbar: „Wer sind die Leute, die mit Mut und Zuversicht zu Werke geh’n, die dann des Reiches Blüte einst als Lohn der langen Arbeit seh´n?“ Mitzulesen ist aber eine Version, bei der das „Reich“ eliminiert ist: „Wer sind die Leute, die mit Mut und Zuversicht zu Werke gehen, die dann des  Landes Blüte einst als Lohn der langen Arbeit seh´n?“Womöglich hat einer der „pro“-Oberen dem Nachwuchs oder dessen „Sympathisanten“ nahegelegt, dass man – jedenfalls in der öffentlichen Darstellung – besser die Berufung auf das „Reich“ vermeidet, wenn man als „rechtsdemokratische“, „seriöse“ und keinesfalls „ewiggestrige“ politische Kraft erscheinen will. Doch wo hat sich der „Nachwuchs-Sympathisant“ bei der Suche nach einer Begleitmusik für „pro“-Aktionen bedient? Zu hören ist ein Singekreis des „Sturmvogels“ bzw. des „Deutschen Jugendbundes Sturmvogel“ bei einem Auftritt auf Einladung der extrem rechten „Deutschlandbewegung“ von Alfred Mechtersheimer.

via de.indymedia.org | Gelsenkirchen:Der Pro-Nachwuchs und das Reich.

updated: Magdeburger Naziaufmarsch 2010

Am 16. Januar ist es wieder soweit, Neonazis werden aus dem gesamten Bundesgebiet anrücken und in Magdeburg aufmaschieren. Dieses Jahr ist es der 65. Jahrestag seit der Zerstörung Magdeburgs. Deshalb wird mit bis zu 1000 Nazis gerechnet. In Magdeburg Stadtfeld, einer ehemaligen Hochburg der Hausbesetzterszene, wird es eine Antifa Demo organisiert von der A.L.M. geben. Zusätzlich wird von der Gruppe Zusammen Kämpfen! zu dezentralen Aktionen aufgerufen.

via de.indymedia.org | Magdeburger Naziaufmarsch 2010.

siehe auch: 16.1.09 Magdeburg: „No pasarán“. Am 16. Januar 2010 jährt sich zum 65. Mal die Bombardierung Magdeburgs durch die Anti-Hilter-Koalition im 2. Weltkrieg. Wie in den vergangenen Jahren rufen Neonazis zu einem “Trauermarsch” auf. Diesen gilt es zu verhindern. Unsere Aktivitäten laufen deshalb unter dem Motto “No pasarán” (Kein Durchkommen). Bereits 2005 musste der Aufmarsch nach ein paar hundert Metern abgebrochen werden, an diesen Erfolg gilt es 2010 anzuknüpfen. [jW | Termine] Die ALM ruft zu einer bundesweiten antifaschistischen Demonstration sowie im Anschluss zu dezentralen Aktionen auf.

MD: Letzte Informationen zum Naziaufmarsch – Neonazigruppen aus ganz Ostdeutschland, Niedersachsen, Bremen und dem Ruhrgebiet mobilisieren am 16. Januar nach Magdeburg um aktiv Geschichtsrevisionismus zu betreiben und den deutschen Opfern des sogenannten “Bombenholocausts” zu gedenken. Durch die überregionale Mobilisierung und dem Fakt das Magdeburg immer mehr zu einem “Warm-Up” für Dresden wird ist mit einer einer sehr großen Nazi-Demo zu rechnen.

Zwickau: Hat der Spuk ein Ende?

Westsachsen als Versuchsfeld ostthüringer Nazi-Kader | Verborgene Strategien der »Freien Kräfte« | Nazi-Kameradschaft Zwickau führerlos | »Projekt Zwickau« gescheitert? | Ein Rückblick auf die vergangenen drei Jahre (…) Auch der Zwickauer Kameradschaftsführer Daniel Peschek nutzte den Jahreswechsel zur Selbstreflexion und bezeichnet sein »Projekt Zwickau« kurzerhand als gescheitert. Doch was war geschehen? Im Sommer des Jahres 2007 trat im bis dahin verschlafenen Zwickau urplötzlich eine aktionistische Nazi-Kameradschaft auf den Plan. Zunächst als »Autonome Nationalisten« später als »Freies Netz Zwickau« und zuletzt als »Nationale Sozialisten« machten sie die Straßen unsicher. Der Sächsische Verfassungsschutz bezeichnete sie stets als »Freie Kräfte«; dem Führer Peschek waren die Kameraden zuletzt wohl etwas zu frei.

via de.indymedia.org | Zwickau: Hat der Spuk ein Ende?.

