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Heulsuse der Woche: Jürgen Elsässer

Der Vorfall: Immer weniger Menschen kommen zu den Montagsdemos. Die angemessene Reaktion: Jürgen Elsässer gibt auf und sucht sich ein neues Hobby. Die tatsächliche Reaktion: Er beklagt, dass die Bewegung von Links kaputt gemacht wurde. Die Montagsdemos laufen immer mehr ihrer Anhänger davon. Waren es im Frühjahr noch mehrere tausend, die sich in Berlin und vielen anderen deutschen Städten versammelten, um sich von selbst ernannten Friedensengeln über NATO-Faschismus, Chemtrails und die Wahrheit hinter 9/11 belehren zu lassen, waren es diese Woche auf dem Postdamer Platz nur noch ein paar hundert. Jürgen Elsässer, seines Zeichens Putin-Verehrer, AfD-Wähler und Herausgeber des neu-rechten Magazins Compact, gilt neben Ken Jensen und Initiator Lars Mährholz als wichtiger Ideengeber für die Mahnwachen und trat während ihrer kurzen Blütezeit mehrfach als Redner auf. Nun beklagte Elsässer in seinem Blog die „erschreckenden“ Teilnehmerzahlen und lieferte gleich den Grund dafür, warum die Montagsdemos anscheinend nicht mehr funktionieren. Dies liege nämlich nicht etwa daran, dass die meisten Interessierten den faulen Zauber hinter der Friedensbewegung erkannt haben. An der Fußball-WM liegt es aber auch nicht—sondern daran, dass sie „von Links kaputt gemacht werden.“

via vice: Heulsuse der Woche: Jürgen Elsässer

14.5.Jürgen Elsässer & AfD-Veranstaltung

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) organisiert am 14. Mai im Restaurant „Schönholzer Heide“ (Heinrich-Mann-Str. 31) in Pankow-Niederschönhausen eine Veranstaltung mit Jürgen Elsässer, dem Herausgeber des neurechten Magazins COMPACT. Die Diskussion soll sich um die Frage “Wie wird Deutschland wieder souverän?” drehen. Hier kommtzusammen was zusammengehört: Neurechte Partei trifft auf neurechte Verschwörungs-Szene und einen ihrer ideologischen Köpfe. Jürgen Elsässer strickt seit über zehn Jahren aktiv an einer Vernetzung des rechten Millieus. Hierbei zielt er nicht auf den klassischen Stiefel-Nazi ab, sondern vor allem auf Autor*innen, Publikationen und Vertreter*innen rechts-konservativer und verschwörungstheoretischer Kreise. Die Konferenzen, die sein COMPACT- Magazin verantaltet, sindTeil jener Vernetzungsversuche. Auf einer Konferenz in Leipzig sprachen im vergangenen Jahr unter anderem Redner*innen wie Thilo Sarrazin und Elena Misulina, die Präsidentin des Familienausschusses der russischen Duma. Thema der Konferenz war die Agitation gegen die Homoehe und Homosexualität im Allgemeinen. Misulina war federführend an dem Gesetz gegen „Homo-Propaganda” in Russland beteiligt. Das Gesetz stellt die Aufklärung über Homo- und Transsexualität gegenüber Jugendlichen unter Strafe und untersagt beispielsweise das Küssen nicht-heterosexueller Paare im öffentlichen Raum. Laut Elena Misulina seien „Homosexuelle auch Menschen… (die) …auf einen extremistischen Gehalt durch die Behörden geprüft werden” sollten. Neuerdings hat Elsässer in der Unterstützung der Berliner „Montagsdemos“ ein weiteres Beschäftigungsfeld gefunden. Diese als Friedensdemonstrationen beworbenen Events ziehen mittlerweile ein breites Spektrum an (Neu-)Rechten an – neben der AfD und den Reichsbürgern auch die NPD – sowie rechte Esoteriker*innen und Verschwörungstheoretiker*innen. Die geplante Veranstaltung am 14. Mai ist zudem bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen Elsässer und der AfD. Bereits am 24. April fand im “Alten Krug” (Dahlem) ein Diskussionsabend zum gleichen Thema statt – ohne nennenswerten Protest. Auch der Veranstaltungsort für Elsässers aktuell bevorstehenden Vortrag ist nicht zufällig gewählt. Vielmehr scheint die AfD ein gerngesehener Gast im Restaurant “Schönholzer Heide” zu sein, der die Räumlichkeiten bereits des Öfteren für Veranstaltungen genutzt hat. So fand beispielsweise in besagtem Lokal am 18. September 2013 bereits eine Wahlkampfveranstaltung der Partei statt.

via indymedia: 14.5.Jürgen Elsässer & AfD-Veranstaltung

Elsässer, Jebsen und die Montagsdemos: Warum die neue “Friedensbewegung” so gefährlich ist

Eine Hippiefrau mit Wickelkopftuch war dabei. Einige Handwerker in Blaumännern und Cordhosen. Auch junge Männer in Skaterkluft, die ihre Arme demonstrativ kritisch vor ihrer Brust verschränkten. Ein bunter Pulk, der am zweiten Osterfeiertag zur Berliner „Montagsdemonstration“ auf den Potsdamer Platz gekommen war: Die Polizei sprach von 1000 Teilnehmern, die Organisatoren von mehr als 5000. Und viele von ihnen klatschten, als der Publizist Jürgen Elsässer die Bühne betrat. Sie klatschten weiter, als Elsässer über die „Endlösung der Russenfrage“ redete, die gerade in der Ukraine geplant werde. Sie klatschten und jubelten immer noch, als der Herausgeber eines angeblich zeitkritischen Magazins sich zu antisemitischen Verschwörungstheorien verstieg: „Das Verbrechen hat Anschrift und Telefonnummer. Und man kann doch durchaus auch einige Namen nennen. Wer gehört denn zu dieser Finanzoligarchie? Die Herren Rockefeller, Rothschild, Soros, Chodorkowski, das englische und das saudische Königshaus. Und warum soll es Antisemitismus sein, wenn man darüber spricht, wie diese winzig kleine Schicht von Geldaristokraten die Federal Reserve benutzen, um die ganze Welt ins Chaos zu stürzen?“ Applaus für antisemitische Parolen Was das alles mit Frieden und der derzeitigen Gemengelage in der Ukraine zu tun hat, blieb unklar. Einige NPD-Mitglieder um den Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke waren jedenfalls auch im Publikum dabei und spendeten dankbar Applaus. Es war der Punkt, an dem die Veranstaltung ins Absurde hätte abdriften müssen. Doch die Menschen blieben und hörten weiter zu. Geeint durch ein gemeinsames Feindbild: die gesellschaftlichen Eliten in diesem Land. Im Netz ist die „Montagsdemo“ schon ein Massenphänomen. Vordergründig soll es bei den regelmäßig in mehreren deutschen Städten stattfindenden Demonstrationen um den Frieden in Europa gehen. Manche sagen, die aktuellen „Montagsdemos“ seien die derzeit populärsten „Friedensdemonstrationen“ in Deutschland. “Montagsdemo” ist längst ein Netzphänomen In der Woche vor Ostern rief eine Facebook-Seite, die unter dem Namen „Anonymous“ firmiert, deren Herkunft aber unklar ist, zu einem Shitstorm gegen deutsche Nachrichtenseiten auf, weil die „Montagsdemos“ bisher kaum in den Medien kaum Beachtung gefunden hätten. Etliche der fast eine halbe Million Fans folgten dem Aufruf. Außerdem erlangte die „Montagsdemo“ auch in Bevölkerungskreisen Bekanntheit, die bisher kaum Kontakt zu politischen Sektierern und Verschwörungstheoretikern hatten. Um die Mechanismen zu verstehen, die für den Erfolg der „Montagsdemonstrationen“ verantwortlich sind, lohnt ein Blick auf jenes Youtube-Video, das alles in Gang gebracht hat. Veröffentlicht wurde es von dem ehemaligen rbb-Moderator Ken Jebsen, der 2011 von seinem Sender entlassen wurde, nachdem er behauptet hatte zu wissen, „wer den Holocaust als PR“ erfunden habe. (…) Am erschreckendsten ist aber, dass bei „KenFM“ die ukrainische Bevölkerung keine Rolle spielt. All die politischen Gegensätze, das Miteinander und Gegeneinander von Nationalisten und Pro-Europäern, die Hoffnungen der Idealisten, die (bisweilen dilettantischen) Bemühungen der Übergangsregierung, eine neue Ordnung aufzubauen – das interessiert Jebsen nicht. Die Ukraine ist für ihn ein Schachbrett, auf dem ein Konflikt zwischen Nato und Russland stattfindet. Die ukrainische Bevölkerung besteht dem folgend aus politischen Zombies, die nach Belieben manipuliert vom Ausland werden können. Logischerweise war die Revolution in Kiew vom Westen gelenkt und ein Versuch seitens der USA und ihrer Verbündeten, kapitalistische Interessen zu verteidigen. Wahrscheinlich ist das der Kern der „Friedensbewegung“ von Potsdamer Platz: Es geht nicht um andere. Wahrscheinlich geht es noch nicht einmal um Frieden. Es geht vor allem um uns. Gefährlicher Cocktail Die derzeit so populäre Wut auf Führungseliten in Politik, Wirtschaft und Medien, gemischt mit dem schlechten Gewissen vieler Menschen wegen des moralischen Versagens westlicher Nationen im „Krieg gegen den Terror“. Begleitet von Kriegsangst, Verschwörungstheorien und einem Schuss Bewegungshype: Fertig ist der Cocktail, der gerade all jene besoffen macht, die sich allzu aufgeklärt fühlen. Die Rechten und Neuen Rechten haben das längst erkannt. Viele Montagsdemonstranten noch nicht. Das macht die Situation so gefährlich.

via huffingtonpost: Elsässer, Jebsen und die Montagsdemos: Warum die neue “Friedensbewegung” so gefährlich ist

siehe auch: Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?. LechtsStattRinks – Berlin am extrem rechten Rand gelandet – rechts-populäre Redner statt offene Bühne von unten – NPD und Stiefelnazis klatschen Beifall – Angriff auf Potsdamer Abkommen. Die Ostermontagsquerfront Bezüglich der Diskussion um die sogenannten „Montags-demonstrationen“ trennt sich immer mehr die Spreu vom Weizen. Warfen die InitiatorInnen früher noch ein schein-heiliges „Nicht rechts – nichts links“ in den Ring, so positionieren sie sich bei ihrer zentralen Kundgebung in Berlin am Ostermontag eindeutig am extrem rechten Rand der Gesellschaft. Neben Lars Mährholz und KenFM, über deren Wirken schon genügend berichtet wurde, sprechen Andreas Popp und Jürgen Elsässer. Zu Andreas Popps Aktivitäten berichteten wir in unserem Artikel rechte Friedensbewegung AfD PdV & Holocaust; #Attac warnt vor rechten #Montagsdemonstrationen – Neurechte Bewegung orientiert sich an NSDAP-Forderungen. Seit einigen Wochen finden in immer mehr Städten so genannte Montagsdemonstrationen statt, oft auch unter dem Namen “Friedensbewegung 2014″. Jutta Ditfurth und das Weblog Spiegelfechter haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass diese Veranstaltungen von rechten Ideologen organisiert und maßgeblich bestimmt werden.