Prozessbeginn gegen Neonazis in Berlin

Berlin: Erster Verhandlungstag im Prozess um den Friedrichshainer „Bordsteinkick“ im Juli 2009. Gehört wurden erst einmal nur die vier Angeklagten, die ihre Versionen von der Auseinandersetzung am S-Bahnhof Frankfurter Allee verbreiten konnten. Demzufolge wären sie lediglich Opfer und handelten in Notwehr – und traten den Studenten Jonas fast tot. Gestern fand am Berliner Amtsgericht Tiergarten der erste Verhandlungstag im Verfahren gegen die vier Neonazis Oliver Kaplan (15.06.1983) aus Heidesee, Marcel Ingo Bittner (11.01.1989) aus Ragow, Michael Lekzycki (11.12.1986) aus Storkow und Michael Gast (06.05.1985) aus Königs Wusterhausen (alle Orte befinden sich in Brandenburg) statt, in dem den Angeklagten unter anderem versuchter Mord vorgeworfen wird. Die Vier, die bis heute in Untersuchungshaft sitzen, sollen am Morgen des 12. Juli 2009 nachdem sie aus der Diskothek „Jeton“ kamen und vor dieser mehrfach den Hitlergruß zeigten (und sich dabei sogar fotografierten) auf dem Weg zum S-Bahnhof Frankfurter Allee an eine Gruppe Antifas geraten sein und nach verbalen Auseinandersetzungen sich mit diesen geprügelt haben. Nach der Schlägerei, bei der die Nazis selbst verletzt wurden und die Gruppen auseinander gegangen waren, rächten sich die Angeklagten an dem Studenten Jonas, weil dieser eine „Zecke“ sei. Sie prügelten ihn in die Bewusstlosigkeit und zogen ihn dann zum Fahrradweg, wo sie ihn mit Stampfkicken auf den Kopf umbringen wollten. Den Gewaltexzess beendete erst die mittlerweile alarmierte Polizei.

via de.indymedia.org | Prozessbeginn gegen Neonazis in Berlin.

siehe auch: „Du Zecke wirst nicht mehr aufstehen“. Mordversuch “aus Gründen der Machdemonstration” Prellungen, Platzwunden, Schädelhirntrauma. Mit diesen Verletzungen blieb ein junger Student am S-Bahnhof Frankfurter Allee zurück, als vier mutmaßliche Neonazis mit ihm fertig waren – inklusive Stampfkicks auf den Kopf. Wegen versuchten Mordes stehen die Männer nun vor dem Berliner Landgericht; Neonazis aus Brandenburg vor Gericht. Zusammengeschlagen lag der blutende Student am Boden. Mit voller Wucht sollen zwei Neonazis auf den Kopf ihres Opfers eingetreten haben. Knapp ein halbes Jahr nach dem “Bordsteinkick” müssen sich vier Männer aus der rechtsextremen Szene Brandenburgs wegen Mordversuchs vor dem Berliner Landgericht verantworten. Zusammengeschlagen lag der blutende Student am Boden. Mit voller Wucht sollen zwei Neonazis dann auf den Kopf ihres Opfers aus der linken Szene eingetreten haben. Knapp ein halbes Jahr nach dem brutalen “Bordsteinkick” müssen sich vier Männer aus der rechtsextremen Szene Brandenburgs von diesem Donnerstag an wegen Mordversuchs vor dem Berliner Landgericht verantworten. In der Anklage heißt es, die Männer im Alter von 20 bis 26 Jahren hätten ihr Opfer aus Wut und “Gründen der Machtdemonstration” töten wollen.